Laurell K. Hamilton

 4.3 Sterne bei 1,812 Bewertungen
Autorin von Bittersüße Tode, Blutroter Mond und weiteren Büchern.
Laurell K. Hamilton

Lebenslauf von Laurell K. Hamilton

Laurell K. Hamilton, geboren 1963 in Heber Springs, Arkansas. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter zog sie nach Indiana, um bei ihrer Großmutter zu leben. Sie studierte Englisch und Biologie an der Indiana Wesleyan University, einem christlichen College in Indiana. Sie arbeitete zunächst als Lehrerin und danach als Herausgeberin bei einem Unternehmen in LA. Hamilton verfasst erste Romane, mit der Anita-Blake-Serie gelang ihr der nationale und internationale Durchbruch. Die Serie gilt als Mischung verschiedener Genres wie Horror, Mystery, Detektivroman, Fantasy, Science-Fiction, Thriller, Romanze und Liebesroman Die Autorn lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter im St. Louis County, Missouri.

Alle Bücher von Laurell K. Hamilton

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Bittersüße Tode

Bittersüße Tode

 (188)
Erschienen am 18.10.2005
Zirkus der Verdammten

Zirkus der Verdammten

 (122)
Erschienen am 23.08.2005
Blutroter Mond

Blutroter Mond

 (125)
Erschienen am 14.12.2004
Gierige Schatten

Gierige Schatten

 (113)
Erschienen am 14.02.2006
Bleiche Stille

Bleiche Stille

 (110)
Erschienen am 15.08.2006
Tanz der Toten

Tanz der Toten

 (104)
Erschienen am 09.01.2007
Dunkle Glut

Dunkle Glut

 (104)
Erschienen am 14.08.2007
Ruf des Blutes

Ruf des Blutes

 (104)
Erschienen am 01.03.2009

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Neue Rezensionen zu Laurell K. Hamilton

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Rezension zu "The Killing Dance" von Laurell K. Hamilton

Sie waren nie für einander bestimmt
Wortmagievor einem Monat

Laurell K. Hamiltons Urban Fantasy – Reihe „Anita Blake“ war stets als Mehrteiler konzipiert. Nach dem College las sie viele Krimis und fand, dass Frauen dort grundsätzlich weniger taff als Männer auftraten. Sie wünschte sich eine Heldin, die in allen Bereichen mindestens ebenso gut wie Männer war. Sie entschied, in der Welt dieser Heldin parallel ihre Vorliebe für Folklore und Mythologie auszuleben. Die Idee zu „Anita Blake“ war geboren. Sobald dieser Ansatz gefestigt war, wusste sie, dass sie keinen Einzelband schreiben würde. Ihr war damals hingegen nicht klar, wie stark Romantik die Geschichte beeinflussen würde. Erst mit dem vierten Band „The Lunatic Cafe“ gestand sie sich ein, wie wichtig diese Ebene für „Anita Blake“ ist. Diese Erkenntnis war meiner Meinung nach die Voraussetzung für den sechsten Band „The Killing Dance“.

Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Als der Vampir Sabin Anita Blakes Büro betritt, muss sie sich sehr zusammenreißen, um ihren Ekel zu verbergen: Sabin verfault bei lebendigem Leib. Er bittet um ihre Hilfe als mächtige Nekromantin. Anita ist nicht sicher, wie und ob sie seine Erkrankung heilen kann, ist jedoch bereit, es zu versuchen. Wären da nur nicht all die anderen Probleme, die ihre Aufmerksamkeit erfordern. Irgendjemand hat ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Mit Edwards Unterstützung bemüht sie sich redlich, allen Auftragskillern aus dem Weg zu gehen und zu ermitteln, wer sie diesmal tot sehen will, aber sie kann sich nicht völlig aus der Schusslinie heraushalten. Eine zeremoniell hingerichtete Vampirleiche, Ärger in Richards Werwolfsrudel und ihr eigenes, chaotisches Liebesleben halten sie fleißig auf Trab. Anita ist so beschäftigt, dass sie nicht bemerkt, dass ihr die Gefahr bereits näher ist, als sie glaubt…

„The Killing Dance“ erwischte mich kalt. Ich habe das Buch schon einmal auf Deutsch als „Tanz der Toten“ gelesen, ordnete meine Erinnerungen an die Handlung allerdings späteren Bänden zu. Ich war nicht darauf vorbereitet, bereits so früh im Rahmen meines Rereads mit einem der traurigsten, tragischsten Bände der Reihe konfrontiert zu werden. Mein Herz blutet. Es war unglaublich schmerzhaft, Anita und Richard dabei zu beobachten, wie sie sich permanent gegenseitig verletzen. Dennoch mochte ich „The Killing Dance“ sehr, weil ich den akuten Fall trotz mehrerer Komponenten im Vergleich zu „Bloody Bones“ erfreulich klar strukturiert, rund und in sich geschlossen fand und er bezüglich der übergreifenden Geschichte sehr aufschlussreich ist. Laurell K. Hamilton etabliert einige der Hauptkonflikte der Reihe, gewährt tiefe Einblicke in die von Dominanz geprägte Hierarchie eines Werwolfsrudels und erklärt Anitas belastete Beziehungen zu verschiedenen Figuren, darunter sie selbst, Jean-Claude, Dolph, Edward (von jeher mein liebster Nebencharakter) und eben auch Richard. Ihr betrübliches Drama trägt entscheidend zum Verständnis von Anitas Persönlichkeit bei und bot mir reichlich Gelegenheit zur Analyse. Die Anziehungskraft und die Gefühle, die Richard und Anita füreinander empfinden, stehen außer Frage, doch sie harmonieren einfach nicht. Liebe allein reicht eben nicht aus. Ich glaube, sie sind hauptsächlich in die Idee voneinander verliebt, die mit der Realität ihrer Beziehung katastrophal kollidiert. Zwischen Anita und Richard geht es stets darum, wer das furchteinflößendere Monster ist. Sie können einander nicht so akzeptieren, wie sie sind, weil sie sich selbst nicht akzeptieren können. Sie lehnen die inhumane Brutalität, die in ihnen beiden schlummert, sowohl in sich selbst als auch im jeweils anderen ab. Richards Wolf erzeugt eine Resonanz mit Anitas Düsternis; Anitas Bereitwilligkeit, zu töten, die sie sogar dominant in sein Rudel integriert, erinnert ihn an die kompromisslose Skrupellosigkeit seiner animalischen Seite. Er verlangt von ihr, sein Tier zu umarmen, kann es aber selbst nicht. In „The Killing Dance“ entscheidet er, ihr seinen Wolf in voller Pracht zu präsentieren und wählt dafür den krassesten Augenblick, der überhaupt möglich war. Extremer konnte er den Kontrast zwischen Wolf und Mensch gar nicht betonen. Das riecht nach Sabotage, denn er hätte Anitas ersten Kontakt mit seinem tierischen Ich durchaus schonender gestalten können. Ich werfe Anita nicht vor, dass sie Schwierigkeiten hat, diese traumatische Situation zu verarbeiten und kann nachvollziehen, dass ihr Jean-Claude, mit dem sie die Illusion, er wäre ein Mensch, deutlich leichter aufrechtzuerhalten vermag und der weder seine noch ihre Natur verleugnet, automatisch attraktiver erscheint. Ich denke mittlerweile, dass Richard und Anita nie füreinander bestimmt waren. Sie sind nicht fähig, die Wunschvorstellungen voneinander zu erfüllen und hadern mit den daraus resultierenden Implikationen: einen weißen Gartenzaun kann es für sie niemals geben.

Ich weiß, dass meine Rezension den Eindruck vermitteln könnte, „The Killing Dance“ hätte außer Herz-Schmerz-Drama wenig zu bieten. Das stimmt nicht. Es ist ein wirklich aufregender, spannender und atemloser Band, der mich auch neben meiner Lieblingsbeschäftigung, Anita zu analysieren, sehr gut unterhalten und einige Male überrascht hat. Für andere Leser_innen sind Elemente wie das Kopfgeld oder der abstoßende Vampir Sabin vielleicht präsenter, aber ich konzentriere mich gern auf Anitas Liebesleben, weil die Entwicklung ihres Charakters, die sich darin spiegelt, für mich der interessanteste Aspekt der Reihe ist. Sie ist der Grund, warum ich diesen Mehrteiler sogar im Rahmen der von Stereotypen geplagten Urban Fantasy als einzigartig ansehe. Vampire, Werwölfe, Nekromanten – alles schon da gewesen, doch Anita ist ein echtes Original. Nehmt es mir also nicht übel, dass es mir so viel Spaß bereitet, ihre Persönlichkeit zu entschlüsseln und mich lang und breit darüber auszulassen. Irgendwo muss ein Fangirl ihren Gedanken ja freien Lauf lassen können. ;-)

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Rezension zu "Nacht der Schatten" von Laurell K. Hamilton

Anita rettet mal wieder die Welt...
Asbeahvor 5 Monaten

Anita Blake Band 12 (Teil 2): Die Geschichte setzt zum Glück genau dort an, wo der vorherige Teil aufhörte. Der von den Wölfen gekidnapte Leopard Gregory kann vor seiner Hinrichtung von Anita gerettet werden. Ob der sich von den erlittenen Traumata jemals erholen wird, ist allerdings fraglich. Darum kümmer sich jedoch niemand. Anita mischt sich lieber auch weiterhin in die Angelegenheiten des Werwolf Rudels ein, auch ungebeten. Doch kaum ist ein Problem behoben, eskalieren die Dinge. Inzwischen wenden sich die verschiedensten Rudel an Anita um Hilfe - Anita, Rächerin der Witwen und Waisen...

Auch hier wird wieder stundenlang diskutiert obwohl Eile geboten ist, Anita hat nichts dazugelernt. Zudem muss man sich mit den Auswirkungen von Anitas innerem Sukkubus herumschlagen. Sex ja, Sex nein, Sex vielleicht, ja, nein, doch, ist Petting und Beißen auch Sex, der Amerikaner sagt dazu nein, der Europäer ja. Erst wird darüber nachgedacht, dann diskutiert und dann wird er ausgeführt und man darf alles nochmal erfahren… Nur noch anstrengend, nicht erotisch. Interessant wohl nur noch für Leute die selbst unter Hormonstau leiden. Ich habe jedenfalls den Eindruck gewonnen, dass die Autorin diesen Sukkubus nur deshalb erdacht hat um neben all der Gewalt auch noch mehr Sex unterbringen zu können. Sex sells, wie man so schön sagt, aber ein Übermaß wird auch schnell langweilig. Im Übrigen ist mir inzwischen egal geworden, wen oder ob sie überhaupt jemanden liebt, bzw glaubt, zu lieben. Das hin und her ist kaum noch zu ertragen und Anitas Naivität in der Hinsicht ebenfalls.

Im Großen und Ganzen ist auch dieser Band wieder vom Stil her gut geschrieben, so dass man am Ball bleiben muss. Einfach abbrechen oder ein Kapitel überschlagen, das geht hier nicht. Die Hintergründe für Anitas seltsame Entscheidungen und Einmischungen wurden stets erläutert, was hier wirklich wichtig ist. Nur leider konnte ich sie dennoch meist einfach nicht mehr nachvollziehen. Anita oder die Autorin selbst hat wohl ein psychisches Problem. Die Reihe nimmt irgendwie krankhafte Ausmaße an, und ich verstehe langsam, weshalb die Übersetzung der Reihe nicht mehr fortgesetzt wurde.


Fazit: fesselnd und grausam in der Handlung, emotionslos und nervig  in Anitas Gedankenwelt. 4 Sterne


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Rezension zu "Jägerin des Zwielichts" von Laurell K. Hamilton

Der Suchtfaktor ist immer noch da
Asbeahvor 5 Monaten

Anita Blake Band 11 (Teil 1): Ich weiß nicht recht, was ich zu dieser Geschichte sagen soll. Meinen Gesamteindruck könnte ich mit “abgenervt” bezeichnen. Dennoch war ich gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Anita Blake als Person wird mir immer lästiger, ihre Naivität bei all ihrem Wissen, all ihren Erfahrungen, ist kaum noch auszuhalten. Seit einem halben Jahr hat sie Jean Claude und Richard nicht gesehen, nicht gesprochen, sich nicht dafür interessiert wie es ihnen geht. Nun will sie sich zwischen den beiden endlich entscheiden. Witzig! Sie kann froh sein, wenn überhaupt noch einer sie will, aber auf den Gedanken kommt sie gar nicht. Behandelt man so die Menschen die man angeblich liebt? Und außerdem, wenn man sich ein halbes Jahr fernhält, kann die Sehnsucht ja nach keinem der beiden allzu groß sein. Dieses Hickhack ist mir völlig unverständlich. Doch wie es im Leben so spielt: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte” - ein weiterer Mann tritt in Anitas Leben. Ich wollte schon erleichtert aufatmen, doch zu früh gefreut!

Die Handlung selbst ist spannend, wird aber erst durch unlogisches, zögerndes Handeln aller Beteiligten ausgelöst. Da sind ein, zwei Leben zu retten, aber man hat ja Zeit - vorher erstmal Beziehungen diskutieren, ein wenig Sex und Magie in aller Öffentlichkeit, da kann der Gequälte ruhig noch ein paar Stunden in seinen Schmerzen ausharren. Über die Konsequenzen ihrer Handlungen ist Anita dann mehrfach total erstaunt. “Das habe ich nicht gewollt…”.Jaja. Dennoch bleibt sie auch weiterhin ihrem Grundsatz treu: Nimm keine Hilfe und keine guten Ratschläge von anderen an, die mit Vernunft und Weisheit zu tun haben. Was ein alter Vampir wie Jean Claude an Anita, diesem dummen Kind, findet, kann ich gar nicht verstehen. Weisheit und Alter lassen ihn wohl geduldig sein.

Der Schreibstil ist wie immer gut und fesselnd und würde mich auch ohne die sich durch die Reihe ziehenden S/M Grausamkeiten bei der Stange halten. Doch tatsächlich ist es mit diesen Praktiken die härteste Fantasy Reihe, die ich bisher gefunden habe. Dagegen nimmt sich Black Dagger harmlos aus.

Mein Fazit: Reichlich Magie, reichlich Geschwätz, reichlich nervig, dennoch fesselnd. 4 Sterne


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Laurell K. Hamilton wurde am 18. Februar 1963 in Heber Springs, Arkansas (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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