Laura Lippman

 3,7 Sterne bei 101 Bewertungen
Autor von Was die Toten wissen, Die Frau im grünen Regenmantel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Laura Lippman (©© Leslie Unruh)

Lebenslauf von Laura Lippman

LAURA LIPPMAN, geboren 1959 in Atlanta, hat nach ihrem Journalismus-Studium zwanzig Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet, davon zwölf bei der Baltimore Sun. Literatur spielte schon früh eine wichtige Rolle in ihrem Leben, aber erst die Begegnung mit weiblichen Detektiven von Schriftstellerinnen wie Sara Paretsky, Sue Grafton und Marcia Muller ermutigte sie dazu, selbst zu schreiben. Lippmans Kriminalromane wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem weltweit renommiertesten Preis für Kriminalliteratur, dem Edgar Allan Poe Award. Lippman ist mit dem Drehbuchautor David Simon (The Wire) verheiratet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Laura Lippman

Cover des Buches Die Frau im grünen Regenmantel (ISBN: 9783311125143)

Die Frau im grünen Regenmantel

 (17)
Erschienen am 25.03.2020
Cover des Buches Was die Toten wissen (ISBN: 9783442468980)

Was die Toten wissen

 (18)
Erschienen am 15.07.2009
Cover des Buches Das dritte Mädchen (ISBN: 9783746625652)

Das dritte Mädchen

 (13)
Erschienen am 01.03.2010
Cover des Buches Gefährliche Engel (ISBN: 9783746624358)

Gefährliche Engel

 (8)
Erschienen am 22.02.2008
Cover des Buches Denn mein ist deine Seele (ISBN: 9783442476947)

Denn mein ist deine Seele

 (6)
Erschienen am 18.06.2012
Cover des Buches Der Geliebte der Verlobten (ISBN: 9783311155058)

Der Geliebte der Verlobten

 (3)
Erschienen am 24.09.2020

Neue Rezensionen zu Laura Lippman

Cover des Buches Baltimore Blues (ISBN: 9783746621401)
kassandra1010s avatar

Rezension zu "Baltimore Blues" von Laura Lippman

Auftakt
kassandra1010vor 5 Monaten

Tess Monaghan, ehemalige Journalistin, jobbt sich durch ihren Alltag. Sie hilft ihrer Tante Kitty in ihrem Buchladen und ab und an erledigt sie Dinge für ihren Onkel, der für die Stadt arbeitet.

Ihren Tag beginnt sie im Ruderclub und lässt sich dort von Ihrem Club-Freund Rock anfeuern.

Rock weiß, dass es bei Tess stets knapp zum Monatsende wird und bietet ihr einen Job an. Sie soll seine Freundin ein paar Tage überwachen. Tess freut sich über die neue spannende Aufgabe und macht sogleich eine abenteuerliche Entdeckung. Ava stellt sich als kleine Diebin heraus und hat scheinbar neben Rock noch einen anderen Partner.

Tags darauf wird der renommierte und sehr spitzfindige Anwalt Abramowitz erschlagen aufgefunden und Rock steht unter Mordverdacht. Turner, Ruderclubtrainer und Anwalt nimmt sich seiner Schützlinge an und lässt Tess allen Spuren nachgehen.

Die Spur führt Tess quer durch Baltimore. Tief hinein in die Arbeiterviertel und in die noblen Häuser der High Society. Eines Abends steht Tess On-Off Beziehung und alter Arbeitskollege Jonathan vor ihrem Apartment. Stets seine Quellen im Auge erzählt er Tess, dass er einer immensen Enthüllung auf der Spur ist, die weitreichende Folgen nach sich ziehen wird.

Gemeinsam sind sie also einer spannenden Story auf der Spur, bis Jonathan vor Tess Haustüre überfahren wird…

Tess Monaghan ist eine Ermittlerin ganz nach meinem Geschmack. Laura Lippman lässt die junge Frau recherchieren, ein wenig auf die Trommel klopfen und dabei zusehen, was herauskommt. Mit brennender Neugierde und auch ein wenig Übereifer macht Tess Monaghan Lust auf mehr.

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Cover des Buches Wenn niemand nach dir sucht (ISBN: 9783311120261)
Zeilentaenzers avatar

Rezension zu "Wenn niemand nach dir sucht" von Laura Lippman

Spannender Roman mit Thriller-Effekten
Zeilentaenzervor 10 Monaten

Worum es geht

Es ist das Jahr 1966. Cleo Sherwood aus Baltimore wird seit acht Monaten vermisst. Außer ihrer Eltern und ihrer beiden Söhne interessiert sich jedoch niemand für ihr Verschwinden. Madeline Schwartz, die bei einer ortsansässigen Zeitung tätig ist und endlich ihren Namen in einer Verfasserzeile lesen möchte, wittert eine große Story und versucht herauszufinden, was wirklich mit Cleo Sherwood passierte.


Meine Meinung

Vorherrschende Themen in diesem thrillerlastigen Roman sind der Alltagsrassismus in den Vereinigten Staaten der 1960er Jahre und die Emanzipationsbemühungen vieler Frauen. Als eine junge dunkelhäutige Frau im US-Bundesstaat Maryland spurlos verschwindet, ist das für Öffentlichkeit und Presse keine weiteren Bemühungen wert, den Fall aufzuklären. Madeline Schwartz, Mutter eines jugendlichen Sohnes und frisch von ihrem Ehemann getrennt, sucht eine neue Herausforderung in ihrem Leben. Sie möchte unabhängig sein und die Möglichkeit nutzen, sich sowohl privat als auch beruflich neu zu erfinden. So nimmt sie sich dem ungelösten Fall an und begibt sich damit häufig in große Schwierigkeiten.


Schon nach den ersten Kapiteln war ich von der Handlung und insbesondere seiner Figuren gefesselt. Sehr gut umgesetzt sind die Perspektivwechsel. Lippman schreibt den Hauptteil der Handlung in der dritten Person, während jedes zweite Kapitel aus der Sicht eines Charakters erzählt wird, der zuvor thematisiert wurde. So lernt die Leserschaft auch Nebenrollen kennen, die nicht immer von großer Relevanz für den weiteren Handlungsverlauf sind, aber einen außergewöhnlichen Erzählstil aufzeigen, der mich komplett mitnehmen konnte. Ich bin keine große Verfechterin von Kriminalromanen, fühlte mich hier mit dem Gesamtpaket aber durchweg wohl. Laura Lippman schafft eine interessante Story, die durch ihre Art zu schreiben und die sehr gut ausgearbeiteten Figuren wirkt.


Ich mochte auch das Setting sehr gerne, weil es in den 1960er Jahren spielt und sich mit den wichtigen Themen Rassismus und Rollenbild von Mann und Frau beschäftigt, die damals übermächtig waren. Die Autorin rückt diese zentralen Themen der Gesellschaft in den Mittelpunkt, um die herum sich ein wahrer Thriller entfaltet, der starke weibliche Persönlichkeiten schafft und den Finger in die Wunde legt. Mordermittlungen die geprägt sind von rassistischem und sexistischem Gedankengut werden ebenso deutlich gemacht wie ganz allgemein die mangelnde Gleichberechtigung der Geschlechter als auch von schwarz und weiß. Ein Buch, das mich konstant einfangen konnte.


Von Anfang bis Ende ein sehr gelungener Roman mit Thriller-Charakter, der spannungsgeladen ist und besonders durch seine interessanten Charaktere überzeugt.


Ich danke dem Kampa-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars

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Cover des Buches Die Witwe des Millionärs (ISBN: 9783311155102)
Melpomenes avatar

Rezension zu "Die Witwe des Millionärs" von Laura Lippman

Lauwarmes Leseerlebnis, nicht weiterzuempfehlen
Melpomenevor einem Jahr

Die Story an sich liest sich okay, wenn auch etwas undurchsichtig: Die Ermittlerin Tess fuhrwerkt in ihren Ermittlungen mehr an der Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte des reißerischen Artikels herum als dem Tod von Wynkowski nachzugehen, auch als sie erfährt, dass er sich vermutlich nicht eigenhändig das Leben genommen hat. Außerdem gibt es ein paar kleinere Plotlücken und „Unplausibilitäten, die mich irritiert haben.“ (Warum z.B. ist Tess beim Entlassungsgespräch von Rosita dabei? Sicher, es basiert auf ihren Recherchen, aber die hat sie zu diesem Zeitpunkt doch längst mit ihren Vorgesetzten geteilt; aus HR-Sicht ist das ein grober Verstoß.) Tess selbst ist durchaus sympathisch charakterisiert, aber eine fast komisch schlechte Ermittlerin: Alle Erkenntnisse zur Aufklärung des ihr vorliegenden Falls werden ihr entweder von Täter:innen selbst geliefert (wer den Artikel veröffentlicht hat, das Geheimnis um die Angriff auf ihren Onkel) oder überraschen sie aus dem Nichts (Identität des Mörders).

Meine größten Kritikpunkte beziehen sich aber nicht auf den Text an sich, sondern auf diese spezifische Ausgabe von Kampa Pocket:

Mir ist die Politik (d.h., Tess‘ implizite und tw. auch explizite Ansichten) stellenweise zu konservativ. Die Originalausgabe des Buches erschien 1997, was Tess daher nicht zum Milennial, sondern der Generation X zugehörig macht. Zwar ist die neue Kampa-Pocket-Ausgabe 2021 erschienen, dass Tess aber aus den 60ern stammt, lässt sich an ihren Ansichten und ihrer Charakterisierung häufig nicht überlesen: Sie findet Interesse an einem „netten Mann mit einem ordentlichen Job statt einer Band“ (S. 335) sie findet, Minderheitenförderung ist das letzte (S. 265). Außerdem kann man häufig eine missbilligende Tendenz in Beschreibungen anderer Frauen herauslesen, die ehrgeizig sind (Tess, die der Meinung ist, dass beruflicher Ehrgeiz Frauen verbittert, einsam macht und verdirbt, sagt zu ihrer besten Freundin Whitney: „Damit du so endest wie Colleen hier, die Samstagabend ohnmächtig in einer leeren Wohnung ohne Freunde und Familie auf dem Sofa liegt? … Du bist auch so. Rosita ist so. Arbeit ist alles, was ihr habt.“ [S. 344]), nicht so weiblich wie Tess oder nicht so tough wie Tess sind.
NB: Ich habe nichts gegen Charaktere mit konservativen Ansichten. Ich habe nur durch Aufmachung und Präsentation des Romans mit einer Figur gerechnet, die heute Ende Zwanzig ist. Mir kam es beim Lesen des Romans immer komisch vor, dass Tess diese doch recht konservativen Ansichten hat, als ich noch dachte, dass wir fast im gleichen Alter sind. Wenn man aber beachtet, dass sie vielmehr der Generation meiner Eltern angehört, ergeben ihre Ansichten viel mehr Sinn.

