Laurent Seksik

 4.2 Sterne bei 24 Bewertungen
Autorin von Vorgefühl der nahen Nacht, Der Fall Eduard Einstein und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Laurent Seksik

Laurent Seksik wurde 1962 in Nizza, Frankreich geboren. Er studierte Medizin und arbeitete während seiner Assistenzarztzeit an verschiedenen Krankenhäusern in Paris. Seinen Master in Nuklearmedizin absolvierte er nach einer Pause, während der er 1999 seinen Debütroman »Les Mauvaises Pensées« (frei übersetzt »Die schlechten Gedanken«) veröffentlichte. Außerdem arbeitete er auch als Redakteur und Herausgeber sowie in der medizinischen Praxis. Einige Zeit später, im Jahr 2008, veröffentlichte er eine Biographie von Albert Einstein, zwei Jahre später von Stefan Tweig mit dem Titel »Vorgefühl der nahen Nacht«, die im Mai 2011 bei Blessing auf deutsch erschienen ist.

Alle Bücher von Laurent Seksik

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Laurent SeksikVorgefühl der nahen Nacht
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Vorgefühl der nahen Nacht
Vorgefühl der nahen Nacht
 (11)
Erschienen am 18.05.2011
Laurent SeksikDer Fall Eduard Einstein
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Der Fall Eduard Einstein
Der Fall Eduard Einstein
 (7)
Erschienen am 12.05.2014
Laurent SeksikDie letzten Tage von Stefan Zweig
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Die letzten Tage von Stefan Zweig
Die letzten Tage von Stefan Zweig
 (4)
Erschienen am 01.02.2016
Laurent SeksikDie besondere Gabe des Nathan Lewinski
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Die besondere Gabe des Nathan Lewinski
Laurent SeksikLes derniers jours de Stefan Zweig. Vorgefühl der nahen Nacht, französische Ausgabe
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Les derniers jours de Stefan Zweig. Vorgefühl der nahen Nacht, französische Ausgabe
Laurent SeksikLa légende des fils
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La légende des fils
La légende des fils
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Erschienen am 21.08.2013
Laurent SeksikThe Last Days
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The Last Days
The Last Days
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Erschienen am 29.08.2013
Laurent SeksikLe cas Eduard Einstein
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Le cas Eduard Einstein
Le cas Eduard Einstein
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Erschienen am 27.02.2014

Neue Rezensionen zu Laurent Seksik

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Duffys avatar

Rezension zu "Vorgefühl der nahen Nacht" von Laurent Seksik

Zweigs Asyl in Brasilien
Duffyvor 3 Jahren

Nach seiner Flucht über Amerika und England kam Stefan Zweig 1940 mit seiner zweiten Frau Lotte nach Brasilien. Dort sollte er endlich den Frieden finden, der seiner verfolgten Seele so fehlte. doch das Exil in einem kleinen Ort, malerisch und ideal gelegen, stellte sich nicht als der Befreiungsschlag heraus, der er sein sollte, denn nun plagten auch die Geister seiner toten oder mit ungewisser Zukunft geschlagenen Freunde den Ausnahmeschriftsteller.
Seksik schildert mit einer fast zeitzeugenartigen Intensität die Gewissenskämpfe, denen Zweig unterworfen war. Er beleuchtet die brasiliansche Zeit auch aus der Sicht seiner jungen Frau, die ihm in fast unterwürfiger Form ergeben war, dennoch unter dem grüblerischen und leidenden Zweig genauso litt wie unter ihrer Krankheit der Atemwege. Sensibel und mit teilweise mit erschütternder Deutlichkeit schreibt der Autor über die Ausweglosigkeit, die in den kollektiven Freitod des Paares führt. Ein eindringlicher und nachhaltiger Roman, dessen Intensität die wahre Kunst des Schreibers Seksik ausmacht.

