Lauren Belfer Wie ein Licht im Strom.

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Inhaltsangabe zu „Wie ein Licht im Strom.“ von Lauren Belfer

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  • Detailiertes Gesellschaftsbild Amerikas auf den Stufen zum 20. Jahhunderts

    Wie ein Licht im Strom.

    Maggi

    13. February 2014 um 00:15

    Dieses Buch war die Ausbeute einer Schatzgräberaktion meinerseits vor wirklich sehr, sehr vielen Jahren. Dann hatte es das traurige Schicksal, jahrelang auf dem SuB zu verstauben. Dies sollte sich nun ändern und ich nahm das Buch endlich zur Hand.   Es bietet ein vielschichtiges Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft des soeben begonnenen 20. Jahrhunderts mit all seinen Verstrickungen, Abhängigkeiten, Vetternwirtschaft und teilweise auch Intrigen und geht dabei so ins Detail, dass ein lebendiges Epochenbild entsteht.   Die Protagonistin Louisa ist die Leiterin einer fortschrittlichen Mädchenprivatschule in Buffalo, die von den Töchtern  der gehobenen Gesellschaft besucht wird, aber auch Stipendien vergibt. Sie geht ganz in ihrer Arbeit auf und seit dem Tod ihrer besten Freundin Margaret ist das, was sie privat berührt, einzig deren Tochter Grace, deren Patin sie ist. Sie hat Kontakte zu den besten Familien der Stadt und sitzt mit deren Oberhäuptern im Schulkommitee und pflegt auch privaten Umgang zu ihnen. Lebendig und detailliert wird die Stadt Buffalo beschrieben, die unterschiedlichen Stadtviertel, einige bewohnt von neureichen Multimillionären, Großindustriellen und eine große Karriere anstrebenden Politikern, andere von armen irischen, italienischen, polnischen oder deutschen Einwanderern. Sehr lebensnah wird dieser Flickenteppich und die Konflikte, die aus dem engen Miteinander entstehen, portraitiert. Auch der Umbruch in die Moderne wird greifbar, war Buffalo doch die erste Stadt der USA, in der Privathäuser mit Elektrizität versorgt wurden. Auch die Buffalo umgebende Natur, allen voran die so wichtigen Niagarafälle, an denen die ersten Elektrizitätswerke entstehen, die die Stadt erleuchten und Industrie in modernem Maßstab ermöglichen, werden ausführlich beschrieben. Nach und nach erfährt der Leser die Verstrickungen der Personen der Stadt untereinander, vor allem Louisas  Verhältnis zu den einflussreichen Familien der Stadt,  die Machtverhältnisse und –aufteilungen  untereinander und die Intrigen, teilweise über Jahrzehnte verlaufend, machen einem die untergründig verlaufenden Netzwerke und Abhängigkeiten im Verlauf der Geschichte immer deutlicher. Auch ein Leser aus dem 21. Jahrhundert bekommt so die Möglichkeit, sich eine  Vorstellungen von all den Konventionen, die vor 100 Jahren noch herrschten, all die Regeln, die es bis in die kleinsten Angelegenheiten zu beachten gab, nachvollziehen zu können.   Die teilweise langatmigen  Beschreibungen, die manchmal den Lesefluss hemmen, sorgen hier aber  für einen Stern Abzug. Man gewöhnt sich jedoch im Laufe des Buches an den ausufernden Stil. Auch unterstützt er das Verständnis für die vielfältigen Verbindungen der Personen untereinander. Insgesamt liegt hier aber ein überzeugendes Werk vor, das zu Unrecht fast unbekannt ist.

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