Laurence C. Smith

 3 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Laurence C. Smith

Der Amerikaner Laurence C. Smith ist Professor für Geographie sowie Earth and Space Sciences an der University of California in Los Angeles (UCLA). Der bereits mit mehreren Preisen, u.a. dem renommierten Guggenheim Award, ausgezeichnete Wissenschaftler beriet die US-Regierung in Fragen des Klimawandels und lieferte bedeutende Teile des 4. Uno-Weltklimaberichts 2007. Für »Die Welt im Jahr 2050« hat er 2011 den Walter P. Kistler Book Award gewonnen und wurde 2012 zum World Economic Forum nach Davos eingeladen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Laurence C. Smith

Cover des Buches Weltgeschichte der Flüsse (ISBN: 9783827501554)

Weltgeschichte der Flüsse

 (3)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Die Welt im Jahr 2050 (ISBN: 9783570552179)

Die Welt im Jahr 2050

 (2)
Erschienen am 13.01.2014

Neue Rezensionen zu Laurence C. Smith

Cover des Buches Weltgeschichte der Flüsse (ISBN: 9783827501554)
Kristall86s avatar

Rezension zu "Weltgeschichte der Flüsse" von Laurence C. Smith

Wohl etwas zu viel erwartet…
Kristall86vor 4 Monaten

Klappentext:

„Flüsse haben, mehr als jede Straße oder Technologie, den Lauf unserer Zivilisation geprägt. Sie haben Entdeckern neue Wege eröffnet, sie bilden und überwinden Grenzen, ermöglichen Handel, stellen Energie bereit und ernähren Millionen. Die meisten Großstädte wurden an Ufern von Flüssen gegründet. Auch wenn ihr Lauf heute meist eingehegt ist, bleiben die Ströme in Zeiten von Klimawandel und Wasserknappheit eine machtvolle globale Kraft: Ihre weitverzweigten Arterien spenden Leben, können aber ebenso alles zerstören, was ihnen im Weg ist. In seiner glänzend geschriebenen Weltgeschichte der großen Flüsse seit der Antike lenkt der Umwelt- und Geowissenschaftler Laurence Smith erstmals unseren Blick auf eine gemeinhin unterschätzte kulturbildende Naturkraft.


Ausstattung: mit zahlreichen Abbildungen und Farbbildteil“


Meine Erwartungen an das Buch waren wohl scheinbar zu groß. Nach dem Hochwasser-Unglück an der Ahr im Sommer 2021, immer wiederkehrende Erdrutsche und Hochwasser beispielsweise in Indien oder Staudamm-Unglücke wie in Brasilien - man wird wieder sensibler was das Thema „Flüsse“ angeht. So wollte ich hier gern in die Geschichte und Entstehung dieser einfach gern mehr erfahren. Leider verzettelt sich Autor Laurence Smith zu sehr in Nebensächlichkeiten und seiner eigenen, persönlichen Geschichte. Das Wie und Warum werden leider nur schwach beantwortet, man sucht ständig nach dem „Wann kommt denn endlich mal was zum Thema!“ und findet es leider nicht. Smith‘ Ausführungen sind einfach manches Mal zu verschachtelt, zu oberflächlich. Hier und da erklärt er genauer aber das ist leider nicht die Mehrheit des Buches. Wie andere kritische Lesestimmen ebenfalls schon erkannt haben, entdeckt hier ein weltoffener und neugieriger Leser nichts Neues. Das kann ich nur so unterschreiben. Wer ein wenig in der Schule aufgepasst hat, hat hier nur Wiederholung zu erwarten. In vielen Punkten kratz er nur an der Oberfläche oder fokussiert sich zu sehr auf die USA und weniger auf den Rest der Welt. Zum Schluss gibt es ein paar interessante Fakten aber das befriedigte definitiv nicht meine Erwartungen an das Buch. 

2 von 5 Sterne von mir.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Weltgeschichte der Flüsse (ISBN: 9783827501554)
W

Rezension zu "Weltgeschichte der Flüsse" von Laurence C. Smith

Nicht das, was es verspricht.
wsnheliosvor 6 Monaten

Der Untertitel dieses Buches lautet: „Wie mächtige Ströme Reiche schufen, Kulturen zerstörten und unsere Zivilisation prägen.“ Entsprechend habe ich mir eben ein historisches Sachbuch vorgestellt, mit dem Thema Flüsse als verbindendes Element. Nachdem ich aber die ersten paar Kapitel gelesen hatte, wurde ich stutzig und klappte zum Umschlag, um die Informationen über den Autor anzuschauen. Siehe da, der Herr ist Professor für Geowissenschaften und Umweltstudien. Das erklärt, warum das so oberflächlich geschrieben wurde. Es klingt brutal, wenn ich das schreibe, aber jeder, der sich ein bisschen für Geschichte interessiert und ein bisschen das aktuelle Weltgeschehen verfolgt, weiß bereits alles, was in diesem Buch steht. Denn das ist der nächste Punkt: Der historische Teil ist nur sehr kurz, sehr viel mehr schreibt er über die aktuelle Situation der Flüsse und dabei hat er einen sehr starken Fokus auf seine Heimat, die USA. Politik, Geologie, Umweltschutz – alles wird ein bisschen erwähnt, viele Orte aufgelistet, aber nichts richtig aufgeführt, nirgends geht er tiefer darauf ein. Das Buch selbst ist wie ein Fluss, der auf der Oberfläche in viele Bereiche mäandert, aber nirgends länger stehen bleibt.
Erst dann Kapitel 7 und 8, als es konkret um sein Fachgebiet geht, erreicht das Buch jenes Niveau, das ich mir erwartet hätte. Da merkt man halt, dass der Autor sich wirklich damit auskennt und mit Leidenschaft darüber schreibt. Das waren dann auch die mit Abstand interessantesten Kapitel, die eben auch neue Informationen und spannende Zusammenhänge lieferten.
Kapitel 9 liefert zum Abschluss noch einen kurzen Ausblick auf die Zukunft der Urbanisierung von Flüssen, was auch ein sehr interessantes Thema wäre, aber wiederum sehr knapp behandelt wird.
Ein weiterer Kritikpunkt, der wohl nur meinen persönlichen Geschmack trifft, ist, dass der Autor sich selbst sehr oft einbaut. Es fühlt sich mehr so an, als würde der Autor uns nur zeigen wollen, wo er überall war und wen er alles getroffen hat. Denn das sind immer kurze Absätze, die regelmäßig eingefügt werden, aber gar nichts zum Buch beitragen. Voher ein nüchternes Sachbuch, dann ein Absatz nach dem Muster „Ich war dort und haben diese Person getroffen“ und anschließend weiter als nüchternes Sachbuch, ohne dass die autobiografische Information auch nur irgendeinen Nutzen hätte.
Lobenswert möchte ich hingegen die schönen Fototafeln hervorheben. Ich habe mittlerweile schon einige Sachbücher gesehen, in denen die Fotos wirklich schlecht sind und nach einem seltsamen System ausgewählt wurden. Hier jedoch blättert man gerne durch diese.
Das äußere des Buches verspricht also ein historisches Sachbuch, was es aber nicht ist. Deshalb bin ich persönlich schon mal enttäuscht. Ich hätte mich dann ja damit abgefunden, weil mich auch andere Fachgebiete durchaus interessieren, aber leider ist das Buch halt überhaupt nicht spannend. Insgesamt hätte ich mir einfach gewünscht, dass es weniger Themen gibt, etwa nur Geschichte, aber dafür tiefer und ausführlicher.
Fazit: Als Überblickswerk für interessierte Leser sicher spannend, aber nicht geeignet für Leser mit Vorwissen, die sicher tiefer mit dem Thema auseinandersetzen wollen.

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Cover des Buches Die Welt im Jahr 2050 (ISBN: 9783421044013)

Rezension zu "Die Welt im Jahr 2050" von Laurence C. Smith

Relativ unkritische und subjektive Zukunfsvision
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren


Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele

Ich finde Bücher, die sich mit der Entwicklung unserer Welt, mit faszinierenden, wissenschaftlich fundierten Zukunftsprognosen beschäftigen, ja schon aus Prinzip wahnsinnig spannend, wie z.B. auch "Die nächste GENeration", auch wenn sich das Buch einem ganz anderen Themenschwerpunkt widmet. Allerdings war ich doch etwas enttäuscht von Laurence C. Smiths "Die Welt im Jahr 2050: Die Zukunft unserer Zivilisation".

Der Untertitel "Die Zukunft unserer Zivilisation" ist bei diesem Buch definitiv schon einmal irreführend. Da trifft es der Originaluntertitel "Four Forces Shaping Nothern Civilisation's Future" (dt. etwa "Vier Kräfte, die die Zukunft unserer nördlichen Zivilisation formen") deutlich besser. Denn für Autor Laurence C. Smith scheint südlich des 45. nördlichen Breitenkreises schlicht und ergreifend nichts zu existierend - da ihnen eh das Wasser ausgehen wird, sind sie zukunftstechnisch offenbar irrelevant.

Das finde ich schon schade, denn gerade im Hinblick auf klimatische oder auch wirtschaftliche Trends und Entwicklungen würde ich mir eine globale Betrachtung wünschen. Die gibt es hier aber leider nicht, stattdessen liegt der Fokus sehr stark (und starr) auf den USA, die - so zumindest mein Eindruck - von Autor doch ein wenig über den Rest der Welt gestellt werden und, wenn auch nicht unbeschadet, definitiv aus allem als Sieger hervorgehen werden. Auf mich wirkte das gesamte Konstrukt des Buchs daher sehr viel subjektiver und oftmals (gerade im Hinblick auf Ölförderung und Klimawandel) auch deutlich unkritischer als es für meinen Geschmack bei einem solchen "Sachbuch" sein sollte.

Dazu kommt die Tatsache, dass es zwar offensichtlich ist, dass Smith etwas von wissenschaftlicher Recherche versteht und auch durchaus in der Lage ist seine Quellen zu analysieren, jedoch bei der Interpretation seiner Ergebnisse nicht nur im Hinblick auf die Position der USA recht engstirnig an die Sache herangeht, sondern es auch nicht schafft, zwischen den verschiedenen in diesem Buch angesprochenen Forschungsbereichen eine Brücke zu schlagen und sie in Relation miteinander zu setzen, zu erläutern, wie sie untereinander verknüpft sind und welche Folgen die Entwicklungen in einem Bereich für einen anderen Bereich haben könnten. So bleibt es bei diversen, irgendwie lose im Raum schwebenden Interpretationsansätzen.

So bietet "Die Welt im Jahr 2050: Die Zukunft unserer Zivilisation" von Laurence C. Smith zwar eine ganze Reihe sehr interessanter Forschungsansätze, die Deutungen des Autors sind meiner Meinung nach allerdings sehr kritisch zu betrachten, da sie vieles doch nur recht einseitig beleuchten. Trotzdem, alles in allem ist dieses Buch eins, das zum Nachdenken anregt und einem in Hinblick auf das eine oder andere Thema vielleicht auch die Augen öffnet.

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