Lauren Grodstein Die Freundin meines Sohnes

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Inhaltsangabe zu „Die Freundin meines Sohnes“ von Lauren Grodstein

Für Pete Dizinoff läuft alles prima. Er hat eine erfolgreiche Praxis, eine liebevolle Frau und ein hübsches Haus in einem gediegenen Vorort. Vor allem hat Pete einen Sohn, Alec, für den er nur das Beste will. Aber eines Tages und nach langer Abwesenheit taucht Laura wieder auf, die Tochter von Petes bestem Freund. Sie ist zehn Jahre älter als Alec, unwiderstehlich schön und steht in dem Verdacht, als Teenager ihr Baby bei der heimlichen Geburt getötet zu haben. Alec ist sofort von Laura hingerissen, Pete hingegen sieht seine Träume für den Sohn zerplatzen. In dem festen Glauben, nur in Alecs Sinne zu handeln, versucht er, die Beziehung seines Sohnes zu hintertreiben. Doch es sieht so aus, als ob er selber ein Auge auf Laura geworfen hätte. Und alles gerät außer Kontrolle.

@rumble-bee: Das Buch wurde bei vorablesen verlost. Ich nehme an, dass dadurch hier die Rezensionen zustande kamen, denn die Frist gilt für Vorablesen-Titel soweit ich weiß nicht.

— ada
ada

Jetzt bin ich verwirrt. In meinem Lese-Exemplar steht vorne ausdrücklich drin, man solle es bitte NICHT vor dem 21.2.2011 besprechen. Und doch sehe ich hier schon drei Rezensionen. oder gilt die Einschränkung nur für Journalisten bei großen Tageszeitungen?? Bitte um Aufklärung!

— rumble-bee
rumble-bee

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  • Der amerikanische Traum - hypothethisch...

    Die Freundin meines Sohnes
    CabotCove

    CabotCove

    09. May 2015 um 09:54

    Dr. Pete Dizinoff möchte für seine Familie und somit natürlich auch für seinen Sohn Alec das Beste. Alec ist jedoch ganz und gar nicht der "Mustersohn" einer amerikanischen Traumfamilie, aber auch Pete selbst ist nicht perfekt. Er hat Schwierigkeiten in der Ehe, was er versucht zu meistern; sein Leitspruch: "Das Leben geht weiter". Oft belächelt er das Leben seines Freundes und Nachbarn, das jedoch weit perfekter und harmonischer ist als sein eigenes, was er anscheinend gern vergisst bzw. teilweise auch recht erfolgreich verdrängt. Als die Tochter eines befreundeten Ehepaars, Laura, in die Gegend zurückkehrt, und sich Alec nähert, sich die beiden verlieben, bricht für Dr. Dizinoff schier eine Welt zusammen, denn Laura ist nicht nur zehn Jahre älter als Alec, sie hat auch noch in der Jugend ein ungewolltes Kind getötet. So eine Frau wünscht er sich natürlich nicht für seinen Sohn, der durch Laura auch immer mehr auf Abwege gerät. Trotz des Kampfes gegen sie kann Pete sich Laura auch nicht wirklich entziehen... Seine Frau hat die Scheidung eingereicht und er fühlt sich zu dem Mädchen hingezogen, obwohl er ihre Vorgeschichte kennt. Ich habe im Gegensatz zu der Leseprobe einen Stern wieder abgezogen, weil ich mir einfach viel mehr von dem Buch versprochen hatte. Lauren Grodsteins Roman wirkt teilweilse zu bemüht, die amerikanische Traumfamilie zeigen zu wollen bzw. Pete´s Versuch diesbezüglich. Das kommt für mich zu klischeehaft rüber. Wie eine amerikanische Seifenopfer- in der gibt es auch Intrigen, Mord etc. Ich hätte mir etwas "ruhigere Töne" gewünscht und teilweise auch mehr Aufklärung über gewisse Dinge, die angedeutet blieben. Dennoch ein relativ gutes Buch, das man zwischendurch mal lesen kann.

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  • Überzogene Vaterliebe

    Die Freundin meines Sohnes
    Sabine17

    Sabine17

    03. March 2014 um 20:09

    Pete Dizinoff ist Arzt und will, dass sein einziges Kind, sein Sohn Alec, ein in seinen Augen erfolgreiches Leben führt. Gleich zu Beginn des Buches erfährt der Leser, dass Pete bei seinen Bestrebungen wohl einiges falsch gemacht hat, weil er plötzlich isoliert im Atelier über der Garage wohnt, seine Frau über Scheidung nachdenkt und sein Sohn nicht mehr mit ihm spricht. In Rückblenden wird nun das Leben der Dizinoffs und das der befreundeten Familie Stern erzählt. Ein typisches amerikanisches Vorstadtidyll, bis die älteste Tochter der Sterns als 16 jährige drei Monate zu früh ein Baby auf der Bibliothekstoilette entbindet, das Kind erschlägt und für ein paar Jahre in eine psychiatische Klinik eingewiesen wird. Gerade als Pete versucht, seinen Sohn zu überreden wieder aufs College zu gehen, taucht plötzlich jene Laura Stern wieder bei ihrer Familie auf und befreundet sich mit Alec. Pete möchte nicht, dass sein Sohn eine 10 Jahre ältere Kindsmörderin zur Freundin hat. Er möchte nur das Beste für seinen einzigen Sohn und versucht alles, seine Wunschvorstellungen durchzusetzen. So nimmt das Unglück seinen Lauf. Das Buch ließ sich gut und flüssig lesen. Weil man gleich zu Beginn erfahren hat, dass irgendetwas Schlimmes vorgefallen ist, hat man mit Spannung weitergelesen, um zu erfahren, was genau passiert ist. Zwischendurch hat man ständig versucht, sich mögliche Szenarien auszumalen. Allerdings bin ich kein Freund der amerikanischen Kultur. Hier habe ich mich auch wieder bestätigt gefühlt. Dieser Wirbel, der um den Collegebesuch gemacht wird oder diese gekünstelten erweiterten Familientreffen, wo sich alle darstellen müssen, aber möglichst die heile Welt nicht angekratzt werden darf. Grässlich! Dies Buch ist sicherlich kein Buch, was man unbedingt lesen muss, aber wenn man es liest, wird man auch nicht enttäuscht.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    Ati

