Lauren Kirshner Meine Mutter, die Schönheitskönigin

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Inhaltsangabe zu „Meine Mutter, die Schönheitskönigin“ von Lauren Kirshner

Herzzerreißend und urkomisch - wie man als junge Frau die Wirrnisse des Alltags überlebt Was kann man schon vom Leben erwarten, wenn die Mutter die ehemalige Miss-Sofia-West ist und Schaufensterpuppen im Garten aufstellt, und der Vater, einst Modefotograf, heute im Reisebüro arbeitet und Sitzungen der Anonymen Alkoholiker besucht? Die elfjährige Lucy Bloom schaut Wiederholungen von »Alf« im Fernsehen, liebt Katzen, versucht, ihre irrlichternden Eltern bei der Stange zu halten - und träumt von einem anderen Leben, in dem sie nicht die Kluge, sondern die Hübsche ist. Ein wunderbarer Debütroman über den mitunter steinigen Weg eines Mädchens zur jungen Frau - bittersüß, treffsicher und voller Humor erzählt von dem literarischen »Fräuleinwunder« aus Kanada Lauren Kirshner.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Leserunde zu "Morgen bist du noch da" von Mila Lippke

    Morgen bist du noch da
    MilaLippke

    MilaLippke

    Wer wären wir ohne unsere Erinnerungen? In meinem Familienroman geht es um Farben, um Stoffe und um Porzellan, vor allem aber um Erinnerungen, die auftauchen können, wenn wir etwas betrachten oder befühlen. Meine Heldin Lio, 42 und Künstlerin, wagt zum ersten Mal seit vielen Jahren den Blick zurück in die Vergangenheit. Doch als sie ihre Mutter nach der Identität ihres Vaters fragt, erleidet diese einen Schlaganfall und verliert die Sprache. Lio muss sich selbst auf die Suche machen, wenn sie endlich etwas über ihren Vater, ihre Mutter und damit sich selbst herausfinden will. Nach und nach setzt sie das Leben ihrer Mutter zusammen: Ein Leben voller Emotionen. Voller Widersprüche und Leidenschaft. Ein Leben, das von Farben und Materialien geprägt wurde. Wer Lust auf einen vielschichtigen Roman mit einer eigenwilligen Protagonistin hat, ist herzlich dazu eingeladen bei der Leserunde ab dem 9. Januar mitzumachen. Mein Verlag (Ullstein) stellt netterweise fünfundzwanzig Freiexemplare zur Verfügung. Diese werden unter denjenigen verlost, die sich bis zum 7. Januar anmelden. Bedingung? Spaß an der Diskussion über einen Roman und Neugier auf seine Autorin. Mehr Infos zum Roman und zu mir: www.mila-lippke.de Der Trailer zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=4yMR7dsQRlo Ich freue mich auf eure Fragen und Eindrücke! Da die Bücher ja erst noch verschickt und gelesen werden müssen, beginnen wir am 9.1. mit Fragen. Über den ersten Teil sprechen wir ab dem Wochenende, 14.1. Da dies meine allererste Leserunde ist, bin ich schon ganz gespannt auf den Austausch mit euch. Es ist für mich als Autorin wahnsinnig spannend, wie ein Roman ankommt, wie er verstanden wird & was herausgelesen wird. Übrigens verlose ich am Ende unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Leserunde ein Buchpaket mit allen meinen (signierten) Büchern.

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  • Rezension zu "Meine Mutter, die Schönheitskönigin" von Lauren Kirshner

    Meine Mutter, die Schönheitskönigin
    mecedora

    mecedora

    26. June 2011 um 11:37

    "Ich war kein braves Mädchen mehr. Ich war diejenige, die den Wolf aß." (S. 266) Lucy hat es nicht leicht. Sie lebt mir ihrer Mutter, ehemaliger Sofia West-Schönheitskönigin mit einem Faible für Kleidung von der Heilsarmee und ihrem Vater, der eigentlich berühmter Modefotograf sein wollte, nun aber in einem Reisebüro sein Dasein fristet und regelmäßig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teilnimmt. Lucy ist alles andere als ein beliebtes Mädchen, sie ist nicht hübsch, sie hat keine Freunde und eigentlich hat sie keine Ahnung. Das Buch, das durch sein bonbonrosa Cover und den Titel zuerst einmal wie ein höchst seichter Frauenroman ohne großes Niveau wirkt, ist alles andere als seicht und niveaulos. Es beschreibt Kindheit und Jugend eines traurigen Mädchens auf dem Weg nach Orientierung und sich selbst. Und das aus der Sicht eben dieses Mädchens. Das Buch hat herzzerreißende Szenen, ist oft urkomisch und hat immer einen melancholischen Unterton, wenn es das Leben der kleinbürgerlichen kanadischen Familie Bloom erzählt. Für mich ein überraschen großer Roman, der nicht an Cover und Titel gemessen werden sollte. Hinter dem bunten Cover verbirgt sich sehr viel mehr als eine bonbonrosa Welt und weiße Rüschensöckchen. Absolut zu empfehlen.

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