Laura Hillenbrand Unbeugsam

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Inhaltsangabe zu „Unbeugsam“ von Laura Hillenbrand

Louis Zamperini, Sohn italienischer Einwanderer, wird vom jugendlichen Schlitzohr zum Mittelstreckenläufer von Weltrang. Nach seinem fulminanten Schlussspurt beim Finale der Olympischen Spiele in Berlin 1936 beginnt seine Odyssee während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik. Er gerät mitten ins Inferno der Gefangenschaft, wo er Folter und Hunger erträgt und überlebt. Laura Hillenbrand, die zurzeit erfolgreichste Sachbuchautorin der USA, erzählt mitreißend und erzeugt eine atemlose Spannung: den Flugzeugabsturz, die 47-tägige Irrfahrt im Schlauchboot durch den Pazifik, den Kampf gegen Haie, die Kriegsgefangenschaft unter einem der grausamsten Verbrecher des Zweiten Weltkriegs.

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    Unbeugsam

    michael_lehmann-pape

    14. October 2011 um 13:54

    Laura Hillenbrand - Unbeugsam Ein Leben wie ein prall gefüllter Roman Wenn man das Buch liest und nicht wüsste, das hier eine Biographie vorliegt, man würde es nicht glauben in dieser Abfolge von Sportkarriere, Krieg, brutaler und nachwirkender Gefangenschaft, Absturz, Bekehrung und gefülltem, intensivem und sinnhaftem Leben. Von einem der Bilder im ersten Teil des Buches, auf dem Louies Zamperini als eine junge Laufhoffnung für Olympia trainiert bis hin zu einem der letzten Bilder des Buches, auf dem der über 80 jährige Louies auf einem Skateboard munter daherrollt. Dort schon fast nach seinem „dritten“ Leben als Gründer und Leiter eines Jugendcamps für schwererziehbare Jugendliche. Wie er selber einmal eines war. Jener Louies, der als ungebärdetes Kind und Jugendlicher seine Eltern (und seinen ganzen Herkunftsort Torrance) zur Verzweiflung brachte. Nicht mit eher harmlosen Streichen eines Michels aus Lönneberga, sondern mit einem Verhalten, dass einem Gang-Mitglied aus den dunkelsten Ecken bundesdeutscher Großstädte oder amerikanischer Ghettos bestens zu Gesichte stehen würde. Ein „zorniger Außenseiter“, dessen Eltern ein übers andere Mal regelmäßigen Besuch von der Polizei hatte. Die ihn aber, wie auch sonst niemand, je in den Griff bekamen zu jener Zeit. Einer, der dann aber durch die konsequente Kraft seines älteren Bruders zum Laufen kam, 1936 an der Olympiade in Berlin teilnahm, Hitler persönlich die Hand schüttelte , am Reichstag eine Flagge stahl. Einer, der später im Krieg als Teil einer Bombercrew abgeschossen wurde, fast im Schlauchboot verreckte und Unsägliches in japanischer Gefangenschaft erlebte. Traumatisiert von Brutalität, ohnmächtig mit ansehend, wie Kameraden starben und wie Tiere verscharrt wurden, einer, der nach der Notlandung auf dem Ozean fast schon gestorben war und dort ein echtes Gelübde ablegte (was er umgehend erst einmal wieder vergaß). Dieser Teil der Odyssee des einstigen „Huckleberry Finn aus Torrance“ und Weltklasse Meilenläufers in japanischer Gefangenschaft im Übrigen nimmt den größten Teil der prall gefüllten 470 Seiten ein. Was einerseits auch keiner Zeile weniger bedarf, um den Leser mit hinein zu nehmen in das nackte Grauen, dass Louies zu überstehen hatte (und nur mit Glück überstand). Dennoch bedauerlich, den ebenso die Kindheit und Jugend, die Sportlerkarriere, vor allem aber die Jahre und Zeiten nach dem Krieg und der spätere Lebensweg des „jugendlichen Greises“ hätten fast noch mehr an Umfang vertragen können (ohne dabei anderes zu kürzen), in solcher Faszination verharrt man lesend vor diesem Leben, das seinen größten Sieg letztendlich innerlich über sich selbst errungen hat. Louies, der nach dem Krieg traumatisiert abstürzte, der fast seine Frau erwürgte im Albtraum, der sein Kind besinnungslos schüttelte im Rausch (Alkohol war über Jahre sein bester Freund) und der dann, wie im unsäglichsten Kitschfilm, hier aber tief berührend, tatsächlich auf einer Evangelisation durch Billy Graham persönlich ein echte, innere „Rettung“ fand und von da an sein Versprechen damals im Pazifik nicht mehr aus dem Sinn verlor. Und der heute, 94jährig und hochgeehrt (er hatte teilweise gar nicht genug Zeit, alle die Ehrungen entgegen zu nehmen, die ihm entgegenkamen), immer noch als Christ, erfüllt von Freude und seinen Peinigern der Gefangenschaft verzeihend sein Leben lebt. In eher dokumentarischem Stil (und dennoch spürbar mit Herz) gelingt es Laura Hillenbrand, dieses faszinierende und immens gefüllte Leben des Louies Zamperiti minutiös nachzuvollziehen. Gelungen ist auch die Zufügung von illustrierenden Bildern, die nicht, wie oft üblich, gesammelt in der Mitte des Buches vorliegen, sondern den Text durchweg begleiten. Unbeugsam ist ein wichtiges Buch. Nicht nur eine faszinierende und teils wunderhafte Lebensgeschichte. Sondern wichtig, um zu zeigen, was ein Leben sein kann, was einen Menschen in vielfachen Lebenswendungen ausmachen kann und wie immer wieder zwar das Leben gebeugt wird, der Mensch aber letztendlich nicht zerbricht. Berührend, intensiv, gefüllt voller Hoffnung für das Leben. Ein Buch, in dessen Dienst sich die Autorin in bester Weise gestellt hat und das man so schnell nicht aus der Hand legen wird (und das für lange Zeit nachwirkt). Ein Buch, das selbst säkularen Menschen jenen stereotypen Satz des Predigers Grahams nahebringt und mit Leben zu füllen vermag, den Graham immer am Ende seiner Predigt sagte: „Jedes Haupt neige sich, jedes Auge schließe sich“. Bei Louie Zamperiti weiß man nun, warum das ein wichtiger Aufruf war und bei weitem keine reine fromme Floskel.

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