Laurie Frankel Das Alphabet der Freundschaft: Roman

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Inhaltsangabe zu „Das Alphabet der Freundschaft: Roman“ von Laurie Frankel

Als die Doktorandin Jill ungewollt schwanger wird, ist nur auf ihre zwei besten Freundinnen Verlass. Zu dritt wollen sie das „Abenteuer Kind“ meistern – und haben es sich vielleicht ein bisschen zu einfach vorgestellt. Denn kaum geboren, hebt der kleine Atlas die Welt seiner drei Mütter komplett aus den Angeln!
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  • Das Alphabet der Freundschaft

    Das Alphabet der Freundschaft: Roman

    Sunangel

    30. March 2014 um 13:50

    In dieser Geschichte erzählt Janey von ihr und ihren zwei Freundinnen Katie und Jill. Jill ist die Mutter von Atlas. Sie ist zwar eine sehr liebe junge Frau und tut alles was in ihrer Macht steht, aber sie kann sehr egoistisch sein und verlangt von ihren Freundinnen manchmal zuviel. Für ist sie ist es selbstverständlich, dass Katie und Janey immer zur Stelle sind. Ich bin mit ihr nicht richtig Warm geworden und besonders zum Ende hin, konnte ich einige Reaktionen von ihr nicht ganz nachvollziehen. Katie ist der Familienmensch, die endlich den perfekten Mann haben möchte, um eine Familie zu gründen. Sie fragt sich immer wieviel Frösch sie noch küssen muss, bis der Richtige kommt. Manchmal ist sie sehr schnell für etwas Feuer und Flamme, die Begeisterung lässt dann aber schnell wieder nach. Janey ist die gute Seele, sie verwöhnt alle mit ihren Kochkünsten und legt sich auch besonders für Atlas ins Zeug. Sie lässt sich oft ausnutzen und traut es sich nicht zu sagen. Sie ist sehr sensibel und manchmal hatte man den Eindruck, dass sie etwas traurig ist. Auch die weiteren Protagonisten wurden mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Niemand wurde oberflächlich dargestellt, sondern man hat immer etwas über den jeweiligen Charakter erfahren. Sie helfen alle mit, aber holen die drei Freundinnen auch mal auf den Boden der Tatsachen zurück. Es gibt Höhen und Tiefen, doch es wird gezeigt, dass sich Alles mit den richtigen Worten und Gesten klären lässt. Als Leser wird man angeregt, auch selber über Probleme und Konflikte nachzudenken und nicht nur aneinander vorbei zu reden, sondern Andere aktiv ernster zu nehmen. Natürlich hält die Geschichte auch ein paar Überraschungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet habe, was mir sehr gut gefallen hat. Das Cover ist zudem wunderschön und spiegelt die jeweiligen Charaktere der Freundinnen wieder. Katie, Janey und Jill sind sehr unterschiedlich, doch gerade deshalb ergänzen sie sich. Was die eine nicht kann, übernimmt einfach die andere. Schon alleine die Farben sind einfach unbeschreiblich schön. FAZIT: Wer eine Geschichte über die Wärme der Freundschaft lesen möchte, ist bei Laurie Frankels 'Das Alphabet der Freundschaft' genau richtig. Es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, wie in einer Freundschaft auch, doch gerade das ist ja das Wichtige, um im Leben zu reifen. Vertrauen, Zusammenhalt und Ehrlichkeit bilden das Grundgerüst einer wunderschönen Story, die mich vollends in den Bann ziehen konnte.

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  • Einfach schön.

