Laura Weller

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen

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Rezension zu "Bay City Heroes - Im Zeichen der Gerechtigkeit" von Laura Weller

Superhelden im Kampf nicht nur gegen Vorurteile
Schuggavor 2 Monaten

Die junge Seraphina Winter gehört zu den Reichen und Privilegierten, die in einer sicheren Gegend und mit Stromversorgung leben. Ihr bisheriges Leben zwischen Wohltätigkeitsgalas und High Society Club gerät jedoch komplett aus den Fugen, als sie nach einem Überfall plötzlich aussergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt: Fortan ist sie eine Veränderte. Ein gesellschaftlicher Super-GAU! Denn Angst und Vorurteile in der Bevölkerung haben dazu geführt, dass Veränderte wegen ihrer Fähigkeiten wie Schweben, Superkräfte oder Feuer schleudern von der Regierung verfolgt und kontrolliert werden. Von der aggressiven Reaktion der Bevölkerung ganz zu schweigen. Also verheimlicht Sera erstmal ihre neuen Fähigkeiten, bis sie sich mit anderen Veränderten zusammenschließt, um als Bay City Heroes für ein besseres Image der Veränderten zu sorgen. 

Seraphina war mir als Tochter eines reichen Pharmaunternehmers von Beginn an sympathisch. Ihre Reaktion auf ihre neuen Fähigkeiten war unterhaltsam und realistisch beschrieben und mir gefiel, wie sie mit den anderen eine Art Superheldengruppe aufbaute, welche mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Auf der anderen Seite steht Special Agent John Hunter, der im Auftrag der Regierung mit seiner Abteilung dafür sorgen soll, dass sämtliche Veränderte verfolgt, registriert und ihre Fähigkeiten unterdrückt werden. Durch seine starke Abneigung gegen Veränderte ist er quasi der Gegenpol von Sera, die es sich in den Kopf setzt, John davon zu überzeugen, dass Veränderte auch nur Menschen sind, von denen die meisten gar nichts Böses wollen.

Sehr gelungen ist der besondere Aufbau des Romans mit Zeitungsartikeln, Radiodurchsagen, Zitaten und Interviews, welche zu Beginn und immer mal wieder mittendrin erklären, wie es überhaupt zu dem politischen und wirtschaftlichen Dilemma der USA kam, wie die Reaktionen auf die Bay City Heroes sind oder einiges mehr. Natürlich wird auch die Frage geklärt, warum es überhaupt Veränderte gibt.

Der Stil ist äußert unterhaltsam, die Story faszinierend und ich hatte beim Lesen immer wieder vor Augen, wie das Ganze wohl als Film wirken könnte. Ein wenig Humor an den richtigen Stellen lockert alles angenehm auf und die Autorin hat es sich nicht nehmen lassen, sich selbst indirekt kurz in die Geschichte einzubauen.

Ein sehr gelungenes Superheldenbuch, in dem die Betroffenen nicht nur gegen starke Vorurteile zu kämpfen haben und das auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hat!

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Rezension zu "Bay City Heroes - Im Zeichen der Gerechtigkeit" von Laura Weller

USA, 2045: Die Veränderten verändern die Welt?!
Leseratte2007vor 3 Monaten

Darum geht es (Klappentext):

USA, 2045: Als Seraphina Winter überfallen und niedergeschlagen wird, brechen ungeahnte Fähigkeiten aus ihr hervor. Plötzlich schwebt sie hoch über der Stadt. Das kann nur eins bedeuten: Sie ist eine Veränderte - und steht von nun an auf der Abschussliste der Regierung. Gemeinsam mit vier anderen Veränderten beschließt sie, aus der Not eine Tugend zu machen. Sie verpassen sich geheime Identitäten und nehmen als Superhelden den Kampf gegen das Unrecht in der Stadt auf. Doch als immer mehr Veränderte spurlos verschwinden, muss Sera den Regierungsagenten John Hunter um Hilfe bitten, auch wenn sie nicht weiß, ob sie ihm wirklich vertrauen kann ... 

Meine Meinung:

Ich bin tatsächlich ein sehr großer Superheldenfan, den nicht nur das Cover sehr angesprochen hat, sondern auch der Klappentext hat eine Seite in mir erklingen lassen. Leider konnte mich die Geschichte nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Laura Weller schreibt relativ angenehm und flüssig. Am Anfang hatte ich ein paar "Startschwierigkeiten", die sich auch nicht nach 150 Seiten gegeben haben, deswegen bin ich nicht wirklich gut reingekommen, aber nach und nach ging das Lesen immer flüssiger und ich war endlich in der Geschichte drin.
Zunächst möchte ich ein paar Worte zu den Charakteren verlieren, die Beide nicht wirklich Sympathiepunkte bei mir sammeln konnten.
Seraphina Winter...stinkreiche Erbin, die nicht nur an Arroganz, Ignoranz und Faulheit zu überbieten ist. Sie hat immer noch nicht verstanden, dass man nicht nur den ganzen Tag chillen, Party machen und Spaß haben kann, sondern auch seine Leistungen bringen muss. Solche Verhaltensweisen kann ich bei Protagonisten so gar nicht abhaben. Diese "kommst du heut nicht, kommst du morgen"Plattitüden, die mich fast zum Schreien oder Augenrollen gebracht hätten. Nebenbei ist sie auch sehr naiv, ich-bezogen und nimmt alles für selbstverständlich hin ohne irgendetwas zu hinterfragen oder zu reflektieren.
Im Laufe der Geschichte wird es ein wenig besser, aber wirklich sympathischer wurde mir dieses verzögene stinkreiche verwöhnte Mädchen nicht, der alles quasi in den Schoß gefallen ist.
Auch Special Agent John Hunter konnte leider keine Sympathiepunkte sammeln. Er ist in manchen Punkten noch schlimmer als Seraphina! Er legt nicht nur eine ungesunde Portion an Arroganz an den Tag, sondern auch mit Brutalität, Unsympathie, Unreflektierbarkeit und diskriminierenden Zügen. Ihn möchte ich sehr gerne schütteln, weil er immer noch nicht verstanden hat, dass die Welt nicht nur aus schwarz-weißen, scharf getrennten Nuancen besteht, sondern auch sehr vielen Graustufen in zahlreichen Schattierungen. Nicht alle Menschen/Veränderten sind gleich. Es gibt immer ein schwarzes Schaf, das unterliegende Individuen umbringt, mit ihnen gefährliche tödliche Spiele spielt und seine Macht missbraucht, aber muss man dafür, die Veränderten jagen, gefangen halten, sedieren oder aber töten?! Kann man es nur damit rechtfertigen, dass man furchtbare Angst hat?! Angst ist sehr häufig gar nicht mit schlechten Erfahrungen verbunden, sondern einfach mit Unwissenheit. Deswegen kann ich John nicht nachvollziehen, dass er so einseitig dargestellt wird, in einem Buch, das eine Frau im 21. Jahrhundert geschrieben hat. Ich würde mir mehr differenziertere Charaktere wünschen, die nicht mehr im klischeehaften Schwarz-weiß Denken, sondern auch heutige Erkenntnisse beinhalten. Ich glaube auf dem Buchmarkt wäre viel mehr möglich, wenn sich Autoren von vielen veralteten Klischees und Rollenbildern verabschieden würden. Ich muss, aber auch sagen, dass John sich durchaus weiterentwickelt hat, aber wirklich Sympathie konnte ich nicht für ihn empfinden. Ich musste die ganze Zeit an den Anfang denken und er war und ist mir zu 100% unsympathisch.
Die anderen Charaktere fand ich ganz gut dargestellt, aber keiner ist mir jetzt spontan und lange im Gedächtnis geblieben.
Besonders positiv finde ich auf jeden Fall die Grundidee. Das "Mainstream Werwolf, Vampir, Hexen Ding" ist gestern und endlich kommt ein wenig Bewegung in die ganze Fantasywelt. Laura erschafft eine sehr dystopisch angehauchte Welt, die sie sehr innovativ durch Berichte und Zeitungsartikel unterstreicht. Diese haben noch mehr Pepp in die Geschichte hineingebracht.
Die Handlung war so semi interessant. Bis zur Hälfte passiert eher weniger. Viel Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten, langweilig-arrogante Gespräche mit ihren Freunden und ein paar sehr offensichtliche Intrigen, die mehr die Charaktere überraschen, als die Leser.
Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen oder ich hätte davor nicht das sehr inspirierende Sachbuch lesen dürfen, sonst hätte ich vielleicht über ein paar Dinge noch weniger reflektiert oder differenziert gedacht, aber wirklich mehr als 3 Sterne kann ich der Geschichte nicht geben. Die Charaktere absolut unsympathisch und so gar nichts meins und auch die Handlung war für meinen Geschmack, besonders am Anfang ein wenig langsam und schwach.

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Rezension zu "Bay City Heroes - Im Zeichen der Gerechtigkeit" von Laura Weller

rasant und voller Aktion
Letannavor 3 Monaten

Bisher dachte Seraphina Winter eigentlich, sie wäre ein völlig normale junge Frau. Dann eines Tages wird sie angegriffen und es stellt sich heraus, dass sie eine Veränderte ist und über besondere Fähigkeiten verfügt. Nur leider haben diese keinen besonders guten Ruf in Bay City, also schließt sie sich anderen Veränderten an, um den Ruf der Veränderten auf Vordermann zu bringen. Niemand darf wissen wer sich hinter ihrer Maske verbirgt, auch nicht Special Agent John Hunter, der sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Veränderten zu jagen. 

Dieses Buch habe nur durch Zufall entdeckt, der Verlag hat es leider überhaupt nicht beworben, was ich echt schade finde. Bei der Autorin handelt es sich übrigens um das Pseudonym von Brigitte Melzer, von der ich schon viele Bücher gelesen habe, die mir durchweg gefallen haben. Es handelt sich hier übrigens nicht um ein Jugendbuch, was mir richtig gut gefallen hat. 

Dieses Mal entführt sie uns in eine recht düstere Zukunft. Die Handlung fängt mit Zeitungsberichten und Interviews an und als Leser erfährt man nach und nach was passiert ist, was mir persönlich richtig gut gefallen hat. Am Anfang stellt die Autorin die beiden Hauptfiguren vor, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird.

Da wäre zum einen Seraphina Winter, eine junge Frau, die mir sofort sympatisch war. Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie viele wohltätige Pflichten von dieser übernommen und führt ein Leben im Luxus und Überfluss. Trotzdem fand ich nie, dass sie arrogant oder oberflächig wirkt. Auf der anderen Seite wäre Special Agent John Hunter,  der alle Veränderten regelrecht hasst und anfangs wenig einseitig erscheint. 

Abwechselnd aus der Sicht der beiden erfährt der Leser mehr über die Welt, in der sie leben. Seraphina muss sich mit ihrer neuen Kraft auseinander setzen und John damit, dass nicht alle Veränderten böse sind. Die Geschichte hat mir richtig super gefallen. Der Humor ist nicht zu übertrieben und es gibt jede Menge Aktion und Spannung. Aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz, wobei die Autorin nicht ins Detail geht, die Charaktere kommen über das Küssen nicht hinaus. 

Die Geschichte ist am Ende abgeschlossen, hat aber Potential für eine Fortsetzung, funktioniert aber auch als Einzelband. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl. 

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