    Ati

    14. October 2012 um 15:58

    Viel findet sich nicht im Netz, wenn man Lauren Grodstein eintippt. Die in New Jersey geborene und aufgewachsene Autorin lebt noch heute mit ihrem Ehemann und Sohn dort. Sie unterrichtet kreatives Schreiben und Literaturwissenschaft in Camden. Ihre bisherigen Arbeiten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt. So auch ihre Novelle „A friend of the familiy“, die im Februar letzten Jahres von Klett-Cotta auf den deutschen Markt gebracht wurde. Eigentlich könnte alles perfekt sein. Der Internist Pete Dizinoff hat Elaine geheiratet, die er liebt. Die beiden haben Alec, ein Wunschkind, mittlerweile mehr oder weniger erwachsen. Das eigene Haus, die eigene Praxis, genügend Geld also, und dazu noch Joe und Iris, gute Freunde aus Studienzeiten in der Nachbarschaft. 20 Jahre heimeliges Mittelstands-Klischee in den Vereinigten Staaten. Nun ja, nicht ganz. Denn Wunschkind hin oder her – Alec ist nicht unbedingt der Schwiegermuttertraum schlechthin. Trotz aller Förderung schafft er die Schule mehr schlecht als recht, kommt mit Drogen in Kontakt, weiß nichts mit sich anzufangen, wirft ein teures Studium hin und will Künstler werden. Was macht der stolze Vater? Er knirscht mit den Zähnen und versucht dennoch die perfekte Grundlage für die Zukunft seines Sohnes zu schaffen. Das Cover (blauer Himmel mit nur ein paar Wölkchen, ein schlichtes Haus, davor zwei männliche Figuren) ist schlicht und ich hätte beim Betrachten desselben ebenso wenig wie durch den Titel herausgefunden, worum es geht. Denn es geht weniger um besagte Freundin, als um Petes Leben, in dem alles auseinander fällt. Oder vielmehr alles auseinanderfiel. Sein guter Ruf als Arzt, seine Freundschaften, seine Ehe, seine Familie - alles ist anders und nichts scheint gut. Mit Die Freundin meines Sohnes lässt Lauren Grodstein ihre Leserschaft auf Petes Leben zurückblicken, lässt sie mit ihm auf ein Urteil warten und erfahren, was zum abrupten Ende dieses ach so amerikanischen Idylls führte. Lässt ihn erzählen, was passiert ist. Hier offenbarte sich für mich ein kleines Manko. Pete stellt sich bereits mit der Schilderung seiner aktuellen Lebenssituation voller Selbstmitleid und wenig sympathisch vor. Das hätte mich das Buch beinahe weglegen lassen. Nach einem anschließenden ausführlicheren Rückblick auf die Umstände, die zu eben dieser Situation führten, lässt die Autorin ihre Hauptfigur an diesen Anfang anknüpfen und beendet dadurch die Geschichte. Das eine oder andere konnte man sich jedoch bereits nach dieser anfänglichen Vorstellung denken. Grodsteins Hauptfigur offenbart sich von Anfang an also wie bereits erwähnt nicht unbedingt als der sympathisch-nette Typ von nebenan. Vielmehr wird schnell deutlich, dass er ein Kontrollfreak ist, der letztlich nicht einmal vor Gewalt zurückschreckt, um seinen Willen durchzusetzen. Er ist hochmütig und in seiner Hochmütigkeit falsch, da er beispielsweise auf seine Freunde und deren Leben herabblickt. Doch warum? Weil er grundsätzlich ein schlechter Mensch ist? Sicher nicht. Pete ist tatsächlich vielleicht nicht der sympathisch-nette Typ von nebenan. Aber er könnte nebenan oder sogar mit uns wohnen. Seine Taten und Denkweisen entstehen aus dem Wunsch, alles richtig zu machen. Seine Motivation ist die Liebe. Nicht zur Freundin seines Sohnes, wie man jetzt vielleicht vermuten könnte, sondern die zu seinem Sohn. Der eine oder andere mag das aus seinem Leben eher anders herum kennen (Mutter kann Sohn nicht loslassen, Vater die Tochter). Doch Alec ist Petes Wunschkind von seiner Traumfrau Elaine. Für Alec wünscht er sich ein gutes und sicheres Leben. Da passt es überhaupt nicht, dass der sich ausgerechnet in die in den Schoß ihrer Familie zurückkehrende Laura verliebt. Sie ist einige Jahre älter als Alec, die Tochter von Petes eingangs erwähnten guten Freunden Joe und Iris gleich nebenan. Ausgerechnet Laura, die mit 17 unbemerkt schwanger wurde, das Baby in einer Toilette zur Welt brachte und tötete. Ausgerechnet Laura, die danach erst in der Psychiatrie und dann in der Fremde verschwand. Ausgerechnet Laura – genauso interessant wie labil - verdreht Alec völlig den Kopf. Pete versucht alles, um diese Beziehung zu unterbinden. Darüber vernachlässigt er seine Tätigkeit als Arzt. Prompt unterläuft ihm ein fataler und tödlicher Fehler und er landet vor Gericht. Darüber setzt er seine Freundschaft mit Lauras Eltern aufs Spiel, weil er etwas anrührt, das jahrelang nur oberflächlich übertüncht wurde, um den Schein der Normalität zu wahren. Ein Ereignis, das nie richtig aufgearbeitet wurde. Seine Ehe, seine Familie, sie gerät allein dadurch in Gefahr, weil er nicht davor zurückschreckt, auf seiner Sicht der Dinge zu beharren. Während Petes Frau Elaine Mitleid für Laura empfindet, Alec die Welt nicht mehr versteht, Iris für ihre eigene Tochter kämpft, obwohl sie sie für damals hasst, ist sie in Petes Augen einfach eine Mörderin und gefährlich. Sie ist nichts für seinen Sohn, der auch noch verkündet, mir ihr nach Paris gehen zu wollen. Um das zu verhindern, sucht Pete ein letztes Gespräch mit Laura. Es eskaliert und Laura dreht den Spieß um. Sie wehrt sich nicht nur gegen Petes Versuche sie von Alec zu trennen, sie bringt ihn in Misskredit. Was grundsätzlich wie ein gutbürgerliches amerikanisches Idyll anmutet, erweist sich sukzessive als oberflächlich gut funktionierende Farce mit etlichen schwelenden Konflikten und jeder Menge Unverständnis. Denn natürlich gab es einen Grund, warum Laura die damalige Schwangerschaft verschwieg. Natürlich gibt es auch einen Grund, warum Alec so ist wie er ist. Und natürlich gibt es 1.000 Gründe den Schein zu wahren, die allesamt wichtiger scheinen, als die wirklichen Probleme. Pete und seine Familie sind bei weitem nicht die Vorzeigetypen, als die er sich und sie selbst gerne sieht. Er wirkt stellenweise arrogant und in seinem Eifer alles richtig zu machen wie bereits erwähnt wenig liebenswürdig. Doch genau das macht ihn wiederum menschlich – wer ist schon perfekt? Die Autorin springt zwischen den Figuren hin und her, erzeugt durch Andeutungen Spannung – die allerdings durch die eine oder andere langatmige oberflächliche Passage gebrochen wird. Ihre Charaktere sind nicht wirklich diffus, aber auch nicht sonderlich klar herausgearbeitet. Man erkennt durchaus Laura als gleichermaßen schwach wie berechnend. Pete ebenso fatalistisch hilflos wie fanatisch. Dennoch scheint hier etwas zu fehlen. Hinzu kommt, dass der Lesefluss etwas ins Stottern kommt, weil Grodstein in Petes Schilderung der Vorfälle auch noch Zeitsprünge eingebaut hat und auf klitzekleine Nebenschauplätze ausweicht, die nicht zwingend für die Geschichte gewesen wären. Und doch tragen auch diese Abschweifungen, in denen Pete auf an und für sich nebensächliche Erfahrungen seines Lebens eingeht, dazu bei, seine Sorge und Liebe zu Alec herauszuarbeiten. Und keines von Petes Problemen wirkt so erfunden, dass man den Kopf schütteln müsste. Alle muten, genau wie seine aus Verzweiflung entspringenden Handlungen und die daraus resultierenden Folgen, real und nachvollziehbar an. Grodsteins Roman zeigt, dass Geld und gut situierte Verhältnisse nicht vor Fehlentscheidungen und Problemen bewahren und sie bisweilen nicht nur nicht abmildern, sondern sogar verstärken können. Die gesamte Entwicklung von Petes Geschichte ist nicht immer akzeptabel aber durchaus nachvollziehbar und gerade dadurch erschreckend. Man stellt sich zwangsläufig die Frage, wie weit sich Eltern in das Leben ihrer erwachsen werdenden Kinder einmischen dürfen. Inwieweit sie sie vor Fehlern bewahren dürfen. Was falsch verstandene Liebe und was natürliches Schutzbedürfnis ist. Fazit: Die Freundin meines Sohnes lässt sich trotz kleinerer Schwächen leicht lesen, ohne zum Lesequickie zu verkommen. Es soll ein Thriller sein, ist jedoch nicht das spannendste Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe, und hat auch eine eher negative Grundnote. Dennoch konnte ich es nicht einfach so weglegen. Es zog mich langsam aber unaufhörlich bis zum Schluss. Denn durch die Nachvollziehbarkeit bestimmter Handlungen und Gedanken blieb bis zur letzten Seite der Wunsch, zu erfahren, wie die Sache ausgeht. Daher möchte ich Grodsteins Roman vier von fünf Punkten geben. Copyright © 2012 Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    sabatayn76

