Lauren Beukes Broken Monsters

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 19 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(1)
(8)
(2)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Broken Monsters“ von Lauren Beukes

Eine zerbrechende Stadt und ihr schlimmster Albtraum. Detroit - Symbol für den Tod des American Dream. Zwischen Industrieruinen und Kunstprojekten geschieht Grässliches. Menschen werden ermordet und zu 'Kunstwerken' arrangiert: Ein Junge mit menschlichem Oberkörper und den Beinen eines Rehs. Eine Keramikkünstlerin als grausige Tonskulptur. Detective Gabriella Versado hat schon vieles gesehen, doch so etwas noch nie. Sie ahnt nicht, dass sie es mit einem Monster zu tun hat - mit jemandem, der von dem brutalen Traum besessen ist, die Welt nach seiner Vision neu zu erschaffen. Und der vor nichts zurückschreckt, um diesen Traum wahr werden zu lassen.

Ein hervorragender Horror-Roman: Erschreckend, spannend und voller realitätsnaher Charaktere

— TamiraS

Leider für mich ein Buch, das ich abgebrochen habe. Also mein persönliches Broken Monster.

— BonnieParker

Stöbern in Krimi & Thriller

Spectrum

Ethan Cross überrascht den Leser mit atemberaubender Action, unvorhersehbaren Wendungen und individuellen, unterschiedlichen Charakteren.

JennyWanderlust

Crimson Lake

Skurille Figuren in einem unterhaltsamen, spannenden, interessanten Thriller-Mix, der nicht Schema A folgt. Mal was anderes!

DieLeserin

Schwesterherz

Ein wirklich spannender erster Teil, der Lust auf mehr macht!

c_awards_ya_sin

Ein ehrenwerter Tod

Ein klassischer Kriminalroman, der sich zu lesen lohnt. Die Triestiner Atmosphäre rundet das Buch ab

Bibliomarie

SOG

Ein spannender tiefgründiger Thriller, der mir unter die Haut ging.

lucyca

Die Verlassene

Ein unblutiger, dafür aber ein emotional sehr berührender Psychothriller, der einen mit einem unbehaglichen Gefühl zurücklässt.

Prinzesschn

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Broken Monsters oder: Wie Klappentexte falsche Erwartungen wecken

    Broken Monsters

    TamiraS

    15. June 2017 um 22:35

    Der Klappentext von Broken Monsters macht falsch, was er nur falsch machen kann. Denn mit keinem Wort wird hier erwähnt, dass es sich weniger um einen Thriller, als um einen Horror-Roman handelt, der, wie es bei den meisten Horror-Romanen nun einmal ist, ein manchmal mehr, manchmal weniger großes Stück Übernatürliches zwischen den Seiten beherbergt. Liest man jedoch den Klappentext, erwartet man einen klassischen, wenn auch etwas brutaleren Thriller, in dem der Leser einer Ermittlerin dabei folgt, wie sie Schritt für Schritt einem verrückten Mörder auf die Spur kommt, der aus seinen Opfern Kunstwerke formt.Das ist zwar richtig, jedoch nur teilweise. Denn wir folgen zudem ihrer Tochter, einem Obdachlosen, einem Hobby-Journalisten und dem Mörder selbst, wodurch natürlich kein Rätseln darum entstehen kann, wer denn der Mörder überhaupt ist. Und ich denke, dass dadurch Leser, die einen Thriller erwarten, stark enttäuscht sein werden. Zudem liegt über der Geschichte ein Hauch Übernatürliches und benutzt Lauren Beukes eine Sprache, die, zeitgemäß, zwischen salopp und bildhaft gratwandert, ohne je das Gleichgewicht zu verlieren.Warum hat mir nun das Buch jedoch so gut gefallen?Aus all den genannten Gründen. Ich liebe es, wenn eine Geschichte nicht das ist, was man erwartet. Ich liebe es, vollkommen neue Seiten in einer Story zu entdecken und dabei plötzlich in ein anderes Genre zu rutschen, als das, in dem ich angefangen habe zu lesen. Lauren Beukes schaffte es, mich mit der ersten Seite, ach was, dem ersten Satz in ihren Bann zu ziehen. Sie beschreibt den grausamen Mord mit ein wenig Galgenhumor, überschreitet aber nie den Grad, an dem es lächerlich oder respektlos wird.(Zitat: Die Leiche. Die-Leiche-die-Leiche-die-Leiche, denkt sie. Wenn man Wörter wiederholt, verlieren sie ihre Bedeutung. Leichen ebenfalls, trotz all ihrer Variationen. Tot ist tot. Nur das Wie und Warum wechselt. Bitte ankreuzen: Erfroren. Erschossen. Erstochen. Erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand, mit einem spitzen Gegenstand, ohne Gegenstand, wenn bloße Fäuste reichen. - Ich fühlte mich phasenweise an Palahniuk erinnert, der es ebenfalls schafft, die grausame Welt ohne Maske kunstvoll in Szene zu setzen)Zudem sind alle Charaktere, denen wir folgen, sehr realistisch. Wir haben keinen Helden, wir haben nur wenig Klischees und der Mörder ist kein hassenswerter Bösewicht, dem man nur das Schlechteste wünscht. Man hasst ihn, natürlich, doch man bemitleidet ihn auch. Alles in allem hat mich die Geschichte richtig in ihren Bann gezogen.Doch kann ich gut verstehen, dass es nicht jedermanns Sache ist und viele dadurch enttäuscht werden. Bevor man sich dieses Buch zulegt, sollte man bedenken, dass es kein Thriller ist. Es ist kein Krimi und kein psychologischer Spannungsroman. Es ist eine Horror-Geschichte, die zwar nicht gruselig, jedoch sehr erschreckend ist und somit auch nicht immer den physikalischen Gesetzen folgt.Wenn man das jedoch weiß und vielleicht auch mag, hat man eine spannende Geschichte, die gut geschrieben ist und voller interessanter Charaktere. Ich fühlte mich mit jedem Wort einfach hervorragend unterhalten!

    Mehr
  • Top - bis auf die letzten Seiten..

    Broken Monsters

    Wassollichlesen

    14. December 2016 um 17:59

    Es gibt kaum eine westliche Großstadt, die so für den finanziellen Niedergang steht, wie Detroit. Detroit, einst "Motor City" und florierendes Zentrum der Autoindustrie, jetzt vor allem bekannt für Bevölkerungsschwund, hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität (sowie Mordrate), Armut, Eminem und die 8 Mile Road.Heute ist Detroit insolvent.Leerstehende Fabriken und Häuse gehören zum Stadtbild. Und genau hier spielt "Broken Monsters". Lauren Beukes hätte sich keinen besseren Schauplatz für ihre Geschichte aussuchen können."Die originellen Geschichten sind alle geschrieben, jetzt bleibt nur noch Katzengold. Oder auch Detroit Diamonds, um eine lokale Metapher zu verwenden. So nennen die Einheimischen die blauen Glasscherben eingeschlagener Autofenster."Das erste Kapitel ist überragend. Es gibt euch einen perfekten Einblick, womit ihr es in dem Buch zu tun bekommt. Der Schreibstil, der schwarze Humor und ein Hauch der Brutalität, mit der wir noch rechnen können. Sehr lesenswert. Wobei Beukes darauf verzichtet, die Tatvorgänge oder das "Handwerk" des Mörders detailliert zu beschreiben. Uns serviert sie nur die Ergebnisse, die fertigen "Kunstwerke". Das genügt auch vollkommen. Denn in "Broken Monsters" soll es nicht nur um die grauenvollen Morde und verstümmelten Leichen gehen, sondern es erzählt in den einzelnen Erzählsträngen noch weitere Geschichten. Da wäre zum einen immer wieder ein Städteportait des völlig heruntergekommenen (der Duden hätte mir hier auch das Wort "abgefuckt" erlaubt) Detroits, das wir unter anderem durch den Blogger Jonno kennenlernen. Er sucht nach einem Neuanfang und führt uns durch die Stadt. Er wird DER Berichterstatter, als die ersten Opfer gefunden werden. Zugegebenermaßen musste es ja auch so kommen, aber das macht nichts. Einen anderen Blick auf Detroit und seine Ruinen gewährt uns außerdem noch ein obdachloser Plünderer.Neben Morden und dem Elendsbild der Stadt Detroit wird noch ein anderes "modernes" Problem thematisiert, nämlich Social Media bzw. das hiermit in Verbindung stehende Onlinemobbing. Alles natürlich nur so nebenher, aber sehr gelungen. Mich hat das Buch mit jedem seiner Erzählstränge sehr gefesselt und "Broken Monsters" hätte auf jeden Fall 5 Eselsohren verdient, wäre da nicht das Ende bzw. die letzten 50 Seiten. 50 Seiten sind zwar nur 1/10 der Story, aber warum musste dieses Zehntel ausgerechnet das Ende sein?? Hätte dieser Abschnitt irgendwo in der Mitte gestanden, wäre es vermutlich gar kein Problem gewesen.Das Ende ist mir zu bizarr, übersinnlich und abgedreht. Ich möchte ungern sagen, dass das Ende mir das ganze Buch versaut, aber es hinterlässt auf jeden Fall einen unbefriedigenden Beigeschmack. Schade. Wie kommt man auf solche Ideen?? Die ganze Geschichte ist komplett realistisch, wenn man mal von den wahnsinnigen Taten des Mörders absieht, und dann dieses Ende.Dass ausgerechnet Stephen King auf dem Buchrücken zitiert wird, hätte mich warnen müssen. 

    Mehr
  • Ein broken Monster

    Broken Monsters

    BonnieParker

    27. October 2016 um 09:43

    "Tot ist tot. Nur das Wie und Warum wechselt. Bitte ankreuzen: Erfroren. Erschossen. Erstochen. Erschlagen mit einem stumpfen Gegenstand, ohne Gegenstand, wenn bloße Fäuste reichen. Wham, bam, thank you, Ma'am."Dieses Buch habe ich mir aufgrund des Covers und des spannenden Klappentextes ausgesucht. Schon zu Beginn hatte ich ziemliche Schwierigkeiten mich in diesen Roman einzufinden. Mit dem Kapitel wechseln auch die Charaktere und am Anfang ist das ein ziemliches Durcheinander. Ich habe jedoch gedacht es wird sich irgendwann alles fügen. Ich mag ja normalerweise Bücher bei denen mehrere Handlungsstränge parallel laufen und irgendwann dann in einander übergreifen. Bei diesem Buch konnte mich das leider nicht überzeugen. Nach ungefähr 50 Seiten vermischen sich die Stränge ein wenig, werden dabei aber nur so vage angedeutet, dass man rätselt ob das jetzt der Charakter ist oder nicht. Der Schreibstil ist eher stupide und verliert sich teilweise so in Ausführungen, dass ich mitunter vergaß worum es jetzt ging. Auch hört ein Kapitel mit dem Protagonisten an einer Stelle auf und als wieder ein Kapitel mit dem Charakter kommt setzt die Handlung an anderer Stelle ein. Das fand ich mehr als nervig und irreführend. Ich habe ein Drittel des Buches gelesen und dann schlichtweg aufgegeben. Bis dahin haben sich bei mir schon so viele Fragezeichen gebildet, dass ich schon gar keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. Denn auch die Haupthandlung, also der Leichenfund und die Ermittlung des Täters, ist kein Stück voran gekommen. Es wird mit Namen der Polizisten um sich geschmissen, zu jeden ein kleiner Background erläutert und dann wechselt man zwischen Nachnamen zu Vor- oder Spitznamen. Ich wusste irgendwann nicht mehr wer wer ist. Ich hatte mir eine spannende und nervenaufreibende Story versprochen, aber wurde richtig enttäuscht. Ich breche normalerweise nicht so leicht ein Buch ab, aber wenn ich schon gar kein Interesse mehr daran habe zu erfahren wer der Mörder ist oder wie es weiter geht und ich mich regelrecht zum lesen zwingen muss hat das wenig Sinn. Die Charaktere werden eher oberflächlich gehalten, bei der Menge sicher kein Wunder. Man bekommt ein paar Infos und dann wird zum nächsten vorgespult. Die Ermittlerin wird besser beleuchtet, aber auch dabei machen wir Sprünge von Vergangenheit und Gegenwart, die mir dann an den Stellen wo sie kamen zu ausführlich oder überflüssig erschienen. Ich hatte natürlich vorab mir die Rezensionen angeschaut, aber die waren so unterschiedlich, dass ich mir selbst ein Urteil bilden wollte. Letztlich abgebrochen, dieses Broken Monster scheint für mich hier Programm zu sein.

    Mehr
  • Leider nicht ganz so magisch wie Zoo City

    Broken Monsters

    jahfaby

    28. July 2015 um 23:02

    Das ist also der neue Roman von Lauren Beukes. Kennen und lieben gelernt habe ich die Schriftstellerin aus Johannesburg durch ihren zweiten Roman "Zoo City". Im gewissen Sinne auch ein Krimiroman, der aber einerseits durch seinen Spielort Johannesburg, andererseits durch das Erweitern unserer Realität durch ein wenig "Magie" punktet. Ähnlich wie bei Filmen von Neill Blomkamp hatte Zoo City eine eigene Atmosphäre, die eindeutig nicht USA ist. Broken Monsters dagegen spielt in den Staaten, in Detroit, dieser verfallenen Stadt, die gefühlt ihren Tiefpunkt durchschritten hat und derzeit wieder gut wiederbelebt wird. Und in diese Stadt also setzt Beukes ihre Protagonisten. Da ist die Polizistin mit der Tochter in der Pubertät. Da ist der Obdachlose, der in verlassenen Häusern nach Wertvollem sucht. Da ist der Journalist, auf der Suche nach der nächsten Story. Da ist der Typ, der diese eine Stimme hört, dieses Wesen in sich trägt. Und natürlich ist da die erste Leiche, halb Mensch, halb Tier. Keine Frage, Beukes kann erzählen. Sie verwebt die Geschichten und man will gar nicht aufhören, bis zum Ende bleibt man dran. Und ja, es ist ein spannender Kriminalroman. Aber im Gegensatz zu ihrem früheren Werk hat es für mich zwei Schwachpunkte. Einerseits spielt es in dem nicht ganz so faszinierenden Detroit, dem ich im Gegensatz zu Johannesburg nicht ganz so viel Faszination entgegenbringen kann. Und andererseits kommt die Beukessche Magie erst ehr spät zum Einsatz. Und deshalb ist es "nur" ein relativ normaler Thriller. Wie gesagt, nicht schlecht, aber im Gegensatz zu Zoo City ein wenig enttäuschend.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks