Sprich

von Laurie Halse Anderson 
4,0 Sterne bei134 Bewertungen
Sprich
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_EilonEmiliah_s avatar

Melinda schweigt, zieht sich zurück, verstümmelt sich, schwänzt die Schule. Nur langsam kommt die wahre Geschichte ans Licht.

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Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll.

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Inhaltsangabe zu "Sprich"

Ein Roman über die Folgen einer Vergewaltigung - vor allem aber die Geschichte eines Mädchens, das mit viel Ironie über den Alltag an einer High-School berichtet.

Es ist Melindas erstes High-School-Jahr und sie hatte sich darauf gefreut. Doch jetzt ist alles wie ein böser Traum: Von ihrer Freundin wird sie geschnitten, die neuen Mitschüler reagieren abweisend. Melinda gilt als Zicke, seit sie auf jener Party die Polizei gerufen hat, aber nicht sagen wollte, warum. Sprechen kann und will sie darüber nicht. Es dauert ein Jahr, das ganze Schuljahr, bis Melinda ihre Sprache wieder findet - und mit ihr die Kraft, sich zu wehren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407789082
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:14.06.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    _EilonEmiliah_s avatar
    _EilonEmiliah_vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Melinda schweigt, zieht sich zurück, verstümmelt sich, schwänzt die Schule. Nur langsam kommt die wahre Geschichte ans Licht.
    Unumgehbarer Coming of Age Roman

    "Sprich" erzählt die Geschichte von Melinda, die nach einer von der Polizei beendeten Party, von der ganzen Schule als schräge Spaßverderberin gemieden wird. Zurecht? Melinda schweigt, zieht sich zurück, verstümmelt sich, schwänzt die Schule. Nur langsam kommt die wahre Geschichte ans Licht.

    Erzählstil:
    Wir verfolgen die Geschichte aus Melindas Perspektive, was unsanfte Einblicke in ein aufgwühltes, zerrüttetes Mädchen liefert. Ein Schicksal, das wir niemandem wünschen würden. Laurie Halse Anderson schafft es, den Leser in Melindas bedrückender, eingeengter Realität zu fesseln, bis man nur noch schreien möchte "Helft ihr doch, ihr blinden Kinder!"
    5 Sterne

    Charaktere:
    Vom beliebten Mädchen zur meistgemiedenen Verrückten - Melinda fügt sich in ihre neue Rolle, als würde sie es gar nicht anders wollen. Nur langsam versteht der Leser, dass sie zu verletzt ist, um sich mit Worten gegen die Misschatung ihrer Mitschüler zu wehren.
    David ist mein kleiner Sonnenschein in diesem Buch. Er beweist, dass Streber ein großes Herz besitzen und manchmal mehr sehen, als andere.
    Melindas Eltern und die meisten Lehrer sind eine grausame aber leider wahre Darstellung der Realität. Erwachsene müssten viel mehr auf die kleinen Veränderung im Leben von Jugendlichen achten. Einfühlsamer sein. Nicht alles wie eine pubertierende Phase abtun.
    5 Sterne

    Inhalt:
    Dieses Buch ist keine leichte Kost. Es sprich Mobbing, sozialen Ausschluss und Vergewaltigung an. Alles Themen, vor denen wir unsere Kinder gerne bewahren würden. Aber sie sind auch wichtig, damit unsere Kinder verstehen, dass es manchmal nicht einfach ist, einen Gefühlszustand zu erklären, oder wie sehr mangelnde Aufmerksamkeit einen Menschen verletzen kann.
    5 Sterne

    Fazit:
    Ein starkes, bedrückendes Buch. Melindas Schrei wirkt auch für den Leser wie ein Befreiungsschlag.
    5 Sterne


    [Diese Rezension findet ihr auch unter meinem Pseudonym _serafina_ auf Lesejury: http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/134644/User]

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    Laennards avatar
    Laennardvor 2 Jahren
    Sprich