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Karokoenigins avatar

Rezension zu "Der Fall Eduard Einstein" von Laurent Seksik

Interessanter Familienroman!
Karokoeniginvor 4 Jahren

Kurzinformation


Titel: Der Fall Eduard Einstein

Autor: Laurent Seksik

Seiten: 327 Seiten

Preis: 18,99€
Verlag: Blessing Verlag

ISBN: 978-3-89667-520-0



Klappentext


Als Eduard Einstein wegen unkontrollierbarer psychotischer Anfälle in eine Heilanstalt bei Zürich eingewiesen wird, lebt und forscht sein Vater in Berlin. Albert Einstein hat neu geheiratet und ist auf der Höhe seines Ruhmes als Naturwissenschaftler. Nur ein einziges Mal findet er noch Gelegenheit, seinen Sohn zu besuchen, der sich tief verkannt fühlt.



Meine Meinung


„Auch in Walsers Augen haben Berühmtheit und die Tatsache, dass man gelesen und verehrt wird, nur wenig Bedeutung.“ (S. 298)


„Der Fall Eduard Einstein“ ist ein Roman größtenteils über das Leben des an Schizophrenie erkrankten Sohnes des berühmten Naturwissenschaftler. Immer wieder werden aber auch Szenen aus dem Leben und der Gedankenwelt seiner Eltern – Mileva Maric und Albert Einstein – geschildert, die Eduards Leiden aus einer anderen Sicht widerspiegeln.

Das gesamte Werk beruht außerdem auf Tatsachen und ist somit nicht sehr fiktiv. Dadurch liest es sich an einigen Stellen etwas schwierig und lässt sich auch nicht als spannend bezeichnen, doch auf seine Art und Weise ist dieser Roman wirklich gut gelungen.

Er bietet nicht nur einen Überblick über das private Leben der Familie Einstein, sondern auch über die damalige Wissenschaft und die Behandlungsmethoden im Bereich der Geisteskrankheiten. Berühmte Persönlichkeiten wie Sigmund Freud oder Oppenheimer finden Erwähnung durch ihre Verbindung zu Albert Einstein.


„Sein ganzes Leben war ein Kampf, um die Ordnung der Dinge zu verändern. Nichts kann Eduards Unordnung ändern.“ (S. 292)


Besonders spannend empfand ich persönlich, wie Albert Einstein zu seinem Sohn Eduard stand. Die Beziehung wird in meinem Augen als sehr schwierig beschrieben, da der Vater sich nicht mit der Krankheit des Sohnes abfinden kann. Immer wieder wird wieder wird beschrieben, dass Einstein den Grund für die Krankheit auf Familie seiner Exfrau Mileva schiebt, deren Schwester in der gleichen Anstalt behandelt wurde, wie Eduard später.

In meinen Augen wird deutlich, dass Einstein mit seiner Einwanderung in die Vereinigten Staaten nicht nur vor dem Nationalsozialismus in Deutschland geflohen ist, sondern auch vor der Konfrontation mit seinem Sohn, der ein sehr schlechtes Bild von seinem Vater entwickelt hat. Dies erklärt sich für mich dadurch, dass er seine Mutter sehr geliebt hat und seinem Vater die Schuld für die Scheidung gab.


„Das bedeutet, dass ich dreiundzwanzig Jahre mit einem nahestehenden Vater und zweiundzwanzig Jahre ohne einen nahestehenden Vater gelebt habe. Nun frage ich Sie, der Sie in Mathematik genauso bewandert sind wie in Philosophie: Kann man sagen, dass ich einen nahen Angehörigen verloren habe?“ (S. 311)


Der Autor schlägt zum Ende hin einen deutlichen Bogen zur letzten Begegnung zwischen Eduard und seinem Vater zweiundzwanzig Jahre zuvor, sodass die Handlung dadurch inhaltlich abgeschlossen und schlüssig wird. Es scheint beinahe, als würde der Sohn seinen Vater nun verstehen können, auch wenn das durch Eduards Krankheitsbild doch schwer vorstellbar ist.