    sabatayn76

    13. May 2012 um 10:24

    '(...) auch wenn ich in meinem Innersten überzeugt bin, dass ich bei allem, was ich getan habe, nur sein Bestes wollte' Inhalt: Dr. Pete Dizinoff hat alles, was man sich so wünschen kann: eine erfolgreiche Praxis als Internist, eine glückliche Ehe, ein hübsches Haus in einem Vorort, einen besten Freund, der mit seiner Frau in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt. Eigentlich könnte alles wunderbar sein, wenn er nicht auch einen Sohn hätte, für den er sich nur das Beste wünscht, der aber das College geschmissen hat und nun ausgerechnet Interesse an der jahrelang untergetauchten Tochter von Petes bestem Freund Joe hat. Diese hatte als Teenager ihr Baby direkt nach der Geburt getötet - Pete ist sich sicher, dass sie die Zukunft seines Sohnes zerstören wird, und versucht, eine Beziehung zwischen den beiden zu verhindern. Mein Eindruck: Mich hat 'Die Freundin meines Sohnes' nicht mitreißen können. Zwar fand ich den Einstieg ins Buch gut und spannend, doch im Laufe des Romans haben mich die vielen Schilderungen von Nebensächlichkeiten und die Langatmigkeit der Geschichte gestört. Zudem wurden die Protagonisten nur oberflächlich beschrieben, ich konnte mir keine der Figuren wirklich vorstellen, die Charaktere blieben farblos und wenig lebendig. Ich konnte außerdem mit keinem der Protagonisten emotional mitschwingen, ihre Belange und ihre Schicksale haben mich kalt gelassen und wenig interessiert. Dies führte dazu, dass ich die Geschichte letztendlich banal fand. Gefallen hat mir, dass sich das Buch leicht und flüssig liest, so dass es sich durchaus als wenig anspruchsvolle Lektüre für zwischendurch eignet. Mein Resümee: Eine Geschichte, die sich schnell und einfach liest, aber kaum in die Tiefe geht.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    bookgirl

