Aminata ist elf Jahre alt, als sie ihrer zufriedenen Kindheit in Afrika entrissen wird und entführt und als Sklavin nach South Carolina gebracht und verkauft wird. Nie vergisst sie ihre Herkunft, nie ihre Heimat. Sie versucht zu lernen, was zu lernen ist, zu überleben und einen Weg in die Heimat zu finden. Aber am Ende geht es um so viel mehr.
Zu lesen, wie grausam Menschen gegenüber anderen Menschen sein können, mit dem Wissen, dass Aminatas Geschichte nur eine von unendlich Vielen ist, macht dieses Buch um so beeindruckender. Denn während die elfjährige Aminata dank ihrer Jugend die Überfahrt in die Sklaverei überlebt, ist es später ihr Wille und ihre Intelligenz, die sie stetig wachsen lässt, den Horror ertragen, ihm zu entrinnen und ihm gar die Stirn zu bieten. Aminata entwickelt sich über die Jahre zu einer starken Persönlichkeit, die immer wieder eintritt um anderen zu helfen. Dem Autor gelingt es punktgenau Aminatas Entwicklung aufzubauen, den richtigen Ton beim Erzählen zu treffen und die Stärke seiner Protagonistin wirken zu lassen. Schon nach kurzer Zeit mag der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen, ist beeindruckt, noch während er sich vor Abscheu schüttelt.
Mein Fazit: Im Rahmen einer Lesegruppe bin ich nur zufällig über das Buch gestolpert und konnte es von Anfang an kaum noch aus der Hand legen. Ich kann nur Jedem empfehlen, sich die Muße für dieses rundum stimmige, beeindruckende, erschreckende und deutliche Werk zu nehmen. Warum haben wir solche Bücher nicht in der Schule gelesen?











