Laura Gehlhaar Kann man da noch was machen?

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Inhaltsangabe zu „Kann man da noch was machen?“ von Laura Gehlhaar

Wer im Rollstuhl sitzt, bekommt manchmal die seltsamsten Dinge zu hören: 'Toll, dass du trotzdem rausgehst!' – 'Kannst du Sex haben?' – 'Kann man da noch was machen? ' – 'Darfst du betrunken Rollstuhl fahren?' – 'So hübsch, und dann im Rollstuhl! ' Frei von Selbstmitleid, mit entwaffnender Selbstironie und ebenso tiefsinnig wie unterhaltsam erzählt Laura Gehlhaar Geschichten aus ihrem Alltag und zeigt, dass man auch auf vier Rädern ein ganz normales Leben führen kann – mit allem, was dazugehört.

Ein verdammt offen und ehrliches Buch. Zum Lachen und auch zum Nachdenken.

— Wortverdichtung

sehr lesenswert!

— Bella5

Ein informatives und emotionales Buch einer Rollstuhlfahrerin über ihre Erlebnisse, dazu sehr unterhaltend! Sollte jeder mal gelesen haben..

— vanessabln

Das ist kein Buch von einer Behinderten für Behinderte, sondern für alle.

— Flaventus

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    Kann man da noch was machen?

    AntjeDomenic

    16. June 2017 um 11:40

     Laura Gehlhaar"Kann man da noch was machen"Verlag: HeyneSeitenzahl: 256ISBN: 978-3-453-60367-7Erstausgabe: 12. September 2016Preis: 9,99 EuroKlappentext:»Ich sehe die Dinge aus einer anderen Perspektive. Und das macht es interessant.«Wer im Rollstuhl sitzt, bekommt manchmal die seltsamsten Dinge zu hören: »Toll, dass du trotzdem rausgehst!«- »Kannst du Sex haben?«»Kann man da noch was machen?« – »Darfst du betrunken Rollstuhl fahren?« - »So hübsch und dann im Rollstuhl!«Frei von Selbstmitleid, mit entwaffnender Selbstironie und ebenso tiefsinnig wie unterhaltsam erzählt Laura Gehlhaar Geschichten aus ihrem Alltag auf vier Rädern – mit allem, was dazugehörEine Meisterin in Sachen Witz und SelbstironieZDF Mittagsmagazin (12.09.2016) Gestaltung des Buches: Ich finde die Gestaltung des Buches treffend. Eine junge Frau, in Ihrem Rollstuhl, welche so viel Freundlochkeit und Selbstbewusstsein ausstrahlt.Meine Meinung zum Buch: Durch eine Talkshow im Fernsehen bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden. Die Autorin hat mich sofort begeistert und ich fand Sie sehr symphatisch. Das Buch musste ich einfach lesen und mehr von der Autorin erfahren.Die Schreibweise ist ehrlich und direkt. Für mich ist es ein Buch, was auch Nichtbetroffene lesen können. Es wird verdeutlicht wie der Alltag und die Gedanken der Autorin sindDie Sichtweise und der Umgang mit der Lebensweise der Autorin ist beeindruckend. Alltagsbeschreibungen in verschiedenen Lebenslagen sind wunderbar erzählt.Ein Buch, was zum Nachdenken anregt.Vielen Dank für die Zusendung des Buches an den Heyne Verlag sowie das Bloggerportal.Bewertung:5 von 5 *   

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  • Super Titel, gutes Buch

    Kann man da noch was machen?

