Lauren Oliver Delirium

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Inhaltsangabe zu „Delirium“ von Lauren Oliver

Lauren Oliver's powerful New York Times bestselling novel Delirium—the first in a dystopian trilogy—presents a world as terrifying as George Orwell's 1984 and a romance as true as Romeo & Juliet. In an alternate United States, love has been declared a dangerous disease, and the government forces everyone who reaches eighteen to have a procedure called the Cure. Living with her aunt, uncle, and cousins in Portland, Maine, Lena Haloway is very much looking forward to being cured and living a safe, predictable life. She watched love destroy her mother and isn't about to make the same mistakes. But with ninety-five days left until her treatment, Lena meets enigmatic Alex, a boy from the Wilds who lives under the government's radar. What will happen if they do the unthinkable and fall in love? Delirium received starred reviews from Kirkus and School Library Journal, and was named a Best Book of the Year by USA Today, Kirkus, Amazon.com, YALSA, and the Chicago Public Library and was selected as one of NPR's Top 100 Best Ever Teen Novels. Supports the Common Core State Standards (Quelle:'E-Buch Text/02.08.2011')

Great Story, Tension till the end and a characterchange which is impressive.

— PeaceKimbi
PeaceKimbi

Obvi­ous, cliche and sim­plis­tic - what a shame.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Ewiges Glück ohne Liebe

    Delirium
    DieTina2012

    DieTina2012

    19. February 2015 um 14:18

    Lena Haloway wird bald 18. In der Welt, in der sie lebt, ist das ein besonderes Alter, denn mit 18 wird man geheilt. In Lauren Olivers Dystopie gilt Liebe als eine Krankheit, die man verhindern muss, weil sie tödlich ist. Also werden alle Leute einer Prozedur unterzogen, die dazu führt, dass man nicht mehr lieben kann. Danach werden sie mit einem geeigneten Partner zusammengebracht und leben glücklich und zufrieden. Lena ist froh, dass sie nicht mehr lange aushalten muss bis zu ihrer Kur, denn ihre Mutter hat sich aus Liebeskummer umgebracht und sie hat Angst vor der Amor deliria nervosa, wie die Liebeskrankheit genannt wird. Alles ändert sich, als sie Alex kennenlernt, der von außerhalb kommt und nicht geheilt ist. Sie erfährt durch ihn und ihre Freundin Hana, was es alles außerhalb des ihr Bekannten gibt. Die Zeit bis zur Prozedur fliegt vorbei und sie durchschaut Lügen und Geheimnisse. Kann sie der Kur entkommen? Lauren Oliver schafft es, eine Welt zu erschaffen, die man sich vorstellen kann, die lebendig wird und realistisch wirkt. Gleichzeitig kann man glücklich sein, wenn man in einer Welt lebt, in der man Entscheidungsfreiheit hat. Es geht nicht nur um die Teenager-Liebesgeschichte, sondern auch um Freiheit, Zensur und Macht. Lesenswert!

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  • Review "Delirium" by Lauren Oliver

    Delirium
    be-brave-read-books

    be-brave-read-books

    19. January 2014 um 15:20

    Lena is a 17 year old, unimposing and well-behaved girl. She lives with her aunt and little cousine, because her parents died when she was a little kid. In the world, created by Lauren Oliver, Love has been declared a dangerous disease and you have to be cured at the age of 18. What Lena thinks about the cure? Here’s a quote: „Ninety-five days, and then I’ll be safe. I wonder whether the procedure will hurt. I want to get it over with. It’s hard to be patient. It’s hard not to be afraid while I’m still uncured, though so far the deliria hasn’t touched me yet. Still, I worry. They say that in the old days, love drove people to madness. The deadliest of all deadly things: It kills you both when you have it and when you don’t.“ Can you imagine not to love or be loved? Not your boyfriend/girlfriend, your parents, your siblings, not even your friends? Lena is convinced, that love is a bad thing, this is what she learned from the „book of shh“ (kind of a bible), what society teaches everywhere: no caresses in public, boys and girls are seperated. But there are people, who struggled with the cure. Some of them died during the procedure, some are now psychosomatic, some are still infected and some escaped. These ones are called „the Invalids“ and live in the Wilds outside the barrier. On the day of Lenas evaluation the Invalids attack the government. A strange guard waves at her and Lena goes home, confused and thoughtful. After this incident and the assistance of her rebellious best friend Hana, she begins to question this whole system. I loved the theme of this trilogy and the description of this dystopian world. However I thought that Lena isn’t a fascinating protagonist at first sight, but I promise she will develop in the following two books. Of course (like every other start of a trilogy) Delirium ends with a humongous cliffhanger. I can really recommend reading Delirium, but if you have to decide whether to read Divergent or Delirium (which are often compared to each other) I’d prefer Divergent! 4/5 points for Delirium by Lauren Oliver!

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. December 2012 um 16:07

    Liebe ist ein Verbrechen. Sobald man volljährig ist, wird man einer Operation unterzogen, um sich "heilen" zu lassen. Die bald 18-jährige Lena verliebt sich allerdings kurz vor ihrer Operation in den älteren Alex, welcher es geschafft hat, sich nicht "heilen" zu lassen und noch lieben kann. Nun muss sie sich entscheiden- denn wer leben will, muss sich operieren lassen. Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen und es hat mir sehr gut gefallen, da geziegt wird, dass Liebe auch anders aufgefasst werden kann. Weiters habe ich den Stil von Lauren Oliver sehr gemocht- nicht zu leicht, nicht zu schwer.

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  • Leserunde zu "Delirium: The Special Edition" von Lauren Oliver

    Delirium
    nothanks

    nothanks

    Am 16.03.2012, morgen, findet eine Leserunde zu Lauren Oliver's Dystopie "Delirium" statt, dem ersten Teil einer geplanten Trilogie. Für alle die es interessiert, darum geht es in dem Buch: "Before scientists found the cure, people thought love was a good thing. They didn’t understand that once love -- the deliria -- blooms in your blood, there is no escaping its hold. Things are different now. Scientists are able to eradicate love, and the government demands that all citizens receive the cure upon turning eighteen. Lena Holoway has always looked forward to the day when she’ll be cured. A life without love is a life without pain: safe, measured, predictable, and happy. But with ninety-five days left until her treatment, Lena does the unthinkable: She falls in love." Wer Lust hat mitzulesen und/oder mitzudiskutieren ist herzlich dazu eingeladen! :-)

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    Gackelchen

    Gackelchen

    05. April 2012 um 10:53
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    Tintenelfe schreibt Ich habe da mal eine Frage an Euch: Alex gibt Lena ja eine verschlüsselte Nachricht (der Sonnenuntergang um 8:30 abends ist besonders schön. Sie versteht das als Einladung zu einem Treffen, geht ...

    Schon länger her dass ich das Buch gelesen habe aber ich hatte es so im Kopf dass sie ja mit dem Rad hinfährt, von den Bullen kontrolliert wird. Ihn am Strand sieht aber Angst bekommt und wieder ...

  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    sally1383

    sally1383

    01. April 2012 um 17:16

    Auf der Dystopie-Welle. Ein weiterer Mehrteiler mit diesem Thema ist erschienen. Und da ich Dystopien im Moment sehr spannend finde, musste ich natürlich auch diese Serie beginnen. Kurzinhalt: Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll. Kritik: Lena ist zunächst eine Mitläuferin im System. Obwohl ihre Mutter an der Liebe erkrankte, ist sie selbst zunächst sehr gesetzestreu. Erst durch Alex lernt sie ihren Staat neu kennen. Erkennt die Lügen und wird selbst zum Zweifler. Diese Wandlung erleben wir als Leser sehr schnell, für mich nicht nachvollziehbar schnell. Die inneren Konflikte, die mit solch einer Sinneswandlung einhergehen, werden mir nicht ausführlich genug erklärt. Andererseits werden andere Gedankengänge von Lena über mehrere Seiten ausgedehnt, die man hätte kürzen können. Dennoch hat mich die Liebesgeschichte in einer Welt ohne Loebe gefangen genommen. Ich fand die Charaktere überwiegend sympathisch, auch wenn Lena anfangs etwas zu naiv ist und auch später einfach unvorsichtig aus Unerfahrenheit. Wer eine Heldin wie Katniss aus "Die Tribute von Panem" erwartet, wird enttäuscht, zumindest in diesem ersten Band. Dennoch find ich dieses Buch lesenswert. Ich denke, dass sich viele Mädchen mit Lena identifizieren können. Se ist "normal", "durchschnittlich" wie sie selbst immer wieder betont. Und am Ende wehrt sie sich gegen ihr Schicksal. Soll uns zeigen, auch Normalos können sich auflehnen, nicht nur starke Persönlichkeiten wie Katniss. Fazit: Eine weitere Dystopie-Reihe. Sicher eine, die es lohnt zu lesen. Auch wenn ich finde, dass diese Reihe etwas schwächer ist als "Die Tribute von Panem". Doch vielleicht ist der Vergleich auch unfair. Die Idee der Liebe als Krankheit, ist auf jeden Fall mal was anderes und interessant. Nebenbei ist es auch eine Liebegeschichte, die einen gefangen nimmt. Die englische Sprache ist gut verständlich und der Schreibstil schön flüssig. Also eindeutig eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    marimirl

    marimirl

    28. March 2012 um 22:25

    Ich kann nicht wirklich sagen, ob ich das Buch mochte oder nicht. Ich denke, ich entscheide das, während ich diese Rezi schreibe. In diesem Fall ist der wichtigste Punkt für mich der Schreibstil. Ich habe oft gelesen, dass vielen der Stil sehr gut gefallen hat, aber der Inhalt weniger. Für mich trifft das nicht zu. Lauren Oliver schreibt sehr detailliert, sie beschreibt viel und man könnte fast sagen, ihre Sprache ist auf eine Art poetisch. Das klingt gut, aber ich bin kein Fan davon. Mir ist oft aufgefallen, dass ich begonnen habe, Stellen nur zu überfliegen weil sie für die Story nicht wichtig waren. Ich denke, das Buch wäre um einiges dünner, wenn die Autorin nicht so viel beschreiben würde. So ist das Buch etwas langwierig. Abgesehen von diesem großen Kritikpunkt (ich denke, das kostet mal eine Ratte) mochte ich das Buch. Der Inhalt war okay, aber Überraschungen blieben aus. Für mich als Leser war es sehr bald klar, was passieren wird – vielleicht weil ich in letzter Zeit viele Dystopien gelesen habe, aber ich glaube man muss nicht sonderlich intelligent sein, um das Ende nach wenigen Kapiteln vorherzusehen. Also muss ich eine weitere Ratte abziehen. Die Idee, Liebe wäre eine Krankheit, ist gut, aber die Autorin könnte es besser gelöst haben. Aber um fair zu sein, muss ich erwähnen, dass ich Matched ein paar Tage zuvor gelesen hatte und die Idee, Partner von der Regierung zugewiesen zu bekommen, ist sehr ähnlich. Vielleicht brauche ich einfach eine Pause von dieser Art von Büchern. Wie auch immer, ich denke, ich werde die Serie weiterlesen, weil ich die Idee mochte, aber es ist nicht von höchster Priorität.

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Dubhe

    Dubhe

    18. March 2012 um 19:28

    Schon vor über 50 Jahren wurde Liebe als eine gefährliche Krankheit eingestuft. Gerettet kann man nur werden, wenn man sich einer Operation unterzieht. Die Grenzen der USA sind versiegelt und niemand kann hinein oder hinaus. Lena wird bald 18 und kann es kaum mehr erwarten, ihre Operation zu bekommen. Getrennt vom männlichen Geschlecht ist sie aufgewachsen, mit dem Gewissen, dass die Liebe ihre Mutter in den Selbstmord getrieben hat. Und dann kommt der Tag ihrer Operation. Doch alles läuft schief, angefangen von den falschen Antworten auf die Fragen der Ärzte, bis hin zu der Kuhherde, die plötzlich durch das ganze Gebäude rennt. Die Decke stürzt ein und Lena sieht einen Jungen auf sie hinunterstarren. Wer ist er? Steckt er hinter diesem grausamen Streich? Auf jeden Fall wird die Operation verschoben. Das Leben geht weiter und es sieht so aus, als hätte sich nichts verändert, doch das stimmt nicht. Und dann steht dieser Junge wieder vor Lena... . Wieder eines dieser typischen Zukunfstszenario-Bücher. Aber ehrlich gesagt ist es gar nicht einmal so schlecht, nur der Anfang hätte besser sein können. Ab der Mitte wird es dann recht spannend, und im Gegensatz zu Matched bleibt es auch spannend. Am Anfang ist Lena dem System treu ergeben, doch mit der Zeit erkennt sie, dass es falsch ist, was eigentlich in jedem Buch dieser Art passiert. Aber ansonsten kommt Lena dem Leser natürlicher vor, als die Protagonisten anderer ähnlicher Bücher. Zu viel möchte ich allerdings nicht verraten. So gut wie die Tribute von Panem ist das Buch leider nicht, aber es ist auch nicht schlecht. Einen Versuch ist es wert ;-)

