Laura Joh Rowland Der Wolkenpavillon

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Inhaltsangabe zu „Der Wolkenpavillon“ von Laura Joh Rowland

Japan, 1701. Chiyo, die Cousine des Samurais Sano Ichiro, kehrt von einer Reise zum Tempel in Awashima nicht zurück. Der Ermittler des Shoguns hatte jahrelang keinen Kontakt zur Familie seiner Mutter. Jetzt aber fleht sein Onkel ihn an, die Vergangenheit ruhen zu lassen und ihm bei der Suche nach seiner Tochter zu helfen. Unfähig, die Notsituation zu ignorieren, in der sich seine Cousine offensichtlich befindet, begibt sich Sano auf die verzweifelte Suche ═ und findet heraus, dass noch zwei weitere Frauen unter ähnlich mysteriösen Umständen verschwunden sind. Die Zeit drängt. Kann Sano den Verbrecher stellen, bevor dieser noch mehr Frauen ins Unglück stürzt?

Geruhsamer Krimi mit liebevollen historischen Beschreibungen, aber eher tiefem Spannungslevel

— Aglaya
Aglaya

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  • Historischer Krimi mit eher tiefem Spannungslevel

    Der Wolkenpavillon
    Aglaya

    Aglaya

    13. November 2015 um 19:04

    Die Cousine von Sano Ichirô, dem Kammerherrn des Shogûn, wird entführt und vergewaltigt. Bald stellt sich heraus, dass sie nicht das einzige Opfer war. Wer steckt hinter den Verbrechen?   „Der Wolkenpavillon“ ist der 14. und letzte (oder zumindest der letzte bisher auf Deutsch erschienene) Band der historischen Krimi-Reihe um Sano Ichirô. Die vorhergehenden Bände kenne ich nicht, aber inhaltlich kam ich trotzdem gut mit. Die Autorin spielt zwar oftmals auf frühere Erlebnisse von Sano und seiner Ehefrau an, erklärt aber genug, sodass auch Neueinsteiger die Zusammenhänge verstehen.   Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive erzählt, meist begleitet der Erzähler dabei Sano. Lediglich in kurzen handlungsrelevanten Abschnitten, in denen Sano nicht dabei ist, wird eine andere Perspektive gewählt. Sano und seine ebenfalls bei den Ermittlungen helfende Familie wuchs mir nicht so richtig ans Herz, auch wenn ich die berufliche und moralische Einstellung der Protagonisten sehr zu schätzen wusste. Lediglich einige Nebenfiguren riefen durch ihr Verhalten stärkere Emotionen hervor, wenn auch meist negative. Vielleicht hätten mich die Protagonisten mehr berührt, wenn ich ihre Vorgeschichte gekannt und die vorhergehenden Bücher gelesen hätte, aber so blieben sie mir grösstenteils egal.   Das Erzähltempo ist eher ruhig. Wer atemlose Spannung sucht, wird hier daher nicht glücklich. Die Lektüre geriet bei mir etwas stockend, was wohl an den vielen Japanischen Namen und Begriffen liegen mochte, die ich teilweise nur schwer auseinanderhalten konnte. Hier wären Vorkenntnisse der Reihe (oder allgemein bessere Kenntnisse über Japan) vielleicht hilfreich gewesen. Die damalige Kultur Japans wird liebevoll und detailliert beschrieben, sodass man sich in die damalige Zeit zurückversetzt fühlt (wie authentisch die Schilderungen sind, kann ich mangels Fachwissen nicht beurteilen).   Mein Fazit Geruhsamer Krimi mit liebevollen historischen Beschreibungen aber eher tiefem Spannungslevel. Von vielen geliebt, meinen Geschmack hat er leider nicht wirklich getroffen.

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  • Rezension zu "Der Wolkenpavillon" von Laura Joh Rowland

    Der Wolkenpavillon
    PMelittaM

    PMelittaM

    05. February 2012 um 09:39

    Japan, 1701: In Edo werden mehrere Frauen entführt, alle werden später (vergewaltigt) lebend aufgefunden. Eine davon ist Sano Ichiros Cousine Chiyo. Sano, der sich zur Zeit mit seinem Erzfeind Yanagisawa, der ihm gegenüber zur Zeit sehr freundlich ist, das Amt des Kammerherrn des Shoguns teilt, hat mit der Familie seiner Cousine keinen Kontakt, da diese einst seine Mutter verstoßen hatte. Nun bittet ihn aber sein Onkel, denjenigen zu finden, der Chiyo schändete. Die ersten Spuren laufen ins Leere, auch scheint es, als sei jede Frau von einem anderen Mann vergewaltigt worden. Und als dann noch die Ehefrau des Shoguns verschwindet, wird die Zeit langsam knapp. Schließlich kommt Sano hinter das Geheimnis, doch damit ist der Gerechtigkeit noch lange nicht Genüge getan. Am Ende hat sich Sanos Leben und das seiner Familie und seiner Verbündeten sehr verändert. Auch mit dem 14. Band der Reihe um Sano Ichiro liegt wieder ein tolles Buch vor. Laura Joh Rowland weiß es den Leser mit ihrem wunderbaren Erzählstil zu fesseln. Sanos oberster Gefolgsmann Hirata erhält wieder einen eigenen Erzählstrang, der am Ende des Buches selbst noch nicht beendet ist. Der Shogun droht Sano (natürlich) wieder mit der Hinrichtung, wenn er den Fall nicht zu seiner Zufriedenheit löst, was langweilig sein könnte, aber doch immer wieder neue Fasetten birgt und gerade in diesem Buch anders endet als erwartet. Sanos Sohn Masahiro erhält weiteren Raum in der Erzählung, ich bin schon sehr gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird. Schön ist auch, dass sich eine Chance eröffnet, sich mit der Familie der Mutter Sanos auszusöhnen. Die Gesellschaft des damaligen Japans wird abermals sehr detailliert dargestellt und wieder kann man manche Dinge kaum fassen (z. B., dass nach einer Vergewaltigung die Frau als unrein betrachtet und ihr sogar die Schuld gegeben wird und sie Gefahr läuft, von ihrer Familie verstoßen zu werden). Mich fasziniert besonders diese fremde Welt, die nicht nur einer anderen Zeit zugehört sondern sich auch kulturell und gesellschaftlich von unserer extrem unterscheidet. Die Kriminalfälle faszinieren ebenso und haben immer eine logische Lösung. Sano und seine Familie und Verbündete sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und hoffe auf viele weitere.

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