Lauren Oliver

 4.1 Sterne bei 6.412 Bewertungen
Lauren Oliver

Lebenslauf von Lauren Oliver

Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver studierte an der New York University Philosophie und Literatur und arbeitete anschließend kurze Zeit in einem New Yorker Verlag, bevor sie sich ausschließlich auf das Schreiben konzentrierte. Im September 2010 erschien ihr Debütroman »Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie« (Originaltitel »Before I Fall«). Im November 2011 erschien ihr zweites Buch »Delirium« ebenfalls im Carlsen Verlag, das gleichzeitig der Auftakt zur »Amor-Trilogie« war. Band 2 aus dieser Reihe erschien 2012 unter dem Titel "Pandemonium", der dritte und letzte Band "Requiem" Anfang des Jahres 2014. Die Autorin lebt heute in Brooklyn, New York.

Alle Bücher von Lauren Oliver

Sortieren:
Buchformat:
Delirium - Amor Deliria Nervosa

Delirium - Amor Deliria Nervosa

 (2.030)
Erschienen am 10.11.2014
Pandemonium

Pandemonium

 (1.123)
Erschienen am 26.09.2014
Requiem

Requiem

 (753)
Erschienen am 18.03.2016
Panic - Wer Angst hat, ist raus

Panic - Wer Angst hat, ist raus

 (362)
Erschienen am 24.03.2017
Hana

Hana

 (86)
Erschienen am 23.05.2012
Als ich dich suchte

Als ich dich suchte

 (79)
Erschienen am 01.02.2017
Annabel

Annabel

 (42)
Erschienen am 20.12.2013

Interview mit Lauren Oliver

Lauren Oliver im Interview mit LovelyBooks / Juli 2011 (die Originalversion befindet sich unter der deutschen Übersetzung)

1. Seit wann schreibst du eigene Geschichten und wie kam es dazu, dass dein erstes Buch verlegt wurde?

Ich schreibe schon, seit ich etwa 5 Jahre alt war. Ursprünglich fing ich wegen meiner Liebe zum Lesen mit dem Schreiben an. Nachdem ich ein Buch beendet hatte, das ich liebte, habe ich angefangen eine Fortsetzung dazu schreiben – es war so eine Art Fanfiction, denke ich. Mit eigenständigen Romanen, die ich veröffentlichen wollte, habe ich mit Anfang 20 begonnen. „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ war mit drittes, eingereichtes Buch und das erste, das auch verkauft wurde.

2. Welche Figuren in “Delirium” und “Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie” magst du am liebsten?

Nun, ich denke, dass ich natürlich eine besondere Beziehung zu den Hauptfiguren, Lena und Sam, habe. Ich musste sie so gut kennen; sie wurden sozusagen ein Erweiterung von dem, was ich bin. Aber ich liebe auch Hana aus „Delirium“ und Kent aus „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“. Er ist so süß!

3. “Delirium” ist ein Buch über wahre Liebe – was bedeutet Liebe für dich?

Liebe bedeutet, dass es jemanden gibt, der deinen Horizont erweitert; der deine Vorstellungen von Glück teilt; der dir hilft, dich zu einem liebenswerteren, hilfsbereiteren und großherzigeren Menschen zu machen. Ich stelle mir jeden als eine Art Brunnen vor – man hat eine bestimmte Menge an Energie, Zeit und Liebe zu geben. Wenn man die wahre Liebe findet, wird sie den eigenen „Fluss“ erweitern – dann hat man mehr von all diesen Dingen, die man geben kann und nicht nur der einen Person, die man liebt, sondern für alle.

4. Wenn du in einer Welt leben müsstest, in der Liebe als eine Krankheit – ein Delirium – angesehen wird, wie würdest du dich vermutlich verhalten?

