Als die Träume in den Himmel stiegen

von Laura McVeigh 
4,0 Sterne bei71 Bewertungen
Als die Träume in den Himmel stiegen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (51):
cheshirecatannetts avatar

Für Khaled Hosseini Liebhaber ein Muss <3

Kritisch (7):
Lagoonas avatar

Mir war es insgesamt zu grausam. Ich hätte gerne mehr über Samars und ihre Familie erfahren. Vieles blieb ungeklärt.

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Inhaltsangabe zu "Als die Träume in den Himmel stiegen"

Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan

»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«

Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?

»Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.«

»Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE

»Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596299706
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:27.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    cheshirecatannetts avatar
    cheshirecatannettvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Für Khaled Hosseini Liebhaber ein Muss <3
    Auf jede Dunkelheit folgt Licht <3

    Dieser Roman handelt von der Flucht eines Mädchens und ihrer Familie innerhalb Afghanistans und aus Afghanistan heraus. Ich bin ein großer Fan von Khaled Hosseini - all seine Romane haben einen großen Platz in meinem Herzen. Dieser Roman von Laura Mc Veigh hat meine Aufmerksamkeit also durch den gelben Sticker erlangt - sofort wurde er zur Kasse getragen.
    Khaleds Bücher sind in meinem Herz zusammen gerückt und haben etwas Platz für "Als die Träume in den Himmel stiegen" gemacht.
    Eine wunderschöne, bewegende, erschütternde Geschichte mit rührenden, sehr facettenreichen Figuren, einigen Wendungen und ohne einen Hauch Langeweile. Das Buch liest sich wie ein tragisches Märchen, das von einem Mädchen erzählt wird, man fühlt und hofft mit und lernt so viel: nicht nur etwas über die Geschichte Afghanistans sondern auch über das Leben, über die Menschen, die selbst in den dunkelsten Zeiten Licht finden, ja Licht sind und auch über die, die die Dunkelheit verbreiten.
    Ich bleibe mit einem gebrochenen Herzen zurück für die kleine Samar und ihrem Schicksal - habe aber auch großen Glauben in diese Buchfigur und einiges durch diese kleine Kämpferin gelernt. 

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Traurig, bewegend, überraschend und toll geschrieben - eine wunderbare Geschichte.
    Traurig, bewegend, hoffnungsvoll - eine wunderbare Geschichte

    "Jede Reise, so weit sie auch sein mag, führt uns nach Hause." (S. 71)

    Einst war Kabul eine blühende Stadt voller Farben, Freiheit und Musik - das Paris Asiens. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Erst die Sowjets, dann die Mudschahedin und nun die Taliban - es herrscht Krieg in Afghanistan. Die 5jährige Samar, ihre Eltern und 5 Geschwister müssen daher aus ihrem gelben Haus mit dem Mandelbaum fliehen und finden Unterschlupf in einem Bergdorf am Hinduskusch. Dort erleben sie einige friedliche Jahre, bis ihre Welt abermals zusammenbricht. Für die Familie geht die Reise weiter. Werden sie jemals wieder ein richtiges Zuhause finden?

    "Als die Träume in den Himmel stiegen" stammt aus der Feder von Laura McVeigh. Ein ganz wunderbares und hochemotionales Debüt, das ich nur jedem ans Herz legen kann.

    Schauplatz ist Afghanistan in den 1990er Jahren. Das fanatische Regime der Taliban kontrolliert das Land. Eine Schreckensherrschaft, unter der besonders die Frauen leiden. Tanz, Musik, Kino, Spiele, Lesen, Lernen und Singen - alles ist verboten. Mädchen dürfen nicht einmal zur Schule gehen. Anhand von Samar und ihrer Familie erleben wir alles hautnah und schonungslos mit. Hier spielen sich wirklich unfassbar entsetzliche Szenen ab. Einziger Ausweg bleibt daher nur die Flucht über die Grenzen, hin zu mehr Freiheit und Sicherheit. Eine beschwerliche, spannende und dramatische Reise sowie eine zutiefst bewegende Geschichte, bei der die Tränen nur so fließen. Keine leichte Kost, doch es lohnt sich. Samars Schicksal berührt und ihr starker Überlebenswille macht Mut. Alles ist möglich, wenn man den Glauben, die Hoffnung und die Liebe nicht verliert und dabei die Kraft seiner Fantasie nutzt.

