Laurie Lee An einem hellen Morgen ging ich fort

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Inhaltsangabe zu „An einem hellen Morgen ging ich fort“ von Laurie Lee

Ein kleines Zelt, eine in eine Wolldecke eingewickelte Geige, Wäsche zum Wechseln und eine Dose Kekse: Das ist die ganze Ausrüstung Laurie Lees, als er an einem strahlenden Junimorgen sein Heimatdorf in Gloucestershire verlässt und sich auf den Weg nach London macht. „Neunzehn Jahre war ich alt, noch nicht trocken hinter den Ohren, aber ich verließ mich auf mein Glück.“ Mithilfe seines Geigenspiels schlägt er sich als liebenswürdiger, alle Eindrücke intensiv erlebender Vagabund zunächst bis London durch. Da Laurie weder ein anderes Land noch eine andere Sprache kennt, wählt er Spanien als nächstes Reiseziel, er betritt es in Vigo und durchwandert es bis nach Gibraltar, macht Bekanntschaften mit Bauern und Bettlern, den Armen und Ärmsten, musiziert für Brot und Wein und schläft in Olivenhainen und einfachsten Bauernhöfen. Es ist das Jahr 1935, und der kommende Bürgerkrieg wirft seine Schatten voraus.

Sehr opulente und bildgewaltige Sprache. Oft eher Reiseführer als Reisebericht, weshalb es mich nur streckenweise richtig packen konnte!

— Miamou
Miamou

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    An einem hellen Morgen ging ich fort
    Miamou

    Miamou

    17. September 2016 um 14:28

    An einem hellen Morgen macht Laurie Lee sich auf den Weg, durchquert England, erlebt London und landet schließlich in Spanien, das er von Vigo bis Sevilla zu Fuß durchquert und schließlich im spanischen Bürgerkrieg landet. Sein wichtigstes „Werkzeug“ ist seine Geige. Er macht Bekanntschaft mit Bauern und Bettler und mit den Ärmsten der Armen, er musiziert für Brot und Wein und schläft in Olivenhainen, Bauernhöfen und billigen Gasthäusern. Mit einer sehr ausdrucksvollen und opulenten Sprache legt Laurie Lee dem Leser seine Reise dar. Dabei wird er nahezu poetisch: „Der dicke lautlose Staub, den eher die flirrende Hitze als ein sich regendes Lüftchen aufrührte, kroch mir in die Sandalen und zwischen die Zehen, legte sich wie Raureif auf meine Lippen und Wimpern und fiel in die atemlosen Kelche der Mohnblumen am Weg, um sie mit einer kühlen Illusion von Schnee zu erfüllen.“ Oder als er Gibraltar von der spanischen Küste aus zum ersten Mal erblickt: „Afrika, Spanien und die weite Fläche des Golfes, alles schimmerte in einem dunklen, bronzefarbenen Licht. Nur Gibraltar nicht; es lag abseits wie ein Eindringling, als hätte man es von Portsmouth hierhergeschleppt und vor der Küste verankert, zusammen mit seinem trüben Wolkenhimmel.“ Man könnte hier endlos lange noch Zitate finden. Für mich waren der Sprachtonus und der Schreibstil das wirklich riesige Plus in diesem Buch. Und trotzdem konnte mich die gesamte Erzählung nur an wenigen Stellen so richtig packen und mitnehmen. Laurie Lee beschreibt seine Reise und zeigt dabei kaum emotionalen Tiefgang. Zunächst dachte ich mir, dass es sich um eine Art Tagebuch handelt, dass er über seine Reise führt. Manchesmal bekommt man auch diesen Eindruck. Für mich wirkte es aber über weite Strecken eher so, als ob ich einen Reiseführer gelesen hätte… (auch, wenn er in einer besonders tollen Sprache war). Seitenlang lässt Lee sich über die Vegetation der spanischen Sierra aus und beschreibt Wetterphänomene. Wenn er mal die spanische Lebensweise aus seiner Sicht erzählt oder wenn er über seine Reisebekanntschaften berichtet, so ist das gar nicht uninteressant, aber für meinen Geschmack hat er in diesem Buch zu wenig Raum dafür gelassen, weswegen immer eine gewisse Distanz da war. Nur am Ende erkennt man seine tiefe Leidenschaft für Spanien und seine Bewohner. Er kehrt aufgrund der anrollenden Kriegswirren wieder nach England zurück. Und obwohl er dort (noch) in Frieden leben kann, weiß er, dass er in Spanien etwas von sich zurückgelassen hat und dass er dort zurückkehren will. Er setzt alles daran, wieder nach Spanien zu gelangen, auch wenn das bedeutet, dass er in den Krieg muss. Alles in Allem lautet meine Leseempfehlung: Wer ein Buch mit einer wunderbar - einmaligen, poetischen, bildgewaltigen Sprache lesen will, wird hier sicher fündig. Lees Erzählungen konnten mich persönlich zu wenig mitnehmen und hätte durchaus mehr emotionales Potential miteinbringen dürfen. Schließlich begleitet man ihn auf einer einjährigen Reise durch ein ganzes Land.

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