Laurence Gonzales Lucy

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Inhaltsangabe zu „Lucy“ von Laurence Gonzales

Das Mädchen Lucy wächst im afrikanischen Dschungel bei ihrem Vater, einem englischen Naturforscher, in völliger Abgeschiedenheit auf. Sie ist vierzehn, als er stirbt. Durch Zufall findet die amerikanische Wissenschaftlerin Jenny sie und nimmt sie mit nach Amerika. Lucy ist hübsch und sehr begabt. Was niemand ahnt: Sie ist das Ergebnis eines unglaublichen Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen dem von Mensch und Menschenaffe. Irgendwann lässt sich das nicht mehr geheimhalten - woraufhin Medien, Militär und Wissenschaftler eine erbarmungslose Jagd auf Lucy beginnen ...

Wie es einem Menschen geht, der das Ergebnis eines Experiments ist, wird hier auf anschauliche Weise in einen Roman gepackt.

— sydneysider47
sydneysider47

Gutes Jugendbuch, das bleibenden Eindruck hinterlässt

— Kasi72
Kasi72

Bestes Buch

— Lovetoread222
Lovetoread222

Spannender Ansatz, leider bleibt die Erzählung auf Teenie Niveau

— twiwi
twiwi

ich hab es mir eben als ebook gekauft und angefangen zu lesen,es hörte sich echt spannend an.Da muss ich es nun auch lesen

— Aleena
Aleena

Durch verschiedene Rezensionen bin ich inzwischen wirklich neugierig auf dieses Buch...

— Aniday
Aniday

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  • Lucy, die aus dem Kongo kam

    Lucy
    sydneysider47

    sydneysider47

    04. September 2017 um 20:56

    Die 15-jährige Lucy ist das „Produkt“ eines Experiments des britischen Forschers Donald Stone, der im Kongo (das ist ein Staat in Afrika) das Leben und Verhalten der Bonobos – das sind Menschenaffen - erforscht. Ihm ist es gelungen, ein Wesen zu schaffen, dessen Vater ein Mensch – nämlich Donald Stone – und dessen Mutter ein Bonobo ist.  Lucy ist bei ihrem Vater im kongolesischen Dschungel aufgewachsen, hat aber auch von ihrer Mutter das Leben und Überleben im Dschungel gelernt. Eines Tages überfallen Rebellen die Forschungsstation von Donald Stone und töten ihn und Lucys Bonobo-Mutter. Lucy selbst wird von der amerikanischen Wissenschaftlerin Dr. Jenny Lowe gerettet, die selbst aus dem Kongo fliehen muss.  Jenny gelingt es, Lucy in die USA zu bringen. Dort adoptiert sie das Mädchen und bemerkt erstaunt, wie begabt Lucy ist. Sie ist sehr gebildet – aber auch sehr stark. Doch Lucy hat Probleme, sich an das Schulleben zu gewöhnen. Die Mitschüler scheinen sie zu ignorieren – aber schließlich findet sie eine Freundin, namens Amanda. Und als sie in die Ringkampfsportgruppe der Schule eintritt, scheint sie sich endlich in der Schule wohlzufühlen.   Lange Zeit weiß niemand außer Lucy und Jenny, dass Lucys Mutter ein Menschenaffe ist. Erst als Lucy eine Krankheit bekommt, die nur Menschenaffen bekommen können, droht Lucys Geheimnis ans Licht zu kommen. Doch Lucy tut das, was sie für das einzig Richtige hält: sie macht es öffentlich, dass ihr Vater ein Mensch und ihre Mutter ein Menschenaffe waren. Und auf einmal fangen die Schwierigkeiten in Lucys Leben und im Leben all jener Leute, die zu ihr stehen, richtig an…  Die Geschichte, die aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) verfasst ist, fesselte mich sofort. Es gibt viele Dialoge und die Handlung ist meistens mitreißend.  Das Buch beginnt mit den Unruhen im Kongo und damit, wie Jenny Lucy und ihre toten Eltern findet. Lucy und Jenny sind mir sympathisch, und die Handlung fasziniert mich. Ja, es ist (zum Glück) noch nicht möglich ein Wesen zu zeugen, dessen Eltern ein Mensch und ein Menschenaffe sind – aber der Autor geht der Frage nach: was wäre, wenn es möglich wäre – und welche Konsequenzen könnte das haben? Für mich ist alles glaubwürdig und wirklich rührend dargestellt.  Wer denkt, hier eine „Heile-Welt-Geschichte“ vorzufinden, der irrt. Gerade, als Lucy beschließt, über das Internet zu verbreiten, wer ihre Eltern sind, tauchen religiöse Fanatiker auf, von denen einige sie lieber tot als lebendig sehen wollen. Und auch einige Wissenschaftler sind daran interessiert, Versuche mit Lucy durchzuführen. Ob ihnen das gelingt? Ich verrate hier nichts.  Lucy war mir während der ganzen Lektüre sehr sympathisch, ich habe mich gefreut mit ihr und ich habe mitgelitten mit ihr – und ich wurde angeregt nachzudenken, wie ich persönlich zu einem Wesen stehen würde, das halb Mensch, halb Menschenaffe ist. Wobei bei Lucy die menschlichen Qualitäten mehr in den Vordergrund treten als die eines Menschenaffen.  Weiterhin habe ich überlegen müssen: was ist ein Wesen, das einen Menschen und einen Menschenaffen als Eltern hat – ist das ein Mensch oder ein Tier? Auch dieser Frage gehen Personen, die in dem Buch vorkommen, nach.  Mitten im Buch gibt es einige Kapitel, die mich gelangweilt haben. Und zwar waren das Kapitel, in denen Amanda und Lucy einige belanglose Dinge machen. Diese Kapitel erinnerten mich an diverse Mädchenbücher, die ich als Kind gelesen habe. Deswegen ziehe ich einen Stern ab.  Der Schluss hat mich erstaunt – aber nicht verärgert. Und er war nicht vorhersehbar, was ich gut finde.  Ich vergebe also dem Buch „Lucy“ vier Sterne und eine Leseempfehlung.        

