Leïla Slimani Dann schlaf auch du

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Inhaltsangabe zu „Dann schlaf auch du“ von Leïla Slimani

Der Preis des Glücks Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen? Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

Eiskalt, erschütternd & eindringlich. "Dann schlaf auch du" zeigt, was passiert, wenn Wärme im Leben fehlt & der Tunnelblick vorherrscht.

— Binea_Literatwo

Ein kurzweiliger Roman, der trotzdessen Raum lässt für Charaktere, die an Scham und gesellschaftlichen Konventionen zerbrechen.

— buchundbrimborium

Ein spannendes Protokoll über gesellschaftliche Kälte und deren mörderische Folgen - Literatur, die das Herz gefriert & den Atem raubt!

— DieBuchkolumnistin

Das Psychogramm einer Frau, eine vermeintlich perfekte Nanny, die zur Mörderin wurde & die Suche nach dem Warum. Eindringlich!

— elane_eodain

Auf seine ruhige Erzählart doch erschreckend, bewegend und hinterlässt mich Leser sprachlos. Absolut lesenswert!

— Buecherseele79

Leila Slimani zeigt auf, wie wenig man über Menschen weiß, egal, wie viel Zeit man mit ihnen verbringt

— Kleines91

Wem kann man seine Kinder anvertrauen?

— silvia1981

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

— Seehase1977

Packend und sehr gut geschrieben, empfehlenswert!

— Esse74

Eine düstere, sehr realistische Geschichte, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat.

— Marion2505

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  • Buchverlosung zu "Karolinas Töchter" von Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

    aufbauverlag

    Aus Verzweiflung gab sie einst ein Versprechen. Nun ist es an der Zeit, es zu erfüllen.Chicago, 2013: Die hochbetagte Lena macht sich auf die Suche nach den Töchtern ihrer Freundin, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschwunden sein sollen. Doch warum beginnt sie ihre Suche erst jetzt? Was für ein Geheimnis verbirgt sie? Polen, 1939: Lenas Vater kämpft gegen die deutschen Besatzer – bis er mit der ganzen Familie verhaftet wird. Nur die Tochter Lena bleibt zurück, gemeinsam mit ihrer Freundin Karolina kämpft sie fortan im Ghetto ums Überleben. Doch während Lena sich dem Widerstand anschließt, verliebt sich Karolina – in einen Deutschen. Hier zur LeseprobeJetzt bewerben!Wir verlosen 25x das Buch "Karolinas Töchter" von Ronald H. Balson. Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben.

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    • 26. October 2017 um 23:59
  • Eine Tragödie

    Dann schlaf auch du

    19angelika63

    18. October 2017 um 15:43

    KlappentextSie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.Myriam und Paul sind ein junges Paar, das in Paris lebt. Ihnen geht es finanziell gut. Sie haben eine kleine Tochter und einen kleinen Sohn. Myriam vermisst ihren Job, möchte wieder unter Menschen. Für einen staatlichen Krippenplatz verdienen sie zu viel, also denken sie über eine Nanny nach. Sie finden schließlich die 50jährige Louise. Am Anfang macht sich Myriam Sorgen und fühlt sich schuldig, dass sie ihre Kinder bei der Nanny lässt. Doch der Alltag und ihre eigenen Befindlichkeiten führen dazu, dass Louise sich immer mehr in ihrem Leben ausbreiten kann. Paul und auch Myriam sehen nicht, dass das Unheil auf sie zurast. Und dann passiert es …. Beide Kinder sind tot … „Und es stimmt. Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr perfektioniert Louise die Kunst, zugleich unsichtbar und unverzichtbar zu sein. (…) Louise ist da und hält diese fragile Konstruktion aufrecht. Myriam lässt sich bereitwillig bemuttern. Jeden Tag überlässt sie einer dankbaren Louise weitere Aufgaben. Die Nanny ist wie diese Schemen, die im Theater im Dunklen das Bühnenbild umbauen. (…) Louise wirkt hinter den Kulissen, unbemerkt und mächtig.“ (Seite 55)Die Geschichte fängt eigentlich mit dem Ende an. Direkt auf den ersten Seiten erfahre ich, dass die beiden Kinder Mia und Adam tot sind. Adam war sofort tot, hat nicht gelitten und Mia erlag später ihren schweren Verletzungen. Ich weiß auch wer die mutmaßliche Täterin war/ ist … Louise, die Nanny. Nach diesen ersten Seiten bin ich erst einmal geschockt.In einem Rückblick, bis hin zur Tragödie erzählt Leila Slimani die Geschichte von Paul, Myriam, Mia und Adam. Und die von Louise. Wie sich alle das erste Mal begegnen, und wie begeistert die Familie von der Nanny ist. Wie Louise zu einem unentbehrlichen Familienmitglied wird. Aber nicht alles ist so wie es scheint. Myriam wollte unbedingt Mutter sein. Bekommt das erste Kind und schnell danach das zweite. Doch das Muttersein füllt sie irgendwann nicht mehr aus, ist nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Sie will wieder zurück in ihren Beruf.Paul ist rund um die Uhr damit beschäftigt Geld ran zu schaffen. Erst für Myriam und sich, später für Myriam und die Kids und zu guter Letzt, um eine Nanny beschäftigen zu können.Louise ist eine Frau, die sehr einsam ist und eigentlich nur ein Heim/ Heimat sucht. Menschen mit und bei denen sie sich heimisch fühlt. Sie möchte geliebt werden.„Sie würde sie gern unter eine Glasglocke bannen, wie zwei lächelnde, erstarrte Tänzer auf dem Sockel einer Spieluhr. Sie sagt sich, dass sie sie stundenlang betrachten könnte, ohne es je leid zu werden. Dass sie sich damit begnügen würde, ihnen beim Leben zuzusehen, im Hintergrund zu wirken, damit alles perfekt ist, damit der Mechanismus nicht in Stocken gerät. Tief in ihrem Inneren ist sie sich jetzt sicher, brennend und schmerzhaft sicher, dass ihr Glück von ihnen abhängt. Dass sie selbst ihnen gehört und die beiden ihr gehören.“ (Seite 77)Obwohl dieses Buch nicht einfach ist, ist es hervorragend geschrieben. Jede Seite offenbart einen neuen Abgrund. Da ich ja bereits das Ende kannte, habe ich mich beim Lesen oft gefragt wer hat eigentlich Schuld am Tod der Kinder. Mal war es für mich Myriam, mal Paul, mal die Kids selbst und auch Louise gehörte dazu. Leila Slimani lässt mir als Leserin diesen Spielraum und das hat mir sehr gut gefallen. Ich denke letztendlich haben wir alle, die Gesellschaft, Anteil an dieser Tragödie. Eine Tragödie die tagein und tagaus überall auf dieser Welt geschehen kann. Für mich ist dies ein Buch, das noch lange nachwirkt und mich hoffentlich dazu bringt das ein oder andere Mal genauer hinzuhören und zu sehen.Undbedingt lesen!

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  • Was bleibt ist ein Scherbenhaufen.

    Dann schlaf auch du

    buchundbrimborium

    03. October 2017 um 19:38

    Ich habe mir am heutigen Tag ein Bild machen können. Von Familien. Von Frauen. Und von ihren Ehemännern. Ihren Kindern. Aber auch von einer gesellschaftlichen Trennung. Einer Schere, die weit auseinander geht. Von Menschen, die von einer Einsamkeit befallen sind, dass es wehtut. Zu allem Übel nicht nur ihnen selbst. Es gibt Momente in meinem Leben, da mag ich es mir tatsächlich nicht so dramatisch vorstellen – die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Ich denke, dass es schon irgendwie gehen wird, dass da Menschen sein werden, die einem unter die Arme greifen, dass man ja schließlich alles planen kann – das Leben. Myriam und Paul, dem Ehepaar aus dem Roman „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani aus dem Verlag Luchterhand, mag es ähnlich ergangen sein. Sie haben sich allerdings für eine andere Lösung entschieden. Eine Nanny sollte es sein. Vertrauensvoll. Engagiert. Erfahren. Den Fragen im Vorstellungsgespräch gewachsen. Und sie bekommen eine solche Nanny. Nounou nennen sie sie. Louise heißt sie mit bürgerlichem Namen und ist genau das, was die Familie aus einem besser gestellten Stadtteil von Paris sucht. Denn sie hütet nicht nur die ihr anvertrauten Kinder, sondern kümmert sich dazu noch um den Haushalt, wartet mit kleinen Überraschungen auf, fährt mit in den Familienurlaub. Myriam kann nun endlich wieder ihrem Beruf als Juristin nachgehen, Paul arbeitet wie jeher als Musikproduzent. Aber nach und nach schleicht sich noch etwas anderes ein. Abhängigkeit. Und zwar auf beiden Seiten. So wie Louise für die Erziehung der Kinder und damit auch das berufliche Leben der Eltern unentbehrlich wird, so kann sich selbst bald ein Leben ohne die Familie nicht mehr vorstellen. Ein schleichender Prozess setzt sich in Gang, dessen Verlauf die psychischen Auffälligkeiten der Kinderfrau nach und nach zutage fördern, während sich Myriam immer öfter mit der Frage auseinandersetzen muss, ob sie nicht gerade wieder vollkommen wegen so mancher Verhaltensweise der Nanny übertreibt. Bis es zu einem Unglück kommt, in dem alle Beteiligten die Verlierer sind. Für mich ist dieser Roman wie kein anderer. Und er wird mir nachhängen, das ist ganz deutlich. Denn in diesem schmalen Bändchen von nur knapp 230 Seiten werden ganz unterschiedliche Themen aufgegriffen, die allerdings schnell ein Ganzes ergeben. Da geht es um Frauen. Es geht um Frauen, die arbeiten, den Haushalt besorgen und bestenfalls noch wunderbare Kinder erziehen sollen. Gleichzeitig müssen sie sich damit konfrontiert sehen, den eigenen Idealen und Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Es geht hierbei um Myriam, die so unbedingt einem Beruf, den sie liebt, nachgehen möchte und von einem Leben, dass sie allein mit den Kindern in ihrer Wohnung führt, gelangweilt ist. Sie möchte mehr. Und wer würde es ihr verübeln? Es geht auch um Louise, die den Kontakt zu ihrer eigenen Tochter verloren hat. Die verwitwet in einer Wohnung mit einem einzigen Zimmer nahezu am Rande der Gesellschaft lebt, kaum Kontakte pflegt und sich einfach grundlegend einsam fühlt. Und diese Angst vor der Einsamkeit, die sie jeden Abend aufs Neue befällt, wenn sie nach der Arbeit nach Hause fährt, wird zu einem Unglück führen. Aber irgendwie ist es auch die Geschichte von Sylvie, Myriams Schwiegermutter, die weder unterstützend noch verständnisvoll auf ihre Schwiegertochter reagiert. Voller Unverständnis Vorwürfe macht was die Kinder und die Erziehung angeht. Für mich ist es auch eine Geschichte voller Scham. Scham, den eigenen Träumen und Wünschen nachgekommen zu sein. Diese immer wieder mit einem schlechten Gewissen in Verbindung bringen zu müssen. Allen Parteien gerecht werden zu müssen. Eine Scham der anderen Art ist auch auf der gegenüberliegenden Seite zu finden. Louise schämt sich. Wegen ihrer Wohnung, die sie angemietet hat, von Schimmel befallen und deren Fenster niemals sauber zu sein scheinen. Wegen ihrer Schulden, denen sie sich einfach nicht stellen kann – Briefe werden erst nicht geöffnet und dann vernichtet. Hilfsangebote kann sie nicht annehmen. Und was dann hinzukommt ist die Angst, die sich in ihr aufbaut. Die Angst davor, nicht mehr gebraucht zu werden – krampfhaft versucht sie, die ihr einzig einfallende und logisch erscheinende Lösung durchzusetzen. Allerdings ohne Erfolg. Ich finde diesen Roman grandios. Kurzweilig ohne platt zu wirken baut dieser Roman chronologisch eine Atmosphäre des Grauens auf. Wir Leser müssen uns am Ende entscheiden – kann man sich doch irgendwie doch mit beiden Parteien irgendwie identifizieren…

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  • Das lesenswerte Protokoll eines einsamen Lebens - mitten unter uns …

    Dann schlaf auch du

    DieBuchkolumnistin

    02. October 2017 um 21:08

    Zwei kleine Kinder sind gewaltsam verstorben. Das Baby, so der Arzt, habe nicht leiden müssen, anders sieht es bei der etwas älteren Schwester aus, der Teppich im Kinderzimmer ist blutgetränkt. Verantwortlich dafür ist ihre Nanny Louise, Mary Poppins im Wolfspelz. Dabei hatten die Pariser Myriam und Paul so ein gutes Gefühl bei ihr, sie las ihnen jeden Wunsch und jedes Problem von den Augen ab, wie ein Hausgeist sorgte sie sich um alles und jeden, wie ein Familienmitglied wurde sie aufgenommen. Aber je näher Louise dem jungen, erfolgreichen Ehepaar und ihren Kindern kommt, desto weniger Fragen werden gestellt. Viel zu groß sind die Probleme, die diese mit ihrem Alltag, ihrer Karriere und den eigenen Bedürfnissen haben, viel zu verblendet sind sie von der Sorge um sich selbst. Bis zum Schluss, bis zur Katastrophe setzt kein Begreifen ein für das, was in ihrem eigenen Heim geschieht … Die französische Autorin Leila Slimani wurde für diesen Roman mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet, er verkaufte sich in über 30 Länder. Das Problem der sozialen Kälte ist international, Louise könnte überall anheuern, in jeder Großstadt hätten Eltern ihr viel Geld dafür bezahlt, ihre Kinder bei Laune zu halten und bitte bloss nicht selbst noch Befindlichkeiten mitzubringen. Aber welch Mut, die Tat an den Anfang und die Aufklärung dahinter zu stellen und sie einfach so gut zu beschreiben, die Charaktere so sauber und messerschaft zu sezieren, dass sich die Spannung trotzdem weiter bis zum Schluß hält, gar steigert. Das wahre Grauen ist meist das, was uns am nächsten ist und hier setzt Slimani an. Sie lässt uns entscheiden, wer hier eigentlich Täter ist, wer welchen Anteil an der Schuld trägt, sie hat ihre Gesellschaftskritik so geschickt verpackt, dass man sich final selbst Vorwürfe macht. So kann dies nicht nur ein stilistisch feiner, auf hohem Spannungsniveau geschriebener und sehr unterhaltsamer Roman sein, sondern auch ein Ansatz, es besser zu machen, sich umzusehen, sich zu sorgen und zu kümmern, die zu hören, die sonst keine Stimme haben.  

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  • Wie gut kennst du die Nanny?

    Dann schlaf auch du

    Buecherseele79

    02. October 2017 um 11:28

    Myriam und Paul sind beide erfolgreich in ihrem Beruf doch der Erfolg wird ausgebremst als Myriam ihr erstes Kind bekommt- ihre Tochter Mila.Mila ist kein einfaches Baby und als dann kurze Zeit später Adam sich ankündigt ist Myriam fast schon frustriert, "nur" Mutter und Haushälterin zu sein.Nach einigen Diskussionen mit ihrem Mann Paul entschliessen sich beide eine Nanny für ihre beiden Kinder zu suchen und haben auch grosses Glück- Louise scheint die perfekte Nanny für ihre Kinder zu sein und wird eingestellt.Seitdem läuft das Leben für Myriam und Paul wie am Schnürchen, die Arbeit nimmt viel Zeit ein aber Louise kümmert sich nicht nur rührend um die Kinder sondern auch um den Haushalt und scheint ein wahrer Engel zu sein...Doch auch Louise hat ihre Grenzen, ihre Erfahrungen und will sich einen festen Platz in dieser Familie geben....und so eröffnen sich dunkle und sehr tiefe Abgründe die in einer Tragödie enden...Ein Buch über das alle Welt gerade spricht und auch mich hat die Story sehr neugierig gemacht.Der Schreibstil ist fast ruhig und doch so fesselnd und aussergewöhnlich dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.Die Charaktere sind unheimlich toll und jeder auf seine Art herausgearbeitet und der Autorin gelingt ein sehr realistisches Bild der heutigen Gesellschaft wenn beide Elternteile wieder erfolgreich sein wollen, Ansehen genießen aber eben mit zwei Kindern auch stark eingeschränkt werden.Wie Kinder das eigene Familienbild verändert und sich vieles nicht mehr leicht gestalten lässt, welch ein Segen eine Nanny oder Tagesmutter sein kann.Aber auch wie leichtsinnig man manchmal ist und Gefahren nicht sehen mag oder sich schön redet.Die Geschichte beginnt mit dem schrecklichen Ereignis was mich erstmal sehr schockiert hatte und auch sprachlos zurückliess, aber auf der anderen Seite war ich dann so gepackt dass ich wissen wollte- wie konnte es zu solch einer Tragödie kommen?Und somit beginnt die Geschichte von vorne und steuert unwillkürlich auf dieses Ereignis zu was das Buch umso spannender macht.Die komplette Auflösung bis ins kleineste Detail wird man hier nicht finden, aber die Autorin gibt ein sehr genaues Bild und Andeutungen ab warum es, am Ende, so kommen konnte.Ein Buch was man unbedingt gelesen haben sollte, da es zur aktuellen Gesellschaft/Situation passend ist.Ich spreche ganz klar eine Leseempfehlung aus!

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  • Sehr gutes und aktuelles Thema

    Dann schlaf auch du

    silvia1981

    25. September 2017 um 20:58

    Der Roman "Dann schlaf auch du" von Leila Slimani ist mir seit seiner Vorstellung im Gedächtnis geblieben, weshalb ich es nun endlich lesen wollte. Das Cover ist auf alle Fälle eine Eyecatcher und die Szene mit dem Kinderkarussell kommt auch im Roman kurz vor - Myriam hatte geplant mit ihren Kindern dorthin zu gehen, bevor sie sie tot bzw. leblos zu Hause gefunden hat... Die Autorin hat für ihren Roman ein sehr gutes und aktuelles Thema gewählt, das für mich auf alle Fälle mit Ausschlag gebend war, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Wie Myriam und Paul geht es heutzutage vielen Eltern. Dass der Beruf für die Frau eine deutlich wichtigere Rolle einnimmt als früher. Auch wenn man sich wie Myriam auf die Zeit zu Hause mit den Kindern freut, früher oder später kommt die Ernüchterung, dass alles längst nicht so einfach ist, wie es scheint, dass man einfach wieder das Bedürfnis hat, alleine herumzulaufen, andere Gesprächsthemen als die Kinder haben will, dass man sich wieder eine andere Aufgabe wünscht, in der man neue Verantwortung übernehmen kann und nicht nur Mutter ist - ich kenne es aus eigener Erfahrung! Myriam erhält in dieser für sie schwierigen Phase ein Stellenangebot von ihrem ehemaligen Kommilitonen Pascal und geht völlig in ihrer neuen Aufgabe auf. In Louise finden sie eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, auf die sie sich immer mehr verlassen, sich ihre Arbeitszeiten immer weiter ausdehnen und es schließlich Louise ist, die die Fäden der Familie in der Hand hält. Nach und nach lernt man Louise näher kennen. Ihre inzwischen erwachsene Tochter, ihren verstorbenen Ehemann und dessen Vermächtnis an sie, ihre Lebensverhältnisse, ihre Gefühle und Gedanken. Wie kann man einer fremden Frau in einem derartigen Ausmaß seine Familie anvertrauen? Für mich persönlich nicht denkbar, aber die Autorin hat einen Fall aufgezeigt, in dem es durchaus Realität sein kann. Es ist nachvollziehbar, warum Louise am Ende so gehandelt hat, was sie dazu getrieben hat. Es ist auch nachvollziehbar, warum Myriam und Paul sich nicht von Louise getrennt haben, nachdem es Differenzen gab, zu sehr waren sie in ihrer Situation verfahren, zu sehr hing Myriam in ihrem Beruf fest und brauchte dringend die Unterstützung. Ein Horrorszenario, das mich mit Sicherheit so schnell nicht loslassen wird. Denn selbst wenn man die Fäden nicht wie in dem hier geschilderten Ausmaß abgibt kann man sich nie sicher sein, bei wem die eigenen Kinder wirklich sicher sind...Der Roman lässt sich mit seinen 222 Seiten und großer angenehmer Schrift sehr schnell lesen und ließ sich mir deswegen nicht mehr aus der Hand legen. Generell hat mich der Schreibstil jedoch leider nicht ganz überzeugt, die Kapitel waren mir zu kurz und abgehakt, die Spannung und Intensität des Erzählstils zu wenig, als dass mir der Atem gestockt hätte. Man weiß vom ersten Kapitel an, wie die Geschichte endet und kann so nur nach und nach erahnen, warum Louise so gehandelt hat. Den tatsächlichen Auslöser erfährt man jedoch auch am Ende nicht so richtig. In meinen Augen hätte die Geschichte mehr Potential gehabt. Deswegen gibt es vier glänzende Sterne von mir.

