Laurence Heller , Aline LaPierre Entwicklungstrauma heilen

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Inhaltsangabe zu „Entwicklungstrauma heilen“ von Laurence Heller

Frühe traumatische Erfahrungen beeinträchtigen unsere Fähigkeit, mit uns selbst und mit anderen in Kontakt zu sein. Auf diese Weise werden unsere Lebenskraft und Lebendigkeit eingeschränkt, worauf die meisten psychologischen und viele körperliche Probleme beruhen. Das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM), ein neues therapeutisches Werkzeug zur Traumaheilung, stärkt die Fähigkeit zur Selbstregulierung und ermöglicht die Entwicklung eines gesünderen Selbstbildes. Dieses Buch wendet sich an alle, die daran arbeiten, Entwicklungstraumen zu heilen, oder die neue Werkzeuge suchen, um Selbstwahrnehmung und das eigene Wachstum zu unterstützen. Das von Laurence Heller entwickelte Neuroaffektive Beziehungsmodell (NeuroAffective Relational Model, NARM) ist ein umfassender Ansatz für die Arbeit an Entwicklungs-, Bindungs- und Schocktraumen, der die Vergangenheit eines Menschen zwar nicht ignoriert, bei dem die Betonung jedoch auf der Arbeit im Hier und Jetzt liegt. Die ressourcenorientierte Methode ist eine auf somatischen Grundlagen basierende Psychotherapie, die hilft, dysfunktionale Anteile wahrzunehmen, ohne dass diese zum Hauptthema der Therapie werden. Das Verfahren betont unsere Stärken, Fähigkeiten und Resilienz und setzt an der Regulierung des Nervensystems an. Ein Fokus von NARM liegt auf den fünf biologischen Grundbedürfnissen jedes Menschen: Kontakt, Einstimmung, Vertrauen, Autonomie und Liebe/Sexualität. Werden diese Bedürfnisse in der kindlichen Entwicklung nicht ausreichend genährt, leiden Selbstregulierung, Identität und Selbstachtung. In dem Maß, in dem die Fähigkeit zur Befriedigung der Grundbedürfnisse nicht reifen kann, entwickeln wir statt einer erfüllenden Lebensweise Überlebensstrategien, die unsere Erfahrungen in der Gegenwart verzerren und Fragmentierung und Entfremdung bewirken. Die fünf Kernressourcen können mithilfe von NARM nachreifen, sodass sich nicht länger das Gefühl einstellt, Opfer der eigenen Geschichte zu sein. Identitätsverzerrungen wie geringes Selbstwertgefühl, Scham und chronische Selbstverurteilung können sich auflösen, zugleich wachsen die Beziehungsfähigkeit und gesunde Ausdrucksformen unserer Lebendigkeit.

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    Entwicklungstrauma heilen

    olli2308

    11. February 2014 um 17:49

    Fast ein Leben lang habe ich unter Selbstwertproblemen und Suchtverhalten gelitten, war ich gehemmt im Kontakt, fühlte ich mich mir selbst und der Welt fremd, hatte ich das unbestimmte Gefühl, mit mir stimmt etwas nicht. Auch jahrelange Therapie hat an diesem Grundgefühl „ich bin nicht ok“ nichts geändert, bis ich auf dieses wunderbare Buch gestoßen bin. Ich kann das Buch allen empfehlen, die frustriert von ihren mangelnden Therapieerfolgen sind (und vielleicht sogar schon therapieresistent), denn die haben wahrscheinlich ein Entwicklungstrauma erlitten, ohne davon bewusst etwas mitbekommen zu haben. Denn diese Traumata kommen sehr subtil daher, setzten sich dafür aber umso hartnäckiger fest, weil sie sich in einer Anpassungsleistung oder Überlebensstruktur ausdrücken, die einem in der Kindheit hilft, emotional und seelisch zu überleben. Jetzt endlich habe ich eine Erklärung für mein Fremdheitsgefühl gefunden und auch eine wunderbare Methode, dieses Gefühl aufzulösen, woran ich fast nicht mehr geglaubt hätte. Ich habe nämlich eine Autonomie-Überlebensstruktur entwickelt, weil ich Unabhängigkeit und Autonomie in der Kindheit nicht voll entwickeln konnte. Ich bin in einem autoritären, rigiden Elternhaus aufgewachsen, wo die Eltern immer wussten, was das Beste für mich ist. Habe ich mich mal widersetzt, wurde ich beschimpft, bestraft und mit Liebesentzug „belohnt“. So habe ich schnell gelernt, eine gutmütige Fassade zu entwickeln und zu allem „Ja“ zu sagen, während dahinter ein heimliches Ich entstanden ist, in dem versteckter Groll und ein uneingestandenes „Nein“ brodelten. Diese Fassade, Rolle oder Maske habe ich so perfektioniert, dass sie mir zur zweiten Natur geworden ist. Jetzt hatte ich zwar Ruhe und bekam keine Kritik mehr, fühlte mich aber in Beziehungen zu anderen Menschen seltsam unlebendig und wie entfremdet von mir selbst. Jetzt konzentriere ich mich darauf, in meinen Beziehungen ehrlich und geradeheraus zu sein und meine Bedürfnisse direkt auszudrücken, statt indirekt und manipulativ von hinten durch die Brust zu kommen. Neben der Autonomie-Überlebensstruktur haben die amerikanischen Psychologen Laurence Heller und Aline Lapierre noch vier weitere Überlebensstrukturen ausgemacht, die sich aus den biologischen Kernbedürfnissen ergeben. Je nachdem welches Kernbedürfnis in der Kindheit nicht befriedigt wurde, entwickelt das Kind eine Kontakt-, eine Einstimmungs-, eine Vertrauens- oder eine Liebe und Sexualität-Überlebensstruktur. Meistens kommt es zu einer Vermischung verschiedener Überlebensstrukturen, weil verschiedene Kernbedürfnisse in der Kindheit nicht erfüllt wurden. Das von Laurence Heller und Aline Lapierre entwickelte neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM) ist eine körperlich orientierte psychotherapeutische Methode, die einerseits die Barrieren ermitteln will, die zu der Beziehungsstörung führen und die andererseits gesunde Ausdrucksformen von Lebendigkeit unterstützen will. Sie greift dabei hauptsächlich auf den Trauma-Therapeuten Peter Levine und seine ganzheitliche Methode »Somatic Experiencing« zurück, die er in seinem Buch »Sprache ohne Worte« beschreibt. Das neuroaffektive Beziehungsmodell will die auf Scham basierenden Identifizierungen und auch die auf Stolz basierenden Gegenidentifizierungen als Illusion enttarnen und die fünf Kernbedürfnisse, die gleichzeitig Kernressourcen sind, wieder freilegen. Dazu bedarf es der Schulung des somatischen Wahrnehmens, der Hinwendung zu den gespürten Körperwahrnehmungen (Felt Sense) und dem Körpererleben, dem sogenannten Buttom-Up-Therapieansatz, der einen Informationsfluss vom Stammhirn (instinktive Reaktionen) über das limbische System (Affekte, Emotionen) bis zum Neokortex (Glaubenssätze, Identifizierungen, Wertungen) freisetzt. Das reguliert das Nervensystem neu und beeinflusst damit auch unsere Emotionen und Gedanken. Parallel zu dieser Buttom-Up Ausrichtung wird auch ein Top-Down-Prozess in Gang gesetzt, der umgekehrt verläuft und den Fokus auf die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität richtet. Zur Identität gehören die auf Scham basierenden Identifizierungen und die auf Stolz basierenden Gegenidentifizierungen. Sind diese bewusst gemacht und akzeptiert, können sie sich auflösen. Dies wiederum beeinflusst das limbische System und das Stammhirn, sodass ein Heilungskreislauf in Gang gesetzt wird.

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