Lavie Tidhar Osama

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Inhaltsangabe zu „Osama“ von Lavie Tidhar

Gewinner World Fantasy Award 2012 In einer Welt, in der Terrorismus nur in der Fantasie existiert, sucht ein Mann nach dem Schöpfer von Osama bin Laden. Joe ist ein Detektiv, wie er in vielen Büchern steht: wortkarg, hart im Nehmen, mit einer Vorliebe für Whiskey und einer Schwäche für schöne Frauen. Als eine solche ihn beauftragt, den Autor der Groschenromanserie Osama bin Laden aufzuspüren, beginnt ein ebenso gefährlicher wie undurchschaubarer Fall. Auf der Suche reist Joe um die Welt, ermittelt im Pariser Halbweltmilieu, in Londoner Privatclubs und Opiumhöhlen und auf einer Osama-Fan-Convention in New York. Auf seinen Fersen: die brutalen Agenten einer unbekannten Behörde. Wer Joe hilft, stirbt. Die Hure in Paris, die sich vor seinen Augen auflöst, der Privatdetektiv in London, der erschossen wird. Doch je näher Joe dem Autor kommt, desto größer wird das Rätsel um ihn, und Fragen drängen sich auf, die Joe lieber nicht stellen würde: Ist wirklich alles in den Osama-Romanen nur Fiktion? Und: Ist er selbst der, der er zu sein glaubt? Mit Osama hat Lavie Tidhar einen Thriller über Terrorismus und Selbstbetrug geschrieben, der dem Leser langsam aber sicher den Boden unter den Füßen entzieht.

Unkonventionell und besonders; anstrengend und fordernd, aber auch überraschend und gut durchdacht. Für Leser mit Anspruch.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Verwegen, begnadet, verwirrend... keinem Genre zuzuordnen. Ein kluges Buch, eine Herausforderung an die Konzentrationsfähigkeit. Lohnt sich

— TochterAlice

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  • Wenn's keiner so richtig versteht, muss es einfach anspruchsvoll sein

    Osama

    R_Manthey

    24. July 2015 um 14:40

    Wenn ein Buch einen Preis erhielt und es dennoch kaum einer so richtig versteht, dann muss es einfach anspruchsvoll sein. Oder doch nicht? Vielleicht hängt das auch ein wenig damit zusammen, wie sehr man seinem eigenen Urteil traut oder wie sehr man es letztlich selbsternannten Experten überlässt. Mein Eindruck von diesem Buch war eher, dass der Autor nach der Hälfte nicht mehr wusste, wie er aus der angefangenen Nummer wieder herauskommen soll. Wir befinden uns in einer Parallelwelt, in der es Osama bin Laden nur als Hauptfigur einer Serie von Schundromanen gibt. Allerdings werden in diesen Werken die tatsächlichen Terroranschläge unserer Welt deutlich genug beschrieben. Joe hat einige dieser Bücher in seinem Büro in Vientiane herumliegen. Dort arbeitet er als Privatdetektiv, was an sich schon reichlich sonderbar ist. Aber es wird noch merkwürdiger: Eines schönen Tages betritt eine ominöse Frau sein Büro, überreicht ihm eine schwarze Kreditkarte und verlangt, dass er den Verfasser dieser sogenannten Vergelter-Reihe findet. Wozu auch immer, das bleibt ein Rätsel. Joe düst also aus gutem Grund sofort nach Europa und beginnt seine Suche in Paris und London, wo er undurchschaubare Abenteuer erlebt. Bis dahin liest sich das Ganze wie ein wirklich gut geschriebener Detektivroman. Immerzu fühlt sich Joe verfolgt. Und irgendwie ist er es auch. Ein seltsames Komitee ist ihm auf den Spuren. Mal wird er zusammengeschlagen, mal in einen Schusswechsel im Londoner Untergrund verwickelt. Irrwirre nennt er das. Und immer durchzieht der typische Geruch von Opium die Handlung. Irgendwann jedoch beginnt sie im Opiumnebel zu zerfließen, und man verliert den Überblick, selbst als sich scheinbar alles auflöst. Jedenfalls erging es mir so. Natürlich kann man am Ende über diesen - wie sagt man so schön - das Nachdenken anregenden Text fleißig rätseln und dieses oder jenes in ihn hineininterpretieren. Doch wozu das alles? Vielleicht hat nicht jedes Rätsel eine Lösung, möglicherweise hat nicht jeder Anspruch auch Substanz, und vielleicht ist es einfach nur irrwirre, so wie Joe es vermutet. Immerhin war es wenigstens unterhaltsam.

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  • Anspruchsvoll mit vielen offenen Fragen

    Osama

    mcallonnec

    14. September 2014 um 14:25

    Der mit einem Fantasy-Preis geehrte Roman ist nicht das, was Fantasy-Leser eigentlich erwarten. Ein Privatdetektiv wird von einer unbekannten, ominösen Frau beauftragt, einen Schriftsteller zu finden. Dieser schreibt Trivialromane über Terrorismus und Osama bin Laden. Bis ca. zur Mitte des Romans liest sich das Ganze durchaus spannend, wie ein Detektivroman, ähnlich einem film noir der 40er Jahre. Dann wird die Sache aber immer verworrener: Joe, der Privatdetektiv, wird von einer mysteriösen Organisation verfolgt, Menschen in seinem Umfeld sterben oder dematerialisieren vor seinen Augen. Orts- und Zeitebenen der weiteren Geschehnisse verschwimmen vor den Augen des Lesers. Am Ende findet der Detektiv zwar die gesuchte Person, aber irgendwie auch sich selbst oder auch nicht. Und die Auftraggeberin bleibt eine undurchschaubare Figur. Dem Leser dieses anspruchsvollen Romans werden am Ende mehr Fragen als Antworten im Kopf herumgehen. Aber was der Autor eigentlich sagen will? Keine Ahnung.

