Laura Hillenbrand Unbroken

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Inhaltsangabe zu „Unbroken“ von Laura Hillenbrand

„Ein Triumph von Beharrlichkeit, Optimismus und Liebe.“ So fasst Bestsellerautorin Laura Hillenbrand in Worte, was sie an Louis Zamperini (1917–2014) fasziniert. Der amerikanische Mittelstreckenläufer läuft 1936 als Außenseiter ein fulminantes Finale bei der Olympiade in Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wird er im Pazifik eingesetzt, bis sein Flugzeug abstürzt und er in einem kleinen Schlauchboot mit Haien, Durst und Hunger um sein Leben kämpft. 47 Tage später wird er gerettet und gerät in japanische Gefangenschaft. Er überlebt den Krieg, verfällt jedoch in seiner Heimat dem Alkohol. Erst durch eine Hinwendung zum christlichen Glauben findet er festen Boden unter den Füßen und kann selbst seinen schlimmsten Peinigern vergeben.

Eine großartige, spannende und unfassbare Lebensgeschichte.

— Indira8173

Sehr eindrücklich!

— cho-ice

Louis Zamperini - Weltklasseläufer - überlebt 47 Tage fast ohne Nahrung im Pazifik und danach eine grausame Haft in einem KZ in Japan

— Buchperlentaucher

Detailtreu. Bewegend. Erschütternd. Empfehlenswert.

— wandablue

Ungebrochen, aber stark angeknackst - ein Überlebender des 2. Weltkriegs berichtet. Sehr, sehr starker Tobak und ausgesprochen lesenswert!

— TochterAlice

Unbroken

— karin66

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    Unbroken

    Indira8173

    29. November 2016 um 01:00

    Als dieses Buch erschien, war Louis Zamperini bereits 93 Jahre alt. Erzählt wird seine unglaubliche Lebensgeschichte. Als Sohn italienischer Einwanderer wurde Zamperini 1917 in den USA geboren. Er war ein aufmüpfiger, gewaltbereiter Junge, der seine Passion im Laufsport fand. Durch zahlreiche regionale Laufrekorde erhielt er ein Stipendium an der University of Southern California, wurde 1936 ins Leichtathletikteam der Vereinigten Staaten berufen und qualifizierte sich für die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin. 1941 trat Zamperini den United States Army Air Forces bei und wurde nach Hawaii versetzt. Bei einem seiner zahlreichen Einsätze bei der Luftwaffe stürzte seine Maschine ins Meer. Zamperini und zwei weitere Besatzungsmitglieder konnten sich auf ein Schlauchboot retten. Sie trieben 47 Tage auf dem Ozean, bis sie von Japanern gefunden und gefangen genommen wurden. Quälereien, Folterungen und Demütigungen bestimmten für zwei Jahre Zamperinis Leben. Im Jahre 1945, während der Auflösung der Gefangenenlager, wurde der psychisch und körperlich gebrochene Mann von der US Armee entdeckt und kehrte als Kriegsheld in die USA zurück. Er heiratete und wurde Vater von zwei Kindern. Das Kriegstrauma forderte jedoch seinen Tribut. Alkoholexzesse und sein unbändiger Hass hätten beinahe seine Ehe und sein Leben zerstört. Heilung fand er bei einer Erweckungsbewegung, für die er fortan als christlicher Redner tätig war. Sein Hauptthema war die Vergebung. Unbroken ist ein sehr bewegendes aber auch humorvolles Buch, das gut und detailliert geschrieben ist und viele kuriose Anekdoten erzählt, über die man sich teilweise nur wundern, aber auch schmunzeln kann. Sehr gut fand ich die beigefügten Fotos. Da ich sehr schnell einen Zugang zu Zamperinis Leben gefunden habe, war es schön, Personen oder Momente, die für ihn wichtig waren, zu sehen. Dadurch konnte ich noch intensiver an seinem Leben teilhaben. Vor allem wird in dem Buch aber die Grausamkeit der Kriegsgefangenschaft vor Augen geführt, was nichts für schwache Gemüter ist. Oftmals war ich sehr bedrückt und musste eine Lesepause einlegen, um den Horror nicht zu nah an mich heranzulassen, den ich, im Gegensatz zu Zamperini und vielen anderen Kriegsgefangen, nur gelesen habe. Umso bemerkenswerter ist es, dass er seinen Weg zurück in ein friedliches Leben geschafft hat. Eine wirklich lesenswerte und bewegende Biographie, die ich, obwohl ich das Buch vor einem Jahr gelesen habe, noch gut in Erinnerung habe... und das will was heißen :-)

