Laura McHugh

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Die Schwere des Blutes, The Weight of Blood und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Laura McHugh

Laura McHughDie Schwere des Blutes
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Die Schwere des Blutes
Die Schwere des Blutes
 (9)
Erschienen am 17.07.2017
Laura McHughThe Weight of Blood
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The Weight of Blood
The Weight of Blood
 (0)
Erschienen am 21.05.2015
Laura McHughWeight of Blood
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Weight of Blood
Weight of Blood
 (0)
Erschienen am 03.07.2014
Laura McHughHet gewicht van bloed / druk 1
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Het gewicht van bloed / druk 1
Het gewicht van bloed / druk 1
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Erschienen am 07.08.2014

Neue Rezensionen zu Laura McHugh

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lievke14s avatar

Rezension zu "Die Schwere des Blutes" von Laura McHugh

Geheimnisse in einer Kleinstadt....
lievke14vor 2 Jahren

Das kleine Städtchen Henbane liegt tief in den Bergen Missouris verborgen. Noch immer tuscheln die Bewohner hinter vorgehaltener Hand über Lucys schöne Mutter Lila, die vor sechzehn Jahren spurlos und unter ungeklärten Umständen verschwand. Auch Lucys Schulfreundin Cheri wird seit einem Jahr vermisst, und ihr Verschwinden scheint auf mysteriöse Weise mit Lilas Schicksal verknüpft zu sein. Als Cheris Leiche – übersät mit Tattoos und Brandmalen – gefunden wird, ist Lucy fest entschlossen herauszufinden, was ihr zugestoßen ist. Doch schon bald erkennt sie, dass in einem abgeschiedenen Ort wie Henbane zahlreiche Geheimnisse verborgen liegen – Geheimnisse, die zu beschützen die Bewohner über Leichen gehen würden….

Die Kurzbeschreibung las sich unwahrscheinlich spannend und rätselhaft.

Die junge Lucy lebt allein mit ihrem Vater in dem kleinen Städtchen Henbane. Die Mutter ist vor vielen Jahren unter mysteriösen Umständen verschwunden. Als junge Frau kam sie in die Gemeinde, um dort eine Arbeit bei Crete, dem Onkel von Lucy aufzunehmen. Eine aufregende Schönheit war sie….permanent Männerblicke nach sich ziehend und dennoch war sie nicht erwünscht. Lucy und ihr Vater leiden noch heute unter den ungewissen Verbleib der Mutter….

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Lila und Lucy erzählt.

Der Handlungsstrang um Lila in der Vergangenheit hat mich durch seine Intensität wesentlich mehr angesprochen, als die Handlung in der Gegenwart. Lila hat es von Anfang an nicht leicht in Henbane Fuß zu fassen. Sie erledigt ihre Arbeiten auf dem Feld und im Restaurant sehr gewissenhaft, wird aber aufgrund ihres Äußeren auf ein männerfangendes Frauenzimmer reduziert. Sehr schnell muss sie außerdem feststellen, dass sich auch das Verhalten von Crete ihr gegenüber immer mehr ändert….

Auch Lucy’s Welt gerät aus den Fugen, als eine ihrer Freundinnen tot und verstümmelt aufgefunden wird. Wer in Gottes Namen ist zu einer solchen Freveltat fähig? Sie beginnt auf eigene Faust nach der Wahrheit zu suchen und verfängt sich immer mehr in den Geheimnissen ihrer Heimatstadt und auch in die ihrer eigenen Familie.

Die Story spielt die ganze Zeit über in Henbane….mit diesem einzigen Spielort wirkt die Geschichte beinahe wie ein Kammerspiel.

Aufgrund des Klappentextes bin ich von einem nervenaufreibenden Thriller ausgegangen: "denn die Bewohner sollten ja Geheimnisse bewahren, bei deren Geheimhaltung sie über Leichen gehen würden…." Na ja! Das ist in diesem Fall leider sehr übertrieben. Der Hintergrund zu den Ereignissen in der Vergangenheit und Gegenwart war zwar durchaus interessant und makaber, allerdings auch immer wieder irgendwie vorhersehbar. Aufgrund der Charakterbeschreibungen und deren Verhaltensweisen, die allesamt sehr einfach gestrickt waren, konnte man schnell selbst auf die eine oder andere Lösungsvariante kommen. Auch kam  insgesamt wenig Spannung auf, da viele Handlungen von vornherein absehbar waren.

