Laura Lippman Gefährliche Engel

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(3)
(1)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gefährliche Engel“ von Laura Lippman

Ein kleines Mädchen verschwindet fast spurlos. Zurück bleiben nur ein blutiges Hemd und ein abgeschnittener Haarschopf. Die Polizei steht vor einem Rätsel - bis man herausfindet, dass zwei junge Frauen in der Nähe des Tatorts waren, die schon einmal ein Kind entführt und getötet haben. Eine dramatische Suche beginnt.

Ein sehr packender Psycho-Thriller, der schlüssig aufgebaut ist und überraschende Wendungen im Handlungsablauf enthält.

— udolin
udolin

Stöbern in Krimi & Thriller

Die Fährte des Wolfes

Harter und spannender Thriller aus Schweden . Top!

Murksy

Projekt Orphan

Tolle Fortsetzung von Orphan X

Charlea

Schläfst du noch?

Kurzweiliger Psychokrimi mit leider etwas anstrengenden Charakteren

Cambridge

Death Call - Er bringt den Tod

Sehr spannend...

Bjjordison

Wildeule

Spannender kurzweiliger Krimi mit viel Natur

COW

Grandhotel Angst

Ein spannender historischer Krimi, der durch das Ambiente des alten Hotels besticht ...

MissNorge

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Gefährliche Engel

    Gefährliche Engel
    udolin

    udolin

    27. June 2015 um 14:21

    Ronnie Turner und Alice Manning, zwei elfjährige Mädchen entführen eine Säugling und bringen diesen um. Beide werden nach einem Deal zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu sieben Jahren Jugendhaft verurteilt, die sie in verschiedenen Haftanstalten absitzen. Die Handlung setzt nach ihrer Entlassung ein. Immer wieder verschwinden in der Stadt in die Beide, jetzt 18-jährig, dreijährige Kinder, die aber nach kurzer Zeit wieder auftauchen. Deshalb wird auch nur in einem Fall die Polizei eingeschaltet. Als die dreijährige Brittany Little in einem Einkaufszentrum verschwindet und nicht wieder auftaucht über nimmt Detektiv Nancy Turner die Ermittlungen. Auch Ronnie und Alice geraten in den Kreis der Verdächtigen. Sehr gut beleuchtet die Autorin die innere Psyche der Beiden. Ronnie aus einfachen Verhältnissen stammend, wird von Alice ständig unter Druck gesetzt und verzweifelt letztendlich und begeht Selbstmord. Alice  ist sehr geltungsbedürftig und erst als die Ermittler, die Gesundheitsunterlagen aus ihrer ehemaligen Haftanstalt anfordern und darin auf ihr Geheimnis stoßen, lösen sie den Fall. Ein sehr guter, sowohl die psychischen Aspekte als auch die Verhältnisse in den Familien beleuchtender Psychothriller, den ich nur empfehlen kann

    Mehr
  • Rezension zu "Gefährliche Engel" von Laura Lippman

    Gefährliche Engel
    Ailis

    Ailis

    07. August 2010 um 14:00

    Auf dem Klappentext wird dieses Buch in einem Pressezitat als Thriller bezeichnet. Geht man mit dieser Voraussetzung an Laura Lippmans Buch heran, dürfte man relativ schnell enttäuscht sein, denn ein Thriller ist es meiner Meinung nach nicht. Ich würde es noch nicht mal konsequent als Krimi bezeichnen. Es gibt zwar Opfer, Täter, Ermittler und einen aktuellen Fall, aber mehr als um all das, geht es in "Gefährliche Engel" um Persönlichkeitsstudien und um die Folgen und Auswüchse des Rassismus in den USA. Ein kleines Mädchen verschwindet am hellichten Tag aus einem Möbelhaus, als die Mutter und ihr Freund kurze Zeit unaufmerksam sind. Sie ist nicht das erste Mädchen, das in den letzten Monaten verschwunden ist, doch die anderen tauchten nach Minuten der Panik immer wieder auf, so dass niemand der Polizei ihr Verschwinden meldete. Doch die kleine Brittany ist wie vom Erdboden verschluckt und die Polizei hat offiziell einen Entführungsfall, der sich zuspitzt, als der Hausmeister des Ladens im Mülleimer der Toilette ein blutiges T-Shirt eines Erwachsenen, das ebenfalls blutverschmierte Kleidchen der kleinen Brittany und ihren abgeschnittenen Haarschopf findet. Der erste Verdacht richtet sich gegen den Freund der Mutter, ebenso gegen die Mutter selbst, da die kleine Brittany auf keinem der Überwachungsvideos zu sehen ist. War sie überhaupt im Laden oder versuchen die Eltern ein von ihnen begangenes Verbrechen mit einer angeblichen Entführung zu vertuschen? Doch das Blut auf dem Kleidchen und dem T-Shirt ist weder das Blut der Eltern noch das der kleinen Brittany selbst. In dieser scheinbar ausweglosen Situation erreicht die ermittelnden Polizisten der Anruf einer Frau, deren Baby vor sieben Jahren entführt und ermordet worden war. Die Mörder der kleinen Oilivia waren zwei elfjährige Mädchen, die seit wenigen Monaten wieder auf freiem Fuß sind. Hängen diese beiden Fälle zusammen? Und sind beide Taten - der Mord an Olivia und die Entführung der kleinen Brittany - rassistisch bedingt, da die kleinen Mädchen schwarz sind? Für die Polizei beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn nur wenige Sekunden können den Unterschied machen zwischen einer Entführung und einem weiteren Mordfall... Auf den ersten Blick wirkt der geschilderte Plot wie ein Thriller oder Krimi, doch bei näherer Betrachtung hält das für mich nicht Stand. "Gefährliche Engel" ist vielmehr ein Drama, das dem Leser aus verschiedenen Perspektiven nahegebracht wird. Zum einen lernen wir die beiden Mädchen kennen, die für den Mord an der kleinen Olivia zu sieben Jahren Haft verurteilt worden waren. Sie sind nun frei und könnten ein neues Leben beginnen, doch natürlich drehen sich ihre Gedanken um ihre Vergangenheit. Nach und nach erfahren wir, was damals wirklich geschah und der erste Eindruck, den man sich von Alice und Ronnie gemacht hat, erfährt immer wieder Korrekturen, bis man sich gezwungen sieht, neu Stellung zu beziehen. Und auch Alices Mutter Helen oder Nancy, die ermittelnde Polizistin, spielten in dem sieben Jahre alten Mordfall eine gewisse Rolle, die sich bis heute auf ihr Leben auswirkt. Und dann ist da noch Sharon Kerpelman, Alices Pflichtverteidigerin von damals, die glaubt, noch etwas wieder gut machen zu müssen und die nach all den Jahren immer noch den Dank und die Absolution ihrer damals elfjährigen Mandantin sucht. Zwischen all diesen Schicksalen entfaltet sich nach und nach die alte Geschichte und findet den Punkt, an dem das Heute und das Gestern zusammenfließen. Mich hat diese Geschichte überzeugt und auch sprachlich fühlte ich mich sehr wohl mit diesem Buch. Einzig ein paar Kleinigkeiten stören mich, wie Andeutungen, die gemacht, aber nie aufgelöst werden. Ebenso hätte man den kleinen Einschub zur Journalistin Mira Jenkins, die sich durch diesen Fall einen Karriereschub erhofft, weglassen sollen. Es verwirrt nur, dass man sich noch auf eine weitere Person mit Sorgen und Nöten konzentrieren muss - für die Geschichte an sich hat Mira Jenkins nichts zu bieten.

    Mehr