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  • Ein Buch was lange nachwirkt!

    Unbroken

    heaven4u

    30. May 2015 um 16:22

    Louis Zamperini ist Sohn von italienischen Einwandererern in Amerika geboren. Er hat drei weitere Geschwister und ist als Kind ein Außenseiter, mit dem keiner was zu tun haben will. Er stiehlt was nicht festgenagelt ist und tut immer das was er nicht soll. Seine Eltern wissen sich nicht mehr zu helfen. Da bringt ihn sein großer Bruder Pete zum Laufen. Er wird so gut, dass er 1936 an den olympischen Spielen in Berlin teilnehmen kann. Als Amerika in den Krieg eintritt, muss auch in den Krieg ziehen. Nachdem er ausgebildet wurde, ist er mit seiner Crew über dem Pazifik auf dem Weg um ein verschollenes Flugzug zu suchen und stürzt ab. Er und zwei weitere Männer überleben und segeln unglaubliche 47 Tage übers Meer, angewiesen auf Regen und Essen was das Meer hergibt. Sie überleben Haiangriffe, einen Taifun und sogar den Angriff eines Japanischen Flugzeuges. Als sie endlich auf einer Insel stranden, werden sie von Japanern gefangen genommen und die schlimmste Zeit ihres Lebens fängt gerade erst an. Als ich das Buch zu lesen begann, wusste ich nicht so recht was mich erwartet.  Es ist ein Buch, was es in sich hat. Mehrere Male musste ich es weglegen und erstmal durchatmen, so nervenaufreibend und grausam ist es an vielen Stellen. In der Zeit als er in japanischer Gefangenschaft ist, wird kein blutiges Detail ausgelassen. Was dieser Mann durchgemacht hat (und viele andere Kriegsgefangene mit ihm ebenso) ist im Herzen nicht erfassbar. Wie können Menschen so grausam sein? Einerseits habe ich mich während des Lesens gefragt, warum alles so haargenau aufgeschrieben werden musste - andererseits sollte darüber nicht geschwiegen werden, was viele im Krieg erleiden mussten. Louis selbst wurde 97 Jahre alt und überlebte damit viele seiner Widersacher. Allein die Tatsache, dass er durch die Predigten von Billy Graham zu Jesus fand, half ihm, mit seiner Vergangenheit ins Reine zu kommen. Leider kommt dieser Teil im Buch etwas zu kurz. Hauptaugenmerkt lag auf der Zeit während des zweiten Weltkrieges. Laura Hillenbrand hat hier nicht nur die Geschichte  von Louis Zamperini aufgeschrieben, sondern das Schicksal von vielen Amerikanern, die gegen Japan gekämpft haben. Dabei geht sie auch auf kuriose Dinge während des Krieges ein - so die Tatsache, dass fast 40.000 Flugzeuge einfach so verschwanden und nicht mehr gefunden worden, viele vermutlich im Meer abgestürzt. Gut gefallen hat mir auch, dass bei den Menschen, mit denen Louis näher zu tun hatte, versucht wurde aufzuzeigen, ob und wie es mit ihrem Leben weiterging. Eine wirklich lesenswerte, sehr ausführliche Biografie, die aber nichts für schwache Nerven ist.

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  • Ungebrochen

    Unbroken

    Buchperlentaucher

    14. May 2015 um 19:26

    Louis Zamperini, einer der besten Langstreckenläufer an den Olympischen Spielen 1936, durchlebt eine unmenschliche Haft in einem Arbeitslager (vergleichbar mit Auschwitz) in Japan. Zuvor überlebt er 47 Tage auf einem Schlauchboot nach einer Notwasserung im Pazifik. Nach dem Krieg fasste er den Plan, den schlimmsten Aufseher während seiner grausamen Haftzeit umzubringen. Er hofft damit, seine ständigen Alpträume und seinen Hass besiegen zu können. Nach einer Begegnung mit Billy Graham ändert er sein Leben völlig.  Er vergibt seinem Folterer. Eine der verrücktesten Lebensgeschichten die ich je gelesen habe. Unfassbar wie ein Mensch, der über Tage, Wochen und Monate auf schlimmste Art gequält und erniedrigt wurde, von einem Tag auf den anderen  seine Hassgefühle ablegen kann. Die Zeit auf dem Pazifik und die Haft im KZ in Japan bekommt in diesem Buch zu viel Raum. Gerne hätte ich mehr gelesen über seine Arbeit mit schwierigen Jugendlichen nach seiner  Rückkehr in die USA. 

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  • Leserunde zu "Unbroken" von Laura Hillenbrand

    Unbroken

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag SCM-Hänssler stellt fünf Exemplare des Buches "Unbroken- Die unfassbare Lebensgeschichte des Louis Zamperin" von Laura Hillenbrand zur Verfügung Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Ein Triumph von Beharrlichkeit, Optimismus und Liebe.“ So fasst Bestsellerautorin Laura Hillenbrand in Worte, was sie an Louis Zamperini (1917–2014) fasziniert. Der amerikanische Mittelstreckenläufer gewinnt 1936 als Außenseiter das Finale bei der Olympiade in Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wird er im Pazifik eingesetzt, bis sein Flugzeug abstürzt und er in einem kleinen Schlauchboot mit Haien, Durst und Hunger um sein Leben kämpft. 47 Tage später wird er gerettet und gerät in japanische Gefangenschaft. Er überlebt den Krieg, verfällt jedoch in seiner Heimat dem Alkohol. Erst durch eine Hinwendung zum christlichen Glauben findet er festen Boden unter den Füßen und kann selbst seinen schlimmsten Peinigern vergeben." Bitte bewerbt euch bis zum 7. Januar hier im Thread und beantwortet die Frage,ob ihr schon einmal von Louis Zamperini gehört habt. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte schaut nach dem Verlosen selbstständig nach, ob ihr gewonnen habt und übermittelt eure Adresse innerhalb von 48 Stunden. Ihr erhaltet keine Nachricht und sonst wird neu gelost. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.scm-haenssler.de für 12,95 € (Buchpreis)  bestellen.Dort könnt ihr auch (nach Anmeldung) sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 84
  • Sehr spannend!

    Unbroken

    Dominika

    19. March 2015 um 17:17

    Über das Buchcover: Das Buchcover ist sehr gut gelungen. Im Vordergrund Louis Zamperini im jungen Alter, sportlich und gutaussehend. Er schaut sehr nachdenklich. Seine schlichte Kleidung lässt vermuten, dass diese Abbildung aus der Zeit des Militärs ist. Im Hintergrund sind drei Fotos zu sehen. Wenn man das Buch gelesen hat, dann kann man sie der Reihe nach sortieren. Das Foto in der Mitte, da rennt Louis um die Wette und erreicht als erster die Ziellinie. Links, die Menschenmenge applaudiert ihm begeistert zu. Das untere Foto zeigt Louis und seine beiden Kameraden, die als Einzige einen Flugzeugabsturz überlebt haben und ohne jegliche Hoffnung auf Rettung im Pazifik auf zwei Schlauchboten treiben. Ein Foto aus der Zeit des zweiten Weltkrieges. Das oberste Foto zeigt Louis, wie er in der Gefangenschaft als Strafe für seine Ungehorsamkeit einen schweren Balken halten muss. Wenn er ihn loslässt, wird er erschossen. Mit den Fotos aus seinem Leben (die Fotos sind aus der Verfilmung) macht das Buchcover interessant und ganz neugierig auf seine Lebensgeschichte. Zu dem Buch: Das Leben des jungen Louis Zamperini hat Höhen und Tiefen. Durch die Hilfe seines Bruders entdeckt Louis seine Leidenschaft für das Rennen. Louis ist noch sehr jung, hat italienische Wurzeln und sein Traum ist, an den olympischen Spielen teilzunehmen und den 1.Platz zu gewinnen. Louis rennt, nimmt Teil an den olympischen Spielen, stellt Rekorde auf und dann … bricht der Krieg aus. Noch bevor Louis offiziell eingezogen wird, meldet er sich freiwillig und darf die Waffengattung selbst aussuchen. Er entscheidet sich für die Army Air Corps und wird 1941 zum Bomberschützer ausgebildet. Bis hierher finde ich das Buch weniger interessant, weil sein Leben so normal verläuft, wie das bei uns allen auch. Die Spannung kommt erst im zweiten Teil des Buches. Hier sieht er seine Eltern und Geschwister zum letzten Mal und sie machen noch ein gemeinsames Foto. Louis, der Bombenschützer, gehört zur Phils (Allen Philipps: Pilot der Luftwaffe) Mannschaft. Phils Mannschaft wird oft zu Einsätzen gerufen. Und jeder Luftkampf ist nicht ohne Gefahr und zu oft bringt er sie dem Tode nah. Aus Jungen werden mutige Männer. Der dritte Teil des Buches wird sehr interessant. Phils Flugzeug stürzt bei der Suche nach einem vermissten Flugzeug und seinen Insassen, den Luftwaffenkämpfern, in den Pazifik ab. Wie durch ein Wunder kann sich Louis aus dem sinkenden Flugzeug befreien und an die Wasseroberfläche schwimmen. Er, Phil, der Pilot, und Mac, der Heckschütze überleben als einzige der Suchtruppe. Sie treiben ziellos in zwei winzigen Schlauchboten auf dem Pazifik, sind von Haien umgeben, leiden Hunger und Durst, verlieren jegliche Hoffnung auf Rettung und magern bis auf die Knochen ab. Die Kraft und Lebensmut schwindet von Tag zu Tag. Bis sie nach siebenundvierzig Tagen auf eine Insel, besetzt von Japanern, stoßen und in die Hände ihrer Feinde geraten. Das Leben für die beiden Überlebenden (Mac stirbt vor Hunger auf See) wird zur Qual, der Hölle gleich. Täglich fragen sie sich, ob es nicht der letzte Tag ihres Lebens ist. Gefangen in Japan, der Heimat so fern, verlieren sie nicht den Mut und die Hoffnung auf die erlösende Freiheit. Unbroken Überleben. Mut. Vergebung. ist die wahre und ergreifende Geschichte von Louis Zamperini, der von einer olympischen Medaille träumte und das Grauen erlebte. Er kämpfte in Japan als Kriegsgefangener um das Überleben, ertrug Misshandlung und Folter, litt an Hunger und Durst, und fror in der Kälte. Der Tod war ihm oft Willkommen, doch er kam nicht. Meine Meinung: Mir hat das Buch Unbroken echt super gefallen. Es ist nicht nur spannend, sondern auch sehr ergreifend geschrieben. Laura Hillenbrand schreibt über Erlebnisse mehrerer Soldaten, die sich kaum einer vorstellen kann, wenn er selbst nicht im Krieg dabei war. Ich bin beeindruckt über das Durchhaltevermögen der Opfer und zu tiefst enttäuscht, wie grausam Menschen sein können. Nicht einmal Tiere sind so schlimm. Laura Hillenbrand hat lange recherchiert und zahlreiche Gespräche mit Louis Zamperini und seiner Familie, seinen Kameraden und deren Familien gesucht, die ihr ermöglichten dieses Buch zu schreiben. In dem Buch befinden sich zahlreiche schwarzweiße Fotos. Von Louis selbst, seiner Familie, seinen Freunden und vielen anderen. Ich finde, das aller schönste und rührendste Foto ist, ist als Louis nach vier Jahren der Gefangenschaft seine Mutter zum ersten Mal wieder in den Arm schließt. Voller Kraft und großer Sehnsucht. Es ist eine tolle Lebensgeschichte über den 2.Weltkrieg, Hass, Nächstenliebe und Vergebung. Ich kann das Buch jedem von Herzen empfehlen.

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  • Ungewöhnlich sorgfältige Biographie: Louie Zamperini - ein Ausnahmeatleth

    Unbroken

    wandablue

    Ungewöhnlich sorgfältige Biografie. Krise in der Ukraine, Bürgerkrieg im Süd-Sudan, IS in Syrien und Irak, lebensbedrohliche Instabilität in Nigeria, Somalia und der Republik Kongo, Afghanistan und seine Taliban, Attentate in Pakistan, Unruhe im Jemen, innere Kämpfe in Südamerika ... Muss man zusätzlich weiter zurück in der Geschichte gehen, sich der Gräuel des Zweiten Weltkrieges erinnern, um sich zu entsetzen? Ja, denn Louis Zamperinis Lebensdaten (1917 bis 2014) führen uns stracks dorthin, in die Hölle auf Erden. Louis Zamperini war ein enfant terrible seiner Umgebung, und dies solange bis ihn sein älterer Bruder Pete zum Sport brachte und die Disziplin, die ihm das Laufen abverlangte, ihn auch geistig zur Ruhe brachte. Die Historie hat Louis Zamperinis Leben mehrmals eine Nase gedreht, so muss man schon sagen und ihm den Lebenserfolg verwehrt, der ihm als Ausnahmeathlet zugekommen wäre. 1936 bei der Olympiade in Berlin konnte er einen beachtlichen persönlichen Erfolg verbuchen, obwohl er kurz vorher von einer Kurzstrecke auf die Langstecke wechselte und eigentlich untrainiert war. Doch bei den nächsten Olympischen Spielen sollte sich dies ändern. Er war im Kommen. Er war ein Winner. Bestimmt zum Sieg. So der Plan. Dann brach der Krieg aus und warf ihn in andere Bahnen. Zuerst in den Himmel. Dann ins Wasser. Dann in die Hölle. Er wurde US-Flieger (B-24: Ausbildung zum Bomberschützer). Er wurde Kämpfer. Er wurde Mörder. Er wurde Opfer. Die Flieger starben ... wie Fliegen. Sie kämpften mit allerlei unzureichendem Material (Flugzeuge, Technik), mit dem schnell wechselnden unvorhersehbaren Wetter in der Karibik, mit der Start- und Landebahnlänge (viel zu kurz) und mit der Navigation (Norden-Bombsight-Zielgerät). „Siebzig Prozent der Gefallenen kamen bei Flugmanövern um, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit feindlichen Aktionen standen“. Zamperini überlebte alles. Erst aufgrund einer unglücklichen Verkettung von Umständen, die zu vermeiden gewesen wären, wurde er abgeschossen und fiel ins Wasser. Überlebte den Absturz. Auf See vermisst, ist eigentlich dennoch ein Todesurteil. Sie sind zu dritt in einem Rettungsbootdoppel. 3000 km über das Meer. 46 Tage lang. Sie haben kein Wasser. Sie haben keine Nahrungsmittel. Sie werden beschossen und kämpfen mit Haien. Buchstäblich. Zwei von ihnen überleben dennoch. Louie und Phil. Und sie landen, abgemagert, dehydriert, in einer schlimmeren Hölle. In Kwajalein, der japanischen Exekutionsinsel. Japanische Kriegsgefangenschaft war die Hölle! Zur Verdeutlichung zwei Auszüge aus dem Buch, was es bedeutete, in japanischer Gefangenschaft gelandet zu sein: „Japan hat ... in einer Art und Weise gewütet und Grauen und Tod über die Region [Japans] gebracht, die jeder Beschreibung spottet. Inmitten dieser Raserei befanden sich die Kriegsgefangenen. Japan hielt rund 132 000 Kriegsgefangene aus Amerika, England, Kanada, Neuseeland, Holland und Australien fest. Von ihnen starben 36 000, also mehr als ein Viertel. Der Anteil der Amerikaner ist besonders hoch; von den 34 648 Amerikanern in japanischer Gefangenschaft starben 12 935, also mehr als 37 Prozent. Im Vergleich: nur 1 Prozent der Amerikaner, die als Kriegsgefangene von den Nationalsozialisten und den Italienern festgehalten wurden, starben. Japan ermordete Tausende von Gefangenen auf Todesmärschen und ließ zu, dass ebenfalls Tausende sich als Zwangsarbeiter zu Tode arbeiteten, dazu gehörten auch um die 16.000 Kriegsgefangene, die zusammen mit 100 000 asiatischen Arbeitern zum Bau der Eisenbahn Burma-Siam gezwungen wurden [wovon das anschliessend zu besprechende Buch „The Narrow Road to the Deep North handelt]. Tausende anderer Gefangener wurden erschlagen, verbrannt, erstochen oder totgeprügelt oder im Rahmen kannibalistischer Rituale bei lebendigem Leibe verzehrt. Und es starben weitere Tausende infolge einer völlig unzureichenden Ernährung mit verfaulten Lebensmitteln und verseuchtem Wasser an Unterernährung und an leicht vermeidbaren Krankheiten. Von den 2500 Kriegsgefangenen im Lager von Sandakan auf Borneo lebten im September 1945 nur noch 6; sie waren aus dem Lager geflohen. ... In Erfüllung des „Kill-them-all-Befehls“ massakrierten die Japaner sämtliche 5000 koreanischen Gefangenen auf Tinian, sämtliche Kriegsgefangenen auf Balale, Wake und Tarawa und alle bis auf 11 auf Palawan. Ganz offensichtlich waren sie im Begriff gewesen, tatsächlich alle Kriegsgefangenen und von ihnen festgenommenen Zivilpersonen umzubringen, als die Atombombe ihr Reich zermalmte. Am Morgen des 2. September 1945 unterzeichnete Japan seine offizielle Kapitulation. Der Zweite Weltkrieg war zu Ende.“ /S. 366 Louie überlebte Kwajalein. Und auch alle anderen Stationen, eine immer schlimmer als die vorherige. Das Kriegsende wird dagegen so beschrieben: „Für Louie waren es Tage einer Euphorie, wie er sie nie zuvor erfahren hatte. Er war zwar noch krank, ausgemergelt und schwach, doch er glühte vor Glück. Sein unbändiger Zorn auf diejenigen, die ihn festgehalten htten, war verraucht. Es ging ihm genau wie den anderen um ihn herum: Liebe für alle und jeden erfüllte ihn, er hätte die ganze Welt umarmen können. Nur der Gedanke an den Bird passte nicht ganz zu seinem Zustand.“ Der „Bird“ war einer jener sadistischen Zeitgenossen, die selbst für japanische Begriffe absolut bestialisch agierten. Louie, obwohl traumatisiert, und obwohl er an seine früheren sportlichen Erfolge nicht mehr anzuknüpfen vermag, erlebt durchaus Glück: er heiratet seine Traumfrau Cynthia und hat Kinder. Doch die Kriegserlebnisse verfolgen ihn und er beginnt zu trinken. Ausserdem zermürbt ihn der Hass. Wie Louie Zamperini schliesslich durch eine Predigt von Billy Graham, einem amerikanischen Evangelisten, zum christlichen Glauben durchdrang, sich versöhnen konnte mit seinen Feinden und innere und äussere Ruhe fand, das alles muss man selber nachlesen in dem fast 500 Seiten langen Epos „Unbroken“ von Laura Hillenbrand. Diese von mir sehr verkürzte Schilderung von Zamperinis Leben, wird von Laura Hillenbrand ausführlich, klischeefrei, unpathetisch und eindrücklich vorgestellt, sie glänzt durch sorgfältige Recherche und durch die besondere Detailtreue und Detailfreude, auch bezüglich technischer Dinge, und wird allen jenen, die sich besonders für die Geschehnisse und Einzelheiten des Zweiten Weltkrieges interessieren, viel Material an die Hand geben. Die beiden Kapitel über die japanische Kriegsgefangenschaft gingen mir sehr unter die Haut! Siegt nun das Leben? Siegt die Liebe? Die Liebe untereinander? Die Liebe Gottes? Bei mir herrscht das Entsetzen durchaus vor, nämlich, dass es trotz aller Erlebnisse und allem Wissen und trotz aller bewegenden Berichte niemals aufhört (siehe Krisengebiete): Homo homini lupus. Auch das im letzten Jahr gelesene Buch "Die niederen Himmel" von Anthony Marra, das ich nach wie vor jedem empfehle, gehört in diese Reihe. Die Geschwister Zamperinis erlebten die Fertigstellung der Biografie ihres leidgeprüften Bruders zwar nicht mehr, begleiteten die Autorin davor aber im ständigen Gespräch. Fazit: Ein erschütterndes Stück Zeitgeschichte, eine bewegende Biografie, eine grosse Schreiberin: Leseempfehlung! Kategorie: Biografie Verlag: SCM, 2014