    bookgirl

    24. February 2012 um 11:05

    Mir hat das Buch die Freundin meines Sohnes sehr gut gefallen. Auch wenn es sich streckenweise ein wenig gezogen hat, so war es doch immer noch so interessant, dass ich auf jeden Fall weiter lesen musste. Die Geschichte wird aus der Sicht von Peter Dizinoff erzählt. Er wechselt immer wieder zwischen der Gegenwart, dem kläglichen kaputten Leben, das er momentan führt und seiner Vergangenheit, in der er beschreibt, wie es dazu gekommen ist. Peter hatte eigentlich alles um glücklich zu sein. Eine Frau, einen lang ersehnten und überaus geliebten Sohn und Freunde. Sein Leben hätte nicht besser laufen können. Doch dann taucht Laura auf, die älteste Tochter seines besten Freundes. Da sie eine schwierige Jugend hatte, hält Peter nicht viel von ihr. Aber sein Sohn Alec verliebt sich in Laura. Als Alec auch noch beschließt nicht mehr auf's College zu gehen, fängt Peter an sich einzumischen, was fatale Folgen hat. Auch wenn es zu Beginn ein wenig verwirrend ist, den zeitlichen Sprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu folgen, so macht evtl. genau das die Spannung der Geschichte aus. Auch die Wendungen der Handlung, die häufig Überraschungen bieten, haben mich an das Buch gefesselt. Ich würde es definitiv jederzeit weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    Kiritani

    Kiritani

    31. October 2011 um 09:53

    Kurzbeschreibung: Für Pete Dizinoff läuft alles prima. Er hat eine erfolgreiche Praxis, eine liebevolle Frau und ein hübsches Haus in einem gediegenen Vorort. Vor allem hat Pete einen Sohn, Alec, für den er nur das Beste will. Aber eines Tages und nach langer Abwesenheit taucht Laura wieder auf, die Tochter von Petes bestem Freund. Sie ist zehn Jahre älter als Alec, unwiderstehlich schön und steht in dem Verdacht, als Teenager ihr Baby bei der heimlichen Geburt getötet zu haben. Alec ist sofort von Laura hingerissen, Pete hingegen sieht seine Träume für den Sohn zerplatzen. In dem festen Glauben, nur in Alecs Sinne zu handeln, versucht er, die Beziehung seines Sohnes zu hintertreiben. Doch es sieht so aus, als ob er selber ein Auge auf Laura geworfen hätte. Und alles gerät außer Kontrolle … Rezension: Bei diesem Buch musste ich zu Beginn eine Pause einlegen, um das Gelesene zu verarbeiten. Aber im weiteren Verlauf der Geschichte lösten sich diese Bilder wieder aus meinem Kopf. Es hat mir viel Freude gemacht dieses Buch zu lesen, weil es eine tolle Mischung aus vielen Gefühlen war. Trauer, Wut, Enttäuschung, Angst, Liebe, Freude, Glück etc. Diese Mischung macht das Buch sehr besonders und sehr lesenswert. Idee/Umsetzung: Der Grundidee stand ich erst skeptisch gegenüber und war gespannt, was die Autorin aus dieser macht. Das Ergebnis hat mich überrascht und begeistert. Lauren Grodstein hat ihre Idee meines Erachtens sehr gut umgesetzt. Es ist eine sehr mitfühlende Story geworden rund um Familie, Freundschaft und Liebe geworden. Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil ist wundervoll und flüssig. Einfach zu lesen und dennoch wird man regelrecht in den Bann der Wörter gezogen und es fällt schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Was mich persönlich sehr anspricht ist, dass das Buch aus der Sicht des Vaters Pete Dizinoff geschrieben ist. Das macht die Geschichte persönlicher, trauriger. "Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht - es überrascht Sie vielleicht, manche fragen noch -, zucke ich in letzter Zeit nur mit den Achseln und sage so gelassen wie möglich:"Viel besser, als sie glauben." Und das stimmt ja auch." (Seite 7) Charaktere: Ich finde, dass alle - seien sie sympathisch oder nicht - Charaktere gut gelungen sind und ihren eigenen Charme haben. Bei Pete und Elaine merkt man, wie sehr sie ihren einzigen Sohn lieben. Die Freundschaft zwischen Pete, Elaine, Joe und Iris ist herzlich und tief verankert. Man nimmt ihnen die Freundschaft ab, weil sie echt wirkt. Alec fand ich anfangs niedlich, im Laufe der Geschichte wird er für mich leider zu einem arroganten jungen Mann. Leider ist er nur auf sich selbst fixiert. Laura war mir von Anfang an unsympathisch und ihre Rückkehr kam mir genauso ungelegen wie Pete. Ich mochte sie einfach nicht. Was einerseits an ihrer Vergangenheit liegen mag, andererseits liegt es an der Art wie sie sich gibt. Atmosphäre/Umgebung: Das Haus, das Viertel, der Vorort - all das strahlt eine unglaubliche Idylle und Harmonie aus. Es klingt nach einem Ort, an dem man gerne aufwachsen möchte. Trotz der wohlhabenden Familien, fühlte ich mich nicht wie bei Gossip Girl oder Melrose Place. Ich fühlte mich in einem geborgenen kleinen Vorort mit Nachbarn, die ihre Hecke auch mal drei Zentimeter höher wachsen lassen ;) Leider kam man nur selten raus aus dem Viertel - vielleicht mal nach New York, aber das war unpersönlich und wurde kaum erwähnt. Schade eigentlich, dabei soll es doch eine so wunderbare Stadt sein - hier fehlte sein Charme. Cover: Das Cover geht wie immer nicht in meine Bewertung mit ein, aber trotzdem ein Punkt, der mir immer auf dem Herzen liegt. Vorallem wenn es zu dem deutschen Cover auch ein englisches Cover gibt, das Original also. Das finde ich den Vergleich immer toll. Das deutsche Cover spricht mich überhaupt nicht an - ich finde es - leider - total hässlich. Bin ja bekanntlich kein so großer Fan von Personen auf dem Cover und die Abbildung der beiden ist einfach grausam. Ohne das Vater-Sohn-Paar hätte mir das Cover viel besser gefallen und hätte auch viel mehr Botschaft gehabt. Die beiden wirken wie mexikanische Einwanderer (ohne jetzt den Mexikanern zu nahe zu treten) und das passt nicht in die Geschichte. Ob man will oder nicht, man macht die beiden zu den männlichen Protagonisten und so habe ich sie mir nicht vorgestellt. Schrecklich. Leider will mich aber auch keines der englischen Cover so wirklich begeistern. Fazit: Ein tolle Buch, auch wenn ich das Ende nicht mochte. Aber man kann es ja nicht jedem Recht machen. Ansonsten war es eine tolle Geschichte, mit wundervollen Charakteren viel Leid und Schmerz, aber auch viel Freude und Spaß. Sehr zu empfehlen, das Buch hat mir viel Freude bereitet :)