    Bella5

    10. April 2017 um 12:18

    Auf Laura bin durch auf Twitter aufmerksam geworden. Als ich dann das Buch in der Buchhandlung erblickte, musste ich es unbedingt haben, denn der Buchtitel ist einfach catchy und klasse: „Kann man da noch was machen“? Lauras Leben ist eigentlich ganz normal – sie trifft sich gern mit Freunden, arbeitet als Werbetexterin in Berlin, sammelt und liebt Sneaker. Die Tatsache, dass sie im Rollstuhl sitzt, empfindet sie eher als Erleichterung denn als Einschränkung, denn: Behindert ist man nicht, behindert wird man – von der Gesellschaft. Laura erzählt von der alltäglichen Diskriminierung. Strukturell, gesellschaftlich. Ist Inklusion nur ein Lippenbekenntnis in Deutschland? Oft scheitert die gesellschaftliche Teilhabe von Behinderten schon an der Infrastruktur, an einer Rampe, an einer Dolmetscherin für Gehörlose. Soll der gesunden Mehrheitsgesellschaft nicht zu viel zugemutet werden? Lauras Buch liest sich klasse, der Ton ist modern und authentisch. Sie berichtet von eigenen Stärken und Schwächen. Sehr berührt war ich, als sie von Ängsten und Gewaltandrohung berichtete. Die Angst, das eigene Potential nie ganz ausschöpfen zu können. Schreibblockaden, die Angst vor dem leeren Blatt. Die Hänseleien in der Schule, die Lehrerin, die besonders fies war, um Laura „abzuhärten für das Leben“. Was für eine Anmaßung! Im Studium dann missgünstige Kommilitonen, die Laura Maßnahmen zur Herstellung der Chancengleichheit (!) neideten, etwa einen Zeitbonus, der motorische Einschränkungen bei Klausuren ausgleichen sollte. Aber auch Leute, die Laura ganz normal behandelten, wie etwa ihre Mitbewohnerin in den Niederlanden finden Erwähnung. Laura jammert nicht. Laura redet Tacheles. Spricht Dinge aus, die einfach auch einmal gesagt gehören. Wenn Leute sie fragen, ob ihr „Freund auch behindert“ sei, ist dies unverschämt. Wenn Leute ihr zu zischen, dass „Jemand wie sie unter Hitler noch vergast wurde“, ist das grausam. Laura muss täglich zusätzliche Kraft für Dinge aufwenden, die nicht nötig wäre, wenn die gesellschaftlichen Strukturen anders wären. Aber schließlich lebt laut Laura auch eine ganze Industrie von Behinderten…  Schon seltsam, dass in einer Industrienation wie Deutschland noch soviel Handlungsbedarf besteht. Finde ich. Eigentlich ein Armutszeugnis, viele Dinge scheinen mir etwa in Großbritannien besser organisiert zu sein. Es gibt in Gehlhaars Buch aber auch Aussparungen, Dinge, über die ich gerne mehr erfahren hätte, die die Autorin aber wohl privat halten will: Welche Krankheit hat Laura genau? Wie gestaltete sich ihr Studium, denn es wird kurz abgehandelt? Wieso arbeitet sie nicht als Sozialpädagogin, denn darin hat sie ihren Abschluss gemacht, sondern als Texterin? Man erfährt aber, dass sich Laura bei den „Sozialhelden“ engagiert. Trotz meiner Kritikpunkte ist „Kann man da noch was machen“? ein lesenswertes Sachbuch!

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    • 6
  • Information, Wut und Lebenslust

    Kann man da noch was machen?

    vanessabln

    14. January 2017 um 21:56

    Wer nicht selbst im Rollstuhl sitzt, hat häufig ein falsches Bild von Rollstuhlfahrern. Dazu kommen Unsicherheiten und übermäßiges Mitleid. Da kann "Kann man da noch was machen?" gute Dienste leisten und ist außerdem sehr mitreißend geschrieben. Das Buch von Frau Gehlhaar enthält erlebte Geschichten zu verschiedenen Themen ihres Lebens und Alltags. Sie klärt über vielerlei Missverständnisse, Vorurteile und die eigentlichen Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern auf, wobei es an Humor und Emotion nicht mangelt. Skurille, überraschende Geschichten gibt es genauso wie traurige und hoffnungsvolle. Wut spürt man beim Lesen genauso wie die Lebenslust der Autorin, was die besondere Mischung ausmacht. Außerdem hat Frau Gehlhaar einen ganz eigenen Ton, der auch Lust auf Bücher von ihr zu anderen Themen machen würde. Den letztendlich gewählten Titel des Buches finde ich äußerst gelungen.

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  • Ein Spiegel unserer inklusiven Gesellschaft

    Kann man da noch was machen?