    Mein absolutes Lieblingsbuch seit zwei Jahren ist "Wintermädchen" von Laurie Halse Anderson. Und erst jetzt habe ich ein weiteres von ihr gelesen - und definitiv nicht bereut. Habe jetzt auch vor, mir mal den Film dazu näher anzuschauen.Ich muss aber sagen: das hier reicht nicht an "Wintermädchen" ran. Sprachlich natürlich ähnlich fantastisch, erreicht aber hier noch nicht diesen Höhepunkt wie in meinem Lieblingsbuch.Dennoch haben mich wieder einzelne Sätze sehr, sehr berührt. Laurie Halse Anderson ist und bleibt ein Vorbild für mich, was das Schreiben betrifft.
    Der Roman ist sehr ruhig. Ich fand die ersten paar Seiten sogar fast etwas langweilig, doch irgendwann ging das Lesen dann doch schneller. Auch hier behandelt die Autorin wieder ein sehr ernstes Thema. Vielleicht auf ungewöhnliche Weise, was sich vor allem am Kaum-Sprechen ihrer Protagonistin festmachen lässt. Hier spricht der Titel alles aus. 
    Melinda war mir durchaus sympathisch, keine von diesen Protagonisten, die man am liebsten schütteln würde oder ähnliches - das auf keinen Fall. Ich kann zum Glück nicht beurteilen, wie man in so einer Situation denkt oder fühlt, hätte aber gedacht, dass es doch etwas präsenter ist, als hier beschrieben. Macht trotzdem nichts. Durch Details, Metaphern (der Baum und ähnliches) und Sprachstil konnte man sich gut hineinversetzen. 
    Das Ende war vielleicht etwas abrupt, aber nichtsdestotrotz fand ich vor allem die allerletzten Seiten sehr schön als Abschluss. 
    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, ich bin mir sicher, dass es vielen Leuten irgendetwas geben kann, in welcher Hinsicht auch immer. 

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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Jahren
    Vergewaltigung und wie man versucht damit umzugehen

    Das Buch ist Empfindung pur. Mal abgesehen davon, dass es zeigt, wie widerwärtig die Pubertät sein kann, beschreibt es eine Entwicklung, die sich jedes junge Mädchen anschauen sollte. Oft hat mir die Protagonistin leid getan, war mir aber auch sehr sympathisch, da sie eine angenehme Form von Zynismus besitzt. Auch wenn das Buch ein dunkles Thema behandelt, sprechen muss man darüber unbedingt, also sollten wir dem Titel folge leisten.

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    Inibinis avatar
    Inibinivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll.
    ich weiß nicht, wie ich dieses Buch bewerten soll

    Inhalt: 
    Es ist Melindas erstes High-School-Jahr und sie hatte sich darauf gefreut. Doch jetzt ist alles wie ein böser Traum: Von ihrer Freundin wird sie geschnitten, die neuen Mitschüler reagieren abweisend. Melinda gilt als Zicke, seit sie auf jener Party die Polizei gerufen hat, aber nicht sagen wollte, warum. Sprechen kann und will sie darüber nicht. Es dauert ein Jahr, das ganze Schuljahr, bis Melinda ihre Sprache wieder findet - und mit ihr die Kraft, sich zu wehren. (Quelle: LB)

    Meine Meinung:
    Ich weiß irgendwie nicht genau, wie ich das Buch bewerten soll. Als ich mir den Klappentext auf dem Bücherflohmarkt durchgelesen habe, habe ich etwas ganz anderes erwartet. 

    Melinda, die Hauptprotagonistin, musste etwas durchmachen, was sich keiner wünscht. Aber sie hat nie darüber gesprochen. In ihrem ersten High-School-Jahr muss sie auch viel ertragen. Sie hat nur eine 'Freundin', da sie ihre anderen Freundinnen nicht mehr mögen. Sie spricht kaum. 

    Melinda war mir sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihre Gefühle wurden super deutlich! 

    Insgesamt handelt das Buch fast nur um das Leben einer Neuntklässlerin, die einige Probleme auf der neuen Schule hat. Eigentlich nichts neues. Aber nach etwas mehr als der Hälfte, kommen dann gaaaanz leichte Andeutungen, dass ihr etwas auf der Party (wovon ja auf dem Klappentext die Rede war) passiert ist. Es machte mich jedoch nicht wirklich neugierig, weil es einfach zuuu wenig Andeutungen gab. Als das 'Geheimnis' gelüftet wurde, war das eher unspektakulär. Es war einfach so wie jedes andere Kapitel auch und nicht so überraschend. 

    Die Aneinanderreihung von den knappen Kapiteln war sehr gut, weil ich dadurch immer noch eines lesen wollte. 

    Denn irgendwas fesselt mich immer an so... wie soll ich das sagen... einfachen Büchern. Der leichte Schreibstil und Witz von Melinda ließen mich das Buch nicht aus der Hand legen. Und geht es nicht eigentlich darum bei einem guten Buch? 

    Einerseits konnte mich das Buch fesseln aber andererseits wird es mir nicht wirklich in Erinnerung bleiben.

    Der Klappentext kommt wirklich nur auf den letzten Seiten hervor. Ich hätte mir als Leser gewünscht, dass man vorher noch mehr Andeutungen bekommen hätte. Allerdings wurden die Folgen des Vorfalls trotzdem sehr deutlich, was mir auch gut gefallen hat!

    Deswegen kam das Ende auch irgendwie zu überraschend und konnte mich nicht mehr überzeugen. 

    Mein Fazit:
    Ich finde es wirklich schwer eine Rezi zu dem Buch zu schreiben, weil ich das alles so schlecht in Worte packen kann :D Mir gefiel, dass das Buch viel Emotionen hatte und mich trotz der stumpfen Handlung fesseln konnte. Deswegen hatte ich es auch in 1 1/2 Tagen durch. Man sollte aber nicht zu viel von dem Klappentext erwarten (persönliche Meinung).
    Ich bin mir nicht sicher, ob es auch Erwachsene überzeugen kann aber ich würde es nur als Lektüre für zwischendurch empfehlen. So, nun zu meiner Bewertung. Ich weiß nicht, wie viele Sterne ich vergeben soll. 2,5 sind irgendwie zu wenig, dafür dass mich das Buch fesseln konnte aber trotzdem ging es nicht wirklich um das, worum es wirklich handeln sollte. Aber wenn ich mir jetzt mal den Klappentext wegdenken würde, dann war es ja ganz gut. Och mensch :D Also gebe ich:

    3/5 Sternchen 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch was zum Nachdenken anregt!
    Nachdenkliches Buch!

    Cover:
    Ich werde das Deutsche und das Englische Cover bewerten! Deutsches Cover: Dieses Cover gefällt mir. Es ist sehr schlicht, was sehr gut zum Inhalt passt. Trotzdem erkennt man das Leitmovtie des Buches - der Baum. Die Farben sind weiß und grün. Im Hintergrund ist eventuell Melinda. Englisches Cover: Im oberen Teil des Cover es sehr rot. Es zeigt den Grund warum die Protagonisten nicht sprechen möchte. Ab der Mitte wird der untere Teil es Gesichts gezeigt. Der Mund ist zu genäht. Das Bild zeigt Dynamik, trotzdem kann es auf den ersten Bild langweilig wirken und wenn man den Inhalt nicht kennt abschrecken wirken.
         Meine Meinung: Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen. An manchen Stellen konnte ich sehr gut mitfühlen. Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken kann, was mir sehr gefällt.

    Die Handlung: Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, da man dieses Ausseiterdasein sehr gut mitbekommen hat. Zudem war das Leitmotiv - der Baum sehr deutlich. Am besten fand ich die Stunden mit dem Kunstlehrer. Insgesamt ist die Story sehr gut gelungen und war recht spannend, obwohl die Protagonisten nicht viel geredet hat.
    Die Charaktere: Die Hauptdarstellerin hat mir sehr gut gefallen, da man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Zudem kommt auf den Leser eine neue Situation zu. Auch Heather mit ihrer schägen hat hab ich schnell ins Herz geschlossen. Insgesamt sind alle Personen großartig.
    Der Stil: Der Stil war sehr lahm im Gegensatz nur Handlung. Teilweise war nicht flüssig. An manchen Stellen war er auch sehr trocken. Insgesamt war er dennoch in Ordnung.  
    Das Ergebnis:  Ich kann dieses Buch jeden empfehlen, da es zum Nachdenken ist. Es ist nicht nur ein Buch für die Schule sondern auch für zu Hause. Mir gefiel die Story und die Darsteller. Der Stil ist nicht gard gut, aber lesbar.

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    TatjanaHs avatar
    TatjanaHvor 3 Jahren
    Emotional starkes Buch

    Sprich von Laurie Halse Anderson ist eines der Bücher die einen auch noch nachhaltig beschäftigen.

    Die Geschichte ist ziemlich deprimierend und duster. Es geht um Melinda die wir durch ihr erstes High School begleiten. Während einer Party im Sommer ruft die damals noch 13 jährige aus einem für alle anderen unersichtlichen Grund die Polizei und sprengt so die Party. Was niemand weiß, Melinda wurde auf dieser Party vergewaltigt,ist von dieser Situation aber so überwältigt das sie es nicht schafft sich die dringend benötigte Hilfe zu holen.


    Wir begleiten also ein zutiefst traumatisiertes Mädchen das von den ehemaligen Freunden ignoriert und von anderen Mitschülern geschnitten wird, auch einer ihrer Lehrer macht ihr das Leben alles andere als leicht, so wird Melinda schließlich immer stiller, bis sie schließlich ins schweigen verfällt.Einzig im Kunstunterricht blüht sie auf, entdeckt ihre kreative Ader und findet einen alten Hausmeister Kabuff den sie in ein Versteck, ihr eigenes kleine Atelier verwandelt.


    Um nicht alles von der Geschichte zu verraten werde ich auf diese nicht weiter eingehen, auch fällt es mir schwer eine richtige Bewertung für das Buch zu finden. Wie kann ich ein Buch mit einem so ernsten Thema auch als gut oder schlecht bewerten. Was ich aber sagen kann ist das sich Laurie Halse Anderson sehr behutsam an ein schweres Thema herangetastet hat.

    Es fällt leicht für Melindas Situation Verständnis aufzubringen, für mich persönlich ist es aber nicht Verständlich wie einfach niemand darauf eingegangen ist das ein früher fröhliches und aufgewecktes Mädchen eine so drastische Veränderung in ihrer Persönlichkeit hat. Alleine das wirft wieder mehr und mehr Fragen auf. Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen, das Buch beschäftigt, sowohl emotional als auch psychisch.


    Wer sich also auch gerne mal mit einem ernsteren Thema beschäftigen möchte und auch vor einem so schweren Thema nicht zurück schreckt darf hier zugreifen und das Buch lesen. Für alle mit schwachen Nerven ist das hier aber nicht das richtige.

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    divergents avatar
    divergentvor 4 Jahren
    Sprechen ist gar nicht mal so einfach ...

    Inhalt

    Die 14-jährige Melinda Sordino wurde vergewaltigt! Seitdem kann sie sich nicht überwinden, über das Vorgefallene zu reden. Auch nicht mit ihren Eltern, zu denen sie keine besonderes enge Bindung hat. Unterstützung, Trost und Zuspruch findet sie bei ihrem Kunstlehrer Mr. Freeman  und bei ihrem Freund David Petrakis.

    Meinung

    "Sprich" ist ein wirklich absolut lesenswertes Buch, welches ein wirklich erntes und trauriges Thema näher behandelt!
    Als Leser leidet man teilweise ganz schön mit Melinda mit!
    Ihre Geschichte ist einfach so traurig und ich wollte sie selber am liebsten in den Arm nehmen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und man ist auch relativ schnell in der Geschichte drinnen. Man hofft natürlich immer, dass Melinda mit der Sprache rausrückt, mit dem was ihr passiert ist. Doch weder ihre Eltern noch ihr Schulfreund David weiss ja, was mit ihr, in dieser einen schrecklichen Nacht passierte ..

    Absolutes MUST READ - und auch der Film "Speak" aus dem Jahre 2004 mit Kristen Stewart in der Hauptrolle ist sehenswert!

    Kommentare: 1
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    Piranhapudels avatar
    Piranhapudelvor 5 Jahren
    Perfekt!

    Es ist unglaublich, wie die Autorin es schafft Stimmungen darzustellen, ohne diese direkt auszusprechen. Das Buch ist bedrückend, ich habe auf jeder Seite mitgefühlt und konnte deshalb gar nicht aufhören zu lesen.

    Es war zwar ziemlich früh recht deutlich, wodurch die aktuelle "Situation" der Hauptperson Melinda entstanden ist, aber das hat mir gar nichts ausgemacht. Es ging sowieso vielmehr darum, wie sie damit klarkommt oder eben nicht klarkommt, und das hat die Autorin richtig gut ausgearbeitet!

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    achterbahnmaedchens avatar
    achterbahnmaedchenvor 5 Jahren
    Rezension zu "Sprich" von Laurie Halse Anderson

    Ich habe zuerst den Film gesehen und habe mich sehr gefreut, als ich herausfand, dass das Ganze eigentlich auf einem Buch basiert. Umso mehr freute ich mich, als ich es endlich in den Händen hielt. Doch dies hat mir zu lange gedauert, umso schneller habe ich es verschlungen. :D

    Mich hat diese Geschichte von der ersten Seite an gefesselt, ich konnte es nicht mehr zur Seite legen. Selbst beim Arbeiten musste ich ständig an das Buch denken und wollte immer schnellstmöglichst wieder zum Buch zurück.
    Die Geschichte um Melinda ist wahnsinnig gut geschrieben, der Schreibstil trifft genau meinen Geschmack. Es ist wie ein Spinnennetz, das einen gefangen hält und man will aber auch gar nicht fliehen.

    Melinda ist ein wahnsinnig starker und kämpfender Charakter und Anderson gelingt es, meiner Meinung nach, so gut, Melindas innere Kämpfe zu beschreiben und erzählen. Dadurch konnte ich mich so gut in die Protagonistin hineinversetzen, dass ich dann zum Schluss wirklich von ganzem Herzen erleichtert war, dass das Ende so war, wie es war.
    Die abgehakten Sätze und die sprachlichen Reden spiegeln genau das innere von Melinda wieder und es gefällt mir sehr, sehr gut, wie die Autorin dies gestaltet.
    Dadurch, dass die Kapitel auch nicht all zu lange gehalten sind, liest man das Buch sehr schnell durch. Auf den ungefähr 280 Seiten leidet man mit Melinda, man kämpft, man rauft sich die Haare, man weint, man lacht und erfreut sich an den kleinen Dingen.
    Die Charaktere sind alle sehr, sehr gut ausgearbeitet und detailliert beschrieben. Dadurch bekommt die Geschichte auch noch einen lebhafteren Zusatz mehr.

    Das Thema ist ein sehr wichtiges und meiner Meinung nach ist das Buch absolut lesenswert - aber es könnte auch teilweise triggern.

    Dennoch: Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr. <3

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    Shikus avatar
    Shikuvor 6 Jahren
    Rezension zu "Sprich" von Laurie Halse Anderson

    3,5
    ________

    Melindas erstes Jahr in der High School startet, doch es ist weit entfernt von der aufregenden Zeit, die man sich vielleicht vorstellen mag. Grund dafür ist eine Party in den Ferien, bei der auch Melinda war. Doch anstatt ihre Zeit genießen zu können, rief sie die Polizei, was für viele Leute auch Ärger bedeutete. Warum sie es getan hat, weiß keiner und Melinda ist entschlossen, kein Wort darüber zu verlieren. Während sie damit kämpft, was damals vorgefallen ist, wird sie von Mitschülern gemieden und als spießige Spaßbremse abgestempelt, sodass ihr nicht mal mehr ihre angeblichen Freunde zur Seite stehen. Dabei braucht Melinda die Unterstützung mehr denn je, um nicht endgültig abzustürzen.