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  • Absolut lesenswert

    Lucy
    Claire20

    Claire20

    01. September 2016 um 14:19

    Die Gesichte eines Mädchens, was nichts für ihre Abstammung kann, aber dennoch von sehr vielen nach ihr definiert werden. Was kann man für die eigenen Eltern und den eigenen Genen? Nichts! Wie weit darf man gehen in der Wissenschaft um neues zu entdecken und zu erforschen?! Das Buch ist wunderschön geschrieben und es bleibt einem wohl immer im Gedächnis. Man kann kaum aufhören zu lesen so spannend ist es von der ersten bis zur letzten Seite geschrieben. Man fühlt sich einfach in Geschehen hineingezogen. Dieses Buch ist absolut lesenswert und sollte, meiner Meinung nach auch in der Schule gelesen werden! Da es einem bewusst macht in was für einer Gesellschaft man lebt, auch wenn das Buch nicht expliziert auf Deutschland abziehlt, so doch auf die Machtgier der Menschen und deren Wissensbegirde die auf moralische Grenzen stößt und diese doch oft gerne außer Acht lässt. Ein absolut traumhaftes Buch, welches voller Emotionen stecht.

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  • Lucys Weg

    Lucy
    harakiri

    harakiri

    06. December 2015 um 08:20

    Krieg im Kongo - die Bonoboforscherin Jenny findet in der Hütte eines Kollegen dessen Tochter und nimmt diese mit sich nach Amerika. Lucy ist anders als andere - muss sich erst an das Leben in der Zivilisation gewöhnen. Doch warum ist sie so stark? Warum hat sie immer wieder komische Anfälle und warum versteht sie scheinbar die Sprache der Tiere? Bald überschlagen sich die Ereignisse und Lucy muss um ihr Leben kämpfen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Übergang zwischen KOngo und Amerika. Lucy besucht die Highschool und findet in Amanda eine gute Freundin. Diese führt sie in die Welt des 21. Jahrhunderts ein. Lucy lernt YouTube kennen, bekommt ein Handy und einen Laptop und wächst fortan auf wie jeder andere Teenager. Die Autorin bringt es fertig, jeden Charakter in der ihm eigenen Sprache agieren zu lassen. Die Szenen mit Lucy sind jugendlich-frisch, die Kriegsszenen beklemmend und düster und die Sprache der Wissenschaftler sachlich und kühl. Dieser Mix macht das Buch sehr abwechslungsreich und lesenswert.