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    Krimi_Lounge

    Krimi_Lounge

    18. September 2011 um 12:33

    Erzählt wird die Geschichte einer Familie, deren Leben zerstört wird, weil der Vater für seinen Sohn nur das Beste will. Dabei merkt er nicht, dass sein Sohn ganz andere Ziele und Wünsche hat. Der Lesefluss wurde immer wieder unterbrochen durch die verwirrenden Zeitsprünge. Die Autorin springt von der Gegenwart in die 8oer Jahre, um plötzlich eine Begebenheit aus den 90ern zu schildern, dann wieder in die 80er zurückzukehren, um schließlich ein Ereignis von vor zwei Jahren zu erzählen. Das die Zeiten in keinster Weise kenntlich gemacht wurden, bin ich immer wieder aus dem Lesefluss geraten, da ich mich erst orientieren musste. Hinzu kommt, dass die Episoden, die zwischenzeitlich eingestreut werden, manchmal völlig aus dem Zusammenhang der (eigentlichen) Geschichte gerissen sind. Zumindest habe ich die Botschaft zwischen den Zeilen nicht verstanden, falls es eine gibt. Auch die zahlreichen medizinischen Fachausdrücke, mit denen der Protagonist Dr. Pete Dizinoff um sich wirft, haben mich als Laien nur Ratlos zurückgelassen. Insgesamt habe ich mich durch das Buch mehr gequält als das ich Freude daran hatte. Das Ende ist meines Erachtes sehr an den Haaren herbeigezogen. Nach solch einem langwierigen und umständlichen Aufbau der Handlung hätte ich etwas Geistreicheres erwartet.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    Themistokeles

    Themistokeles

    07. August 2011 um 19:32

    Inhalt: Peter Dizinoff ist Arzt und lebt zusammen mit seiner Frau Elaine in Round Hill einem kleinen Vorort in New Jersey. Bis auf bisher kleinere Probleme mit seinem Sohn Alec läuft in seinem Lebenalles so, wie es sein sollte. Sein bester Freund Joe jedoch, der aufrgrund von Empfehlungen Peters kurz nach dessen Familie nach Round Hill gezogen ist, hatte mehr Probleme mit seiner ältesten Tochter, Laura, denn diese hatte mit siebzehn eine Schwangerschaft und brachte ihr Baby im sechsten Monat in der Toilette einer Bibliothek zur Welt, kurze Zeit später wurde das Kind tot in einem Mülleimer gefunden und Laura befand sich in eienr Klinik, da die Nachblutungen nicht hatten aufhören wollen. Ob das Kind schon bei der Geburt tot war oder Laura den Tod verschuldet hatte, ist nicht klar, da Laura nicht über das Vorkommniss sprechen will. Verurteilt wird sie zu einem Aufenthalt in einer Psychatrischenklinik und danach verschwindet sie zunächst aus Round Hill. Jahre später, als sie schon knapp über 30 ist und Alec bereits seinen ersten Versuch zu studieren abgebrochen hat und wieder bei seinen Eltern zu Hause wohnt, begegnen sich die beiden auf einer Party bei Joe und kommen sich mit der Zeit einander immer näher, was Peter gar nicht gefällt. Denn dieser möchte nicht, dass sein Sohn eventuell sein Leben verschwendet, indem er sich mit einer vermeindlichen Kindsmörderin abgibt, auch wenn diese die Tochter seines besten Freundes ist. Nach und nach versucht Peter seinen Sohn und Laura auseinder zu bringen, jedoch achtet er dabei nicht daruaf, dass er gewisse Dinge um sich herum vergisst und immer mehr auf eine Situation zusteuert, in der er sich sicher nicht befinden wollte. Meinung: Der Roman war im ersten Augenblick nicht so mein Fall, einfach weil er mir doch ein wenig durcheinader vorkam, der Erzähler sehr oft bei den Orten und Zeiten in denen er sich befindet springt, denn oft wird auch von der Vergangenheit erzählt. Die Geschichte an sich ist nämlich so strukturiert, dass eigentlich schon alles passiert ist und einem alles rückblickend erläutert wird, wobei selbst in den Rückblicken auf die Geschehnisse, die dazu geführt haben, dass alles ist, wie es ist, wieder Rückblicke auf die Kindeheit oder andere vergangene Ereignisse eingebaut werden. Durch diesen Aufbau kann es ab und an dazu kommen, dass man sich nicht mehr ganz sicher ist, zu welcher Zeit erzähltes grade wirklich spielt. Insbesondere, da es leider nicht durch Absätze gekennzeichnet ist, zumindest nicht immer. Auch manche Stellen haben ein bisschen an Sinn verloren, da sie übersetzt wurden und das mit dem nicht besten Begriff, was ein wenig schade ist, aber an sich das Lesen nicht stört. Stilistsich ist der Roman sonst eigentlich recht flüssig und leicht zu lesen und ich finde weder, dass die Autorin besonders lange, ausschweifende Sätze nutz, noch dass die Sätze besonders kurz und abgehackt und dadurch auffällig sind. Ansonsten ist es bei diesem Roman rech gut gelöst, dass wirklich die ganze Geschichte aus der Sicht Dizinoffs, verbunden mit seinen Gefühlen und Gedanken erzählt wird, weil man sich dadruch doch sehr in seine gefühlslage hineinversetzen kann. Alles in allem muss ich gesten, dass mich das Buch überrascht hat, da ich nicht damit gerechnet hätte, dass ich es doch noch so gut finde, wenn ich auch sagen muss, dass es mich nicht vollkommen vom Hocker gerissen hat.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    gaby2707

    gaby2707

    07. August 2011 um 15:53

    Dr. Pete Dizinoff ist ein berühmter Arzt mit einem tollen Haus in einer Nobelgegend. Pete und seine Frau Elaine haben einen Sohn Alec, der inzwischen schon erwachsen ist. Ihre Urlaube und gemütliche Abende verbringen sie zumeist mit Freunden. Diese haben zusammen 3 Kinder.Es könnte alles so schön sein, wenn nicht durch mehrere Zufälle bzw. Handlungen, deren Verlauf nicht vorhersehbar ist, alles ins Wanken geraten würde und ein idyllisches Familienleben plötzlich wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Angefangen hatte alles vor zig Jahren, als die damals 17-jährige Laura Stern, die älteste Tochter von Iris und Joe ein Baby bekommt und dieses dann tot aufgefunden wird. Nach mehreren Jahren Abwesenheit taucht Laura plötzlich wieder auf und Alec verliebt sich in sie. Das passt Pete überhaupt nicht, da er Alec eine tolle Karriere und eine nette Familie wünscht. Außerdem verurteilt Pete Laura immer noch als Mörderin. Er will seinen Sohn vor dieser Frau schützen. Aber auch Pete selbst bleibt nicht vershont, als ihn ein beruflicher Schicksalsschlag trifft. Laura Grodstein beschreibt in ihrem Buch, wie schnell doch eine Familienidylle in die Brüche gehen kann. Durch mehrere Fügungen werden Träume zerstört, die Familie ausein-andergerissen und Alpträume wahr. Ich finde das Buch leicht zu lesen. Die Spannung kommt allerdings erst recht spät auf. Was mich etwas gestört hat, sind die vielen Zeitsprünge und mir viel es hier und da schwer, zu bestimmen wo ich nun gerade war. Ein schönes Buch, das mich hier und da aber auch nachdenklich gemacht hat.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. August 2011 um 12:15

    Mit dem Buch „Die Freundin meines Sohnes“ liegt dem Leser alles andere als ein gewöhnliches Buch vor. Inspiriert durch seine väterlichen Gefühle versucht der Arzt Pete Dizinoff seinen Sohn vor einem in seinen Augen Fehler zu bewahren. Das was sich daraus für ihn und seine Familie entwickelt hat er aber in keiner Weise abschätzen können…. Wohl geprägt durch die Melodramatik der französischen Literatur entwickelt Frau Grodstein hier ein Vaterbild das dem Alltäglichem in jeder Form widerspricht. Das sonst eher gewohnte Überbild der Mutter wird hier vollends auf den Vater projiziert und der Leser muss ich mehr als einmal fragen wie weit darf die Liebe eines Vaters gehen? Überhaupt wird der Leser in verschiedenen Momenten dazu gezwungen sich mit der Thematik des Romans auseinanderzusetzen, ja es drängt sich förmlich auf darüber nachzudenken was Frau Grodstein dort zur Diskussion stellt. Gibt es Gründe oder Motive die es dem Menschen erlauben über das Leben eines Anderen zu entscheiden ? Diese ist nur eine der schwer verdaulichen Fragen die dieses Buch provoziert und die den Leser durch die Geschichte des Pete Dizinoff begleiten. Der Stil ist eine Mischung aus Plauderton, monotonen Längen und schwer verdaulichen Tatsachen. Gerne lässt Frau Grodstein den Herrn Dizinoff aus seinem Leben erzählen, von seinen Sehnsüchten, seinen Ängsten und auch seinen Erfolgen. Das macht ihn auf der einen Seite authentisch auf der anderen Seite kann man sein Verhalten- trotz aller Emotionen- manchen Teils nur schwer nachvollziehen. Dem gegenüber stehen aber auch die nackten Tatsachen die selbst die Romanfigur Dizinoff überfordern wie der Leser schnell feststellen darf. Insgesamt macht die Mischung dieses Stils das Besondere aus. Man wird als Leser neugierig, lässt sich insgeheim von den eigenen Gedanken zur Thematik tragen und will natürlich alles erfahren. Wie geht es weiter ? Was für Beweggründe hat der Mann ? Warum stehen die anderen Figuren wie Statisten, ja Randfiguren am Rande der Geschichte ohne große Meinung und Wert? Natürlich sollte und darf man nicht verschweigen das jenes Buch auch Längen hat. Wer hier Unterhaltungsliteratur erwartet der wird bitter enttäuscht. Gerade dort wo die Längen auftauchen hat man das Gefühl in einer Milieu-Studie gelandet zu sein. Beobachten, analysieren und verwerten sind hier die Stichworte. Nicht jeder man(s) Sache das muss klar gesagt bzw. geschrieben werden. Ob das jetzt für den Lesefluss und die Spannung so zuträglich ist – gut das liegt wahrscheinlich im individuellen Auge des Betrachters. Interessant ist es jedenfalls welche unvorhergesehenen Wendungen das Buch parat hält, das macht es dann doch wieder ein wenig interessant. FAZIT: Ein interessantes Buch das eine brisante Thematik aufgreift, aber durch seine Längen ein wenig das Lesevergnügen dämpft. Als gebundene Ausgabe eher dürftig was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht. Insgesamt trotz guter Versuche von Seiten der Autorin leider nur drei Sterne.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    isag

    isag

    27. July 2011 um 15:18

    Der Schreibstil machte das Lesen angenehm. Etwas schwieriger, die Handlung zu verfolgen, machten es die Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel, aber zumindest waren die Kapitel lang genug, daß man innerhalb der jeweiligen Zeit eine Art roten Faden finden konnte und auch am Ende die jeweiligen Erlebnisse als Gesamteindruck bekommt. Die durchgehende Perspektive aus Sicht von Pete macht das Buch ebenfalls gut lesbar. Im 1. Kapitel wird gewissermaßen auch Spannung aufgebaut - Pete ist an einem Tiefpunkt angelangt und man wird neugierig darauf gemacht, wie es dazu kommen konnte. Um seine Situation - halbwegs - nachzuvollziehen, werden in den folgenden Kapiteln einige seiner Erlebnisse mit seiner Familie, seinen besten Freunden und einer Patientin geschildert. Die meisten dieser Kapitel finde ich allerdings persönlich etwas langatmig. Aber durch den flüssigen Schreibstil wird das finde ich wiederum ausgeglichen. Im vorletzten Kapitel ist dann ' endlich! ' zu lesen, was er denn getan hat, was seine Familie zerstört hat und weswegen er nicht mit seinem früheren besten Freund telefonieren möchte und auch den Grund, weshalb er für einen ärztlichen Kunstfehler angeklagt werden sollte. Beide "Auflösungen" des durchs ganze Buch gehaltenen Rätsel fanden am in diesem Kapitel geschilderten Tag statt, was allerdings eher Zufall war. Im letzten Kapitel wird dann noch angedeutet, daß die Zukunft doch besser aussehen wird, als Pete angenommen hatte. Inhaltlich bin ich vom Buch eher enttäuscht. Die einzelnen Geschehnisse plätschern mehr oder weniger vor sich hin, und auch die Auflösung der lange gehaltenen Spannung fand ich jetzt nicht soooo nachvollziehbar. Ich verstehe z.B. nicht, was Pete sich von seinem Besuch bei Laura versprochen hat, zumal er auch noch so früh morgens einfach dort auf der Matte stand... Das eigentliche Problem an der Sache ist wohl eher Lauras Lüge und daß die beiden Familien sich recht nahe stehen, so daß sie eigentlich beide Seiten als vertrauenswürdig sehen. Und bei dem Prozess um den Kunstfehler ist es wohl eher Angst vor einer Art "Rache" von Joe, die Pete Sorgen bereitet hat, denn Joe hätte aussagen können, daß er einen entsprechenden Hinweis gegeben hatte, dem Pete fatalerweise nicht nachgegangen ist. Alles in allem ist eher der Eindruck geblieben, daß Pete selbst sich zur richtigen Zeit hätte psychologisch betreuen lassen sollen - vor allem was seine Einstellung zu seinem Sohn betraf. Stattdessen hat er am Ende des Buchs noch die "Erwartung", daß sein Sohn ihn bestimmt irgendwann verstehen wird. Aber vielleicht liegt das auch daran, daß insgesamt in diesem Buch irgendwie das amerikanische "Idealbild" gesehen wird und gerade deswegen die "schlechten" Abweichungen entsprechend von Pete empfunden werden, wie dies aus seinem Umgang mit Lauras Vergangenheit und der Beziehung seines Sohnes zu Laura hervorgeht. Mir war auf jeden Fall doch einiges von Petes Ansichten eher befremdlich, was auch mit dazu beiträgt, daß ich inhaltlich nicht wirklich zu diesem Buch gefunden habe.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    lord-byron

    lord-byron

    17. July 2011 um 20:56

    Peter Dizinoff hat alles verloren, was ihm lieb und teuer war. Seine Frau, seinen Sohn, die besten Freunde, seine moderne Arztpraxis in der besten Gegend, sein Haus und seinen guten Ruf. Wie konnte es dazu kommen? Peter und Elaine wünschen sich lange ein Kind. Als es dann endlich klappt und sie ihren Sohn Alec bekommen, lieben sie ihn über alles und möchten nur das Beste für ihn. Ihre besten Freunde haben 4 Kinder. Ihre älteste Tochter Laura wird mit 16 Jahre schwanger, bekommt das Kind 3 Monate zu früh auf einer öffentlichen Toilette und tötet es. Daraufhin kommt sie in eine Psychatrische Klinik und zieht danach durch die Welt. Alec dagegen wächst gut behütet auf. Als die beiden sich 13 Jahre später kennen lernen und sich ineinander verlieben, flippt Peter aus. Sein Sohn und eine 10 Jahre ältere Kindsmörderin. Was sollen die Nachbarn sagen? Der Junge muss doch aufs College. Als er dann noch wegen eines Kunstfehlers verklagt wird, bricht Peters Welt zusammen. Nach dem Lesen der Leseprobe, hatte ich großes Mitleid mit Pete. Aber beim Lesen des Buches, wurde ich immer fassungsloser und wütender. Pete hat einfach nicht begriffen, dass ein Kind irgendwann seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Fehler machen muss. Er will seinem Sohn seine eigene Lebensweise aufzwingen. Er war ja immer der Bestimmende in der Familie und seine Frau hat sich auch immer an ihm orientiert. Und er 20jährige Kerl will selbst entscheiden was er im Leben machen möchte? Pete kann das nicht akzeptieren. Er ist selbstgerecht und egoistisch und alles muss nach seinem Kopf gehen. Ich fand das Buch überraschend gut. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Durch die Zeitsprünge blieb die Story immer spannend. Für alle, die auch mal die leiseren Töne mögen, ist dieses Buch ein absolutes Muss.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    dyabollo

    dyabollo

    10. July 2011 um 12:21

    Der Roman erzählt die Geschichte zwei wohlhabender Familien, die sich Ihren Reichtum hart erarbeitet haben und nun alles dafür geben damit es den eigenen Kindern an nichts mangelt. Doch dann läuft etwas schief. Die Tochter der Sterns - Laura, wird mit 17 schwanger, verheimlicht jedoch diese Schwangerschaft und tötet das neugeborene Baby auf einer öffentlichen Toilette. Sie hat jedoch sehr viel Glück (und vor allem Vitamin B :) und statt ins Gefängnis wird sie für einige Jahre in die Psychiatrie geschickt. Mit 30 kommt Laura zu Ihren Eltern zurück und verliebt sich in den 20 jährigen Sohn der befreundeten Familie. Erstaunlicherweise hat der Sohn Alec nichts gegen die 10 Jahre ältere "Kindsmörderin" und erwiedert nur allzu schnell ihre Liebe. So beginnt eine "Liebelei" die Alecs Vater - Pete Dizinoff überhaupt nicht in den Sinn passt. Denn er möchte seinen heißgeliebten Sohn auf dem College sehen und nicht in den Armen der Kindsmörderin... Meine Meinung: Der Roman zeigt wohl deutlich, dass kein Geld der Welt die Kinder vor falschen Entscheidungen retten kann und im Falle dieser beiden Familien hatte ich sogar das Gefühl, das Geld würde den Kindern nur noch mehr Schaden zufügen. Es ist ein Drama, das sich nur langsam zuspitzt, bis zum Schluß weiß man nicht recht was da auf einen zukommt. Teilweise fällt zwar die Spannung aber der gut durchdachte Inhalt und der Plot machen das wieder wett. Der Roman ist keinesfalls fantastisch. Alles darin erinnert an die reale Welt, nichts darin scheint überspietzt oder unglaubwürdig und daher ist dieses Buch ein wahres Vergnügen für Leser, die gerne lebensnahe Erzählungen lesen. Fazit: Thematik 5/5 Handlung 5/5 Charaktere 3/5 Lesespaß 4/5 Sprache 5/5 Wer gerne Gegenwartsliteratur liest und nicht unebdingt einen spannungsgeladenen Plot erwartet, wird dieses Buch mögen! Von mir gibts 4,4 Sterne!

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    Leseratte87

    Leseratte87

    03. July 2011 um 10:24

    Pete Dizinoff führt ein gutes Leben: Er hat eine Frau, die ihm vertraut, einen Sohn, den er über alles liebt, gute Freunde und eine gut gehende Arztpraxis. Doch irgendwann beginnt sein Sohn, sich von ihm zu distanzieren. Pete scheint nicht zu begreifen, dass Alec seine Freiheit braucht und die Möglichkeit, sein Leben so zu leben, wie er es sich erhofft. Als Pete dann noch bemerkt, dass Alec sich in, aus seiner Sicht, die falsche Frau verliebt, versucht er mit allen Mitteln die beiden zu trennen. Und dadurch setzt er alles aufs Spiel, was er hat: Seine Familie, seine Freundin, sogar seinen Beruf. Das Buch hat mich total überzeugt! Lauren Grodstein lässt Pete die ganze Geschichte aus seiner Sicht erzählen, was alles sowohl glaubhafter, als auch verstörender macht. Denn dadurch sieht man im Verlauf der Geschichte, dass Pete aus der Überzeugung handelt, dass er recht hat und das sein Sohn ihm eines Tages dankbar dafür sein wird. Lauren Grodstein versteht es, zwischen vergangenem und gegenwärtigem Geschehen zu wechseln und dadurch ein sehr komplexes Bild von Pete Dizinoff und seinem Leben zu zeichnen.

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  • Rezension zu "Die Freundin meines Sohnes" von Lauren Grodstein

    Die Freundin meines Sohnes
    buecherwurmolli

    buecherwurmolli

    12. May 2011 um 19:31

    mitreißende Familientragödie Pete Dizinoff lebt zusammen mit seiner Frau Elaine und seinem Sohn Alec in einem typischen amerikanischen Vorort.Er arbeitet als Arzt und hat eine gut laufende Arztpraxis. Seine Familie ist hoch angesehen und hat viele Freunde. Darunter auch die Sterns. Joe und Iris Stern kennt Pete schon sein ganzes Leben lang und sie sind gut befreundet. Die Sterns haben 3 Kinder. Darunter auch die rothaarige Laura, welche vor vielen Jahren ein Neugeborenes in einer Toilette umgebrachthat. Als Laura überraschend nach Aufenthalt an vielen Orten der Welt nach Hause zurückkehrt und sich Alec in sie verguggt wir die Familienidylle gestört und Pete versucht alles, um die Bindeung zwischen alec und Laura, welche 10 Jahre älter ist als dieser, zu zerstören. Eine wirklich ausgezeichnete Geschichte, welche mich vollkommen überzeugt hat. Der angenehme Schreibstil und die charismatischen Charaktere des Buches haben mich begeistert und gefesselt. Auch wenn sich ab und an ein paar Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, konnte der Lesefluss nicht gebrochen werden. Die Geschichte und Charaktere fand ich sehr gut gewählt, da auch schnell feststand, welche Rolle jede einzene Figur inne hatte. Auch das Cover hat mich fasziniert, da ich nun endlich mal genau weiß, wie die Protagonisten aussehen . Alles in Allem eine Wirklich sehr gelungene Familientragödie, welche mit gut gewählten Charakteren, einer mitreißenden Geschichte und einem angenehmen Schreibstil überzeugt.

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