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  • Verwirrend und mehrschichtig

    Osama

    Giuse

    20. March 2014 um 14:01

    Die Geschichte hat einen Helden, der raucht und trinkt. Chandler und Hammet. Schöne mysteriöse Frau taucht auf und gibt dem Detektiv einen Auftrag. Von Anfang an sind weder Bewegungsmotive noch Geschichte selbst klar erkennbar.  Die beschriebene Realität strotzt von Anspielungen an die echte Realität. Osama bin Laden ist eine Romanfigur. Der Detektiv wird in Kabul gefoltert - ein Gegenstück zu Guantanamo? KGG Agenten erinnern an den KGB.  Und es gibt Hinweise darauf, dass hier mindestens zwei oder drei Welten miteinander in Kontakt kommen. Detektiv Joe wundert sich, dass den Leuten weisse Kabel aus den Ohren hängen. Leute sind durchsichtig und verschwinden. Andere sitzen da und schloten. Die mysteriöse Frau erkennt er in den Wolken, im Himmel.. Am Schluss des Buches, bevor Joe dem Autor Longshott begegnet, kommen Opfer des Terroranschlags von 9/ 11 zur Sprache.. das dünkt mich die Schlüsselszene des Buchs. Die Geschichte hat für mich drei mögliche Interpretationen. Erste und einfachste: Ein durchgeknallter, traumatisierter und von Opium Abhängiger begibt sich träumend auf eine Reise, wo er ein paar Mal dem Tod nur knapp entkommt. Es ist ihm und dem Leser nicht klar, ob er sich wirklich in Paris befindet, oder ob er sich das Paris aus Erinnerungen und Gelesenem zusammengesetzt hat. Während dieser Reise verarbeitet er jene Eindrücke, die ihn so traumatisiert haben. Wahrscheinlich hatte er am Rande oder direkt mit mindestens einem der Attentate zu tun. (Bio von Tidhar). Die Realität verschleift sich und man bekommt einen Eindruck, wie im Film 'A Scanner Darkly'. Zweite: die Geschichte ist eine umgekehrt Erzählung. Im Wesentlichen geht es um die Absurdität und die Eskalation von Aktion und Reaktion zwischen nahem Osten und den ehemaligen Kolonialmächten. In Laos fängt es an, wie auch der Vietnamkrieg dort begonnen hat. Der Detektiv begibt sich auf die Spuren der Folgen dieser Interaktion zwischen Asien und neuer Welt. Der Autor streut Schnipsel um Schnipsel Hinweise aus. Das Bild bekommt seinen surrealen Charakter durch die Erscheinungsform seiner Figuren. Es gibt die Durchsichtigen, die Raucher, die KGG-Leute, die schöne Frau, .. ihr Kommen und Gehen hat ein Eigenleben, fast so, als wären sie schon tot und würden aus Erinnerung bestehen.. oder fast so, als wären es nicht Personen, sondern Gesetze, denen man sich beugen muss und welche von Individuen, die überall gleich vorzukommen scheinen, verkörpert werden.. Dritte: die traumatischen Erlebnisse Tidhars ( er ist zwei Male knapp einem Attentat der Al-Kaida entkommen) verarbeitet er, indem er sein Unterbewusstes nach Aussen kehrt und dessen Geschichte erzählt. Er bedient sich einiger Kunstgriffe, um diese Übergänge darzustellen. Die Realität wird wie ein Traum, wie eine Drogen-Halluzination, wie der Nachhall von Erinnerungen erzählt und er verflechtet das Ganze in einer Geschichte, wo er am Ende dort steht, wo er am Anfang war, ein wenig gereifter, ein wenig abgeklärter, etwas zufriedener mit sich selbst. Das Buch ist gekonnt konstruiert und geschrieben, die Bilder und Szenen hallen nach. Es ist heftig und doch nur ein Abklatsch der Wirklichkeit..  Leider hat das Buch bei mir ein unbefriedigtes Gefühl hinterlassen, ungesättigt, etwas enttäuscht. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr entdecke ich darin und deshalb sind die drei vergebenen Sterne wohl etwas wenig..

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  • Osama - Innovatives Verwirrspiel