An einigen Stellen ergaben sich für mich einige Unstimmigkeiten. So war ich bis zur Hälfte des Buches davon überzeugt, dass Eduard der ältere und Hans Albert der jüngere Sohn Einsteins war, obwohl sich im Nachhinein herausstellte, dass es genau andersherum war. Außerdem tauchte zum Ende hin plötzlich eine „Margot“ als Einsteins Schwiegertochter auf, während Hans Alberts Frau zuvor auf den Namen „Frieda“ hörte.

Von Zeit zu Zeit behandelt „Der Fall Eduard Einstein“ eine sehr große Zeitspanne in der wenig Text, was zunächst für Verwirrung sorgte. Insgesamt schildert der Roman eine Zeit von vierunddreißig Jahren und die Zeitsprünge werden nicht immer gleich deutlich.

Bis auf diese Punkte konnte der Roman mich allerdings voll und ganz überzeugen. Es ist eine interessante Schilderung über das Leben der Familie Einstein oder eher über den „Untergang“ der Familie Einstein, den ich sehr gerne gelesen habe.

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vielleser18s avatar

Rezension zu "Der Fall Eduard Einstein" von Laurent Seksik

Berührend
vielleser18vor 4 Jahren

Albert Einstein trennt sich von seiner Frau Mileva, als seine Söhne 10 und 4 Jahre alt sind. Der jüngere, Eduard, kommt über diese Trennung nie weg. Er ist musisch und intelligent, jedoch auch sehr empfindsam. Als er 19 ist wird bei ihm Schizophrenie diagnostiziert. Er kommt in die Heilanstalt Burghölzi, nahe Zürich, wo er mit seiner Mutter lebte. Die meiste Zeit seines restlichen Lebens wird er dort verbringen. Seinen berühmten Vater sieht er im Alter von 20 Jahren das letzte Mal, obwohl beide noch Jahrzehnte leben.

Laurent Seksik hat sich über viele Quellen ein Bild von Eduard Einstein gemacht und diese Erkenntnisse in einen nur teilweise fiktiven Roman verarbeitet. Er lässt in diesem Roman nicht nur Eduard Einstein "zu Wort"kommen, sondern auch Albert Einstein und die Mutter Mileva Maric. So kann der Leser sich mit vielen Empfindungen, Meinungen und Beweggründen vertraut machen und sich ein eigenes Bild machen.

Albert und Mileva haben beide früh geheiratet, beide waren Anfang zwanzig. Das einzige, was sie verbunden hat, war die Liebe zur Wissenschaft, zur Physik. Er heiratet sie 1903 gegen den Willen seiner Familie. Doch nach zehn Jahren scheiterte die Ehe. Albert Einstein heiratete in zweiter Ehe Elsa und blieb bis zur Emigration in Berlin. Mileva hingegen blieb mit ihren zwei Söhnen in Zürich und widmete ihr Leben dem kranken Sohn.

Albert Einstein konnte mit der Geisteskrankheit seines Sohnes nicht umgehen, er vermied den direkten Kontakt zu ihm, wiech ihm aus. Allerdings ließ er sich regelmäßig über Dritte über ihn informieren. Gekonnt werden  seine inneren Spannungen, sein Zwiespalt, seine Zweifel, aber auch sein Leben dargestellt.

Laurent Seksik hat mit diesem Roman ein Leben im Schatten eines berühmten Vaters nacherzählt. Bedrückend  und grauslig erscheinen uns heute die damaligen Behandlungsmethoden, die bei Eduard Einstein angewendet wurden. Durch die fiktive Erzählweise, die eingebauten Dialoge, vor allem die abwechselnden Sichtweisen ( in der Ichform von Eduard, distanziertere und dennoch ergreifende 3.-Person-Erzählung von Albert und Mileva) gelingt es ihm die biographischen Fakten dem Leser eindringlich und anschaulich zu vermitteln.

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