    Flaventus

    18. September 2016 um 15:29

    Von manchen Menschen existieren Biografien, weil sie etwas außergewöhnliches geleistet haben. So wie zum Beispiel Steve Jobs, der ein Mobiltelefon kreiert hat, von dem die wenigsten dachten, dass sie es bräuchten. Bei Laura Gehlhaar war es anders. Bei ihr waren es die Menschen in ihrer Umgebung bzw. unserer Gesellschaft, die sie veranlasst haben, dieses Buch zu schreiben. Die Menschen, die in irgendeiner Art und Weise auf Laura Gehlhaar reagieren, wie sie es bei anderen Menschen nicht tun. Dabei fallen die Reaktionen durchaus sehr unterschiedlich aus. Manche lassen mich als Leser nur den Kopf schütteln und fragen: "Ist das wirklich passiert"? Andere sind recht witzig, so dass ich als Leser hin und wieder schmunzeln musste. Die Anekdoten aus Gehlhaars Leben verpackt sie durchaus in so manch witzigem Kapitel, wobei das Buch nicht durchgehend komisch ist. Es ist eben keine Komödie. Der Schreibstil ist recht flüssig und die Biografie lässt sich gut lesen. Allerdings wirken manche Kapitel sehr konstruiert. So, als hätte Gehlhaar versucht, das Erlebte in ein nettes Gespräch packen. So ist z.B. das "Blicke-Kapitel" recht interessant, aber das Gespräch mit Lauras Freund Jan klingt an manchen Stellen etwas hölzern. Apropos Biografie. Der Begriff mag in die Irre führen, denn der Leser erfährt zwar viel aus dem Leben von Laura Gehlhaar, aber dennoch ist es keine klassische Biografie, in der alle Episoden ihres Lebens aufgeschlüsselt werden. Es ist mehr eine Ansammlung von skurrilen, interessanten, lustigen, schockierenden Geschichten. Dieses Buch zeigt aber noch mehr. Nämlich die tatsächliche "Nicht-Inklusion" in dieser Gesellschaft. Natürlich erzählt Laura Gehlhaar von Erfahrungen, die ich mir als Nicht-Rollstuhlfahrer auch vorstellen kann. Nicht ans oberste Supermarktregal gelangen, in einer zu engen Parklücke keinen Rollstuhl neben das Auto stellen können, keine Treppen steigen können. Das Buch vermittelt allerdings recht gut, dass es nicht diese Dinge sind, die sie abseits der Gesellschaft stehen lassen. Es sind die Menschen, die ablehnend oder bevormundend ihr gegenüber treten. Selbstverständlich wird das Buch an vielen Stellen politisch. Stellen, an denen jeglicher Witz fehlt und ganz offensichtlich wird, dass Deutschland kein inklusives Land ist. Das merke ich persönlich alleine daran, dass weder mir noch meinen Kindern behinderte oder irgendwie eingeschränkte Menschen über den Weg laufen. Selbst Laura Gehlhaar fragt sich, wo alle die behinderten Menschen sind, denn auch in ihrem Leben sind Begegnungen mit Behinderten weniger häufig als man denken mag. Für manchen Leser mag der Zeigefinger zu oft erhoben werden, vor allem im Mittelteil des Buchs. Das Lesevergnügen erreicht aber seinen Höhepunkt, als sie am Ende davon erzählt, wie sie das Buch geschrieben hat. Oder besser, wie sie es begonnen hat. Fazit Dieses Buch richtet sich an alle interessierten Menschen, die gerne in Bereiche der Gesellschaft blicken möchten, die ihnen nicht so ohne weiteres zugänglich sind. Es ist durchaus kein Buch von einer Behinderten für Behinderte. Auch Nicht-Behinderte finden hier einen reizvollen und empfehlenswerten Lesestoff, der nicht nur unterhält, sondern auch aufklärt. Ich für meinen Teil habe zumindest sehr viel dazugelernt, wie mit Behinderten in dieser Gesellschaft umgegangen wird und wie ich es anders machen kann. Auf meinem Blog habe ich die Rezension noch mit ein paar persönlichen Gedanken ausgeschmückt: http://ogy.de/gehlhaar

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