    Das Alphabet der Freundschaft: Roman

    Wonder_

    12. February 2014 um 19:13

    "Das Alphabet der Freundschaft" gehört zu den wenigen Büchern, die man mit dem Gefühl beendet, etwas Wertvolles mitgenommen zu haben. Wehmütig liest man die letzte Seite, wohl wissend, dass die Geschichte vorbei ist, doch aus dem Kopf geht sie einem noch lange nicht. Man erlebt in dieser Geschichte so viel Freude, aber auch so viel Leid, und dennoch bleibt nach Beenden des Romans nur ein Gedanke: Einfach schön. Ein außergewöhnliches, ansprechendes und aussagekräftiges Cover und ein Titel, der nachdenklich stimmt. Hier wurde absolut alles richtig gemacht und ich hätte mir sofort die Print-Ausgabe des Buches geholt, wenn es denn eine gäbe. Dieses Buch ist ein klares Beispiel dafür, wie intensiv man sich während dem Lesen mit den Figuren auseinandersetzt. Zaghaftes herantasten am Anfang und eine tiefe Verbundenheit am Ende, geben einem das Gefühl, die Figuren wirklich und wahrhaftig kennenzulernen. In die Protagonistin und Ich-Erzählerin Janey versetzt man sich so sehr hinein, dass man komplett mit ihr verschmilzt. Im Verlauf der Geschichte wird man zu Janey, teilt ihre Empfindungen, Gedanken und Erlebnisse, und nimmt sie gar nicht mehr als eigenständige Figur wahr. Janey ist der ruhige Pol des Dreiergespanns, herzlich, zuverlässig und stets darum bemüht, dass eine angenehme und harmonische Atmosphäre herrscht. Sie ist der Typ Freundin, den sich jeder wünscht. Sie ist immer für alle da und stärkt ihnen den Rücken, tut alles in ihrer Macht stehende, um ihre Lieben glücklich zu machen. Ihre beiden Freundinnen Katie und Jill könnten unterschiedlicher nicht sein und so fliegen zwischen ihnen auch hin und wieder die Fetzen. Katie ist Mormonin, verzweifelt auf der Suche nach dem Mann ihrer Träume. Dabei bringt sie regelmäßig einen ganzen Date-Marathon hinter sich, doch Mr-Right will einfach nicht dabei sein. Sie vertritt strikt ihre Ansichten, lässt aber ihre Mitmenschen leben, wie sie sind, auch wenn sie sich dennoch ihr Urteil über sie bildet. Jill dagegen ist ein wirkliches Nervenbündel. Ihre knallharte Ehrlichkeit ist zwar genau das, was ihre Freunde so an ihr lieben, doch oft stößt sie sie damit auch gewaltig vor den Kopf. Sie genießt die Fürsorge und Aufmerksamkeit von Janey und Katie, doch zurückgeben tut sie nur wenig. Jede der jungen Frauen ist auf ihre ganz eigene Art sehr speziell und auf den ersten Blick wirken sie wohl etwas sehr überzogen, doch das Buch beweist einem das Gegenteil. Sie weisen so viel Tiefe und Charakter auf, dass sie buchstäblich zum Leben erwachen. Die Nebenfiguren, von denen es in diesem Buch eine ganze Menge gibt, stehen den dreien aber in nichts nach. Sei es nun das schwule Pärchen, Janeys Großmutter, Katies Exfreund, der Vater des Babys, sie alle wirken durchweg authentisch, überzeugend und schlichtweg perfekt.   Wo soll man nur anfangen zu erzählen? Diese Frage stellt sich nicht nur mir, sondern auch in dem Buch. Denn obwohl die hauptsächliche Handlung mit Jills Schwangerschaft beginnt, liegen die Anfänge der Geschichte doch viel weiter zurück. In diesem Buch findet man so ein gewaltiges Aufgebot an Ereignissen, dass man mit dem Zusammenfassen gar nicht hinterherkommt, und dem Buch auch in keinem Fall gerecht werden könnte. Kurz gesagt geht es tatsächlich um Jill und ihr Baby Atlas, die drei Freundinnen, die zusammenziehen, um gemeinsam für den Kleinen zu sorgen und dabei so allerhand durchstehen müssen. Doch wie gesagt, das wird dem Buch nicht einmal annähernd gerecht. Die Geschichte ist unheimlich komplex, bietet schier endlose Handlungsstränge, handelt von einer ganz besonderen Patchwork-Familie, aber eigentlich von so viel mehr als das. Der Roman bietet alles von schier unendlicher Freude, über tiefe Trauer, bis zu gemächlichem Alltagstrott. Man lebt das Leben der Figuren mit, taucht völlig in ihre Welt ein und wird ein Teil davon. Die Geschichte begleitet einen auch im Alltag, beschäftigt, stimmt nachdenklich und gibt einem so viel mehr, als bloße Unterhaltung. Trotz einiger Logikfehler ist der Roman in meinen Augen wirklich perfekt gelungen. Wegen Büchern wie "Das Alphabet der Freundschaft" lese ich, denn wenn man mit dem Gefühl ein Buch beendet, einen Teil der Geschichte für immer mit sich zu tragen und etwas Wertvolles dadurch gewonnen zu haben, dann weiß man, dass man ein Meisterwerk in den Händen hält. Uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits. Laurie Frankel ist Literaturdozentin, was sowohl ihrem Schreibstil selbst, als auch vor allem in Janeys Worten deutlich zu merken ist. In Janey scheint eine ganze Menge der Autorin zu stecken und mit ihren Worten, trifft sie einen wirklich ins Mark. So viele Passagen in nur einem Buch, die so viel Stoff zum Nachdenken bieten. Auch hier kann ich nur eines sagen: Ich bin restlos begeistert.

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