Ich denke, das ist sehr schwer vorherzusagen. Natürlich würde ich gerne glauben, dass ich für die Liebe rebellieren und kämpfen würde. Aber es ist wahrscheinlich unmöglich, den Einfluss hoch genug zu bewerten, den unsere Freunde, unsere Familie, unsere Bildung und die Religion auf unser Wertesystem haben.

5. Wie hat es sich angefühlt, dein eigenes Buch zum ersten in den Händen zu halten?

Total verrückt! Ich dachte, es würde sich unglaublich anfühlen, aber um ehrlich zu sein, bin ich komplett ausgerastet. Ich habe es durch den Raum in die Ecke geworfen und es erst nach ungefähr einem Monat wieder aufgehoben.

6. Schreibst du bereits an einem neuen Roman und verrätst du uns, worum es darin geht?

Das tue ich! Mein erster Kinderroman “Liesl und Po” erscheint im Oktober; und der zweite Band der Delirium-Trilogie, mit dem Titel „Pandemonium“ erscheint im März 2012 (auf Englisch).

7. Welche sind deine Lieblingsbücher und – autoren?

Es gibt so viele: Roald Dahl, J.K. Rowling, “Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald, „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez, „Die Selbstmord-Schwestern“ von Jeffrey Eugenides… aber ich konnte noch viele mehr nennen.

8. Was gefällt dir am besten daran Bücher für junge Erwachsene zu schreiben?

Ich liebe es, dass man einige der großen Themen der Literatur – Persönlichkeit, Liebe, Zugehörigkeit, Glaube, Familie – mit und für Menschen entdecken kann, die diese Fragen für sich in ihrem Leben ernsthaft erkunden, und das zum ersten Mal.

9. Wenn du die Wahl hättest und ein anderer Autor das Vorwort für dein nächstes Buch schreiben würde, wer sollte das tun?

Mmh, J.K. Rowling? Und wenn es nur darum ginge, dass es die Verkaufszahlen des nächsten Buches wirklich in die Höhe treiben würde!

************************************************************************************************************************

Antwort

1. Since when did you write your own stories and how did it come your first book was published?

I’ve been writing since I was about five years old. Originally I started writing because of my love of reading. When I finished a book I loved, I would begin writing the sequel—it was a version of fan fiction, I guess. I’d started completed novels and sending them out for publication in my early twenties. Before I Fall was my third book to be submitted, and my first book to be sold.

2. Which characters in “Delirium“ and “Before I fall” do you like most of all?

Well, I mean, of course I have a fondness for the main characters, Lena and Sam. I had to know them so well; they become an extension of who you are. But I also love Hana, in Delirium, and Kent, in Before I Fall. He’s such a cutie!

3. “Delirium” is a book about true love – what does love mean for you?

Love means someone who expands you; who shares your ideas of happiness; who helps you grow into a more loving, giving, generous person. I think of everybody as a fountain—you have a certain amount of energy, time, and love to give. When you find true love, it will expand your “flow”—you’ll have more of all those things to give, not just to the person you love, but to everyone.

4. If you had to live in a world, where love is seen as an illness – a deliria – how would you probably behave?

I think it’s very, very hard to predict. Of course I’d like to believe that I’d rebel and fight for love, but I think it’s impossible to overestimate the influence that friends, family, education, and religion have on our belief-systems.

5. How did it feel to hold your own book in your hands for the first time?

Really weird! I thought it would feel amazing, but to be honest, I felt so freaked out, I threw it across the room into the corner and didn’t pick it up again for about a month.

6. Are you already writing another novel and can you tell us, what it will be about?

I am! My first middle-grade novel, Liesl and Po, comes out this October; and the second book in the Delirium trilogy, PANDEMONIUM, comes out in March 2012.

7. Which are your favorite books and authors?

There are so many: Roald Dahl, JK Rowling, The Great Gatsby by F. Scott Fitzgerald, One Hundred Years of Solitude by Gabriel Garcia Marquez, The Virgin Suicides by Jeffrey Eugenides…but I could really go on and on.