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  • Lucy von Laurence Gonzales

    Lucy
    AnjaIris

    AnjaIris

    24. November 2015 um 16:17

    Eine sehr gefühlvolle, rührende und spannende Geschichte. die zum Nachdenken anregt. Ich habe lange kein so gutes Buch mehr gelesen. Die 15jährige Lucy wächst bei Ihrem Vater, einem Primaten-Forscher, im kongolesischen Dschungel auf. Als der Bürgerkrieg ausbricht, wird ihr Vater ermordet. Jenny, ebenfalls Primatenforscherin, findet das Mädchen neben einem toten Bonobo, und nimmt es mit. Sie fliehen zu einem Eingeborenen-Dorf, von wo aus sie per Funk Hilfe rufen. Jenny nimmt Lucy, ohne deren Geheimnis zu kennen, mit nach Amerika. Nachdem sie keine Angehörigen von Lucy findet, adoptiert sie das Mädchen. Inzwischen kennt sie auch ihr Geheimnis, und weiß, daß Lucy halb Mensch, halb Bonobo ist. Sie hilft ihr, sich einzugewöhnen, und zurecht zu finden. Es wird einfühlsam bbeschrieben, wie Lucy sich einlebt, und eine echte Freundin findet.Ihr Geheimnis muß sie allerdings vorerst bewahren. Als durch Zufall ihr Geheimnis auffliegt, steht Lucy plötzlich im Interesse der Öffentlichkeit.Es stellt sich die Frage, ob sie ein Mensch, oder ein Tier ist.Reporter verfolgen sie, und das Militär sperrt sie in einen Käfig , um Experimente mit ihr zu machen. Schließlich muß Lucy fliehen. Ihre Flucht, und was ihr alles zustößt, wird sehr spannend umschrieben, aber ich will nicht zu viel verraten, um anderen Lesern die Spannung nicht zu nehmen.Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.Gleichzeitig aber auch rührend, und mit viel Gefühl geschrieben. Ein wirklich wunderbares Buch.

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  • Leserunde zu "Affenbruder" von Kenneth Oppel

    Affenbruder
    aba

    aba

    Affentheater ganz anders definiert! Die Familie des 13-jährigen Ben bekommt ein neues Mitglied: das Schimpansenbaby Zan. In diesem Moment beginnt für Ben das größte Abenteuer seines Lebens... Der US-amerikanische Kinder- und Jugendbuchautor Kenneth Oppel hat mit "Affenbruder" ein Buch geschrieben, das eine Achterbahn der Gefühle bei den Lesern auslöst: Ben und Zan bringen uns Leser zum Lachen, aber auch zum Weinen. Vor allem lässt uns diese Geschichte über unseren eigenen Umgang mit Tieren nachdenken. Ihr könnt Ben und Zan jetzt im Rahmen einer Leserunde kennenlernen! Habt Ihr Lust auf ein ganz besonderes Affenabenteuer? Zum Inhalt Als Zan in die Familie Tomlin kommt, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Denn Zan ist ein Schimpansen-Baby, mit dem eine Studie durchgeführt wird: Zan soll Zeichensprache lernen. Schon bald herrscht bei den Tomlins großes Affentheater. Zan wird für Ben zum "richtigen" Bruder, den er über alles liebt und zu dem er eine enge Beziehung aufbaut. Als Zan die Erwartungen nicht erfüllt und von der Uni weiterverkauft wird, erlebt Ben die zweischneidigen Seiten von Tierversuchen und fragt sich verzweifelt: Wie weit darf die Wissenschaft Zan für ihre Zwecke einsetzen? Leseprobe Zum Autor Kenneth Oppel wurde am 31. August 1967 in British Columbia geboren. Er studierte an der University of Toronto in Ontario und lebt heute mit seiner Frau Philippa Shepphard in Cornerbrook, Neufundland. Seine liebsten Freizeitbeschäftigungen: Lesen, Filme schauen, lange Spaziergänge und Reisen. Mehr über Kenneth Oppel könnt ihr hier erfahren! Zusammen mit Beltz & Gelberg verlosen wir 25 Exemplare von "Affenbruder" unter allen, die unbedingt wissen möchten, ob dieses außergewöhnliche und gewagte Experiment gelingen wird. Was müsst ihr tun, um euch zu bewerben?* Einfach bis zum 04.08. auf diese Frage antworten: Liebe und Freundschaft zwischen Mensch und Tier: Habt ihr das selbst schon einmal erlebt? Wenn ja, mit welchem Tier und wie hat sich das für euch angefühlt? Auf eure Antworten freue ich mich und wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 2 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 448
  • Aus dem Dschungel in den Dschungel

