Laura Leischel Groteske Welt

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Inhaltsangabe zu „Groteske Welt“ von Laura Leischel

Von der Mutter gehasst, vom Stiefvater verstoßen - Hendrik muss sich durch eine Welt schlagen, die er einfach nicht versteht. Und niemand in dieser Welt versteht ihn. Völlig allein und ahnungslos gegenüber Gut und Böse muss Hendrik feststellen, dass diese Welt alles andere als ein schöner Ort ist. Als er sich eines Tages in eine junge Frau verliebt, verändert sich seine Einstellung zum Leben. Jedoch muss das junge Paar bald feststellen, dass es eine gemeinsame, grausame Vergangenheit hat.

Überhaupt nicht mein Fall, einfach teilweise zu krass!!!

— Miriam0611

Dieses Buch ist wie ein Unfall du willst das alles gar nicht sehen aber du MUSST einfach trotzdem hinsehen!!! - abartig

— Prinzessin

Gewöhnungsbedürftig im positiven. Überraschende Groteske Welt. Psychothriller der mit menschlichen Abgründen spielt.

— sabrinchen

Name ist hier Programm. Definitiv nichts für schwache Nerven!

— Seitenfluesterin

eine Geschichte die schockiert - aber zum Nachdenken anregt

— annlu

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  • Leserunde zu "Groteske Welt" von Laura Leischel

    Groteske Welt

    AGLAMedien

    Liebe Leserinnen und Leser, heute laden wir euch zur gemeinsamen Lektüre eines Erstlingswerks einer jungen Autorin ein. Wir als Verlag verlosen hierbei 25 eBooks. Über das Buch: Es ist nicht immer so, wie es erscheint Das Band der Liebe ist stark. Davon ist Hendrik alles andere als überzeugt, denn nicht mal seine Mutter scheint ihn je geliebt zu haben. Nach einer geraubten Kindheit und Jugend steht er auf einmal komplett alleine in einer Welt, die er nicht kennt. Selbstständigkeit ist nur eines der Wörter, die Hendrik nicht kennt. Mit anderen Menschen umzugehen, etwas, das ihm mehr als fremd ist. Niemals hat er in seinem noch jungen Leben jemanden kennengelernt, der ihn von Herzen liebt. Sogar Lächeln verursacht bei ihm ein seltsames Gefühl im Gesicht.  Nach dem Rauswurf bei seiner „Ziehmutter“ kann er seine einzigen glücklichen Momente unter Crystal Meth nicht allein finanzieren. Wohin ihn sein Weg führt, weiß er selber nicht. Er geht einfach los. Hierbei hilft er einer jungen Frau aus der Not und entdeckt dabei sein großes Glück. Doch leider scheint dieses nicht von langer Dauer zu sein. Werden  sie es dennoch schaffen ihr Leben zu meistern? Mit ihrem Erstlingswerk ist es Laura Leischel gelungen, den Leser in den Bann ihrer Zeilen zu ziehen. Geschickt führt sie die Charaktere ein und lernt diese sehr gut kennen. Kapitel für Kapitel bekommt man ein Mosaiksteinchen mehr geliefert, sodass am Ende der Geschichte ein leider grausames Mosaik vervollständigt wird. Groteske Welt als Titel könnte für die Vorkommnisse nicht besser gewählt sein. Für die beiden Hauptcharaktere ist kein Platz in dieser Welt, denn egal wie sie sich anstrengen ihr Verfolger ist mindestens einen Schritt weiter als sie. Keine Situation ist vorhersehbar und sie schafft es immer wieder einen AHA-Effekt beim Leser zu erreichen, wenn er versteht, was es mit den einzelnen Szenen und Figuren auf sich hat. Gekonnt lässt sie die Bombe erst am Ende des Buchs platzen und man ist sich nicht sicher, ob das eigentliche Ende gut für die Charaktere ist oder eben doch eher schlecht. Alles im Allem ist Laura Leischel ein wirklich spannendes und mitreißendes Buch gelungen, das man nur schwer aus der Hand legen kann.                                         Der Klappentext: Von der Mutter gehasst, vom Stiefvater verstoßen - Hendrik muss sich durch eine Welt schlagen, die er einfach nicht versteht. Und niemand in dieser Welt versteht ihn. Völlig allein und ahnungslos gegenüber Gut und Böse muss Hendrik feststellen, dass diese Welt alles andere als ein schöner Ort ist. Als er sich eines Tages in eine junge Frau verliebt, verändert sich seine Einstellung zum Leben. Jedoch muss das junge Paar bald feststellen, dass es eine gemeinsame, grausame Vergangenheit hat. Wir suchen Lesewillige, die das Buch gemeinsam mit uns lesen wollen und anschließend auf den gängigen Plattformen rezensieren. Dazu eine kleine Frage, die ihr beantworten müsst, um an der Leserunde teilnehmen zu können: Was war euer schlimmster Albtraum? Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!  

