Laurie Maerov Copykill

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Inhaltsangabe zu „Copykill“ von Laurie Maerov

Nach e. Drehbuch v. Madsen David Mit Farbphot. 265 S.

sehr gutes Buch zu sehr gutem Film

— SaintGermain
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    Copykill

    SaintGermain

    19. November 2015 um 14:00

    San Francisco wird von einer unheimlichen Mordserie erschüttert. Ein Killer kopiert bestialisch präzise die Taten berühmter Serienmörder. Auf der Jagd nach dem psychopathischen Schlächter geraten eine Psychologin und eine abgeklärte Polizistin selbst auf die Todesliste... So steht da hauptsächlich das psychologische Katz-und-Mausspiel zwischen der Psychologin und Serienkiller-Expertin Helen Hudson und einem Mörder, der bekannte Serienkiller imitiert und es ganz offensichtlich auf die Protagonistin abgesehen hat. Der Clou hierbei ist, dass Hudson durch eine Nahtoderfahrung mit einem Serienkiller zu einer Agoraphobikerin wurde und dadurch seit 13 Monaten nicht fähig ist, ihr Appartment zu verlassen. Sie wird auf den Fall eines neuen Serienkillers aufmerksam, der in San Francisco wütet. Nun kommen die beiden Ermittler M.J. Monahan und Reuben Goetz  ins Spiel: Das Duo ist für diesen Fall zuständig und nimmt schließlich die angebotene Hilfe von Hudson an. Nach anfänglicher Belustigung über die "verrückte" Hudson entwickelt sich Respekt und Sympathie zwischen der Psychologin und den Ermittlern und man nimmt sich des Falls gemeinsam an.  So gibt es unterdrückte Gefühle seitens M.J. ihrem Partner Reuben gegenüber, der wiederum ein sachtes Interesse an Helen zu gewinnen scheint. Zu diesem Dreieck kommt noch Detective Nicolettihinzu, ein Kollege und ehemaliger Partner von M.J., der immer noch nicht über ihre Beziehung hinweg ist und den coolen Reuben verabscheut. Nun klingt das alles nach Romanze, ist es aber natürlich nicht. Gefühle werden hier angedeutet und machen die Figuren interessanter und die Beziehungen lebendiger, stehen aber nicht im Fokus. Sie bieten das Fundament der Geschichte, wodurch der Horror dann nur glaubwürdiger wird. So kann Spannung erst aufgebaut werden, denn wir sorgen uns tatsächlich um die Charaktere. In "Copykill" wird stilvoll mit Gewalt umgegangen, sie wird meistens nur angedeutet, der Film zieht seine Sogwirkung aus psychologischer Spannung und dem Spiel mit besagten Urängsten.  Auch bezüglich der Serienkiller-Thematik hat man ganz offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht, alles wirkt sehr authentisch und es wird viel die Psychologie eines Serienkillers erläutert. Auch bezüglich der Polizei-Arbeit und den dargestellten Charakteren und ihrem Alltag besticht "Copykill" durch hohe Authentizität. Somit ist "Copykill" ein plausibler Thriller für Erwachsene, so wie es sie in den Neunzigern noch deutlich öfter gab wie heute, statt Explosionen, übertriebener Gewalt und anderen Geschmacklosigkeiten, bietet "Copykill" Stil, Atmosphäre, Intelligenz, Realititätsbezug mit nachvollziehbarem Horror und starke Charakteren. Zudem wird auf Genre-übliche, haarsträubenden Wendungen kurz vor Schluss verzichtet und es geht hier auch nicht um eine klassische "Whodunit-Situation", bei der es um das Erraten des Killers geht, die Ambitionen von "Copykill" sind einfach andere.

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