Alles in allem lies sich das Buch gut lesen. Ein guter Roman mit viel Potenzial, das meiner Meinung nach aber nicht ausgeschöpft worden ist.

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SillyTs avatar

Rezension zu "Die Schwere des Blutes" von Laura McHugh

Düstere Atmosphäre durch und durch
SillyTvor 2 Jahren

Willkommen in Henbane, dem kleinen Ort mitten in den Bergen Missouris. Ein Ort mit gerade einmal 700 Einwohnern, vielen Geheimnissen und einem ungesundem Misstrauen allen und allem Fremden gegenüber. Henbane ist auch der Ort, in dem Lucys Mutter Lila vor beinahe 16 Jahren spurlos verschwand, eine junge Frau, die nicht aus Henbane stammte und in dem kleinen Ort für viel Aufregung sorgte. Als plötzlich 16 Jahre später Lucys geistig behinderte Freundin Cherie spurlos verschwindet, vermuten alle, dass sie durchgebrannt ist, denn mit ihrer Mutter hatte sie es nicht leicht. Doch ein Jahr nach ihrem Verschwinden findet man Cheries zerstückelte Leiche in einen hohlen Baumstamm gestopft. Spuren zum Täter sucht man vergebens. Lucy hingegen beginnt das schlechte Gewissen zu quälen, denn Cherie war ihr eigentlich eher lästig und Cherie hat Lucy verehrt. Wenn sie sich mehr um Cherie gekümmert hätte, wäre sie dann noch am Leben? Heimlich beginnt Lucy Nachforschungen anzustellen und stößt dabei auf Geheimnisse, die nicht nur mit Cherie zusammenhängen. Gibt es Parallelen zum Verschwinden der eigenen Mutter? Warum sagt ihr niemand genaueres, was damals passiert ist? Denn eines ist klar, hier weiß so manch einer mehr, als er zugibt.
Meine Meinung:

Gleich vorweg: wow, dieses Debüt hat mich wirklich fesseln und beeindrucken können. Dabei legt die Autorin Laura Hugh hier nicht den Schwerpunkt auf das wirklich grausige Verbrechen, sondern viel mehr auf Lucys Nachforschungen, die nicht nur die Gegenwart betreffen. Die Beschreibungen von Orten und Personen sind so präzise, dass ich durchweg passende Bilder des Settings und der Charaktere vor Augen hatte. Der Schreibstil ist flüssig, aber nicht unbedingt einfach, denn hier wird viel Wert auf die Atmosphäre gelegt. Es gibt in der Erzählung nicht nur Zeitsprünge, sondern auch Perspektivenwechsel, die zusätzliche Aufmerksamkeit des Lesers fordern. Eingeteilt ist das Buch in drei große Abschnitte und in dem ersten davon erfahren wir, abwechselnd erzählt aus den Sichten von Lucy und ihrer Mutter Lila. In den beiden folgenden Abschnitte gibt es auch die Ansichten verschiedener Nebencharaktere, die durchaus mehr wissen, als sie Lucy erzählen. So erfährt man als Leser so nach und nach kleinere Details und wird selber immer misstrauischer. Das Lesen fordert dabei, wie schon gesagt, aber absolute Aufmerksamkeit, ansonsten entgeht einem schnell einmal etwas, was wichtig sein könnte. Nun mag das ganze für den ein oder anderen langatmig klingen, aber in mir hat es immer mehr Neugierde geweckt. Gleichzeitig schafft die Autorin mit ihrem gewählten Setting und auch durch die Beschreibungen der Personen eine durchweg düstere, beinahe schon schaurig anmutende Atmosphäre. Ich habe vor kurzem hierzu den Vergleich zu der Serie Twin Peaks gelesen, bei der es auch diese Stimmung gab. Wer diese Serie noch kennt, wird wissen, wovon ich rede, ich hatte damals auch immer dieses beklemmende, unheimliche Gefühl, das ich auch beim Lesen dieses Buches hatte. Denn dadurch, das Henbane so abgeschottet vom Rest der Welt liegt, folgt es durchaus noch seinen eigenen Regeln und hier gilt gerne einmal der Satz "Blut ist dicker als Wasser", womit dann auch der Titel sehr gut erklärt wird. 

