Lauren Fern Watt

 4,5 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf

Lauren Fern Watt, Jahrgang 1989, ist Autorin, Bloggerin und Reisejournalistin. Aufgewachsen in Nashville, ging sie mit 23 Jahren nach New York, wo sie sich ein Miniapartment mit ihrer riesigen Mastiff-Hündin teilte. Nach dem Tod von Gizelle zog sie nach L.A.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lauren Fern Watt

Cover des Buches Eine Liebe so groß wie du (ISBN: 9783596035373)

Eine Liebe so groß wie du

(6)
Erschienen am 24.08.2017

Neue Rezensionen zu Lauren Fern Watt

Cover des Buches Eine Liebe so groß wie du (ISBN: 9783596035373)
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Rezension zu "Eine Liebe so groß wie du" von Lauren Fern Watt

Jeys_Book_Lines
kurzweilig, angenehm zu lesen, hält nicht ganz was es verspricht

Mit "Eine Liebe so groß wie du" von Lauren Fern Watt wird dem Leser auf den ersten Blick ein (letztes) großes Abenteuer für einen Hund versprochen, eine Liste mit Erlebnissen, die er unbedingt erleben soll. Im Kern dreht sich das Buch jedoch eher um die persönlichen Erfahrungen der Autorin als um den Hund selbst.

Aber worum geht es denn eigentlich?! Ein Herz und eine Schnauze: Die junge New Yorkerin Lauren und ihre Hündin Gizelle waren sieben Jahre unzertrennlich. Beste Freundinnen, Vertraute und Familienersatz. Als Lauren erfährt, dass ihr geliebter Hund Knochenkrebs hat, bricht eine Welt für sie zusammen. Den beiden bleibt nur noch eine kurze Zeit und Lauren erstellt eine Liste mit Dingen, die sie gemeinsam noch erleben wollen: eine Kanufahrt à la Walt Disney, einen Hummer essen, mit Jungs flirten, in den frühen Morgenstunden auf dem Times Square spazieren gehen… Bis Lauren eines Tages fühlt, dass es Zeit ist, Gizelle loszulassen.

Meiner Meinung nach hält das Buch nicht ganz, was es verspricht. Anders als erwartet, ist es einfach keine Geschichte, die sich auf die letzten Monate eines zum Sterben verurteilten Hundes konzentriert, in denen man ihm das Leben noch so schön wie möglich machen möchte. Vielmehr steht die Geschichte eines jungen Mädchens im Vordergrund, einer Protagonistin, die noch nicht weiß, wer sie ist, wo sie hingehört und die sich auf die Suche nach ihrer eigenen Selbstverwirklichung begibt.

Der Schwerpunkt des Buches liegt besonders stark auf dem Umgang der Autorin mit den Süchten ihrer Mutter und auf ihrem eigenen persönlichen Wachstum. Zugegeben, das Thema "Wie sich mein Leben durch einen Hund verändert hat" zieht sich durch viele solcher Bücher, doch hier hatte ich oft das Gefühl, letztlich mehr über das Leben der Autorin zu erfahren, als mir lieb war. Man begleitet sie beispielsweise bei ihrem Umzug nach New York, bei ihrer Suche nach einem Freund oder bei der Recherche nach einer Wohnung. Das sind Dinge, die zwar ihr Leben geprägt haben, aber für das eigentliche Hundethema wenig relevant sind.

Positiv hervorheben möchte ich aber zumindest den Schreibstil von Frau Lauren Fern Watt. Er ist soweit recht flüssig und es gelingt ihr, ihre persönlichen Erfahrungen mit der Hundefigur von Gizelle zu verknüpfen, sodass man nachvollziehen kann, wie diese ihr Leben beeinflusst und ihr wichtige Lektionen beigebracht hat. Leider bleibt der Teil, der sich tatsächlich auf Gizelles Wunschliste und Abenteuer konzentriert, vergleichsweise kurz, sodass der Titel des Buches aus meiner Sicht etwas irreführend ist.

Alles in allem somit eine kurzweilige Lektüre, die eigentlich ganz angenehm zu lesen ist, aber nicht dem gleichkommt, was ich erwartet hatte. Für Hundeliebhaber, die ein Abenteuer aus der Sicht des Hundes suchen, wird es vermutlich enttäuschend sein. Für Leser, die einen Einblick in die persönliche Lebensgeschichte der Autorin mit Hund erfahren möchten, könnte es jedoch interessant sein.

Cover des Buches Eine Liebe so groß wie du (ISBN: 9783596035373)

Rezension zu "Eine Liebe so groß wie du" von Lauren Fern Watt

Ein LovelyBooks-Nutzer
Emotional und sehr gut!

ANALYSE    »Eine Liebe so groß wie du« - ein Titel, der bewegt, und ein Untertitel, der einen eine traurige Erzählung erwarten lässt: Lauren Fern Watt schrieb nieder, wie sie die letzten Monate mit ihrer über alles geliebten Gizelle verbracht hatte, mit einer Liste mit Dingen, die sie noch unbedingt mit ihr machen wollte… 
Die erste Hälfte des Buches beinhaltet die Geschichte des Kennenlernens von Lauren und Gizelle – wie Lauren dank ihrer alkoholabhängigen und labilen Mutter einen Welpen geschenkt bekommt – einen Mastiff, die, so wurde es zumindest gesagt, treuesten Hunderassen, die es gibt; wie Gizelle zusammen mit ihrem Frauchen aufwächst, welche turbulenten und lustigen Abenteuer sie erleben, und welchen Spaß sie miteinander hatten. Der Untertitel kam in der ersten Hälfte kein einziges Mal vor, was mich aber überhaupt nicht störte, es war nämlich so, dass diese ersten 120 Seiten aufgebaut haben, Gizelle und Lauren vorgestellt haben, und dann, ab dem Kapitel »Die Entdeckung« ging es mit dem Lächeln bergab, und die Traurigkeit übernahm von Seite zu Seite das Emotionszentrum des Lesers. Grund hierfür war einfach die Art, wie Lauren die Geschichte erzählt hat – emotional, traurig, mit sehr vielen Ausdrücken, die Tränen in den Augen hervorrufen. Zuerst begann das Buch fröhlich, lustig, man lächelte, als man las, wie die zwei zusammen den Alltag überstanden haben, aber dann mit der Entdeckung der Krankheit wurde es immer trauriger, bis schließlich Gizelle verstirbt, und man unweigerlich ein Taschentuch zur Hand nehmen muss. Aber man war ja vorgewarnt, durch den Untertitel, also konnte man ja auch vorhersehen, was passieren wird. 
Sehr positiv beitragend zum Leseverhalten und zur Schnelligkeit des Lesens waren die kurzen, knackigen Kapitel, die von der Autorin mit traumhaften, aber auch emotionalen Fotos gestaltet wurden. Ich persönlich bevorzuge autobiographische Romane mit Fotos, da man dadurch nicht nur die Figuren besser kennenlernt, sondern auch eine ruhige Abwechslung hat. 
Der Schreibstil der Autorin ist natürlich und nicht erzwungen. Man findet viele Ausdrücke, die das Bild, welches beim Lesen entsteht, redlich verbessert. Lauren hat die Geschichte mit einer wuchtigen Portion Emotionen und Gefühle geschrieben, die man beim Lesen ohne Zwang spürt. Ein Buch, welches mich sehr begeistert hat, obwohl ich mich das gar nicht traue zu sagen, da es ja die Geschichte eines sterbenden Hundes ist, aber als Hundeliebhaber und begeisterter Hundebesitzer solch eine Lektüre das Gefühl hervorrufen lässt, froh zu sein, dass es dem eigenen Hund gut geht.    FAZIT    Sehr empfehlenswert, jedoch Traurigkeit, Mitgefühl und Tränen vorprogrammiert. Sprachlich ausgezeichnet, sehr einfach und durch die Bilder im Buch sehr abwechselnd und schön – die Geschichte von Gizelle und Lauren wird mich lange nicht loslassen!  

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