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    • 95

    lauraleischel

    29. August 2015 um 20:01
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  • Das Wort 'grotesk' passt zum Buch wie die Faust aufs Auge

    Groteske Welt

    dreamsbyari

    29. August 2015 um 00:14

    Inhalt Es werden zwei parallel laufende Geschichten erläutert. Einerseits ist da Hendrik, der in einer sehr verkorksten Familie aufwächst. Der Vater ist ein aggressiver Alkoholiker, der vor nichts zurückschreckt und auch gerne an Hendrik und seiner Mutter Hand anlegt. Seine Mutter arbeitet als Prostituierte, in seiner Familie sind Probleme vorprogrammiert. Anderseits ist da das Mädchen Tilia, die bei bei ihrer Pflegeoma aufwächst. Als kleines Mädchen verlässt sie sich aber auf die falsche Person und wird in eine hässliche Lage gezerrt. Die beiden Geschichten finden in einer schrecklichen, aber doch faszinierende Lage ein Weg zueinander. Meine Meinung Das Buch bekommt von mir nur drei Sterne, weil meine Nerven einfach zu schwach waren. Ich musste mich durch das Buch kämpfen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, doch an sich faszinierend. Der Titel könnte nicht passender gewählt sein, er passt wie das Faust aufs Auge. Manche Stellen überforderten mein Herz regelrecht. Man kann kaum glauben, dass es solche Leute auf der Welt geben kann, doch wir wissen nicht wie grotesk unsere Welt wirklich ist. Fazit Wer ein starkes Herz besitzt einen starken Willen und die benötigten Nerven, hat mit diesem Buch eine gute Wahl getroffen. Das Buch zeigt, dass das Leben unterschiedlich verläuft und man sich mit seinem Leben glücklich schätzen soll, denn niemand möchte so leben wie die zwei Protagonisten. Die Düsterheit zieht sich durch das ganze Buch und wirft einen Schatten, der einen erschaudern lässt. Auf jeden Fall lesenswert, wenn man stark genug ist, sich diesem Buch zu stellen. Zitat "Jeden Tag bist du da draußen und ich weiß nicht, ob es dir gut geht. Die ganze Zeit denke ich an dich und hoffe, dass du in der Nacht kommen kannst, Aber ich habe Angst, dass dir eines Tages etwas passiert und ich alleine bin."

