Laura Schroff , Alex Tresniowski Immer montags beste Freunde

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Inhaltsangabe zu „Immer montags beste Freunde“ von Laura Schroff

Eine Frau, die alles hat. Ein Junge, dem alles fehlt. Eine untrennbare Freundschaft. Laura ist eine erfolgreiche Verkaufsleiterin, die an einem normalen Montag durch die Straßen von New York hetzt. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehen bleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen und erfährt von seinem Leben. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche über Jahre hinweg, immer montags. Dies ist die Geschichte ihrer einzigartigen Freundschaft – die bis heute anhält.

Sehr hoffnungsvolle Geschichte, die das Leben geschrieben hat.

— AnnieDSH
AnnieDSH

Sehr berührende Geschichte!

— ReadAndTravel
ReadAndTravel

ok, auch berührend, aber sehr amerikanisch geschrieben

— Mariel
Mariel

Vom schönen Cover und vom Titel angesprochen, war ich dann von der Geschichte und vom Schreibstil eher enttäuscht!

— Buechermichi
Buechermichi

Freundschaft mal anders

— AK87
AK87

Ein wahre Geschichte, die sich schnell und flüssig liest

— jockel12
jockel12

Nettes Buch über einen amerikanischen Urtraum

— rallus
rallus

Realitätsnah, herzerwärmend, absolut empfehlenswert!!!!

— Dion
Dion

ergreifend - wo du hingeboren wirst, entscheidet - nicht immer - über dein Schicksal

— Buechermel
Buechermel

Wunderschön, herzzerreißend und sehr interessant!

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

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  • Immer Montags

    Immer montags beste Freunde
    Mika2003

    Mika2003

    21. April 2017 um 07:40

    Auf das Buch bin ich auf der Leipziger Buchmesse quasi mit der Nase gestoßen wurden. Es lag in der Nähe eines anderen Buches, welches mich reizte. Kurz nach der Messe landete es in meinem Briefkasten und wurde noch am gleichen Tag angefangen. „Immer montags beste Freunde“ erzählt die Geschichte zweier sehr ungleicher Menschen, die sich zufällig treffen und – entgegen aller Vorzeichen – Freunde werden. Immerhin trennen beide nicht nur viele Jahre, sondern auch der gesellschaftliche Hintergrund. Arm und reich; jung und alt … Die Geschichte der Freundschaft hätte mit Sicherheit sehr berührend, sehr bewegend sein können. Wenn … ja wenn die Geschichte anders erzählt worden wäre. Zum einen hat mich gestört, das viel mehr von Laura’s Vergangenheit die Rede war als von dem Verhältnis der beiden. Ich hätte gerne gewusst, warum sie das alles tut. Warum hilft sie einem unbekannten Kind? Was erwartet sie sich davon und was erwartet Maurice? All das blieb für mich sehr im Hintergrund. Wie erleben eigentlich nur, wie Laura sich selbst „beweihräuchert“. Wie es immer heißt „durch mich hat er das erste Mal ….“ und „ich habe ihm …. gekauft“. Sicher, sie hat all das für ihn getan und wenn sie das nicht erzählen würde, wäre es kein Buch geworden. Aber man hätte – mit Sicherheit – das alles auch anders rüberbringen können, ohne die ständigen Wiederholungen. Aber das ist, so habe ich mir sagen lassen, typisch amerikanisch. Sich selbst in den Himmel heben. Jede Kindheit hat ihren Garten, einen verzauberten Ort, an dem die Farben leuchtender sind, die Luft weicher und jeder Morgen verheißungsvoller ist als alle zuvor. (Elizabeth Lawrence) [Seite 132] Mich hat es extrem gestört, das eigentlich eher Laura im Vordergrund stand und nicht die Freundschaft. Gestört hat mich auch, das Laura immer von ihrem „Freund“ Maurice erzählt, er aber zum Beispiel bei ihrer Hochzeit nicht erwünscht war, nicht eingeladen wurde. Wenn er wirklich zu ihrem Leben gehört, hätte er auch an diesem Tag zu ihr gehört Der zweite Knackpunkt für mich ist die Erzählweise. Gerade bei den „Einblendungen“ in das Leben von Maurice, in seinen familiären Hintergrund, wirkten die Worte so kalt, das nichts von der Stimmung und dem harten Schicksal an mich herangekommen ist. Es konnte mich emotional einfach nicht berühren. Dennoch fand ich die Geschichte sehr schön, zeigt es doch dass man einfach mal hinschauen soll. Das man einfach mal machen soll, anstatt immer zu denken und wegzuschauen. Die Covergestaltung hat mir sehr gut gefallen, ist sie doch sehr schlicht gehalten. Und im den Innenseiten findet man Abbildungen von Fotos, die Laura und Maurice zeigen. Von mir bekommt das Buch, auf Grund der Kritikpunkte, gute 3 von 5 Punkten

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  • sehr amerikanisch, aber auch berührend