Die Charaktere wirken wie geschaffen für diesen Ort und unterstreichen noch einmal die Glaubwürdigkeit des Geschehens. Lila wirkt hier so frisch und anders, dass man keineswegs Zweifel bekommt an der Abneigung und dem Misstrauen, den so manch ein Dorfbewohner ihr gegenüber hegt. Ich für mein Teil konnte mich hier noch am besten in Lila versetzen und fühlte absolut mit ihr. Ihrer Tochter Lucy hingegen merkt man sehr deutlich an, dass sie in diesem abgelegenen Ort aufgewachsen ist. Zwar ist sie rein optisch das Abbild ihrer verschwundenen Mutter, aber ich hatte bei ihr durchweg das Gefühl, dass sie nach Henbane gehört. Auch die Nebencharaktere verpassen dem Ganzen noch einmal diese Düsternis und ich muss zugeben, dass ich hier so gut wie Niemandem Vertrauen geschenkt hätte.
Mein Fazit:
Düstere, beinahe schaurig anmutende Atmosphäre und ein Setting, das dazu absolut perfekt gewählt wurde, konnten mich an das Buch fesseln. Zwar muss man durchaus konzentriert lesen, da wechselnde Perspektiven und Zeitsprünge ihre Aufmerksamkeit fordern, trotzdem war ich wie gebannt von der Geschichte. Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen und konnte nicht passender sein und auch die Charaktere haben mich völlig überzeugt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es irgendwo einen Ort wie Henbane gibt. Wer allerdings blutrünstige Action bevorzugt, ist hier nicht unbedingt richtig, denn das Hauptkriterium dieses Buches liegt in seiner ganzen Atmosphäre. Mich konnte die Autorin völlig packen mit diesen ungewöhnlichen Thriller, dass ich sehr gerne fünf von fünf Sternen vergebe.

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monja1995s avatar

Rezension zu "Die Schwere des Blutes" von Laura McHugh

Lange Passagen schleppen sich bis zum Ende durch
monja1995vor 2 Jahren

Thriller

Vor sechzehn Jahren verschwand Lila, Lucys Mutter spurlos aus Henbane, einem verschlafenen Städtchen in Missoury.
Lila war wunderschön, aber bei den anderen Bewohnern Henbones als Hexe in Verruf. Daher kam es den meisten Einwohnern gerade recht, als Lila plötzlich spurlos verschwand. Als nun sechzehn Jahre später Cheri, Lucys Freundin spurlos verschwindet und bald darauf schrecklich verstümmel aufgefunden wird, möchte Lucy herausfinden, was geschah.
Sie stößt auf Zusammenhänge zwischen beiden Fällen, die sie ohne ihre intensiven Nachforschungen nie gesehen hätte. Als diverse Mitbürger und auch Verwandte Lucys merken, dass sie der Lösung des Rätsels nahe ist, beginnen diese zu mauern…

Laura McHugh verfaßte mit „Die Schwere des Blutes“ einen Roman über die Geschichte zweier mysteriöser Fälle, die ohne Lucy nie geklärt hätten werden können. Das Buch wurde dem Genre Thriller zugeordnet, wobei ich es eher als Kriminalroman oder als Roman einordnen würde, denn für einen Thriller fehlt mir hier der besondere Kick.
Mir fehlte über lange Strecken die in Thrillern übliche Spannung. Ebenso baute die Autorin sehr oft langatmige und somit ermüdende Passagen ein, die mich mehrmals in Versuchung brachten, das Lesen einfach abzubrechen und ein anderes Buch zur Hand zu nehmen. Letztendlich biss ich mich aber bis zur letzten Seite durch und stellte fest, dass ich meine Zeit hier total vergeudet habe.
Warum?
Das größte Rätsel blieb ungeklärt und einen richtigen Abschluss fand die Autorin leider auch nicht.

Verfasst ist dieses Buch in einfachen Sätzen sowie zahlreichen Zeitsprüngen, die teilweise überflüssig sind weil ohne sie die Geschichte zwar kürzer, aber vielleicht etwas spannender geworden wäre.

Angepriesen als scharfsinniges, abgründiges und eindringliches Lesevergnügen einer begnadeten Erzählerin, löste es bei mir nur gesteigertes Schlafbedürfnis aus.

Eine an sich gute Idee, einfach tot geschrieben. Schade, seit langem wieder ein Buch, dem ich keine Empfehlung aussprechen kann.


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