8. What do you like most about writing books for Young Adults?

I love that you can explore some of the major themes of literature—identity, love, belonging, faith, family—with and for people who are really exploring those questions in their life seriously, and for the first time.

9. If you could have a forward written by another author for your next book, and you had the choice, who would that be?

Um, JK Rowling? If only because it would really ratchet up sales for the next book!

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Lauren Oliver

Neu

Rezension zu "Panic - Wer Angst hat, ist raus" von Lauren Oliver

Panic – Wer Angst hat, ist raus von Lauren Oliver
Krimifee86vor 7 Tagen

Zum Buch: Panic. Ein Spiel, das in den Sommerferien gespielt wird und bei dem den Teilnehmern verschiedene Aufgaben gestellt werden. Mutproben sozusagen. Wer kneift ist raus. So einfach sind die Regeln. Oder so einfach scheinen sie. Denn in diesem Jahr wird das Spiel zu mehr als einer Mutprobe, es wird zu einem Spiel auf Leben und Tod bei dem jeder Teilnehmer seine ganz eigene Agenda hat.

 

Das Cover: Langweilig. Das Cover ist orange und man sieht jemanden, der von einer Klippe springt. Die erste Aufgabe halt. Ich finde das nicht sonderlich originell, schön gezeichnet ist es auch nicht und mir persönlich gefallen auch die Farben nicht. 2/5 Punkte.

 

Die Story: Ich fand die Idee richtig toll und die Umsetzung dafür leider eher schwach. Prinzipiell geht es ja um das Spiel Panic, welches in den Sommerferien gespielt wird und bei dem die Teilnehmer bestimmte Aufgaben erfüllen müssen ohne Angst haben zu dürfen. Dabei sind eher harmlosere Dinge dabei, wie von einer Klippe zu springen, aber auch richtig krasse Dinge wie Russisches Roulette oder mit verbundenen Augen über eine Autobahn zu laufen. Und genau diese Extremität hat das Spiel für mich kaputt gemacht. Ich hatte mich auf ein Jugendabenteuer eingestellt mit Spannung und auch ein paar gefährlichen Aufgaben, aber nichts was potentiell tödlich enden könnte. Ich finde auch, dass dieses Extreme das Buch irgendwie kaputt gemacht hat, weniger wäre in dem Fall mehr gewesen. Dazwischen haben wir dann noch jede Menge Teenie-Romanze und Streitereien, was mir ja eh immer auf den Keks geht, weil ich finde, dass es von der eigentlichen Geschichte ablenkt. 3/5 Punkte.

 

Die Charaktere: Ich mochte die Charaktere eher so semi, muss ich ehrlich sagen. Ich fand sie irgendwie alle nicht sonderlich sympathisch, da jeder nur auf den eigenen Vorteil aus war. Insbesondere Heather habe ich zudem über weite Strecken als dumm und auch irgendwo naiv wahrgenommen. Ich habe entsprechend eigentlich für keinen der Charaktere so viel Sympathie gehabt, dass ich wollte, dass er „Panic“ gewinnt. Tatsächlich war es mir ziemlich gleichgültig, wer das Rennen macht und das ist eigentlich traurig. 2/5 Punkte.

 

Der Schreibstil: Ich kann nichts negatives über den Schreibstil sagen, gleichzeitig hat mich die Autorin auch nicht umgehauen. Das Buch ist – einem Jugendbuch angemessen – in einer recht einfachen Sprache gehalten. Das ist zwar gut, trotzdem hat es die Autorin nicht immer geschafft, dass ich ein wirkliches Bild von den Örtlichkeiten und den Personen hatte. Vieles blieb verschwommen. Auch ist es ihr bei mir nicht gelungen, Spannung aufzubauen und zu halten. Vieles war zu vorhersehbar – die Autorin hätte hier besser daran getan, Dinge subtiler anzusprechen oder ganz auszusparen. So wurde durch das, was sie erzählt hat, oftmals die Spannung genommen. Dennoch ganz passabel. 3/5 Punkte.

 

Fazit: Aus meiner Sicht war der Roman sehr vorhersehbar. Insbesondere die Identität der Punkterichter (zumindest einer Person) war relativ schnell extrem offensichtlich und das hat die Spannung raus genommen. Natürlich war auch total klar, was mit den Tigern passieren würde (mehr sage ich dazu nicht, um nicht zu spoilern). Was das Spiel selbst angeht, fand ich die Aufgaben zum Teil zu extrem und zum anderen Teil zu schwach. Da war keine Konsistenz drin und das fand ich sehr schade. Gestört hat mich zudem die ganze Liebdudelei. Insgesamt aber eine solide Geschichte, kann man lesen, muss man aber nicht. 3/5 Punkte.

 

Kurzmeinung: Ganz unterhaltsamer Roman, aber ich hatte mir mehr Spannung und weniger Vorhersehbarkeit erhofft.

 

Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" von Lauren Oliver

Lebe in vollen Zügen - als bestmögliche Version deiner selbst
Wortmagievor 22 Tagen

„Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ von Lauren Oliver begründete meine Liebe zu Young Adult – Literatur. Ich stolperte über diesen Roman, als ich gerade begann, meine Bibliothek zu organisieren, zu strukturieren und hemmungslos zu erweitern. Bücher spielten in meinem Leben immer eine Rolle, doch erst in dieser Phase fing ich an, mich wirklich für Literatur zu interessieren und mir eigenständig – ohne den Einfluss meiner Eltern – eine Sammlung aufzubauen. „Wenn du stirbst“ hatte erheblichen Anteil daran, dass ich Lesen als ernstzunehmendes Hobby begriff und war ein Meilenstein auf der niemals endenden Erforschung meines Literaturgeschmacks. Als ich im November 2018 für eine Challenge ein Buch lesen sollte, in der eine Figur denselben Tag wieder und wieder erlebt, beschloss ich daher, diese Aufgabe mit einem Reread dieses für mich sehr wichtigen Buches zu erfüllen.

Samantha Kingston starb am Abend des 12. Februars in einem Autounfall, der auch ihre drei besten Freundinnen Lindsay, Elody und Ally das Leben kostete. Deshalb ist Sam mehr als überrascht, als sie am nächsten Morgen einfach wieder in ihrem Bett aufwacht, als wäre nichts geschehen. War der Unfall ein Traum? Sam ist erleichtert und dankbar, am Leben zu sein, doch schon bald fallen ihr beunruhigend viele Parallelen auf. Es ist nicht morgen. Es ist exakt derselbe Tag, der 12. Februar. Wieder und wieder durchlebt Sam den Tag, an dem sie starb. Nichts ändert sich – nur sie selbst. Tief in ihrem Inneren weiß Sam, dass sie noch nicht bereit ist, zu gehen. Sie hat noch etwas zu erledigen. Ein Unrecht zu begleichen. Erst dann wird sie weiterziehen und Frieden finden können.

„Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ ist meiner Meinung nach noch immer ein absolut perfekter Young Adult – Roman. Es freut mich sehr, dieses Urteil fällen zu können, da ein Reread ja stets ein gewisses Risiko birgt. Einige Jahre nach der ersten atemberaubenden Lektüre nahm ich das Buch nun natürlich anders wahr – schließlich bin ich selbst gealtert und hoffentlich etwas gereift – doch ich empfand meine persönliche Weiterentwicklung nicht als hinderlich, sondern als Gewinn, obwohl ich jetzt noch weniger zur Zielgruppe zähle. Damals fand ich „Wenn du stirbst“ einfach nur großartig, bewegend und fesselnd. Heute bin ich in der Lage, zu analysieren, warum es ein hervorragendes Mysterydrama der Jugendliteratur ist. Das Buch bietet eine unglaubliche Bandbreite an Identifikationsmöglichkeiten, Emotionen und Themen, die vor allem für eine junge Leserschaft relevant sind, aber auch Erwachsene berühren können. Die intensive Mischung aus Mystik, Philosophie und selbstironischer Melancholie transportiert die Botschaft mühelos: jede Tat hat Konsequenzen und zieht Kreise, die nicht immer vorhersehbar oder überschaubar sind. Die Protagonistin Samantha und ihre drei besten Freundinnen Lindsay, Elody und Ally bilden eine Clique beliebter Mädchen, die vermutlich in jeder US-amerikanischen High-School zu finden ist. Sie genießen ihre Popularität, nutzen sie aus und finden es völlig normal, ihren Mitschüler_innen grausame Streiche zu spielen. Ihnen ist nicht klar, wie verletzend sie sich verhalten. Sie sind sich der fatalen Auswirkungen ihres Benehmens nicht bewusst. Das heißt jedoch nicht, dass in ihren eigenen Leben permanent eitel Sonnenschein herrschen würde. Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen, was ich aus Sams Ich-Perspektive unmittelbar erfuhr. Obwohl sie nicht immer die besten Entscheidungen trifft, empfand ich eine intime Bindung zu ihr und verstand sie in jeder Sekunde. Darin besteht die Stärke der Autorin Lauren Oliver: es gelingt ihr, jugendliche Persönlichkeiten realistisch und facettenreich abzubilden, wodurch jede ihrer Handlungen nachvollziehbar ist. Das mehrmalige Erleben desselben Tages erlaubt Sam, hinter die Fassade der Menschen in ihrem Umfeld zu blicken, die sie bisher lediglich durch ihren persönlichen Filter sah. Sie lernt, wie begrenzt ihr Wahrnehmungsspektrum war und wie sehr unsere Leben miteinander verknüpft sind. Lauren Oliver holt aus der speziellen Struktur ihrer Geschichte das Maximum heraus. Die Ausgangssituation des 12. Februars ist immer gleich; Sam verändert lediglich Details und provoziert somit eine Vielfalt unterschiedlicher Reaktionen. Dadurch lernte ich alle Charaktere sehr umfassend kennen. Für mich ist Sam eine Heldin, die über sich hinauswächst und ihren Horizont im Alleingang erweitert, weil außer ihr niemand weiß, was los ist. Ihr Mut, sich dem Unangenehmen zu stellen und sich selbst zu reflektieren, ihr Wille, zu kämpfen und ihre Situation in die eigene Hand zu nehmen, beeindruckte mich zutiefst. Sie hätte ebenso gut weglaufen oder gar nichts verändern können – stattdessen versucht sie wirklich alles, um die Lage zu bessern. Erst für sich, dann für andere. Ich bewundere sie. Ihr Tod lässt Sam begreifen, wie wertvoll das Leben ist. Jedes Leben.

Meiner Ansicht nach ist „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ der schriftgewordene Beweis, dass Young Adult – Literatur nicht schal oder oberflächlich sein muss. Ich gebe zu, dass die Lektion, die Lauren Oliver ihre Protagonistin Sam lehrt, etwas vorhersehbar ist. Dennoch finde ich, dass die Autorin Sams Reise zur Erkenntnis originell, ergreifend und inspirierend gestaltete. Es ist eine wahrhaft ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte, die die Probleme von Teenagern ernstnimmt und diese ohne idealistische Verklärung schildert. Der Tod ändert einfach alles. Er verschiebt Prioritäten, Wahrnehmung und stellt das Gewissen auf eine harte Probe. Möchtest du, dass auf deiner Beerdigung über dich als egoistische, gewissenlose Person gesprochen wird? Nein. Natürlich nicht. Deshalb finde ich die Botschaft, die Lauren Oliver vermittelt, so wichtig: lebe in vollen Zügen – als bestmögliche Version deiner selbst.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Als ich dich suchte" von Lauren Oliver

Ein Buch das mich überrascht hat
JbambiMvor 3 Monaten

Inhalt:
Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zu dem Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz. Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend verschwunden ist. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr ist und dass sie sie finden muss – bevor es zu spät ist.

