Laura Restrepo

 2.8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Land der Geister, Der Engel an meiner Seite und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Laura Restrepo

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Land der Geister

Land der Geister

 (5)
Erschienen am 03.11.2009
Die Insel der Verlorenen

Die Insel der Verlorenen

 (1)
Erschienen am 22.08.2011
Der Leopard in der Sonne

Der Leopard in der Sonne

 (0)
Erschienen am 27.04.2018
Hot sur

Hot sur

 (0)
Erschienen am 10.02.2014
The Dark Bride

The Dark Bride

 (0)
Erschienen am 01.09.2003

Neue Rezensionen zu Laura Restrepo

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Charleas avatar

Rezension zu "Der Leopard in der Sonne" von Laura Restrepo

Ein ungewöhnliches Buch....
Charleavor 3 Jahren

Es gibt Bücher, bei denen es mir besonders schwer fällt, eine Rezension zu schreiben - aus den verschiedensten Gründen. Bei diesem Buch lag es besonders an der Art der Schreibe der kolumbianischen Autorin Laura Restrepo.

Ich habe schon einige Bücher von südamerikanischen Autoren gelesen und habe das Gefühl, dass es Parallelen zu anderen gibt. So wird die Erzählperspektive genauso ungezwungen aufgebrochen wie ein exakter chronologischer Ablauf. In einem Moment wird das Handeln der Protagonisten aus der Erzählperspektive dargestellt um dann im nächsten Absatz in Dialog-Form Dorfbewohner einen Diskurs über eben diese Handlung halten. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, die ich als typisch empfinde - ohne dabei jedoch wirklich fundierte Kenntnisse zu haben.

Am Anfang hatte ich daher so meine Schwierigkeiten, da ich das Gefühl hatte, mich dem Erzählfluss immer wieder neu stellen zu müssen, allerdings muss ich im Nachhinein zugeben, dass gerade diese Art des Erzählens etwas wirklich geniales an sich hat, da man irgendwie fast das Gefühl hat, dass Zeitzeugen von den Geschehnissen der Fehde zwischen den beiden kolumbianischen Familien berichten.

Doch worum geht es überhaupt? Im Mittelpunkt des Geschehens steht eine Fehde zweier kolumbianischer Familien, ausgelöst durch den Mord. Dieser Mord der einst so eng miteinander verwobenen Familien durchbricht die Bande und löst einen Jahrzehnte andauernden Krieg zwischen beiden Familien aus, der gerade zum Ende der Erzählung noch einmal an Brisanz gewinnt, da sich die Mitglieder der einen Familie dazu entschließen, auf professionelle Hilfe zurück zu greifen - entgegen der ungeschriebenen Abmachung über den Verlauf der Fehde.

Was besonders interessant dargestellt wurde, sind die Hauptakteure der beiden Familien, die der Fehde im Grunde lange schon ein unblutiges Ende bereiten wollen, jedoch am Ende scheinbar nicht aus ihrer Haut können.

Ohne noch mehr auf die Details eingehen zu wollen muss ich sagen, dass es ein wirklich gut geschriebenes Buch ist und noch lange zum Nachdenken anregt - vielleicht gerade weil es erzählerisch in diesem ich nenne es mal abwechslungsreichen Stil verfasst wurde.

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Coralitas avatar

Rezension zu "Der Engel an meiner Seite" von Laura Restrepo

Rezension zu "Der Engel an meiner Seite" von Laura Restrepo
Coralitavor 9 Jahren

Laura Restrepo González wurde 1950 in Bogotá/Kolumbien geboren. Sie schrieb sich für Philosophie an der “Universidad de los Andes” ein und machte später einen Abschluss in Politikwissenschaften. Die Autorin war Literaturprofessorin an der “Universidad Nacional y del Rosario” und verschrieb sich vollends der Politik und dem Journalismus. Sie arbeitete für verschiedene Menschenrechtsorganisationen und musste aufgrund ihres politischen Engagements für mehrere Jahre ins Exil. Nachdem sie zurück in ihr Heimatland kehrte, arbeitete sie als Journalistin und schrieb Sachbücher und Romane. Derzeit nimmt sie einen großen Stellenwert in der lateinamerikanischen Literatur ein, und ihre Werke wurden in mehr als zwölf Sprachen übersetzt. Heute ist Restrepo übrigens Direktorin des “Instituto de Cultura y Turismo” in Bogotá.

Eines der meistgelesenen Bücher der Schriftstellerin ist „Der Engel an meiner Seite“, zu Spanisch „Dulce compañia“. Mit großen Erwartungen bin ich daher an das Buch herangegangen, begann, auch mit großen Erwartungen zu lesen. Leider wurde ich ein bisschen enttäuscht. Die Erwartungen wurden nur zum Teil erfüllt. Warum, soll nachfolgend beschrieben werden, doch zunächst möchte ich ein paar schriftliche Worte über Handlung des Romans verlieren.

Die junge Journalistin Mona wird in ein Armenviertel Bogotás, der Hauptstadt Kolumbiens, geschickt, um über einen jungen Mann zu berichten, von dem erzählt wird, er sei ein Engel. Für die Bewohner des Viertels ist er die fleischgewordene Hoffnung, für Mona Liebe auf den ersten Blick. Sie hängt sich mit Leib und Seele in den Bericht, der eine willkommene Abwechslung zu dem ist, was sie bisher tat, nämlich über Schönheitsköniginnen und Diäten zu schreiben. Als Mona also zum ersten Mal auf den Engel trifft, ist sie von seiner blühenden Schönheit, verbunden mit einer schier unüberwindbaren Melancholie überwältigt und kann fortan nicht mehr von seiner Seite weichen. Anfangs ist ihr allerdings noch nicht klar, ob es sich bei diesem so zerbrechlich wirkenden Jüngling wirklich um einen Engel handelt. Sie vermutet, dass er vielleicht psychisch krank ist, denn offensichtlich leidet er unter epileptischen Anfällen… Die Bewohner hingegen sind sich sicher, dass es sich um einen Engel handelt und schenken ihm ihr ganzes Vertrauen und ihre Hingabe. Da die junge Journalistin die einzige Person ist, die Zugang zu dem Engel findet, wird sie bald als eine Art Auserwählte betrachtet. Kurz und gut: Mona erlebt die schönste Liebes- und Leidensgeschichte ihres jungen Lebens.
So weit, so gut. Das klingt doch interessant und spannend?
Leider ist die Handlung, wenn man denn von Handlung sprechen kann, etwas unstrukturiert und ihrem Konzept etwas unglücklich und wirr. Die Autorin zeigt in ihrem Werk diverse Klischees wie tosende Unwetter, ein Pfarrer und Jugendgangs, die hinter dem falschen Engel her sind und seinen Tod fordern, eine ehemalige Catcherin, die den Engel beschützt. Es gelingt Laura Restrepo in keiner Weise, ihrer Hauptperson Leben einzuhauchen. Was nun die Protagonistin Mona anbelangt, so kann man unschwer erkennen, dass sich die Autorin dahinter verbirgt. Oh, es gibt doch einen gewaltigen Unterschied, den ich nicht außer Acht lassen darf! Mona ist blond, Restrepo schwarzhaarig. Mona ist relativ charakterlos und wird auch nur dürftig beschrieben.
Am Ende des Buchs angekommen, herrschte bei mir leider nur Verwirrung und die Frage nach dem „Warum?“. Von Gabriel García Márquez kann man auf dem Buchdeckel nahezu Begeisterung lesen, was ich ehrlich gesagt nicht so sehr nachvollziehen kann. Sicher, die Geschichte an sich ist romantisch, hat eine schöne Sprache und ist zum Träumen schön, aber leider kann ich kein Konzept und keine Handlungsstruktur erkennen. Darum würde ich das Buch zwar empfehlen, aber doch nur, um sich wenigstens am leidenschaftlichen Sprachstil, an der Romantik und an der Verbindung von Journalismus und Literatur zu ergötzen. Denn die sind wirklich gelungen, wie ich finde.
Was Laura Restrepo mit diesem Werk auch missglückte, sie konnte es mit "La novia oculta" und "La multitud errante" mehr als wieder gut machen. ;-)

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