Lauren Destefano Wither

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Inhaltsangabe zu „Wither“ von Lauren Destefano

A Handmaid's Tale for a new generation! Sixteen-year-old Rhine Ellery has only four years left to live when she is kidnapped by the Gatherers and forced into a polygamous marriage. Now she has one purpose: to escape, find her twin brother, and go home -- before her time runs out forever.

A dark dystopy, interesting plot, enjoyable prose

— ichundelaine
ichundelaine

Unglaubhaft, langweilig und Charaktere, die nicht überzeugen können - ein Buch, das man nicht wirklich gelesen haben muss.

— allthesespecialwords
allthesespecialwords

Krass und sehr düster...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Wither
    ichundelaine

    ichundelaine

    04. September 2016 um 12:56

    Wither ist definitiv eine solide Story für Freunde von Geschichten wie "The One" oder "Tribute von Panem".In einer Welt, in der die Kinder einer Generation von Ewiglebenden gerade mal 20 respektive 25 Jahre alt werden, bevor sei ein Virus hinwegrafft, geht es neben der verzweifelten Suche nach einem Antidot auch darum , sich das kurze Leben so schön wie möglich zu machen. Aus diesem Grunde gibt es die sogenannten "Gatherers" die junge Mädchen kidnappen, um sie als Ehefrauen für reiche Männer zu verhökern. Genau das passiert Rhine und sie landet nach einer albtraumhaften Fahrt in einem dunklen LKW mit zwei anderen Mädchen in einem alten Herrenhaus, wo sie kurze Zeit später an den House Govenor Linden Ashby zwangsverheiratet wird. Linden trägt ebenfalls das Virus in sich, er wird auch nicht älter als 25 werden und sein gruseliger Vather Vaughn tut alles, um seinem Sohn das Leben zu erleichtern, er schreckt nicht mal vor Manipulation zurück. Im Gegensatz zu Jenna, die weiß, dass sie in dem Haus sterben wird und der 13jährigen Cecily, die in ihrer Rolle als Ehefrau und Gebährmaschine aufgeht, kann Rhine an nichts anderes denken, als an ihre Flucht. Auch wenn sich Linden mehr und mehr in sie verliebt, plant sie ihre Flucht mit dem Angestellten Gabriel, zu dem sie sich seit dem ersten Tag hingezogen fühlt.Das Ganze ist ein wenig nach dem 0815 Prinzip aufgezogen und vieles kommt einem irgendwie bekannt vor; es wird also nicht gerade das Rad neu erfunden. Trotzdem gefiel mir hier der Stil wirklich gut, alles wirkt sehr düster und wie der Titel schon sagt, verwelken die jungen Menschen in dieser Welt bereits (zu) früh. der Wettlauf um das Gegenmttel und auch die Machenschaften des undurchsichtigen Vaughns wurden zwar die ganze Zeit angesprochen, aber ein wirklicher Spannungsbogen konnte für meinen Geschmack nicht aufgebaut werden. Das Buch ist nett für zwischendurch, fetzt mich jetzt aber nicht gerade vom Hocker, da ich momentan, was das YA Fantasy Genre betrifft, leicht übersättigt bin. Nichts desto trotz erhält "Wither" eine (wenn auch eingeschränkte) Leseempfehlung von mir. Wem America Singer gefiel, der wird auch Rhine Ellery mögen.

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  • Ein Spannungsbogen wie die EKG-Linie eines Toten...

    Wither
    allthesespecialwords

    allthesespecialwords

    31. December 2015 um 11:59

    Diese Rezension gehört zu den Kurzrezensionen auf meinem Blog: allthesespecialwords.blogspot.de In einer Welt, in der Frauen nur noch zwanzig Jahre alt und Männer nur noch fünfundzwanzig Jahre alt werden, ist Nachwuchs das A und O, um ein Heilmittel für die Menschheit zu finden. Junge Frauen werden entführt und als Bräute an Männer verkauft. Rhine ist eine von ihnen. Zusammen mit drei anderen Frauen gehört sie nun zu Linden, der sich hoffnungslos in sie verliebt. Doch sie kann an nichts anderes denken als zu fliehen. Der Unterschied zwischen einer guten Dystopie und dieser hier ist vor allem Glaubhaftigkeit. Mit Wither hätte Lauren DeStefano einen spannenden Einstieg in eine neue Trilogie schaffen können, wenn die Wissenschaft, die dem Problem zugrunde liegt, nicht so unlogisch sein würde. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Rhine als Protagonistin ist zwar zielstrebig, doch sie entwickelt sich wenig weiter. Linden, ihr Ehemann, verliebt sich ohne jeglichen Grund in sie und lässt ihr so viele Dinge durchgehen, die in so einer Gesellschaft und unter solchen Umständen einfach nicht glaubhaft sind. Auch der große Bösewicht in diesem Buch erschien mir an keiner einzigen Stelle wirklich bedrohlich. Besonders letzteres wurde dadurch verstärkt, dass das Buch nur wenige Höhen hat und keine unerwarteten Wendungen. Im Prinzip verläuft es wie die EKG-Linie eines Toten. Jawohl, die nächsten werde ich wohl ganz sicher nicht mehr lesen. Ich kann mir schon denken, wie es ausgeht. Ganz klar also keine Leseempfehlung und nur 2 Stifte, wobei sich die gerade auch nicht mehr berechtigt anfühlen.

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  • Schönes Cover und super Buch!

    Wither
    Infinityx3

    Infinityx3

    17. December 2015 um 15:54

    Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzten und ich das Buch schnell und flüssig lesen. Ich fand die Charaktere super.
    Der Schreibstil hat mir sehr gefallen 
    Ich kann das Buch jedem nur empfehlen.

    Ein guter Einstieg wenn man in das Genre wenn man noch nicht so viele Dystopien gelesen hat. 