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Shiku

    Shiku

    15. September 2011 um 22:27

    Liebe ist eine Krankheit, das zumindest glaubt die Gesellschaft, in der die 17-jährige Lena lebt. Liebe ist der Grund für all das Schlechte auf der Welt und so hat man nach und nach an einer Heilung gearbeitet. Mittlerweile ist ein Teil der USA abgeschottet, darin leben die geheilten Menschen. Die Operation kann allerdings erst durchgeführt werden, wenn die Person 18 Jahre alt ist, um das Risiko für etwaige Komplikationen möglichst gering zu halten. Alle anderen Menschen zuvor laufen stetig Gefahr, sich mit der Krankheit zu infizieren und so kann es Lena kaum erwarten, geheilt zu werden, denn was die Liebe anrichten kann, hat sie bereits erfahren: Ihre Mutter brachte sich selbst um, nachdem auch die dritte Operation nichts nützte. Lena steht hinter dem System, hat Angst vor der Krankheit und lebt so ruhig wie möglich. Umso schockierter ist sie, als ihre beste Freundin Hana plötzlich rebellische Regungen zeigt. Leicht kritisch war diese schon länger, aber nun wird das, was sie sagt, immer gefährlicher und als sie auf einmal heimliche Partys besucht, auf denen unerlaubte Musik gespielt wird und Jungen und Mädchen gemeinsam tanzen, sich berühren, miteinander reden, entfremden sich die beiden langsam. Doch dann ist da noch Alex, und Lena kann sich nicht helfen, als doch mit ihm zu reden, sich wieder mit ihm zu treffen – bis es zu spät ist und Lena sich verliebt. Konnte sie es zuvor kaum erwarten, endlich operiert zu werden, liegt ihr mit jeder entdeckten Lüge und Grausamkeit im System nichts mehr ferner. Eine Wahl hat sie trotzdem nicht: Operiert wird jeder ... der leben will. „Delirium“ lässt es langsam angehen, was aber keineswegs als Mangel anzusehen ist. Denn Lena ist überzeugt vom System, kann es eigentlich kaum erwarten, wenn auch sie endlich sicher vor der Krankheit ist. Dementsprechend wäre es mehr als nur unglaubwürdig gewesen, wenn sie von heute auf morgen zur Systemkritikerin wird und alles hinterfragt, was sie jemals über die Gesellschaft, in der sie lebt, wusste. Natürlich ist er trotzdem da, dieser kleine Funke, ohne den sie wohl nie zweifeln könnte. Für sie ist „Romeo und Julia“ keine Geschichte, die vor der Liebe warnen soll, sondern eine Geschichte über Opfer. Ihre Lieblingsfarbe ist eigentlich nicht Blau oder Grün, sondern das Grau, das beim Sonnenuntergang zu sehen ist. Und sie weiß auch, wie es ist, geliebt zu werden, denn trotz mehrerer Operationen war ihre Mutter nie geheilt. So ist es auch kein Wunder, als sie sich langsam all dem annähert, was das System als schlecht und gefährlich abtut, doch auch dabei wirft sie nicht sofort all das über Bord, was sie seit ihrer Geburt lernt und lebt. Sie tastet sich vorsichtig voran, entdeckt langsam die Lügen, hat auch kleine, kurze Rückfälle, wenn alles viel zu viel wird. All das macht sie zu einem wunderbar runden Charakter, wenngleich sie an anderer Stelle auch mal ein wenig schwer von Begriff ist, aber das sei ihr verziehen. Andere Charaktere gewinnen dabei nicht ganz so gut an Form, so wie Alex oder Hana oder auch nur Gracie, die Tochter von Lenas Cousine, die nie spricht. Die Geschichte wird aber nun einmal von Lena erzählt und die anderen können kaum ständig um sie herum sein und so kann man sie folglich auch nicht so gut kennenlernen. Man wird sehen, wie sich das weiterentwickelt. Auch sehr schön ist, dass sich die Autorin mit der Liebe ein wenig zurückhält. Zugegebenermaßen fühlen sich Alex und Lena doch recht schnell zueinander hingezogen, aber sie fallen trotzdem nicht sofort übereinander her. Auch das lässt sich etwas Zeit, wenngleich sie danach kaum voneinander ablassen können oder wollen. Unter gegebenen Umständen ist das allerdings nur zu verständlich – sehnt man sich nicht immer gerade nach dem, was man nicht haben kann? Besonders wenn man es einmal kurz erfahren durfte und feststellte, dass es wunderbar ist? Genau diese Erfahrung macht Lena, aber sie wird vor Liebe nicht blind. Vielmehr öffnet diese ihr die Augen für Dinge, die uns wohl von Anfang an klar waren, aber es ist schlichtweg schön, ihre Entwicklung mit zu verfolgen. Diese nimmt tatsächlich auch den Großteil des Buches ein, wie gesagt: „Delirium“ lässt es langsam angehen und fällt nicht sofort mit der Tür ins Haus. Daher ist es auch weniger spannend als vielmehr interessant, erst am Ende kommt mehr Spannung auf, die in einem furchtbaren Cliffhanger endet, davor sei gewarnt. Dieses dramatische Finale tut aber seine Wirkung, da kann man sagen, was man möchte: Der Drang, sofort zum zweiten Band zu greifen, ist unweigerlich da. Da nun die Weichen gesetzt sind und noch einige dringend zu klärende Fragen warten, ist die Hoffnung groß, dass Band 2 „Pandemonium“ sogar noch mehr zu bieten hat als Band 1, auch wenn dieses Buch schon einige schöne Lesestunden beschert. Mit etwas Glück, werden dann auch ein paar mehr Informationen zum System bekannt gegeben. Man erfährt schon hier eine ganze Menge, einfach durch das, was Lena tagtäglich darin erlebt, sei es nun vor ihrer „Erkrankung“ oder danach. Außerdem geben kurze Abschnitte vor jedem Kapitel oftmals Aufschluss darüber, was für ein Propagandaapparat da zu Gange ist und was für Horrorvorstellungen den Leuten eingehämmert werden – doch wozu? Die Hintergründe und die Geschichte all dessen bleiben noch unbeleuchtet, was sich im Laufe der Trilogie hoffentlich noch ändern wird. Abgesehen vom Inhalt lässt sich die Geschichte auch rein formal gut lesen. Lauren Oliver hat einen angenehmen, fließenden Schreibstil, der die Seiten geradezu dahinfliegen lässt, während man überraschend feststellen muss, dass schon wieder ein Kapitel gelesen ist. Sie findet die richtigen Worte für das, was gesagt werden muss und besonders der letzte Absatz des Buches hat – zumindest bei mir – bleibenden Eindruck hinterlassen. Was den Schreibstil angeht, muss man sich bei dieser Dame wahrlich keine Sorgen machen. Wieder der Auftakt einer Trilogie, die aber ohne jeden Zweifel Potential hat, und das nicht nur wegen des schönen Schreibstils der Autorin. Die Protagonistin Lena macht eine sehr glaubwürdige Wandlung durch und dafür ist das Buch da, ohne dass es jemals langweilig wird. Am Ende geht es erst richtig los – da kann man nur hoffen, dass die Zeit bis zum nächsten Band genauso dahinschwindet wie die Seiten beim Lesen!

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Buchtastisch

    Buchtastisch

    03. September 2011 um 20:07

    Ins Delirium gelesen? ;) Noch 95 Tage. Dann wird Lena 18 Jahre alt. Und dann kann sie endlich von der schrecklichen Krankheit "deliria amor nervosa" (besser bekannt als "Liebe") geheilt werden. Denn Liebe ist tödlich in Lenas Welt und es ist lebensnotwendig und Vorschrift sich dieser Heilung zu unterziehen. Ihr ganzes Leben hat Lena darauf gewartet, denn sie will nicht krank werden und fiebert ihrem 18. Geburtstag entgegen. Doch 95 Tage sind noch eine ganz schön lange Zeit. Und so steht Lena ein Sommer bevor, indem sie ihren Schulabschluß machen und sich der Prüfung unterziehen wird, die über weiteres Leben, u.a. ihren zukünftigen Lebenspartner, bestimmen wird. Und ein Sommer, in dem Lena Alex kennenlernen wird... Ich habe mich sehr gefreut diese Dystopie zu lesen, da es sich für mich nach einer sehr interessanten Idee angehört hat, dass Liebe eine Krankheit sein soll und die Gesellschaft nach einem Leben ohne Liebe strebt. Jedoch muß ich sagen, dass ich mich mit diesem Buch anfangs sehr schwer tat. Ich habe mich gefragt warum es immer mit vier Sternen oder mehr bewertet wird. Warum man nur Lobeshymnen liest - ich bin einfach nicht damit warm geworden und es war mir klar, dass das Buch wohl kaum mehr als 3 Sterne erhalten wird. Doch nach ca. der Hälfte des Buches (ja, es hat gedauert...), hat sich meine Einstellung gewaltig geändert. Die Geschichte nimmt teilweise ungeahnte Wendungen und konnte mich so u.a. in ihren Bann ziehen. Die Story gewinnt deutlich an Tempo, Spannung und emotionalen Momenten. Es ist eine ziemlich klassische Dystopie: Wieder mal ein totalitäres System, das die Gesellschaft kontrolliert. Vorgeschriebene Musik, Literatur, etc. - all das wird einem aus anderen Dystopien bekannt vorkommen. Lena ist ein Mädchen, das an die Ziele und Regeln der Gesellschaft glaubt, da sie ja nie etwas anderes gelernt hat. Und so passiert eben auch anfangs nicht sehr viel. Aber das Durchhalten lohnt sich wirklich, denn dann wird die Geschichte wirklich richtig gut und findet so ein herzzerreissendes Ende! Und man will nur noch wissen wie es weitergeht, aber da es sich um eine Triologie handelt und der zweite Band "Pandemonium" erst im März 2012 erscheint, müssen wir wohl noch lange die Füße still halten bis wir weiterlesen dürfen! Lauren Olivers Schreibstil ist wunderbar - man kann sich die Welt geradezu vorstellen und sie beschreibt auch die Charaktere wunderbar. Lenas Entwicklung ist wirklich lesenswert! Und Alex war mir auch sehr schnell sympathisch - ein absolut mitreissender Kerl ;) Auch die Nebencharaktere wie z.B. Lenas beste Freundin Hana oder die kleine Gracie sind wunderbar ausgearbeitet. Am besten hat mir wie bereits gesagt die Idee gefallen, die hinter dem Buch steckt. Ich finde den Gedanken absolut faszinierenden sich eine Welt ohne Liebe vorzustellen - eigentlich undenkbar!! Und gerade deshalb so extrem reizvoll als Dystopie. FAZIT: Als ich die Hälfte des Buches gelesen hatte, schwankte ich ernsthaft zwischen 2-3 Sternen. Dass es nun doch 4 Sterne wurden, hängt damit zusammen, dass der zweite Teil des Buches wirklich phänomenal ist und auch das Ende wirklich hervorragend (wenn auch Fingernägel abkauend...) ist! Also: Kaufen, durchhalten und am Ende belohnt werden >> LESEN :)

