Laura LaSalle

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Laura LaSalle

Neue Rezensionen zu Laura LaSalle

Neu

Rezension zu "Tödlicher Blowjob: Erotischer Kriminalroman" von Laura LaSalle

Spannend, erotisch, toll
GabiRvor einem Jahr

Pornofilme müssen nicht nur gedreht werden, auch die Drehbücher dafür müssen geschrieben werden. Das macht Uschi, die sonst ein eher ruhiges, beschauliches Leben führt.
Bis eine Darstellerin während eines Drehs stirbt. Das wirbelt nicht nur Uschis Leben durcheinander, sondern auch das ihrer Umgebung, denn immer mehr Morde geschehen. Und auf einmal tauchen auch Männer in ihrem Leben auf, also solche, die eventuell ihr Herz gefährden könnten.

Ein „erotischer“ Kriminalroman kam da als Rezensionsexemplar zu mir, unter Pseudonym eines mir bestens bekannten Autoren. Ich war gespannt, ob er tatsächlich seine Identität, die er in seinen mir bekannten Werken gezeigt hat, verschleiern konnte. Und er konnte, bis auf die Ähnlichkeit des Ermittlerteams, das mich in der Zusammensetzung entfernt an eine seiner Serien erinnerte *zwinker
Der Schreibstil war allerdings ebenso flüssig, wie ich es gewohnt bin und „Laura“ konnte mich genauso fesseln, wie das Original, sodass ich relativ schnell fertig war mit Uschi und ihren zwei Leben.
Fünf Chaospunkte

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Tödlicher Blowjob: Erotischer Kriminalroman" von Laura LaSalle

Toller Schreibstil, viel Witz, genug Erotik und ein spannender Kriminalfall! =D
Marlene-Menzel-Autorinvor 4 Jahren

Einstieg: Der Titel klingt für den einen oder anderen sicherlich erst einmal abschreckend, doch das täuscht. Es beginnt direkt mit dem ersten Todesfall beim Dreh eines Pornofilms, der auch den Titel des Buches begründet. Auch werden einem ziemlich schnell die einzelnen Figuren der Geschichte vorgestellt, insbesondere Ursula, Uschi, Voss, die gebeutelt und alleine dasitzt, ganz das Mauerblümchen, welches sie beinahe zu gerne nach außen hin zeigt. Hinter der Fassade der Drehbuchautorin für Schmuddelfilme stecken allerdings so einige Geheimnisse…

Hauptteil: Durch den tollen Schreibstil und viel Witz fliegt man regelrecht durch die Geschichte, die einen auch vom Fall her fesselt, der ebenfalls im Hauptteil nicht an Spannung verliert, auch wenn natürlich einige längere Sexszenen vorkommen (es ist ja immerhin ein Erotik-Krimi, an den ich mich hier herangewagt habe). Dennoch sind diese nicht störend und passen ins Handlungsgeschehen. Bald darauf geschehen weitere Morde, die alle mit Uschis Filmteam zusammenhängen. Sie selbst mischt sich mittlerweile in die Ermittlungen ein, zieht Schlüsse und gerät hier und da auch mal auf eine falsche Fährte, während ihr der altmodische Kommissar Martin Fischer plötzlich den Kopf verdreht.

Ende: Schlüssiger Showdown mit gelungenem Abschluss der Geschichte! Es bleibt keine einzige Frage offen und mir hat das Ende wunderbar gefallen!

Personen: Uschi Voss wirkt manchmal naiv, dann wieder stark. Sie ist eine Person mit Charakter, kann diesen jedoch nicht häufig nach außen kehren. Man lernt auch ihre extrovertierte Schwester Annika kennen, die das genaue Gegenteil von Uschi zu sein scheint. Schön an der Geschichte ist, dass sich die Charaktere wandeln: Von Uschi lernt man verschiedene Fassetten kennen, Kommissar Fischer (meine absolute Lieblingsfigur im Buch!) wirkt zunächst ruppig, beinahe unsympathisch, später zeigt er jedoch immer häufiger andere Seiten, Marco Pfahl – der Schönling in Person und Hauptfigur der Pornobranche – war mir dagegen durchgehend leicht unangenehm. Er wirkte auf mich zu eingebildet, aber genau das passte zu ihm. Schade war, dass einige Leute des Teams später keine große Rolle mehr gespielt haben. Man hätte sie für noch mehr Verdächtige ruhig vorkommen lassen können. Dennoch sind der Autorin alle Personen sehr gut gelungen!