  • Contemporary Young Adult - Wir lesen zusammen englische Jugendbücher

    Hikari

    Hikari

    Hallo ihr Lieben, zum dritten Mal in Folge, da es viele schöne Leserunden gab, startet ein neues Jahr auch mit ein bisschen englischer Literatur. Contemporary YA heißt im Prinzip nur, dass es Jugendbücher mit einer realistischen Handlung sind, also kein Fantasy o.Ä. Der Ablauf ist sehr einfach: wir sammeln von Zeit zu Zeit Buchvorschläge bis zu einem bestimmten Termin jeder kann 1 oder 2 Bücher vorschlagen jeder der Teilnehmer vergibt unter den vorgeschlagenen Büchern Punkte insgesamt 3 Stimmen mit der Wertigkeit 3 Punkte, 2 Punkte und 1 Punkt das Buch, das die meisten Punkte erhält, besorgen sich dann alle, wenn sie es nicht schon haben, und wir lesen es hier zusammen in einer Leserunde natürlich muss man nicht mitmachen, wenn das gewählte Buch nicht gefällt Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach hier - dann gibt es schnellstmöglich eine Antwort. Für jede Leserunde gibt es dann später immer ein extra Leserundenthema. Bücher, die wir schon gelesen haben und daher nicht mehr vorgeschlagen werden können, sind: Elsewhere - Gabrielle Zevin (2012) The Future of Us - Jay Asher & Carolyn Mackler (2012) Babe in Boyland - Jody Gehrman (2012) Memoirs of an imaginary friend - Matthew Green (2012) The Death of Bees - Lisa O'Donnell (2013) My Life in Black and White - Natasha Friend (2013) Just one day - Gayle Forman (2013) Cracked - K.M. Walton (2013) Before I fall - Lauren Oliver (2014) Aristotle and Dante discover... - Benjamin A. Salenz (2014) AKTUELL: Leserunde beginnt: 15. Juni It's Kind of a Funny Story - Ned Vizzini

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    Serenissima

    Serenissima

    17. January 2012 um 14:32

    Die Geschichte vom Vögel im gläsernen Käfig, der sich nach seiner Freiheit sehnt. Durch die Heilung aller Krankeheiten wurden alle zurkünftigen Generationen dazu verdammt knapp das Teenageralter zu überleben - Mädchen sterben im Alter von 20 und die männlichen Nachkommen sterben mit 25. Aus diesem Grund wird Rhine Ellery entführt und als Braut in ein Haus mit Reichtum und Wohlstand verkauft. (...jetzt hab ich keine Lust mehr weiterzuschreiben) Aber ich finde im Gegensatz zu anderen Trioligiebeginnen wie 'die Auswahl' finde ich diese ziemlich gelungen. Schriebstil sehr flüssig und spannend. Ich finde es gut wie die Brutalität und Bilndheit dieser zurkünftigen Welt ganz unverblümt dargestellt wird. Die