 

Meinung:
Mir hat das Buch von Anfang an direkt gut gefallen. Ich kam super in die Geschichte rein. Alles wirkte sehr Realität getreu, da normale Probleme wie Beziehungskrisen, Schwestern-Beziehungen und Eltern-Kind-Beziehungen ein Thema waren. Etwas außergewöhnlicher, was eben nicht in jeder Familie vorkommt, ist ein Unfall der das Leben der Familie verändert hat. Dies ist hier der Fall.
Ich konnte Dara´s abweisendes Verhalten nie ganz nachvollziehen. Wieso hat sie ihre Schwester plötzlich von sich gedrängt, wieso gibt sie nur ihr die Schuld für den Unfall? Schließlich lebt sie noch und hat keine großen Einschränkungen… Nick hat den Unfall schließlich nicht absichtlich verursacht und sie hat sehr damit zu kämpfen. Da macht es Dara´s Verhalten alles nur noch schlimmer.

Ich bin nur so durch das Buch geflogen. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und auch die Tagebuch Einträge, Einträge von Internetseiten haben Abwechslung ins Lesen gebracht und fand ich eine super Idee, da man dadurch noch leichter durchs Buch kam.

Zum Ende hin fand ich die Szenen und Geschehnisse etwas überzogen, haben mich aber nicht sonderlich gestört. Geflasht war ich von dem Ende, da ich so nicht damit gerechnet habe…. Mit allem hätte ich gerechnet, nur damit nicht.
Das stellt einfach ziemlich gut dar, wie einschneiden doch so ein Erlebnis sein kann.

 

Fazit:
Von meiner Seite aus eine Leseempfehlung. Da mich das Buch doch sehr positiv überraschte. Ich habe davor „Wenn du stirbt, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen Sie“ von Lauren Oliver gelesen. Das Buch hatte mir gar nicht gefallen und so habe ich ihre anderen Titel erst mal nicht beachtet. Ich bin froh das ich mich doch dazu entschieden habe und bin jetzt schon sehr gespannt auf ihre „Delirium-Reihe“, da man davon auch viel Gutes hört.

Kommentieren0
27
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
D
Hey ihr! Ich dachte ich starte hier mal eine Leserunde, da ich das Buch nicht alleine lesen will und meine Gedanken und Meinungen gerne mit euch teilen möchte. Ich freue mich auf eure Bewerbungen! Lg dxrkcxt
Zur Leserunde
Hallihallo ihr Lieben,

mein Blog feiert grade seinen 4. Geburtstag und deshalb verlose ich derzeit ein paar wirklich großartige Bücher. Vielleicht mag jemand von Euch vorbeischauen. :)

Das Gewinnspiel läuft NUR auf dem Blog, ihr müsst jedoch kein/e Leser/in sein um teilnehmen zu können. Jeder darf mitmachen <3

http://inas-little-bakery.blogspot.de/2016/04/4-jahre-inas-little-bakery-gewinnspiel.html
Letzter Beitrag von  InaVainohulluvor 3 Jahren
Die Gewinner wurden auf dem Blog bekanntgegeben :)
Zur Buchverlosung
Zum Weltbüchertage eine Buchverlosung.
Leider etwas verspätet.Schaut doch einfach auf meinem Blog vorbei.

http://www.muenisbookworld.blogspot.de/2015/04/blogger-schenken-leserfreude-gewinnspiel.html
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Lauren Oliver wurde am 08. November 1982 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Lauren Oliver im Netz:

Community-Statistik

in 6.082 Bibliotheken

auf 2.084 Wunschlisten

von 184 Lesern aktuell gelesen

von 125 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks