Lucy

von Laurence Gonzales 
4,3 Sterne bei102 Bewertungen
Lucy
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Positiv (86):
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Wie es einem Menschen geht, der das Ergebnis eines Experiments ist, wird hier auf anschauliche Weise in einen Roman gepackt.

Kritisch (1):
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Spannender Ansatz, leider bleibt die Erzählung auf Teenie Niveau

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Inhaltsangabe zu "Lucy"

Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Sie ist vierzehn, als er stirbt. Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit nach Amerika. Lucy ist hübsch und sehr begabt. Was niemand ahnt: Sie ist das Ergebnis eines unglaublichen Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen dem von Mensch und Menschenaffe. Irgendwann lässt sich das nicht mehr geheimhalten - woraufhin Medien, Militär und Wissenschaftler eine erbarmungslose Jagd auf Lucy beginnen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423248907
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:430 Seiten
Verlag:dtv
Erscheinungsdatum:18.11.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.07.2010 bei Random House erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    sydneysider47s avatar
    sydneysider47vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wie es einem Menschen geht, der das Ergebnis eines Experiments ist, wird hier auf anschauliche Weise in einen Roman gepackt.
    Lucy, die aus dem Kongo kam

    Die 15-jährige Lucy ist das „Produkt“ eines Experiments des britischen Forschers Donald Stone, der im Kongo (das ist ein Staat in Afrika) das Leben und Verhalten der Bonobos – das sind Menschenaffen - erforscht. Ihm ist es gelungen, ein Wesen zu schaffen, dessen Vater ein Mensch – nämlich Donald Stone – und dessen Mutter ein Bonobo ist.

     Lucy ist bei ihrem Vater im kongolesischen Dschungel aufgewachsen, hat aber auch von ihrer Mutter das Leben und Überleben im Dschungel gelernt. Eines Tages überfallen Rebellen die Forschungsstation von Donald Stone und töten ihn und Lucys Bonobo-Mutter. Lucy selbst wird von der amerikanischen Wissenschaftlerin Dr. Jenny Lowe gerettet, die selbst aus dem Kongo fliehen muss.

     Jenny gelingt es, Lucy in die USA zu bringen. Dort adoptiert sie das Mädchen und bemerkt erstaunt, wie begabt Lucy ist. Sie ist sehr gebildet – aber auch sehr stark. Doch Lucy hat Probleme, sich an das Schulleben zu gewöhnen. Die Mitschüler scheinen sie zu ignorieren – aber schließlich findet sie eine Freundin, namens Amanda. Und als sie in die Ringkampfsportgruppe der Schule eintritt, scheint sie sich endlich in der Schule wohlzufühlen. 

     Lange Zeit weiß niemand außer Lucy und Jenny, dass Lucys Mutter ein Menschenaffe ist. Erst als Lucy eine Krankheit bekommt, die nur Menschenaffen bekommen können, droht Lucys Geheimnis ans Licht zu kommen. Doch Lucy tut das, was sie für das einzig Richtige hält: sie macht es öffentlich, dass ihr Vater ein Mensch und ihre Mutter ein Menschenaffe waren. Und auf einmal fangen die Schwierigkeiten in Lucys Leben und im Leben all jener Leute, die zu ihr stehen, richtig an…

     Die Geschichte, die aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) verfasst ist, fesselte mich sofort. Es gibt viele Dialoge und die Handlung ist meistens mitreißend.

     Das Buch beginnt mit den Unruhen im Kongo und damit, wie Jenny Lucy und ihre toten Eltern findet. Lucy und Jenny sind mir sympathisch, und die Handlung fasziniert mich. Ja, es ist (zum Glück) noch nicht möglich ein Wesen zu zeugen, dessen Eltern ein Mensch und ein Menschenaffe sind – aber der Autor geht der Frage nach: was wäre, wenn es möglich wäre – und welche Konsequenzen könnte das haben? Für mich ist alles glaubwürdig und wirklich rührend dargestellt.

     Wer denkt, hier eine „Heile-Welt-Geschichte“ vorzufinden, der irrt. Gerade, als Lucy beschließt, über das Internet zu verbreiten, wer ihre Eltern sind, tauchen religiöse Fanatiker auf, von denen einige sie lieber tot als lebendig sehen wollen. Und auch einige Wissenschaftler sind daran interessiert, Versuche mit Lucy durchzuführen. Ob ihnen das gelingt? Ich verrate hier nichts.

     Lucy war mir während der ganzen Lektüre sehr sympathisch, ich habe mich gefreut mit ihr und ich habe mitgelitten mit ihr – und ich wurde angeregt nachzudenken, wie ich persönlich zu einem Wesen stehen würde, das halb Mensch, halb Menschenaffe ist. Wobei bei Lucy die menschlichen Qualitäten mehr in den Vordergrund treten als die eines Menschenaffen.

     Weiterhin habe ich überlegen müssen: was ist ein Wesen, das einen Menschen und einen Menschenaffen als Eltern hat – ist das ein Mensch oder ein Tier? Auch dieser Frage gehen Personen, die in dem Buch vorkommen, nach.

     Mitten im Buch gibt es einige Kapitel, die mich gelangweilt haben. Und zwar waren das Kapitel, in denen Amanda und Lucy einige belanglose Dinge machen. Diese Kapitel erinnerten mich an diverse Mädchenbücher, die ich als Kind gelesen habe. Deswegen ziehe ich einen Stern ab.

     Der Schluss hat mich erstaunt – aber nicht verärgert. Und er war nicht vorhersehbar, was ich gut finde.

     Ich vergebe also dem Buch „Lucy“ vier Sterne und eine Leseempfehlung.

     

     

     

     

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    C
    Claire20vor 2 Jahren
    Absolut lesenswert

    Die Gesichte eines Mädchens, was nichts für ihre Abstammung kann, aber dennoch von sehr vielen nach ihr definiert werden.
    Was kann man für die eigenen Eltern und den eigenen Genen? Nichts!
    Wie weit darf man gehen in der Wissenschaft um neues zu entdecken und zu erforschen?!

    Das Buch ist wunderschön geschrieben und es bleibt einem wohl immer im Gedächnis.
    Man kann kaum aufhören zu lesen so spannend ist es von der ersten bis zur letzten Seite geschrieben.
    Man fühlt sich einfach in Geschehen hineingezogen.

    Dieses Buch ist absolut lesenswert und sollte, meiner Meinung nach auch in der Schule gelesen werden!
    Da es einem bewusst macht in was für einer Gesellschaft man lebt, auch wenn das Buch nicht expliziert auf Deutschland abziehlt, so doch auf die Machtgier der Menschen und deren Wissensbegirde die auf moralische Grenzen stößt und diese doch oft gerne außer Acht lässt.
    Ein absolut traumhaftes Buch, welches voller Emotionen stecht.

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    harakiris avatar
    harakirivor 3 Jahren
    Lucys Weg

    Krieg im Kongo - die Bonoboforscherin Jenny findet in der Hütte eines Kollegen dessen Tochter und nimmt diese mit sich nach Amerika. Lucy ist anders als andere - muss sich erst an das Leben in der Zivilisation gewöhnen. Doch warum ist sie so stark? Warum hat sie immer wieder komische Anfälle und warum versteht sie scheinbar die Sprache der Tiere? Bald überschlagen sich die Ereignisse und Lucy muss um ihr Leben kämpfen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Übergang zwischen KOngo und Amerika. Lucy besucht die Highschool und findet in Amanda eine gute Freundin. Diese führt sie in die Welt des 21. Jahrhunderts ein. Lucy lernt YouTube kennen, bekommt ein Handy und einen Laptop und wächst fortan auf wie jeder andere Teenager.

    Die Autorin bringt es fertig, jeden Charakter in der ihm eigenen Sprache agieren zu lassen. Die Szenen mit Lucy sind jugendlich-frisch, die Kriegsszenen beklemmend und düster und die Sprache der Wissenschaftler sachlich und kühl. Dieser Mix macht das Buch sehr abwechslungsreich und lesenswert.

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    A
    AnjaIrisvor 3 Jahren
    Lucy von Laurence Gonzales

    Eine sehr gefühlvolle, rührende und spannende Geschichte. die zum Nachdenken anregt. Ich habe lange kein so gutes Buch mehr gelesen. Die 15jährige Lucy wächst bei Ihrem Vater, einem Primaten-Forscher, im kongolesischen Dschungel auf. Als der Bürgerkrieg ausbricht, wird ihr Vater ermordet. Jenny, ebenfalls Primatenforscherin, findet das Mädchen neben einem toten Bonobo, und nimmt es mit. Sie fliehen zu einem Eingeborenen-Dorf, von wo aus sie per Funk Hilfe rufen. Jenny nimmt Lucy, ohne deren Geheimnis zu kennen, mit nach Amerika. Nachdem sie keine Angehörigen von Lucy findet, adoptiert sie das Mädchen. Inzwischen kennt sie auch ihr Geheimnis, und weiß, daß Lucy halb Mensch, halb Bonobo ist. Sie hilft ihr, sich einzugewöhnen, und zurecht zu finden. Es wird einfühlsam bbeschrieben, wie Lucy sich einlebt, und eine echte Freundin findet.Ihr Geheimnis muß sie allerdings vorerst bewahren. Als durch Zufall ihr Geheimnis auffliegt, steht Lucy plötzlich im Interesse der Öffentlichkeit.Es stellt sich die Frage, ob sie ein Mensch, oder ein Tier ist.Reporter verfolgen sie, und das Militär sperrt sie in einen Käfig , um Experimente mit ihr zu machen. Schließlich muß Lucy fliehen. Ihre Flucht, und was ihr alles zustößt, wird sehr spannend umschrieben, aber ich will nicht zu viel verraten, um anderen Lesern die Spannung nicht zu nehmen.Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.Gleichzeitig aber auch rührend, und mit viel Gefühl geschrieben. Ein wirklich wunderbares Buch.

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    K
    Kasi72vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gutes Jugendbuch, das bleibenden Eindruck hinterlässt
    Aus dem Dschungel in den Dschungel

    Lucy von Laurence Gonzales
    erschienen im DTV
    Deutsch von Britta Mümmler
    432 Seiten
    ISBN: 9783423248907
    Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.07.2011

    Das Buch beschreibt die Wandlung des Dschungelkinds Lucy zu einem amerikanischen Teenager.

    Lucy fasziniert.

    Egal, wie und wo, Lucy findet immer wieder zum "dem großen Strom", dem pulsierenden Quell allen Lebens zurück. Er verbindet Menschen und Tiere mit der Welt um sie herum. Die Menschen haben verlernt, ihn zu sehen und zu nutzen - anders aber Lucy...

    Begleitet wird Lucy auf ihrer Reise von Zieh- und Adoptivmutter Jenny, der jungen Wissenschaftlerin, die Lucy unter grauenvollen Umständen aufgefunden und bei ihrer rasanten Flucht aus dem Dschungel kurzerhand mitgenommen hat.

    Nach einigen diplomatischen Schwierigkeiten nimmt Jenny ihren Schützling mit in ihr amerikanisches Zuhause. Für sie ist die Zivilisation ihr Zuhause, aber Lucy entstammt einer anderen Welt und so müssen beide lernen, sich zurechtzufinden und aufeinanderzu zu gehen.

    Überaus einfühlsam beschreibt der Autor dabei Angst und Panik von Lucy bei dem ersten Aufeinandertreffen mit der Zivilisation.

    Kaum scheint Lucy sich einzugewöhnen, kaum hat Jenny gelernt auf Lucy einzugehen, tut sich ein neuer Abgrund vor Jenny auf. Sie erfährt aus den Berichten von Lucys Vaters, des getöteten britischen Forschers, dass Lucy neben menschlichen Genen auch die eines Affen hat.

    Jenny ist hin- und hergerissen zwischen Forscherdrang und Angst und Verantwortungsbewusstsein und Selbstzweifeln.
    Schließlich wird ihr klar, dass Lucy nie ein Geheimnis um sich und ihre Herkunft gemacht hat. Nur richtig zugehört hat Jenny nicht...
    Und so muss sie erkennen, dass sie Lucy nie gefragt, ihr nie eine Wahl gelassen hat, dass sie, Jenny, verantwortlich dafür ist, dass Lucy nun bei ihr in Amerika ist...und sie beschließt, dass sie nun zu ihren Entscheidungen und zu Lucy stehen muss, ja sogar will.

    Aus Überraschung und Überforderung wird Verständnis und Zuneigung und am Ende des Buches eine echte Mutter-Tochter-Beziehung.  Jenny nimmt den Leser auf ihre eigene Reise mit: zu Lucy und zu sich selbst.

