Laura Freudenthaler

 4,3 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor*in von Die Königin schweigt, Die Königin schweigt und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Laura Freudenthaler geboren in Salzburg, lebt als Schriftstellerin in Wien. Sie debütierte 2014 mit »Der Schädel von Madeleine«. Für ihren Roman »Die Königin schweigt« (2017) bekam sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, er wurde 2018 als bester deutschsprachiger Debütroman beim Festival du premier Roman in Chambéry ausgezeichnet. Für »Geistergeschichte« (2019) erhielt sie den Literaturpreis der Europäischen Union. 2020 gewann sie den 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, 2021 wurde sie für ihr Werk mit dem manuskripte-Preis ausgezeichnet, 2024 mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis und dem Anton-Wildgans-Preis. Zuletzt erschienen: »Arson« (2023).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Iris (ISBN: 9783990274415)

Iris

Erscheint am 18.02.2026 als Gebundenes Buch bei Jung u. Jung.

Alle Bücher von Laura Freudenthaler

Cover des Buches Die Königin schweigt (ISBN: 9783442717057)

Die Königin schweigt

(14)
Erschienen am 09.09.2019
Cover des Buches Die Königin schweigt (ISBN: 9783990590010)

Die Königin schweigt

(9)
Erschienen am 11.08.2017
Cover des Buches Geistergeschichte (ISBN: 9783990590256)

Geistergeschichte

(2)
Erschienen am 08.02.2019
Cover des Buches Arson (ISBN: 9783990272879)

Arson

(2)
Erschienen am 09.10.2023
Cover des Buches Der Schädel von Madeleine (ISBN: 9783990140918)

Der Schädel von Madeleine

(0)
Erschienen am 01.02.2014
Cover des Buches Geistergeschichte (ISBN: 9783442719969)

Geistergeschichte

(0)
Erschienen am 08.02.2022
Cover des Buches Iris (ISBN: 9783990274415)

Iris

(0)
Erscheint am 18.02.2026

Neue Rezensionen zu Laura Freudenthaler

Cover des Buches Die Königin schweigt (ISBN: 9783442717057)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Die Königin schweigt" von Laura Freudenthaler

Trishen77
Schweigen, beredet

Das Leben verschwindet schon, bevor es endgültig geht. Immer weniger fällt auf fruchtbaren Grund und die vielen Erinnerungen wiegen sich in einem nachlassenden Wind. Über das Ende des Lebens und die lange Strecke der Erinnerungen hat Laura Freudenthaler ein berührendes Buch geschrieben:

„Die Königin schweigt“, das Portrait einer alten Frau, die versucht sich in ihrem Alltag einen Rest an Gewohnheit zu bewahren, sich nicht von den nahenden Einschränkungen erdrücken zu lassen, während die Zeitebenen in ihr bereits verschwimmen und sie fast unfreiwillig immer wieder auf ihr Leben zurückblickt, sich in ihr einstiges Leben zurückträumt.

Als Tochter eines Bauern wuchs sie in einer kleinen Gemeinde auf, zusammen mit einem älteren Bruder. Die Kindheit wird überschattet und geprägt von der dominanten Figur des Vaters. Sie lässt die Eltern und den Hof auch dann noch nicht ganz hinter sich, als sie den Dorfschullehrer heiratet, der auch in der Politik vor Ort mitmischt und sich bald als nicht ganz so glanzvolle Figur entpuppt …

Schnörkellose Darstellung und doch einfühlsame Schilderung machen aus „Die Königin schweigt“ ein rundum nachvollziehbares literarisches Erlebnis der besonderen Art. Kaum je zuvor hatte ich das Gefühl, der Idee eines Frauenlebens im 20. Jahrhundert so nah zu kommen. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre!

Cover des Buches Die Königin schweigt (ISBN: 9783442717057)
G

Rezension zu "Die Königin schweigt" von Laura Freudenthaler

Gerald_Danner4
Die Königin schweigt und Laura Freudenthaler erzählt sehr viel in schöner Sprache

Am Beginn des Romans #DieKöniginschweigt von #LauraFreudenthaler bekommt die Protagonistin Fanny, eine klassische Vertreterin der Nachkriegsgeneration, von ihrer Enkelin ein Notizbuch geschenkt und wird von ihr gebeten, ihr Leben darin aufzuschreiben. Dass dieses Notizbuch bis zum Ende des Romans keinen einzigen Satz enthalten wird, ist bezeichnend für Fanny, die lieber bruchstückhaft und Gefühle aussparend aus ihrem Leben erzählt. So erfahren Leser:innen, dass Fannys Vater, der Bauer vom Hof in der Senke, stets Wert auf einen aufrechten Gang in jeder Situation gelegt hat und es nicht mochte, wenn seine Kinder Fanny und Toni sich wie Hunde unter der Ofenbank aufhielten. Schicksalsschläge während bzw. nach dem Krieg mussten verarbeitet werden, sie werden von Fanny mit Distanz erzählt. Die Autorin hingegen versteht es mE meisterhaft, Fanny sehr nahe zu kommen, beschreibt ihr Leben, von dem sie nur Teile aus Erzählungen kennt, mit viel Empathie sehr detailreich und schafft es mE, dass Leser:innen für Fanny Verständnis aufbringen und sie als Person fassbar wird. Der Titel "Die Königin schweigt" steht für eine Generation, die das  Sprichwort "Reden ist Silber und Schweigen ist Gold" verinnerlicht zu haben schien. So hat Fanny möglicherweise einerseits ihre Lebensgeschichte nicht als wichtig genug angesehen, um in einem Notizbuch niedergeschrieben zu werden, und andererseits hat ihr vielleicht einfach die Sprache dafür gefehlt. #LauraFreudenthaler hat mE eine sehr poetische Sprache für dieses stellvertretend für viele stehende Frauenschicksal der Nachkriegszeit gefunden. Empfehlung!

Cover des Buches Arson (ISBN: 9783990272879)
G

Rezension zu "Arson" von Laura Freudenthaler

Gerald_Danner4
Eine Dystopie in präziser poetischer Sprache ohne Romanhandlung im eigentlichen "klassischen" Sinn

In Laura Freudenthalers Roman "Arson" wird abwechselnd aus der Sicht von zwei Protagonisten, die Flächenbrände in einer nicht näher beschriebenen Landschaft erleben und unter großer Hitze leiden, erzählt. Zum einen gibt es eine Ich-Erzählerin, die sich mit kürzlich genähten Wunden im Gesicht, die spannen und zu verkrusten beginnen, abmüht und zum anderen einen Mann, von dem in der 3. Person erzählt wird und der auf einer Anhöhe in der Stadt als Meteorologe tätig ist. Aufgrund der Hitze der Brände leidet der Meteorologe unter Schlafstörungen, und seine größte Angst besteht darin, durchschnittlich weniger als 4,5 Stunden pro Nacht zu schlafen, da Wissenschafter herausgefunden haben, dass damit ein erhöhtes Risiko, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken, einhergeht. Das für mich Positive an diesem Roman ist neben seiner poetischen Sprache die kunstvolle Zeichnung einer dystopisch-beklemmenden Atmosphäre. Leider aber sind mir die beiden Protagonisten bis zum Ende des Romans fremd und vage geblieben. Mein Fazit - und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten: Angedeutetes, Auslassungen und Leerstellen in Romanen sind ja prinzipiell gut, aber der Roman erschöpft sich in einer Aneinanderreihung ähnlicher dystopischer Bilder (minutiös beschriebene Brandherde etc.). Viele andere "klassische" Elemente eines Romans (Dramaturgie, auslösende Ereignisse, Wendepunkte etc.) werden leider ausgespart.

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