Laura Lackmann , Laura Tonke Die Punkte nach dem Schlussstrich

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Inhaltsangabe zu „Die Punkte nach dem Schlussstrich“ von Laura Lackmann

Ich wollte Apollo unbedingt lieben. „Ich liebe dich.“ Apollo sagte nichts. Nur ein leises, zartes Männerseufzen, das mich wie ein Soundtrack durch mein ganzes Leben begleiten würde. Plötzlich fing es in meinem Bauch an zu flattern. Keine Schmetterlinge, sondern Motten. Giftige, riesige Motten taumelten kopflos in meinem Magen. Solche, die mit ihrem Urin Löcher in Autolack brennen. Weil ich den Unterschied zwischen Motten und Schmetterlingen im Bauch nicht kannte, hielt ich diese Angst aus Versehen für die echte große Liebe. Für die Berufsfreundin Luzy sind Männer der Mittelpunkt ihrer Welt. Auch wenn es ihr gar nicht passt: Sie kann nicht alleine sein. Also, in einem Raum geht das schon, aber ohne einen Freund im Leben wird es schwierig. Bislang konnte Luzy sich immer retten. Wenn das Beziehungsende nahte, suchte sie sich rechtzeitig den Nächsten. Apollo, Peter, Jonas. Von einem zum anderen wie der Affe im Dschungel. Sie investiert all ihre Energie in den Erhalt der oft nicht einfachen Beziehungen mit Männern, die sich so flüchtig verhalten wie Edelgase. Aber plötzlich geht etwas schief, und Luzys Putzerfisch-Verhalten kann ihre Trennungsangst nicht mehr kaschieren. Sie flippt aus. Im Streit bricht sie Jonas den Arm und muss fortan 100 Meter Abstand zu ihm wahren. Mit Liebeskummer im Herzen und einem Entfernungsmesser in der Hand stellt sie fest, dass sich etwas ändern muss, denn von aufrichtiger Liebe versteht sie nichts. Mit Illustrationen von Laura Tonke "Lakonisch in der Haltung, allerdings mit großem sprachlichen Aplomb" Frankfurter Rundschau, Carmen Böker „Talentbombe im Buch explodiert.“ Katja Riemann „Kein Buch für Männer, ich liebe es.“ Christian Ulmen

Wie ein Verkehrsunfall: Tragisch, aber man muss einfach hinschauen bzw. weiterlesen.

— Literaturchaos
Literaturchaos

wie ein Film, aber ohne die Kameraarbeit. Sprachlich konsequent in der Figur, die aber kaum kommentiert wird. dadurch etwas lang manchmal.

— friederikem
friederikem

Schonungslos und offen, manchmal etwas übertrieben und gewollt. Trotz schwerer Thematik eine lockere Lektüre, die sich schnell liest.

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf

Ein gutes Buch, dennoch sehr deprimierend und schwermütig. Nicht immer leicht zu ertragen. ;)

— TheLastUnicorn_
TheLastUnicorn_

Das war wohl nix mit uns beiden ...

— Eltragalibros
Eltragalibros

Ein Buch zum Lachen, Fremdschämen und stellenweise etwas genervt sein. Tolles Debüt, ich freue mich auf mehr von der Autorin.

— hannipalanni
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    Die Punkte nach dem Schlussstrich
    Literaturchaos

    Literaturchaos

    12. January 2017 um 18:44

    - "Wahrscheinlich sind alle Frauen überhaupt nur mit Männern zusammen, weil sie einem Trend folgen, den irgendeine mal angefangen hat und der sich hartnäckig hält wie der Bikini." - Zitat Seite 38/39 Man kann wirklich nicht behaupten, dass unsere Romanheldin Luzy besonders up to date ist, denn sonst hätte sie vermutlich irgendwann einmal das Wort "Emanzipation" aufgeschnappt. Eventuell sogar samt der dazugehörigen Bedeutung. Das ist anscheinend nicht der Fall, denn Luzy ordnet sich jedem Mann bedingungslos unter, was diesen Roman zum reinsten Verkehrsunfall werden lässt: Tragisch, aber man muss einfach hinsehen bzw. weiterlesen. - "Der Übergang von dem Hobby Apollo zum Beruf war schleichend. Schon bald hatte ich alles, was ich zu bieten hatte, vorgeführt, und falls etwas fehlte, erfand ich es einfach. Apollo kannte nach einiger Zeit sehr viel von mir oder zumindest alles das, was ich für ihn sein wollte." - Zitat Seite 43/44 Die Zitate lassen schon darauf schliessen, dass Luzy nichts von der Liebe versteht aber alles dafür gibt. Obwohl man als Leser ständig den Eindruck hat, dass sie selber die Männer auch nicht liebt, dass sie nur nicht allein sein kann. Und so reibt sie sich erst für Apollo auf und übernimmt dessen sämtliche Hobbys, landet dann im fliegenden Wechsel beim 20 Jahre älteren Peter und wird für ihn so, wie er sie haben will, lässt sich belügen und betrügen, nur um nicht allein dazustehen. Und reisst schließlich Jonas auf, ohne den sie auch nicht mehr leben kann. Glaubt sie. - "Ich kiffe eigentlich schon lange nicht mehr, seit Apollo nicht. Peter hat lieber gekokst und Jonas gesoffen. Ich habe - wen überrascht es - meinen Drogenkonsum immer nach meinem aktuellen Freund gerichtet, denn ich hab ja nix Eigenes." - Zitat Seite 64 Luzy ist völlig gestört und das weiss sie auch. Sie sagt sich selber sogar immer und immer wieder, dass ihr Verhalten nicht normal ist, handelt dann aber doch jedesmal wie im Zwang, hängt mit einer hündischen Ergebenheit an den Männern und verrät dabei sich selber.  Aus einer reichen aber kaputten Familie kommend, hat sie so viel Geld, dass sie nicht arbeiten muss, was dazu führt, dass sie es auch nicht macht und somit zu viel Zeit hat. Zeit, in denen die Gedanken sich nur um die aktuelle Hauptperson - den Mann - in ihrem Leben drehen. Zeit, die sie damit verbringt, auf Abruf bereit zu stehen und sich zum Affen zu machen. Ja, das Thema dieses Romans ist ziemlich traurig und schockierend und man fragt sich mehrmals, warum keiner der Protagonisten Luzy in ihrem Männerwahn stoppt? Warum sie gerade durch ihre Mutter, den ehemaligen Pornostar, auch noch in ihrem kranken Verhalten unterstützt wird? Ein heikles Thema, aber in einer solchen Menge Wortwitz verpackt, dass man geradezu durch die Seiten fliegt. Man kann Luzy nicht leiden und bemitleidet geradezu ihren jeweils aktuellen Freund, der sich rund um die Uhr betüdeln lassen muss, aber die Autorin hat es geschafft, den Leser zu packen und Luzys Geschichte mit einem gewissen Voyeurismus verfolgen zu lassen. ....bis zum letzten Drittel. Hier ist plötzlich Schluss mit dem Zynismus und der Schnodderigkeit und man bekommt das Gefühl, dass Frau Lackmann die Luft ausgegangen ist. Ab hier zieht sich der Roman, dreht sich im Kreis, wiederholt sich und präsentiert dann ein absolut offenes Ende. Dachte ich in der Mitte von "Die Punkte nach dem Schlussstrich" noch, dass gleich das erste Buch im neuen Jahr ein Volltreffer wäre, wurde ich nun leider in meiner Euphorie ausgebremst. Sehr schade, denn die Autorin hat ja zu Anfang bewiesen, dass sie es kann. MEIN FAZIT lautet hier: Starker Anfang mit einem leider sehr schwachen Ende.

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  • Schonungsloser und sehr offener Rückblick

    Die Punkte nach dem Schlussstrich
    Leseratte87

    Leseratte87

    14. December 2016 um 12:52

    Luzy ist 30 und gerade am Ende ihrer Beziehung zu Jonas angekommen, als wir sie kennen lernen. Wir begleiten sie für eine kurze Zeit auf ihrem Weg. Erfahren mehr über ihre Sorgen und Ängste, ihre Unfähigkeit, eine Beziehung zu einem Mann einzugehen und wie sie sich immer die "Falschen" sucht, die ihr das Leben schwer machen. Gerade jetzt, als ihre dritte Beziehung fulminant in die Brüche geht, nutzt sie die Gelegenheit um zurück zu blicken auf die Männer in ihrem Leben.Laura Lackmanns Roman liest sich sehr gut und flüssig. Ich mag die Sprache, jung, frech, offen, mit nichts hinter dem Berg halten, auch wenn man nicht alles, was man so erfährt, wirklich wissen möchte. Aber das gehört irgendwie zu Luzy, sie kann nicht anders, Small-Talk ist nicht so ihr Ding. Man liest diese Geschichte aus der Ich-Perspektive Luzys, was mir persönlich sehr gefallen hat.  Manchmal ging sie mir beim Lesen total auf die Nerven, weil sie immer wieder das Gleiche macht, gefangen in ihren alten Mustern. Dann wieder hatte ich das Gefühl, einer Freundin zuzuhören. Und es ist irgendwie dieser Mix aus verschiedenen Tönen, der mich am Ende doch überzeugt hat. 

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  • wie ein film

    Die Punkte nach dem Schlussstrich
    friederikem

    friederikem

    02. November 2016 um 10:13

    wie ein Film, aber ohne die Kameraarbeit. Sprachlich konsequent in der Figur, die aber kaum kommentiert wird. dadurch etwas lang manchmal.