    Und schon tun sich neue Fragen:
    Kann Lucy in der sogenannten Zivilisation leben?
    Und kann die Zivilisation mit Lucy leben?
    Und wenn ja, wie?

    Tarnung und Sicherheit soll ein "normales" unauffälliges Leben bieten. Lucy muss zur Schule gehen.
    Hier lernt sie nicht nur Amanda, die ihre beste Freundin wird, kennen, sondern auch dass auch die sogenannte Zivilisation den Regeln allen Lebens und dem großen Strom unterworfen ist.

    Als Lucys Geheimnis schließlich aufgedeckt wird, ist es dann auch Amanda, die Lucy hilft ihren Kampf gegen Medien, Bürgerrechtler, Politik und Militär mit modernen Mitteln aufzunehmen.
    Doch letztlich müssen sie erkennen, dass die Gegner überall und übermächtig  sind. Lucy bleibt nur eine erneute Flucht...



    Äußerst positiv finde ich die stets einfühlsame Auseinandersetzung mit den Gefühlen und dem inneren Zwist, die mitreißende Darstellung von Angst und Panik, Liebe und Furcht...

    Als Jugendbuch ist "Lucy" sicher eine klare 5-Sterne-Kaufempfehlung.

    Als Buch für Erwachsene bleiben noch 4 Sterne,
    denn an einigen Punkt machen Klischees und Vorurteile, die Handlung vorhersehbar und hat zu viel Pathos und Zuckerguss.

    Beispielhaft dafür steht für mich das Ende des Romans mit dem Hinweis auf die Kehrseite des amerikanischen Traums, auf der "Verliererseite" mit Gefangenschaft, Ausbeutung und Flucht.


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    progues avatar
    proguevor 4 Jahren
    Der Große Strom

    Im Dschungel Kongos bricht wieder einmal Krieg aus. Im letzten Moment kann sich Jenny, die dort allein lebt und Bonobos - Menschenaffen - erforscht, retten. Während ihrer Flucht vor den Rebellen stolpert sie nicht nur über die Leiche eines englischen Kollegen, sondern auch über seine minderjährige Tochter, Lucy. Sie flieht mit ihr in die Staaten, wo sie sich so lange um das Mädchen kümmern will, bis sich Angehörige gefunden haben. Mit Lucy ist es leicht, zusammen zu leben. Nachdem sie den Schock über den Tod ihres Vaters überwunden hat, entpuppt sie sich als freundlicher, aufgeschlossener, neugieriger Teenager. Manchmal ist sie sehr seltsam - sie isst Bananen mit Schale, sie ist unglaublich stark, sie kann Bäume erklimmen in Rekordzeit und sie verfügt über die Fähigkeit, anhand der Geräusche der Tierwelt und ihrer Umgebung, logische Schlüsse zu ziehen. Sie nennt es "in den Großen Strom eintauchen". Jenny glaubt lange, all das liege daran, dass sie abgeschieden von jeglicher Zivilisation allein mit ihrem Vater aufgewachsen ist und in gewisser Weise stimmt das auch. Doch da ist noch mehr an Lucy, als man auf den ersten Blick erkennt, und Jenny stößt darauf, als sie die Tagebücher von Lucys Vater durchsieht. In dem Mädchen steckt ein Geheimnis, für das Regierungen töten würden und auch werden ...

    Der Grundgedanke ist nicht neu, aber doch immer noch so originell, dass er neugierig auf das Buch macht. Ich wollte die Geschichte um dieses Dschungelkind wirklich mögen, doch ich hatte von Anfang an Probleme mit dem Schreibstil. Er war mir auf Dauer viel zu beschreibend. Anfangs ist das noch interessant, als Jenny bei Donnergrollen und Gewitter und Kanonenlärm erwacht, aber schon während der Flucht aus dem Kongo wurde es mühselig. Gleichzeitig ging alles immer ratzfatz. Es wird mal eben hierhin und dahin gehetzt, gesucht, gefunden, weiter geht's. Man kennt den und den, mitten im Urwald gibt's ein leistungsstarkes Funkgerät, man lässt Beziehungen spielen - hui, schon ist man in den Staaten. Das zieht sich durch das gesamte Buch.

