Laurie Halse Anderson Wintermädchen

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Inhaltsangabe zu „Wintermädchen“ von Laurie Halse Anderson

In der Silvesternacht leisten die beiden Freundinnen Lia und Cassie einen heiligen Schwur: Sie wollen alles dafür tun, die dünnsten Mädchen der Schule zu sein. Nun ist Cassie tot und für Lia bricht eine Welt zusammen. Doch die Stimmen in ihrem Kopf werden immer lauter. Sie befehlen ihr zu hungern und Lia gehorcht - in ihrem einsamen Kampf gegen sich selbst, ihre Eltern und ihre tote Freundin, die in der Welt der Wintermädchen auf sie wartet.

Ein tiefgreifendes Buch mit einem eindringlichen Schreibstil. Es hat mich zum Nachdenken bewegt.

— Mondprinzessin

Sehr tiefgreifendes Buch, das einen definitiv packen kann

— vk_tairen

Ich fand das Buch gut, es hat mich sehr gefesselt & mich selbst zum Nachdenken gebracht was vielleicht nicht der Sinn war. Ab 13 finde ich!!

— Surf_Biber

eins meiner absoluten Lieblingsbücher!

— Ju_le_

Etwas seltsam am Anfang, dann allerdings umso ergreifender!

— anna1911

Ein Buch, dass mir den Atem geraubt hat.

— vivi_lesefuchs

Außergewöhnlicher, sehr eindringlicher Schreibstil. Emotionales Buch, welches zum Nachdenken anregt und mir eine neue Perspektive offenbarte

— Somaya

Eine spannende Geschichte über ein Mädchen was gegen die Magersucht ankämpft, und mit ihr lebt. Interessante Wendung gegen Ende.

— Fuchskind

Ergreifend, bewegend aber auch sehr erschreckend! Absolute Leseempfehlung für jeden, den dieses Thema interessiert!

— Pippo121

Packend! Realistisch! Traurig!

— Ernie1981

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  • Toller Stil, ehrliche Story

    Wintermädchen

    vk_tairen

    31. July 2017 um 23:33

    Eindringlich, beinahe poetisch und mit einem ganz eigenen, interessanten Stil wird hier die Geschichte von Lia erzählt. Der kranken Lia. Der Lia, die ihre ehemalige, beste Freundin verloren hat. Der Lia, die verbissen Kalorien zählt und immer dünner werden will, bis sie zu einem Geistermädchen wird, halb lebend, doch auch schon halb tot.  Aus der Perspektive der Protagonistin Lia bekommt man ihr Leben geschildert. Ihre dunkelsten Gedanken, ihre Beweggründe - alles wird offen gelegt. Wie sie gegen ihre eigenen Bedürfnisse angeht, sich quält und mit Schmerz umgeht. Aber es ist auch eine Geschichte über eine Familie, das Schweigen und natürlich das Selbstbild.  Es geschieht nur wenig in dem Buch, das meiste geht in der jungen Frau selbst vor, trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen und habe das Buch an einem Tag beendet. Mir haben die absichtlich, durchgestrichenen Texte gefallen, die Kalorienangaben in Klammern, der bissige, traurige Ton und die gesamte Stimmung des Buches. Mal möchte man Lia anschreien, mal hat man einen Kloß im Hals, mal jubelt man ihr zu. Es ist alles dabei.  Ohne viel spoilern zu wollen, daher mein Fazit: Lest diese ungewöhnliche, schöne und schaurige Geschichte. Taucht hinab in diese Tiefen, folgt Lia auf ihrem Weg und genießt diesen tollen, stimmungsvollen Schreibstil. 

