Lawrence M. Krauss Ein Universum aus Nichts

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Inhaltsangabe zu „Ein Universum aus Nichts“ von Lawrence M. Krauss

Warum gibt es alles und nicht nichts? Worüber sich Philosophen seit Jahrhunderten den Kopf zerbrechen, darauf weiß die Physik Antwort: Nach den neuesten Erkenntnissen kann durchaus alles aus dem Nichts entstanden sein. Und mit Lawrence Krauss ist das gar nicht so schwer zu verstehen. Ironisch, böse und zugleich mit einem Augenzwinkern weiß Krauss selbst die Erkenntnis, dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach auch im Nichts verschwinden werden, höchst amüsant zu präsentieren, und schont dabei niemanden: weder Philosophen noch Theologen noch sich selbst. Die Frage nach der Entstehung unseres Universums ist eine der bemerkenswertesten Erkundungsreisen, die die Menschheit je unternommen hat. Einstein, Hubble, Relativitätstheorie, Inflation und Quantenmechanik – kein Bereich der Kosmologie, über den Lawrence Krauss nicht verständlich und vor allem spannend zu erzählen weiß. Dabei fragt er immer auch nach den Quellen unseres Wissens: Wie hat sich unsere Vorstellung vom Ursprung aller Dinge entwickelt? Weshalb wissen wir, was wir heute wissen? Und warum können wir davon ausgehen, dass das auch stimmt? Mit Ein Universum aus Nichts hat er ein Buch geschrieben, das schlau macht – voller Seitenhiebe gegen die theologische Zunft und alle anderen esoterischen Welterklärungen. Ganz ohne Berechnungen.

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    Ein Universum aus Nichts
    HeikeG

    HeikeG

    20. May 2013 um 15:38

    Der Physiker Richard Feynman, dem es mit seinen legendären Vorlesungen wie keinem anderen gelungen ist, die Physik aufregend und interessant darzustellen, wartete immer wieder und allzu gern mit einem seiner berühmten Bonmots auf. So konnte es passieren, dass er sich an Menschen wandte und zu ihnen sagte: "Sie werden nicht glauben, was mir heute passiert ist! Sie werden es einfach nicht glauben!" Auf die erstaunte Frage seines Gegenübers, der wissen wollte, was denn geschehen sei, pflegte er zu antworten: "Absolut nichts!" So banal und trivial diese Antwort auch klingen mag, so ist sie doch in gewissem Sinne bemerkenswert und überaus spannend. Denn wir alle befinden uns in einem vom Nichts dominierten Universum. Die Materie, also alle sichtbaren Strukturen wie Sterne, Galaxien und ihre darauf befindlichen Lebensformen wurden aller Wahrscheinlichkeit nach durch Quantenfluktuationen aus dem Nichts hervorgebracht. Lawrence M. Krauss setzt gleich noch eines drauf. Denn auf die Frage, warum es statt nichts überhaupt etwas gibt, antwortet er: "Das wird nicht lange so bleiben." Na toll! Dann sollten wir wohl die Vorstellung genießen, solange wir noch können. Denn wenn man dem international anerkannten Professor für theoretische Physik Glauben schenken darf, dann leben wir vielleicht im schlechtesten aller bewohnbaren Universen. Da hatte wohl der US-amerikanische Baseballspieler und -manager "Yogi" Berra mit seinem denkwürdigen Satz doch nicht so unrecht, als er meinte: "Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war." Es fällt schwer, sich zu veranschaulichen, dass all die so plötzlich erscheinenden schönen und wundervollen Objekten - angefangen von Schneeflocken an einem kalten Wintermorgen bis hin zu strahlenden Regenbögen nach einem Sommerschauer am späten Nachmittag, von blinkenden Sternen am dunklen Nachthimmel oder dem satten Grün einer Frühlingswiese -, dass alles irgendwann wohl in einer großen dunklen Weite aus Nichts enden wird. Aber mindestens genauso schwer ist die Vorstellung, weshalb es statt nichts überhaupt etwas gibt. Wie die moderne Naturwissenschaft diese fundamentale Frage angehen kann und tatsächlich angeht, folgt Krauss. Seine Erkundung gleicht einer stürmischen Tour zu den fernsten Gebieten unseres expandierenden Universums - von den frühesten Momenten des Big Bang bis in die ferne Zukunft. Er führt die jüngsten Erkenntnisse der Kosmologie vor, die mit der Entdeckung der Energie und der Geometrie des Raums zu tun haben. Laurence M. Krauss wiegt das Universum, unterzieht dunkler Materie und Energie einer Untersuchung, verfolgt das Licht und "spielt" mit Antimaterie und virtuellen Teilchen. Gerade bei letzteren zeigt sich, dass sie verantwortlich sind für den größten Teil unserer Masse und all dessen, was im Universum sichtbar ist. Wohltuend beharrt der Physiker bei seinen Ausführungen keineswegs auf einer starren Doktrin, sondern fasst immer mehrere Eventualitäten ins Auge. Denn möglicherweise "machen wir sowohl buchstäblich als auch metaphorisch viel Lärm um nichts. Zumindest könnte es sein, dass wir zu viel aus dem Nichts machen, das unser Universum dominiert! Vielleicht gleicht unser Universum ja eher einer Träne in einem multiversalen Ozean aus Möglichkeiten. Es könnte sein, dass wir nie eine Theorie finden, die beschreibt, warum das Universum genau so sein muss, wie es ist. Oder wir finden sie." Fazit: Laurence M. Krauss' Exkurs ist bei Weitem kein Kinderspaziergang. Wie sagt der Autor selbst: "Der leere Raum ist kompliziert." Das Buch nötigt dem Laien einiges an Wissen ab, auch wenn Krauss' Ausführungen bemüht sind, allgemeinverständlich zu bleiben. Dennoch ist es nicht als Einstieg in die Materie zu empfehlen. Ein gewisser Sachverstand für Kosmologie, Quantenmechanik und natürlich Physik kommt dem Leser durchaus zu gute. Trotzdem ist die Wanderung durch das Nichts eine erhellende, intelligente, horizonterweiternde und überaus spannende Entdeckungsreise, "um ein episches Bestreben, den Kosmos in Größenordnungen zu erkunden und zu verstehen, die ein Jahrhundert zuvor schlicht noch unbekannt waren." Sie lässt zudem ein ums andere Mal innehalten, ob der immer wieder erstaunlichen Erkenntnis, wie die Natur die Richtung vorgibt, in die wir uns alle bewegen und von welchen Prozessen unsere Existenz letztlich gesteuert wird.

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