    Lucy
    Kasi72

    Kasi72

    18. June 2015 um 00:28

    Lucy von Laurence Gonzales erschienen im DTV Deutsch von Britta Mümmler 432 Seiten ISBN: 9783423248907 Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.07.2011 Das Buch beschreibt die Wandlung des Dschungelkinds Lucy zu einem amerikanischen Teenager. Lucy fasziniert. Egal, wie und wo, Lucy findet immer wieder zum "dem großen Strom", dem pulsierenden Quell allen Lebens zurück. Er verbindet Menschen und Tiere mit der Welt um sie herum. Die Menschen haben verlernt, ihn zu sehen und zu nutzen - anders aber Lucy... Begleitet wird Lucy auf ihrer Reise von Zieh- und Adoptivmutter Jenny, der jungen Wissenschaftlerin, die Lucy unter grauenvollen Umständen aufgefunden und bei ihrer rasanten Flucht aus dem Dschungel kurzerhand mitgenommen hat. Nach einigen diplomatischen Schwierigkeiten nimmt Jenny ihren Schützling mit in ihr amerikanisches Zuhause. Für sie ist die Zivilisation ihr Zuhause, aber Lucy entstammt einer anderen Welt und so müssen beide lernen, sich zurechtzufinden und aufeinanderzu zu gehen. Überaus einfühlsam beschreibt der Autor dabei Angst und Panik von Lucy bei dem ersten Aufeinandertreffen mit der Zivilisation. Kaum scheint Lucy sich einzugewöhnen, kaum hat Jenny gelernt auf Lucy einzugehen, tut sich ein neuer Abgrund vor Jenny auf. Sie erfährt aus den Berichten von Lucys Vaters, des getöteten britischen Forschers, dass Lucy neben menschlichen Genen auch die eines Affen hat. Jenny ist hin- und hergerissen zwischen Forscherdrang und Angst und Verantwortungsbewusstsein und Selbstzweifeln. Schließlich wird ihr klar, dass Lucy nie ein Geheimnis um sich und ihre Herkunft gemacht hat. Nur richtig zugehört hat Jenny nicht... Und so muss sie erkennen, dass sie Lucy nie gefragt, ihr nie eine Wahl gelassen hat, dass sie, Jenny, verantwortlich dafür ist, dass Lucy nun bei ihr in Amerika ist...und sie beschließt, dass sie nun zu ihren Entscheidungen und zu Lucy stehen muss, ja sogar will. Aus Überraschung und Überforderung wird Verständnis und Zuneigung und am Ende des Buches eine echte Mutter-Tochter-Beziehung.  Jenny nimmt den Leser auf ihre eigene Reise mit: zu Lucy und zu sich selbst. Und schon tun sich neue Fragen: Kann Lucy in der sogenannten Zivilisation leben? Und kann die Zivilisation mit Lucy leben? Und wenn ja, wie? Tarnung und Sicherheit soll ein "normales" unauffälliges Leben bieten. Lucy muss zur Schule gehen. Hier lernt sie nicht nur Amanda, die ihre beste Freundin wird, kennen, sondern auch dass auch die sogenannte Zivilisation den Regeln allen Lebens und dem großen Strom unterworfen ist. Als Lucys Geheimnis schließlich aufgedeckt wird, ist es dann auch Amanda, die Lucy hilft ihren Kampf gegen Medien, Bürgerrechtler, Politik und Militär mit modernen Mitteln aufzunehmen. Doch letztlich müssen sie erkennen, dass die Gegner überall und übermächtig  sind. Lucy bleibt nur eine erneute Flucht... Äußerst positiv finde ich die stets einfühlsame Auseinandersetzung mit den Gefühlen und dem inneren Zwist, die mitreißende Darstellung von Angst und Panik, Liebe und Furcht... Als Jugendbuch ist "Lucy" sicher eine klare 5-Sterne-Kaufempfehlung. Als Buch für Erwachsene bleiben noch 4 Sterne, denn an einigen Punkt machen Klischees und Vorurteile, die Handlung vorhersehbar und hat zu viel Pathos und Zuckerguss. Beispielhaft dafür steht für mich das Ende des Romans mit dem Hinweis auf die Kehrseite des amerikanischen Traums, auf der "Verliererseite" mit Gefangenschaft, Ausbeutung und Flucht.