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  • Wunderschönes Buch

    Wintermädchen

    laraantonia

    06. April 2017 um 20:01

    Meine MeinungLias ehemalig beste Freundin ist tot und Lia gibt sich die Schuld daran. Wäre sie doch nur ans Telefon gegangen, als Cassie nach Monaten Funkstille endlich angerufen hat. Doch während Cassie nicht mehr auf dieser Welt ist, kämpft Lia weiterhin mit ihrem Leben, mit ihrer Krankheit, mit ihrer Familie, mit den Ärzten und sie ist kurz davor, aufzugeben.Lia ist krank, sie ist magersüchtig, war auch schon in Kliniken, aber kann einfach nicht aufhören, nichts zu essen. Jede Kalorie ist gezählt und auch als ihre beste Freundin, mit der sie sich gemeinsam in die Krankheit geritten hat, stirbt, bekommt sie ihren Körper nicht unter Kontrolle. Sie hat sich zurück gezogen, keine Freunde mehr, keine wirklichen Hobbies und keine Lebensenergie.Trotz allem, habe ich mich mit ihr anfreunden können. Ihr Charakter war authentisch und real, es kam mir vor als würde ich ihr Tagebuch lesen und nicht die Geschichte einer fiktionalen Figur.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Geschehen ist in der Ich-Form aus Lias Sicht verfasst worden. Andersons Schreibstil ist anders als andere, er ist fast schon ein wenig poetisch. Geprägt durch viele Gedankenmonologe der Protagonistin und durchgestrichene Sätze, auf die das genaue Gegenteil der vorherigen Aussage folgt, was die Unentschlossenheit von Lia super verdeutlicht.Die Handlung an sich hat mir auch sehr gut gefallen, der Leser begleitet Lia nicht von Anfang an ihrer Magersucht, sondern erst ab einem Zeitpunkt, an dem sie schon mitten drin steckt und selbst die Hoffnung auf Heilung schon aufgibt.Mehr kann ich gar nicht so genau sagen, ohne zu spoilern. Aber ich kann so viel sagen, dass es mir alles sehr gut gefallen hat, es war alles sehr stimmig.Vorsicht, Spoiler! Um den nachfolgenden Text sehen zu können, fahre mit der Maus über diesen Satz.Ich hatte anfangs gedacht, dass Cassie Selbstmord begangen hätte und ich glaube, so sollte es auch zunächst aussehen. Ich fand es gut, dass der Leser gemeinsam mit Lia erst im Verlauf des Buches erfahren hat, dass Cassie an ihrer Bulemie gestorben ist.Die Idee von Cassies "Geist" als Unterbewusstsein von Lia hat mir sehr gut gefallen. Wie sie anfangs versucht, Lia mit in den Tod zu ziehen und ihr immer wieder Schuld gibt, ihr aber verzeiht und ihr hilft, als Lia sich entscheidet, gegen den Tod und ihre Krankheit anzukämpfen. Auch das Ende war meiner Meinung nach gut gewählt. Ich habe ehrlich gesagt damit gerechnet, dass Lia es nicht schafft, fand es so aber ziemlich gut. Dass sie dem Tod erst wirklich nah kommen musste, bis sie es schafft, ihr Leben anders leben zu wollen. Auch das doch noch relativ offene Ende hat mir gefallen, es gibt keine Blitzheilung und Lia und ihre Mutter gehen zusammen Burger essen oder so was. Es war einfach, wie schon vorher gesagt, super authentisch und real.FazitEin Buch, das schon zu lange auf meiner Wunschliste stand und mich letztendlich wirklich begeistern konnte. Das Thema Magersucht wurde nicht verhätschelt, sondern so hart und schrecklich, wie es nun mal ist, dargestellt. Die Protagonistin wirkte mir gegenüber sehr authentisch, sowie der Verlauf ihrer Krankheit und und und. Die Handlung hat mich sehr fesseln und mitnehmen können. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jedem, der sich mit diesem Thema befassen möchte, empfehlen.

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  • Ergreifend, packend, traurig ... und doch hoffnungsvoll