Schreibstil: Wahnsinn! Ich habe lange nicht mehr so an der Sprache eines Buches gehangen wie hier! Wunderbar flüssig geschrieben mit einer unausgesprochen guten Wortwahl! Ich mochte auch die Schachtelsätze, die manchmal vorkamen, sehr! Fehler gab es höchstens zwei, drei Tipp- oder Schusselfehler, ansonsten war das Buch auch davon frei.

Gesamtes Werk: Auf jeden Fall für diejenigen zu empfehlen, die sich nicht gleich von Erotik und Sex in einem Krimi abschrecken lassen! Mir hat es gefallen, einen Sprung in ein anderes Genre zu machen, auch wenn es hauptsächlich immer noch ein spannender Kriminalfall blieb. Ich hatte Glück, dieses Buch zu gewinnen, und bedanke mich hier nochmals bei Laura LaSalle und die gute Unterhaltung, die sie mir geschenkt hat. 
Wirklich ein gut geschriebener Krimi mit viel Witz und Charme!

Meine Bewertung: 5 / 5 Sterne

Kommentieren0
1
Teilen
C

Rezension zu "Tödlicher Blowjob: Erotischer Kriminalroman" von Laura LaSalle

Der Tod und die, ehm, Liebe ...
CatalinaCuddvor 4 Jahren

Bei dem Titel stutze ich erst, dann las ich den Untertitel (»Erotischer Kriminalrioman«), sah kurz Sharon Stone vor meinem inneren Auge, wie sie lasziv ein Bein über das andere schlägt, und dachte: Jepp, muss ich lesen.
Die Autorin hat mir freundlicherweise ein Freiexemplar zur Verfügung gestellt und eigentlich musste ich erst noch dringend dieses andere Buch zu Ende lesen … aber nur mal kurz einen Blick reinwerfen … und so.
Ihr kennt das.
Zwei Tage und knapp 150 Seiten später wusste ich, wer den tödlichen Blowjob zu verantworten hatte und warum die Uschi (ihrem Namen wird immer ein »die« vorangestellt, als wäre die Arme nicht schon gebeutelt genug) in den Fokus der ermittelnden Beamten gerät – auf mehr als eine Weise, aber lest das Buch doch selbst!
Das eBook ist bei Amazon derzeit kostenlos erhältlich, aber meiner Meinung nach ist es seinen regulären Preis von 2,99€ durchaus wert; es steckt nämlich lesbar Arbeit drin. Man hat es hier nicht mit einem holprigen „Ich-kann-auch-schreiben“-SP-Erguss zu tun, sondern mit einem stilistisch sauberen, gut geschriebenen kleinen Roman.
Mit der Story selber habe ich persönlich gehadert, aber wie bei Vielem ist auch dies Geschmackssache.

Worum geht es?
Klappentext: Uschi Voss schreibt Drehbücher für Pornofilme, führt ansonsten aber ein wenig aufregendes Leben. Das ändert sich schlagartig, als am Set plötzlich eine Darstellerin stirbt. Von einem Moment zum anderen gerät Uschi in eine Mordserie, die immer mehr ihrer Kollegen das Leben kostet. Zudem erhält sie nun unerwartet die Aufmerksamkeit einiger attraktiver Männer. Ist unter ihnen der, der nicht nur ihr Bett, sondern auch ihr Herz erobern kann? Oder versteckt sich hinter der Maske des Liebhabers sogar der Mörder?

Das Cover
Also, wenn ich eine Cover-Käuferin wäre (was ich eindeutig bin), dann hätte ich diese Buch übergangen. Das Cover ist leider so gar nicht meins. Großer roter, freigestellter Mund und der Titel dominieren das Bild, dahinter ist grau auf altrosa die Silhouette einer am Boden liegenden Frau nebst männlichem Schatten zu sehen. Da der Mund einen Teil der Hintergrund-Szene verdeckt, musste ich kurzfristig rätseln, welche Haltung die Frau am Boden einnimmt. Einladend-lasziv? Oder schlicht dahingeschieden? Okay, im Titel steht was von »tödlich« – Spekulation beendet.
Das Cover wirkt sehr, ähm, aufgeräumt (»aufgeräumt« ist hier der kleine Bruder von »langweilig«). Insgesamt macht das Cover das Eindruck, als wäre es aus verschiedenen Elementen zusammengeklickt worden; die Clipart im Hintergrund wirkt zudem altmodisch. Eine professionellere, knackigere Gestaltung wäre dem Roman definitiv zuträglicher gewesen. Erotik, Mord, Milieu – das schreit ja geradezu nach Bildsprache!

Die Charaktere
Die Uschi ist schon eine Witzige. Endlich mal keine perfekte Frau im Stil von Das-nette-Mädchen-von-nebenan-das-zufällig-wie-ein-Topmodel-aussieht-und-trotzdem-Single-ist-weil-schwere-Vergangenheit-und-so. Nee, die Uschi ist eine ganz normale Frau, die mit ihrer Figur hadert, Birkenstocks trägt, ihr Heim mit einem depressiv angehauchten Basset teilt und gar lasterhafte Tagträume pflegt – und diese in ihrem Job als Porno-Drehbuchautorin zu Papier bringt (bis dato wusste ich nicht, dass es in der Pornofilm-Branche überhaupt Bedarf für Drehbuchautoren gibt; wird der, nun, Handlungsablauf nicht einfach auf ein DIN A4-Blatt runtergekritzelt und dann ab die Post?)
Man könnte die Uschi sympathisch finden, dennoch musste ich die ganze Zeit denken: Wenn die Dame nicht permanent mit ihrem Äußeren hadern würde, dann wäre sie eine waschechte Dorfmatratze. Eine Schlampe. Spitz wie Nachbars Lumpi. Und alles andere als brav, wenn man ihren kleinen Nebenjob in die Gleichung mit einbezieht. Der ihr – mehr oder weniger –  aufgenötigte Sex mit zwei promiskuitiven Polizeibeamten hat sie in meinen Augen endgültig in die Riege der Möchtegern-Bitches katapultiert. Trotzdem kommt die Uschi insgesamt sympathisch rüber, was hauptsächlich dem lockeren Schreibstil geschuldet ist.
Die anderen Protagonisten bleiben verhältnismäßig blass. Martin Fischer bekommt ein paar typische vom-Job-gebeutelter-Kommissar-Eigenschaften mit – leicht knittrig, müde, sarkastisch und misstrauisch – und eine Altlast, die er dank Uschi endlich abschütteln kann. Uschis Schwester, die Nervensäge, kam nicht so nervensägig rüber, wie Uschi uns weismachen will; da hätte ich mehr Zicke erwartet (by the way: wenn die beiden sich nicht abkönnen, warum kommt die Schwester dann doch immer vorbei? Masochismus? Oder Hassliebe? Daraus hätte man was machen können. Aber zum Schluss ist eh alles gut …)
Sämtliche anderen Figuren werden eher oberflächlich gestreift, aber immer noch ausreichend, um sie lebendig genug werden zu lassen. Anfangs lag soviel Augenmerk auf den Hauptdarsteller des aktuellen Horizontaldrehs, Mark Power (sic!), dass ich dachte, er würde eine der Hauptrollen spielen. Eine Zeitlang tat er das auch – sehr zu Uschis Freude übrigens … .
Was die Bösewicht-Rolle angeht, da hatte ich das Gefühl, dass die eher widerwillig reingeschrieben wurde; schließlich musste der Fall ja zur allgemeinen Zufriedenheit geklärt werden. Ich konnte diesem Charakter rein gar nichts abnehmen, da er auf mich schablonenhaft und somit nicht recht glaubwürdig wirkte. Sehr, sehr schade.

Die Story
Erotischer Kriminalroman steht drauf und das kriegt man auch. Wobei Erotik hier kein feinfühliges Knistern meint, sondern mehr die explizite Ich-besorg’s-dir-bis-du-schreist-Richtung einschlägt. Das passt zum Setting; wir bewegen uns ja in der Pornofilm-Branche, wo man sich nicht lange mit zartem Kuscheln aufhält. Der Krimi hätte gern mehr Krimi sein können. Ehrlich gesagt fand ich die Story zum Schluss an den Haaren herbeigezogen, dabei fing sie verheißungsvoll an. Die Auflösung hat mich nicht befriedigt, das war ein bisschen wie beim Tatort: Oha, die Folge nähert sich dem Ende, wir brauchen jetzt flott einen Täter. Zack-bumm, bittesehr, da isser. Und das klassische »Du willst wissen, was ich getan habe? Also, das war so …« durfte auch nicht fehlen. Dass heutzutage immer noch Roman-Mörder umgehen, die im Showdown ihre Taten vor der röchelnden Zeugin ausbreiten (und dabei hin und wieder diabolisch lachen), hat irgendwie auch etwas Sympathisches. Allerdings hätte ich mich über etwas mehr Raffinesse auch nicht beschwert.
Wer sich mit Polizeiarbeit auskennt (wie gewisse Ex-Polizistinnen, die Buchrezensionen schreiben), wird an ein, zwei Stellen stutzen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Der Roman funktioniert trotzdem.

Das Setting
Der Handlungsorte gibt es nicht viele, aber diese sind sehr gut in Szene gesetzt worden. Es wird nichts zu Tode beschrieben, dennoch hat man ein Bild vor Augen. Der Drehort der Muschimania (lasst euch diese Wort auf der Zunge zergehen, Leute!) Filmproduktion ist wirklich gut rübergebracht worden.

Der Schreibstil
Ein Wort: Wirklich super! (Mist, das waren zwei Worte).
Der Schreibstil ist locker, lebendig, flüssig, weder gestelzt noch bemüht. Nirgendwo wird man aus der Story rausgerissen. Die Geschichte wird aus Uschis Sicht erzählt und bringt viel von ihrer Persönlichkeit herüber. Allein wegen Frau LaSalles Schreibe habe ich das Buch flott goutiert. Die einzigen zwei Kritikpunkte, die ich anmerken könnte, wäre die übermäßige Beschreibung aller Beteiligten am Anfang; das waren mir zu Beginn zu viele Namen und Personen und brachte mich lesetechnisch kurz ins Stolpern (zumal ich mir die Namen nicht alle merken konnte), und die vielen Adjektive. Aber auch hier wieder: Nörgeln auf hohem Niveau. Ich habe verdammt schlechter geschriebene Romane von bekannteren Autoren gelesen. Der Roman ist sauber korrigiert und editiert worden. Großartig, ganz besonders für einen Erstling! Allein wegen der Schreibe lohnt es sich, auch einen Blick in das nächste Buch von Laura LaSalle zu werfen. Chapeau.

Mein Fazit
Ich tue mich schwer, das Buch zu bewerten. Der Schreibstil ist klasse, es gibt einen guten Spannungsbogen und lustige Situationen.
Der Krimianteil war mir persönlich zu zurechtgedengelt, zu wenig nachvollziehbar, und die Uschi wäre jetzt auch nicht so mein favorisierter Frauentyp. Frau LaSalle hat es aber trotzdem geschafft, Uschi, die rundliche Birkenstock-Trägerin mit der inneren notgeilen Bitch, sympathisch rüberkommen zu lassen. Das muss man auch erst mal schaffen. An der Erotik werden sich die Geister scheiden. Für meinen Geschmack war’s zu sehr »Wham! Bam! Thank you, Ma’am« – was wiederum natürlich zur Story passt.
Man muss sich im Klaren sein, dass man es hier nicht mit einem knistrigen Liebesroman mit expliziter Romantik zu tun hat (explizite Romantik: Gut, gell? Widerspruch in sich, aber egal …), sondern einem Krimi im Pornomilieu und einer latent promisken Heldin.
Der Klappentext suggeriert neben dem Krimianteil ein bisschen Lovestory, da hätte es gern mehr diese gewisse Gänsehaut sein können und eben auch mehr raffinierter Krimi.
Ein bisschen wirkte es, als wäre sich das Buch selbst nicht ganz im Klaren, was es denn nun will: Sex? Thrill? Oder doch die große Liebe? Oder alles drei? Den Spagat muss man auch erst mal schaffen.
Unterhaltsam und gut geschrieben ist der Roman allemal und meinetwegen hätte er gern 100 Seiten länger sein können
Ich kann daher nur eine Empfehlung aussprechen und euch raten, selbst euer Urteil zu bilden. Für ein Debüt ist es jedenfalls verdammt gut.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks