Laura Wulff Nr. 13

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Inhaltsangabe zu „Nr. 13“ von Laura Wulff

"Er trug die Kutte eines Mönchs …", so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker – nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst – jedoch nicht anfangen zu Ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?

Genauso gut wie Teil 1. Spannend und sehr gut geschrieben.

— Melchen
Melchen

Einmal Täter = immer Täter? Aktuelles Thema, spannend umgesetzt und spannender Umgang mit brisanten (Vor)urteilen.

— Synapse11
Synapse11

Geht nicht-gibt's nicht! Auch als Rollstuhlfahrer kann man Mörder jagen...

— Lesewurm82
Lesewurm82

der Anfang war mir zu realistisch ... ansonsten ein guter Krimi .. auch die Entwicklung von Daniel und Marie ist spannend

— Inge78
Inge78

Ein erschreckend realistischer Krimi über ein aktuelles Thema und ein gelungener zweiter Fall für einen ganz besonderen Kommissar.

— Krimine
Krimine

Hochbrisantes Thema differenziert aufs Tapet gebracht.

— cybersyssy
cybersyssy

Spannender Krimi mit einem sympathischen Ermittler!

— jasbr
jasbr

Super Fortsetzung!!! Absolute Steigerung zum Vorgänger.

— flower1984
flower1984

Mindestens genauso gut wie Teil 1. Spannend, verstörend und nichts für schwache Nerven. Ein Muss für hartgesottene Thriller-Fans!

— mareike91
mareike91

Spannung pur bis zur letzten Seite

— AndreaBugla
AndreaBugla

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  • Pädophiler Wahnsinn

    Nr. 13
    flieder

    flieder

    30. November 2015 um 21:17

    Der Sonderermittler Daniel Zucker ist nach einem schweren Sportunfall querschnittsgelähmt und nimmt seinen Dienst wieder auf. Doch gleich der erste Fall bringt ihn an seine körperlichen Grenzen. Eine Leiche wird im jüdischen Ritualbad entdeckt, doch durch die enge Treppe ist der Zugang für Zucker unmöglich. Kurzerhand kauft er eine Webcam und lässt sich so durch seinen Kollegen den Tatort zeigen. Ein Anruf einer verwirrten alten Frau, die im gegenüberliegenden Haus einen Mord beobachtet haben will, lässt Zucker auf das Haus in der Bruchstr. Nr 13 aufmerksam werden. Hier haben sich eine Handvoll entlassener Sexualstraftäter niedergelassen, die durch die ständigen Proteste der Anwohner ein beobachtetes Leben führen. Kann es also sein das hier tatsächlich ein Mord geschehen ist?? Kurzentschlossen beschließt Ben, der zur Zeit bei der Familie Zucker lebt, sich das Vertrauen der Bewohner in der Bruchstr. 13 zu erschleichen und muss fast mit seinem Leben bezahlen.  Auch Zuckers Familienleben ist nicht gerade auf der Sonnenseite. Seine Frau wünscht sich sehnlichst ein Kind und lässt ihn angesichts seiner Behinderung fast verzweifeln ob die Ehe unter diesen Umständen noch Bestand haben kann.   Gleich zu Beginn des Buches ist klar das es sich nicht um eine seichte Geschichte handelt. Der Leser erlebt fast bildlich den brutalen Missbrauch an einem Kind. Etwas labilere Leser sollten schon hier besser die Finger weglassen. Wer aber einen guten Thriller mag ist hier genau richtig. Die Spannung wird konstant hochgehalten und der flüssige Schreibstil tut sein übriges. Immer wieder wird man auf eine falsche Fährte geführt um am Ende ein Aha-Erlebnis zu haben. Die beiden Tabuthemen Behinderung und Kindermissbrauch wurden sehr gut umgesetzt. Ein Buch, dass ich fast nicht mehr aus der Hand legen konnte, deshalb von mir 5 Sterne

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  • Rollender Polizist gibt nicht auf!

    Nr. 13
    Lesewurm82

    Lesewurm82

    04. October 2015 um 18:33

    Geht nicht-gibt's nicht! Auch als Rollstuhlfahrer kann man Mörder jagen... Ich selbst bin 'auf Rädern' unterwegs und freue mich über solche Charaktere und Akteure, da es solche selten gibt!!!

  • Der Kommissar im Rollstuhl

    Nr. 13
    Insel56

    Insel56

    30. July 2015 um 21:15

    Daniel Zucker ist ein Kommissar, der, weil er seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, ausgebootet werden soll. Seine Frau arbeitet als Gerichtszeichnerin und am Theater. Die Ehe von beiden steht auf dem Prüfstein, da Daniels Frau sich ein Kind wünscht und es zumindestens erst einmal so scheint, ob dies nicht möglich ist. Die Geschichte beginnt dort, wo der Leser mitbekommt wie ein Kind, was scheinbar in einem Käfig oder Verlies untergebracht ist, missbraucht wird. Dann wird eine Leiche während einer Führung im jüdischen Ritualbad in Köln gefunden und Daniel will an der Ermittlung teilhaben. Dies gestaltet sich aufgrund seiner Behinderung schwierig, denn Stufen sind überall vorhanden, doch durch technische Raffinesse kann Daniel mitschauen. Außerdem meldet eine alte Frau, die ein Pflegefall ist, das sie einen Mord beobachtet hat. Kann man sie ernstnehmen? Was ist los in dem Haus Nr. 13, wo Pädophile nach Verbüßung ihrer Strafe eine Unterkunft gefunden haben? Insgesamt hat mir die Geschicthe sehr gut gefallen, denn die Thematik, obwohl oftmals schon Thema in Tatorten, wird hier auf eine sehr individuelle Weise beleuchtet. Es ist gut geschrieben und ich möchte mehr über das Leben von Daniel und seiner Frau, sowie ihrem Cousin erfahren. Ein wenig merkwürdig fand ich die Parallelen von der Staatsanwältin bezüglich Kleinwüchsigkeit und der Name des Pathologen, der auch Karl heißt, was ein mich ein wenig an Börner und seine Assistentin aus dem Münsteraner Tatort erinnert, aber laut Autorin ist die Figur von der Staatsanwältin ja an eine andere Frau angelehnt. Ansonsten war dieser Krimi für mich eine angenehme Neuentdeckung und ich möchte die Zuckers gerne wiedertreffen.

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  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • Hochbrisantes Thema differenziert aufs Tapet gebracht

    Nr. 13
    cybersyssy

    cybersyssy

    30. May 2015 um 20:31

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Also an manchen Stellen ist das Buch nichts für Zartbesaitete, denn die Brutalität wurde recht „en Detail“ beschrieben. Solange dies im Nachgang durch den Gerichtsmediziner geschieht, ist das für mich okay, doch wenn ich sozusagen live dabei bin, wenn gequält wird, vor allem wenn es sich um ein Kind handelt, dann ist es für mich schon hart an der Grenze. Der Einstieg war ein wenig langatmig, aber im weiteren Verlauf kam dann der flüssige Schreibstil der Autorin zum Tragen und ließ mich das Buch nur schwerlich aus der Hand legen. Die Spannung wurde so subtil und sukzessive aufgebaut, dass ich sie erst realisierte, als ich das Buch an der Haltestelle im Rucksack verstauen wollte. Die Charaktere sind lebendig und haben ihre Ecken und Kanten plus ihre Selbstzweifel - das ist das reale Leben. Menschen sind nun mal mehrdimensional und gerade in der Interaktion mit anderen Menschen kommen eigene Befindlichkeiten hoch, die man lieber leugnen würde. Das Thema ist hochbrisant und wurde sehr differenziert angegangen - keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern Platz für viele Facetten des Menschen und sein Abgründe und Motivationen. Ich wurde gut unterhalten, aber da mir der Einsteig schwer fiel, gebe ich gute 4 Sterne, denn wie heißt es so schön „Schreibe den ersten Satz eines Buches so, dass der Leser den zweiten lesen will“. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ „Er trug die Kutte eines Mönchs …“, so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker - nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst - jedoch nicht anfangen zu Ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?

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  • Spannender Krimi mit einem sympathischen Ermittler!

    Nr. 13
    jasbr

    jasbr

    13. May 2015 um 21:52

    Daniel Zucker ermittelt wieder :) Der sympathische Kommissar ist zurück in seinem Job, auch wenn er wegen seines Rollstuhls eigentlich nicht aktiv ermitteln soll, sondern nur eine beratende Funktion einnehmen. Dass es nicht dabei bleibt, ist logisch - sonst wäre das Buch ja auch langweilig :) Der Krimi ist in sich abgeschlossen, das heißt man muss den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben. Wer aber an den Rahmenhandlungen interessiert ist und das Verhältnis der Hauptfiguren zueinander verstehen möchte, sollte auch den ersten Fall kennen. Wie sein Vorgänger lässt sich das Buch schnell und leicht lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch eins mehr zu lesen. Gut fand ich, dass verschiedene Perspektiven dargestellt werden. Fies ist, dass gerade an spannenden Stellen dann auf eine andere Perspektive gesprungen wird und man als Leser dann in der Luft hängt - aber das macht es natürlich noch spannender. Das Thema des Buches, Pädophile und Kindesmissbrauch ist natürlich schon hart zu lesen. Ich bin froh, dass hier das Buch an vielen Stellen nur oberflächlich Andeutungen macht und den Missbrauch nicht tiefer und öfter beschreibt. Die Charaktere sind gut gezeichnet. Bei den Verdächtigen schwenkt man zwischen Sympathie und Antipathie, man rätselt mit, denkt man hat ihn, aber dann doch wieder nicht. Das macht Spaß und hält die Spannung konstant. Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die Szenen um Marie und Ben. Es ist schön, dass auch diese beiden wieder auftauchen. Allerdings wirkte die Szene rund um Marie sehr konstruiert. Es war eine nette Nebenhandlung, die aber eigentlich nicht hätte sein müssen. Es wirkte ein bisschen wie "Und jetzt müssen wir noch Marie irgendwo unterbringen". Auch das Ben wieder eine relativ große Rolle einnimmt, finde ich übertrieben. Gleich zweimal (in Bezug auf den ersten Teil) in eine Ermittlung von Daniel Zucker verwickelt zu sein, ist dann doch ein bisschen zu viel. Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab, kann das Buch aber guten Gewissens weiterempfehlen!

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  • Nr 13

    Nr. 13
    flower1984

    flower1984

    27. April 2015 um 19:48

    Mit Leiden sollst du hat Laura Wulff einen sehr guten Grundstein gelegt. Mit Nr 13 kam eine fantastische Fortsetzung der Familie Zucker. Obwohl Marie hier ein wenig im Hintergrund agiert, trägt sie doch zu einem großen Teil zur Auflösung des aktuellen Falles bei. Laura Wulff behandelt hier ein sehr sensibles Thema, was mir oft die Tränen in die Augen trieb. Und trotzdem hält sie ausgezeichnet die Waage. Im zweiten Band scheint nicht nur Sie sich weiterentwickelt zu haben, nein, Sie hat auch Ihre Figuren mit wachsen lassen. Benjamin wirkt reifer, die Geschehnisse um Julia und sein daraus resultierender kurzer Gefängnisaufenthalt haben ihm sehr zugesetzt. Daniel Zucker auf seinen weiteren Wegen zu begleiten macht unheimlich viel Spaß. Ich mag ihn immer mehr. Und durch seine Behinderung wird er von Tag zu Tag stärker. Weiß er wohl nur noch nicht ;) Mit Leander hat sich zwischen den Beiden eine unglaubliche Dynamik entwickelt. Ich denke, das könnte eine gute Bromance werden. Spannender als der letzte Fitzek!! Freue mich auf den dritten Band und werde diesmal nicht so lange warten, diesen zu lesen.

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  • Kommissar mit Popo-Ferrari - spannend und überraschend

    Nr. 13
    Aglaya

    Aglaya

    14. April 2015 um 19:44

    Daniel Zucker ist Kriminalhauptkommissar bei der Kripo Köln – und sitzt im Rollstuhl. Vor kurzem hatte er einen Unfall und ist seither querschnittgelähmt. Seinen ermittlerischen Fähigkeiten tut dies jedoch keinen Abbruch, so konzentriert er sich darauf, gleich zwei Mordfälle zu lösen – und klärt dabei auch weitere, bisher unentdeckte Verbrechen auf.  Ein Ermittler im Rollstuhl – im Roman funktioniert es ganz gut, obschon Daniel Zucker einige Schwierigkeiten zu überwinden hat und oft von seinen Mitmenschen nicht ernst genommen wird. Auch im echten Leben kann ich mir gut vorstellen, dass es funktionieren könnte: die Spurensicherung übernehmen ohnehin darauf spezialisierte Beamte, zum Befragen von Zeugen und Verdächtigen braucht es keine Beine, und wenn tatsächlich mal jemand verfolgt werden muss, kann das auch der Partner übernehmen. Lediglich das Begehen von Tatorten kann Schwierigkeiten bringen, da Mörder wohl selten darauf achten, nur an rollstuhlgängigen Orten zu morden. Daniel Zucker löst dieses Problem einfach damit, dass er seinem Partner eine Kamera mitgibt und sich die Sache per Liveübertragung am Laptop anschaut. Die Autorin Laura Wulff benutzt eine sehr bildliche Sprache („seine Augen hatten die Farbe von Dünnpfiff“) und versucht, Wiederholungen zu vermeiden, was besonders an den phantasievollen Bezeichnungen von Daniel Zuckers Rollstuhl auffällt (Krüppel-Harley, Popo-Ferrari). Die sehr plastischen Beschreibungen haben aber durchaus auch Nachteile: manche Szenen musste ich überblättern, ich hielt die detailgetreue Beschreibung von Missbrauchsszenen schlicht nicht aus. Die Spannung wird durch den ganzen Roman aufrechterhalten; auch die Auflösung ist einiges komplexer als es in den Anfangskapiteln den Anschein machte. Mit ihrem Thriller „Nr. 13“ konnte mich Laura Wulff vollends begeistern, ich empfehle den Roman daher gerne allen Thriller-Begeisterten, die nicht auf einem Handlungsort in den USA bestehen sondern gerne mal etwas Lokales (oder für uns Schweizer zumindest „lokaleres“) lesen. Mittlerweile gibt es noch zwei weitere Thriller um die Zuckers.

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  • Zweiter Fall für Marie und Daniel Zucker

    Nr. 13
    Engelsgesicht77

    Engelsgesicht77

    Inhalt: „Er trug die Kutte eines Mönchs.“ So beschreibt eine verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Nur mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker – nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt, nun aber wieder im Dienst – nicht mit den Ermittlungen anfangen, ohne einen Eklat zu verursachen. Darum wird Daniels Frau Marie beauftragt, ein Phantombild des Mörders zu erstellen. So stößt sie auf beunruhigende Hinweise: Hat ihr eigener Chef eine dunkle Seite, von der niemand etwas ahnt? Währenddessen beschließt Maries 19-jähriger Cousin, Daniel bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen – und bringt sich damit in größte Gefahr … Ein mysteriöser Mord, ein Haus voller Verurteilter und ein Alptraum, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint: der neue Fall für die Zuckers! Habe zum Glück vorher erfahren, dass es beim dem Buch um den zweiten Fall von Daniel Zucker und seiner Frau ist. So habe ich den ersten Fall zuerst gelesen, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Der erste Band hat mir so gut gefallen, dass ich gleich im Anschluss die Fortsetzung lesen musste. Kann sagen, dass der zweite Band dem ersten nicht nachsteht und ich finde, dass es der Autorin sehr gut die Mordfälle beschreibt, so dass einem kalt den Rücken runterläuft. Teilweise sind diese sehr brutal. Aber so was ist nach meinem Geschmack! Auch der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und man kann sich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. Besonders der Junge im Prolog tat mir so unendlich leid. Hätte ihn gerne aus der Situation befreit. Freue mich schon auf den nächsten Fall mit Daniel Zucker und ich habe gerade gesehen, dass dieser schon erschienen ist. Hoffe nur, dass dieser nicht in meinem SUB untergeht und ich den bald wie möglich lese ;-) Hier die Reihenfolge der Reihe Marie und Daniel Zucker 1. Leiden sollst du 2. Nr. 13 3. Töte und Lebe!

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    • 2
    parden

    parden

    14. March 2015 um 10:05
  • Manchmal täuscht der erste Eindruck - aber nur manchmal

    Nr. 13
    AndreaBugla

    AndreaBugla

    12. March 2015 um 21:45

    Als eine misshandelt Leiche gefunden wird, führen die Spuren schnell zu einem Haus, in dem aus der Haft entlassende Sexualtäter leben. Daniel Zucker, der sich eher durch eine List in den Fall "geschummelt" hat, ist sich nicht sicher, was er davon halten soll. Einerseits schreit ihn die Vorgeschichte der Bewohner geradezu an, andererseits gibt es ausreichend Leute, die scheinbar alles dafür tun würden, den Bewohnern etwas anzuhängen und sie so zu vertreiben. Die Beweise deuten beinahe zu gut auf die vermeindlichen Täter hin, während keine zwei Aussagen und keine zwei Spuren zu einander zu passen scheinen. Neben den beruflichen Problemen, sowohl was den Fall als auch Daniels Stellung auf dem Kommissariat betrifft, belastet den Rollstuhlkommissar aber auch privat einiges. Marie leidet unter dem (endgültig gestörten) Verhältnis zwischen ihm und ihren Eltern. Ben hat noch immer Probleme damit, die Geschehnisse zu verarbeiten - was den jungen Mann allerdings nicht davon abhält, eigene "Ermittlungen" zum Haus mit der Nr 13 anzustellen. Dass er dabei abermals in Gefahr geraten könnte, der Gedanke kommt ihm zunächst nicht... Wie auch schon im ersten Teil der Zucker-Krimis behält Laura den Blick fest auf Daniels Probleme als Rollstuhlfahrer. Sie läßt sie nicht einfach Friede Freude Eierkuchen verschwinden und Daniel nach dem erfolgreich abgeschlossenen Fall sofort wieder zu dem hoch angesehenen Kommissar werden. Sie zeichnet seinen schweren Weg auch weiterhin mit ebenso viel Liebe zum Detail, wie sie es auch mit den Verbrechen tut. Ohne dass es gedrängt wirkt, bringt sie einem zudem die übrigen Charaktere mit jedem Kapitel näher. Fazit: der 2. Zucker braucht sich in keinster Weise hinter seinem "großen Bruder" zu verstecken.

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  • Merklich spannender und reifer als Band 1. Ein Thriller der zum nachdenken bringt.

    Nr. 13
    aly53

    aly53

    10. March 2015 um 07:39

    Meine Meinung: Auch dieser Fall hat sofort mein Interesse geweckt. Nachdem der Prolog  schon sehr gut losging, war ich gespannt was es damit auf sich hatte. Kurz darauf wurde eine Frauenleiche in der Mikwe gefunden, parallel dazu steht das Haus Nr.13 in Beschuss. Denn eine demente Anwohnerin will einen Mord an einer Frau beobachtet haben. Kurz darauf kommt die Tochter der Zeugin ums Leben. Zufall? Im Haus Nr.13 leben verurteilte Pädophile, das allein hat schon mein Interesse geweckt, denn meist ist es so, daß da noch was im Verborgenen liegt. Daniel Zucker ermittelt in diesem Fall offiziell, es war toll für mich zu sehen, wie er wieder voll in seiner Arbeit aufgegangen ist, man spürte förmlich, daß es seine Berufung ist. Aber auch Marie hat so ihre Verdachtsmomente gegenüber ihrem Chef. Ist er ebenfalls Pädophil oder nur ein Opfer? Benjamin der ja nun bei den Zuckers lebt, möchte Marie und Daniel helfen und ermittelt auf seine eigene Art und Weise. Dabei wird ihm vieles klar, was ihm bisher nicht bewusst war. Ich fand diesen Kriminalfall sehr spannend, viel besser als den ersten Teil. Hier standen die Ermittlungen im Vordergrund und so soll es sein. Ich konnte mich richtig in dieses Buch reinfühlen. Schmerz, Verzweiflung und auch Grauen spüren. Besonders Benjamins innere Zerrissenheit war für mich fast greifbar. Aber auch Daniels Empfinden, daß er nicht so kann, wie er gern würde. Denn noch immer ist es für ihn nicht leicht mit seiner Querschnittlähmung umzugehen, aber er akzeptiert sie. Marie und Daniel haben jedoch auch privat einige Probleme, die sie noch bereinigen müssen. Die Handlung blieb durchweg spannend, immer wieder wurde man auf falsche Fährten gelockt. Dennoch was man im Laufe des Buches zutage fördert ist einfach erschütternd und bringt uns emotiinal an unsere Grenzen. Aber es bringt uns auch zum nachdenken. Urplötzlich fand man sich plötzlich auf der richtigen Spur wieder und ich war schockiert , aber auch erstaunt, wie mir das entgehen konnte. Der Showdown war sehr gut und völlig unvorhersehbar. Alle Puzzleteile fanden ihren Platz und es wurde alles nachvollziehbar. Schlussendlich fand alles einen tollen Abschluss. Das zentrale Thema fand ich sehr gut gewählt, ebenso das man nicht vorher alles verurteilen sollte, ohne die Hintergründe zu erkennen. Auch hier wird uns wieder klar gemacht, daß ein einziger Entschluss alles verändern kann. Ich war erstaunt über mich selbst , daß ich sogar Mitleid und Verständnis aufbringen konnte, aber es war tatsächlich so. Man sollte immer alle Teile betrachten, nur so kann man sich auch ein Urteil bilden. Anfangs empfand ich die Spannung des Buches eher unterschwellig, im Laufe des Buches wurde sie jedoch greifbar für mich. Mir hat sehr gut gefallen, daß wir hier ein Gespür für die Ermittlungen bekommen haben. Es zeigt uns auch die Schwachstellen auf. Vor allem was es bedeutet, wenn ein Komissar im Rollstuhl ermittelt. Ich fand alle Charaktere sehr glaubhaft und real dargestellt. Die Entwicklung von Leander hat mir sehr gut gefallen. Auch andere Personen in diesem Buch haben eine merkliche Entwicklung durchgemacht. Die einen gut, die anderen weniger. Auch dieses Buch ist weniger für zarte Gemüter geeignet, nicht so sehr durch die Beschreibungen, sondern mehr durch das, was man sich zwangsläufig vorstellt. Manche Stellen haben selbst mir eine Gänsehaut beschert und hier und da auch mal ein Tränchen hervorgelockt. Ich fand dieses Buch erschreckend real und das hat mir auch etwas Angst gemacht. Es ließ sich hier wieder sehr angenehm und flüssig lesen und die Kapitel haben wieder eine normale Länge. Auch  haben mir wieder die Perspektiven sehr gut gefallen, hauptsächlich von Daniel, aber auch andere Sichtweisen kommen zutage, je nachdem wer gerade im Zentrum steht. Dadurch sind es nicht einfach nur Personen, sie bekommen ein Gesicht, da wir mehr mit Ihnen fühlen und leiden können. Wir spüren was sie empfinden und denken. Das macht es erst richtig gut. Man kann diesen 2.Band der Zucker-Reihe unabhängig vom ersten lesen, da jeder ansich abgeschlossen ist und man immer wieder Rückblicke erhält. Aber ich fand, dieser Band ist merklich gereift. Alles in allem war es ein tolles Leseerlebnis für mich. Cover und Titel passen auch hier wieder sehr gut zum Inhalt des Buches. Fazit: Ein gelungener 2.Band der Zucker-Reihe. Er macht uns fassunglsos und bringt uns an unsere Grenzen. Ein Buch das ich jedem Thriller Fan empfehlen kann. Die Zucker-Reihe empfinde ich als etwas besonderes, gerade weil sie nicht ist wie andere. Sie ermöglicht uns einen völlig neuen Blickwinkel und lässt das Ganze in einem anderem Licht erscheinen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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  • Der zweite Fall der Zuckers

    Nr. 13
    gesil

    gesil

    26. February 2015 um 12:31

    Nach einem Unfall ist Kriminalkommissar Daniel Zucker an den Rollstuhl gefesselt und darf offiziell nicht mehr vor Ort ermitteln. Immerhin hat er durchgesetzt, dass er von seinem Arbeitgeber ab und an als Sonderermittler angefordert wird. Meist geschieht das jedoch bei Fällen, deren Sachlage klar scheint. Als die Meldung eines Mordes hereinkommt, glaubt Daniels Chef, diesen Fall schnell zu den Akten legen zu können, denn die einzige Zeugin ist geistig verwirrt und von einer Leiche gibt es keine Spur. Daniel jedoch bohrt weiter und fördert Grausames zu Tage. „Nr. 13“ ist der zweite Fall für das Ehepaar Zucker, aber das erste Buch von Laura Wulff, das ich gelesen habe. Leider war mir nicht bewusst, dass es dazu einen Vorgänger gibt. Daher empfand ich den Einstieg in das Buch auch als sehr schwierig, denn die einzelnen Figuren werden nicht groß vorgestellt und manche Zusammenhänge werden einem wohl nur klar, wenn man auch „Leiden sollst du“ gelesen hat. So erfährt der Leser zwar, dass Daniel nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, aber wie es zu diesem Unfall gekommen sein mag, wird nicht mehr thematisiert. Auch dass Maries Cousin Ben zwei Wochen „Warnschuss-Arrest“ absitzen musste, hat wohl etwas mit den Vorgängen des ersten Falls zu tun. Was genau bleibt jedoch im Dunkeln. Von daher fiel es mir schwer, mit den Protagonisten warm zu werden. Zu sehr betont mir Daniel bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, wie sehr ihn das Leben im Rollstuhl einengt und wie wenig ernst genommen er sich von seiner Umgebung fühlt. Schwierigkeiten bereitete mir auch Laura Wullfs Schreibstil, sodass ich anfangs beim Lesen stockte und in meinem Lesefluss gebremst wurde. Definitiv kam mir das Wort „Wichsen“ zu oft und dann geballt vor. Im Laufe der Handlung wurde es zwar besser, dennoch glaube ich, dass ich keinen weiteren Thriller von Laura Wulff lesen werde, denn auch die Auflösung der vielen Fäden hat mich am Ende eher verwirrt.

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  • Wird mit jeder Seite besser, ansprechendes Cover

    Nr. 13
    Nachtschattenpflanze

    Nachtschattenpflanze

    20. September 2014 um 14:37

    Das Buch beginnt sehr verstörend mit dem Missbrauch an einem kleinen Jungen. Hier war tatsächlich schon ein Moment, wo ich mich fragte, ob ich das Ganze wirklich lesen will, als passionierte Thrillerleserin schocken mich detailgenaue Beschreibungen nicht, im Gegenteil. Morde, Verstümmlungen, sadistische Einzelheiten erwarte ich hier. Wenn es um Kinder geht, bin ich aber scheinbar wohl doch ein wenig dünnhäutiger als gedacht. Glücklicherweise war die Szene nur kurz. Danach entwickelte sich die Geschichte erst mal wie ein mittelmäßiger Thriller weiter: Eine weibliche Leiche wird in einer jüdischen Einrichtung gefunden, erste Spuren führen zu einem Haus voller ehemaliger Gefängnisinsassen, durchweg pädophil veranlagt und entsprechend nicht gerne gesehen in der Nachbarschaft. Eine alte, leicht demente Dame will in diesem Haus, passenderweise mit der Nummer 13, einen Mord beobachtet haben, der irgendwie mit der Toten in dem jüdischen Bad übereinstimmen könnte... bis hierhin nichts wirklich innovatives und alles ein bisschen klischeehaft. Anfangs war ich überzeugt davon, dass dieses Buch niemals mehr als drei von fünf Bewertungspunkten verdient hätte. Aber irgendwie fand ich nach und nach immer mehr in das Geschehen hinein, ohne es anfangs selbst zu bemerken. Und als ich es bemerkte, wusste ich auch warum: Die beteiligten Personen wurden so einfühlsam und realistisch beschrieben, dass ich sie ziemlich bald richtig gut zu kennen glaubte. Außerdem waren sie mir trotz oder vielmehr gerade wegen der menschlichen Macken absolut sympathisch. Hier zeigt sich die Besonderheit des Buches: Der Hauptermittler Daniel Zucker, Rollstuhlfahrer nach einem Unfall und noch nicht mit seinem Schicksal im Reinen. Eben diesen beschreibt die Autorin so herrlich authentisch, seine Probleme, die man als Fußgänger gar nicht wahrnimmt, seine Gefühle zwischen „Ich kann das allein“ und „Ich will nicht mehr“, sein ständiger Kampf gegen Vorurteile und gegen sich selbst. Dies vor allen Dingen macht diesen Thriller zu etwas Besonderem und Lesenswertem. Auch die anderen beteiligten Figuren haben einen deutlichen Wiedererkennungswert, insbesondere der Cousin von Zuckers Ehefrau, Benjamin, wird so dargestellt, dass sich seine Gefühlswelt absolut offen darlegt und man einfach mitfühlen muss. Insgesamt zeichnet sich die ganze story durch eine großartige Detailgenauigkeit aus, wie schon beschrieben, am Anfang des Buches für mich zu genau. Aber im Verlauf gewinnt das Buch dadurch einen Art Eigenleben, die einen irgendwann in seinen Bann schlägt. Inhaltlich spielt das Haus Nummer 13 bald einen immer größere Rolle, hier ist nichts so, wie es anfangs scheint und es zeigt sich schnell, dass einfache Schwarz-Weiß-Malerei hier nicht angebracht ist. Insgesamt eine mittelmäßige storyidee, allerdings mit sehr schön ausgearbeiteten Protagonisten und einem schönen, wenn auch nicht überraschendem Ende. Diese ist schon der zweite Band um Daniel Zucker, der Erste allerdings noch nicht von mir gelesen. Wird aber so schnell wie möglich nachgeholt, ich freue mich darauf.

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  • Phädophiler Wahnsinn

    Nr. 13
    flieder

    flieder

    23. August 2014 um 23:09

    Der Sonderermittler Daniel Zucker ist nach einem schweren Sportunfall querschnittsgelähmt und nimmt seinen Dienst wieder auf. Doch gleich der erste Fall bringt ihn an seine körperlichen Grenzen. Eine Leiche wird im jüdischen Ritualbad entdeckt, doch durch die enge Treppe ist der Zugang für Zucker unmöglich. Kurzerhand kauft er eine Webcam und lässt sich so durch seinen Kollegen den Tatort zeigen. Ein Anruf einer verwirrten alten Frau, die im gegenüberliegenden Haus einen Mord beobachtet haben will, lässt Zucker auf das Haus in der Bruchstr. Nr 13 aufmerksam werden. Hier haben sich eine Handvoll entlassener Sexualstraftäter niedergelassen, die durch die ständigen Proteste der Anwohner ein beobachtetes Leben führen. Kann es also sein das hier tatsächlich ein Mord geschehen ist?? Kurzentschlossen beschließt Ben, der zur Zeit bei der Familie Zucker lebt, sich das Vertrauen der Bewohner in der Bruchstr. 13 zu erschleichen und muss fast mit seinem Leben bezahlen.  Auch Zuckers Familienleben ist nicht gerade auf der Sonnenseite. Seine Frau wünscht sich sehnlichst ein Kind und lässt ihn angesichts seiner Behinderung fast verzweifeln ob die Ehe unter diesen Umständen noch Bestand haben kann.   Gleich zu Beginn des Buches ist klar das es sich nicht um eine seichte Geschichte handelt. Der Leser erlebt fast bildlich den brutalen Missbrauch an einem Kind. Etwas labilere Leser sollten schon hier besser die Finger weglassen. Wer aber einen guten Thriller mag ist hier genau richtig. Die Spannung wird konstant hochgehalten und der flüssige Schreibstil tut sein übriges. Immer wieder wird man auf eine falsche Fährte geführt um am Ende ein Aha-Erlebnis zu haben. Die beiden Tabuthemen Behinderung und Kindermissbrauch wurden sehr gut umgesetzt. Ein Buch, dass ich fast nicht mehr aus der Hand legen konnte, deshalb von mir 5 Sterne

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  • Laura Wulff - Nr. 13

    Nr. 13
    AlineWirths

    AlineWirths

     Dann mal los, zuerst das Cover. Ich finde es wirklich anziehend, trotz der Grausamkeit, die es schlussendlich ja ausstrahlt. Es ist ein Thriller, da wäre Friede, Freude, Eierkuchen fehl am Platz. Ich mag es sehr. Die kurze Titelwahl wird bestens platziert, was die Mauerfragmente mit dem Efeu und den Blut noch besser in Szene setzen. Es wird schnell klar, das das Cover einen Bezug zum Buch findet. Welchen müsst ihr natürlich selbst lesen. Am Anfang wirst du gleich mit den Grausamkeiten konfrontiert, um der es in diesen Buch geht. Pädophilie. Schon fast geschockt, habe ich die ersten Seiten gelesen. Der Anfang ist mehr als brutal und verstörend. Die Autorin nimmt keine Rücksicht und führt den Leser ohne Abschweifungen sofort in die Geschichte ein. Ich muss schon sagen, Hut ab, vor der Themenwahl. Uns allen sollte klar sein, das Kindesmissbrauch immer wieder geschieht, und oftmals totgeschwiegen wird. Laura Wulff setzt sich gekonnt damit auseinander und zeigt die grausame Wirklichkeit. Es ist ein Thriller, das sollte jedem kalr sein. Also nichts für zartbesaitete. Und ehrlich? So spannend ich dieses Buch fand, ich brauchte jetzt für meine Verhältnisse echt ziemlich lange zum Lesen. Es ist teilweise harte Kost, aber das wusste ich, bevor ich es gelesen habe. Und das meine ich hier nicht negativ. Für mich zeichnet es den Roman aus, das er so realistisch wirkt. man merkt sehr gut, das die Autorin nicht ohne Recherche an diesem Buch gearbeitet hat. Ich habe nicht den ersten Zuckerteil gelesen (Leiden sollst du). Aber man stellt schnell fest, das man das gar nicht muss, um den Ermittlerpaar Zucker zu folgen, zu verstehen und beide sympatisch zu finden. Wirklich kreativ die beiden, wie sie an die Arbeit gehen, um den Fall aufzudecken. Und das auch noch mit ihren eigenen privaten Problemen. Ich mochte sie. Marie, Benjamin und natürlich den Hauptkommissar, der eine beeindruckende Denkweise hat, und so viele beeindruckt. Nicht das er um seinen Status kämpft, sondern er gibt nicht auf, die Fäden des Falles so lange zu verfolgen, bis die Lösung vor ihm liegt. Ein kämpfender Ermittler mit Handycap. Ein Lob an die Autorin, denn die Figuren sind sehr liebvoll gezeichnet. Egal, ob es sich hier um die Guten oder eben die Bösen handelt. Sie wirft Fragen auf und gräbt ausdauernd in den Gedanken ihrer Figuren. Beeindruckend. Die medizinische Einleitung eines Furunkels war das einzigste Störkriterium. Auch wenn mir klar war, warum die Autorin dies einfügt, war es in meinen Augen nicht nachvollziehbar.  Durch ihre detailierte und gekonnt fesselnde Schreibweise konnte mich die Autorin fesseln und mich dem Geschehen weiter folgen lassen. Schockierend, leidenschaftlich und brutal nimmt sie kein Blatt vor dem Mund. Mit Umgangssprache und dem Kölner Dialekt ist die Story schon realistisch genug. Die wirklich fasettenreichen Sichtweisen der unterschiedlichen Charas fand ich sehr beeindruckend. So bekommt man nicht nur Einblick in unseren sympatischen Kommissar, sondern auch in die Pädophilen, schuldig oder nicht, in die, die sich bessern wollen und die, die ihre Natur brutal leben, die, die beeinflusst worden sind und die, die unglücklich falsch bestraft worden sind, die, die mit ihrer Natur kämpfen und die, die eigene Vorurteile ausräumen müssen. Wir erleben Alltag mit Handycap, Alltag mit anderen Neigungen und Alltag mit seinem eigenen Gewissen. Ein wirklich sehr detailreicher und umfangreicher Thriller. Ein Buch über Pädophilie, Schwulsein, über Tod und Leben.

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    Floh

    Floh

    21. August 2014 um 11:47
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