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    Bissfan

    Bissfan

    01. January 2012 um 14:32

    (Rezension von Shiku) Irgendwann in der Zukunft: Ein dritter Weltkrieg hat beinahe die komplette Landmasse der Erde zerstört, nur Nordamerika wurde noch nicht von den Fluten bedeckt. Dafür sind Krankheiten wie Krebs kein Problem mehr, Genmanipulation schützt die Menschen vor solcherlei Dingen. Damals wusste noch niemand, was mit den Kindern dieser genetisch veränderten Menschen passiert: Sie erfreuen sich zumeist bester Gesundheit, allerdings sterben alle Mädchen im Alter von 20, die Jungen mit 25. In dieser Welt lebt Rhine mit ihrem Zwillingsbruder Rowan. Die beiden führten gewiss kein leichtes Leben, doch sie hatten ja einander – zumindest bis Rhine wie viele andere Mädchen entführt und mit einem reichen jungen Mann verheiratet wird. Sie wird in eine polygame Ehe gezwungen, die wie alle anderen dazu beitragen soll, dass die Menschheit nicht ausstirbt. Ab sofort ist sie Linden Ashbys Ehefrau, ebenso wie zwei weitere Mädchen. Linden ist ein freundlicher Geselle, der gar nicht zu dem Bild eines Mannes passen will, der Mädchen entführen lässt, um sie zu heiraten. Er bietet ihnen ein anschauliches Leben voller Luxus, doch es gibt etwas, das er selbst nie kannte und Rhine nicht bieten kann: Freiheit. Für sie steht fest, dass sie von hier fliehen muss, ihretwillen und auch für ihren Bruder, der nun irgendwo da draußen alleine ist. In „Wither“ finden sich einige Kontraste wieder: Die Heilung von Krankheiten wie Krebs, dafür das frühe Sterben der Menschen. Das bequeme Leben, in das Rhine hineingestoßen wird, dafür die Gefahr und Hässlichkeit, die hinter der Fassade auf sie warten. Der schnelle und aufregende Anfang des Buches, dafür die plätschernde und sich ziehende Handlung später. Das wirklich wunderschöne Cover, dafür die nicht ganz gelungene Geschichte. Ich kann nur von den ersten beiden Dingen behaupten, dass ich darüber sehr erfreut bin. Lauren DeStefano leitet ihr Buch nicht seitenlang ein, sondern startet sofort mit der Geschichte: Rhine sitzt mit vielen anderen Mädchen in einem Van fest, der sie allesamt zu einem unbekannten Ort verschleppt. Dort werden sie sortiert in die, die Linden Ashby heiraten werden und die, für die kein Bedarf besteht. Kurze Zeit später findet sich Rhine auch schon im Haus der Ashbys wieder und ist eine Braut – kilometerweit von ihrem Bruder und ihrem Zuhause entfernt. Soweit, so gut, denn gerade dieser Mangel an Informationen macht den Anfang so interessant. Wie sah Rhines Leben vorher aus? Wie ist die Welt, in der sie lebt? Wie kam es dazu? Erklärungen kommen mit der Zeit und halten das Interesse aufrecht, bringen aber schon den ersten großen Mangel mit sich: Sich sind bisweilen etwas dünn. So zum Beispiel heißt es, dass der Dritte Weltkrieg für die gesamte Welt den Untergang bedeutete außer für Nordamerika – weil dort der technische Stand am höchsten war. Und weiter? Haben die Menschen irgendwelche Schutzmaßnahmen erbaut, um eine atomare Katastrophe abzuwenden, was haben sie getan? Was ist dann mit Ländern, die ebenfalls einen hohen technischen Standard haben müssten, wie Japan? Darauf wird nicht näher eingegangen und auch wenn man fehlende Informationen auch darauf schieben kann, dass Rhine nicht die Zeit hatte, sich so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, ist es nicht realistisch, dass sie – und somit der Leser – absolut gar nichts weiter darüber weiß. Eben dieses Problem findet sich auch in anderen Dingen wieder, so zum Beispiel der Frage, warum Mädchen, die nicht geheiratet werden sollen, unter anderem erschossen werden. Immerhin geht es um die Erhaltung der menschlichen Rasse und man ist dazu sogar bereit, Mädchen zwangszuverheiraten und an Bordelle zu verkaufen, damit sie geschwängert werden und Kinder gebären. In all dieser „Logik“ müsste es doch als unglaubliche Verschwendung angesehen werden, Mädchen zu erschießen. Diese eher wackelige Basis ist aber nicht der einzige Grund, warum „Wither“ nicht ganz überzeugen kann; abgesehen davon wird auch die Handlung mit der Zeit immer zäher. Zwar passiert immer wieder was, das die Spannung wieder ein wenig anhebt, aber die Passagen zwischendurch ziehen sich einfach. Außerdem geht die „große Handlung“ – Rhines geplante Flucht – kaum voran. Immer wieder finden sich Gründe, warum sie noch nicht gehen kann, und nicht alle von ihnen sind nachvollziehbar. War der Einstieg sehr schnell, geht die Geschwindigkeit in bis zur Mitte des Buches langsam runter, bis man gegen Ende nur noch vor sich hinschleicht, dass selbst Zweifel kommen, ob es überhaupt jemals zu einem sorgfältig geplanten Fluchtversuch kommen wird. Das Ende ist dabei auch noch so unspektakulär, dass es zwar wunderbar in das Tempo reinpasst, aber absolut keine Spannung erzeugt und mir mein Interesse ehrlich gesagt auch abhanden gekommen ist. Was an diesen „Zwischenräumen“ dennoch schön ist, sind die Charaktere, die man natürlich näher kennenlernen kann so wie sie sich auch einander. Rhine ist ein Mädchen von 16 Jahren, das sich sehr bewusst ist, dass es nur noch vier Jahre zu leben hat. Auch wenn sie zugeben muss, dass das Leben mit Linden schön sein könnte, will sie doch vor allem eines: Freiheit. Zumindest ist das anfangs so und dank des Angestellten Gabriel, der ihr Interesse weckt und sie allein mit seiner Anwesenheit daran erinnert, was sie hier drin nicht haben kann, kehrt sie immer wieder zu dieser Erkenntnis zurück. Doch ab und an fragt sie sich selber, ob sie sich nicht hier ein paar schöne letzte Jahre machen kann, fragt sich, was das Leben draußen zu bieten hat und überzeugt sich fast selbst zu bleiben – fast. Manchmal erwärmt sie sich auch für ihren Ehemann, was wiederum nicht sehr erfreulich ist, da es für mich persönlich nie nachvollziehbar war. Ihre Mitehefrauen könnten nicht unterschiedlicher sein: Die 18-jährige Jenna hat nicht mehr lange zu leben und ist ein sehr ruhiges, wenn auch verführerischen Mädchen, das gerne in Liebesromanen versinkt. Die 13-jährige Cecily dagegen ist aufgeweckt, manchmal ein richtiger Quälgeist und entschlossen, ihren Ehemann von sich zu überzeugen und seine Kinder auszutragen. Ähnlich wie bei letzterer fällt es auch bei Linden schwer zu sagen, ob er nun sympathisch ist oder nicht. Einerseits ist er ein junger Mann, der nie die Freiheit gekostet hat und außerdem um seine große Liebe trauert. Er bemüht sich um seine Frauen und macht einen netten Eindruck – und dennoch ist er ein Mann, der bereit ist, drei Frauen zu haben und mit allen dreien eine komplette Ehe samt Sex und Kinder ausleben will. Besonders im Falle von Cecily ist das – trotz der Umstände, die eine gewisse Verzweiflung der Leute und Naivität seitens Linden verständlich macht – vor allem eines: widerlich. So gesehen spiegelt Linden ganz gut wider, was das Leben mit ihm generell bedeutet: Eine schöne, bezaubernde Fassade, während tiefer unten Schreckliches wartet. Dieses Bild zeigt sich sehr oft im Buch und hat mir besonders gut gefallen. Vor allem auch dieser Kontrast zwischen dem Haus, seinen Gärten, dem bequemen Leben und dem, was Lindens berechnender Vater Vaughn heimlich treibt, bringt eine beinahe unheimliche Atmosphäre auf. Das zumindest ist der Autorin gelungen. Gleiches gilt für den Schreibstil, dem es zu verdanken ist, dass selbst die Passagen, in denen kaum etwas vorangeht, sehr schnell und sogar mit Genuss gelesen werden können. Vergleichsweise möchte ich einfach sagen, dass Lauren DeStefanos Schreibstil wie auch das Cover des Buches ist: Dezent, aber mal etwas anderes und einfach wunderschön. Dennoch: Am Ende ist es schwer zu sagen, worum es in „Wither“ eigentlich ging. Um Rhine, ja, aber was noch? Ihre Freiheit? Ihre Flucht? Sie und Linden? Sie und Gabriel? Die Problematik der frühen Sterblichkeit? Keines dieser Themen – oder ein anderes – wird so vertieft thematisiert, dass man sagen könnte, es spiele eine zentrale Rolle. Alles davon kommt vor, aber nur kurz, beinahe flach, so dass die spezielle Thematik des Buches unglaublich schwer zu fassen ist. Genauso fällt es mir schwer mir auszumalen, wie es nun weiter geht. Natürlich gibt es die eine oder andere Sache, bei der ich mir sicher bin, dass sie fortgesetzt wird. Allerdings habe ich bei keiner davon das Gefühl, dass es wichtig oder gar notwendig sei – etwas, wovon mich wohl nur Band 2 eines Besseren belehren könnte. Lauren DeStefano hatte eine schöne Idee und überzeugt mit einem tollen Schreibstil. Doch schon die Charaktere handeln nicht immer ganz nachvollziehbar, wenngleich sie an sich wirklich interessante Personen sind. Allerdings hapert es spätestens beim sehr dünnen Hintergrund und der mit der Zeit immer langsameren Handlung – da wäre mehr zu holen gewesen.

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    vielleserin

    vielleserin

    29. December 2011 um 23:05

    "Wither" ist der Auftakt zu einer Dystopie-Trilogie. Das Buch erinnert sehr an „A Handmaid’s Tale“ von Margeret Atwood. Sex, Gewalt, Ungerechtigkeit, Trostlosigkeit, Apokalypse sind die Themen. Lauren Destefano schreibt sehr eindringlich, melancholisch und passt ihren Stil Rhines emotionaler Art an. Dies ist wirklich sehr gut gelungen. Man leidet mit ihr und sympathisiert mit ihr. Man kann ihre Zweigespaltenheit nachvollziehen. Sie bleibt sich selbst treu und gibt nicht der einfachen Wahl hin – sich mit dem goldenen Käfig und Linden abzufinden. Allerdings hat das Buch auch unheimlich viele Längen. Um Schockmomente noch mehr auszukosten, wiederholt Destefano einige Details immer und immer wieder. Zum Teil sogar im selben Wortlaut. Ich meine mindestens 4 mal Erwaehnungen von der Erschiessung der anderen Entfuehrungsopfer gelesen zu haben. Zum Ende hin habe ich ganze Abschnitte nur noch flüchtig gelesen. Lauren Destefano baut auch viele Fragen auf. Noch hat sie nicht alle Antworten gegeben. Vaughn ist z.B. sehr undurchschaubar. Hoffentlich macht es Lauren Destefano es sich nicht leicht und lässt vieles einfach in der Schwebe in ihren weiteren Bänden. Alles in allem ein ganz guuutes dystopisches Jugendbuch, aber nicht das aller, aller beste. Leider. Wer gerade auf dem Trip ist, solche Themen lesen zu wollen, der kann aber „Wither“ eine Chance geben. Inhalt (Achtung mit Spoiler!): Nach einem verheerenden Weltkrieg, existiert nur noch die USA. Wissenschaftler haben genetisch nahezu perfekte Menschen geschaffen. Doch deren Kinder und Enkelkinder sind alle Opfer eines schlimmen Virus. Mädchen befällt die tödliche Krankheit mit 20 und Jungs mit 25. Teenager werden jung Eltern und Kinder werden sehr schnell zu Waisen. Die meisten Menschen sind arm und nur eine kleine Minderheit ist reich. Die wenigen reichen und mächtigen Familien kaufen oft Teenager Mädchen als Bräute für ihre Söhne. Rhine (16) lebt mit ihrem Bruder in New York. Die beiden können sich gegenseitig gut über Wasser halten. Sie haben das Haus ihrer verstorbenen Eltern und verdienen genug Geld, um sich zu ernähren. Jede Nacht verbarikadieren sie sich, damit Bettler ihr Hab und Gut nicht plündern. Dann wird Rhine in eine Falle gelockt und landet in den Fängen von Schleppern. Sie wird mit vielen anderen Mädchen nach Florida gekarrt, Ein reicher Witwer, Vaughn, und dessen Sohn Linden suchen sich sie und zwei andere Mädchen aus der Ladung aus. Die anderen Mädchen werden entweder erschossen oder zu einer anderen Selektion gebracht. Rhine, Jenna und Cecily heiraten Linden in einer Gemeinschaftseheschließung. das Leben in Lindens Wohnsitz ist luxuriös, aber es ist ein goldener Käfig und Rhine sehnt sich nach ihrem Bruder. Ab hier Spoiler (inklusive Schluss!) SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER Lindens Vater drängte Linden drei neue Frauen zu nehmen. Seine erste und geliebte Frau Rose ist 20 und liegt im Sterben. Linden sollen seine neuen Frauen von seiner Melancholie befreien. Rhine freundet sich mit Rose an, während ihr ihre „Sister Wives“ fremd bleiben. Rose trichtert Rhine ein, dass sie ganz leicht zu Lindes Lieblingsfrau werden kann. Cecily ist erst 13, praktisch ein Kind und weltfremd. Jenna ist zwar schön, aber sie behandelt Linden und seinen Vater feindselig. Rhine bedrückt alles einfach sehr. Ihr tut Rose leid, sie kann sich mit ihrer Lage nicht abfinden. Schnell begreift sie, dass die Hausangestellten auch keinen Weg raus in die Welt haben. Teilweise wurden sie bei Auktionen (wie Sklaven) gekauft. Ihr Leibdiener ist Gabriel. Langsam entwickelt Rhine auch Gefühle für ihn. Rhine weiß lange nicht, ob sie ihren Sister Wives trauen kann, doch Jenna wird als erste ihre Verbündete. Jenna muss früher als Prostituierte gearbeitet haben. Ihre beiden Schwestern wurden nach der Selektion erschossen. Dies kann sie Linden und seinem Vater nicht verzeihen. Sie will aber nicht wie Rhine weglaufen, denn sie erwartet nichts besseres draußen in der Welt und mit ihrer verbleibenden Zeit bis zur Krankheit in zwei Jahren, kann sie auch im Luxus leben. Cecily hat bisher nur das Leben in einem kargen Waisenhaus erlebt. Sie glaubt, das große Los gezogen zu haben und findet ihre Lage sogar romantisch. Sie schläft als erste mit Linden und ist aber eigentlich völlig überfordert. Dann wird sie sogar schwanger. Rhine widert Linden an, doch dann findet sie heraus, dass Linden im Grunde nichts von den Grausamkeiten seines Vaters ahnt. Vaughn ist ein Wissenschaftler, der über Leichen geht. Er hat im Keller des Anwesens ein Labor. Rose hatte angeblich eine Fehlgeburt. Bis zum Schluss des Buches ist nicht klar, was mit dem Baby wirklich passiert ist. Was treibt Vaughn. Bedient er sich an Leichen und schafft ein Frankenstein im Keller? Rhine kann nur schwer herumspionieren, denn ihre Etage kann nur über einen Fahrstuhl betreten und verlassen werden, zu dem sie keine Karte hat. Rhine steigt zu Lindens Lieblingsfrau auf. Sie darf mit ihm auf Parties und erhält andere Privilegien. Einmal missglückt ein Fluchtversuch während eines Hurricanes. Gabriel wird zum arbeiten in den Keller verdonnert, und Rhine sorgt sich, was mit ihm ist. Schließlich wird Jenna von Vaughn vergiftet und Cecily bekommt ihr Kind. Sie ist es, die Rhine und Gabriel am Ende die Flucht ermöglicht. Gemeinsam versuchen sie per Boot nach New York zu kommen.

