Laura Kuhn

 3.7 Sterne bei 50 Bewertungen

Lebenslauf von Laura Kuhn

Laura Kuhn, geb. 1996 in der Schweiz, hat diese nach dem Abitur verlassen, um Buchhändlerin zu werden. Wie es danach weitergeht, ist offen, im Zentrum steht aber das Ziel, viel auszuprobieren und nie bereuen zu müssen, etwas nicht getan zu haben. Ihr Debütroman »We could be Heroes« belegte den ersten Platz im Schreibwettbewerb von tolino media und Carlsen Impress.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Laura Kuhn

Cover des Buches We could be heroes9783551316912

We could be heroes

 (50)
Erschienen am 24.03.2017

Neue Rezensionen zu Laura Kuhn

Neu

Rezension zu "We could be heroes" von Laura Kuhn

Nette, kurze Geschichte, aber die Charaktere bleiben oberflächlich
denise7xyvor einem Jahr

Erster Satz

Ich renne immer weiter.

Meinung

Schon seit geraumer Zeit ist Lou in ihre beste Freundin verliebt, traut sich jedoch nicht sie darauf anzusprechen. Erst betrunken auf einer Party küsst sie diese, wodurch ihre Beziehung kompliziert wird und sie sich voneinander entfernen. Als Lou dann mit ihrer Familie aufs Land zieht wird der Kontakt immer weniger. Lou lernt neue Freunde kennen und trifft eines Tages auf Elia, die sie vom ersten Moment an verzaubert, doch die Angst zurückgewiesen zu werden ist verdammt groß.

Durch Lou als Erzählerin, erhält der Leser Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken, in denen sie häufig vor sich hin schwärmt und sich selbst vergisst. Zwischendurch gibt es kurze Passagen über die Gefühle und Gedanken einer anderen Person, aus der Sicht eines personalen Erzählers. Erst im Laufe der Geschichte wird klar, um wen es sich dabei handelt. Der Schreibstil war einfach und manchmal etwas zu „knapp“. Einige Stellen hätten gerne ausführlicher sein können.
Als Lou mit ihrem Bruder Tim und ihrem Vater umzieht, lernt sie schnell neue Freundinnen kennen und trifft auf Elia, besser gesagt, sieht sie. Denn viel mehr passiert erst einmal nicht, außer, dass Lou sie anstarrt ohne mit ihr auch nur ein Wort zu wechseln- Erst kurz vor Ende kommen die Beiden sich etwas näher und auch dann nur oberflächlich.

Charaktere

Dass Lou schüchtern oder auch verunsichert ist, wegen der Zurückweisung durch ihre beste Freundin, konnte ich gut nachvollziehen. Besonders in dem Alter ist es nicht leicht sich selbst zu kennen und zu verstehen und mit solchen Situationen umzugehen. Dennoch hätte ich mir wenigstens ein paar Wortwechsel zwischen ihr und Elia gewünscht.

Von Elia erfährt der Leser kaum etwas. Sie blieb die Geschichte über blass, wodurch Lous Faszination von ihr nicht nachvollziehbar war und die gesamte Beziehung noch unverständlicher wurde.

Fazit

Eine nette kleine Geschichte für zwischendurch, der aber Tiefgang fehlte und dessen Charaktere oberflächlich angekratzt wurden. 3 Sterne

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Rezension zu "We could be heroes" von Laura Kuhn

Süße Coming-Out-Geschichte mit überraschender Tiefe
haensbaensvor 2 Jahren

Vollständige Rezension: queerbuch.wordpress.com

We could be heroes ist ein wirklich süßes Buch. Ich hatte nach den ersten Seiten eine leichte, vorhersehbare Liebesgeschichte erwartet, doch Laura Kuhn hat mich spätestens ab der zweiten Hälfte mit ihrer Tiefgründigkeit überrascht. Einige Charaktere scheinen sehr lebendig und liebenswert, einige bleiben etwas blass zurück. Irgendwann war ich mir wirklich nicht mehr so sicher, ob ich der erahnten Entwicklung richtig lag. Die Autorin führt den Leser mehrmals in verschiedene Richtungen, um ihn zu verwirren und sich, wie Lou, seiner Sache nicht mehr so sicher sein zu lassen. Wer empfindet denn nun eigentlich was für wen? Glücklicherweise löst sich fast alles irgendwann auf (manche Dinge bleiben offen, wie das im Leben nunmal so ist), und schenkt uns ein wunderschönes Ende. Wunderschön nicht nur im Sinne der Liebe, sondern auch im Sinne der Familie und Freundschaft.

So süß die Geschichte allerdings ist, so sehr hat mir im großen ersten Teil die Spannung gefehlt. Es dauert recht lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt und bis dahin fühlte sie sich für mich eher wie ein gemütlches Miterleben des Teenageralltags im neuen Zuhause an. Der Schreibstil lässt großes Potenzial der Autorin erahnen, bleibt jedoch hin und wieder etwas holprig und umgangssprachlich. Ab und zu unterbrechen kurze kursive Passagen den regulären Erzählfluss – und man beginnt erst nach einer Weile zu verstehen, was diese für eine besondere Beueutung haben.

Was mir sehr gefallen hat, ist, dass die Protagonistin zum einen schon zu Beginn weiß, dass sie lesbisch ist und sie zum anderen keine große Angst davor hat, dass es jemand erfährt. Sie stellt sich zwar nicht jedem als homosexuell vor, allerdings fällt die anfängliche Panik, die viele Betroffene kennen, irgendjemand könnte davon erfahren und der Struggle, man sei nicht richtig so, völlig unter den Tisch. Das finde ich großartig, denn so sollte es sein und ich hoffe, dass immer mehr jungen Menschen, die sich ihrer Sexualität bewusst werden, inzwischen so fühlen, dass es okay ist. Ich glaube auch mich zu erinnern, dass das Wort „lesbisch“ nur einmal in Zusammenhang mit einem Chat gefallen ist, nach dem sie googelt (und bei einer Internetsuche muss man schließlich explizit sein) und einmal, als sich ein Nebencharakter beiläufig outet. Lou weiß einfach: Sie verliebt sich bisher nur in Mädchen und das muss sie auch nicht groß zerdenken. Die Autorin räumt mit Vorurteilen auf und führt als Kernproblem auf, dass man nie sicher wissen kann, ob das Gegenüber genauso empfindet wie man selbst.

Fazit

We could be heroes ist eine süße Geschichte über die Entwicklung der ersten Liebe, die mich in ihrer Tiefe ab der zweiten Hälfte überrascht hat. Die junge Autorin räumt mit Vorurteilen auf und  lässt das Coming Out deutlich unkomplizierter wirken als das allgemeine Problem, dass man nie genau weiß, was sein Gegenüber empfindet, wenn man nichts riskiert. Neben der Liebe behandelt sie auch die Themen Verlust, Freundschaft und Familienzusammenhalt. Trotz der sich nur langsam entwickelnden Spannung und dem stellenweise einfach-umgangssprachlichen Schreibstil zeigt sich das Potenzial der Autorin. Ich kann dieses LGBT+ Jugendbuch als angenehme Zwischendurchlektüre empfehlen.

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Rezension zu "We could be heroes" von Laura Kuhn

Eine süße Geschichte über die wahre Liebe!
kuschelige_buechereckevor 2 Jahren

MEINUNG

GESTALTUNG

Das Cover gefällt mir nicht nur so gut, weil es in meinen Lieblingsfarben gehalten ist, sondern auch, weil es einfach sehr gut den Charakter des Buches widerspiegelt: 
Freiheit, Licht, Glück.
Es hat löst, zumindest in mir, das gleiche Gefühl aus wie warme Sonnenstrahlen auf der Haut.

INHALT

Die Geschichte von Lou und wie sie ihre wahre Liebe findet, hat mich berührt und nicht mehr losgelassen. Das Setting, die Charaktere und Laura Kuhns Humor ergeben eine wundervolle Kombination, die mich mehr als nur einmal zum lachen und lächeln bringen konnte.

Daran hat auch der Schreibstil seinen Anteil! Er ist modern und locker, schafft es aber trotzdem, Emotionen gut zu vermitteln und ohne große Ausschmückungen detailreiche Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. 

Verschiedene, auf den ersten Blick vielleicht nebensächlich wirkende Szenen oder Dialoge verliehen dem Buch Tiefe und diesen Hauch Realität, der es mehr wie eine tatsächliche Begebenheit, anstatt eines ausgedachten Romans erschienen lässt.

Es hat auf mich zu keiner Zeit unnötig in die Länge gestreckt angefühlt oder mich gelangweilt!

CHARKTERE

Lou ist eine sympathische Hauptfigur, die zwar viel mit ihren sorgen und Ängsten zu kämpfen hat, einem allerdings nicht deshalb auf die Nerven geht.
Die gute Beziehung zu ihrem Bruder Tom bringt nicht nur  zusätzlich eine helle Note mit in das Geschehen, sondern sorgt auch für die eine oder andere ergreifende Situation.

Allgemein haben mir alle Charaktere sehr gut gefallen, da jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat, dennoch zusammenhalten und sich unterstützen, wenn es darauf ankommt. 

FAZIT

Mir hat "We could be heroes" ausgesprochen gut gefallen und mir mein Wochenende versüßt! Ich kann das Buch nur jedem empfehlen!
Auch wenn es nicht mit der gleiche Action oder Intrigen wie andere Bücher aufwarten kann, hat es die 5 Sterne, die es von mir bekommt, meiner Meinung nach vollkommen verdient!

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