    Immer montags beste Freunde
    Mariel

    Mariel

    14. March 2017 um 11:31

    ok, auch berührend, aber sehr amerikanisch geschrieben

  • Gut zu lesen

    Immer montags beste Freunde
    AK87

    AK87

    19. January 2017 um 12:10

    Man kann nicht immer alles planen. Planbar wäre diese Geschichte nie gewesen. Es beginnt recht zufällig. Maurice steht zufällig an der Ecke, an der Laura vorbeigeht. Normalerweise würde sie einfach weiterlaufen. Wie auch an diesem Tag, doch an diesem Tag entscheidet sie sich anders und dreht nocheinmal um. Es entsteht ein Gespräch. Es folgt eine Essenseinladung. Es folgen sehr viele weitere Treffen. Es folgt eine Freundschaft mit der keiner gerechnet hat. Laura Schroff lässt uns an ihrer persöhnlichen Geschichte teilhaben. Eine Geschichte die uns zeigt, dass es sich lohnt anderen Menschen offen zu Begegnen. Es zeigt sich wie von einer echten Freundschaft  beide Seiten profitieren und das jeder etwas vom anderen lernen kann. Man lernt beide Protagoniosten gut kennen.Sowohl Maurice und seine Lebenssituation, als auch Lauras Leben und nicht perfekte Kindheit wird erzählt. Es ist eine Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen. Gerade dadurch hat man den Eindruck, dass es eine authentische, ungeschönte und ehrliche Geschichte ist. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Das Buch ist zu empfehlen.

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  • Das unsichtbare Band

    Immer montags beste Freunde
    rallus

    rallus

    06. December 2016 um 16:35

    Tagtäglich laufen wir an vielen Menschen vorbei und sehen sie nicht. Gerade in den Metropolen haben die Menschen es zur Perfektion gebracht, innerhalb der Menschenmengen nur ihr Ziel, ihren unmittelbaren Weg zu sehen. Menschen die am Rande der Gesellschaft leben, ihren Lebensunterhalt durch Betteln verdienen, werden geflissentlich übersehen, ignoriert. So auch bei Laura Schroff die in New York lebt und sich der allgemeinen Gangart der Menschen dort angepasst hat. Sie schwebt auf einer Welle des beruflichen Erfolges, als urplötzlich ihr Schritt bei dem Anblick eines kleinen schwarzen Jungen stockt. Sie ist schon an ihm vorbeigelaufen als sie wieder umkehrt. Sie spricht ihn an, kauft ihm was zu essen und von da an verlaufen ihre Montage anders. Laura Schroff hat in ihrem Buch 'Immer Montags beste Freunde' (im Original mit 'The invisible Thread' wesentlich treffender ausgedrückt) eine Biographie von sich geschrieben. Eine Biographie in der das Treffen mit Maurice der Mittelpunkt bildet. Das Treffen dient dazu um meist über ihre eigene Kindheit zu reflektieren. Die Freundschaft zwischen Maurice und ihr zeigt ihr, wie sehr gewisse Grundlagen einem jungen Menschen helfen kann: "Rituale sind das, was uns im Leben erdet, was uns ein Gefühl von Sicherheit und Kontinuität gibt. Auch meine Familie hatte trotz ihrer Probleme feste Rituale gehabt. Wir aßen zu einer bestimmten Uhrzeit zu Abend, gingen jeden Atg zur gleichen Zeit ins Bett und am Sonntag zur Kirche.So war etwas Schlichtes wie den Müll rausbringen in vielerlei Hinsicht tröstlich für Maurice. Für ihn war es fast etwas Heiliges." Die Kindheit ist eine wichtige Zeit bei jedem Menschen, etwas was sich unauslöschlich in einem festbrennt und deswegen sollte diese Zeit auch etwas Besonderes, Schönes sein. "Es gibt ein Zitat der bekannten Gärtnerin und Schriftstellerin Elizabeth Lawrence, das mir immer gut gefallen hat: "Jede Kindheit hat ihren Garten, einen verzauberten Ort, an dem die Farben leuchtender sind, die Luft weicher und jeder Morgen verheißungsvoller ist als alle zuvor." Laura wird für Maurice, der in einem Armenviertel mit Drogen und Gewalt aufwächst, zu einer wichtigen fixen Figur. Laura merkt das Besondere in diesem Kind und fördert Maurice wann und wo sie kann. Dabei sind es auch gerade die Gespäche mit Laura die Maurice viel bringen. Maurice hat einen Traum und merkt, dass trotz seiner schlechten Startschwierigkeiten dieser Traum verwirklicht werden kann. "Gerade als ich dachte, es gäbe keinen Ausweg mehr, weil der erste Traum zunichtegemacht wurde, zu dem Du mich ermutigt hast, erzähltest Du mir , auch Du hättest Dich in meinem Alter in der Schule schwergetan. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie viel mir dieses Gestaändnis bedeutete. Ich dachte, wenn jemand wie Du, ein so redegewandter Mensch, dessen Leben so reich war, Probleme gehabt hatte, die er überwinden konnte, dann könnte ich das auch." Laura Schroff erzählt eine anrührige Geschichte über den Traum eines jeden Strassenjungen, der Traum eine Chance zu bekommen, der ursprüngliche amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär.  Es allen zu zeigen und den Mahlstrom des Abgrundes zu entrinnen in den man hineingeboren wird. Dabei ist das was Laura Maurice gibt nicht Geld und teure Sachen, sie schenkt ihm Selbstvertrauen in sich selbst, Zuneigung und Liebe. Alles andere wird Maurice in den Jahren selber dazu beitragen um sein Glück zu finden. Bei der Geschichte geht Luara Schroff sehr weit in ihre eigene Kindheit und meist handelt das Buch auch von ihr selbst, ihre eigene Kindheit. Was ich vermisst habe, ist eine emotionale Grundstimmung in dem Buch. Laura Schroff beschreibt eher nüchtern die verschiedenen Stadien des Kennenlernens mit Maurice, seine Probleme zu Hause.Als die Verbindung mit ihm schächer wird, weil sie einen Mann findet, der der Verbindung mit Maurice eher ablehnend gegenüber steht, beschreibt sie das genauso distanziert wie alles andere davor.Durch diese eher aufzählende Art, kam bei mir auch kein richtiges Gefühl zu der Geschichte auf, obwohl das Thema an sich schon nahe am Kitsch gestrickt ist. Ein mit netten Zitaten gewürztes Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft und die Verwirklichung eines Ur-amerikanischen Traumes, das sich gut lesen lässt, aber keine tiefergehenden Gefühle bei mir hervorrufen konnte.

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  • Herzzerreißende Geschichte einer mutigen Frau

    Immer montags beste Freunde
    Dion

    Dion

    14. October 2016 um 18:01

    Laura ist erfolgreich in ihrem Beruf und stolpert über den elfjährigen Bettler Maurice. Diese Begegnung soll ihr weiteres Leben vollkommen verändern.Maurice kommt aus einer sozial schwachen Familie, seine Mutter ist drogenabhängig, er lebt mehr oder minder auf der Straße.Laura kümmert sich jeden Montag um ihn und bringt ihm die Welt näher.Über die Jahre schafft sie es ganz unauffällig, dem Jungen Perspektiven aufzuzeigen und ihm in ein ganz anderes Leben zu verhelfen.Laura Schroff schreibt in diesem Buch gemeinsam mit ihrem Co-Autor Alex Tresniowski ihre eigene Geschichte auf und rührt damit zu Tränen.Alles, was sie erzählt, ist überwältigend. Der einfache Schreibstil fesselt, man hat das Gefühl, dieser wunderbaren Frau gegenüber zu sitzen und ihr zuzuhören.Fünf verdiente Sterne für Laura Schroff!!

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  • Wunderschön, herzzerreißend und sehr interessant!

    Immer montags beste Freunde
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    14. July 2016 um 11:25

    Meine Meinung ​ Ich habe die Geschichte von Laura und Maurice bei RTL gesehen. Die Sendung hat berichtet, dass Laura Schroff über diese ungewöhnliche Freundschaft ein Buch geschrieben hat. Und einige Tage später lag dieses in meiner Hand.   Ich war sehr interessiert in diese Geschichte, in diese Komposition zweier unterschiedlicher Menschen, die sich mitten auf der Straße kennengelernt haben. Das Buch „Immer Montags beste Freunde“ erzählt von dieser Geschichte. Am 1. September 1986 bettelte der kleine Maurice um ein bisschen Kleingeld. Laura Schroff ging einfach an ihm vorbei, blieb mitten auf der Straße stehen, drehte sich um und kam wieder zurück. Und so begann es. Jeden Montag trafen sie sich, der kleine Maurice und Laura. Sie gingen zu McDonalds, zum Spielen, ins Kino… Laura gab Maurice eine Welt, eine Zuneigung, eine Liebe, die er bei seiner drogensüchtigen Familie nicht bekam. Laura Schroff begann sofort mit dem Kennenlernen im Jahre 1986. Sie erzählte den Verlauf dieser unglaublichen Freundschaft abwechselnd mit den Ereignissen zwischen Maurice und Laura, Anekdoten aus Maurice‘ Leben und Anekdoten aus ihrem Leben. Das Buch habe ich in einem Rutsch weggelesen, weil es so unglaublich interessant war. Ich wollte wissen, wie’s bei Maurice, in seiner Wohnung, bei seinen Eltern, überhaupt in seinem Leben, zugeht. Auch war ich sehr interessiert in Laura’s Leben: Ihr gewalttätiger Vater, ihre Geschwister, die auch ihre Höhen und Tiefen hatten sowie Laura’s Weg, zu Maurice zu kommen. Es war alles nur Schicksal, sagt Laura. Und Gott sei Dank kam Laura und brachte dieses unglaublich sympathische und selbstlose Verhalten, sodass Maurice ein zweites Leben beginnen konnte. Er bekam Geschenke, was zu essen, Kleidung … doch das allerwichtigste: Liebe und Zuneigung. Laura Schroff schrieb dies alles mit einem wunderbaren leichten Schreibstil nieder, in Kapiteln, immer wieder mit Perspektivenwechsel. Und diese verschiedenen Handlungsstränge – Die Geschichte der Freundschaft; Maurice‘ Leben; Lauras‘ Leben – ergab ein tolles Buch, welches ich kaum weggelegt habe. Zu Tränen gerührt hat mich dann zum Schluss der Brief von Maurice an Laura, wo er schreibt, dass er sie als seine Mom sieht, und dass sie immer, egal was kam (Todesfälle, Umzug, Drogen, Gewalt), für ihn da war – und dafür sei er ihr unheimlich dankbar!   Fazit   Immer Montags beste Freunde erzählt von zwei Menschen, die eine unglaubliche Freundschaft begonnen haben – Laura verhielt sich vorbildlich, und aus Maurice wurde ein verantwortungsbewusster Mann. Mir hat die Geschichte, das Buch, sehr gefallen, und möchte es ohne mit der Wimper zu zucken, an alle weiterempfehlen! Toll!