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    • 5
  • Großartig!

    Unbroken

    Birgit-B

    13. February 2015 um 20:40

    Was der Amerikaner Louis Zamperini alles erlebt hat scheint kaum in ein einzelnes Leben zu passen: der begabte  Leichtathlet nimmt an den Olympischen Sommerspielen 1936 teil und arbeitet im 2. WK an Bord eines Bombers im Pazifikkrieg. Nach einem Flugzeugabsturz über dem Pazifik wird er als vermisst gemeldet und überlebt 47 Tage auf einem mangelhaft ausgerüsteten Rettungsboot bis er in japanische Gefangenschaft gerät. Jahre später überwindet Louis das erlittene Trauma, findet zum christlichen Glauben und tritt als Motivationsredner auf. Nach unvorstellbar ausführlichen Recherchearbeiten durfte sich Autorin Laura Hillenbrand verdient über zahlreiche Auszeichnungen freuen.  Vor einigen Monaten kam nun auch die von Angelina Jolie produzierte Verfilmung des Bestsellers in die Kinos. Durch eine Leserunde bin ich auf Louis Geschichte gestoßen, ab den ersten Seiten war ich mitgerissen und bald hatte ich das Gefühl Louis beinahe persönlich zu kennen. In wunderbar ansprechender, stilistisch ausgefeilter Sprache bringt uns die Autorin ein detailliertes Bild des Lebens vor, während und nach dem 2. Weltkrieg näher und zeichnet Charaktere mit fantastischer Authentizität nach. Intensiv und gefesselt fühlen wir mit Louis, der unfassbar Schreckliches durchmachen musste. Manche Gräuel kann man sich kaum vorstellen. Das Unglaublichste aber ist der Protagonist selbst, der erstaunliche Stärke und großes Mitgefühl und immerwährende Moral selbst in extremen Krisen des Lebens zeigt. Ich bin von Inhalt, Charakteren sowie Sprache und Aufbau der Geschichte nach wie vor begeistert und finde nicht das Geringste, das ich an dem Werk aussetzen könnte. Für mich ein perfektes, wahnsinnig interessantes Leseerlebnis, das noch dazu stark zum Nachdenken anregt. Eine herzliche Empfehlung meinerseits! Lasst euch „Unbroken“ nicht entgehen!

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  • Girls don't cry for Louie

    Unbroken

    TochterAlice

    28. January 2015 um 15:02

    Louie wouldn't cry for you dergestalt besangen Vaya con Dios in den 1980ern einen überaus charismatischen Typen und ich liebte dieses Lied und tue es immer noch. Im vorliegenden Buch steht ein Louie im Fokus, der durchaus von Mädels beweint wurde - in den Kriegsjahren von seinen Schwestern, später dann zeitweilig von seiner jungen Frau. Und seine Geschichte ist es wahrlich wert, gelesen zu werden, auch wenn es definitiv keine leichte Kost ist. Ungebrochen, aber stark angeknackst überlebt Louis Zamperini (1917-2014), Olympia-Teilnehmer von 1936, den 2. Weltkrieg in japanischer Gefangenschaft. Laura Hillenbrand hat ihn jahrelang begleitet und auch viele seiner Weggefährten befragt und zeichnet hier ein spannungsreiches, doch auch erschütterndes Bild von Louies - so wird er genannt - Schicksal, das mich nicht unberührt lässt. Unterhaltsam, ja, fast heiter schildert die Biographin Louies Kindheit und seine Jahre als junger Erwachsener, spannend der Einblick in seine Sportlerkarriere. Der Schwerpunkt dieser mit Fotomaterial versehenen Biografie aber liegt auf den Jahren der Kriegsgefangenschaft in Japan von 1943 bis 1945, die sehr akribisch beschrieben werden und wahrhaft nichts für schwache Gemüter sind, denn die Japaner sind nicht gerade sanft mit den Häftlingen umgegangen. Teilweise fiel mir die Lektüre aber auch aufgrund der sehr detaillierten, auch umständlichen Beschreibungen schwer. Louie bricht nicht, aber trägt Narben davon - Narben auf seiner Seele, die ihn nach dem Krieg an einer normalen Lebensführung. Er sinnt auf Rache, denn in Japan gab es jemanden, der ihn besonders auf dem Kieker hatte. Wie er mit Gottes Hilfe dann doch vollständig ins Leben zurückfand und sich zu einer Stütze auch für andere entwickelte, wird zwar beschrieben, geht aber im Vergleich zu den für mich fast zu ausführlich geschilderten Kriegsjahren fast ein wenig unter. Denn der Weg zum verzeihenden Christen, für den nicht mehr Rache, sondern Vergebung - auch wenn es schwer fällt - an erster Stelle steht, ist es, der mich am meisten von allen Teilen des Buches beeindruckt hat. Trotzdem - eine eindringliche, in weiten Teilen packend geschriebene Dokumentation, die ich mit großem Interesse gelesen habe, auch wenn es mir manchmal - vor allem während der harten Jahre in Japan - nicht leicht fiel, am Ball zu bleiben - es waren Schilderungen des Grauens, die mir gleichsam körperlich weh taten. Es hat sich trotzdem sehr gelohnt.

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  • Unbroken

    Unbroken

    karin66

    26. January 2015 um 21:27

    Das Cover des Buches hat mich gleich sehr angesprochen. Als ich dann noch sah, dass es sich um die Geschichte des Louie Zamperini, einen ehemaligen Olymiateilnehmer handelt, musste ich das Buch lesen. Es hat mich von Beginn an regelrecht gefesselt und ich musste mich immer dazu durchringen, es zur Seite zu legen. Sehr schön sind zu Beginn die Trainingseinheiten und die Läufe von Louie geschildert, Die Geschehnisse während des Krieges sind von der Autorin so genau und präzise beschrieben, dass man sich alles sehr gut bildlich vorstellen kann. Ich hab selten so ein tolles Buch mit geschichtlichem Hintergrund gelesen. Ein absolut empfehlenswertes Buch.

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