    "Die Vergangenheit bleibt bei uns ... sie zeichnet uns auf sichtbare und unsichtbare Weise." (S. 185)

    Das Ganze wird dabei aus der Sicht von Ich-Erzählerin Samar im Präsens und Präteritum geschildert und spielt auf zwei Zeitebenen. Zuerst begegnen wir Samar in der Transsibirischen Eisenbahn, wo sie und ihre Familie eine niemals endende Zugreise unternehmen. Von Ost nach West und wieder zurück. Samar wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich anzukommen und findet Trost bei Schaffner Napoleon und Tolstois "Anna Karenina". Und während der Zug immer weiter rollt, schreibt sie ihre Erinnnerungen an die vergangenen Ereignisse auf. Eine Rückblende, die später für eine überraschende Wende sorgt und damit alles im neuen Licht erscheinen lässt. Für mich ein genialer Schachzug, der den Leser aber auch etwas fordert und viele Fragen aufwirft.

    "Manchmal muss man rückwärtsgehen, um voranzukommen." (S. 318)

    Zudem ist der Roman hervorragend geschrieben und hat mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen. Ich habe durchweg mit Samar und ihrer Familie mitgefiebert, gebangt und gehofft. Wird ihre Zugreise jemals enden und ein Neuanfang möglich sein? Der Schluss ist dann zwar recht offen gehalten, aber dennoch gelungen.

    Insgesamt kann ich daher "Als die Träume in den Himmel stiegen" uneingeschränkt empfehlen. Eine sehr traurige aber auch hoffnungsvolle Geschichte, die noch lange nachklingt. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Laura McVeigh. 5 Sterne von mir.

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    Perserkatzes avatar
    Perserkatzevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Erschütternd und tränenreich von Anfang bis Ende.
    Bestürzend!!

    Es ist die Geschichte des kleinen Mädchens Samar die mit ihrer Familie im gelben Haus in der Hauptstadt Kabul lebt. Plötzlich droht Gefahr und sie müssen ihr geliebtes Heim zurücklassen und flüchten. Ihr Weg führt sie in ein Dorf im Hindukusch wo Samars Großeltern leben. Aber auch hier sind sie nicht im Sicherheit den nach dem die Sowjets vertrieben wurden gewinnt die Taliban immer mehr an Macht und setzt mit ihren radikalen Methoden die Menschen in Angst und Schrecken. Von ihren Gräueltaten bleibt das Dorf in dem Samar mit ihrer Familie geflüchtet ist nicht verschont. Ihre Einzige Chance in Sicherheit zu kommen ist übe die Grenze hinaus zu fliehen und das Land zu verlassen.

    Eine harte und gnadenlose Zeit voller Mistrauen, Gefahren und Verzweiflung begleitet die Familie während ihrem Aufenthalt im Dorf. Ständig müssen sie um ihr Leben fürchten und die Brutalität der Taliban schweigend hinnehmen. Samar versteht die Welt nicht mehr, kann sich einfach nicht erklären warum ihnen das höchste Gut die Freiheit und das Recht zu Träumen einfach genommen wird. Im Gegensatz zu ihren älteren Brüdern und ihre ältere Schwester, der eine Kämpft dagegen an, der andere schwimmt im Strom mit und Ara die Schwester ist Wütend, fassungslos und zu guter Letzt resigniert. Als Samars Vater sich endgültig dazu entschließt mit seiner Familie zu Flüchten geschieht eine Katastrophe die ihr aller Leben für immer verändert.

     

    Die Geschichte hat mir von Anfang bis Ende den Boden unter meinen Füßen weggezogen und mich erschüttert, entsetzt in Tränen aufgelöst, verzweifelt und wütend gemacht. Es ist einfach unbegreiflich zu welchen Gräueltaten Menschen Fähig sind und sich das Recht rausnehmen ganze Familien zu zerstören. Samars Mut und Stärke den schrecklichen Ereignissen entgegen zu treten und weiterhin an ihren Träumen festzuhalten hat mich sehr berührt und beindruckt und gezeigt das man alles schaffen kann, wenn man feste daran glaubt und dafür kämpft.