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  • Der Große Strom

    Lucy
    progue

    progue

    Im Dschungel Kongos bricht wieder einmal Krieg aus. Im letzten Moment kann sich Jenny, die dort allein lebt und Bonobos - Menschenaffen - erforscht, retten. Während ihrer Flucht vor den Rebellen stolpert sie nicht nur über die Leiche eines englischen Kollegen, sondern auch über seine minderjährige Tochter, Lucy. Sie flieht mit ihr in die Staaten, wo sie sich so lange um das Mädchen kümmern will, bis sich Angehörige gefunden haben. Mit Lucy ist es leicht, zusammen zu leben. Nachdem sie den Schock über den Tod ihres Vaters überwunden hat, entpuppt sie sich als freundlicher, aufgeschlossener, neugieriger Teenager. Manchmal ist sie sehr seltsam - sie isst Bananen mit Schale, sie ist unglaublich stark, sie kann Bäume erklimmen in Rekordzeit und sie verfügt über die Fähigkeit, anhand der Geräusche der Tierwelt und ihrer Umgebung, logische Schlüsse zu ziehen. Sie nennt es "in den Großen Strom eintauchen". Jenny glaubt lange, all das liege daran, dass sie abgeschieden von jeglicher Zivilisation allein mit ihrem Vater aufgewachsen ist und in gewisser Weise stimmt das auch. Doch da ist noch mehr an Lucy, als man auf den ersten Blick erkennt, und Jenny stößt darauf, als sie die Tagebücher von Lucys Vater durchsieht. In dem Mädchen steckt ein Geheimnis, für das Regierungen töten würden und auch werden ... Der Grundgedanke ist nicht neu, aber doch immer noch so originell, dass er neugierig auf das Buch macht. Ich wollte die Geschichte um dieses Dschungelkind wirklich mögen, doch ich hatte von Anfang an Probleme mit dem Schreibstil. Er war mir auf Dauer viel zu beschreibend. Anfangs ist das noch interessant, als Jenny bei Donnergrollen und Gewitter und Kanonenlärm erwacht, aber schon während der Flucht aus dem Kongo wurde es mühselig. Gleichzeitig ging alles immer ratzfatz. Es wird mal eben hierhin und dahin gehetzt, gesucht, gefunden, weiter geht's. Man kennt den und den, mitten im Urwald gibt's ein leistungsstarkes Funkgerät, man lässt Beziehungen spielen - hui, schon ist man in den Staaten. Das zieht sich durch das gesamte Buch. So interessant sich die Story entwickelte zusammen mit Lucy, die sich in der für sie neuen Welt zurechtfinden muss, so eintönig war die Art des Erzählens. Selten gelang es Gonzales, mich mit der Handlung ernsthaft mitzureißen, und für den kitschigen Schluss, als jedes Indianerklischee herausgezogen wurde, das existiert, gibt es auch nicht gerade Pluspunkte. Fazit: Ein Buch, dessen Thematik interessiert, bei der die Umsetzung jedoch nicht oft zu fesseln weiß. 2,5/5 Punkten.