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Daniliesing

    Daniliesing

    Liebe ist doch die schönste Sache der Welt! Oder? Die meisten von uns sind sicher der Ansicht, dass dieser kleine Satz stimmt und er eine große Bedeutung hat. Doch nicht so in "Delirium" von Lauren Oliver. Hier wird Liebe als Krankheit betrachtet - Amor Deliria Nervosa - die Liebeskrankheit. Sie geht mit den verschiedensten Symptomen einher und kann bis in den Tod führen. Aus diesem Grund muss jeder pünktlich geheilt werden und sich einer entsprechenen Prozedur unterziehen. Lena ist fast 18 Jahre alt und damit steht auch ihr die Prozedur kurz bevor, um sie vor der Liebeskrankheit zu bewahren. Besonders, da ihre Mutter früher selbst infiziert war und durch die Krankheit sogar den Tod fand, ist es an der Zeit. Und Lena selbst ist umso nervöser durch ihre Erinnerungen an ihre Mutter. Was wird mit ihr geschehen bei dieser Prozedur? Bleibt mehr als nur die Narben im Nacken zurück? Wie soll ihr Leben, so vollkommen bestimmt von anderen, weitergehen? Lena weiß es nicht, versucht sich aber bestmöglich unterzuordnen. Bis, ja bis sie Alex kennen lernt und damit lernt, was es heißt zu lieben und wie viel Wert ein selbstbestimmtes Leben hat. Fortan sieht Lena ihr eingesperrtes Leben in Portland mit ganz anderen Augen. Sie hat Alex und will keinen vorgeschriebenen Partner zugeteilt bekommen. Wie kann man den Menschen das Lachen und die Gefühle nehmen? Wie soll man ohne Gesang, Tränen und eben Liebe leben? Sie weiß es nicht mehr und begibt sich in große Gefahr. Wird ihre Liebe zu Alex bestehen können oder wird durch die Prozedur alles anders? Lest selbst! Lauren Oliver hatte mich schon mit ihrem Roman "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" (engl. 'Before I fall') begeistert und sehr nachdenklich gemacht. Sie beherrscht es perfekt eine Geschichte mit wenigen übersinnlichen Elementen so real wirken zu lassen, dass man sich während des Lesens viele Gedanken macht und wirklich über das Leben sowie Sinn und Unsinn nachdenkt. Was ist wirklich wichtig im Leben? Diese Frage beantwortet die Autorin inl ihren Büchern und lässt den Leser glücklicher daraus auftauchen, einfach weil er etwas Wichtiges dazu gelernt hat. In "Delirium" macht sie gerade durch die Tatsache, dass Liebe eigentlich verpöhnt, ja selbst das Wort 'verboten' ist, ganz deutlich, wie wichtig Liebe für einen jeden Menschen ist. Selbst wenn sie manchmal schmerzhaft ist, ist sie doch das Wichtigste was wir haben. Dabei entwickelt die Autorin aber keinen Teenie-Kitsch-Roman, sondern geht auf die komplette Bedeutsamkeit dieses ganz besonderen Gefühls ein. Ob Liebe für Familienmitglieder oder für den Partner - das Buch liefert eine umfassende und berührende Darstellung. Je weiter man liest, desto glücklicher schätzt man sich selbst, ein solches Gefühl ganz frei erleben und erfahren zu dürfen. Denn den meisten Figuren in der Geschichte bleibt das - und noch vieles mehr - verborgen. Mit ihrem sprachlichen Feingefühl und den wunderbar herausgearbeiteten Figuren entführt Lauren Oliver den Leser in eine Welt voll Schranken, die aber durch wenige, mutige Figuren geöffnet werden. Trotz all der Beengtheit durch Ausgangsperren und andere Restriktionen symbolisiert die Geschichte Freiheit und Hoffnung. Genau das ist es, was jugendliche und erwachsene Leser an diesem Buch begeistern und mitreißen wird. Ein Buch voll Liebe! Nachsatz: Teilweise hat mich das Buch an "Die Auswahl" (engl. 'Matched') von Ally Condie erinnert, wo Liebe ebenfalls nur eingeschränkt möglich ist und man seinen Partner zugeteilt bekommt. In beiden Büchern kämpfen die Hauptfiguren um die Möglichkeit frei zu lieben und zu lieben, wen sie eben möchten. Dabei hat mich "Delirium" noch mehr beeindruckt und berührt, obwohl mir "Die Auswahl" bereits wirklich gut gefallen hatte. "Delirium" ist der erste Band einer Trilogie. Ich bin ganz froh, dass ich es gerade auf der Website der Autorin gelesen habe, denn das Ende war mir doch etwas zu offen.

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    • 6
  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Elisabeth87

    Elisabeth87

    27. March 2011 um 12:34

    In Lauren Olivers neuem Buch „Delirium“ lernen wir die 17-jährige Lena kennen, die die Tage bis zu ihrem 18. Geburtstag zählt, da sie an diesem Tag von der schlimmsten Krankheit der Menschheit geheilt wird: Amor deliria nervosa, auch bekannt als Liebe. Lena lebt in einer Gesellschaft, die alle negativen Gefühle, die ein Mensch empfinden kann, wie Hass und Neid auf die Liebe zurückführen. Liebe ist so gefährlich, sie kann sogar zum Tod führen. Lena ist davon überzeugt, dass ihr die Heilung ein glückliches und besseres Leben schenken wird und hält sich deshalb brav an alle Regeln, die ihr von ihren Eltern und der Gesellschaft auferlegt werden, bis sie plötzlich auf Alex trifft. Er ist der erste Junge außerhalb ihrer Familie, mit dem sie jemals gesprochen hat und schnell verlieben sich die beiden ineinander, sie werden also mit Amor deliria nervosa infiziert. Lea und Alex können ihre Liebe allerdings nur im Geheimen ausleben, wenn sie entdeckt werden sollten, ist der beste Fall ein Leben in Gefangenschaft… „Delirium“ ist die erste Dystopie von Lauren Olivier, die vor allem mit „Before I fall“ bekannt geworden ist. Die Handlung ist in einer Welt platziert, die unseren sehr ähnlich ist, der große Unterschied ist jedoch, dass die Liebe, die in unserer Welt etwas wunderbares ist, dort als böse, ja sogar als Krankheit betrachtet wird. Und sie ist nicht nur eine geringe, sondern die gefährlichste Krankheit überhaupt. Besonders interessant empfand ich auch die Auszüge aus Büchern, welche die Gesellschaft genauer beschrieben haben, insbesondere wurden uns bekannte Bücher wie die Bibel abgeändert, um Menschen anhand der Adam und Eva Geschichte die verheerende Macht der Liebe zu zeigen. Auch Shakespeares „Romeo und Julia“ steht auf den Listen der Schullektüre als besonders abschreckendes Beispiel für die Gefahren der Liebe. Die Einwohner von Portland sind an diese Gesetze gewöhnt und halten sich auch daran, da Menschen, die aufbegehren verschwinden und nie wieder gesehen werden. Daher ist es ihnen wichtig, nicht aufzufallen, um keine Probleme mit der Diktatur zu bekommen. Burschen und Mädchen dürfen sich nicht einmal berühren oder miteinander sprechen, sie haben ihr selbstständiges Denken aufgegeben und merken nicht einmal, dass ihnen etwas Essientielles fehlt. Auch Lena wächst in dieser Gesellschaft auf und verhält sich regelkonform. Sie freut sich auf die Prozedur, die sie für immer von der Krankheit heilen wird und die mit 18 durchgeführt wird, da sie befürchtet dafür besonders anfällig zu sein. Von ihrer Mutter, die die Krankheit bekommen hat und Selbstmord begangen hat, fühlt sie sich im Stich gelassen. Ihre beste Freundin Hana hingegen glaubt nicht an den Sinn dieser Heilung und beginnt ihn zu hinterfragen, nimmt an illegalen Partys teil und bringt sich dadurch zusätzlich in große Gefahr. Doch auch Lena verändert sich stark, als sie Alex begegnet, sich in ihn verliebt und mit ihm über die Krankheit diskutiert und erkennt, dass sie jahrelang von der Regierung nur belogen wurden. Sie deckt die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter auf und erkennt dadurch, dass sie nicht einmal der eigenen Familie vertrauen kann. Dies führt zu einem unglaublichen mutigen Schritt… Ich muss sagen, dass mich dieses Buch wirklich beeindruckt hat. Meine Schwester hat es mir geliehen und ich habe von 11 Uhr abends bis um drei Uhr in der Früh daran gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte und wissen wollte, wie die Geschichte ausgehen würde. Besonders gefreut hat mich, dass man mal eine Dystopie erlebt, deren Ende nicht glücklich ausgeht, da dies einfach nicht zur Stimmung der Geschichte gepasst hätte. Dieses Buch erhält 5 von 5 Sternen von mir und eine unbedingte Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    vielleserin

    vielleserin

    22. March 2011 um 17:33

    Delirium von Lauren Oliver spielt viele Jahre von uns aus gesehen in der Zukunft. In der Dystopie im Buch hat sich die Menschheit entschieden Liebe zu verteufeln. Mit der Volljährigkeit müssen alle eine Gehirnoperation über sich ergehen lassen, die die Fähigkeit zu lieben bei ihnen für immer entfernt. Den Menschen wird gepredigt, das Liebe nur Leid und Schmerz mit sich zieht. Lenas Operation steht kurz bevor. Sie ist fast 18 und hat gerade die High School beendet. Ihr wird ein Ehepartner zugeteilt, mit dem sie nach Operation und College eine im wahrsten Sinne „Vernunftehe“ führen wird. Ihr eigener Familienhintergrund ist alles andere als ideal. Ihr Vater ist verstorben, als sie ein Baby war. Sie und ihre ältere Schwester Rachel lebten in den ersten Jahren bei ihrer Mutter. Doch ihre bei Lenas Mutter hatte die Operation nie gewirkt. Auch nach mehreren versuchen, blieben ihre Liebesgefühle. Beim letzten Operationsversuch verstarb die Mutter und Lena und Rachel zogen zu ihrer Tante. Eine Tochter der Tante hatte sich als Teenager geweigert die Operation durchführen zu lassen. Lenas Tante und deren Familie haben also mehrere Schandflecken und außerdem wenig Geld. Die Partie die Lena gegeben wird ist dementsprechend bescheiden. Lenas beste Freundin Hannah hat es hingegen besser. Ihre Familie ist priviligiert und reich. Sie hat die grausamen Seiten der Gesellschaft, in der die Geschichte spielt, nicht kennengelernt. Und dennoch überredet sie Lena zu kleinen rebellischen Handlungen, wie auf heimliche Partys zu gehen. Lena lernt den ominösen so Alex kennen. Alex ist über 18 und hat falsche Papiere. Er ist in der Wildnis bei Menschen, die außerhalb des Regimes leben aufgewachsen. Diese Rebellen leben verstreut und versteckt vor den Authoritäten in Lenas Gesellschaft. Die Rebellen leben bescheiden sind aber vernetzt. Alex lebt eingeschleust im System von Lenas Welt, um hie und da zu sabotieren und spionieren. Alex und Lena verlieben sich. Er zeigt ihr, dass sie nicht an die Propaganda ihrer Regierung glauben soll. Als er ihr eine schreckliche Wahrheit über ihre Familie offenbart, beschließt sie mit ihm wenige Tage vor ihrer Operation zu fliehen. Lauren Olivers zweites Buch „Delirium“ ist gleichzeitig der Auftakt einer Trilogie. Es gibt zur Zeit einige Titel, in denen eine Vision von unserer Zukunft gezeichnet wird. Oft müssen die Figuren in diesen Büchern mit unterdrückenden Regimen kämpfen. Lauren Oliver nutzt ihr Zukunftsetting um eine spannende Geschichte über das Thema Liebe zu schreiben. Während ihr erstes Buch „Before I Fall“ über Tod, Leben, Schuld, Mitläufer, Freundschaft gibt, spielt sie hier mit dem Thema Liebe und Rebellion. Ihr Buch fängt ein wenig schwerfällig an, doch nach den ersten Kapiteln kommt Lauren Oliver wie man es von „Before I Fall“ gewohnt ist in Fahrt. Ihre Stärke ist, nachdenkliche und alles andere als oberflächliche oder gar seichte Bücher zu schreiben. Die Liebesgeschichte zwischen Alex und Lena ist absichtlich eine Hommage an Romeo und Julia. Shakespears Stück wird in Lenas Welt als Pflichtlektüre gelesen und soll zeigen, welches Unheil Liebe mit sich führt. Mir hat außerdem besonders gut die Darstellung von Hannah und Lenas Freundschaft gefallen. Das Verhältnis der Mädchen wirkt echt und berührt. Die Darstellung von Freundschaften zwischen Mädchen ist ebenfalls eine Stärke von Lauren Oliver (ich mochte deshalb auch „Before I Fall“ sehr gerne). Ich muss aber sagen, dass mich die Beziehung zwischen Lena und Alex nicht ganz so gepackt hat. Es fehlte mir das richtige Knistern zwischen den beiden. Dafür stimmen aber viele andere Parts in Delirium gut, wie die Rätselfragen über Lenas Familie und Alex Hintergrund. Ich bin gespannt, wie mir „Matched“ von Ally Condie im Vergleich dazu gefallen wird. Außerdem hoffe ich, dass mich Lena und Alex im zweiten Teil mehr überzeugen können.

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    Ivy

    Ivy

    25. February 2011 um 17:29

    Inhalt: Liebe, das Gefühl bei dem Freud und Leid so nahe beieinander liegen, wie sonst kaum, ist die größte Gefahr in der Gesellschaft in der Lena lebt. Amor deliria nervosa brachte die Leute vor der Prozedur um den Verstand, führte zu Krieg und allen möglichen anderen Krankheiten. Doch in Lenas Welt kann man sich vor diesem Risiko schützen, indem man sich einer Operation am Hirn unterzieht. Noch 95 Tage und auch Lena ist sicher. Knappe 18 Jahre hat sie auf diesen Tag gewartet und ihn herbeigesehnt. Jahre, in denen sie von der Angst verfolgt wurde, der Krankheit irgendwann zum Opfer zu fallen und so zu werden, wie sie es nie sein wollte: wie ihre Mutter. - Meinung: Ganz einfach finde ich es nicht, meine Meinung zu Lauren Olivers neuem Buch in Worte zu fassen. Die Geschichte konzentriert sich, insbesondere zu Beginn, sehr stark auf Lena und ihr Innenleben. Sie ist diejenige in ihrer Familie, die stets gehorsam ist und alles versucht, um nicht negativ aufzufallen. Lena hält sich lieber im Hintergrund und möchte die Zeit, die ihr bis zur Behandlung bleibt, schnell hinter sich bringen. Nur noch 95 Tage und sie kann die Gerüchte um ihre Person und die Zweifel, die ihr entgegengebracht werden, endgültig zerschlagen. Die meisten in ihrem Umfeld wissen, dass Lenas Mutter drei Mal behandelt werden musste, und schlussendlich sogar lieber den Tod wählte, als die Liebe zu Lenas Vater aufzugeben. Lena selbst lebt aufgrund dieser Schande im ständigen Bemühen alles zu tun, um normal zu wirken. Sie spricht kaum mit Jungen, hilft ihrer Tante wo sie kann und ist sonst sehr zurückhaltend. Sie ist freiwillig eine Durchschnittsperson, oder das In–between–girl, wie sie sich selbst oft nennt. Doch an einem der wichtigsten Tage ihres Lebens tanzt Lena zum ersten Mal aus der Reihe. Ihre sonst so überlegten Handlungen werden einmal nicht von ihrem Verstand, sondern von ihrem Gefühl bestimmt. Panisch über diesen neuen Zug an sich, bemüht sich Lena nur noch stärker, die Zeit bis zur Behandlung hinter sich zu bringen. Aber dann tritt Alex in ihr Leben, ganz unerwartet und so kurz vor Lenas langersehnten Ziel: einem Leben in Sicherheit, jedoch ohne Liebe. Alex ist bereits geheilt, stellt also keine Gefahr für Lena dar, sich bei ihm infizieren zu können. Trotzdem wird es für sie stetig gefährlicher sich mit ihm zu treffen. Was nur bedingt an Alex’ Einstellung der Behandlung gegenüber liegt, als vielmehr daran, dass sie sich immer sicherer wird an Amor deliria nervosa zu leiden. Aber ist es wirklich so fatal einen Menschen zu lieben? Ist es tatsächlich das schlimmste, das einem Menschen geschehen kann? In weniger als 95 Tagen lernt Lena, dass die Liebe ganz anders ist, als sie immer glaubte. Plötzlich fühlt sie sich nicht mehr durchschnittlich, möchte es auch gar nicht sein. Sie weiß, die Gefühle für Alex haben sie verändert, aber nicht auf die Weise, die sie erwartet hätte. Wie kann es also sein, dass eine komplette Gesellschaft propagiert ein gefühlloses Leben unter vollkommener Kontrolle zu führen? Alle versinken in Kälte und Desinteresse. Die Frage ist nur, wieso fällt niemandem auf, wie falsch das ist? - Lauren Olivers Welt, die sie angelehnt an unsere eigene, für Delirium erschaffen hat, entfaltet sich nur langsam. Während des Lesens hatte ich oft ein Gefühl des Unbehagens, wenn Lena mehr über das Portland in dem sie lebt erzählt. Dabei erscheint diese Welt nicht von vorneherein schlecht. Kriminalität, Scheidungen oder Kriege gibt es kaum. Alles ist geregelt und friedlich. Zumindest auf den ersten Blick. Denn je mehr die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, zu welchem Preis diese Friedlichkeit erkauft wurde. Die Menschen sind gefühllos, ja schon teilnahmslos. Es ist eine Gesellschaft, in der Eltern ihre Kinder zum Trösten nicht in den Arm nehmen dürfen, oder es nach der Behandlung nicht einmal mehr in Erwägung ziehen. Aber die Leben der Menschen sind nicht nur durch Eintönigkeit gezeichnet, sondern durch etwas anderes: Angst. Angst vor allen, die zu ihren Gefühlen stehen und sich nicht von der Krankheit Liebe heilen lassen wollen. Lena erwähnt oft, wie gerne sie ihrer Freundin Hana umarmen möchte, ihr sagen möchte, dass sie sie mag. Im selben Atemzug räumt sie aber auch ein, dass das nicht geht. Es ist schmerzlich mitzuerleben, was Lena unterlassen muss, was einem als Leser selbstverständlich vorkommt. Gleichzeitig ist es auch erschreckend, wie realistisch diese Welt manchmal anmutet. Ich konnte mir sogar vorstellen, dass Menschen zu so etwas fähig wären, um Ordnung zu schaffen. Willkürliche Gewalt, permanente Kontrolle und Angst schüren, waren Mittel und Wege, um die Bevölkerung in Lenas Welt in Schach zu halten, leider ist uns das nicht unbekannt. - Was mir besonders gut an Delirium gefallen hat, war die wunderschöne Sprache. Keine Frage, Lauren Oliver ist eine sehr begabte Autorin. Es gab so einige Sätze in diesem Buch, die ich mehrmals gelesen habe, weil sie einfach so wunderschön, ja fast schon poetisch waren. Ebenfalls ein großes Lob für die authentisch wirkenden Auszüge aus dem Buch Shhh, die alles gut untermauert haben. Doch besonders herausheben möchte ich Lauren Olivers Talent dazu, letzte Absätze zu schreiben. Mir ist es schon bei Before I fall aufgefallen, aber der letzte Absatz von Delirium ist einfach nur unglaublich gut geschrieben! - Wie man sehen kann, gibt es unwahrscheinlich viel zu dem Buch zu sagen, das positiv ist. Ich kann auch die Begeisterung vieler anderer verstehen. Delirium bietet einen sehr interessanten Ansatz. Eine Welt, die mir oft ein Gefühl des Unbehagens beschert hat, da sie unserer auf gewisse Weise ähnlich ist. Die Charaktere besitzen zum großen Teil Tiefe. Alex war mir von Anfang an sympathisch, da er eine Frohnatur ist. Lena macht eine so tolle Entwicklung durch, dass ich sie im zweiten Teil wahrscheinlich lieben werde. Warum also bin ich nicht komplett begeistert und vergebe nicht die höchste Punktzahl? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen, da das Buch für mich zu lange gebraucht hat, um Spannung aufzubauen. Gerade zu Beginn plätschert die Handlung vor sich hin, den Fokus auf Lena gerichtet, die leider vor jeder gewichtigeren Handlung Angst zu haben scheint. Sie ist so unsicher und darum bemüht alles richtig zu machen (was alles ausbremst), dass ich mich auf den ersten 200 Seiten weder mit ihr noch dem Storyverlauf anfreunden konnte. Charaktere wie Hana, hätten dafür mehr Platz bekommen können, da ich sie durchaus interessant finde und mir da ein wenig mehr gewünscht hätte, gerade als Lena mehr aus sich hinauskommt. Ich hoffe auch, dass noch mehr zur Welt und der Hintergrundgeschichte kommen wird, was aber nicht unbedingt zwingend im ersten Band aufgerollt werden musste. - Trotz der Dinge, die mich gestört haben, ist Delirium ein gutes Buch, das sich zu lesen lohnt. Nach dem Ende des Buches kann ich nicht anders, als sehnsüchtig auf den zweiten Band zu warten. Dieser erscheint im nächsten Jahr unter dem Titel “Pandemonium”. Ich verspreche mir von ihm, dass er um einiges flotter wird, als Delirium, da es dann auch mehr zu Lena passen würde. Sollte der Storyaufbau also konsequenter und spannender gestaltet sein, steht einer vollen Punktzahl nichts im Wege. Im Fall von Delirium gibt es von mir aber für die ersten 200 Seiten, die mich kaum fesseln konnten und einige kleine Mankos, Punktabzug. - Meine Rezensionen und Anderes könnt ihr auch auf meinen Buchblog finden: http://our-storytime.blogspot.com

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  • Rezension zu "Delirium" von Lauren Oliver

    Delirium
    chrisujlo

    chrisujlo

    18. February 2011 um 15:50

    Inhalt Die 17-jährige Lena zählt die Tage bis zur ihrem 18. Geburtstag, denn an diesem Tag wird sie von der schlimmsten Krankheit der Menschen geheilt: Amor deliria nervosa, besser bekannt als Liebe. Lena lebt nämlich in einer Gesellschaft, die alle negativen Gefühle, wie Hass und Neid auf die Liebe zurückführen. Sie kann sogar zum Tod führen. Lena ist fest davon überzeugt, dass ihr diese Heilung ein glückliches und besseres Leben ermöglichen wird. Sie hält sich auch brav an alle von der Gesellschaft auferlegten Regeln. Dieses Verhalten ändert sich jedoch schlagartig als sie auf Alex trifft. Er ist der erste Junge, außerhalb ihrer Familie, mit dem sie jemals gesprochen hat und schnell verlieben sich die beiden - werden also mit amor deliria nervosa infiziert. Sie können ihre Liebe aber nur im Geheimen ausleben, werden sie entdeckt können sie bestenfalls mit einem Leben in Gefangenschaft rechnen... Meinung Mit "Delirium" legt Lauren Oliver, die vielen seit ihrem Debüt "Before I fall" ein Begriff ist, ihre erste Dystopie vor. In dieser erschafft sie nicht eine neue Welt, sondern platziert die Handlung in einer Welt, die der unseren sehr ähnlich ist, mit dem kleinen aber wichtigen Unterschied, dass die Liebe als Krankheit angesehen wird. Und zwar nicht irgend eine Krankheit, nein, amor deliria nervosa, ist die gefährlichste und gefürchtetste Krankheit der Menschheit. Diese Idee wurde in "Delirium" sehr gut umgesetzt. Besonders interessant waren die Auszüge aus Büchern, die die Gesellschaft eingeführt haben. Dabei wurden uns bekannte Bücher, wie die Bibel, so abgeändert, um den Menschen klar zu machen, zu was die Liebe führen kann. Auch Shakespeares "Romeo und Julia" wird in den Schulen gelesen, da es als gutes Beispiel für die negativen Auswirkungen der Liebe angesehen wird. Die Bewohner von Portland haben sich sehr gut an die Gesetze der Regierung angepasst. Sie leben ihr Leben ohne Liebe und auch ohne Glück, bemerken aber gar nicht, dass sie etwas in ihrem Leben vermissen. Ihnen ist nur wichtig nicht aufzufallen und keine Probleme mit der Regierung zu bekommen. Es herrschen sehr strenge Gesetze, zum Beispiel dürfen sich Mädchen und Jungs nicht berühren, nicht einmal miteinander sprechen. Die Ausgehzeiten sind streng limitiert und auch sonst ähneln die Gesetze jenen einer Diktatur. Nur wenige haben sich ihr selbstständiges Denken erhalten und widersetzen sich den strengen Vorgaben. Die Strafen für solche Gesetzesüberschreitungen sind knallhart und nur wenige "Verbrecher" werden je wieder gesehen. Auch die 17-jährige Lena wächst in dieser Gesellschaft auf und ist zunächst sehr brav und angepasst. Von ihrer Mutter, die an amor deliria nervosa gestorben ist indem sie Selbstmord begangen hat, fühlt sie sich im Stich gelassen. Außerdem hofft sie, dass sie nicht eine gewisse Veranlagung dafür hat, auch an der Liebe zu erkranken und sehnt daher ihren 18. Geburtstag herbei, an dem sie geheilt wird. Ihre Freundin Hana hingegen hinterfragt den Sinn dieser "Heilung" und bringt sich außerdem in Gefahr, indem sie an illegalen Partys teilnimmt. Hana war mir von Anfang an sehr sympathisch, da sie als Einzige kein Mitläufer ist, sich ihr eigenständiges Denken erhalten hat und die Regierung und ihre Gesetze hinterfragt. Doch auch Lena macht eine starke Entwicklung durch. Als sie Alex kennenlernt, sich in ihn verliebt und mit ihm über amor deliria nervosa spricht, erkennt sie, dass sie von der Regierung nur belogen wurde und dass sie nicht so weiterleben will. Außerdem erfährt sie die Wahrheit über ihre Mutter und erkennt dass sie auch ihrer Familie nicht vertrauen kann. Daher wagt sie einen unglaublich mutigen und vor allem sehr gefährlichen Schritt. Das Ende von "Delirium" ist sehr überraschend, aber dennoch passend, ein glückliches Ende hätte nämlich einfach nicht zu der Handlung gepasst... Fazit Unglaublich tolle Charaktere, eine Dystopie wie sie kaum besser sein könnte. Das einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass es etwas dauert bis die Handlung in die Gänge kommt.

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