    Osama

    Wassollichlesen

    25. January 2014 um 00:11

    Das Buch spielt in einer Welt, in der 9/11 und sämtliche Terroranschläge nicht stattgefunden haben. Es gibt keinen Terror. Es gibt keinen Osama bin Laden. Jedenfalls nicht real, sondern nur als Romanfigur. Als Superbösewicht, der scheinbar für alle Terroranschläge auf Erden verantwortlich ist. Das personifizierte Böse. Niemand kommt ihm auf die Spur und könnte ihn stoppen. Die Grundidee des Buches ist fantastisch. Sowohl im Sinne von fantasievoll (das Buch hat nicht umsonst den "World Fantasy Award gewonnen"), als auch im Sinne von genial... so viel Potential. Man stelle sich einmal vor, man lebe in einer Welt ohne Terrorismus und dann erscheinen Bücher, in denen solche Gräueltaten beschrieben werden. Wie ein Thriller aus der Zukunft oder eine Dystopie. Wie verrückt muss dieser Autor bloß sein, der solche Bücher schreibt. Oder doch bahnbrechend? Zwischendurch gibt es immer kleine "Leckerbissen" aus den Osama-Büchern, bei denen immer irgendwas auf irgendeine Art und Weise in die Luft fliegt. Zu Beginn, aber wirklich nur auf den ersten Seiten, startet das Buch völlig gewöhnlich: Eine Frau beauftragt einen Privatdetektiv, einen Mann zu finden; den Autor der Osama-Bücher. Und dann geht es los. Es wird undurchsichtig und abgedreht. Und verwirrend. Mir haben sich während des Lesens so viele Fragen gestellt, was es nun nicht leichter macht, über das Buch zu schreiben. Ich habe die ganze Zeit nicht so richtig durchblickt, was da vor sich geht. Also eigentlich fast von Anfang an.. bis zum Schluss. Vielleicht interpretiere ich auch zu viel in die Geschichte rein. Aber ich denke eher, dass ich sie nicht richtig kapiert habe. Nun, ich finde das Buch wirklich tiefsinnig und philosophisch. Es gibt viele starke Formulierungen und Sätze, die sicherlich für den ein oder anderen Denkanstoß sorgen. Abgesehen von der, wie eingangs erwähnten, tollen Grundidee. Aber tiefsinnige Sätze wie "Er dachte an Freiheit. Das war das, was man hatte, wenn man nichts mehr zu verlieren hatte." ergeben kein stimmiges Ganzes. Ich hatte am Ende der (meist kurzen) Kapitel oft das Gefühl oder vielmehr die Hoffnung, dass es im nächsten Kapitel richtig los geht und die Geschichte ins Rollen kommt. Aber daraus wurde nichts. Es wird nur noch verwirrender. Die Geschichte verbreitet eine bedrückende Grundstimmung. Wie kann es sein, dass sich bei mir beim Lesen einer Geschichte über eine Welt, in der es lediglich fiktiven Terror gibt, eine beklemmende Stimmung einstellt? Das Kapitel "Geistergeschichten" hat mich an dieser Stelle überrascht und verstört, weil es perfekt in die Geschichte eingefügt wird. Verstörend und real. Teilweise erinnerte mich die Geschichte, was die Stimmung angeht, an das Ende von Orwells "1984". Ein großes Thema im Buch ist die Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion. Ich wusste selten, und vermehrt gegen Ende des Buches, nicht, was wahr ist und was nicht. Und Joe, die Hauptfigur, genauso wenig.. Meine Güte, wie soll ich als Leser das denn wissen, wenn der Protagonist es noch nicht mal auf die Reihe bekommt..? Überhaupt macht Joe nicht den gesündesten psychologischen Eindruck. Und im Laufe der Geschichte verschlechtert sich dieser Zustand zusehends. Hat er Wahnvorstellungen? Ist er paranoid? Sind es lediglich Entzugserscheinungen? Wer ist er überhaupt und vor allem wann? Kommt er gar aus der Zukunft? Das mag jetzt alles völlig konfus klingen, aber solche Fragen haben sich mir gestellt und das ist nur ein Bruchteil meiner Gedanken.. Zumindest eine große Frage kann am Ende geklärt werden. Aber nicht, was der tiefere Sinn hinter all dem ist. Zumindest ist es für mich nicht ersichtlich. Fazit Das Buch bietet einige positive Aspekte, besonders ist hier wieder die überragende Grundidee zu nennen. Hinzu der ein oder andere (philosophische) Denkanstoß, was das Buch im Gesamtpaket auf eine Art "nachhaltig" macht. Allerdings stellte sich bei mir kein Lesefluss- oder Drang ein. Ich hatte einige Male das Gefühl, dass mein Kopf raucht und musste einige Stellen mehrmals lesen. Stellenweise habe ich mich gefühlt, wie Alice im Wunderland (was auch im Buch angedeutet wird). Das Buch könnte von 1-5 alle Eselsohren bekommen (ja, hahaha, das könnte jedes Buch..). Die Geschichte ist so kreativ und tiefsinnig. Wenn man sie noch öfter lesen würde, würde man 1000%-ig bei jedem Anlauf andere Blickwinkel für sich finden und dem Rätsel oder der Idee des Autors weiter auf die Spur kommen. "Osama" ist ein besonderes Buch. Speziell. Kein klassischer Roman. Jeder Leser wird seine eigene Interpretation bzw. mehrere von ihnen, für sich entdecken. Mir war "Osama" aber für einmaliges Lesen zu komplex bzw. kompliziert.

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  • Leserunde zu "Osama" von Lavie Tidhar

    Osama

    Rogner_Bernhard_Verlag

    Liebe Lesefreunde, Mitte Mai erscheint Lavie Tidhars neuer Roman Osama bei Rogner & Bernhard und wir möchten euch zu einer Leserunde einladen. Natürlich werden wir von Rogner & Bernhard an der Leserunde teilnehmen und mit euch diskutieren. Raymond Chandler meets Philip K. Dick In einer Welt, in der Terrorismus nur in der Fantasie existiert, sucht ein Mann nach dem Schöpfer von Osama bin Laden. Joe ist ein Detektiv, wie er in vielen Büchern steht: wortkarg, hart im Nehmen, mit einer Vorliebe für Whiskey und einer Schwäche für schöne Frauen. Als eine solche ihn beauftragt, den Autor der Groschenromanserie Osama bin Laden aufzuspüren, beginnt ein ebenso gefährlicher wie undurchschaubarer Fall. Auf der Suche reist Joe um die Welt, ermittelt im Pariser Halbweltmilieu, in Londoner Privatclubs und Opiumhöhlen und auf einer Osama-Fan-Convention in New York. Auf seinen Fersen: die brutalen Agenten einer unbekannten Behörde. Wer Joe hilft, stirbt. Die Hure in Paris, die sich vor seinen Augen auflöst, der Privatdetektiv in London, der erschossen wird. Doch je näher Joe dem Autor kommt, desto größer wird das Rätsel um ihn, und Fragen drängen sich auf, die Joe lieber nicht stellen würde: Ist wirklich alles in den Osama-Romanen nur Fiktion? Und: Ist er selbst der, der er zu sein glaubt? Mit Osama hat Lavie Tidhar einen Thriller über Terrorismus und Selbstbetrug geschrieben, der dem Leser langsam aber sicher den Boden unter den Füßen entzieht. Lavie Tidhar wuchs in einem israelischen Kibbuz auf und lebte seitdem in Südafrika, Großbritannien, auf Vanuatu und in Laos. Seine Kurzgeschichten und Romane wurden für diverse Preise nominiert. Mit Osama gewann Tidhar den World Fantasy Award 2012. Der Autor lebt zurzeit in London, und war dort und auf Reisen dem realen Terrorismus oft näher, als ihm lieb war. Wir suchen 15 neugierige Leserinnen und Leser, die Lust haben, Tidhars Roman zu lesen und eine Rezension zu schreiben. Hierfür verlosen wir Bücher inklusive Code zum eBook-Download, damit Ihr Osama klassisch gebunden oder praktisch auf eurem Reader lesen könnt. Dazu beantwortet uns bis zum 20. Mai folgende Frage: Wie heißt dein Lieblingsdetektiv aus einem Buch? Viel Glück! Wir freuen uns auf die gemeinsame Lesezeit. Natürlich sind auch diejenigen herzlich eingeladen, die sich das Buch selbst beschaffen und mit uns mitlesen wollen.

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    • 229
  • Irrwirre Vergeltung

    Osama

    28horseshoe

    14. July 2013 um 21:01

    Inhalt Ein Privatdetektiv wird von einer mysteriösen Frau beauftragt, einen Autor aufzuspüren. Die Groschenromane dieses Autors handeln von Terrorismus und Krieg, ihr Protagonist und Held ist Osama bin Laden. In der Welt des Privatdetektivs haben die Menschen keinerlei reale Erfahrungen mit Terror und Krieg. Trotzdem wird seine sich über mehrere Kontinente erstreckende  Suche zunehmend gefährlicher. Einschätzung Bisher habe ich noch kein anderes Buch rezensiert, bei dem es mir so schwer gefallen ist die Handlung kurz zusammen zu fassen. Alles blieb bis zum Schluss so nebulös und wenig greifbar. Genau so schwierig ist es, das Genre zu definieren: auf den ersten Blick liest sich der Text überhaupt nicht wie Fantasy, erst später werden immer mehr Verfremdungen auffällig. Die Haupthandlung spielt auf verschiedenen Kontinenten und die jeweiligen Orte werden ausführlich und anschaulich beschrieben. In welcher Zeit dies spielt bleibt aber unbestimmt, und da es dort keine Terroranschläge gibt würde ich es mir als eine Art Parallelwelt vorstellen. Es ziehen sich unzählige Hinweise, Fakten und Anspielungen auf reale Personen und historische Fakten durch den Text, häufig verfremdet. Das verstärkt den rätselhaften und geheimnisvollen Eindruck. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl dies Buch eher entschlüsseln zu müssen, was mir aber nur zu einem geringen Teil gelungen ist. Die eingestreuten Auszüge aus dem „Groschenroman“ sind durch die Schriftart herausgestellt, unterscheiden sich aber auch sprachlich deutlich vom übrigen Text: hier werden furchtbare Anschläge durch knallharte Fakten berichtet. Der Nachrichtenstil schafft dabei eine gewisse Distanz und ist gefühlsarm. Was mir von diesem Buch in Erinnerung bleiben wird: die seltsame und melancholische Stimmung, bei der ich oft an den Film „Casablanca“ denken musste (ohne wirklich sagen zu können warum). Ich finde es bewundernswert, dass sich ein Autor mit einem so hochaktuellen, brisanten Thema traut, literarisches Neuland zu betreten. In der Hinsicht fand ich das Buch interessant, wirklich begeistern konnte ich mich allerdings nicht dafür. Als nächstes Buch habe ich „The Reluctant Fundamentalist“ von Mohsin Hamid angefangen, was sich wesentlich flüssiger lesen lässt. Cover und Titel Die Ausstattung ist sehr hochwertig und verdient ein großes Lob. Das geheimnisvolle Motiv auf dem dunklen Cover wirkt durch den glänzend goldenen Titel noch stärker. Begeistert war ich auch von der Papierqualität und dem Lesebändchen, dieses Buch hält man einfach gerne in der Hand. Ein kleiner Schönheitsfehler auf meinem Buch ist ein grellgelber Aufkleber, der das Verlagslogo zeigt. Der runde Aufkleber lenkt von dem ebenfalls kreisförmig dargestellten Hinweis auf den Fantasy – Award ab, den dieses Buch gewonnen hat. Umgekehrt hätte es mehr Sinn gemacht. Es sollte immer die wichtigste Information besonders hervorgehoben werden, und in diesem Fall finde ich den Preis deutlich relevanter als den Verlag.  Fazit Eine einheitliche Bewertung für diesen Roman zu finden ist mir ebenfalls schwer gefallen, weil ich unterschiedliche Aspekte völlig verschieden einschätze:  die Ausstattung bekommt  auf jeden Fall  volle 5 Sterne, für die Lesbarkeit kann ich höchstens 2 Sterne geben, aber als literarisches Experiment und für das Thema an sich hat das Buch deutlich mehr als nur 5 Sterne verdient. Eine Kompromisswertung: 4 Sterne.    

