Laura Fuchs , Martin Gülich Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen

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Inhaltsangabe zu „Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen“ von Laura Fuchs

107 Jahre hat das Großstadtkrokodil Gaspard glücklich und zufrieden in seinem vertrauten Zuhause verbracht. Und 107 Jahre lang hat es ihm an nichts gefehlt. Aber eines Morgens ist alles anders. Gaspard fühlt genau: Er muss raus aus der Stadt, raus in die weite Welt. Es beginnt eine Reise ins Unbekannte, nach der nichts mehr so ist, wie es vorher war.

Ein Großstadtkrokodil packt das Reisefieber.

— EmmyL
EmmyL

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    Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen
    EmmyL

    EmmyL

    05. February 2017 um 11:44

    Gaspard Amundsen ist ein bequemes Großstadtkrokodil. Er liebt seine Bücher, Brennnesseltee und Ruhe. 107 Jahre ist ein schönes Alter. Leider hat er sich in all den Jahren nicht über die Stadtgrenzen hinaus gewagt. Entschlossen packt Gaspard fünf Koffer mit den notwendigsten Sachen, um die Welt zu entdecken. Schon am Bahnhof beginnt das Reiseabenteuer, denn seine Koffer werden geklaut. Nur mit einem Rucksack ausgerüstet, steigt er in den Zug. Auf seiner abenteuerlichen Reise fliegt Gaspard im Flugzeug, schwimmt mit dem Waal, wird von einem Schiff gerettet, am Rande des Eismeeres abgesetzt, wandert mit Wolf und Bär durch die Wälder und kommt schließlich in seine Heimatstadt zurück. Mit diesem Buch werden das Reisefieber und die Lust auf neue Erfahrungen, fremde Eindrücke, neue Freunde geweckt. Es wird sehr bildlich dargestellt, wie das Reisen die Persönlichkeit verändert. Am Anfang sitzt das Krokodil gemütlich mit einer Tasse Tee etwas melancholisch in seiner Bibliothek. Das letzte Bild zeigt, wie es seinen Tee auf dem Dach des Hauses mit Blick auf die Stadt geniest. Ausgeglichen und zufrieden schaut es in die Ferne. Der Text ist auch für jüngere Kinder gut verständlich, liest sich mühelos vor, entführt den Leser auf eine abenteuerliche Reise. Er wird durch die Illustrationen interpretiert, unterstrichen und erweitert. Die Anordnung der Bilder ist verschieden. Es gibt doppelseitige vollflächige Bilder, einseitig vollflächige Bilder und unter bzw. neben dem Text eingefügte Einzelszenen. Im Bildgeschehen dominieren gebrochene, warme Braun- und Grüntöne. Der Farbklang ist gedämpft. So entsteht ein rustikal anmutender Vintage-Effekt, der an längst vergangene Zeiten erinnert. Für die Illustrationen sind verschiedene Techniken zum Einsatz gekommen. Die Zeichnungen wurden u.a. mit Aquarellfarben koloriert und am Computer nachbearbeitet. Zahlreiche Schraffuren und Modulationen durchsetzten die Bildfläche. Sie erwecken nicht nur die Figuren, sondern auch die gesamte Kulisse zum Leben. Gestik und Mimik des Krokodils drückt seine Gefühle deutlich aus. Alle Protagonisten sind Tiere, welche durch Kleidung bzw. Handlung vermenschlicht wurden. Sie entsprechen ohne Verniedlichung dem natürlichen Vorbild. Besonders schön ist die mehrfarbige, schuppige Haut des Krokodils. Es wirkt lebensecht und sehr sympatisch. Das Buch ist im Querformat mit Hardcover. Für die Seiten wurde ein etwas stärkeres Papier verwendet. Vorschulkinder können selbständig blättern und die Geschichte für sich erschließen. Es eignet es sich, durch einfachen Satzbau und großzügigen Zeilenabstand, für Leseanfänger in den ersten Grundschuljahren. Einem Publikum ab vier Jahren kann es problemlos zugänglich gemacht werden. Auf dem Cover sieht man, wie das Krokodil im Ruderboot die stürmische See erobert. Bereits im Vordruck wird der Leser auf die Reise vorbereitet. Hier ist eine große Landkarte mit allen wichtigen Stationen der Reise abgebildet. Für die Arbeit mit Kindern, ist es sehr schön, wenn man als Einstieg den Vordruck verwenden kann. Dieses Buch ist wundervoll und für zu Hause oder die Kindertageseinrichtung.

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  • Nur dem, der sich hinauswagt, erschließt sich die Welt

    Die fabelhafte Reise des Gaspard Amundsen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    16. August 2016 um 09:58

    Ein fulminantes und überzeugendes Debüt ist das vorliegende Bilderbuch der 1991 geborenen Studentin Laura Fuchs, die seit langem in ihrer Liebe zur Natur und Tieren ihre größte Inspiration für ihre Bilder findet. Der Schriftsteller Martin Gülich hat möglicherweise in Anlehnung an den norwegischen Polarforscher Roald Amundsen eine witzig-nachdenkliche Geschichte geschrieben über ein schon in die Jahre gekommenes Großstadtkrokodil, das irgendwann aufbricht um die Welt zu erkunden.Schon 107 Jahre lang lebt Gaspard Amundsen in seiner Wohnung in einer Großstadt. Es geht ihm gut, er ist mit seinem Leben zufrieden, wenn er nur Bücher und Brennnesseltee hat. Und seine Ruhe…Doch dann, eines Tages, schmeckt sein Tee bitter, und der philosophisch angehauchte Gaspard nimmt das als ein Zeichen dafür, er sei nun alt genug, um endlich einmal herauszufinden, wie die Welt jenseits seiner Heimatstadt aussah.Fünf Koffer hat er für seine große Reise gepackt, doch eine am Bahnhof ihr Unwesen treibende Waschbärenbande stiehlt ihm alles. Ihm bleibt nur das Allernötigste in seinem Rucksack. Und so steigt er mit leichtem Gepäck am Bahnhof, noch voller Zweifel, ob er nicht lieber nach Hause zurückkehren sollte, in einen Zug.Dort trifft er einen halbblinden Maulwurf, der ihm die Idee vom Fliegen in den Kopf setzt. Doch beim Pirouettendrehen stürzt der kleine Flieger ab und Gaspard landet an einem Strand.Von einem Wal aufs Nordmeer gelockt, wartet das nächste Abenteuer, aus dem ihn nach drei Tagen auf dem Wasser ein Albatros rettet und ihn wieder an Land setzt. Und immer wieder zwischendurch sehnt sich Gaspard nach seinem geliebten Brennnesseltee. Die Aussicht auf ein Tässchen lässt ihn durchhalten. Ein Bär und ein Wolf philosophieren mit ihm am Strand im Schnee über Bedürfnisse und wie schön es ist in den weiten Himmel zu blicken.Da erinnert sich Gaspard an den Himmel über seinem Haus und an die Wälder um seine Stadt und spürt, es ist Zeit nach Hause zurückzukehren.Und später, auf dem Dach seines Hauses seinen Brennnesseltee trinkend, denkt er nach, dass man von der Welt nur etwas erfährt, wenn man sich in sie hinauswagt. Es steht eben nicht alles in den Büchern.Laura Fuchs hat die schöne Geschichte von Martin Gülich mit zauberhaften Bildern in Szene gesetzt, oder war es umgekehrt ?  Ein neuer Stern am Bilderbuchhimmel, von dem man viel hören und sehen wird.

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