Laura Restrepo Der Leopard in der Sonne

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Inhaltsangabe zu „Der Leopard in der Sonne“ von Laura Restrepo

Ein Mord aus Eifersucht ist Auslöser einer Familienfehde in Kolumbien, aus der es für keinen der Beteiligten ein Entrinnen gibt, denn in diesem Land sind die Gesetze der Tradition stärker als die der Kirche oder der Justiz: "Unser einziges Gesetz ist das, welches der Wind in den Sand schreibt, und unsere einzige Gerechtigkeit die, die wir mit den eigenen Händen üben", erklärt der Großvater, und damit beginnt eine endlose Geschichte von Vergeltungsschlägen.§Die eigentlichen Leidtragenden sind die Frauen, deren Söhne allesamt zum Tode verurteilt sind, noch bevor sie überhaupt geboren wurden. Daher stellt Alina Jerico, als sie erfährt, daß sie schwanger ist, ihren Mann vor die Entscheidung, entweder auszusteigen aus diesem Kreislauf der Gewalt oder auf sie und ihr ungeborenes Kind zu verzichten. Heimlich ist sie schon dabei, ihre gefährliche Flucht außer Landes zu planen, bei der sie von einem Freund ihres Mannes, dem Rechtsanwalt Mendez, unterstützt wird. Mani, der seine Frau über alles liebt, steht nun vor der Entscheidung seines Lebens.§Laura Restrepo erzählt eine äußerst spannende Geschichte über die Wurzeln der Gewalt in Lateinamerika, wobei der Krieg der Barrangans und der Monsalves nur "die Vorgeschichte der tatsächlichen Geschichte unserer Gewalt ist: Sie ist nur der Anfang vom Ende." (Quelle:'Fester Einband')

Ungewöhnliches Buch

— Charlea
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    Der Leopard in der Sonne
    Charlea

    Charlea

    05. September 2015 um 23:09

    Es gibt Bücher, bei denen es mir besonders schwer fällt, eine Rezension zu schreiben - aus den verschiedensten Gründen. Bei diesem Buch lag es besonders an der Art der Schreibe der kolumbianischen Autorin Laura Restrepo. Ich habe schon einige Bücher von südamerikanischen Autoren gelesen und habe das Gefühl, dass es Parallelen zu anderen gibt. So wird die Erzählperspektive genauso ungezwungen aufgebrochen wie ein exakter chronologischer Ablauf. In einem Moment wird das Handeln der Protagonisten aus der Erzählperspektive dargestellt um dann im nächsten Absatz in Dialog-Form Dorfbewohner einen Diskurs über eben diese Handlung halten. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, die ich als typisch empfinde - ohne dabei jedoch wirklich fundierte Kenntnisse zu haben. Am Anfang hatte ich daher so meine Schwierigkeiten, da ich das Gefühl hatte, mich dem Erzählfluss immer wieder neu stellen zu müssen, allerdings muss ich im Nachhinein zugeben, dass gerade diese Art des Erzählens etwas wirklich geniales an sich hat, da man irgendwie fast das Gefühl hat, dass Zeitzeugen von den Geschehnissen der Fehde zwischen den beiden kolumbianischen Familien berichten. Doch worum geht es überhaupt? Im Mittelpunkt des Geschehens steht eine Fehde zweier kolumbianischer Familien, ausgelöst durch den Mord. Dieser Mord der einst so eng miteinander verwobenen Familien durchbricht die Bande und löst einen Jahrzehnte andauernden Krieg zwischen beiden Familien aus, der gerade zum Ende der Erzählung noch einmal an Brisanz gewinnt, da sich die Mitglieder der einen Familie dazu entschließen, auf professionelle Hilfe zurück zu greifen - entgegen der ungeschriebenen Abmachung über den Verlauf der Fehde. Was besonders interessant dargestellt wurde, sind die Hauptakteure der beiden Familien, die der Fehde im Grunde lange schon ein unblutiges Ende bereiten wollen, jedoch am Ende scheinbar nicht aus ihrer Haut können. Ohne noch mehr auf die Details eingehen zu wollen muss ich sagen, dass es ein wirklich gut geschriebenes Buch ist und noch lange zum Nachdenken anregt - vielleicht gerade weil es erzählerisch in diesem ich nenne es mal abwechslungsreichen Stil verfasst wurde.

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