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  • Vexierspiel

    Osama

    alasca

    11. June 2013 um 15:58

    Vexierspiel "Osama" hat zwar den World Fantasy Award 2012 gewonnen, der Fantasyfan sollte hier aber keinen typischen Fantasyroman erwarten; auch die Verlagskategorisierung als Thriller tut dem Buch keinen Gefallen, denn dafür fehlt es ihm an Tempo. Am ehesten könnte man den Roman als phantastischen Noir-Krimi bezeichnen; obwohl Teile des Romans in der Gegenwart spielen, erzeugt er eine Atmosphäre wie in einem Hard-boiled-Krimi der 1940er Jahre. Joe lebt in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, und ist Privatdetektiv. Eine Frau mit den üblichen Attributen (geheimnisvoll, schön, zerbrechlich etc.) beauftragt ihn, den Autor einer sehr erfolgreichen Reihe von Schundromanen zu finden, die alle Osama Bin Laden als Helden und gewalttätige Terroranschläge zum Thema haben. (In Joes Welt ist Osama rein fiktiv; Terror auch.) Joe begibt sich in Erfüllung dieses Auftrags auf eine Odyssee, die ihn nach Paris, London, New York und Kabul führt. Die Droge Opium, ein Privatclub namens The Castle, Hamlet und Ricks Café, frei nach Casablanca, spielen dabei eine Rolle. Dabei werden Zeit- und Ereignisebenen ständig gewechselt. Leute tauchen auf, sagen rätselhafte Dinge und dematerialisieren sich, etwa ins Nichts unter Hinterlassung einer Blutlache. Eine Menge Türsteher muss Prügel einstecken. Und auch mit den Identitäten ist das so eine Sache: Ist Joe überhaupt Joe? Ist überhaupt irgendjemand das, was er scheint? Zum Beispiel lebendig? Die gutwillige Leserin versuchte, sämtliche Anspielungen zu verstehen und alle Hinweise zu bemerken. Das war nicht einfach, denn beides findet sich etwa einmal pro Seite. Es gibt außerdem sehr ausführliche und atmosphärische Schilderungen der jeweiligen Schauplätze (zum Beispiel der Parc Monceau in Paris). Wer nun glaubt, dass er, indem er aufmerksam allen Hinweisen folgt, auf die richtige Spur geführt wird, wird enttäuscht. Das hat auch nichts mit dem üblichen Spurenlegen eines Krimis zu tun. Am Ende gibt es zwar eine Auflösung, aber die wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet. Joe, der Detektiv, ist auch keine Figur im klassischen Sinne. Er ist ein einsamer Wolf, trinkt zu viel Kaffee, ist hart im Nehmen, gibt lakonische Sätze von sich und so weiter - also eine Schablone, die nicht zum Sich-Identifizieren taugt. Das soll er auch gar nicht, denn dem Autor geht es nicht um psychologische Tiefe oder darum, eine Geschichte zu erzählen. Vielmehr ist dieses Buch so etwas wie ein literarisches Experiment, und man muss schon Spaß an solchen Konstrukten haben, um dem Roman etwas abgewinnen zu können. So blieb ich beim Lesen durchweg emotional unbeteiligt und versuchte stattdessen, dem verborgenen Sinn der Geschichte auf die Spur zu kommen, was zu völliger Verwirrung führte. Dabei ist das Buch durchaus virtuos geschrieben, sprachlich kreativ, voller literarischer, filmischer und historischer Anspielungen, die man besser als solche erkennt - siehe oben. Auf mich hatte der Roman einen ähnlichen Effekt wie das Drehen mit verbundenen Augen, bevor man als "Blinde Kuh" auf die Suche geschickt wird: Leichtes Schwindelgefühl mit richtungslosem Stolpern ohne Plan und mit Erfolg nur, wenn der Konterpart mitspielt. Das aber verweigert Lavie Tidhar; die Verwirrung scheint Selbstzweck des Romans, bis zum Schluss. Kann ich also dieses Buch empfehlen? Ich weiß nicht. Jedenfalls haben Sie so ein Buch garantiert noch nie gelesen.

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  • Das etwas andere Buch

    Osama

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. June 2013 um 11:42

    *INHALT* Joe lebt in einer Welt, in der Terrorismus nicht real ist - die Anschläge religiös motivierter Selbstmordattentäter, u.a. des elften September, existieren lediglich in Büchern der Reihe "Osama bin Laden: Vergelter". Eines Tages spaziert eine Frau in seine Detektei und möchte, dass er den Autor dieser Bücher ausfindig macht. Und Joe macht sich auf die Suche, nicht ahnend, worauf er sich eingelassen hat und was ihm alles auf seiner Reise um die Welt begegnen wird. *MEINE MEINUNG* Dieser Roman ist sehr unkonventionell und eigen. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich hinein gefunden habe und mit dem Konzept vertraut wurde. Vor allem die erste Hälfte des Romans ist sehr verwirrend; es gibt viele Unstimmigkeiten mit der Welt, wie wir sie kennen, doch dem Genre "Fantasy" hätte ich dieses Buch nicht zwingend zugeordnet. Doch gerade aus diesen Kleinigkeiten, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben, ergibt sich der Reiz dieses Romans. Immer wieder tauchen Anspielungen und Hinweise auf, die man nicht recht zuordnen kann und die dadurch auch Spannung erzeugen und neugierig machen, doch zeitweise hatte ich den Eindruck, dass der Autor zu viel vom Leser verlangt. Ich fand den Schreibstil toll, viele Sprachbilder, die Lavie Tidhar erzeugt, haben die Geschichte wie einen Film vor meinem inneren Auge abspielen lassen, und viele Gedanken und Ansätze fand ich wahnsinnig interessant; doch ich fand es auch anstrengend zu lesen und hatte größere Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren, als es normalerweise der Fall ist. Über viele Absätze musste ich ein zweites Mal lesen, und wurde immer wieder im Lesefluss gehemmt. Woran genau das lag, kann ich allerdings nicht sagen. Auch der Protagonist Joe ist sehr eigenartig - er entwickelt meiner Meinung nach keinen wirklichen Charakter; er wird über seine Taten und über die Gedanken, die er sich zu allem macht, definiert; doch wirkliche Eigenschaften oder Wesensmerkmale würden mit spontan nicht einfallen. Insgesamt fand ich das Thema und die Idee toll, doch die Umsetzung nicht ganz gelungen. Ich war zu oft verwirrt, habe zu wenig verstanden und für einige Anspielungen im Text fehlte mir das nötige Hintergrundwissen. Und auch über den Schluss musste ich länger nachdenken, bis sich mir die Intention des Autors erschlossen hat (oder zumindest das, was ich dafür halte). Ein sehr interessanter Ansatz, doch nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend sowie etwas zu fordernd und anspruchsvoll. Man muss sich für dieses Buch Zeit nehmen und jeglichen Störfaktor ausschließen.

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  • Die Geister der Toten

    Osama

    Shunya

    10. June 2013 um 00:09

    Joe ist Detektiv, hat eine Vorliebe für Whiskey und bekommt es mit einem sehr speziellen Fall zu tun. Er soll den Autor der Buchreihe Osama bin Laden aufspüren. Den Auftrag bekommt er von einer hübschen geheimnisvollen Frau. Joe macht sich auf die Suche nach Mike Longshott und reist dazu um die Welt. In Paris, London und New York ermittelt er und fällt dem KGG ins Auge, Leute um ihn herum sterben und die Suche nach Longshott wird immer verworrener, nimmt unbekannte Ausmaße an, bis Joe beginnt an seiner eigenen Existenz zu zweifeln. Lavie Tidhar hat mit Osama ein ausgesprochen verwirrendes und anspruchsvolles Buch erschaffen. Er führt den Leser durch die Irre, so dass man sich selbst bald nicht mehr sicher ist, was ist Fiktion und was nicht?  Was haben die Terroranschläge aus den Vergelterromanen von Osama bin Laden damit zu tun und wer ist Joe in Wirklichkeit? Nangilima, Vientiane, die geheimnisvolle Frau, die Männer in schwarz, es gibt viele Fragen und bis zum Schluss tappt der Leser größtenteils im Dunkeln. In diesem Buch bekommen die Toten eine Stimme und das Buch hat mich auf verwirrende Weise fasziniert. Das Buch ist in sechs Abschnitte eingeteilt. Die Kapitel sind alle sehr kurz, so dass man einfach immer weiter blättern muss, weil man endlich wissen will, was das große Ganze ausmacht. Joe wirkt anfangs etwas unnahbar, eben so wie man sich einen Detektiv vorstellt, wird im Verlauf der Handlung aber sympathischer. Der Autor nimmt sich Zeit für die Geschichte, die nur langsam in Gang kommt und beschreibt alles sehr ausführlich, was den Leser dazu anregt, zwischen den Zeilen zu lesen. Beim Lesen bekommt man unweigerlich das Gefühl einen alten Film vor Augen zu haben, was ich aber gar nicht mal so übel finde. Nach dem überraschendem Ende werde ich das Buch bestimmt noch einmal lesen und dann wahrscheinlich auch in einem anderen Blickwinkel sehen. Wer auf anspruchsvolle Literatur steht und sich auch gerne mal in die Irre führen lässt, Detektivgeschichten mag und mal wieder etwas Spezielles braucht, ist bei Osama genau richtig.

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  • Finde Mike Longshott!

    Osama

    Grandville

    08. June 2013 um 22:15

      Eines kann man diesem Buch mit Sicherheit nicht vorwerfen: das man es schnell vergisst. Seit Tagen habe ich es beendet und trotzdem schweifen die Gedanken immer wieder dorthin zurück und ich versuche zu verstehen.   Ein Buch für Rätsellöser, für Aufspürer, für Festbeißer, für Kino- und Literaturkenner. Ich bezweifle, dass ich alle Anspielungen und Fährten verstanden habe... ich habe meine eigene Theorie und vielleicht ist das auch das Ziel des Autors gewesen: jeder Leser wird sich seinen eigenen Reim darauf machen und zu einem anderen Fazit kommen. So wie jedes Leben (und Sterben) einmalig ist, ist es wohl auch mit der Deutung dieser Geschichte. Das kann aber auch ein Nachteil sein. Ich hätte mir zumindest den Schluß etwas einfacher und eindeutiger gewünscht. Ich kann verstehen, wenn es Leser gibt, die aufgeben. Eine ungewöhnliche Idee, mit ungewöhnlichen und interessanten Umsetzungen... man wird in die Welt von Joe hineingezogen und folgt ihm auf seiner Suche. Ein Film Noir in Buchform.   Nach einem für mich schweren Einstieg, der Stil des Autors ist für mich gewöhnungsbedürftig gewesen, war der Mittelteil fesselnd und aufgrund einiger Rätselentlarvungen auch unterhaltsam. Der Schlußteil allerdings war wieder etwas sperrig und der Epilog verwirrt einen dann am Schluß noch mehr. Das kann aber auch sehr reizvoll sein.   Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, allerdings nicht einfach. Keinem Genre richtig zuzuordnen: Krimi, Science-Fiction, Mystery?

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  • Eine ziemlich harte Nuss...

    Osama

    Moep

    07. June 2013 um 21:46

    Inhalt: Der Privatdetektiv Joe wird bald von einer mysteriösen Frau beauftragt, den Autor einer Buchreihe über fiktive Terroranschläge ausfindig zu machen. Mike Longshott ist sein Name und in seinen Werken thematisiert er immer wieder verschiedene Formen von Terrorismus, deren Drahtzieher und auch großer Held der Romane Osama bin Laden ist. An sich könnte man meinen, für Joe sei dies ein Leichtes, doch dann begibt er sich auf der Suche nach dem zurückgezogen lebenden Schriftsteller auf eine Reise um den Globus und begegnet ungeahnten Gefahren. Meine Meinung: Also schon einmal vorweg: Dieses Buch hat nicht einfach nur eine Handlung, sondern einen doppelten Boden. Daher verstehe ich „Osama“ auch nicht als einen konventionellen Thriller oder einen Krimi, denn im Grunde ist die Zuordnung zu einem Genre auch nicht ganz eindeutig. So ist "Osama" auch vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es eine Menge Fragen aufwirft, der Autor sehr viel Symbolik und metaphorische Tiefe mit einbringt, letzten Endes aber doch Vieles offen bleibt. Eines meiner größten Probleme war es, mir über die Charakterisierung der Figuren klar zu werden, denn so erfährt man im Grunde nichts über Joe und seine Auftraggeberin wie auch Osama bin Laden und vor allem den geheimnisvollen Mike Longshott. Das habe ich schon als sehr störend empfunden, denn wenn man sich ständig denkt „Hä?! Das verstehe ich jetzt nicht. Was soll das?!“ beeinträchtigt das doch ungemein den Lesefluss. Allerdings bin ich letzten Endes zu dem Schluss gekommen, dass dieses bewusste Schaffen einer großen Verwirrung auch gewissermaßen eine regelrechte Taktik des Autors ist. Es sind nämlich durchaus immer mehrere Interpretationsansätze möglich und auch ich konnte mir meine eigenen Gedanken über die mögliche Intention des Autors machen, obwohl ich nur sehr wenig verstanden habe. Dieses Buch ist eher für Menschen geeignet, die ein Buch gerne tiefer analysieren möchten und Spaß daran haben, eigene Vermutungen anzustellen und an einer eigenen Lösung herumzubasteln. Denn dafür bietet Lavie Tidhar eine ganze Menge Vorlagen, da er häufig auf geschichtliche Hintergründe oder auch kulturelles und politisches Zeitgeschehen anspielt. Ich empfehle dieses Buch daher vielleicht eher an Deutschlehrer (*zwinker*) oder generell Menschen, die nicht sofort frustriert sind, wenn sie mal eine etwas härtere Nuss wie diese zu knacken haben, denn im Grunde nimmt man aus „Osama“ doch Einiges mit.

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  • Originell und sehr speziell

    Osama

    Buchliebhaberin

    07. June 2013 um 11:37

    Ich habe den Roman als kostenloses Leserunden-Exemplar erhalten, ganz herzlichen Dank dafür an den Verlag! "Osama" ist ein sehr spezieller Roman, in dem vordergründig eine Noir-Detektivgeschichte erzählt wird. Auf einer anderen Ebene geht es um Wahrheitsfindung in vielerlei Gestalt, um Terrorismus in all seinen Facetten - Lavie Tidhar gibt den Opfern auf eine sehr gelungene Weise eine Geschichte und eine Stimmung - sowie um Bücher und das Lesen. Voller Anspielungen auf Literatur und Kino schlängelt sich der Roman durch alternative Realitäten, die dann und wann in die Unsrige münden. Lavie Tihar lässt einen rätseln und zwingt zum Nachdenken, gerade der Schluss lässt viel Interpretationsspielraum offen. Tidhar's Sprache hat mich vollkommen gefangengenommen: Er zaubert dem Leser unauslöschliche Bilder in den Kopf, berührt und fesselt auch auf der emotionalen Ebene. Vor allem ist dieses Buch aber ein intellektuelles Vergnügen - das sich mir nicht völlig erschlossen hat und deshalb zum Noch-Einmal-Lesen auffordert. Aufgrund seiner vielen Ebenen und seiner sprachlichen Qualität ist "Osama" schon fast literarisch zu nennen. Mit "Osama" bin ich zum Lavie Tidhar-Fan geworden, denn er setzt außergewöhnliche Ideen und Themen originell um, die sich nicht in ein Genre pressen lassen.

