Laura Lichtblau

 3,1 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor*in von Schwarzpulver, Sund und weiteren Büchern.
Autorenbild von Laura Lichtblau (©© Katharina Woll)

Lebenslauf

die Macht der Literatur: Laura Lichtblau ist eine deutschsprachige Schriftstellerin. Ihr Debüt gab sie zunächst mit ihrem Kinderbuch „Kamilla“. So erfüllte sie sich ihren großen Traum Autorin zu werden und durch die Macht der Literatur die Realität in etwas Neues zu verwandeln. 

Später wandte sie sich jedoch der Erwachsenenliteratur zu und fing an Romane zu verfassen. Wenn sie nicht gerade schreibt verbringt die Autorin viel Zeit mit ihren Pflanzen und versucht sich in der Melonenzucht.

Alle Bücher von Laura Lichtblau

Cover des Buches Schwarzpulver (ISBN: 9783406755569)

Schwarzpulver

 (31)
Erschienen am 16.07.2020
Cover des Buches Sund (ISBN: 9783406813771)

Sund

 (15)
Erschienen am 14.02.2024
Cover des Buches Kamilla (ISBN: 9783401603421)

Kamilla

 (1)
Erschienen am 07.08.2017
Cover des Buches Schwarzpulver: Roman (ISBN: B089VKCJTQ)

Schwarzpulver: Roman

 (0)
Erschienen am 16.07.2020

Neue Rezensionen zu Laura Lichtblau

Cover des Buches Sund (ISBN: 9783406813771)
shizu_readss avatar

Rezension zu "Sund" von Laura Lichtblau

Sund
shizu_readsvor 2 Monaten

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und auch das tolle Cover war nach meinem Geschmack. Leider habe ich es noch vor der Hälfte abgebrochen. Es war einfach nicht die richtige Zeit für mich und dieses Buch. Ich kam weder in die Story noch in den Stil hinein. Es ist sehr lyrisch mot starken Worte und Sätzen. Die etwas in einem anstimmen, aber ich konnte nicht so richtig greifen was. Irgendwie bekam ich keinen Zugang. Auch der Verlauf der Geschichte viel mir schwer, wer ist wer und warum verschwimmen die Charaktere immer wieder ineinander. Und eigentlich sollte es doch um etwas ganz anderes gehen als um die Liebesgeschichte.

Da ich mich zusehends sehr aufraffen musste, um weiter zu lesen, habe ich entschieden es weg zu legen und zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zur Hand zu nehmen.

Cover des Buches Sund (ISBN: 9783406813771)
Runenmädchens avatar

Rezension zu "Sund" von Laura Lichtblau

Unkonventionell und wenig greifbar, wenngleich es sensibilisiert!
Runenmädchenvor 2 Monaten

Es geht um die Aufarbeitung der Familiengeschichte unserer Ich-Erzählerin. Ihr Urgroßvater soll am Euthanasie - Programm Hitlers beteiligt gewesen sein, welches initiiert wurde, um, aus Sicht der abartigen Ideologie, „Ballastexistenen“ den „Gnadentod“ zu gewähren. 

Das klingt unvorstellbar und furchtbar. War es auch. Ist es auch. Bleibt es auch. Und hier liegt auch mein Hauptkritikpunkt. Ich konnte nicht feststellen, dass das Verhalten, die Taten kritisch hinterfragt worden ist. Vielleicht wurde es aufbereitet, ich konnte es dann aber nicht erkennen. Der Schreibstil ist, wie bereits angedeutet, wenig greifbar, Vieles bleibt unerwähnt oder ist mir hinter einem nebeligen Schwall schön klingender Worte verborgen geblieben. 

Die Autorin kann großartig mit Worten umgehen, wenn nicht sogar spielen, und dementsprechend gut schreiben. Ich befand mich eingangs in einem Sog, ich fand es klasse und klebte an Lichtblaus Ausführungen. Doch je dichter ich dem Kern der Geschichte kam, desto unbedeutender wurde mir die Sprache und ich habe mir umso mehr eine klarere und kritischere Darstellung gewünscht. 

Bei einem leichteren Thema hätte ich gewiss mehr Sterne vergeben! 

Denn es ist so ein wichtiges Thema und darf ebensowenig vergessen werden wie alle anderen Gräueltaten aus der NS-Zeit, zumal ich vergleichbar wenig Romanliteratur zu explizit dieser Thematik gefunden habe. Und genau deshalb bin ich mir unsicher, ob die spezielle Herangehensweise der Autorin die Vielzahl der interessierten Leser ansprechen wird, wenngleich es sensibilisiert. 

Es ist daher nur bedingt empfehlenswert, weshalb ich nur drei Sterne vergeben möchte. 

Cover des Buches Sund (ISBN: 9783406813771)
Verena2603s avatar

Rezension zu "Sund" von Laura Lichtblau

Erschreckend. Experimentell. Erstaunlich.
Verena2603vor 2 Monaten

Sund ist speziell. Experimentelles Werk, persönliche Erzählung und ein geschichtlicher Aspekt, der wenig bekannt ist, aber dennoch nie vergessen werden darf.

Deshalb fällt es mir schwer, das Buch zu rezensieren. Mit dem experimentellen Teil haderte ich sehr, zu wenig wurde mir klar, was gemeint ist: wer oder was ist der Balg? Der Elch? Ist die Neue eine Person oder ein Teil der Persönlichkeit der Erzählerin? Wäre der Roman nicht nur 130 Seiten lang, weiß ich nicht, ob ich nicht abgebrochen hätte, einfach weil ich nicht wusste, was ich gerade lese. Das wäre aber sehr schade gewesen, denn der Sund ist sozusagen Rahmenhandlung für Recherchen der Erzählerin über die Rolle des Uropas zur Zeit des Nationalsozialismus. Ein Orthopäde, der an den Euthanasie-Verbrechen beteiligt war, nach Ende des 2. Weltkrieges war er als renommierter Medizinier bekannt, als wäre nichts gewesen. Straßen sind nach ihm benannt und da mir der Name bekannt vorkam, begann ich zu googeln. Tatsächlich, ich hatte Recht. Sogar in meinem Navi zeigt es die Straße noch an. Anfang 2023 war ich in Bad Tölz und Lenggries unterwegs, weil dort Special Olympics Winterspiele sattfanden. Sportwettbewerbe für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Was für ein erschreckender Zufall, dass ich ausgerecht in diesem Zusammenhang die Straße entlangfuhr, die nach einem Medizinier benannt ist, der an Programmen beteiligt war, in denen unter anderem Menschen mit Behinderung ermordet wurden.

Chronologisch wird die Recherche aufarbeitet, Fakten treffen auf offene Fragen, auch deshalb, weil die Biografie des Mediziners „beschönigt“ wurde, weil Dokumente vernichtet wurden, weil man es ignorieren will, weil das dem Morden zugrundeliegende Gedankengut nach wie vor verbreitet.

Was ist die Wahrheit? Wer ist die Erzählerin, wer war der Urgroßvater? Was ist der Sund? Was passiert auf der Insel?

Die offenen Fragen sind für mich das, was die Handlung am Sund und die Recherchen über die NS-Zeit verbinden, auch wenn sie inhaltlich nichts miteinander zu haben. Oder doch? Ich weiß es nicht, denn mir als Leserin blieben viele Fragen unbeantwortet. Vielleicht eignet sich der Roman nicht, alleine gelesen zu werden; vielleicht muss er diskutiert werden.

Letztendlich gibt es 4 Sterne von mir, auch wenn ich mit der Rahmenhandlung echt Schwierigkeiten hatte, aber gleichzeitig habe ich selten so viel noch über die Handlung eines so kurzen Romans nachgedacht.

An dieser Stelle möchte ich unbedingt "Schwarzpulver", den Debütroman von Laura Lichtblau, empfehlen. 2020 schon aktuell, jetzt erschreckenderweise noch aktueller, leider.

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