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  • Düstere und beklemmende Familientragödie grandios geschrieben

    Dann schlaf auch du

    Seehase1977

    22. September 2017 um 22:34

    Myriam und Paul und ihre beiden Kinder sind vordergründig die perfekte Familie. Doch hinter den Kulissen brodelt es, denn das Paar möchte Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, was ohne Hilfe nur schwer gelingt. Ein Elternteil muss immer zurückstecken. Doch dann finden die beiden das ideale Kindermädchen. Louise ist der Traum von einer Nanny, sie kümmert sich nicht nur um die Kinder, Louise kocht, backt und hält die Wohnung sauber. Schon nach wenigen Wochen ist die Nanny unentbehrlich geworden. Myriam und Paul bemerken nicht, wie Louise immer mehr das Zepter in der Hand hält und die kleine Familie lenkt wie Marionetten an unsichtbaren Fäden. Niemand ahnt, dass das dunkle Abgründe und tiefe Einsamkeit das Leben von Louise bestimmen. Die kleine Familie treibt langsam, aber unaufhaltsam auf eine schreckliche Tragödie zu…Meine Meinung:„Dann schlaf auch Du“ von Leila Slimani ist ein Buch, welches nicht eindeutig einem bestimmten Genre zugeordnet werden kann. Für mich war das Buch Psychothriller, Familiengeschichte und Drama zugleich. Ein Roman, der mich geschockt wie fasziniert zurückgelassen hat.Leila Slimani startet ihren Roman wie andere Autoren ihre Bücher beenden. Nämlich mit der Auflösung der Geschichte. Das Kindermädchen Louise tötet die beiden ihr anvertrauten kleinen Kinder ihrer Arbeitgeber. Mein erstes Gefühl war Enttäuschung. Warum soll ich ein Buch zu Ende lesen, wo ich doch das Ende gleich im ersten Kapitel auf dem Silbertablett präsentiert bekomme. Doch was bleibt ist die Frage nach dem Warum und genau hier setzt Slimani an und beleuchtet Seite um Seite die Geschichte eines Dramas, einer Familientragödie.Der Leser lernt Myriam und Paul kennen, die jungen Eltern der Kinder Mila und Adam. Beide wollen Kinder und Job unter einen Hut bekommen, was selten gelingt und worunter vor allem Myriam immer mehr leidet. Das Leben als Vollzeitmutter und Hausfrau liegt ihr nicht. Als die beiden die Nanny Louise engagieren, kann das Paar sein Glück kaum fassen. Die Fünfzigjährige entpuppt sich nicht nur als liebevolle Kinderbetreuung, sie ist auch Putzfee und Küchenengel zugleich. Alle sind glücklich und zufrieden. So scheint es zumindest, jedoch steuern die Eheleute direkt auf die totale Abhängigkeit von ihrer Kinderfrau zu. Louise macht sich unentbehrlich. Die Autorin gibt nach und nach immer mehr über die Hintergründe, über das Leben der Nanny preis und zum Vorschein kommt eine zutiefst einsame, verzweifelte und irgendwie auch hilflose Frau, die für ihr neues Glück, ihre neue Familie alles geben würde.Leila Slimani schildert die Geschichte einfach grandios. Ihr Erzählstil wirkt scheinbar objektiv und emotionslos, genau damit fesselt sie ihre Leser. Sie baut feine Spannung auf und schockiert mit vordergründig einfachen, nebensächlichen Sätzen. Außerdem schlägt die Autorin einen sanften, gesellschaftskritischen Unterton an, ohne anklagend zu werden.Den wenigen Protagonisten wurden ausgereifte und tiefgründe Charaktere zugeschrieben. Nie wirkten sie auf mich oberflächlich oder langweilig, sondern lebendig und authentisch.Mein Fazit:„Dann schlaf auch Du“ von Leila Slimani ist ein großartiges, sprachgewaltig erzähltes Buch und Psychothriller, Drama, Familiengeschichte und Gesellschaftsroman zugleich. Silmani rollt die Geschichte von hinten auf, der Schluss wird vorweggenommen und das Augenmerk liegt allein auf der Frage nach dem „Warum?“ Leila Slimanis Buch hat mich gefesselt, schockiert und gleichzeitig auch unheimlich traurig gemacht. Von mir gibt es eine ganz klare und absolute Leseempfehlung.