Die Übersetzung ist stellenweise ungenau, dem Originalton unangemessen bzw. einfach falsch. Ein Beispiel: 

Original:

And then there was the bloodless night in high school when Ipecac had done its job too well. She had vomited and vomited until she was dangerously dehydrated, her body still intent on emptying itself long after it had purged the sixteen-inch pizza and half-gallon of mint chocolate chip. Her parents, frightened out of their senses, bought the story that she had taken the Ipecac by mistake, thinking it was a cold remedy. Back then, they didn’t know she binged, so how could they suspect she purged? (Kindle Position 3479)

Deutsche Übersetzung:

Und dann war da noch diese Highschool-Nacht gewesen, in der Brechwurzel zu gute Arbeit geleistet hatte. Sie hatte gespuckt und gespuckt, bis sie gefährlich dehydriert war, ihr Körper wollte sich immer noch entleeren, lange nachdem die Familien-Pizza und das große Minz-Schokoladen-Eis draußen waren. Ihre Eltern hatten wahnsinnige Angst und kauften ihr daher die Geschichte ab, dass sie die Brechwurzel versehentlich genommen hatte, weil sie glaubte, sie helfe gegen Erkältungen. Damals wussten sie nicht, dass sie regelrechte Saufgelage veranstaltete, wie hätten sie also vermuten können, dass sie einen Cleanse durchführte? (S. 281)

Der Übersetzer hat diese Passage ganz offensichtlich völlig falsch verstanden, auf eine Art und Weise, die ich angesichts des klar erkennbaren Kontextes (Familienpizza, Eispackung) und der klar erkennbaren Stichwörter (binge, purge) nicht nachvollziehen kann: Tess war ganz offensichtlich während ihrer Jugend essgestört, „binge“ bezieht sich hier auf große Mengen von Essen, nicht Alkohol. Im Roman wird wiederholt darauf hingewiesen, dass sie viel und gern isst, dass sie größere Mahlzeiten verdrückt als andere Menschen und dass sie viel über ihr Gewicht nachdenkt, ihren Körper vergleicht und ausgiebig Sport zur Gewichtsregulierung treibt. Hinweise auf eine problematische Beziehung zu Alkohol gibt es keine. Wie man hier also auf „Saufgelage“ und „Cleanse“ statt dem auch im Deutschen gut verbreiteten „Binge“ (oder von mir aus auch „Essanfall“ oder unschöner „Fressanfall“) und „erbrechen“ kommen kann, ist mir ein Rätsel. (Ich nehme außerdem an, dass sich „Ipecac“ hier nicht auf die Planze Brechwurzel bezieht, sondern auf dem daraus hergestellten Brechmittel.)

Alles in allem wirkt diese Taschenbuch-Ausgabe daher wie ein überschnell wieder aufgewärmter Roman, den der Verlag noch in einer alten Übersetzung herumliegen hatte, und mit dem er schnell noch ein bisschen sein Sommerprogramm aufpolstern wollte. 

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Gespräche aus der Community

Privatdetektivin Tess Monaghan aus Baltimore hat schon viele gefährliche Situationen gemeistert, aber ihr neuer Fall übertrifft alles. Und die hochschwangere Tess muss vom Bett aus ermitteln.

Liebe LovelyBooks-Freunde, 

wir freuen uns auf eine rege Teilnahme an der Leserunde zu Laura Lippmans »Die Frau im grünen Regenmantel«.

Herzlich, 

Euer Kampa Verlag

108 BeiträgeVerlosung beendet
Traubenbaers avatar
Letzter Beitrag von  Traubenbaervor 2 Jahren

Tut mir sehr leid, dass ich erst jetzt die Rezension verfasst habe. Mir ging es in letzter Zeit sehr schlecht, weswegen ich es immer wieder hinazsgezögert habe. Das war nicht fair :(


https://www.lovelybooks.de/autor/Laura-Lippman/Die-Frau-im-grünen-Regenmantel-2330273088-w/rezension/2748430268/


https://wasliestdu.de/rezension/ueberraschend-95


https://www.lesejury.de/laura-lippman/buecher/die-frau-im-gruenen-regenmantel/9783311125143



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