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    • 2
  • Von Affen und Menschen

    Lucy
    harakiri

    harakiri

    04. November 2014 um 07:20

    Krieg im Kongo - die Bonoboforscherin Jenny findet in der Hütte eines Kollegen dessen Tochter und nimmt diese mit sich nach Amerika. Lucy ist anders als andere - muss sich erst an das Leben in der Zivilisation gewöhnen. Doch warum ist sie so stark? Warum hat sie immer wieder komische Anfälle und warum versteht sie scheinbar die Sprache der Tiere? Bald überschlagen sich die Ereignisse und Lucy muss um ihr Leben kämpfen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Übergang zwischen KOngo und Amerika. Lucy besucht die Highschool und findet in Amanda eine gute Freundin. Diese führt sie in die Welt des 21. Jahrhunderts ein. Lucy lernt YouTube kennen, bekommt ein Handy und einen Laptop und wächst fortan auf wie jeder andere Teenager. Die Autorin bringt es fertig, jeden Charakter in der ihm eigenen Sprache agieren zu lassen. Die Szenen mit Lucy sind jugendlich-frisch, die Kriegsszenen beklemmend und düster und die Sprache der Wissenschaftler sachlich und kühl. Dieser Mix macht das Buch sehr abwechslungsreich und lesenswert.

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  • Was heißt es eigentlich, ein Mensch zu sein?

    Lucy
    Schnutsche

    Schnutsche

    08. June 2014 um 20:01

    ~Erster Satz~ Als Jenny aufwachte, donnerte es. ~Meine Meinung~ Ich liebe es. Von der ersten Seite an fand ich dieses Buch toll und es wurde immer besser! Ich spoilere nicht gerne, deswegen kann ich nur sagen: Das Buch behandelt ein hammerhartes Thema und zeigt uns, wie unterschiedlich Menschen auf solches reagieren! Der Autor zieht vergleiche zu vergangenen Ereignissen, hat gut recherchiert und Schreibt wunderbar. Ich habe mit Lucy und den anderen Charakteren mitgefühlt, mitgelitten und so oft gedacht: "Der Autor hat so verdammt recht..." Viele Menschen reagieren fürchterlich auf "Besonderheiten" anderer Menschen.. Würde es Lucy wirklich geben, dann könnte ich mir vorstellen, dass es ihr genau so ergangen wäre, wie es der Autor uns hier erzählt, wenn nicht noch schlimmer... Aber es gibt natürlich auch die guten Menschen, die Lucy auf ihrem Weg begleiten und alles für ihr Wohlergehen tun und nicht von ihrer Seite weichen, was leider nicht immer gut ausgeht. Ich habe das Buch fast an einem Stück gelesen und konnte es nur schwer aus der Hand legen. Sehr empfehlenswert!!

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  • Interessante Einblicke

    Lucy
    Sabine17

    Sabine17

    01. March 2014 um 22:22

    Lucy wächst bis zu ihrem 15. Lebensjahr im afrikanischen Dschungel auf. Ihr Vater erforscht dort die Bonobos (Menschenaffen). Als Aufständische durchs Land ziehen, wird ihr Vater erschossen und Lucy wird von Jenny, die im gleichen Dschungel geforscht hat, gerettet und nach Amerika mitgenommen. Lucy ist irgendwie anders und anhand der Tagebücher ihres Vaters erfährt Jenny, dass Lucys Mutter ein Bonoboweibchen ist. Jenny beschließt Lucy zu adoptieren und ihre Entstehungsgeschichte geheim zu halten. Doch durch einen Krankheitsfall kommt die Wahrheit heraus und Lucy wird zur Gejagten. Es war sehr interessant zu lesen wie Lucy, ganz unbedarft im Dschungel unter Menschenaffen aufgewachsen, unsere moderne und oberflächliche Welt sieht und kennenlernt. Das hat mir an dem Buch sehr gut gefallen, weil mir auch öfter solche Gedanken im Kopf herum gehen. Überzeugend fand ich auch die Hetzjagd als Lucys wahre Identität auffliegt. Ein bisschen enttäuscht hat mich das Ende. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor hatte keine Lust mehr und wollte das Buch beenden. Daher habe ich einen Punkt abgezogen.

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  • Eine amtemberaubende Geschichte

    Lucy
    CarmenM

    CarmenM

    29. January 2014 um 13:07

    Lucy ist das Ergebnis eines Experiments, ihr Erbgut eine Kreuzung zwischen Mensch und Menschenaffe. Ihr Vater, ein englischer Forscher wird beim Ausbruch eines Bürgerkriegs im Kongo getötet. Zufällig wird Lucy von der amerikanischen Wissenschaftlerin Jenny Lowe gefunden und, noch ahnungslos, mit nach Amerika genommen. Lucy sieht aus wie andere Mädchen, ist sehr begabt und findet sich immer besser in der Welt außerhalb des Urwalds zurecht. Als sich die Wahrheit nicht mehr länger geheimhalten läßt, überschlagen sich die Ereignisse. Die atemberaubende Geschichte von Lucy bringt den Leser immer wieder zum Nachdenken, auch noch nachdem das Buch längst zu Ende gelesen ist. Schon während Lucy die Zivilisation kennenlernt ,stellt sie viele Fragen die durchaus berechtigt sind. Warum brauchen wir so viele Sachen, warum wird so vieles weggeworfen was man noch verwenden kann? Lucy ist sehr intelligent und liebenswert, und während des ganzen Buches wird keine einzige negative Eigenschaft von ihr bekannt. Sie ist schon fast zu gut für unsere Welt. Der bittere Beigeschmack jedoch bleibt, der moralische Zwiespalt, die Zweifel an dem was Lucys Vater getan hat, Forschungen an menschlichem Erbgut. Für mich bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die zu erläutern jedoch zu viel vom Inhalt verraten würden und das möchte ich künftigen Lesern ersparen. Ich werde das Buch auf jeden Fall wärmstens weiterempfehlen. Es ist eines der schönsten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

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  • Contemporary Young Adult - Wir lesen zusammen englische Jugendbücher

    Hikari

    Hikari

    Hallo ihr Lieben, zum dritten Mal in Folge, da es viele schöne Leserunden gab, startet ein neues Jahr auch mit ein bisschen englischer Literatur. Contemporary YA heißt im Prinzip nur, dass es Jugendbücher mit einer realistischen Handlung sind, also kein Fantasy o.Ä. Der Ablauf ist sehr einfach: wir sammeln von Zeit zu Zeit Buchvorschläge bis zu einem bestimmten Termin jeder kann 1 oder 2 Bücher vorschlagen jeder der Teilnehmer vergibt unter den vorgeschlagenen Büchern Punkte insgesamt 3 Stimmen mit der Wertigkeit 3 Punkte, 2 Punkte und 1 Punkt das Buch, das die meisten Punkte erhält, besorgen sich dann alle, wenn sie es nicht schon haben, und wir lesen es hier zusammen in einer Leserunde natürlich muss man nicht mitmachen, wenn das gewählte Buch nicht gefällt Wenn ihr Fragen habt, stellt sie einfach hier - dann gibt es schnellstmöglich eine Antwort. Für jede Leserunde gibt es dann später immer ein extra Leserundenthema. Bücher, die wir schon gelesen haben und daher nicht mehr vorgeschlagen werden können, sind: Elsewhere - Gabrielle Zevin (2012) The Future of Us - Jay Asher & Carolyn Mackler (2012) Babe in Boyland - Jody Gehrman (2012) Memoirs of an imaginary friend - Matthew Green (2012) The Death of Bees - Lisa O'Donnell (2013) My Life in Black and White - Natasha Friend (2013) Just one day - Gayle Forman (2013) Cracked - K.M. Walton (2013) Before I fall - Lauren Oliver (2014) Aristotle and Dante discover... - Benjamin A. Salenz (2014) AKTUELL: Leserunde beginnt: 15. Juni It's Kind of a Funny Story - Ned Vizzini

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    • 358
  • Lucy / Laurence Gonzales

    Lucy
    Lenny

    Lenny

    30. November 2013 um 21:36

    Lucy ist halb Mensch halb Affe und verliert bei einer Schießerei die Affenmutter und ihren Menschenvater. Gefunden von Jenny, die das Mädchen mit nach Hause nimmt und adoptiert. Das Buch hat mich leider nicht so ganz erreicht, ich kann nicht sagen warum, aber ich konnte mich in viele Szenen nicht richtig einfinden. Dieses Buch hat einen Aufkleber : " Empfohlen von Lovelybooks" Deshalb habe ich das Buch sofort gekauft und wie man hier auch sehen kann hat es überwiegend 5 Sterne bekommen.