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  • Kann nicht ganz halten, was der Klappentext verspricht

    Immer montags beste Freunde
    scarlett59

    scarlett59

    10. March 2016 um 16:31

    Zum Inhalt:Laura, eine erfolgreiche Businessfrau in New York Mitte der 80er Jahre, ist auf dem Weg ins Büro, als sie an einer Straßenecke von einem kleinen Jungen um Geld angebettelt wird. Sie geht vorbei, wie auch an anderen Bettlern. Ein Stück weiter bleibt sie jedoch stehen und geht zurück. Sie spendiert dem kleinen Jungen, Maurice, ein Essen und kommt mit ihm ins Gespräch. Fortan treffen die beiden sich jeden Montag zum Essen und es entwickelt sich eine langjährige Freundschaft. Meine Meinung: Das Format des Buches (etwas größer als ein „normales“ Taschenbuch) und die Aufmachung, mit echten Fotos auf den Innenklappen gefällt mir gut. Auch die gewählte Schriftgröße ist sehr angenehm für die Augen. Die Story des Buches hat mich jedoch ein wenig enttäuscht. Nach der Beschreibung und dem Klappentext hatte ich etwas anderes erwartet. Im Buch kommen die gemeinsamen Momente von Laura und Maurice und das „Heranwachsen“ ihrer Freundschaft für mich zu kurz. Große Teile des Buches erzählen aus Lauras Vergangenheit, die sicher nicht langweilig ist, aber weswegen ich mir das Buch nicht zugelegt hätte. Der Schreibstil an sich ist wirklich gelungen und beschreibt sehr anschaulich ohne zu werten. Man „fliegt“ förmlich von Kapitel zu Kapitel.Da man m.E. den Inhalt einer Biografie nicht bewerten kann, ich jedoch ein wenig enttäuscht war, aber das „Drumherum“ gestimmt hat, vergebe ich 3 Sterne.

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  • Immer montags und für immer beste Freunde

    Immer montags beste Freunde
    Pagina86

    Pagina86

    05. March 2016 um 14:23

    "Jede Kindheit hat ihren Garten, einen verzauberten Ort, an dem die Farben leuchtender sind, die Luft weicher und jeder Morgen verheißungsvoller ist als alle zuvor." Elizabeth Lawrence Seite 303 Ich fand die wahre Geschichte über Laura und Maurice einfach sehr berührend und einzigartig. Ihre Freundschaft ist außergewöhnlich und hält nach 30 Jahren immer noch.  Die Erzählungen aus Lauras Vergangenheit waren bedrückend und bewegend. Das Leben des 11-jährigen Maurice ließ mich Kopfschüttelnd und traurig zurück. Schreibstil Ohne Kitsch hat Laura ihre und seine Geschichte erzählt. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil war flüssig und sehr gut zu lesen. Cover Wunderschönes Cover passend zur Story! Fazit Eine eindrucksvolle und bewegende wahre Geschichte dich mich absolut ohne Wenn und Aber bezaubern konnte. Mein zweites Jahreshighlight 2016 nach " Der Hut des Präsidenten"

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  • Geben und Nehmen

    Immer montags beste Freunde
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    24. February 2016 um 20:17

    Wer hilft hier wem? Die kinderlose Karrierefrau mit ihrem aufgeräumten, aber ereignisarmen Leben dem schicksalsgebeutelten New Yorker Straßenkind, oder umgekehrt? Eine Geschichte über Dankbarkeit, eine besondere Freundschaft, zwei Menschen mit suboptimaler Kindheit, die sich gefunden haben. Da ist Maurice, ein elfjähriger schwarzer Junge aus zerrütteten Verhältnissen - der Vater ein brutaler Trinker und Schläger, die Mutter und der Großteil der Verwandten drogenabhängig und/oder am dealen. Dem Jungen mangelt es an allem, er verbringt seine Tage auf der Straße, er erbettelt sich Kleingeld, um sich etwas zu Essen kaufen zu können.  Und dann ist da Laura, beruflich erfolgreich, Mitte Dreißig, Single. Sie hat überraschend frei, Maurice spricht sie an, sie geht vorbei und kehrt um - einem Impuls folgend, wider aller Vernunft. Sie gibt ihm kein Kleingeld. Sie lädt ihn zum Essen ein, der Beginn einer langen, innigen Freundschaft. Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob Laura eindeutig Maurice hilft. Sie sorgt dafür, dass er satt ist, schmiert ihm Pausenbrote, kocht und backt mit ihm. Sie wäscht seine Kleidung und unterstützt ihn in der Schule. Das Treffen am Montag wird zum festen Bestandteil in beider Leben. Doch Laura will Maurice keine Ersatzmutter sein - sie erfährt auch nur in kleinen Portionen die wahre Geschichte von Maurice, zu sehr schämt er sich für die Umstände. Dabei kennt Laura Gewalt und fehlende Sicherheit aus eigener, leidvoller Erfahrung. Instinktiv setzt sie Maurice nie unter Druck, gibt ihm aber Liebe, Routine und Beständigkeit. Eine lebenslange Freundschaft. Ja, Laura hilft Maurice, aber Maurice bereichert auch das ereignisarme Karriereleben von Laura ungemein. Er bringt Sinn und Wärme in Lauras Leben. Sie beide genießen und brauchen die Gegenwart des anderen. Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Dankbarkeit, Freundschaft und Familie, Schicksal und Scheitern. Den Anfang des Buches hab ich verschlungen, zum Ende hin war es mir dann doch ein klein wenig zu viel Harmonie, zu viel Versöhnung, zu viel heile Welt. Hätten da nicht doch ein bisschen mehr Konflikt und Missverständnisse sein müssen? Typisch amerikanisch? Aber egal, solche Geschichten sollten viel öfter passieren. Möge sie viele Menschen zu mehr Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft verleiten!

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  • Das unsichtbare Band

    Immer montags beste Freunde
    tinstamp

    tinstamp

    Darum gehts: New York, 1986. Die erfolgreiche Singlefrau Laura geht wie jeden Tag durch die Straßen zu ihrer Arbeitsstelle, als sie ein bettelnder Junge anspricht. Ein alltägliches Ereignis in der Weltmetropole und doch dreht sich Laura nochmals um und lädt den Jungen zu McDonald's ein. Dieser Tag verändert das Leben von Laura und Maurice, dem elfjährigen Straßenjungen... Meine Meinung: Die Inhaltsangabe dieses biografischen Romans sprach mich eigentlich sofort an. Allerdings war mir anfangs nicht ganz klar, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt und die Autorin aus ihrem Leben erzählt. So beschreibt Laura auch in der Ich-Form aus ihrer Sicht, wie sie Maurice kennenlernt und sich beider Leben dadurch drastisch verändert. Während Laura eine sehr erfolgreiche Verkaufsleiterin ist, lebt Maurice in wahrlich unbeschreiblicher Armut und das mitten in New York. Es war wirklich sehr bedrückend zu lesen, wie Maurice's Familie die meiste Zeit in irgendwelchen Zimmern zusammengepfercht wohnten: die Großmutter, einige Onkels, die Mutter und Maurice's Geschwister. Alle leben einzig und allein vom Drogenhandel. Polizeirazzien und brutale Überfälle sind normal, tägliche Mahlzeiten selten. Maurice wird von Kindesbeinen an mit Gewalt, Drogen und dem Fehlen jeglicher Moral konfrontiert. Doch das findet Laura erst nach einiger Zeit heraus. Trotzdem ist Maurice ein sehr wissbegieriger und intelligenter Junge, der weiß, dass er sich entscheiden muss, wie sein zukunftiges Leben aussehen soll. Ihre wöchentlichen Verabredungen mit Maurice, immer Montags an derselben Ecke in Manhattan, ist der Beginn einer jahrelangen Freundschaft. Maurice erfährt das erste Mal in seinem Leben, dass er jemanden vertrauen kann und Laura findet in dem Jungen erstmals so etwas wie eine eigene Familie, nach der sie sich schon jahrelang sehnt.  Zuerst denkt sich wahrscheinlich jeder Leser, dass diese selbstbewusste und erfolgreiche Frau nur kurz am Schicksal des kleinen Straßenjungens interessiert ist. Ob das so passiert oder nicht, müsst ihr selbst lesen.... Durch Rückblenden in ihre Vergangenheit erfahren wir, dass es auch Laura nicht einfach hatte und so finden sich zwei einsame Seelen, die sich gegenseiitig Halt geben. Erst durch Laura's neue Liebe scheint die Freundschaft der Beiden gefährdet.... Während Maurice ein durch und durch guter Junge ist, der seine Chance sieht und wahrnimmt, war mir Laura nicht immer sympathisch. Vorallem die Passagen nach dem Kennenlernen ihres zukünftigen Mannes, die ihre Loyalität in Frage stellt, möchte ich hier herausstreichen.   Obwohl das Buch zu Herzen geht, erreichte es mich nicht ganz. Die Treffen zwischen den Beiden blieben oft zu oberflächlich, einzig und allein die Rückblenden in Lauras Kindheit und die Einblicke in Maurice Leben, waren sehr zu Herzen gehende Passagen. Man merkt dem Roman auch an, dass er aus den Staaten kommt. Wie auch in vielen amerikanischen Filmen tritt das übertriebene amerikanischer Pathos und Laura's Gottgläubigkeit oftmals in den Vordergrund. Damit kann ich nicht wirklich etwas anfangen. Hier ist besonders eine Stelle im Buch gemeint, die ich jetzt nicht spoilern möchte, die mir aber äußerst unglaubwürdig erschien. Am Ende wird die Handlung noch von einem Brief seitens Maurice und einem Interview mit Laura Schroff abgerundet. Natürlich gehören auch Fotos der Hauptprotagonisten zu einem biografischen Roman dazu. Diese sind sowohl vorne, als auch hinten im Buchdeckel integriert. Die obligatorischen Danksagungen zum Schluss sind meiner Meinung etwas zu viel, aber da kann ich ein Auge zudrücken.... Fazit: Ein Buch über Nächstenliebe und Freundschaft, die über Jahrzehnte bestehen bleibt. Ein Buch voller Hoffnung und Träume...... Wer gerne biografische Romane liest, den kann ich diese ungewöhnliche Geschichte empfehlen, auch wenn sie meine Erwartungen nicht ganz erfüllte

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    • 2
    Seehase1977

    Seehase1977

    24. February 2016 um 11:52
  • Fazit: Eine sehr tolle und beachtenswerte Geschichte, leider wurden zu wenig Emotionen rüber gebrach

    Immer montags beste Freunde
    YvisLeseecke

    YvisLeseecke

    22. February 2016 um 22:11

    Der Schreibstil war Ok aber nicht sonderlich herausragend. Es gab zwar keine ellenlangen Schachtelsätze aber in diesen Buch war mir einfach zu wenig Detail da. Damit meine ich aber eher tiefgründiger Details. Denn Geschichten oder Lebensstorys wurden doch Recht viele erzählt. Die Geschichte an sich ist natürlich sehr ergreifend. Mal ganz im Ernst wer von uns hätte sich bei einen bettelnden Jungen umgedreht und diesem zum Essen eingeladen? Ich denke die wenigsten. Dies verdient natürlich meinen vollsten Respekt und meine Anerkennung. Dennoch gefällt mir die Darstellung in dieser Geschichte nicht. Für mich fehlte es hier eindeutig an Emotionen. Wir lesen die Geschichte aus der Perspektive von Laurie (Frau Schroff). Jedoch kann ich auch nachdem ich das Buch gelesen habe nicht sagen was sie für Maurice empfindet außer Freundschaft. War es Liebe oder einfach nur Mitleid oder wollte sie Ihre eigene verkorkste Kindheit an Ihn wieder gut machen? Das fand ich sehr schade. Man liest ständig nur ich habe Maurice dies gekauft und jenes und das war das erste Mal in seinen Leben das er dies oder jenes getan hat. Sie schreibt immer etwas positives was sie für ihn getan hat, und im gleichen Atemzug muss sie aber auch das negative erwähnen. Zum Beispiel teilt sie den Leser mit, dass Maurice das erste Mal im Leben eine so schönen Weihnachtbaum gesehen hat und bei ihn wurde nie Weihnachten gefeiert. Das wird leider bei fast allen Anekdoten so beschrieben immer etwas positives von Ihr und gleich darauf etwas negatives von seinen Leben. Ich hätte mir da einfach auch mal so ein paar Sätze gewünscht, die Ihre Gefühle ausdrücken. Zum Beispiel: Als ich seine Freude darüber sah ging mir das Herz auf oder so ähnlich (bin ja kein Autor ;-) ) . Sie schreibt auch immer wieder: "er spielt eine wichtige Rolle in meinen Leben" aber warum? was mag Sie denn an Ihn. Ich weiß es nach dem Buch nicht. Ich meine, meine Arbeit spielt auch eine wichtige Rolle in meinen Leben, weil ich 8 Stunden am Tag dort verbringe, lieben tue ich davon aber nur einmal im Monat die Überweisung meines Gehalts. Ich hoffe man versteht was ich meine. Nur weil man schreibt er spielt eine wichtige Rolle bringt man die Emotionen bei mir Leider nicht rüber. Oder ist es für Sie nur ein Spiel? Eine kleine Abwechslung zum langweiligen Alltag? Denn als dann ein Mann in Ihr Leben tritt spielt ja Maurice anscheinen nicht mehr so eine große Rolle in Ihren Leben. Darum konnte mich das Buch einfach nicht berühren und Frau Schroff wurde einfach zu sehr in den Vordergrund gestellt. Vielleicht wäre das Buch aus der Perspektive einer dritten Person besser gewesen. Auch an Maurice hat mir die tiefe gefehlt. Am Anfang fand ich das Buch wirklich nicht schlecht, als man darüber gelesen hat, wie wichtig Ihn einfach nur die Nahrung war damit er die nächsten Tage überlebt. Aber das lies im Buch immer mehr nach. Man las zwar immer wieder das er sich über die Sachen sehr freute, aber mal ganz ehrlich auch "normale" Kinder freuen sich doch zum Beispiel über ein Fahrrad. Mir hat da das "Besondere" gefehlt. Fazit: Eine sehr tolle und beachtenswerte Geschichte, leider wurden zu wenig Emotionen rüber gebracht.

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  • Vom Wert der Freundschaft

    Immer montags beste Freunde
    Babscha

    Babscha

    Laura Schroff ist wie die meisten New Yorker in sich selbst gekehrt unterwegs, als sie 1986 an einem Montagmorgen Broadway / Ecke 56. Straße von einem kleinen farbigen Jungen angesprochen und um etwas Kleingeld angebettelt wird. Sie geht vorbei. Aus einem Impuls heraus bleibt sie mitten auf der nachfolgenden Kreuzung plötzlich stehen, dreht sich um und geht zurück. Und damit beginnt die Beziehungsgeschichte zweier Menschen, wie nur das Leben sie schreiben kann, eine Freundschaft, die viele Zerreißproben überstehen und Jahrzehnte bis zum heutigen Tag überdauern wird. Davon erzählt dieses wunderbare, kluge, faszinierende Buch, das man einfach nicht mehr aus der Hand legen will. Es erzählt uns die Geschichte von ihr und Maurice, der laut ihrer eigenen Aussage ihr Leben grundlegend verändert hat. Vom problematischen Start eines zwar cleveren, aber mit einer durch und durch kriminellen, drogenabhängigen, asozialen Familie schicksalhaft geschlagenen Jungen ins Leben, der es dann später als Einziger seiner Familie und Freunde aus diesem Milieu herausschaffen wird. Von dem Band, das sich zwischen den Beiden allen Umständen zum Trotz im Laufe der Jahre immer mehr festigt und eine tiefe, innere Verbundenheit zur Folge hat. Vom unermesslichen Wert eines Menschen, der guten, schicksalhaften Einfluss auf das Leben eines anderen Menschen nehmen kann. Von den kleinen Dingen im Leben, auf die es ankommt, und die ihren wahren Wert erst im Laufe vieler Jahre offenbaren. Von vielen traurigen, aber auch schönen Dingen und Begebenheiten. Und hierin eingebettet die eigene beeindruckende Lebensgeschichte der Autorin, die ebenfalls mit einem despotischen trunksüchtigen Vater und einer überforderten schwachen Mutter aufwächst und die dennoch oder gerade deshalb zu einer starken Frau mit Persönlichkeit und einem konsequenten, geradlinigen Lebensweg reift. Viele viele Menschen aus beiden Familien stellt die Autorin uns in ihrem Werk vor, interessant sind sie allemal. Sehr plakativ wird, wie absolut unterschiedlich die Bedeutung und der Wert von Blutsverwandtschaft innerhalb von Familien wahrgenommen wird und was dies dann für zwangsläufige Auswirkungen hat. Ein tolles Buch; die so gefühlvoll wie realistisch erzählte Geschichte zweier Leben, die schicksalhaft miteinander in Verbindung treten. Absolute Leseempfehlung.

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    • 4
    Daphne1962

    Daphne1962

    20. February 2016 um 10:40
  • Berührende Geschichte, aber viel zu pathetisch erzählt

    Immer montags beste Freunde
    Caillean79

    Caillean79

    19. February 2016 um 18:37

    Laura Schroff, New Yorkerin, tut in den 80er Jahren etwas Ungewöhnliches: Sie läuft nicht an dem bettelnden Jungen vorbei, sondern geht mit ihm zu MacDonalds. Aus der Zufallsbegegnung wird eine tiefe Freundschaft, die dem sozial schwachen Maurice hilft, seinen Weg zu finden. Eine sicherlich berührende Geschichte. Allerdings so pathetisch erzählt, dass es für mich teilweise zu viel des Guten war. Amerikaner scheinen ja zur Schwarz-Weiß-Malerei zu neigen und hier war eben auch der absolute Gutmensch am Werk und es profitierte der rundum sympathische, trotz der schweren Situation nahezu fehlerlose Junge aus schwierigen Verhältnissen. Eine etwas differenziertere Darstellung hätte auf mich authentischer gewirkt und so konnte ich leider durch das ganze Buch weg keine richtige Sympathie aufbauen. Dazu kam, dass ich etwas verwirrt war von der Erzählstruktur des Buches. Es kam öfters vor, dass Ereignisse geschildert wurden, die zeitlich überhaupt nicht in den Zusammenhang zu passen schienen. Ein paar Seiten später wurde dann erwähnt, dass es um eine Begebenheit ein paar Jahre früher/später geht. Diese zeitlichen Sprünge hin und her (gegen Ende des Buches wurde das mehr, am Anfang ging es eigentlich) haben mir das Lesen schwerer gemacht und ich musste immer wieder stoppen und es gedanklich erstmal zwischen die bereits gelesenen Ereignisse einordnen. Das hat mir nicht gefallen. Die Geschichte dieser Freundschaft ist auf jeden Fall lesenswert und man fängt auch durchaus an, seine eigenen Charakterzüge und  moralischen Einstellungen zu hinterfragen. Aber das Buch hätte aus meiner Sicht viel besser erzählt werden können.

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  • Zwiegespalten...

    Immer montags beste Freunde
    WildRose

    WildRose

    14. February 2016 um 20:14

    Laura Schroff ist eine erfolgreiche junge Karrierefrau, als sie eines Montagmorgens an einem bettelnden Kind vorbeiläuft. Zunächst verhält sie sich wie fast jede andere Person auch: Sie ignoriert das Kind komplett und hastet einfach weiter. Dann aber, aus irgendeinem inneren Impuls heraus, dreht Laura um und lädt den hungrigen Jungen, Maurice, zu McDonald's ein. So entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen der gut situierten Frau und dem Jungen, dessen bisheriges Leben von Chaos, Hunger und Gewalt geprägt war. Maurice wuchs bei einer drogenabhängigen Mutter auf; keiner der Männer in seiner Familie verdiente sein Geld auf ehrliche Weise, regelmäßige Mahlzeiten, Familienausflüge und Geborgenheit kannte Maurice nicht, ehe er Laura begegnete. Diese versuchte, Maurice während ihrer Treffen (die, wie der Titel schon sagt, jeden Montag stattfanden) wertvolle Lektionen für seinen weiteren Lebensweg mitzugeben und setzte sich durch Maurice auch mit ihrer eigenen, schmerzlichen Vergangenheit auseinander, denn obwohl sie von außen betrachtet eine glückliche, wohlbehütete Kindheit hatte, litt Laura an den seelischen Wunden, einen alkohlabhängigen Vater gehabt zu haben, welcher vor allem ihre Mutter und ihren jüngeren Bruder schlug und tyrannisierte.  Allen Widrigkeiten zum Trotz hielt die Freundschaft zwischen Laura und Maurice und die beiden haben auch heute noch ein sehr enges Verhältnis zueinander. Maurice ist inzwischen längst erwachsen, hat eine Frau und mehrere Kinder, denen er ein liebevoller und fürsorglicher Dad zu sein versucht. Zudem ist Maurice sozial sehr engagiert und setzt sich für benachteiligte und gefährdete Kinder und Jugendliche ein. Im Grunde genommen handelt es sich bei "Immer montags beste Freunde" also um eine wirklich inspirierende und berührende Geschichte. Dennoch fällt es mir schwer, dem Buch eine uneingeschränkt positive Bewertung zu geben. Zunächst einmal ist da der Schreibstil, welcher wahnsinnig simpel gehalten ist. Dadurch verliert das Buch unglücklicherweise an Komplexität und Spannung. Dann ist da noch mein größeres Problem: Die Art, wie Laura Schroff sich selbst beschreibt. Ja, sie hat etwas Wundervolles getan. Ja, sie hat Maurice geholfen, sein Leben auf die Reihe zu bekommen und nicht so zu enden wie die anderen männlichen Mitglieder seiner Familie, die alle früher oder später in die Kriminalität abrutschten. Allerdings finde ich auch, dass sie sich in dem Buch schon ein wenig zu sehr als die "große Heldin" präsentiert, die Maurice vor einem schrecklichen Schicksal gerettet hat. Natürlich war es großartig von ihr, an ihn zu glauben und ihm schöne Kindheitserfahrungen zu ermöglichen, aber manchmal glitten mir ihre Beschreibungen doch zu sehr in die Kategorie der "Selbstbeweihräucherung" ab, auch wenn sie mehrmals betont, eigentlich habe nicht Maurice ihr zu danken, sondern sie Maurice. Das stimmt ja in gewissem Sinne durchaus, las sich für mich aber recht künstlich und "kalkuliert". Mir war es einfach ein bisschen zu viel Kitsch und Pathos. Ein massives Problem hatte ich auch noch mit der Tatsache, dass Laura Schroff in ihrem Buch ganz offen schreibt, dass sie irgendwann einen Mann namens Michael kennenlernte, den sie schließlich auch heiratete, und ihre Freundschaft zu Maurice aufgrund dieses Mannes stark vernachlässigte. Natürlich hatte auch Laura das Recht darauf, Zeit mit ihrem Ehemann zu verbringen und glücklich zu werden, aber für mich las sich das schon ein wenig so, als habe sie Maurice in einer sehr schwierigen Phase ihres Lebens einfach aufs "Abstellgleis" gestellt. Eigentlich musste er alleine, ohne ihre Unterstützung, versuchen, klarzukommen und sich eine eigene Existenz aufzubauen. Natürlich wird es ihm geholfen haben, dass er wusste, dass Laura immer an ihn geglaubt hatte, aber ich fand ihr Verhalten ehrlich gesagt schon ein wenig schäbig und war an dieser Stelle des Buches doch etwas verärgert. Wenn sie behauptet, ihn "gerettet" zu haben, dann klingt das nämlich schon so, als habe sie ihn IMMER unterstützt und ihn nicht einfach jahrelang weitestgehend sich selbst überlassen, was sie aber ihren eigenen Aussagen zufolge auch tat. Schlimm fnde ich auch, dass sie sich ihrem Ex-Mann zunächst nicht widersetzte, als sie frisch verheiratet waren und er Maurice nicht akzeptierte. Ich bin mir sehr sicher, dass andere Frauen in ihrer Situation dem Ehemann klipp und klar gesagt hätten, dass er sich seine Vorstellungen in die Haare schmieren könne. Interessanter hätte ich es letztlich gefunden, wenn Maurice seine Geschichte erzählt hätte. Ich bin mir sicher, dass Laura in seiner Erzählung ebenfalls eine zentrale Rolle gespielt hätte, aber eben nicht nur sie allein, sondern auch seine Willensstärke, seine Fähigkeit, in einer widrigen, grausamen Umgebung zu überleben und niemals die Hoffnung auf ein besseres Leben aufzugeben.

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  • Ein reales Märchen über Freundschaft und Nächstenliebe

    Immer montags beste Freunde
    ShellyBooklove

    ShellyBooklove

    10. February 2016 um 10:41

    Das Cover ist schön schlicht und zeigt worum es auch wirklich geht. Die reiche Geschäftsfrau und den armen Jungen an ihrer Seite. Ich finde das Cover sehr schön auch wenn es nicht unbedingt einen Blickfang im Regal darstellt. Ich wurde bereits im Vorfeld auf dieses tolle Buch aufmerksam. Diese unglaublich schöne Geschichte wurde nämlich in den Nachrichten immer wieder vorgestellt. Eine Frau für die Geld im Leben keine große Rolle spielt, die sich keine Sorgen um ihr Leben machen braucht, trifft einen heruntergekommenen, ausgenährten kleinen schwarzen Jungen - Maurice. Unwissend, dass dieser Junge ihr gesamtes Leben umkrempeln wird, dass sich eine tiefe Freundschaft entwickeln wird. Dieses Buch wahr für mich der Begriff von Glück! Es ist so eine tolle Geschichte und noch viel toller ist es dieses Buch zu lesen in dem Wissen, dass sie wahr ist. Für mich ist dieses -vielleicht recht unscheinbare Buch- ein großes Highlight! Ein reales Märchen! "Immer montags beste Freunde" ist eine wundervolle wahre Geschichte, die mich mit einem Glücksgefühl und Freude zurücklässt. Ich vergebe für dieses Buch 5 von 5 Sternen.

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