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    MartinaBookaholic

    MartinaBookaholic

    19. October 2011 um 16:21

    Inhaltsangabe: In einer fernen Zukunft hat sich die Welt wie wir sie kennen grundlegend verändert. Sie besteht nach dem 3 Weltkrieg nur noch aus dem Kontinent Nordamerika und nicht nur die Erde wurde zum größten Teil zerstört, sondern auch die Menschheit selbst. Frauen werden nur mehr 20 Jahre und die Männer immerhin 25 Jahre alt, bevor sie schmerzhaft sterben. Nach jahrelanger Forschung haben es die Menschen geschafft alle Zivilisationskrankheiten zu heilen und die erste Generation der künstlich hergestellten 'super' Babies auf die Welt zu bringen, welche robuster, langlebiger und gesunder sind, als alle Menschen vor ihnen. Doch keiner hat damit gerechnet, dass die Kinder dieser ersten Generation an einen Virus leidet, der sich nicht heilen lässt und sie mit 20 bzw. mit 25 in die Knie zwingt und sie verwelken lässt wie Blumen im Herbst, egal wie gesund sie auch vor ihrem Geburtstag, der ihnen den Tod bringt, sind. In dieser unwirklichen Welt lebt die 16-jährige Rhine mit ihrem Zwillingsbruder Rowan. Auf dem Weg zur Arbeit wird sie eines Tages entführt und mit 2 anderen Mädchen an den reichen Hausherren Linden vermählt, um zukünftig in seinem Haus ein gemeinsames Leben zu verbringen. Aber Rhine gibt sich nicht kampflos geschlagen und versucht mit Hinterlist eines Tages wieder aus ihrem ‚Gefängnis‘, das aus Reichtum, schönen Kleidern und Parties besteht, zu entkommen… . Meine Gedanken zum Buch: Der Schreibstil hat es mir am Anfang etwas schwer gemacht mich in die Geschichte einzufinden, da sie teilweise ein wenig abgehackt und zum anderen Teil dann wieder zu poetisch rüber gekommen ist. Aber nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten hat es begonnen mir richtig gut zu gefallen. Daher konnte ich auch über den Schreibstil hinweg sehen, weil die Grundidee einfach gut war. Und ich es mir sehr gut vorstellen kann, dass es uns auch bald genauso ergehen könnte… Vielleicht nicht gleich mit dem 3. Weltkrieg, hoffe ich zumindest einmal. Aber mit der Tatsache, dass immer mehr geforscht wird und am Genpool von uns Menschen herum studiert oder gepfuscht wird (dass man wahrscheinlich bald schon Augenfarbe und Geschlecht usw. auswählen kann), ist es nicht so abwegig sich solch eine Zukunft vorstellen zu können. In diesem Buch wir beschrieben, wie schon oft in der Geschichte der Menschheit, dass aus etwas vermeintlichen Guten, einem Wunder, dann nicht die Konsequenzen auf lange Frist bedacht wurden und sprichwörtlich „der Pfeil nach hinten“ los gegangen ist. So wie es auch hier der Fall ist, wo sogar die Kinder dieser verbesserten Generation nun an einem unheilbaren Virus leidet, der keinen einzigen verschont… und uns hoffentlich in Zukunft ein wenig kritischer über dieses ganze Thema denken lässt. Aber nun zurück zum Buch, dass mir bis auf ein paar wenigen Kleinigkeiten wirklich gut gefallen hat. Positiv war, dass es authentisch und auch real und echt rüber kam, auch wenn es eine Dystopie ist. Aber die Gefühle die darin geschildert wurden und wie die Menschen in solch einer verzweifelten Welt beginnen zu handeln, ist mehr als nur nachvollziehbar. Auch wie sich die Hauptcharaktere verhalten haben, hat mir gut gefallen und war glaubwürdig beschrieben, sodass man sich gut rein füllen konnte und mit leben. Es war auch interessant mit zu verfolgen wie sich die Beziehung oder Freundschaft zwischen Rhine – dem Entführungsopfer, und Linden – dem angeblichen Entführer und Geisler, verändert hat. Man kann hier nicht klar trennen zwischen Schuld und Schwarz/ Weiß, wie zb. in anderen Büchern, sondern hier gibt es viele verschiedene Nuancen von Grautönen, die einem beide Seiten sehen lässt und zum nachdenken anregt. Auch das Ende, das ich mir seit Beginn des Buches gewünscht habe, ist gekommen und hat mich freudig das Buch beenden lassen, obwohl ich ständig einen anderen Ausgang befürchtet habe. Was mir nicht so zugesagt hat war, dass es teilweise ein wenig an Spannung gefehlt hat und nicht wirklich viel passiert ist, obwohl eine lange Zeitspanne (ich glaube ~ 10 Monate) durchlebt wurde. Was wohl auch daran liegt, dass hauptsächlich alles nur in einem Haus statt gefunden hat. Aber ich bin mir sicher, dass in den weiteren zwei Büchern mehr kommen und somit auch die Spannung rapide mit ansteigen wird. . Wenn dir meine Rezension gefällt, besuche doch auch meinen Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    Shiku

    Shiku

    03. October 2011 um 17:00

    Irgendwann in der Zukunft: Ein dritter Weltkrieg hat beinahe die komplette Landmasse der Erde zerstört, nur Nordamerika wurde noch nicht von den Fluten bedeckt. Dafür sind Krankheiten wie Krebs kein Problem mehr, Genmanipulation schützt die Menschen vor solcherlei Dingen. Damals wusste noch niemand, was mit den Kindern dieser genetisch veränderten Menschen passiert: Sie erfreuen sich zumeist bester Gesundheit, allerdings sterben alle Mädchen im Alter von 20, die Jungen mit 25. In dieser Welt lebt Rhine mit ihrem Zwillingsbruder Rowan. Die beiden führten gewiss kein leichtes Leben, doch sie hatten ja einander – zumindest bis Rhine wie viele andere Mädchen entführt und mit einem reichen jungen Mann verheiratet wird. Sie wird in eine polygame Ehe gezwungen, die wie alle anderen dazu beitragen soll, dass die Menschheit nicht ausstirbt. Ab sofort ist sie Linden Ashbys Ehefrau, ebenso wie zwei weitere Mädchen. Linden ist ein freundlicher Geselle, der gar nicht zu dem Bild eines Mannes passen will, der Mädchen entführen lässt, um sie zu heiraten. Er bietet ihnen ein anschauliches Leben voller Luxus, doch es gibt etwas, das er selbst nie kannte und Rhine nicht bieten kann: Freiheit. Für sie steht fest, dass sie von hier fliehen muss, ihretwillen und auch für ihren Bruder, der nun irgendwo da draußen alleine ist. In „Wither“ finden sich einige Kontraste wieder: Die Heilung von Krankheiten wie Krebs, dafür das frühe Sterben der Menschen. Das bequeme Leben, in das Rhine hineingestoßen wird, dafür die Gefahr und Hässlichkeit, die hinter der Fassade auf sie warten. Der schnelle und aufregende Anfang des Buches, dafür die plätschernde und sich ziehende Handlung später. Das wirklich wunderschöne Cover, dafür die nicht ganz gelungene Geschichte. Ich kann nur von den ersten beiden Dingen behaupten, dass ich darüber sehr erfreut bin. Lauren DeStefano leitet ihr Buch nicht seitenlang ein, sondern startet sofort mit der Geschichte: Rhine sitzt mit vielen anderen Mädchen in einem Van fest, der sie allesamt zu einem unbekannten Ort verschleppt. Dort werden sie sortiert in die, die Linden Ashby heiraten werden und die, für die kein Bedarf besteht. Kurze Zeit später findet sich Rhine auch schon im Haus der Ashbys wieder und ist eine Braut – kilometerweit von ihrem Bruder und ihrem Zuhause entfernt. Soweit, so gut, denn gerade dieser Mangel an Informationen macht den Anfang so interessant. Wie sah Rhines Leben vorher aus? Wie ist die Welt, in der sie lebt? Wie kam es dazu? Erklärungen kommen mit der Zeit und halten das Interesse aufrecht, bringen aber schon den ersten großen Mangel mit sich: Sich sind bisweilen etwas dünn. So zum Beispiel heißt es, dass der Dritte Weltkrieg für die gesamte Welt den Untergang bedeutete außer für Nordamerika – weil dort der technische Stand am höchsten war. Und weiter? Haben die Menschen irgendwelche Schutzmaßnahmen erbaut, um eine atomare Katastrophe abzuwenden, was haben sie getan? Was ist dann mit Ländern, die ebenfalls einen hohen technischen Standard haben müssten, wie Japan? Darauf wird nicht näher eingegangen und auch wenn man fehlende Informationen auch darauf schieben kann, dass Rhine nicht die Zeit hatte, sich so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, ist es nicht realistisch, dass sie – und somit der Leser – absolut gar nichts weiter darüber weiß. Eben dieses Problem findet sich auch in anderen Dingen wieder, so zum Beispiel der Frage, warum Mädchen, die nicht geheiratet werden sollen, unter anderem erschossen werden. Immerhin geht es um die Erhaltung der menschlichen Rasse und man ist dazu sogar bereit, Mädchen zwangszuverheiraten und an Bordelle zu verkaufen, damit sie geschwängert werden und Kinder gebären. In all dieser „Logik“ müsste es doch als unglaubliche Verschwendung angesehen werden, Mädchen zu erschießen. Diese eher wackelige Basis ist aber nicht der einzige Grund, warum „Wither“ nicht ganz überzeugen kann; abgesehen davon wird auch die Handlung mit der Zeit immer zäher. Zwar passiert immer wieder was, das die Spannung wieder ein wenig anhebt, aber die Passagen zwischendurch ziehen sich einfach. Außerdem geht die „große Handlung“ – Rhines geplante Flucht – kaum voran. Immer wieder finden sich Gründe, warum sie noch nicht gehen kann, und nicht alle von ihnen sind nachvollziehbar. War der Einstieg sehr schnell, geht die Geschwindigkeit in bis zur Mitte des Buches langsam runter, bis man gegen Ende nur noch vor sich hinschleicht, dass selbst Zweifel kommen, ob es überhaupt jemals zu einem sorgfältig geplanten Fluchtversuch kommen wird. Das Ende ist dabei auch noch so unspektakulär, dass es zwar wunderbar in das Tempo reinpasst, aber absolut keine Spannung erzeugt und mir mein Interesse ehrlich gesagt auch abhanden gekommen ist. Was an diesen „Zwischenräumen“ dennoch schön ist, sind die Charaktere, die man natürlich näher kennenlernen kann so wie sie sich auch einander. Rhine ist ein Mädchen von 16 Jahren, das sich sehr bewusst ist, dass es nur noch vier Jahre zu leben hat. Auch wenn sie zugeben muss, dass das Leben mit Linden schön sein könnte, will sie doch vor allem eines: Freiheit. Zumindest ist das anfangs so und dank des Angestellten Gabriel, der ihr Interesse weckt und sie allein mit seiner Anwesenheit daran erinnert, was sie hier drin nicht haben kann, kehrt sie immer wieder zu dieser Erkenntnis zurück. Doch ab und an fragt sie sich selber, ob sie sich nicht hier ein paar schöne letzte Jahre machen kann, fragt sich, was das Leben draußen zu bieten hat und überzeugt sich fast selbst zu bleiben – fast. Manchmal erwärmt sie sich auch für ihren Ehemann, was wiederum nicht sehr erfreulich ist, da es für mich persönlich nie nachvollziehbar war. Ihre Mitehefrauen könnten nicht unterschiedlicher sein: Die 18-jährige Jenna hat nicht mehr lange zu leben und ist ein sehr ruhiges, wenn auch verführerischen Mädchen, das gerne in Liebesromanen versinkt. Die 13-jährige Cecily dagegen ist aufgeweckt, manchmal ein richtiger Quälgeist und entschlossen, ihren Ehemann von sich zu überzeugen und seine Kinder auszutragen. Ähnlich wie bei letzterer fällt es auch bei Linden schwer zu sagen, ob er nun sympathisch ist oder nicht. Einerseits ist er ein junger Mann, der nie die Freiheit gekostet hat und außerdem um seine große Liebe trauert. Er bemüht sich um seine Frauen und macht einen netten Eindruck – und dennoch ist er ein Mann, der bereit ist, drei Frauen zu haben und mit allen dreien eine komplette Ehe samt Sex und Kinder ausleben will. Besonders im Falle von Cecily ist das – trotz der Umstände, die eine gewisse Verzweiflung der Leute und Naivität seitens Linden verständlich macht – vor allem eines: widerlich. So gesehen spiegelt Linden ganz gut wider, was das Leben mit ihm generell bedeutet: Eine schöne, bezaubernde Fassade, während tiefer unten Schreckliches wartet. Dieses Bild zeigt sich sehr oft im Buch und hat mir besonders gut gefallen. Vor allem auch dieser Kontrast zwischen dem Haus, seinen Gärten, dem bequemen Leben und dem, was Lindens berechnender Vater Vaughn heimlich treibt, bringt eine beinahe unheimliche Atmosphäre auf. Das zumindest ist der Autorin gelungen. Gleiches gilt für den Schreibstil, dem es zu verdanken ist, dass selbst die Passagen, in denen kaum etwas vorangeht, sehr schnell und sogar mit Genuss gelesen werden können. Vergleichsweise möchte ich einfach sagen, dass Lauren DeStefanos Schreibstil wie auch das Cover des Buches ist: Dezent, aber mal etwas anderes und einfach wunderschön. Dennoch: Am Ende ist es schwer zu sagen, worum es in „Wither“ eigentlich ging. Um Rhine, ja, aber was noch? Ihre Freiheit? Ihre Flucht? Sie und Linden? Sie und Gabriel? Die Problematik der frühen Sterblichkeit? Keines dieser Themen – oder ein anderes – wird so vertieft thematisiert, dass man sagen könnte, es spiele eine zentrale Rolle. Alles davon kommt vor, aber nur kurz, beinahe flach, so dass die spezielle Thematik des Buches unglaublich schwer zu fassen ist. Genauso fällt es mir schwer mir auszumalen, wie es nun weiter geht. Natürlich gibt es die eine oder andere Sache, bei der ich mir sicher bin, dass sie fortgesetzt wird. Allerdings habe ich bei keiner davon das Gefühl, dass es wichtig oder gar notwendig sei – etwas, wovon mich wohl nur Band 2 eines Besseren belehren könnte. Lauren DeStefano hatte eine schöne Idee und überzeugt mit einem tollen Schreibstil. Doch schon die Charaktere handeln nicht immer ganz nachvollziehbar, wenngleich sie an sich wirklich interessante Personen sind. Allerdings hapert es spätestens beim sehr dünnen Hintergrund und der mit der Zeit immer langsameren Handlung – da wäre mehr zu holen gewesen.

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    x-vampirella-x

    x-vampirella-x

    29. August 2011 um 19:56

    Lauren DeStefano - The Chemical Garden Trilogy : Wither Autor: Lauren DeStefano Titel: The Chemical Garden Trilogy - Wither Verlag: van Holkema & Warendorf Veröffentlichung: 1.Mai, 2011 Preis: 15,00€ Inhalt: Sie sind jung und schön, doch dem Tode geweiht. Rhine ist sechzehn Jahre alt - und wird in vier Jahren sterben. Ein Missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit : Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert : Sie wird entführt und mit dem reichen "Hausverwalter" Linden in eine Polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum - eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant sie ihre Flucht, bevor es zu spät ist ... Meine Meinung: Als erstes mal muss ich sagen, dass ich dieses Cover Wunderschön finde. Das Cover zeigt Rhine, in ihrem Brautkleid, meiner Meinung nach. Ihr Gesicht ist eingekreist, was bedeutet, dass sie als wunderschön beschrieben wird, mit außergewöhnlichen Augen. Ein weiterer Kries ist um ihre Hand mit dem Ehering, denn sie musste heiraten und wurde somit in eine Polygame Ehe gezwungen. Dieser Kreis ist mit einem weiteren verbunden. In dem anderen Kries sieht man einen Vogel in einem goldenen Käfig. So werden die Frauen gehalten. Ihn fehlt an nichts, aber sie sind eingeschlossen. Die Charaktere in diesem Buch sind sehr gut ausgearbeitet. Beim Lesen kristallisierte sich sehr stark heraus, wer welche Stärken und Schwächen hat. Rhine ist ein eine sehr schöne Protagonistin. Sie hat einen sehr starken Charakter, ist aber auf der anderen Seite sehr zerbrechlich. Sie kämpft für ihre Freiheit, mit allen Mitteln,denn sie möchte raus aus diesem Haus. Sie kriegt auch Hilfe, welche in manchen Momenten auch unerwartet ist. Sie lässt sich nicht sehr schnell rumkriegen und hält an ihren Zielen fest. Sie wird entführt und von den Männern in Grau untersucht. Sie weiß genau was diese mit ihr vorhaben. Linden wählt sie aus, um sie später zu heiraten. Was man erst später erfährt ist, dass Rhine der ersten Frau von Linden, Rose, sehr ähnlich sieht. Sie fühlt sich zu Gabriel hingezogen. Bei Rhine habe ich das Gefühl, dass sie noch ein sehr große Rolle spielen wird um das Antiserum. Denn ich glaube das sie ein ganz besonderer Mensch ist. Jenna ist die zweite Frau von Linden. Sie lebt mit Rhine zusammen auf der sog. Frauenetage. Am Anfang wird nicht viel von ihr erzählt, da sie sehr verschlossen ist und sehr viel liest. Was später bekannt wird ist das sie schon 19 Jahre alt ist und somit nur noch ein Jahr zu leben hat. Jenna und Rhine freunden sich an und können offen miteinander reden. Die beiden sind sich sehr ähnlich, da sie beide die Welt draußen kennen. Doch Jenna will nicht mehr zurück, da sie nicht mehr lange zu Leben hat. Jenna hat bei ihrer Entführung ihre Schwestern verloren. Sie wurden eiskalt erschossen. Sie hasst das Leben und auch Linden. Doch sie hat eine reine sexuelle Beziehung zu ihm. Sie unterstützt Rhine in dem Wunsch zu fliehen und hilft ihr dabei. Sie nimmt dabei sehr viel in Kauf. Später wird sie krank und stirbt einige Tage später. Cecily die dritte Frau von Linden, ist ganz anders wie die beiden. Sie ist erst 14 Jahre alt. Sie wuchs in einem Waisenheim auf. Cecily wurde dazu erzogen jemanden Fremden zu heiraten und ihm Kinder zu gebären. Sie ist in der hinsicht auch noch sehr kindisch. Sie kennt die Welt draußen zwar auch, aber sie ist anders erzogen worden und verspürt den Drang zu fliehen nicht. Cecily ist die ersten die ein Kind von Linden bekommt. Doch sie ist nicht glücklich, denn Vaughn, der Vater von Linden, nimmt ihr sehr oft das Baby weg. Sie darf es nicht stillen, obwohl sie es gerne möchte. Sie wird am längsten bei Linden bleiben, so wie es aussieht. Vaughn Ashby ist der Vater von Linden und gehört der ersten Generation an. Er musste mit ansehen, wie sein erster Sohn starb. Dann kam Linden. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Vaughn hat Linden sehr gut unter Kontrolle und bringt ihn dazu, drei Frauen gleichzeitig zu heiraten, obwohl seine erste Frau Rose noch lebt. Vaughn sucht schon seit Jahren nach einem Antiserum, um die Menschen zu retten. Doch bei ihm hatte ich das Gefühl, dass er außerdem auch andere Dinge verfolgt. So wie er über Rhine spricht muss sie etwas besonderes sein. Auch was er in dem Keller macht wird nicht klar. Linden Ashby ist 21 Jahre alt und lebt sehr zurückgezogen, seit seine Frau Rose an dem Virus erkrankt. Er zog sich auch aus der Öffentlichkeit zurück. Er tut alles was sein Vater sagt, denn dieser hat ihn sehr gut unter Kontrolle. Seine Frau ermuntert ihn auch dazu, wieder zu heiraten. Die beiden hatten auch versucht Kinder zu kriegen, doch das Kind starb. Umso glücklicher ist er als Cecily ihm einen Jungen gebärt. Gabriel ist ein Charakter über den man nicht viel erfährt. Aber es ist auch irgendwie verständlich, denn er kennt die da draußen als solche nicht. Er hat ein wenig Ahnung. Doch schon sein ganze Leben arbeitet er auf dem Hof von Linden und seinem Vater. Er kommt dort auch nicht weg. Er verliebt sich in Rhine. Als diese ihm von ihren Plänen erzählt, ist er skeptisch. Doch sie kann ihn umstimmen und die beiden planen ihre Flucht. Ich muss sagen ich fand dieses Buch richtig gut. Ich möchte es mir gar nicht ausmalen, wenn unsere Zukunft so aussehen würde. Doch ich finde es sehr schön, dass Rhine für ihre Selbstständigkeit und Freiheit kämpft. Ich würde es an ihrer Stelle auch tun. Die Autorin schreibt sehr bildlich und man kann der Geschichte folgen. Von Anfang fesselt sie den Leser und baut auch Spannung auf. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Fazit: Ich fand dieses Buch von Anfang bis Ende super schön und Spannend. Ich kann es nur weiter empfehlen. Auf jeden Fall werde ich mir die anderen Bänder dieser Trilogie auch kaufen. Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Punkten. Reihenfolge: • Wither • Fever

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  • Rezension zu "Wither" von Lauren DeStefano

    Wither
    Rabenfrau

    Rabenfrau

    12. June 2011 um 22:07

    Mit ihren sechszehn Jahren hat Rhine Ellery nur noch vier Jahre zu leben. In ihrem Wahn den perfekten Menschen zu kreieren hat die moderne Wissenschaft eine genetische Zeitbombe geschaffen, die das Leben von Männern auf 25 Jahre und das von Frauen auf 20 Jahre begrenzt. Verzweifelt suchen Wissenschaftler nun nach einem Gegenmittel um die Menschheit wieder zu regenerieren, während Waisenkinder, Verbrechen, Gewalt und Armut die Städte immer mehr überfluten, und junge Mädchen entführt und in die Prostitution oder in polygame Ehen gezwungen werden, um Kinder zu produzieren und das Aussterben der menschlichen Rasse zu verhindern. Als Rhine entführt und zur Braut gemacht wird, schwört sie sich, alles zu unternehmen um wieder frei zu kommen und zurück zu ihrem Zwillingsbruder zu gelangen. Ihr Mann Linden ist ihr hoffnungslos verfallen, und obwohl sie es versucht, kann Rhine ihn beweiten nicht so sehr hassen, wie sie es gerne würde. Denn er bietet ihr eine Welt voller Wohlstand und Illusion, die Rhine fast schon die tickende Uhr in ihrem Inneren ignorieren lässt. Doch schnell muss Rhine lernen, dass nichts in dieser neuen Welt so ist wie es scheint. Ihren Mitfrauen kann sie an einem Tag vertrauen, am nächsten Tag fürchten und ihr Schwiegervater hortet auf seiner Suche nach dem Gegenmittel Leichen in seinem Labor im Keller. Mit der Hilfe von Gabriel, einem Diener im Haus ihres Mannes, zu dem sich Rhine trotz aller Gefahren immer mehr hingezogen fühlt, will sie versuchen zu fliehen. Doch wird es Rhine gelingen zu entkommen, bevor ihre Zeit abgelaufen ist? „Wither“ ist der erste Band der „Chemical-Garden„-Trilogie von Lauren DeStefano und gleichzeitig der Debütroman der Autorin. Allein das Cover hat schon volle 5 Sterne verdient. Und es sieht nicht nur einfach fantastisch aus, es passt auch absolut perfekt zur Handlung. Durch das Design aus Kreisen und Linien, das sich auch im Buch fortsetzt, werden bestimmte, wichtige Details hervorgehoben: der Ehering am Finger des Mädchens, der kleine Vogel in seinem Käfig, die Laborutensilien sowie die Sanduhr auf der Rückseite… Alles Dinge, die sich in der Geschichte wiederfinden. Doch nicht nur das Cover hat Lob verdient. Auch die Geschichte selbst ist einfach unbeschreiblich fantastisch. Von der ersten Seite an zieht einen „Wither“ hinein in eine mögliche Zukunft, die gar nicht so unwahrscheinlich erscheint. Eine Welt, in der der schöne Schein gewahrt wird, die aber doch so ausweglos erscheint. Du weißt von Beginn an, wann dein Leben vorbei sein wird und dir wird die Chance genommen, so zu leben wie du es möchtest… An sich ist die Handlung nicht voll von pausenloser Action und Spannung, sondern eher ruhig gehalten. Doch gerade dies bietet der Autorin die Möglichkeit, eine Atmosphäre heraufzubeschwören, die beklemmender nicht sein könnte. Allein schon die ersten paar Seiten lassen erahnen, worauf man sich hier einlässt. Ganz besonders die Charaktere tragen zum Zauber, zum Sog der Geschichte bei. Rhine ist vom ersten Augenblick an sympathisch und ungemein glaubhaft gestaltet. Sie wird verschleppt, verheiratet, muss sich in eine Welt und ein Schicksal einfügen, um zu überleben, gibt aber die Hoffnung nie auf, zu entkommen. Auch wenn es sie das Leben kosten sollte. Auch die Nebencharaktere können sich sehen lassen, sind keinesfalls flach und farblos, oder nur schmückendes Beiwerk. Linden bringt Rhine aufrichtige Zuneigung entgegen, tut alles damit sie seine Gefühle erwidert. Cecily und Jenna, Rhine’s Mitfrauen, sind ebenfalls faszinierend Persönlichkeiten, haben ihre eigenen Geschichten zu erzählen, die sich dem Leser nach und nach eröffnen. Zum Teil muss man sogar seine vorgefestigte Meinung revidieren, je weiter man in die Schicksale der einzelnen Personen eintaucht. Und dann natürlich auch noch Gabriel, der Diener, zu dem sich Rhine immer mehr hingezogen fühlt, und was nicht nur für sie gefährlich ist, sondern auch für ihn… Immer wieder wird dem Leser die Ausweglosigkeit in Erinnerung gerufen, der sich die einzelnen Charaktere gegenüber sehen. Ein Leben auf Zeit, auf den Tag genau steht der Todeszeitpunkt eines jeden fest. Und doch gibt es auch schöne Momente, nicht alles ist traurig und dramatisch, und genau das verzaubert einen noch mehr. „Wither“ ist eines der besten Bücher, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Glaubhafte Charaktere, eine fantastische Geschichte, und ein so wunderschöner Schreibstil, das man gar nicht will, dass das Buch endet. Ich kann den zweiten Band „Fever“ kaum mehr erwarten, der übrigens im Februar 2012 erscheint, und wie gesagt, schon jetzt ist „Wither“ eines der absoluten Highlights des Jahres. Dieses Buch muss man gelesen haben!

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