Lauren Gibaldi

 3.3 Sterne bei 26 Bewertungen

Alle Bücher von Lauren Gibaldi

Die Nacht, in der wir uns wiedersahen

Die Nacht, in der wir uns wiedersahen

 (24)
Erschienen am 10.08.2015
The Night We Said Yes

The Night We Said Yes

 (2)
Erschienen am 16.06.2015
Matt's Story: A Night We Said Yes Novella

Matt's Story: A Night We Said Yes Novella

 (1)
Erschienen am 04.08.2015

Neue Rezensionen zu Lauren Gibaldi

Neu
igbuchbluetens avatar

Rezension zu "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" von Lauren Gibaldi

REZENSION: Die Nacht, in der wir uns wiedersahen
igbuchbluetenvor einem Jahr

Das Buch habe ich in einer Mängelexemplarskiste bei mir im Supermarkt gesehen und war zuerst unentschlossen, da ich bis dato noch keine Meinungen zu diesem Buch kannte. Schlussendlich durfte es dann doch mit, da der Klappentext (immer diese verdammten Klappentexte, die Dinger gehören abgeschafft) recht gut klang.

Wer noch nicht weiß worum es geht: Ella trifft auf einer Party ihren Ex-Freund Matt wieder, der vor 8 Monaten ohne ein Sterbenswörtchen nach Texas abgehauen ist. Er bittet sie, ihm diese Nacht zur Aufklärung zu geben und Ella willigt ein.

An sich klingt es doch ganz gut, oder? Man will als Leser erfahren, warum Matt damals gegangen ist, was er jetzt wieder hier macht und natürlich Ellas Entscheidung, ob sie ihm verzeiht, oder ihm den Laufpass gibt, mitbekommen, auch wenn der New Adult-Kenner eh von Anfang an weiß, wie es ausgeht.

Vielleicht hätte ich das Buch aber gar nicht erst anfangen sollen. Ich verstehe vollkommen, wenn Menschen eine andere Einstellung zu solchen Themen haben und dann wie Ella reagieren, aber ich bin ein ganz oder gar nicht Mensch und hätte den Typen, nachdem er mir seine "Gründe" genannt hat, bis auf den Mond geschossen.

Ella ist als Protagonistin eigentlich ganz in Ordnung, sie tendiert zur Naivität und wird als das typische Mauerblümchen, das im Schatten seiner umwerfend gutaussehenden und mit dem Selbstbewusstsein einer griechischen Göttin gesegneten besten Freundin steht, verkauft.

Ihre beste Freundin, die auf den Namen Meg hört, hat für mich auch nicht mehr alle Latten am Zaun, da sie sich in einer Tour von ihrem On-Off Freund verkackeiern lässt. Schon kurz nach der Versöhnung fliegen wieder die Fetzen, es wird mit Beleidigungen unter der Gürtellinie um sich geworfen, dann folgt eine dramatische Trennung, Jake, besagter On-Off Freund, vergnügt sich mit anderen Frauen, merkt dann nach kurzer Zeit, dass er eigentlich doch lieber Matt will, verspricht ihr sich dieses Mal wirklich zu ändern, sie nimmt ihn wieder zurück und das Spiel beginnt von vorn. Meine Meinung zu sowas: Lasst es verdammt nochmal sein und wenn ihr doch wieder auf den Rat all eurer Freunde pfeifen wollt, dann wenigstens so, dass es niemanden stört, d. h. niemand eure Streitereien mitbekommt und niemand die Scherben aufheben muss, wenn die Beziehung gerade wieder zu Bruch gegangen ist.

Matt führt Ella an einen Ort, den sie als Paar oft aufgesucht haben und... falls ihr gedacht habt, er würde erklären, warum er weg war, oder dass er auf Knien vor ihr herrutscht und um Vergebung bettelt, muss ich leider sagen: falsch gedacht. Matt versucht den Abend von vor einem Jahr, zufällig genau der Tag, an dem sich die beiden kennenlernten, 1:1 zu rekonstruieren und Ella? Statt Antworten zu fordern, oder ihn, wie ich es machen würde, in die Wüste zu schicken, spielt sein Spiel einfach mit.

Dann wird es für den Leser richtig anstrengend, da das Buch in zwei Zeiten spielt. Zum einen die "Jetzt" Kapitel, die den Abend erzählen, an dem Ella und Matt sich "aussprechen" und zum anderen die "Damals" Kapitel, welche den Tag von vor einem Jahr behandeln. Anfangs fand ich die Idee noch okay, als ich dann aber gemerkt habe, dass in den Kapiteln wirklich 1:1 dasselbe passiert, war ich raus. Es war so unnötig, da es einen als Leser so verwirrt, im einen Kapitel flirten sie sich an, im anderen herrscht Stillschweigen, alles an denselben Schauplätzen, mit denselben agierenden Personen. Entweder man erzählt die Geschichte des Kennenlernens, ODER die der Aussprache, beides Zusammen funktioniert einfach nicht.

Als Matt dann nach einer Ewigkeit die Bombe platzen lässt und den wahren Grund seiner Abwesenheit verrät, saß ich mit offenem Mund da. Es war aber kein "Oh mein Gott, wie furchtbar" - offener Mund, sondern mehr ein "Und wegen so einem Schrott lässt du deine, wie du es nennst, 'große Liebe' im Stich?"-offener Mund. Der Grund den er genannt hat, hat mir einen Bluthochdruck verschafft, der keinesfalls gesund sein kann und allerspätestens jetzt hätte ich meine Sachen gepackt und hätte den Kerl stehen gelassen. Aber unsere liebe Ella ist ja so verständnisvoll und kann total nachvollziehen, dass er sich da NIE melden konnte. Zu allem Übel kauft sie ihm noch ab, dass er doch immer an sie gedacht hat und sich auch bei ihr melden wollte, es aber einfach nicht konnte. Lange Rede kurzer Sinn: anstatt dem Kerl ordentlich die Meinung zu geigen ist alles Friede Freude Eierkuchen und sie verzeiht ihm. Wie ich sowas hasse.

Zudem muss ich sagen, dass das Lektorat entweder übermüdet oder ebenfalls genervt von der Geschichte war, andernfalls wären ihnen die unzähligen Rechtschreib- und vor allem Logikfehler (man muss sich das mal geben. Das Buch hat 350 Seiten, spielt an 2 Abenden und die Autorin schafft es trotzdem die Geschichte teilweise komplett stehen zu lassen) aufgefallen. Da bin ich aus dem Hause cbt weitaus besseres gewohnt.

Wer eher softer veranlagt ist und immer an das Gute im Menschen glaubt, dem wird das Buch wahrscheinlich gefallen. Ich fand es furchtbar und werde es jetzt in mein Regal (in 2. Reihe!) verbannen, wo die Bücher stehen, die ich nicht mochte und die bald ausziehen werden.

Kommentieren0
2
Teilen
B

Rezension zu "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" von Lauren Gibaldi

Sehr lebendig erzählt
BieneMavor 3 Jahren


Warum ich dieses Buch lesen wollte, ist eine sehr gte Frage, weil es normaler Weise gar nicht mein Ding wäre. Wahrscheinlich gab die Gestaltung den Anstoß, denn dieses dunkelblau gefällt mir ausgesprochen gut. Allgemein ist das Cover sehr schön gestaltet und macht direkt Lust darauf, das Buch zu lesen.

Zwar wird die Geschichte von Ella erzählt, doch auch ihre beste Freundin Meg, sowie deren Freund Jake und natürlich Matt spielen eine große Rolle. Positiv aufgefallen an diesem Roman ist mir hier, das die Figuren auch einfach mal Fehler ohne edle Absichten machen. Mist bauen, den sie hätten vermeiden können und für den es zwar eine Erklärung gibt, die aber ihr Handeln nicht unbedingt entschuldigt. Durch diese Makel wirken de Figuren unglaublich real und authentisch.

Besonders beeindruckt hat mich an diesem Buch die Darstellung der Freundschaft A) zwischen Ella und Meg, B) die zwischen den beiden und den zwei Jungs. Besonders zwischen Ella und Meg herrscht einfach eine tolle Chemie, und obwohl sie sehr unterschiedlich sind, waren beide in ihrer Freundschaft "gleichberechtigt" und es ging nicht alles nur von einer von ihnen aus.
Es war insgesamt einfach Herz erwärmend, was die vier zusammen erlebt haben, und auch wenn es eigentlich nur um zwei Nächte (die in der Matt und Ella sich kennen lernten und die, in der er zurückkehrt) ging, hatte man innerhalb weniger Seiten eine echte Bindung zu den Charakteren und ein genaues Bild von ihnen.

Wo wir gerade bei den zwei Nächten sind - mir gefiel sehr gut, wie die Geschichte erzählt wurde. Vor jedem Kapitel stand, ob die Geschichte Damals oder Jetzt erzählt wurde. Beides wechselte sich ab, und es wurde immer auch die Uhrzeit angegeben. So sprang der Leser zwischen Vergangenem und Gegenwart hin und her, was ab und zu mal verwirrend war, weil man dann (zumindest ging es mir so, vielleicht bin ich auch zu blöd, wer weiß) Ereignisse durcheinander brachte. Das ist aber nur ein winzig kleiner Kritikpunkt, und wirklich gestört hat es meinen Lesefluss nur ein, zwei Mal.

Lauren Gibaldis Schreibstil ist angenehm und sie erzählte die Geschichte so lebendig, das man nach wenigen Sätzen schon total im Buch abgetaucht war.

Ich freue mich auf weitere Bücher einer Autorin, die mich wirklich überraschen konnte! Jeder, der Jugendbücher mag, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall mal näher anschauen!

Kommentieren0
1
Teilen
Griinsekatzes avatar

Rezension zu "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" von Lauren Gibaldi

Leider eine große Enttäuschung
Griinsekatzevor 3 Jahren


Die Leseprobe zu "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" hatte mich neugierig gemacht. Matt, der Freund von Ella verschwindet einfach und steht nach einem halben Jahr plötzlich wieder vor ihr. Die Aufmachung klang interessant, jedoch wurde ich von der Umsetzung enttäuscht.


Die Charaktere Ella, Matt, Meg und Jake waren für mich so ungreifbar, dass ich mich einfach nicht mit ihnen anfreunden konnte. Meg war mir zu Ich-bezogen und ihr verzeihen Jake gegenüber war kaum nachvollziehbar. Jake war typisch Rockstar, er wäre auch sehr gut gelungen, wenn sein Verhalten Meg gegenüber einfach nicht so verwirrend gewesen wäre. Warum zum Teufel versaut er es immer wieder? Dafür gab es einfach keinen Grund. Matt und Ella waren eine Sache für sich. Matt war richtig süß. Er hat mir von allen noch am Besten gefallen, wäre seine Leidensgeschichte (der Grund, warum er wegging) nicht so unwirklich. Dazu kommt dann noch Ella. Ella war einfach unscheinbar. Sie war lieb, nett witzig und ich konnte ihr Verhalten Matt gegenüber teilweise nachvollziehen aber sie war eben nichts besonders. Ein Charakter, den man sehr schnell wieder vergisst.


Eigentlich geht es um Matt und Ella. Matt, der nach dem halben Jahr wieder auftaucht und um eine zweite Chance bittet und Ella die herauszufinden versucht, warum er damals gegangen ist. Ihre Gedankengänge fand ich eigentlich ziemlich nachvollziehbar. Die ganze Zeit habe ich mir Gedanken gemacht, warum Matt einfach so, ohne ein Wort verschwinden würde, warum er sich in all der der Zeit einfach nicht gemeldet hat ... als der Grund dann draußen war, war es für mich ein WTF!? Moment. Die Geschichte hat gar nicht gepasst bzw. wurde sie einfach schlecht integriert und wirkte dadurch auf mich übertrieben unwirklich. 


Die Geschichte spielt in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Also das Kennenlernen von Matt und Ella und der Moment, als er nach dem halben Jahr wieder auftaucht. Matt will Ella zurückgewinnen und er stellt diesen ersten Tag nach. Den Tag, an dem ihre Geschichte begann. Man liest also abwechselnd ähnliche Ereignisse, nur sind es andere Gegebenheiten. Das hat mich ein wenig verwirrt und ich musste manchmal nachsehen, in welcher Zeitschiene ich eigentlich gerade bin. Die Geschichte war langweilig. Gerade durch die beinahe ähnliche Wiederholung hat es sich sehr gezogen. Ich habe mich sogar dabei erwischt, beim Lesen Wörter zu überspringen, was ich sonst nie mache.


Fazit
Langweilige Geschichte und fade Charaktere. Für mich war es leider eine große Enttäuschung, für einige wird es eine nette Liebesgeschichte sein. Die Geschichte hat einen guten Ansatz, der für mich aber nicht gut umgesetzt wurde. Schade eigentlich.

Kommentieren0
7
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 63 Bibliotheken

auf 19 Wunschlisten

Worüber schreibt Lauren Gibaldi?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks