Mit „Hold me in Summer“ beweist Laurie Gilmore einmal mehr, dass sie die unangefochtene Königin der gemütlichen Wohlfühl-Vibes ist. Diesmal führt uns die Reise zurück nach Dream Harbor, wo wir Archer begleiten – einen Mann, der eigentlich zwischen Gourmet-Tellern und Sterneküche zu Hause ist, plötzlich aber feststellen muss, dass sein wichtigstes Projekt eine fünfjährige Tochter namens Olive ist.
Was mir an der Geschichte besonders gefallen hat, ist die unaufgeregte Art, wie ernste Themen wie Trauer und die Angst vor dem Versagen in der Vaterrolle mit einer unglaublichen Leichtigkeit verwoben werden. Es ist kein klassisches Drama, sondern eine Erzählung über das Ankommen. Dass ausgerechnet Iris, die selbst noch nach ihrem Platz im Leben sucht, als Nanny einspringt, sorgt für eine wunderbare Dynamik. Die Chemie zwischen dem eher kühlen, strukturierten Archer und der quirligen, manchmal herrlich verpeilten Iris knistert von Beginn an, ohne die eigentliche Handlung zu überlagern.
Zum Schreibstil: Gilmore schreibt so einladend, dass man das Gefühl hat, direkt am Tresen des Pancake-House zu sitzen und den Duft von Ahornsirup in der Nase zu haben. Die Sprache ist lebendig, modern und emotional treffsicher. Besonders der Wechsel der Perspektiven ermöglicht es, die inneren Mauern von Archer und den Mut von Iris hautnah mitzuerleben. Wer Lust auf eine „Slow Burn“-Romanze hat, die sich wie eine warme Decke um einen legt, wird dieses Buch lieben. Ein echtes Highlight für alle, die für eine Weile der Realität entfliehen wollen.





















