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CulturalNoise

vor 8 Monaten

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Eine schlechte Nachricht bringt Sarinas Leben völlig durcheinander. Als sie vom Tod ihrer Großmutter erfährt, reist die junge Dolmetscherin Hals über Kopf nach Italien. Doch aus einem schnellen Hausverkauf wird nichts, denn einer der Bewohner will das Feld partout nicht räumen. Und zu allem Übel wird ihre Gefühlswelt auch noch völlig auf den Kopf gestellt.

Mh ... Also gut. Wie fange ich an? Ich muss leider sagen, ich bin zwiegespalten. Okay, ich habe bisher nur eine Geschichte von Laura Gambrinus gelesen – es war auch nur eine Kurzgeschichte ("Prosecco-Träume" – in der Benefizanthologie "Wie angelt frau sich einen Milliardär?"), die mich aber komplett umgehauen hat, so gut war sie. Danach musste ich unbedingt eine weitere Geschichte dieser wunderbaren Autorin lesen. Meine Wahl fiel auf "In seinen Armen".

Die Autorin hat es ohne Probleme geschafft, dass ich mich in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Durch die Ich-Erzählung erfahren wir Leser sehr viel über Sarinas Gefühle, ihre Denkweise und ihr Leben. Ich habe die junge Frau von Anfang an sehr gemocht – vor allem wegen ihres Liebeslebens, aber hier möchte ich nicht zu viel verraten.

So weit, so gut. Doch leider kommt die Geschichte einfach nicht voran. Ich habe mich auf eine Liebesgeschichte gefreut und diese natürlich auch erwartet, doch irgendwie passiert lange Zeit nichts dergleichen. Mir stellte sich dann tatsächlich die Frage, ob ich im Vorfeld irgendetwas falsch verstanden hatte. Doch aufgeben wollte ich auch nicht. Wie gesagt, ich mag Laura Gambrinus und erhoffte mir einen Wandel.

Dann endlich, ab dem 12. Kapitel, ging es mit der eigentlichen Geschichte los. Danach konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Ich war also einigermaßen milde gestimmt. Doch zu früh gefreut. Es betrifft zwar nur die Mitte des Buches, aber was ist da bloß passiert? Ich bin in solchen Dingen nicht sehr kleinlich. Ich kann locker über solche Passagen hinweglesen, doch hier war es selbst für mich zu viel. Rechtschreib- und Grammatikfehler haben mich leider immer wieder aus der Geschichte herausgerissen. Ich musste manche Stellen zweimal lesen, um mich wieder zurechtzufinden.

Doch zum Glück hört das schnell wieder auf und zum weiteren Verlauf kann ich nur sagen: Das ist die Geschichte, die ich erwartet hatte. Textpassagen zum Schmunzeln, feuchte Augen und dann wieder die so typischen und ersehnten Oh-Momente – all das lässt mich diese Geschichte doch wieder lieben.

Fazit:
Laura Gambrinus ist eine Autorin, die ihr Handwerk versteht. Ihr Schreibstil ist gut zu lesen und einfach klasse. Doch leider brauchte sie bei diesem Buch einfach zu lange, um die eigentliche Geschichte in Gang zu bringen. Hätte sie gleich zu Beginn den Schwung hineingebracht und die Schreibfehler in der Mitte nicht gemacht, wäre es ein 5-Punkte-Buch. So jedoch ... leider nicht.
Also, wer über diese Dinge hinwegsehen kann und am Anfang Geduld aufbringt, dem empfehle ich das Buch auf jeden Fall.

Wertung: 3,5 Punkte

(Diese Rezension ist erschienen auf www.cultural-noise.de / Text: YH)

Autor: Laura Gambrinus
Buch: In seinen Armen
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