    Wintermädchen

    Pippo121

    06. August 2016 um 16:52

    Lia erfährt, dass ihre ehemals beste Freundin Cassie in einem ziemlich verlassenen Motel tot aufgefunden wurde. Allein. Was niemand weiß: Kurz vor ihrem Tod hat Cassie 33 Mal versucht, Lia telefonisch zu erreichen. Doch diese weigerte sich das Gespräch anzunehmen, da die beiden Mädchen in letzter Zeit keinen Kontakt mehr hatten. Dennoch sind sie untrennbar durch einen Pakt verbunden, da sie zusammen beschlossen haben, die schlanksten Mädchen der ganzen Schule zu sein. Der Druck, der durch dieses fragwürdige Ziel auf den beiden Mädchen lastet, treibt sie in die Fänge von Bulimie und Magersucht. Das Essen wird zum Feind und für Lia beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, vor allem aber gegen sich selbst! Laurie Halse Anderson bietet mit diesem Roman einen erschütternden Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt eines magersüchtigen Mädchens. Auf poetische, teils sogar märchenhafte Art und Weise schildert sie Lias Alltag und ihren täglichen Kampf mit dem Essen. Der Schreibstil der Autorin ist ausreichend detailliert, ohne sich jedoch in ausschweifenden Beschreibungen zu verlieren. Teilweise bringt sie die Dinge mit geradezu erschreckender Nüchternheit auf den Punkt. Lia ist eine Gefangene ihres eigenen Körpers. Sie verspürt ein Hungergefühl, doch sie untersagt es sich strengstens, etwas zu essen. Denn sie fühlt sich dick, wertlos und unfähig.„Ich kann weder schauspielern noch Fußballspielen und die meisten hier haben bessere Noten als ich. Aber ich bin das schlankste Mädchen hier, keine Frage.“ (S.94)Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Cassie schließt sie den Pakt, zu den dünnsten Mädchen der Schule zu werden. Während Cassie unter Bulimie leidet, rutscht Lia immer tiefer in die Magersucht. Die beiden Mädchen unterstützen sich in ihrem gefährlichen Vorhaben und gleiten dadurch immer tiefer ab. Als Cassie die Notbremse ziehen will, gibt Lia zwar vor, sie zu unterstützen, sabotiert aber gleichzeitig alle Anstrengungen ihrer Freundin mit fieses Psycho-Spielchen.„Wir verwandelten uns in Wintermädchen, und als Cassie sich davonmachen wollte, zog ich sie in den Schnee zurück, weil ich Angst davor hatte, allein zu sein!“ (S.117)Cassies Tod und die daraus resultierenden Schuldgefühl stürzen Lia in eine tiefe Krise. Doch sie weigert sich mit ihrer Familie oder ihrer Therapeutin darüber zu reden. Stattdessen spielt sie ihnen das heile Leben vor und täuscht und belügt sie, wo es nur geht. Ihr Körper schaltet auf Hungersnot um und ihr ist ständig kalt, da sie die eigene Körpertemperatur nicht selbständig halten kann. Doch ihr geschwächter Körper hat auch Auswirkungen auf ihre Psyche. So bildet Lia sich ein, Cassie zu sehen, und zwar als böswilligen Geist, der sie tyrannisiert und ihr nachts den Schlaf raubt. Diese Cassie, oder vielmehr ihre Erscheinung, machen Lia Angst und verstören sie. Doch anstatt sich Hilfe zu holen, straft sie sich mit noch weniger Nahrung und sie beginnt wieder, sich zu ritzen. Als Leser leidet man richtig mit Lia, aber auch mit ihrer Familie mit. Immer wieder hätte ich sie am liebsten geschüttelt und wachgerüttelt und ich will mir gar nicht vorstellen, wie betroffene Eltern sich in so einer Situation fühlen. Ihre Hilflosigkeit muss ihnen doch schier den Atem rauben und sie um den Verstand bringen. Erstaunlicherweise geht Lia zeitweise sehr rational mit ihrer Erkrankung um. „Wenn man verhungert, schüttet der Körper Adrenalin aus. Das will niemand kapieren. Abgesehen vom Hungergefühl und dem Frieren fühle ich mich tatsächlich meistens so, als könnte ich Bäume ausreißen.“ (S.215) Sie weiß ziemlich genau, was die Krankheit mir ihr macht und sie ist sich auch darüber im Klaren, dass sie ihrer Meinung nie dünn genug sein wird. Jedes Ziel ist nur eine Zwischenetappe vor dem endgültigen Verschwinden, denn am liebsten würde sie 0 kg wiegen. Lia kann sich einfach nicht von diesen zerstörerischen Gedanken befreien und auch ihre Familie kommt nicht mehr an sie heran. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist sowieso katastrophal und der Bezeichnung Mutter-Tochter-Beziehung eigentlich gar nicht würdig. Für Lias Mutter steht ihr Beruf an erster Stelle und sie kann sich mit der Krankheit ihrer Tochter nicht wirklich auseinandersetzen. Ihr Vater redet das Problem klein und lässt sich wohl am längsten von Lia hinters Licht führen. Dessen zweite Ehefrau Jennifer und die kleine Emma sind der eigentliche Halt in Lias Leben, doch dessen wird sie sich erst recht spät bewusst. Erst nachdem Emma ihre Wunden gesehen hat und davon total verstört ist, zieht Lia die Notbremse und lässt sich helfen. „Essen ist Leben“ (S. 309) wird ihr neues Mantra und sie lernt, Gefühle zu empfinden und zuzulassen. Langsam wird sie sich ihrer Handlung bewusst und ist gewillt, in Zukunft ein gesünderes Leben zu leben. „Ich bin sauer, dass ich mein Gehirn verhungern ließ, dass ich nachts zitternd in meinem Bett gelegen habe anstatt zu tanzen oder Gedichte zu lesen oder Eiscreme zu essen oder einen Jungen zu küssen...“ (S.310) Insgesamt ein tolles Buch zu einem sehr ernsten und leider auch weitverbreiteten Thema. Das Buch macht nachdenklich und traurig, es erschüttert und erschreckt, ist aber dennoch am Ende voller Hoffnung und lebensbejahend.