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  • Irrungen durch andere Dimensionen

    Osama

    TochterAlice

    06. June 2013 um 22:33

    Joe lebt in Vientiane, Laos und ist Privatdetektiv. Im Auftrag einer geheimnisvollen jungen Frau soll er Mike Longshott, den Autor einer Serie von Schundromanen über Osama Bin Laden, einen fiktiven Terroristen, offenbar verantwortlich für eine Reihe von Anschlägen bspw. in London, Agypten - die dem politisch interessierten Leser auf eine beklemmende Art ausgesprochen bekannt vorkommen werden, ausfindig machen.  Ein Auftrag, der zu einer Odysee fast rund um den Erdball wird. Paris, London, New York, Kabul... überall trifft Joe auf die allermerkwürdigsten Wesen wie Irrwirre und Flüchtlinge - aber keine Spur von Mike Longshott. Oder doch - es gibt schon Gestalten, die immer wieder auftauchen und Joe nicht minder als den Leser verwirren. Was ist real, was nicht, ist überhaupt etwas real und wenn, dann in welcher Dimension? Verwegen, begnadet, verwirrend... keinem Genre zuzuordnen. Es kommen zwar immer wieder Assoziationen zu klassischen Noir-Filmen bzw. klassischen Detektiv-Romanen, denn Joe ist ein Ermittler alter Schule, aber dann schieben sich doch wieder andere Elemente dazwischen. Ein kluges Buch, eine Herausforderung an die Konzentrationsfähigkeit. Auf dieses Buch muss man sich einlassen, sich damit verbünden - und es wird kein einfacher Bund, diese Leseallianz, denn vieles wirkt nicht nur auf den ersten Blick überaus irritierend und kann vom Leser auf unterschiedlichste Weise interpretiert, angenommen oder abgelehnt werden. Also: kein Buch für einen kurzen Zwischenstopp, sondern eines, das polarisiert, Fragen aufwirft, nervt, den Leser ärgerlich und kurz darauf wieder andächtig werden lässt - kurzum: kein Buch für eine Nacht! Für einige, deren Geschmack es so überhaupt nicht trifft, ist es ein Buch für keine Nacht, nicht mal für eine Mittagspause, aber die, die sich - auf unterschiedlichste, überaus persönliche Art und Weise - darauf einlassen, die lässt es so schnell nicht los.

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  • Irrwirre

    Osama

    Postbote

    04. June 2013 um 13:26

    Ein Roman Thriller oder Krimi der besonderen Art. Schon der Titel lößt schrecken aus "Osama".Verbunden mit Terror und Gewalt was in dem Buch immer wieder realistisch beschrieben wird,enstehet diese Geschichte. Joe ein Detektiv aus Laos bekommt von einer Frau einen Auftrag er müsste Mike Longshott finden. Mike ein Autor von den Büchern Vergelter, wo Osama sein Held spielt.Joe begibt sich auf den Weg den Auftrag zu erteilen. Somit beginnt eine Irrfahrt für Joe das er selbst sich hat nicht träumen lassen.Er kommt in die tiefste Unterwelt von Drogen, Gängstern und Prostituierten die mit allen Wasser gewaschen sind.Er will diesen Auftrag erfüllen.Es ist am Anfang alles sehr spannend und mit gefährlichen Szenen gespickt. Wobei  mich beim lesen immer wieder die Frage gestellt hat warum er diesen Schriftsteller finden soll und was das für  eine Rolle spielt. Diese Erwartung hielt für mich die Spannung an. Joe wird von wichtigen KGG Leuten immer wieder gewarnt nicht mehr weiter zu machen. Sie haben Ihn mehrmals schlimm zugerichtet. Joe hat weiter gemacht.Zum Schluss wurde das sein Verhängnis und Joe ist einem Gefängnis in Kabul gelandet von den KGG Leuten.Er überlebt die Folter. Der schluss bringt zwar den Erfolg für Joe,aber es stellte sich wieder die Frage was hatte es für einen Sinn diesen Mike zu finden. Was auch bis zum Schluss offen bleibt.Vieles ist wie im Traum oder wie unter Drogen geschrieben. Oft nicht durchschaubar. Man will weiterlesen in der Hoffnung das es durchschaubarer wird.So ist in dem Buch immer wieder Abschnittsweise die Konzentration sehr gefragt.Oft fragte Ich mich,kappiere Ich jetzt gar nichts mehr.Ich denke das Die Geschichte eine Art Aufarbeitung von selbst erlebten Terror und Trauma ist. Es hat mir trotzdem Spass gemacht dabei zu sein. Das Buch hat schon auch einen Eindruck bei mir hinterlassen.Ich denke es wird mich immer wieder aus meinem Buchregal anschauen und sagen,nimm mich nochmals.

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  • Ein Thriller der anderen Art

    Osama

    LeChristoph

    03. June 2013 um 17:43

    Eine geheimnisvolle Frau beauftragt den Detektiv Joe, den Autor Mike Longshott ausfindig zu machen. Longshott ist der Verfasser der beliebten Schundroman-Serie "Osama bin Laden - Vergelter", in der es um allerlei Terroranschläge (in der Welt von "Osama" existiert Terrorismus lediglich in Romanen) geht. Diese an sich recht einfache Aufgabe stellt für Joe, der auf der Suche nach dem zurückgezogen lebenden Schrifsteller um die halbe Welt reist, bald eine tödliche Gefahr dar... Ein Thriller im herkömmlichen Sinne ist Lavie Tidhars "Osama" auf keinen Fall - und das nicht nur wegen der Tatsache, dass Ereignisse aus unserer realen Welt im Universum des Buchs nur Fiktion sind. Das Buch wirft letzten Endes mehr Fragen auf, als es beantwortet. Wer Joes Auftraggeberin ist und warum sein Auftrag so brisant ist, dass ihm gleich mehrere Personen und Organisationen nach dem Leben trachten, bleibt ebenso im Unklaren wie die Existenzen von Mike Longshott und Osama bin Laden. Wer gerne selbst Vermutungen und Interpretationen (genügend Anregungen dafür gibt Lavie Tidhar mit zahlreichen Anspielungen aus Geschichte, Politik und populärer Kultur)  anstellt und obendrein noch Freude an Noir-Krimis hat, wird mit "Osama" viel Spaß haben. Für alle anderen dagegen könnte das Buch schnell frustrierend werden.

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