    -

    „Sprich“ könnte wirklich klasse sein, wenn bei mir auch der Funke übergesprungen wäre. Es erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, dem etwas Schlimmes widerfahren ist. Doch anstatt darüber zu reden, schweigt Melinda, auch um selber zu vergessen zu können, was ihr angetan wurde. Dass das keine Aussichten auf Erfolg hat, dürfte den meisten klar sein, und so verschlimmert sich Melindas Zustand mit jedem Tag mehr. Sie zieht sich immer weiter zurück, ihre Noten werden schlechter, ihr geht es nicht nur psychisch, sondern auch physisch schlecht. Ihr Antrieb geht vollkommen verloren, und auch wenn manche Passagen aus der Highschool, von denen sie erzählt, recht witzig sind, schlägt sich ihre Stimmung auf den Text nieder.
    Allerdings konnte ich zu Melinda nie eine Verbindung aufbauen; natürlich tat sie mir leid, zumal ich durch selbst verschuldetes Spoilern bereits wusste, was geschehen ist, und ich hoffte, dass sie den Mut und die Kraft finden würde, endlich darüber zu reden – einfach weil das das Einzige ist, was ihr – und auch anderen – in dieser Situation helfen kann. Doch darüber ging es nie hinaus; dabei wäre es nicht einmal notwendig gewesen, dass ich sie komplett verstehe (was ich tat). Wenn ich „Sprich“ mit „Wintermädchen“ vergleiche, hat Ersteres eigentlich die besseren Karten, da ich mich eher in Melindas Lage versetzen kann als in Lias, die magersüchtig ist und sich Stück für Stück zu Tode hungert. Trotzdem habe ich mich mit Lia verbundener gefühlt als Melinda.

    Normal wäre das nur ein kleineres Problem, hier aber konzentriert sich die Handlung – der Thematik entsprechend – auf Melinda und ihre Bemühungen, wieder zurück in den Alltag zu finden. Das ist auch unter gegebenen Umständen interessant zu verfolgen und bewegend, letzteres könnte aber wesentlich stärker sein – wobei es vielleicht sein Gutes hat, dass dem nicht so ist. Ansonsten könnte das Buch reichlich deprimierend sein, zumindest passagenweise; aber auch so ist es schon sehr, sehr traurig.

    Was man mit einiger Sicherheit sagen kann, ist, dass Melinda mehr und mehr in eine Depression stürzt, was sich auch im Text zeigt. Über große Teile hinweg ist es ein monotones Aneinanderreihen verschiedener alltäglicher Ereignisse, die mehr und mehr unwichtig scheinen – wozu das Ganze noch, warum bemühen? So haben die meisten dieser Szenen keine allzu beachtliche Länge, was gibt es schon zu erzählen? Stattdessen gibt es kleine Teilabschnitte, was gefallen kann, aber nicht muss.
    Nur ab und zu blitzt was durch, wenn bestimmte Ereignisse oder Menschen Melinda daran erinnern, was geschehen ist – und wenn es das Sezieren von Fröschen ist. Die Erinnerungen warten überall und nehmen keine Rücksicht.
    Auch sprachlich ist das Ganze eher „lose“, ganz wie man es von einer jungen Schülerin erwarten kann. Insgesamt war es mir dann teilweise aber zu locker und abgehackt, auch wenn sich der Text nach wie vor gut lesen ließ. Ganz wie bei Melinda gilt hier, dass es ein eher kleiner Kritikpunkt ist, und in dem Fall fällt er auch nicht ganz so sehr ins Gewicht.

    -

    „Sprich“ könnte klasse sein, hätte ich eine Verbindung zur Protagonistin gefunden. Da das, bei mir, nicht der Fall war, fehlte mir ein letzter Funke, was dadurch, dass mir der Erzählstil bisweilen ein wenig zu abgehackt war, noch ein wenig erschwert wird. Letztlich ist es aber eine Geschichte darüber, dass wir über das, was uns bedrückt und niederreißt, auch reden müssen, um eventuell heilen zu können; es zeigt, was passieren kann, wenn wir es nicht tun. Insofern tut es mir keineswegs leid, Zeit mit diesem Buch verbracht zu haben, ich denke aber, dass es irgendwo auch etwas bessere Lektüre zu dem Thema gibt.

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