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  • Packend! Realistisch! Traurig!

    Wintermädchen

    Ernie1981

    26. July 2016 um 21:02

    Inhalt: In der Silvesternacht leisten die beiden Freundinnen Lia und Cassie einen heiligen Schwur: Sie wollen alles dafür tun, die dünnsten Mädchen der Schule zu sein. Nun ist Cassie tot und für Lia bricht eine Welt zusammen. Doch die Stimmen in ihrem Kopf werden immer lauter. Sie befehlen ihr zu hungern und Lia gehorcht - in ihrem einsamen Kampf gegen sich selbst, ihre Eltern und ihre tote Freundin, die in der Welt der Wintermädchen auf sie wartet. Persönliche Meinung: Das Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Es war realistisch und nachvollziehbar geschrieben. Die Gewissensbisse und Schuldgefühle von Lia sind ergreifend erläutert. Punktabzug für den plötzlichen Schluss.

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  • Gefangene im Knochenkäfig

    Wintermädchen

    Raven

    06. July 2016 um 14:09

    Das Buch "Wintermädchen" von Laurie Halse Anderson ist 320 Seiten lang und beim Ravensburger Buchverlag erschienen.Das Buch wurde als Softcover und Hardcoverband verlegt. In der Hardcoverausgabe hat es seine sehr gute Qualität mit schönen dicken Seiten und einen wunderschönen, verträumten Schutzumschlag. In dem Buch Wintermädchen geht es um die magersüchtige Lia, die erfährt das ihre ehemals beste Freundin in einem Hotelzimmer allein an ihrer Bulimie gestorben ist. In einer Silvesternacht haben sie sich einst geschworen, dass sie die dünnsten Mädchen der Schule werden, nun ist Cassie Tod. Trotzdem setzt Lia alles daran noch weiter abzunehmen und ihre Eltern, Freunde und Lehrer können nichts dagegen ausrichten. Cassie ruft sie zu sich aus dem Land der Wintermädchen. Wird sie ihr folgen?Dieses Buch hat mich so stark berührt, dass ich selbst überlege eine Biographie zu veröffentlichen. Die Geschichte ist spannend, bewegend, mitreißend, authentisch und absolut berührend. Lia hat zwischendurch immer wieder Halluzinationen und driftet in eine andere Realität ab, die sehr poetisch und märchenhaft von der Autorin in Worte gefasst wurde. Es ist so, als würde man in ihrer Welt, in ihren Gedanken stecken und man kann alle Gefühle atmen und selbst in sich spüren. Wenn man selbst von einer Essstörung betroffen ist, dann wird man zu Lia, zu einem Wintermädchen. Man atmet vergeblich in den Knochenkäfig hinein und man erkennt die Erstarrung durch die Kälte. Will man dem Ganzen entfliehen oder zu Grunde gehen? Viele Worte, Sätze, Situationen regen im Buch zum Nachdenken an. Innerlich habe ich Schneeflocken geweint. Dieses Werk kommt auf die Liste meiner LieblingsbücherFazit. Märchenhaft, poetisch, mitreißend, authentisch, berührend, bewegend, spannend und somit absolut zu empfehlen!

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  • Empfehlenswert, aber nicht für jeden leicht zu lesen.

    Wintermädchen

    Bücherfüllhorn-Blog

    11. May 2016 um 11:46

    Eine Geschichte über ein magersüchtiges Mädchen, eine Geschichte, die in einer unwirklichen, schönen zerbrechlichen Sprache geschrieben ist. Eine Emotions-Analyse der Gefühle, verpackt in märchenhafte Worte, wie zersplitterndes Glas. Eine Prise Magie ist auch dabei, aber keine, die man auf den ersten Blick erkennt. Eine gewöhnungsbedürftige Sprache, die aber um so wuchtiger ist. Der Leser erhält Einblick in die Gefühlswelt eines magersüchtigen Teenager, so sehr, dass er sie sogar verstehen kann. Diese Sucht, die einen immer weiter treibt, ist Wahnsinn. Das genau ist die Sucht! Mit jeder Seite eskaliert die Gesundheit des Mädchens mehr, alles Nebenwirkungen der Magersucht. Ich hoffte und bangte um dieses Kind, dem niemand helfen konnte außer sie selber. Der lange Weg zur Einsicht, die Hilflosigkeit der Eltern, die ihr Kind nicht verhungern lassen wollen und doch gegen eine Wand und gegen die Zeit laufen.   Fazit: Sehr eindrücklich, ein anderer Blick auf die Magersucht. Empfehlenswert, aber nicht für jeden leicht zu lesen.

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  • Hart, aber auch nachdenklich geschrieben

    Wintermädchen

    Schneeflocke2013

    23. March 2016 um 06:10

    Inhalt:Cassie und Lia, Lia und Cassie. Jetzt ist es nur noch Lia. In einer Silvesternacht schwören die Beiden die dünnsten Mädchen ihres Jahrgangs zu werden. Mehr noch. Lia will dünner werden als Cassie. Ein gefährlicher Wettstreit begann den Cassie mit dem Tode bezahlt. Lia erfährt vom Tod ihrer Freundin. Selbst schon mal in der Klinik gewesen wirft sie das total aus dem Ruder. Nicht weil Cassie tot ist. Nicht weil sie dünn war. Sondern weil sie sich die Schuld gibt. Denn Cassie hat versucht sie zu erreichen. Doch Lia ist nicht ans Telefon gegangen… Meine Meinung: Hart, dramatisch und einprägend. Das sind die ersten drei Worte die mir einfallen wenn ich an das Buch denke. Das Thema Magersucht ist in dem Buch so was von gut rüber gebracht worden das mir beim Lesen zum Teil die Tränen kamen. Ich habe schon ziemlich viele zu dem Thema gelesen, weil eine Freundin von mir ebenfalls daran erkrankt war. Doch kaum eins hat mich so aus dem Konzept gebracht. Jedes Mal wenn Lia anfängt zu essen und die Kalorienangaben dahinter stehen will ich sie nehmen und schütteln. Auch wenn ich weiß, dass es in diesem Fall nichts bringen wird. Menschen die an dieser Krankheit leiden haben einen ganz anderen Bezug zum Essen als ich oder andere Leser. Auch sieht man ihre Gedanken gut. Zum Beispiel: Ja ich will was von dem Brot haben, nur einen Bissen. (der Satz wird durchgestrichen) Nein ich habe keinen Hunger. Arg.... Wie alle anderen Magersüchtigen mogelt sie beim regelmäßigen Wiegen damit auch ja nicht raus kommt, dass sie schon wieder abgenommen hat. Denn dann würden ihr Vater und ihre Stiefmutter sie auf die Straße setzen. Ihre Mutter (die selbst Ärztin ist) kommt jedes Mal nur mit Vorträgen. Sagt was sie machen und tun soll. Was sie nicht darf. Was ihr schadet und ich weiß nicht was noch. Sicher ist das gut gemeint, aber als Ärztin muss sie wissen wie Esskranke auf einen hören. Nämlich gar nicht. Man merkt auch sehr schnell, dass Lia gar nicht gesund werden will. Unbedingt will sie unter 44 Kilo. Dann unter 42. Unter 40… es tut wirklich weh mit zu lesen und doch konnte ich nicht aufhören, denn ich wollte wissen wie es weiter geht. Wie es endet. Hier werden wirklich alle Dinge erzählt die auch in anderen Büchern vorkommen, allerdings ist ein Aspekt des Buches mir neu: Das Lia die ganze Zeit mit Cassie redet und versucht sie zu verscheuchen. Denn nach ihrer Beerdigung sucht sie Lia regelmäßig heim und das nicht nur um ihr gut zu zureden. Eher das Gegenteil. Lia vertraut sich ja auch niemanden an. Nicht mal ihrer Psychologin. Obwohl sie genau dafür da ist. Nicht mal als Lia einen wirklich großen Fehler macht lernt sie daraus. In dem Augenblick wollte ich sie nicht nur schütteln sondern schlagen. Ja mir ist klar, dass sie nicht richtig denken konnte, weil ihr Körper den Dienst versagt hat und auf mehr als Sparflamme gestanden hat, aber trotzdem… Auf der anderen Seite war das dann aber auch der Punkt wo sie nach und nach verstanden hat, dass es so nicht weiter gehen kann. Mich hat das Buch tief bewegt und deshalb bekommt es volle 5 Sterne. Ich lege dieses Buch jedem ans Herz der sich mit der Thematik auseinander setzen möchte. Frei heraus kann ich sagen, dass es keine einfache Kost ist, doch wenn man sich erst mal drauf eingelassen hat sieht das ganze etwas anders aus. Und das gruselige an der Sache: Man beginnt sie sogar ein Stück weg zu verstehen. Wirklich ein gutes Buch!