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213

    kubine

    01. August 2015 um 18:03
  • Wenn du denkst es kommt nicht schlimmer...

    Groteske Welt

    Prinzessin

    "»Ich hasse sie so. Und ich hasse mich. Ich halte das nicht mehr aus«, schluchzte sie. Sie hob den Kopf und Ruben merkte, dass sie nicht mehr so schön war, wie sonst. Ihr Gesicht war rot und geschwollen. »Aber sie ist unsere Tochter. Wir sind eine Familie, das kann man nun nicht mehr ändern. Ich liebe sie. Du musst auch versuchen, sie zu lieben.«" - aus Groteske Welt von Laura Leischel Danke an AGLA Medien und die Autorin Laura Leischel, dass ich eine der glücklichen Gewinnerinnen bin. Ich finde es unglaublich spannend Erstlingswerke zu lesen und mich direkt mit dem Autor/ der Autorin austauschen zu dürfen. Das ist eine so bereichernde Sache. Jeder Leser hat Fragen beim Lesen eines Buches und hier bekommt man die Antwort LIVE und sofort! Danke dafür, es war mir eine Ehre bei der Leserunde dabei sein zu dürfen. Inhalt: Ich möchte gar nicht zu viel verraten und sagen deshalb nur: Du als Leser brauchst gute Nerven, ein starkes Herz, viel Toleranz und ein Gemüt das nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen ist. Es erwartet dich so einiges was nicht mit unserer Moral zu vereinbaren ist. Außerdem regt der Inhalt zum Nachdenken an! Schreibstil: Der Schreibstil ist so genial man fliegt nur so über jede einzelne Seite hinweg. Das Buch hat mich zwei Mal um meinen heiligen Schönheitsschlaf gebracht. Ich musste mich selbst zwingen es wegzulegen. Meinung: Ich war von der ersten Seite an gefesselt, Mir ging es wie bei einem Unfall ich dachte: Das ist zu schrecklich ich kann das nicht ertragen! und dann musste ich doch immer weiter und weiter lesen.  Es ist kein Feel.good-Buch aber es ist durchweg spannend. Immer wieder dachte ich: Schlimmer kann es nun wohl kaum noch kommen und Laura Leischel schaffte es immer wieder noch einen draufzusetzen bis zur absoluten Krönung. Einige kleine Macken hatte das Buch leider schon warum ich auch keine 5 Sterne gebe sondern einen abziehen muss. Trotzdem ist dieses Buch für ein Erstlingswerk ganz große Klasse! Liebe Laura, bitte schreib immer weiter und veröffentlich noch mehr von deinen extravaganten Büchern <3 so abartig wie es ist so großartig ist es auch! Danke, dass ich mich durchweg sehr gut unterhalten gefühlt habe.

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    • 2
  • Gewöhnungsbedürftig im positiven. Psychothriller der mit menschlichen Abgründen spielt.

    Groteske Welt

    sabrinchen

    04. July 2015 um 23:49

    Groteske Welt war ein gewöhnungsbedürftiger und undurchschaubarer Psychothriller. Der Buchtitel ist sehr passend gewählt und passt sehr gut zur Handlung. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen aber als ich mich darauf eingelassen konnte, las es sich sehr schnell weg. Laura Leischel hat sich einen guten Plot erdacht der überraschen konnte. Die Handlung fängt langsam an und nimmt dann an Fahrt auf. Ich konnte tief in menschliche Abgründe blicken und was sie auslösen. Auch war die Geschichte angenehm anders als erwartet hat mich erschüttert und auch manche Beklemmung ausgelöst. Laura Leischel bedient sich gerader Worte und beschönigt nichts. Es gab prägnante Kapitel die verschiedene Handlungsstränge haben und am Ende ein grosses Ganzes bilden. Den Protagonisten Hendrik und Tilia fehlte für mich leider ein bisschen die Tiefe daher konnte ich nicht so mitleiden wie es das Buch verdient hätte. Das Ende konnte überraschen und war unvorhersehbar und hat mich zufrieden das Buch weglegen lassen. 4 Sterne gibts von mir dafür.

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  • Der Name ist hier Programm - nichts für schwache Nerven!

