Lautréamont Die Gesänge des Maldoror

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Inhaltsangabe zu „Die Gesänge des Maldoror“ von Lautréamont

Das verbotenste Buch des 19. Jahrhunderts - ein Klassiker der schwarzen Romantik Maldoror ist der gefallene Engel, der satanische Verführer, der Rache nimmt und Gott für die Erschaffung des Menschengeschlechts bestrafen will. Mit seinem einzig vollendeten Werk schuf Lautréamont einen ästhetisch kühnen, alle Tabus brechenden Gesang über Schmerz und Grausamkeit, der vielen Interpreten noch heute als eines der radikalsten Bücher der abendländischen Literatur überhaupt gilt.

Eines der kontroversesten Bücher des 19. Jahrhunderts. (

— Maldoror
Maldoror

Ziemlich heftig für 1870. Sprachlich ist es aber unübertroffen.

— NoraSchwarz
NoraSchwarz

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  • Wie im Rausch

    Die Gesänge des Maldoror
    katYES

    katYES

    12. January 2014 um 22:56

    Dieses Buch fordert den Leser heraus. Es ist zutiefst grausam und in einem rauschhaften Stil verfasst. Nachdem ich durch war, wusste ich zuerst nicht, was ich davon halten sollte. Auch jetzt schwanke ich noch zwischen Lob für die herausragende sprachliche Gestaltung und Kritik für die zähe Darbietung des Stoffes. Fest steht, dass mich dieses Buch getroffen hat. Es hat mich bewegt und mich emotional herausgefordert. Von manchen Beschreibungen und Stimmungssituationen war ich wie berauscht und konnte mich nicht losreißen.

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  • Rezension zu "Die Gesänge des Maldoror" von Lautréamont

    Die Gesänge des Maldoror
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    04. January 2012 um 12:15

    Yo, klar, Isidor Ducasse hat hier Weltliteratur verfasst. Maldoror, das absolut Böse, das mal gerne seine geschärften Fingernägel in Babyleiber reißt und so, whoa! Und dann auch noch in dieser völlig schwülstigen Sprache! Da geht jedem, der mal gerne schwarze Klamotten trägt, bestimmt das Herz (und die Hose?) auf. Ducasse macht es irgendwie anders als alle anderen, wahrscheinlich war er damals schon postmodern. Seine Symbolismen sind teilweise großartig, allerdings sorgt seine ecriture automatique halt oft auch für größtes Unverständnis beim Leser. Grotesk, absurd, bizarr. Literarischer Rausch und Vexierspiel der Sprache. Halluzination. Zeitgemäß? Niemals...dennoch lesenswert.

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  • Rezension zu "Die Gesänge des Maldoror" von Lautréamont

    Die Gesänge des Maldoror
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    26. January 2011 um 20:54

    "Jahrelang verbarg er seinen Charakter so gut er konnte; am Ende aber stieg ihm wegen dieser nicht natürlichen Anstrengung täglich das Blut zu Kopfe; bis er sich, unfähig, ein solches Leben länger zu ertragen, entschlossen in den Strom des Bösen warf...süße Hingabe!" In "Die Gesänge des Maldoror", welches in sechs Gesänge aufgeteilt ist, wird das Leben des Misanthropen Maldoror beschrieben. Dieser strebt danach, noch böser und gewaltsamer zu sein als die Menschen um ihn herum... Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten in dieses Buch reinzukommen, was vorallem an der sehr anspruchsvollen, aber auch schönen Sprache lag. Lautréamont verwendet oftmals verschachtelte Sätze, die sich über mehrere Zeilen hinwegziehen, wodurch der Leser sich sehr konzentrieren muss. Trotz der geringen Seitenanzahl ist "Die Gesänge des Maldoror" kein Buch, welches man an einem Nachmittag durchlesen könnte. Das liegt vorallem an den Themen, die hier verarbeitet werden: Lautréamont schildert die begangenen Schandtaten des Maldoror, wobei Mord noch die harmloseste ist. Diese steigern sich schließlich bis zu Kindesmissbrauch und Vergewaltigung. Manche dieser Themen sind auch heute noch aktuell und brachten mich dazu, das Buch manchmal sogar wegzulegen, weil es mir einfach zu viel wurde. Deshalb kann ich auch gut verstehen, warum "Die Gesänge des Maldoror" eine zeitlang sogar auf dem Index des Vatikans standen. Lautréamont schafft es außerdem den Leser absurderweise mit Maldoror leiden zu lassen. So schwankte ich zwischen Hass und Mitgefühl zu Maldoror. Mitgefühl, wenn er sich wieder einmal darüber beklagte nicht lachen zu können und Hass, wenn er ein kleines Mädchen vergewaltigte und grausam folterte. Mir stellt sich nun die Frage, ob ein Buch, welches den Leser zutiefst schockiert, gut ist oder nicht? Ich entscheide mich für ersteres und gebe "Die Gesänge des Maldoror" vier Sterne. Einen Stern Abzug gibt es, weil die Qualität des Buches gegen Ende immer mehr abnahm und ich dem Autor zeitweise überhaupt nicht folgen konnte.

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