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  • Das kleine Mädchen Lia

    Wintermädchen

    MoonlightXx

    05. March 2016 um 15:48

    Ich habe das Buch gekauft und gelesen weil es von vielen Empfohlen wurde. Ich habe auch nach den ersten Kapiteln sofort verstanden warum, es fesselt einen man kann nicht aufhören es zu lesen. Ich gebe es zu ich habe es nun schon mindestens 5 mal Gelsen und würde es jedes mal wieder tun. Es ist gut geschrieben und leicht verständlich, um die Krankheit zu verstehen finde ich es an manchen Stellen vielleicht nicht besonders gut gelungen, vor allem wenn man aus Erfahrungen spricht, aber ich finde es gut wenn man sich zum ersten mal damit befassen will. An Manchen Stellen ist es verwirrend, aber man kann in eine andere Welt eintauschen was ich besonders gut finde, denn deswegen lese ich Bücher.

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  • Das kleine Mädchen Lia

    Wintermädchen

    MoonlightXx

    05. March 2016 um 15:48

    Ich habe das Buch gekauft und gelesen weil es von vielen Empfohlen wurde. Ich habe auch nach den ersten Kapiteln sofort verstanden warum, es fesselt einen man kann nicht aufhören es zu lesen. Ich gebe es zu ich habe es nun schon mindestens 5 mal Gelsen und würde es jedes mal wieder tun. Es ist gut geschrieben und leicht verständlich, um die Krankheit zu verstehen finde ich es an manchen Stellen vielleicht nicht besonders gut gelungen, vor allem wenn man aus Erfahrungen spricht, aber ich finde es gut wenn man sich zum ersten mal damit befassen will. An Manchen Stellen ist es verwirrend, aber man kann in eine andere Welt eintauschen was ich besonders gut finde, denn deswegen lese ich Bücher.

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  • Zu stumpf. Gefühle fehlten mir.

    Wintermädchen

    lille12

    03. March 2016 um 18:12

    Inhalt: Lias Freundin stirbt durch die Folgen ihrer Bulimie. Lia selbst ist magersüchtig, war bereits zwei Mal deswegen in Behandlung. Lias Freundin hat sie angerufen bevor sie starb. 33 Mal.   Cover: Ich weiß nicht genau, was der Schmetterling aussagen soll, aber das Cover ist stumpf. Wie die ganze Geschichte. Und Lias Leben.   Meinung: Ich habe mich gemeinsam mit Jane entschlossen, dieses Buch für unsere "12 Momente" zu lesen. Jane war diesen Monat schon sehr viel eher fertig als ich und hatte das Buch innerhalb von ein paar Tagen durchgelesen. Bei mir dauerte es länger. Es auf meinen Prüfungsstress zu schieben, wäre vermutlich falsch - ich habe schließlich andere Bücher gelesen. "Wintermädchen" lag auf meinem Nachttisch und immer wenn ich anfangen wollte, weitere Seiten zu lesen, hatte ich irgendwie doch keine Lust auf die Stumpfheit der Geschichte. Ich weiß nicht mal genau, woran es lag, dass ich nicht an dieses Buch ran kam. Vielleicht war es einfach, dass ich nicht warm wurde mit Lia. Es hat mich von Anfang an nicht so richtig interessiert, wie sie ihr Leben Stück für Stück weg wirft. Es war mir egal, ob sie stirbt (wobei das vielleicht der Geschichte noch einmal einen Höhepunkt verschafft hätte). Ich fand das Buch nicht einmal schlecht geschrieben, es ließ sich flüssig lesen. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht gepackt. Es war einfach stumpf.   Fazit: Ich weiß nicht genau, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, durch das ich mich trotz des flüssigen Schreibstils echt durchkämpfen musste. An sich war die Geschichte gut durchdacht und ich glaube, vielen Lesern wird dieses Buch gefallen - auch diese Stumpfheit, die absolut zur Geschichte dazu gehört... Dennoch muss ich für mich persönlich sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Daher nur 3 von 5 Sternen... (und die eigentlich auch nur, weil ich nicht genau benennen kann, was mir gefehlt hat). mehr auf celinesbuchwelt.jimdo.com

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  • ✎ Laurie Halse Anderson - Wintermädchen

    Wintermädchen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2016 um 10:20

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von diesem Buch eigentlich etwas anderes, etwas Heftigeres erwartet hatte. Meiner Meinung nach kratzt es zu sehr an der Oberfläche.. Ich dachte, es geht auf die Freundschaft zwischen Cassie und Lia ein, aber man erfährt eigentlich nur so ein paar ganz wenige Sachen daraus. Das Thema 'Magersucht' ist hier zwar der zentrale Leitgedanke, aber Laurie Halse Anderson geht viel zu beiläufig damit um.  Anfangs konnte mich das Buch gar nicht so richtig packen. Es kam alles so verhalten rüber, quasi mit angezogener Handbremse. Das änderte sich auch im Laufe der Geschichte nicht wirklich, obwohl ich schon das ein oder andere Mal schlucken musste, als die Autorin Szenen geschildert hat, die wirklich heftig sind. Sehr gut wurden meines Erachtens die Wahnvorstellungen von Lia beschrieben. Da das Buch auch aus ihrer Sichtweise erzählt, hat die Autorin teilweise ein Stilmittel verwendet, welches sie gelungen einsetzte: Manchmal konnte man die wahren Gedanken Lias sehen, die dann wieder ausgestrichen wurden, und dann das, was sie tatsächlich erwiderte. Die Schriftstellerin rüttelt hier an einem Thema, was sicher viele irgendwann beschäftigt, wenn auch nicht in diesem ausgeprägten Maße. (hoffentlich!) Aber ich finde einfach, sie hätte viel mehr in die Tiefe gehen sollen - ich habe eindeutig schon bessere Bücher zu dieser Thematik gelesen.

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  • Wintermädchen - Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

    Booknerd1307

    11. May 2015 um 18:42

    Das Buch lag schon lange auf meinem SuB. Als ich es mir damals gekauft habe war ich unsicher ob ich es gleich lesen sollte oder nicht. Habe mich dann aber wegen einer Leseflaute und einigen anderen Dingen dagegen entschieden. Doch schon bald sprang mir das Buch schon fast entgegen und ich begann es zu lesen. Anfangs war ich skeptisch, vor allem wegen dem sehr kritischen Thema der Magersucht. Doch schon nach wenigen Kapiteln hatte mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich versank in dem Buch. Anfangs musste ich mich an die Schreibweise ein wenig gewöhnen, weil immer wieder Sätze oder Wörter durchgestrichen waren und ich ein bisschen brauchte um damit klarzukommen. Aber bald konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Welt von Lia ist ganz eigen. Ihre Empfindungen und Gedanken sind manchmal so heftig, dass ich eine Gänsehaut hatte und eine kurze Pause brauchte. Erschreckend stellte ich fest wie schlimm Lia’s Gedanken sind und immer extremer werden. Ich bin fasziniert von dem extrem hohen Bezug zur Realität. Die Autorin hat es geschafft, mich in eine Welt der Magersucht zu entführen die gruselig und sehr real wirkt. Alle Empfindungen von Lia sind so genau beschrieben, dass man zwischendurch vergisst, dass das alles nur auf Papier ist. Die traurige Wahrheit ist es jedoch auch, dass es genug Leute gibt die genau von diesen Gedanken und Gefühlen betroffen sind. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und schwirrt auch nach wie vor in meinem Kopf. Mein Fazit: Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Erschreckend real und traurig. Gänsehaut pur. Die Autorin hat wirklich ein ganz tolles, reales und erschreckendes Buch mit tollem Schreibstil geschaffen. Ich kann es euch nur empfehlen.

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  • Ein schwieriges Thema, authentische Darstellung und eine faszinierende Sprache!

    Wintermädchen

    Cara_Elea

    Lia ist 18 Jahre alt. Unauffällig in der Schule, die Eltern geschieden. Den Alltag mit ihrer neuen Stiefmutter Jennifer übersteht sie nur, weil sie Jennifers quirlige Tochter Emma sofort ins Herz geschlossen hat. Doch Lia hat Magersucht. Und jetzt ist Lias beste Freundin Cassie gestorben. Lia und Cassie hatten einen Schwur: sie wollten die dünnsten Mädchen der Schule werden. Nun bricht Lias Welt zusammen, Alpträume und Gewissensbisse holen sie ein - und sie flüchtet sich wieder ins Hungern. Meine Meinung: Laurie Halse Anderson stellt Lias Krankheitsverlauf sehr glaubhaft dar, man merkt, dass sie viel in diese Richtung recherchiert hat. Da das Buch in Ich-Perspektive geschrieben ist, steckt man quasi die ganze Zeit in Lias Kopf und kann auf diese Weise als Leser ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen intensiv nachvollziehen. Dies könnte zum Vorwurf führen, dass Wintermädchen bei jungen Leserinnen eine Magersucht triggert. Allerdings - und das ist die große Besonderheit dieses Jugendbuches - hat die Autorin durch ihren Schreibstil gleichermaßen eine Distanz zwischen Protagonistin und Leser geschaffen. Der Schreibstil ist grundsätzlich sehr poetisch gehalten und wird durch Details im Layout verstärkt. So sind manchen Wörter im Text durchgestrichen und hinter vielen Lebensmitteln steht die zugehörige Kalorienangabe. Auf diese Weise merkt man als Leser permanent, wie viel Raum die Krankheit in ihrem Leben einnimmt. Auch Lias Umfeld wurde meiner Meinung nach sehr glaubhaft dargestellt: Ihre Eltern, die in beruflichem Stress versinken und die Probleme ihrer Tochter teilweise nicht wahrhaben wollen, sowie Lias kleine quirlige Stiefschwester Emma, die durch ihre Lebendigkeit und Energie einen deutlichen Kontrast zu Lia darstellt. Fazit: Wintermädchen ist ein berührendes und zugleich verstörendes Jugendbuch, welches das schwierige Thema Magersucht sehr authentisch darstellt. Dank der faszinierenden Sprache definitiv einer derjenigen Romane über Krankheiten, welcher einen noch länger gedanklich begleitet.

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    • 2
  • Interessant

    Wintermädchen

    Lin-da

    03. February 2015 um 09:50

    Mein erstes Buch über Magersucht, was wirklich interessant war. Der Autorin ist es gelungen einen zu vermitteln, was Menschen dazu treibt sich selbst so kaputt zu machen. Man merkt wie schwierig es ist wieder raus zu kommen und ich persönlich hatte dadurch ein ganz anderes Bild von der Krankheit entwickelt. 

  • Nichts für Kinder

    Wintermädchen

    Buecher-Liebe

    05. October 2014 um 11:56

    In diesem Buch werden vor allem die Gedanken und Emotionen der Hauptperson Lia sehr detailliert dargestellt und das wichtige Thema Magersucht für Jugendliche gut aufbereitet erklärt. Der Ekel, die Scham, das Hin und Hergerissen sein und alle Auf und Ab´s eines magersüchtigen Teenies werden packend geschildert und lassen den Leser mitfühlen! Der Kampf gegen die Krankheit, die Rückschläge und das erneute mutige Kämpfen von Lia haben mich sehr bewegt. Das Ende macht Mut und lässt den im Laufe des Lesens immer wieder hoffenden Leser nicht falsch liegen! Erschreckend ehrlich und direkt wird der Verlauf einer schlimmen Krankheit eindrucksvoll erzählt. Es hat das Potential junge Menschen anzusprechen und aufmerksam zu machen, jedoch ist es meiner Meinung nach wichtig, dabei zu begleiten oder die Reife des Jugendlichen gut einschätzen zu können, da es sonst leicht überfordern kann, daher 3 von 5 Sternen.

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