    So interessant sich die Story entwickelte zusammen mit Lucy, die sich in der für sie neuen Welt zurechtfinden muss, so eintönig war die Art des Erzählens. Selten gelang es Gonzales, mich mit der Handlung ernsthaft mitzureißen, und für den kitschigen Schluss, als jedes Indianerklischee herausgezogen wurde, das existiert, gibt es auch nicht gerade Pluspunkte.

    Fazit: Ein Buch, dessen Thematik interessiert, bei der die Umsetzung jedoch nicht oft zu fesseln weiß. 2,5/5 Punkten.

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    harakiris avatar
    harakirivor 4 Jahren
    Von Affen und Menschen

    Krieg im Kongo - die Bonoboforscherin Jenny findet in der Hütte eines Kollegen dessen Tochter und nimmt diese mit sich nach Amerika. Lucy ist anders als andere - muss sich erst an das Leben in der Zivilisation gewöhnen. Doch warum ist sie so stark? Warum hat sie immer wieder komische Anfälle und warum versteht sie scheinbar die Sprache der Tiere? Bald überschlagen sich die Ereignisse und Lucy muss um ihr Leben kämpfen.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Übergang zwischen KOngo und Amerika. Lucy besucht die Highschool und findet in Amanda eine gute Freundin. Diese führt sie in die Welt des 21. Jahrhunderts ein. Lucy lernt YouTube kennen, bekommt ein Handy und einen Laptop und wächst fortan auf wie jeder andere Teenager.

    Die Autorin bringt es fertig, jeden Charakter in der ihm eigenen Sprache agieren zu lassen. Die Szenen mit Lucy sind jugendlich-frisch, die Kriegsszenen beklemmend und düster und die Sprache der Wissenschaftler sachlich und kühl. Dieser Mix macht das Buch sehr abwechslungsreich und lesenswert.

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    Schnutsches avatar
    Schnutschevor 4 Jahren
    Was heißt es eigentlich, ein Mensch zu sein?

    ~Erster Satz~

    Als Jenny aufwachte, donnerte es.


    ~Meine Meinung~

    Ich liebe es. Von der ersten Seite an fand ich dieses Buch toll und es wurde immer besser! Ich spoilere nicht gerne, deswegen kann ich nur sagen: Das Buch behandelt ein hammerhartes Thema und zeigt uns, wie unterschiedlich Menschen auf solches reagieren! Der Autor zieht vergleiche zu vergangenen Ereignissen, hat gut recherchiert und Schreibt wunderbar. Ich habe mit Lucy und den anderen Charakteren mitgefühlt, mitgelitten und so oft gedacht: "Der Autor hat so verdammt recht..." Viele Menschen reagieren fürchterlich auf "Besonderheiten" anderer Menschen.. Würde es Lucy wirklich geben, dann könnte ich mir vorstellen, dass es ihr genau so ergangen wäre, wie es der Autor uns hier erzählt, wenn nicht noch schlimmer... Aber es gibt natürlich auch die guten Menschen, die Lucy auf ihrem Weg begleiten und alles für ihr Wohlergehen tun und nicht von ihrer Seite weichen, was leider nicht immer gut ausgeht. Ich habe das Buch fast an einem Stück gelesen und konnte es nur schwer aus der Hand legen. Sehr empfehlenswert!!

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    Sabine17s avatar
    Sabine17vor 5 Jahren
    Interessante Einblicke

    Lucy wächst bis zu ihrem 15. Lebensjahr im afrikanischen Dschungel auf. Ihr Vater erforscht dort die Bonobos (Menschenaffen).
    Als Aufständische durchs Land ziehen, wird ihr Vater erschossen und Lucy wird von Jenny, die im gleichen Dschungel geforscht hat, gerettet und nach Amerika mitgenommen.

    Lucy ist irgendwie anders und anhand der Tagebücher ihres Vaters erfährt Jenny, dass Lucys Mutter ein Bonoboweibchen ist.
    Jenny beschließt Lucy zu adoptieren und ihre Entstehungsgeschichte geheim zu halten.
    Doch durch einen Krankheitsfall kommt die Wahrheit heraus und Lucy wird zur Gejagten.

    Es war sehr interessant zu lesen wie Lucy, ganz unbedarft im Dschungel unter Menschenaffen aufgewachsen, unsere moderne und oberflächliche Welt sieht und kennenlernt. Das hat mir an dem Buch sehr gut gefallen, weil mir auch öfter solche Gedanken im Kopf herum gehen.
    Überzeugend fand ich auch die Hetzjagd als Lucys wahre Identität auffliegt.

    Ein bisschen enttäuscht hat mich das Ende.
    Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor hatte keine Lust mehr und wollte das Buch beenden. Daher habe ich einen Punkt abgezogen.

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    CarmenMs avatar
    CarmenMvor 5 Jahren
    Eine amtemberaubende Geschichte

    Lucy ist das Ergebnis eines Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen Mensch und Menschenaffe. Ihr Vater, ein englischer Forscher wird beim Ausbruch eines Bürgerkriegs im Kongo getötet. Zufällig wird Lucy von der amerikanischen Wissenschaftlerin Jenny Lowe gefunden und, noch ahnungslos, mit nach Amerika genommen. Lucy sieht aus wie andere Mädchen, ist sehr begabt und findet sich immer besser in der Welt außerhalb des Urwalds zurecht. Als sich die Wahrheit nicht mehr länger geheimhalten läßt, überschlagen sich die Ereignisse.

    Die atemberaubende Geschichte von Lucy bringt den Leser immer wieder zum Nachdenken, auch noch nachdem das Buch längst zu Ende gelesen ist. Schon während Lucy die Zivilisation kennenlernt ,stellt sie viele Fragen die durchaus berechtigt sind. Warum brauchen wir so viele Sachen, warum wird so vieles weggeworfen was man noch verwenden kann? Lucy ist sehr intelligent und liebenswert, und während des ganzen Buches wird keine einzige negative Eigenschaft von ihr bekannt. Sie ist schon fast zu gut für unsere Welt. Der bittere Beigeschmack jedoch bleibt, der moralische Zwiespalt, die Zweifel an dem was Lucys Vater getan hat, Forschungen an menschlichem Erbgut.

    Für mich bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die zu erläutern jedoch zu viel vom Inhalt verraten würden und das möchte ich künftigen Lesern ersparen.

    Ich werde das Buch auf jeden Fall wärmstens weiterempfehlen. Es ist eines der schönsten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    DieBuchkolumnistins avatar
    In Türchen Nummer 20 steckt ein fantastisches Jugendbuch aus dem dtv Verlag, von dem wir drei Exemplare verlosen: "Lucy" von Laurence Gonzales ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Lucy wächst im konglesischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Sie ist vierzehn, als ihr Vater in den blutigen Wirren des kongolesischen Bürgerkriegs umkommt. Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit in die USA. Nur langsam lernt das Mädchen aus dem Dschungel, sich an das Leben in der Zivilisation anzupassen. Und Jenny muss bald erkennen, dass Lucys Andersartigkeit tiefere Ursachen als nur ihre Erziehung hat: Wie aus den Tagebuchnotizen von Lucys Vater hervorgeht, ist Lucy das Ergebnis eines unglaublichen Experiments – die Tochter einer Affenmutter und eines Menschen, ein durch künstliche Befruchtung erzeugtes Hybridwesen. Sofort ist Jenny klar, dass niemand von Lucys wahrem Ich erfahren darf, andernfalls sind nicht nur Lucys Freiheit, sondern auch Ihr Leben in Gefahr. Durch eine Routineuntersuchung wird das Geheimnis um Lucys DNA jedoch schon bald gelüftet. Die Wahrheit lässt sich nicht länger verbergen. Lucy steht plötzlich im Rampenlicht und zieht den Hass von fundamentalistischen Christen ebenso auf sich, wie die Sensationslust der Öffentlichkeit und die Machtspiele der Politiker. Bald ist die Frage nicht mehr, ob sie ein normales Leben wie jeder amerikanische Teenager führen kann – sondern ob sie überhaupt überleben wird. http://www.magazin.dtv.de/index.php/2011/12/15/laurence-gonzales-lucy-2/ ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wenn Ihr eines der drei Exemplare von "Lucy" gewinnen wollt, dann macht doch einfach bei unserer heutigen Türchenaufgabe mit, für die Ihr wie immer bis einschliesslich 31.12.2011 Zeit habt: Von welchem Tier hättet Ihr gern welche Eigenschaft in Euch und warum?
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