Leïla Slimani

 4.1 Sterne bei 375 Bewertungen
Autorin von Dann schlaf auch du, All das zu verlieren und weiteren Büchern.
Leïla Slimani

Lebenslauf von Leïla Slimani

Die frankophone Stimme der Literatur: Leïla Slimani, geboren 1981 in der Hauptstadt Marokkos, ist eine französisch-marokkanische Autorin und Journalistin. Sie studierte an der Eliteuniversität Sciences Po in Paris Medien und Politik und arbeitete anschließend als Journalistin für das Magazin "Jeune Afrique". 

2013 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der in Frankreich preisgekrönt und verfilmt wurde. Ihr zweiter Roman, „Dans le jardin de l’ogre“, ist nicht weniger erfolgreich und wird in über zwanzig Länder verkauft. In Deutschland erscheint er 2019 unter dem Titel „All das zu verlieren“.

Neben Romanen schreibt Slimani auch Aufsätze und Essays, vor allem zu den Themen Feminismus und Islam, die international große Anerkennung erfahren. 2017 wurde ihr zudem offiziell eine Botschafterrolle für Frankophonie übertragen. Slimani lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Paris.

Neue Bücher

All das zu verlieren

 (89)
Neu erschienen am 13.05.2019 als Hardcover bei Luchterhand.

Warum so viel Hass?

 (3)
Neu erschienen am 13.05.2019 als Taschenbuch bei btb.

All das zu verlieren

 (3)
Neu erschienen am 13.05.2019 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

All das zu verlieren

Neu erschienen am 13.05.2019 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Alle Bücher von Leïla Slimani

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Dann schlaf auch du

Dann schlaf auch du

 (244)
Erschienen am 21.08.2017
All das zu verlieren

All das zu verlieren

 (89)
Erschienen am 13.05.2019
Sex und Lügen

Sex und Lügen

 (22)
Erschienen am 10.09.2018
Warum so viel Hass?

Warum so viel Hass?

 (3)
Erschienen am 13.05.2019
Dann schlaf auch du

Dann schlaf auch du

 (6)
Erschienen am 21.08.2017
All das zu verlieren

All das zu verlieren

 (3)
Erschienen am 13.05.2019
All das zu verlieren

All das zu verlieren

 (0)
Erschienen am 13.05.2019
Chanson douce

Chanson douce

 (5)
Erschienen am 03.05.2018

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Neue Rezensionen zu Leïla Slimani

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Rezension zu "All das zu verlieren" von Leïla Slimani

Verstörend menschlich
NeriFeevor 17 Stunden

All das zu verlieren ist ein Roman der französisch-marokkanischen Schriftstellerin Leïla Slimani, der im Frühjahr 2019 im Luchterhand Verlag, welcher dem Hause Randomhouse zugehörig ist, erschien. Slimani schildert in der Geschichte die nagende Unzufriedenheit ihrer Protagonistin, die trotz Familienleben, erfolgreichem Job und schönem Heim nicht glücklich ist.

Darum gehts

Adéle führt ein idyllisches Leben mit ihrem Mann Richard und ihrem gemeinsamen Sohn. Richard ist wohlhabender Chirurg und Adéle arbeitet als Journalistin. Mitten in Paris bewohnt die kleine Familie eine schicke Wohnung, sodass man glauben könnte, Adéle hätte alles, was eine Mutter und Ehefrau glücklich machen sollte.

Die junge Frau aber bricht immer wieder aus dem schönen Leben aus und gibt sich wildfremden Männern hin, die sie in Bars und Kneipen trifft. Auch vor Kollegen ihres Ehemannes schreckt sie nicht zurück. Ihr Doppelleben kann sie lange Zeit geheim halten und sogar ihre beste Freundin Lauren deckt Adéles Affären. Irgendwann jedoch bröckelt die Fassade und ein schwerer Verkehrsunfall ihres Mannes ändert alles.

Leïla Slimani beschreibt das Verhalten ihrer Protagonistin Adéle schonungslos offen und bringt so deren Zerrissenheit auf den Punkt. Die junge Frau provoziert und polarisiert durch ihre sexuellen Ausschweifungen und wirkt dennoch sehr menschlich. Die Frage, wie eine Frau ihrem Mann und ihrem Sohn das antun kann, schwingt beim Lesen immer mit und dennoch will möchte man Adéle mögen. Das macht die Einzigartigkeit von Slimanis Büchern aus: sie gibt immer Raum zum Nachdenken, lässt Interpretationen zu und ringt ihren Lesern Verständnis und Akzeptanz für ihre Figuren ab.

Die kurzen Kapitel spiegeln den fragwürdigen Lebenswandel von Adéle hinreichend wieder. Neben den gegenwärtigen Geschehnissen sind es zudem Rückblenden, durch welche die Geschichte lebt. Als Leser erfährt man vieles über die Kindheit von Adéle und lernt die Familien beider Ehepartner kennen, sodass sich manches Puzzleteil zusammenzufügen scheint. Der Erzählstil ist griffig und derb, die Beschreibungen und Handlungen Adéles haben mich manches Mal schockiert zurück gelassen.

Mich konnte Leïla Slimani wieder einmal vollends überzeugen. Sie schafft ein beschauliches Setting, ein nach außen hin perfektes Familienleben und zeigt auch dieses Mal menschliche Abgründe auf. Ich mag ihre direkte, ungeschönte Ausdrucksweise und den tiefen Blick in die Seele ihrer Figuren. Auch All das zu verlieren bleibt im Gedächtnis und wirkt noch lange nach. 

Ich danke dem Luchterhand-Verlag und Randomhouse.

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T

Rezension zu "All das zu verlieren" von Leïla Slimani

Emotional, authentisch, erschreckend
topper2015vor 3 Tagen

Das Cover passt hervorragend zum Inhalt. Es spiegelt die Ambivalenz der Protagonistin Adéle wieder. Auch die Frau auf dem Cover ist der den Beschreibungen der Figur aus dem Buch nachzuempfinden. 

Meiner Meinung beschreibt der Klappentext nicht annähernd die Zerrissenheit von Adéle, denn der Autorin Leila Slimani ist es gelungen diese Zerrissenheit auf eine solch emotionale Art und Weise darzustellen, dass der Leser in ihr Leid, ihre Ängste, ihre Wünsche und Gedanken hineingezogen wird. "All das zu verlieren" ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich nicht immer mit der Hauptfigur identifizieren muss, um die Gedanken und Gefühle nachzuempfinden oder Spaß am Lesen zu haben. 

Mit seinen 224 Seiten hat das Buch genau die richtige Länge, um gut in den Inhalt hineinzufinden, ohne dass man diesem überdrüssig wird. Dies wird ebenfalls durch die Einbettung der Geschichte in viele kurze Kapitel untertützt. 

Der Perspektivwechsel zum Ende hin hat mir ebenfalls gut gefallen und den Leser die Problematik von einer anderen Seite betrachten lassen. 

Außerdem sollte gesagt werden, dass "All das zu verlieren" kein Gute-Laune-Buch ist und eher die menschlichen Abgründe aufzeigt. 


SPOILER ZUM ENDE: 
Das Ende bringt eine Hassliebe mit sich, denn es ist ein offenes Ende. Man erfährt nicht direkt, was mit der Protagonistin, ihrer Sucht und ihrer Familie geschieht, erhält aber einige Anhaltspunkte. Interpretationen seitens des Lesers, bleiben nicht aus.

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Rezension zu "All das zu verlieren" von Leïla Slimani

All das zu verlieren
StephaniePvor 3 Tagen

Adele hat das perfekte Leben: eine tolle Arbeit als Journalisten, einen liebenden Ehemann, einen kleinen Sohn und viel Geld. Doch der Schein trügt: Adele ist unglücklich, rastlos und ihr Leben erfüllt sie nicht. Daher ist sie immer auf der Suche nach etwas, das ihre Wünsche und Bedürfnisse befriedigt. Sie trifft sich mit anderen Männern und beginnt mit mehreren eine Affäre, zudem ist sie auch dem Alkohol nicht abgeneigt. Obwohl sie weiß, dass sie durch ihr Verhalten ihre Familie aufs Spiel setzt, ist sie nicht in der Lage etwas zu ändern.

 

Leila Slimani beschreibt sehr oberflächlich das Leben einer rastlosen Seele ohne dabei in die Tiefe zu gehen. Ich bin daher leider sehr enttäuscht von dem Buch, da ich mir viel mehr erhofft habe. Ich hätte mir eine tiefgründigere Behandlung von Adeles Verhalten gewünscht, aber stattdessen wurde ihr Handeln oftmals nur  sehr oberflächlich und beschreibend dargestellt. Weder der Auslöser noch die Folgen für Adeles Gefühlswelt wurden beschrieben.  Es finden sich immer wieder Rückblicke in Adeles Vergangenheit, die allerdings auch nicht ihr Handeln erklären. Zudem waren mir viele der Szenen zu belanglos für die restliche Handlung, wohingegen andere, meiner Meinung nach interessante Passagen nur sehr kurz, oberflächlich beschrieben und sofort wieder gewechselt wurden.

 

Die einzelnen Protagonisten bleiben eher blass und unsympathisch. Gerade Adele schient ein psychisches Problem zu haben, das sie strikt leugnet. Sie und ihr Ehemann Richard befinden sich scheinbar in einer Co-Abhängigkeit, welche es beiden unmöglich macht etwas zu ändern. Die Resignation ist beim Lesen schwer auszuhalten und hat mich persönlich etwas heruntergezogen.

 

FAZIT:

Für mich persönlich war „All das zu verlieren“ ziemlich enttäuschend, da mir das Buch zu oberflächlich war. Mir fehlten der Tiefgang und eine Erklärung für Adeles Verhalten.  Da mich auch die Protagonisten nicht wirklich überzeugen konnten, vergebe ich 2 Sterne!

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Zusätzliche Informationen

Leïla Slimani wurde am 03. Oktober 1981 in Rabat (Marokko) geboren.

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von 11 Lesern aktuell gelesen

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