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  • Rezension zu "Lucy" von Laurence Gonzales

    Lucy
    darkstar9

    darkstar9

    17. November 2012 um 11:59

    Inhalt: Jenny Lowe ist Wissenschaftlerin und studiert die Bonobos im Kongo. Doch eines Tages muss sie fliehen, denn der Bürgerkrieg ist ausgebrochen. Bei ihrer Flucht kommt sie in das Lager von Dr. Stone, auch ein Wissenschaftler, der die Bonobos erforscht. Doch zu spät, alle sind tot. Nur ein junges Mädchen, was weinend über einen Affen liegt, lebt. Jenny nimmt sie kurzerhand mit sich, steckt noch schnell ein Bild und die Notizbücher von Dr. Stone ein und beide fliehen nach Amerika, wo Jenny lebt. Da das Mädchen Lucy keine noch lebenden Verwandten mehr hat, adoptiert Jenny sie kurzerhand. Beide bauen sich langsam ein normales Leben auf. Lucy ist zwar etwas eigenartig, aber auch sehr liebenswert. Jenny schließt sie schnell in ihr Herz, doch dann erfährt sie aus den Notizbüchern von Dr. Stone, dass Lucy nicht normal ist, dass sie anders ist. Jenny hat Angst um Lucy und so beschließen beide, es zu verheimlichen. Doch eines Tages wird Lucy krank. Aber es ist eine Krankheit, die für Menschen normalerweise nicht ansteckend ist. Gentests werden gemacht und die Welt erfährt von Lucy und das sie anders ist. Doch wie wird sie auf diese Neuigkeit reagieren? Wie kam das Buch zu mir: Ich hab mir eine Leseprobe von der Leipziger Buchmesse mitgenommen. Sie war sehr interessant und so hab ich mir das Buch zum Geburtstag gewünscht. Die Aufmachung des Buches ist okay, ein normales Taschenbuch halt ohne großen Schnickschnack. Meinung: Das Buch ist beeindruckend und macht nachdenklich. Am Anfang ist es etwas wie ein Bericht geschrieben, aber bei der Zeitspanne, die es zu überbrücken geht, um auf den Punkt zu kommen, ist das okay. Das letzte Zweidrittel der Story wird immer detaillierter, fesselnder und liest sich schnell weg. Ich konnte es dann kaum noch aus den Händen legen. Es hat mich teilweise zu Tränen gerührt. Die Story an sich ist sehr realistisch geschrieben und wirft die Frage auf: was wäre, wenn es zu so etwas kommen sollte? Ich denke, genauso wie in dem Buch wird es dann ablaufen. Denn es gibt doch überall skrupellose Menschen, die kein Einfühlungsvermögen haben und nicht über den Tellerrand schauen. Und diese religiösen Spinner sind doch auch überall vertreten. Die Charaktere sind toll und realistisch beschrieben. Es gibt 2 Hauptcharaktere (Lucy und Jenny), die von 2 Nebencharaktere (Amanda und Harry) begleitet werden. Lucy ist so lebhaft, anders, aber auch teilweise so unberührt und unschuldig wie ein kleines Kind. Man kann sich gut in sie hinein versetzten und fühlt mit ihr mit. Genauso wie mit Jenny, die immer wieder Angst hat, was mit Lucy passiert. Sie wächst in ihre Rolle als Mutter hinein. Amanda und Harry runden die ganzen Story noch perfekt ab. Fazit: Wie schon oben gesagt, dass Buch ist beeindruckend. Es hinterlässt auf alle Fälle Spuren und man wird nachdenklich. Es wirft die Frage auf, wie Menschlich ist man und wie würde man selbst reagieren? Also kann ich es jeden nur ans Herz legen, es zu lesen, wer aber nur „leichte Kost“ lesen will, sollte die Finger davon lassen, denn wie gesagt, es regt zum nachdenken an!

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  • Rezension zu "Lucy" von Laurence Gonzales

    Lucy
    DisasterRecovery

    DisasterRecovery

    11. June 2012 um 15:05

    Erst einmal finde ich, lässt sich das Buch sehr schön und flott lesen. Vom Schreibstil des Autors bin ich wirklich begeistert. Die Geschichte mit ihrer Thematik ist sehr spannend und regt einen wirklich zum Nachdenken an. Ich hatte Lucy schon von Beginn an sehr lieb gewonnen. Ich finde das Buch beschreibt außerdem sehr treffend wie grausam, beschränkt, gefühllos und dumm Menschen wirklich sein können. Ein tolles Buch, absolut empfehlenswert!

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