    Das Buch hatte ich wirklich mehrmals in der Hand und konnte mich einfach nicht entscheiden doch letztendlich hat meine Neugier mich besiegt. Als ich es angefangen habe zu lesen überfiel mich eine Gänsehaut im negativen Sinne den ich stamme aus dem Iran diese nicht nur der Sprache Afghanistan gleicht, sondern leider auch von diesem religiösen Fanatismus beherrscht wird und die Menschen in Angst und Schrecken versetzt.

    Die Autorin hat hier eine beeindruckende Geschichte erschaffen die durch ihre Sprache und der präzisen Recherchen von allen Zeiten glänzt und trotz fiktiver Figuren absolut authentisch hervortritt. Verdiente 5 Sterne und absolut Lesenswert!!

     

     

     

     

     

     

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    gsimaks avatar
    gsimakvor einem Jahr
    Als die Träume in den Himmel stiegen

    Meine Meinung
    Die Geschichte wird aus der Sicht von Samar erzählt. Mal in der Gegenwart- mal in der Vergangenheit. So bekommt man ein klares Bild von Personen, Umgebungen und Geschehen. Die Reise, welche Samar mit ihrer Familie unternimmt, könnte emotionaler nicht sein. Müssen sie doch ihr ganzes, eigentlich glückliches Leben, hinter sich lassen. Sind gezwungen ihr schönes Haus, und den damit verbundenen Luxus, zu verlassen. In einem Dorf im Hindukusch findet die Familie Zuflucht bei den Großeltern. Anfangs ist Samar total schockiert, ob der primitiven Verhältnisse. Bald schon lernt sie jedoch diese außergewöhnliche Idylle zu lieben. Findet eine gute Freundin. Was mit der Freundin später passiert, hat mir Tränen in die Augen getrieben. Die Menschen leben dort in Häusern, die in Felsen hineingebaut wurden. Ich habe mir Bilder im Netz angesehen. Wahnsinn! Aber auch irgendwie faszinierend. In Kabul herrschten Kriege. Im Hindukusch sind sie erst mal sicher. Der Friede währt jedoch nicht lange. Ein Bruder von Samar schließt sich der Taliban an.
    In der Gegenwart flüchtet die Familie mit dem Zug nach Russland. Die transsibirische Eisenbahn ist lange Zeit so eine Art Wohnung für sämtliche Menschen.Die Passagen im Zug fand ich auch spannend, obwohl erst mal gar nicht viel passiert.Samar liest viel und liebt die Spiele, die sie mit der Familie zusammen macht. Die Szenen im Hindukusch berühren sehr. Stimmen einen traurig und fassungslos.
    Die Flucht vom Hindukusch ist sehr spannend. Traurig hat mich die Tatsache gestimmt, dass es solche Flüchtlinge im realen Leben zu Tausenden gibt. Die Autorin erzählt dieses Drama, ohne dabei rührselig zu werden. Sie überlässt es dem Leser, welche Emotionen er für dieses Buch investieren möchte. Sie weiß bestimmt im Vorfeld schon, dass diese Geschichte keinen Menschen kalt lässt. Zumindest keinen Menschen mit Gewissen und Herz. Ich finde es total schade, dass es in Afghanistan so viele Kriege gibt. Wie gerne würde ich solche Länder mal bereisen. Die Mentalität kennen lernen. Besonders die in Fels gehauenen Häuser besuchen. Es gibt dort so viele tolle Menschen. Die Taliban und sämtliche andere kriegerische Organisationen, vermitteln uns oftmals ein falsches Bild dieser Menschen. Wir lernen jedoch auch Menschen kennen, die ihr eigenes Leben in Gefahr bringen, um zu helfen. Fanatismus ist, wie so oft, der Auslöser dieses blutigen Dramas. 
    Mein Fazit
    Die Autorin holt den Leser von Anfang an ab. Begibt sich mit ihm auf eine Reise, die Potenzial hätte ein unvergessliches Abenteuer zu werden. Ist es ja eigentlich auch; aber nicht diese Art von Abenteuer, die wir uns wünschen. Vielmehr lernen wir Brutalität und unheimliches Leid kennen, welches uns fassungslos zurück lässt.Man beginnt mit diesem Buch und ist gefangen. Gefangen von einem Mädchen, welches uns von ihrem großen Schicksal erzählt. Die Umstände, unter denen ihre Mutter ein weiteres Kind zur Welt gebracht hat, sind in unserem Land unvorstellbar.Und doch kommt auch in dieser traurigen Welt, immer wieder mal ein kleines Stückchen Glück zum Vorschein.
    Ob mir das Buch gefallen hat? Es ist unheimlich gut geschrieben. Die Charaktere fabelhaft ausgearbeitet. Ich habe es sehr gerne gelesen. Aber, der Inhalt darf einem doch gar nicht gefallen! Oder?
    Eine absolute Empfehlung von mir. Meine Besprechung beinhaltet nur einen kleinen Bruchteil dessen, was auf 350 Seiten passiert ist.

    Danke Laura Mc Veigh

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    Buecherseele79s avatar
    Buecherseele79vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch was mich unheimlich bewegt und berührt hat. Ich würde 10 Sterne für diese aussergewöhnliche Geschichte geben!
    Die Reise in ein besseres Leben

    Samar lebt mit ihrer grossen Familie glücklich in Kabul, einem gelben Haus mit einem wunderschönen Garten.
    Die Sowjets haben sie mit ihrem Krieg überstanden doch die neue Macht, die um sich greift, die Taliban...diese scheinen sie nicht so leicht hinnehmen zu können.
    In den Bergen bei den Grosseltern des Vaters findet die Familie von Samar ein neues, einfaches aber schönes Leben.
    Doch auch hier erreicht sie irgendwann der lange Arm der Taliban und das Dorf spaltet sich in zwei Lager...zum Schrecken der Familie gerät der Bruder Javad in den Glaubenskreis der Taliban und wird immer extremer.... und Samar wird gezwungen eine Reise zu beginnen...eine Reise die sie sich so nie vorgestellt hatte und wo sie nicht weiss wo sie ein neues Leben beginnen wird...

    Ein Buch welches mich wahrlich sprachlos, fassungslos und traurig zurückgelassen hat.
    Ein Buch welches man, in meinen Augen, zurecht mit "Drachenläufer" von Khaled Hosseinis vergleichen kann.
    Der Schreibstil ist flüssig, angenehm und nimmt mich als Leser sofort mit auf eine unfassbare Reise.
    Die grosse Familie von Samar, ihr Leben in Kabul, das Erleben der Taliban, die Flucht zu den Grosseltern ist allesamt sehr gut umgesetzt, lebendig und facettenreich beschrieben und lässt mich als Leser mitfühlen, mithoffen, manchmal auch verzweifeln.
    Der Beginn zum Buch war etwas holprig und fing auch sehr hoffnungsvoll und schön an, bis Samar anfing ihre Geschichte aufzuschreiben und somit dem Leser die Wahrheit über ihr Leben präsentiert.
    Ein Leben welches einfach aber schön hätte werden können im Schoss der grossen Familie.
    Und umso mehr Abgründe sich aufmachten umso mehr musste ich als Leser schlucken und das ein oder andere Mal das Buch kurz zur Seite legen, denn wieviel Schmerz und Leid kann eine junge Kinderseele ertragen?
    Und auch wenn dies "nur" eine Geschichte sein mag, für mich enthält dieses Buch unheimlich viel Gefühl, Realität und Wahrheit, denn jeder der regelmässig die Nachrichten verfolgt kann sich sehr gut ein eigenes Bild von den beschriebenen Orten/Umständen von Samar machen.
    Ein Buch welches kein Happy End aufweisen wird, damit muss man als Leser leben, auf der anderen Seite wäre es, in meinen Augen, unrealistisch gewesen ein Happy End auf diese Geschichte zu schreiben.
    Für Leser die der Realität durch Samars Blick in die Augen schauen können, die nach dem Buch verstehen werden warum ein Happy End nicht so passend gewesen wäre- für die ist es auf jeden Fall ein sehr intensives Leseerlebnis.

    Kommentare: 2
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    Hummel68s avatar
    Hummel68vor einem Jahr
    Kurzmeinung: emotionales Buch über ein Mädchen auf der Flucht , jedoch ohne Happy End
    Als die Träume in den Himmel stiegen

    Samar lebt mit ihrer Familie in einem gelben Haus in Kabul. Doch sie muss ihre geliebte Heimat verlassen, da der Krieg ausbricht und ihre Familie sich nicht mehr sicher fühlt. Zunächst flüchten sie aufs Land zu den Großeltern und leben sich dort auch ganz gut ein. Als die Lage dort jedoch auch bedrohlicher wird, beschließen sie das Dorf zu verlassen. Doch ihre Träume werden durch eine Naturkatastrophe und das Leben in einem Flüchtlingslager zrstört. Als Samar als einzige Überlebende übrig bleibt , möchte sie mit der transsibrischen Eisenbahn nach Moskau reisen um ihre Tante zu suchen, bei der sie vielleicht leben könnte. Unterwegs schreibt sie ihre Erlebnisse und Erinnerungen in einem Notizbuch auf und träumt von einem Neuanfang . Nach einer langen und erschwerlichen Reise, erreicht sie endlich Moskau. Wird sie dort ein glückliches Leben ohne Angst führen können ?

    Laura McVeigh erzählt die Geschichte von Samar schonungslos und man bleibt oft sprachlos, wütend und traurig zurück. Oft denkt man , wieviel muss ein Mensch ertragen um glücklich zu werden. Ich musste des öfteren eine kleine Lesepause einlegen, um das gelesene erst einmal zu verarbeiten. Man leidet mit Samar mit und wünscht sich ein Happy-End für sie, doch leider erfahren wir nicht , ob Samar eine glückliche Zukunft vor sich hat, da das Ende offen bleibt.

    Das Buch zeigt einem die Grausamkeit der Taliban und wie beschwerlich die Flucht ist . Samar ist ein starkes Mädchen und durch ihre Erinnerungen an ihre Familie , gelingt es ihr die Reise durchzustehen.

    Es ist kein einfacher Lesestoff und das Buch  berührt einen und regt zum Nachdenken an. Samar und ihre Familie werden mir noch lange in Erinnerung bleiben und vielleicht erfahren wir ja irgendwann, ob Samar noch ihr Glück gefunden hat.

    Das bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

    Da zum Schluß aber noch einige Fragen ungeklärt bleiben vergebe ich 4 von 5 Sterne.

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    zeilenverliebtevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich bin einfach nur sprachlos. Ein wunderschönes und doch so trauriges und herzzerreißendes Buch! Ich kann es wirklich jedem empfehlen!
    Eine wunderschöne Lektüre, die eine total mitreißt!

    „Als die Träume in den Himmel stiegen“ von Laura McVeigh ist meiner Meinung nach definitiv begründet das Buch des Monats vom Fischerverlag.
    Alleine das erste Kapitel hat mich schon total überzeugt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und besonders auf meiner Zugreise hat es mir geholfen die Fahrtzeit zu überstehen.
    Der Schreibstil war einfach unglaublich ansprechend und sehr schön zu lesen. Zudem ist es wirklich eine wunderschöne Geschichte. Ich weiß gar nicht wie ich all das in Worte fassen soll und wo ich anfangen soll…
    Das Buch war wirklich wunderbar und die Geschichte war so ergreifend und herzzerreißend.
    Die kleine Samar erzählt ihre Lebensgeschichte und es ist wirklich schockierend, was ihr alles zustößt und dass sie einen Verlust nach dem anderen verkraften muss. Ich kann gar nicht genau auf die Charaktere eingehen, aber sie sind wirklich perfekt gewählt und die Geschichte harmoniert einfach…
    Vor allem die Wechsel zwischen Jetzt und Früher fand ich schön, da man Samars Entwicklung gut erkennen konnte und das Mädchen kennen gelernt und mit ihr gefühlt hat.
    Allerdings finde ich, dass am Anfang alles schön gemächlich vor sich hin geht und man nach und nach einiges erfährt. Aber plötzlich geht dann alles bergab und man erfährt Stück für Stück, dass einiges vom Erzählten quasi nur eine Illusion Samars war und ich war wirklich ziemlich verwirrt.
    Aber als das Buch zu Ende war dachte ich mir einfach nur „Wow!“. Allerdings finde ich man hätte das Ende besser gestalten können, denn zum Ende hin ging plötzlich alles ziemlich schnell, so als wollte die Autorin das Buch schnellstmöglich beenden. Und zudem dachte ich mir nur: „Das kann doch jetzt nicht einfach so enden oder?“.
    Aber so als Fazit kann ich echt nur sagen, dass es ein wunderbares Buch war, dass einem mal zeigt, wie gut wir es eigentlich haben und was so in anderen Teilen der Welt abgeht, und wie sich Flüchtlinge fühlen und was sie alles durchstehen müssen… Dieses Buch regt wirklich zum Nachdenken an und ist trotzdem eine schöne und angenehme Lektüre auch für Zwischendrin!

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    Looooras avatar
    Looooravor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man vermutet zunächst ein Happy End, liest aber immer mehr die tragische Geschichte eines jungen Mädchens.
    Stiegen die Träume wirklich in den Himmel?

    Laura McVeigh schreibt eine traurige Geschichte über ein junges Mädchen, Samar, dass mit ihrer Familie aus ihrem geliebten gelben Haus in Kabul flüchten muss und letztendlich mit der Transsibirischen Bahn auf dem Weg nach Moskau ist. 


    Man vermutet durch den Klappentext und der ersten Kapitel, dass die Geschichte ein Happy End haben wird, für Samar und ihre Familie, die zwar auf dem Weg Tragödien einstecken müssen (Tod von Freunden, die ältere Schwester, die durchbrennt), aber letztendlich in ein besseres Leben einkehren können. 
    Leider wird die Geschichte von Kapitel zu Kapitel immer trauriger und ein Happy End wird immer geringer.
     Die Familie muss viel einstecken, es fängt an bei dem Verlust des Freundes Arsalan und die Flucht in die Berge zu Babas Familie. 
    Dort finden sie zwar Anschluss, können sich aber durch die Mudschahidins dort auch nicht sicher fühlen. 
    Letztendlich unternimmt aber Samar die Reise alleine und nicht wie zu Beginn mit ihrer Familie, was einem zunächst unbegreiflich und teils auch Fassungslos gemacht hat. 
    Vor allem Die Geschichte im Flüchtlingsdorf, wo Samar dann noch ihre ältere Schwester auf eine mehr als tragische Weise verliert, hat mich stark erschüttert. 
    Auch die Tatsache, dass Samar das Familiengeheimnis entdeckt und die Verhältnisse komplizierter sind, als in Wirklichkeit, hinterließen einen Kloß im Hals. 
    Die Charaktere sind schön beschrieben, man kann sich genau vorstellen wie sie alle sind und auch in Familie agieren. Vor allem die Mutter hat mich stark beeindruckt, die sich weiterhin um die Bildung ihrer Töchter sorgt und ihnen beibringt, dass man trotz Frau ein wertvolles Leben führen kann und auch muss. 
    McVeigh beschreibt eine tolle, aber sehr tragische Geschichte, alles ist durchdacht und man kann sich die Flucht vorstellen und wie das Leben der Menschen dort unten zu dem Zeitpunkt war/ist. Schonungslos ist ihre Story und lässt einfach nichts aus.
    Das Buch ist sprachlich sehr schön geschrieben, man kann sich alles bildlich vorstellen, selbst die Charaktere kann ich mir gut vorstellen, wie sie so sind. 
    Mich hat leider irritiert, dass der Klappentext eigentlich nicht alles richtig wiedergibt. Man erwartet Samar und ihre Familie auf eine tragische Reise, aber nicht, dass es kein Happy End gibt, weil Samar in Wirklichkeit alleine reisen muss. Ich wart zunächst ziemlich geschockt und verwirrt, als fast alle aus ihrer Familie bei dem Erdbeben verstarben. Bei Omar habe ich zunächst noch erwartet, dass er wieder auftauchen wird, was in dem Buch auch lange ein Thema war und Samar auch ihre Hoffnung daraus schöpfst. 
    Ansonsten ein tolles Buch, anders als erwartet, aber trotzdem lohnenswert zu lesen, wenn man "Der Drachenläufer" von Khaled Hosseini (die Drachen werden auch in "als Träume in den Himmel stiegen beschrieben, musste da gleich an das Buch denken!), gelesen hat und sich für Afghanistan interessiert. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: ich kann einfach nur sagen wow
    Unfassbar

    Ich muss meine Gedanken sammeln den dieses buch wahr   für mich mal etwas ganz anderes es ist jeendseits von  Fantasy und Humor
    Aber dennoch hat es mich von der ersten zeile an in seinen bann gezogen gerade der schreibstill wahr für diese herzzereißende geschichte einfach passend Samar das kleine mädchen was mann im diesem buch kennenlernt  ist ein junges mädchen das  sehr eng mit ihrrer Familie verbunden ist doch tragödien passieren auch samar wird davon heimgesucht   aber sie versucht es so gut es geht durch zu stehen sie fasst sich immer neuen mut  und träumt von ihren TRäumen und hört damit auch nicht auf  sie ist mir richtig ans herz gewachsen jede schreckliche situartion diese durch stehen musste habe ich mit ihr gedanklich zusammen durch gemacht  es ist  in meinen augen ein super buch und auf jeden fall lesenswert ich würde es jedem empfhelen noch dazu würde ich taschentücher für den notfal beeit liegen haben ich danke Laura McVeigh für dieses tolle buch

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    S
    SofieWaldenvor einem Jahr
    Schöner Titel-dahinter verbirgt sich ein belastendes Buch

    Das Mädchen Samar muss mit ihrer Familie aus der geliebten Heimat fliehen. Ihre Flucht bringt sie in ein Dorf im Hindukusch, das von den Taliban überfallen wird und die Familie erneut zwingt, zu flüchten, um ihr Leben zu retten. Ihre einzige Chance liegt darin, ihr Land endgültig zu verlassen. Nirgends sind sie willkommen. Auf Hoffnung folgt Verzweiflung, die Flucht nimmt kein Ende und  das vom Leser sehentlich erhoffte 'gute Ende' bleibt aus. Die Ereignisse so realistisch und 'erbarmungslos' zu erzählen und dem Leser, wie Samar selbst, kein Happyend, nicht mal den Ausblick auf einen menschenwürdigen Neuanfang  zu gönnen, ist die Entscheidung der Autorin, denn ihre Realität soll Realität bleiben.
    Und der Leser wird so gezwungen, diese Realität noch lange, nachdem er die Buchdeckel geschlossen hat, mit sich zu tragen. Auch das macht diesen Roman aus, gerade das.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    »Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«  

    Im Buch des Monats Juli begleiten wir die junge Samar, die in Frieden mit ihrer Familie in Kabul lebt. Doch eines Tages müssen sie überstürzt ihre Heimat verlassen. In einem kleinen Dorf im Hindukusch versuchen sie den Neuanfang – der nicht glückt. Abermals müssen sie vor der Taliban fliehen. Wird es für Samar eine Zukunft ohne Angst geben? 

    Das erfahrt ihr in "Als die Träume in den Himmel stiegen", dem bewegenden Debüt von Laura McVeigh

    Mehr zum Buch 
    Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?

    »Ein Roman, der den Leser von der ersten Seite in seinen Bann zieht und an Khaled Hosseinis ›Drachenläufer‹ erinnert.« IMAGE

    >> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

    Wir vergeben gemeinsam mit FISCHER Taschenbuch 50 Exemplare von "Als die Träume in den Himmel stiegen" unter allen, die sich bis einschließlich 05. Juli 2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* für das Buch des Monats bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.   

    In den folgenden Wochen stellen wir euch Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. Für jede Aufgabe gibt es ein eigenes Unterthema, in welchem erklärt wird, was ihr machen müsst, um ein Buchlos zu erhalten. Wenn ihr genügend Buchlose gesammelt habt, könnt ihr am Ende der Monatsaktion ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen gewinnen.  
     
    Alle Infos zum System der Buchlose findet ihr hier.   

    Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also!   

    Wer 10 Buchlose sammelt, erhält als Sofortgewinn ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen, das aus sechs Vorschlägen ausgewählt werden kann.   
    Zusätzlich verlosen wir unter allen, die mindestens 11 Buchlose gesammelt haben, ein orientalisches Überraschungspaket. 

    Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch des Monats teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.   

    Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch des Monats Juni endet am Mittwoch, den 09. August 2017 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch des Monats", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.   

    Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Informationen dazu findet ihr hier.   

    Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch des Monats"-Aktion teilzunehmen.    

    Die Buchlose gelten immer nur für den jeweiligen Monat und können nicht in den nächsten Monat übertragen werden.    

     Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Hauptaufgaben der "Buch des Monats"-Aktion bis spätestens 09. August 2017. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!   

    Ein allgemeiner Hinweis: Bitte markiert eure Beiträge nur dann als Spoiler, wenn es sich wirklich um Spoiler handelt und beispielsweise nicht eure Beiträge für die einzelnen Aufgaben!
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    Pressestimmen

    Eine eindrucksvolle Fluchtgeschichte [.]. Dieser schöne Roman ist äußerst empfehlenswert zu lesen.

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