    Groteske Welt

    Seitenfluesterin

    02. July 2015 um 20:15

     ,,Er war nur ein armes Wesen, das von anderen Wesen zu dem gemacht worden war, was er heute war. So, wie alle anderen auch. So, wie du und so, wie ich." ( aus Groteske Welt, Laura Leischel, AGLA Medien ) Ein Kind braucht viel Zuneigung, Aufmerksamkeit und vor allem das Gefühl von Sicherheit. Doch was ist, wenn ein Kind ohne all diese wichtigen Aspekte aufwachsen muss? Unmöglich kann man erwarten, dass ein Kind, das ohne die Nähe der Eltern aufwächst, sich in der Welt zurecht findet und zwischen Gut und Böse unterscheidet. Hendrik kennt es in diesem Fall nicht anders. Seine eigene Mutter macht ihm immer wieder deutlich, dass sie ihn nicht liebt und auch noch nie geliebt hat, und sein Vater verabscheut ihn. Ohne auf irgendwas vorbereitet zu sein wird der kleine Hendrik ins kalte Wasser geschmissen - um genau zu sein : ins Leben. Der Einblick, der sich Hendrik bietet, ist alles andere als ,,schön'' und angenehm, denn schon von Beginn an lernt Hendrik nur die schreckliche Seite des Lebens kennen. Die meisten Menschen um sich herum nimmt er nicht als solche wahr, sondern als 'böse Kreaturen', die ihm etwas böses wollen. Erst als Hendrik eine junge Frau aus ihrer Not befreit, scheint sein Leben eine positive Wendung zu nehmen und er spürt zum ersten Mal ein ihm völlig unbekanntes Gefühl: Liebe und Glück. Doch dies soll nicht von langer Dauer sein, denn die Vergangenheit klopft bereits an der Hintertür und bittet um Einlass - und das nicht auf die sanfte Weise...   ,,Hässlich. Merkwürdig. Absonderlich. Lächerlich. Dies sind die Worte, die den Begriff grotesk definieren." Und genau dieser Begriff - grotesk - ist in diesem Psychothriller von Laura Leischel Programm, denn die Autorin bemüht sich in ihrem Debütroman nicht darum die schönen Dinge des Lebens aufzuführen, sondern entführt den Leser in eine Welt, die für manche von uns schwer vorstellbar ist - doch das erschreckende ist, dass Laura Leischels Thriller an bestimmten Stellen gar nicht so realitätsfern ist, weshalb der Leser nicht selten ins Grübeln gerät. Über das Leben der Menschen, die dasselbe Schicksal teilen wie Hendrik und die anderen Figuren, aber auch über sein eigenes Leben, weshalb man dankbar sein kann, dass man unter wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsen ist, Bildung erhalten hat und eine gute Beziehung zu seinen Eltern pflegt. Die Handlung war wirklich sehr gut durchdacht, denn erst nach und nach fügten sich die einzelnen Puzzleteile zu einem kompletten und leider grausamen  Bild  zusammen und dann musste man als Leser erst einmal schwer schlucken, denn was einem als Leser offenbart wurde, ist wirklich sehr schwer zu verdauen, weshalb ich gleich schon einmal sagen kann, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist.  Ich war von Beginn an von der Handlung gefesselt oder wohl eher von dem Geschehen, denn man bekommt gleich schon einen Einblick in das grausame Leben des eigentlich sensiblen Hendrik, was es einem als Leser unmöglich macht bei solchen Sachen 'hinwegzusehen' und so zu tun, als würde man davon gar nichts mitbekommen, denn die erschreckende Wahrheit ist, dass Hendrik auf dieser Welt wahrscheinlich nicht alleine mit seinem Schicksal ist. Von Anfang an begleitet man Hendrik auf seinem Weg seinen Platz in der Welt zu finden, weshalb man sich immer wieder mit ihm freut, sobald er etwas anderes als 'Hass' und 'Abscheu' erfährt. Allerdings muss ich sagen, dass ich Hendrik nie so wirklich 'nah' gewesen bin, sodass mir einfach die Tiefe gefehlt hat. Ich weiß nicht, ob es an der Erzählweise liegt, die von der Autorin gewählt wurde, denn es handelt sich hierbei um einen Er/Sie- Erzähler, der die Gefühle und Gedanken mehrerer handelnder Figuren kennt, weshalb man sich nicht direkt auf eine Figur konzentriert hat oder ob die Distanz von der Autorin beabsichtigt war, um dem Leser mehr zu verdeutlichen, dass man von Zeit immer mehr 'abstumpft', um dieses ganze Leid ertragen zu können. Aus diesem Grund kann ich persönlich nicht viel zu den Charakteren sagen, weil mir einfach die Tiefe und ganz persönliche Charaktereigenschaften gefehlt haben. Dennoch hat dieser Kritikpunkt nicht die Spannung beeinträchtigt, die wirklich von Kapitel zu Kapitel gestiegen ist, sodass es immer wieder zu Wendungen kommt mit denen der Leser wirklich nicht gerechnet hätte und die einen schockiert zurücklassen.  Alles in allem ist 'Groteske Welt' von Laura Leischel wirklich lesenswert und bis zum Schluss packend und spannend. An der Handlung habe ich wirklich nichts auszusetzen, außer dass es für mein sensibles Herzchen vielleicht an manchen Stellen doch etwas grausam zugegangen ist, aber aus den Figuren und ihren Charakterzügen könnte man mehr herausholen, damit einem nicht nur die Handlung im Kopf stecken bleibt, sondern auch die tapferen Charaktere, die bis zum Schluss gekämpft haben!

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  • eine schreckliche Kindheit, die Auswirkungen in der Gegenwart hat

    Groteske Welt

    annlu

    28. June 2015 um 13:16

    Hässlich. Merkwürdig. Absonderlich. Lächerlich. Dies sind die Worte, die den Begriff grotesk definieren. Und grotesk ist die Welt, in der wir leben. Hendrik hat weder Familienleben noch Freunde als liebevoll kennengelernt. Mit acht Jahren hatte seine alkoholsüchtige Mutter ihm gesagt, dass sie ihn nicht liebt, nur um sich wenig später umzubringen. Sein aggressiver Vater dachte nicht daran, sich um ihn zu kümmern, sondern lud ihn stattdessen in einem Bordell ab. Bis zu seinem achtzehnten Geburtstag konnte er sich seinen Unterhalt und die Drogen, die er dort bekam, mit Saubermachen erarbeiten, doch dann entscheidet die Chefin, dass es Zeit wäre, dass er ordentlich für sie arbeite. Als Geburtstagsgeschenk bekommt er seinen ersten Freier. In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte Tilias und ihrer Familie erzählt. Sie ist ein Mädchen, dessen Eltern nicht mit ihrer Geburt klarkamen. Ein paar glückliche Jahre sind ihr bei ihrer Pflegeoma vergönnt, bis auch ihre Kindheit eine schrecklichere Seite annimmt. Die Kapitel des Buches erzählen Momente im Leben der Protagonisten. Zusammen ergeben sie die Geschichte. Manche der Erzählfäden finden sich erst am Schluss zum großen Ganzen zusammen. Schon das erste Kapitel zeichnet ein düsteres Bild von Hendriks Leben. Da er keinen Kontakt zu Menschen außerhalb des Bordells hatte, sind seine Gedanken und die Weise, wie er die Welt sieht, die eines Kindes. Seine Überlegungen sind unschuldig naiv, die Handlungen werden allerdings von seiner Erfahrung geprägt und diese besteht auch aus Gewalt und Gleichgültigkeit. Die Düsternis des ersten Kapitels zieht sich durch das Buch. Grotesk ist das richtige Wort, um die Ereignisse zu beschreiben. Abscheu, Mitgefühl, Unglauben, Wut, Entsetzen, Mitleid – alle diese Emotionen hat das Buch in mir ausgelöst. Die vielen in physischer und psychischer Weise durchlittenen und von ihnen ausgelösten Gewalttätigkeiten waren nicht einfach zu „erleben“. Öfters wünschte ich mir, das Buch würde eine andere Wendung nehmen und die Schicksalsschläge – und ich benutzte dieses Wort in Ermangelung eines anderen, da nicht das Schicksal, sondern immer Menschen die Täter sind – würden endlich aufhören und etwas Positives passieren. Das Buch lässt sich nicht in gefällt mir/ gefällt mir nicht einteilen, weil die Geschehnisse nicht gedacht sind, jemanden zu gefallen. Es hat mich mitgenommen, über all das Schreckliche zu lesen. Wer in Büchern eine lockere Geschichte, Freude und ein happyend sucht, der ist hier eindeutig falsch. Es ist eine Groteske – etwas überspitzt dargestellt, aber mit einem Kern der in der Realität liegt – und genau das ist das Erschreckende. Es hat mich aber auch dazu gebracht, über das Geschehene nachzudenken – mehr noch, als das den Medien gelungen ist, wenn sie über solche Taten in der Wirklichkeit berichten. Fazit: Es ist kein schönes Buch – aber ein gutes Buch!

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