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  • Trauriges Geschehen

    Dann schlaf auch du

    Dominikus

    22. September 2017 um 21:28

    Die französsische Autorin Leila Slinani hat mit ihrem Roman „Dann schlaf auch du“ ein interessantes Werk geschaffen. Der Untertitel ist Der Preis des Glücks. Miriam und Paul waren das perfekte Paar und hatten jetzt zwei Kinder. Miriam möchte wieder in ihrem Beruf arbeiten. So suchen sie eine Nanny und finden Louise. Sie scheint die Richtige zu sein, aber wir erfahren schnell aus ihren Gedanken, das sie nicht so ist, wie sie sich gibt. Sie ist ein schwieriger Charakter, einesteils tat sie mir leid, dann war ich wütend auf sie. , Dann kommt Miriam früher nach Hause und das Baby ist tot, das Mädchen ist schwer verletzt. Das ist der eigentliche Anfang und dann erfahren wir von den vorherigen Zuständen. Mit guter fesselnder Sprache werden die Emotionen aller Personen gezeichnet. Uns wird die ganze Tragödie klar. Obwohl ich wusste das es kein zurück gibt, die Kinder sind tot, hoffte ich immer noch auf eine gute Wendung. Eine traurige, tragische und fesselnde Geschichte über den Zwiespalt von Mutterschaft oder Berufsleben. Nach dem Lesen dieses Psychothrillers traut man sich nicht mehr, seine Kinder von anderen Personen betreuen zu lassen. Trotzdem war es ein guter spannender Roman. Ich kann ihn empfehlen.

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  • Die Abgründe einer Nanny

    Dann schlaf auch du

    Esse74

    21. September 2017 um 20:48

    Die Thematik ist sicher nicht neu- Eltern, beide gestresst vom Beruf, lieben ihre beiden Kinder, aber sind doch überfordert zwischen Kindern und Karriere. So engagieren Paul und Myriam Louise, die aber leider derart Problembeladen ist durch ihr eigenes Leben, daß sie sich auf der Suche nach einer heilen Welt befindet und diese sollen ihr Paul und Myriam mit den Kindern Mila und Adam bieten. Ich will hier nicht zuviel spoilern, aber die fragile, liebevolle Nanny kann die schützende Fassade bald nicht mehr aufrechterhalten, schleicht sich immer weiter in das Leben des Paares, bis die Situation eskaliert. Auf eine, zugegeben recht grausame Art und Weise, mit der die Geschichte schon einsteigt. Aber im Verlauf der Geschichte, die praktisch die Vorgeschichte ist, entspinnt sich ein komplexes Netzwerk aus einer Mutter (Myriam), die ihre Kinder liebt, aber nicht nur Hausfrau sein möchte und ein schlechtes Gewissen hat, daß sie ihre Kinder an eine Nanny übergibt. Louise, die Nanny, deren Tochter fortlief, der Ehemann, der ein Choleriker war und so wächst eine bizarre Story heran, bei der ich kaum aufhören konnte weiterzulesen. Wirklich empfehlenswert. Aber man muss sich schon in die Charaktere hineinversetzen und sie verstehen.

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  • Düster und bedrückend

    Dann schlaf auch du

    Marion2505

    20. September 2017 um 22:17

    Inhalt:Myriam und Paul möchten gerne Kinder und Beruf unter einen Hut bringen. Doch sie möchten ihre Kinder Mila und Adam nicht einfach irgendeinem Kindermädchen anvertrauen, sondern sind bei der Auswahl sehr gewissenhaft. Doch es dauert nicht lange und die perfekte Nanny ist gefunden: Louise. Schon bald ist Louise für die Familie unentbehrlich geworden und die unaufhaltsame Tragödie nimmt ihren Lauf.Meine Meinung:Das nostalgische Cover ist mir sofort aufgefallen. Es strahlt auf mich etwas Faszinierendes, aber auch etwas Beängstigendes aus. Schon nach ein paar Seiten wird klar, welchen Bezug das Cover zum Buch hat. Daher finde ich es perfekt gewählt.Der Schreibstil von Leïla Slimani hat mir sofort gut gefallen, denn er ist sehr einfach und leicht zu lesen. Auch ist das Buch mit seinen 224 Seiten nicht gerade dick und somit schnell gelesen.Allerdings ist der Inhalt des Buches alles andere als leicht. Schon auf den ersten Seiten wird der Leser mit dem Tod von Mila und Paul konfrontiert. Somit ist klar, dass das Buch kein gutes Ende für die Familie nehmen wird. Unklar ist nur, warum das alles passieren muss. Durch das komplette Buch zieht sich ein düsterer Schauer, auch wenn nicht alle Ereignisse wirklich traurig und niederdrückend sind. Gerade zu Anfang passieren eigentlich viele schöne Dinge. Dennoch kann man als Leser den Kopf einfach nicht ausschalten und muss mitansehen, wie die Familie in ihr Verderben steuert. Für mich war es sehr hart, das alles beim Lesen auszuhalten.Denn Mila und Adam sind absolute Wunschkinder und Myriam und Paul überglücklich, sie zu haben. Dennoch wird schnell klar, dass Myriam mit der Kinderbetreuung völlig überfordert ist und sich nach ihrem Job als Juristin zurücksehnt. Denn auch Paul hat als Musikproduzent ein erfülltes Berufsleben. Als Myriam dann ein verlockendes Jobangebot erhält, beschließt sie gemeinsam mit Paul, eine Nanny einzustellen. Die beiden machen es sich nicht leicht und prüfen die Bewerberinnen wirklich gründlich. Denn die Angst ist groß, dass Mila und Adam nicht liebevoll und zuverlässig betreut werden könnten. Mit Louise scheinen sie die perfekte Nanny für ihre Kinder gefunden zu haben. Denn Louise hat bereits eine erwachsene Tochter, ist ansonsten ungebunden und kommt auf Anhieb mit den Kindern klar. Auch ist sie sehr ordnungsliebend und schmeißt somit neben der Kinderbetreuung auch noch Myriams Haushalt. Für Myriam und Paul könnte es nicht perfekter laufen. Doch nach und nach lässt Leïla Slimani den Leser hinter die Fassade von Louise blicken. Man erfährt etwas über ihre Ehe mit dem verstorbenen Jacques und über ihre Tochter Stéphanie. Was man nun erfährt hat nichts mit dem Scheinbild zu tun, das Louise um sich aufgebaut hat. Die Gefahr für Mila und Paul wird mit jeder gelesenen Seite greifbarer, erdrückender und unausweichlich. Man wünscht sich so sehr, dass doch noch etwas am Schicksal gedreht werden kann ... Aber vergebens ...Dieses Buch hat mich wirklich absolut in seinen Bann gezogen. Einfach weil es so furchtbar realistisch ist. Das Thema Kinderbetreuung und Berufsleben ist ja doch allgegenwärtig. Mich hat der Schreibstil von Leïla Slimani absolut gefesselt und ich denke, die Geschichte wird noch einige Zeit bei mir nachhallen. Mein Fazit:Eine sehr bedrückende, aber durchaus realistische Geschichte, die mich als Mutter noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Der flüssige und spannende Schreibstil hat das Buch zu einem absoluten Lese-Highlight gemacht, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte.

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  • Dann schlaf auch du

    Dann schlaf auch du

    twentytwo

    20. September 2017 um 12:21

    Myriam, erfolgreich promovierte Anwältin, leidet zunehmend unter ihrer alleinigen Rolle als Mutter und sie fühlt sich immer elender. Ihr Selbstwertgefühl ist auf einem ziemlichen Nullpunkt angelangt, und so ergreift sie kurzentschlossen die Gelegenheit in der Anwaltskanzlei eines ehemaligen Kommilitonen wieder ins Berufsleben einzusteigen. Ihr Ehemann Paul steht diesem Wunsch zunächst skeptisch gegenüber. Doch als sie Louise, eine, als Perle geschilderte Nanny kennenlernen, glauben sie die perfekte Lösung gefunden zu haben um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Paul und Myriam verlassen sich mehr und mehr auf die ihnen eigentlich unbekannte Frau. Obwohl sie Louise teilweise sogar an ihrem Leben teilhaben lassen, wissen sie im Grunde genommen nichts über sie und so sind sie weit davon entfernt zu ahnen auf welche Katastrophe sie unaufhaltsam zusteuern.FazitEine ungewöhnliche Geschichte, die sich absehbar ihrem vorweggenommenen Ende nähert, bevor es zum dramatischen Showdown kommt. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und einen noch lange beschäftigt.

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  • Dieses Buch hat mich völlig in seinen Bann geschlagen

    Dann schlaf auch du

    LadyIceTea

    18. September 2017 um 10:15

    Myriam und Paul wollen perfekt sein. Zwei Kinder, Pariser Altbauwohnung und angesehene Jobs. Als Myriam sich nach ihrer Schwangerschaft entscheidet, wieder arbeiten zu gehen muss eine Nanny her. Sie finden Louise und glauben, mit ihr den Hauptgewinn gezogen zu haben. Louise bändigt nicht nur die Kinder, sie macht sauber, kocht und hält unbemerkt die Familie zusammen. Sie wird immer mehr ein fester Teil des Familienglücks.Doch niemand hat erwartet, wie tief die Einsamkeit in ihrer Seele sitzt und welche Abgründe sich in Louise auftun. Bis die Dunkelheit über die Familie einbricht.Ich wusste nicht wirklich, was ich von diesem Roman zu erwarten hatte. Einerseits klang es mir nach Thriller aber andererseits eben nicht nach Fitzek und Co. Bekommen habe ich ein Buch, welches ich so nicht erwartet hätte. Schon auf den ersten Seiten werden wir mit dem schrecklichen Ausgang des Buchs konfrontiert. Das hat mich überrascht. Es geht in diesem Buch tatsächlich nur darum, wie es zu diesem Ereignis gekommen ist. Wir wissen also schon direkt wer, was und wo. Nur das Warum klärt sich erst auf den nächsten Seiten. Die Geschichte wird von Beginn erzählt. Wie Myriam wieder arbeiten möchte, wie schlecht sie sich fühlt und wie dann Louise auftaucht und alles wieder in Ordnung bringt. Wir erleben alles aus einer Erzählperspektive, die meistens Louises Sicht darstellt, jedoch von außen betrachtet. Dadurch wirkt es oft wie eine schaurige Erzählung und lies mich dieses Buch geradezu verschlingen. Louise erscheint perfekt, bis man mehr über sie, ihre Vergangenheit und ihre Gedanken erfährt. Schnell merkt man, dass nicht alles Gold ist was glänzt und das Louise nicht perfekt ist. Ab diesem Punkt stieg die Spannung für mich, weil ich nur noch wissen wollte, wie es zu diesem Ereignis kommen konnte.Das Ende hat mich auch in einer gewissen Weise überrascht. Denn es gibt viel weniger her, als man erwartet. Es legt nicht, wie ein typischer Thriller alles Geschehene noch einmal vor dem Leser aus, damit er auch bloß alles versteht. Nein, es gibt dem Leser die letzten fehlenden Informationen und lässt ihn den Rest selbst zusammenreimen, denn im Buch wurde alles gesagt.Für mich ein wirklich spannendes und geniales Buch. Eine Thriller-Erzählung, die ich so noch nicht kannte.

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  • Erschütternd

    Dann schlaf auch du

    kleine_welle

    17. September 2017 um 21:04

    Myriam und Paul suchen eine Nanny, denn Myriam möchte gerne wieder als Anwältin arbeiten. Dann finden sie Louise und diese scheint perfekt zu sein. Doch dann passiert etwas wirklich Schreckliches.Das Cover wirkt etwas altmodisch und man lässt danach vermuten, dass es sich um eine Familiengeschichte handelt. Und so ist es ja dann auch.Man bekommt als Leser sofort das Ende präsentiert und man steigt dadurch direkt auch schon ziemlich geschockt in die Geschichte ein. Wie konnte es dazu kommen? Wir lernen dann als erstes Myriam kennen und zuerst konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Dass sie nicht immer nur bei den Kindern sein möchte, sondern auch mal was anderes erleben / sehen möchte. Dass sie das Bedürfnis hat wieder arbeiten zu gehen. Aber je mehr man in die Geschichte eintaucht umso mehr habe ich das Gefühl, dass es bei Myriam etwas dramatischer ist. Mir geisterte der neue Begriff Regretting Motherhood im Kopf herum und irgendwie passt Myriam in diese Kategorie und auch Paul ist ein Vater, der seine Kinder zwar vergöttert, aber trotzdem sein Leben kein bisschen ändern möchte und irgendwie leben die Eltern neben ihren Kindern her. Und dann finden sie Louise.Louise hilft wo sie nur kann und übernimmt sogar Aufgaben, die sie eigentlich nicht machen braucht. Und so wird sie immer unentbehrlicher für die berufstätigen Eltern. Sie drängt sich richtig gehend in das Leben der Familie und ich fand das beim Lesen schon recht gruselig. Vor allem weil Myriam und Paul das bemerken, aber sich diesen Umstand immer wieder schön reden.Ich meine, man hat das ja schon öfter gesehen oder gelesen in Filmen oder Geschichten, das Kindermädchen, dass sich immer mehr Platz im Leben der Familie einnimmt…Aber ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. ;)Der Schreibstil ist wirklich gut. Man hat verschiedene Perspektivwechsel, sodass man alles aus den Blickwinkeln der handelnden Personen mitbekommt und so entwickelte ich dann doch irgendwie Mitleid mit Louise, denn sie wirkt so einsam.Dazu kommt, dass der Roman wenig Dialoge hat und eher wie ein Bericht scheint und genau diese trockene Art baut die Spannung auf.Denn immer wieder wird das Drama unserer Zeit angesprochen: Familie und Beruf ist anscheinend nur schwer vereinbar. Generell möchten so einige aus der heutigen Generation ihr Leben nicht für Kinder ändern. Und genau so sind Myriam und Paul. Wobei ich finde, dass es schon ziemlich krass dargestellt ist. Wie kann man sich so von einer Person vereinnahmen lassen? Vor allem wenn es um das eigene Kind geht?Die ganze Zeit schwebt diese Katastrophe über der Geschichte und obwohl es keinen einzigen wirklichen Sympathieträger im Roman gibt, konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Ich war total erschüttert und konnte mich einer morbiden Faszination nicht entziehen. Man muss einfach wissen wie es dazu kommen konnte. Wo Louise doch „ihre“ Kinder so sehr liebt. Das Ende lässt dann zwar einige Fragen offen und erklärt nicht alle Sachverhalte endgültig, was ich irgendwie schade finde, aber trotzdem erfährt man doch so viel, dass man sich die Geschichte selber weiterdenken kann. Aber doch bleibt die Frage: Warum?Mein Fazit: Das Ende hätte etwas aufschlussreicher sein können, aber trotzdem war ich total fasziniert von der Geschichte und konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Eine Familientragödie der Extraklasse. 

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  • Aufgepasst bei der Wahl des Kindermädchens

    Dann schlaf auch du

    Bibliomania

    16. September 2017 um 10:30

    Myriam und Paul sind ein junges Paar mit zwei Kindern. Sie haben ein kleines Mädchen, Mila, und einen Sohn, Adam. Eigentlich sollten sie glücklich sein, doch die Eltern sind überfordert und Myriam würde gern wieder arbeiten. Als sie nach längerer Suche die Nanny Louise einstellen, scheint sich das Glück endlich wieder zu wenden.Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass beide Kinder tot sind und nicht eines natürlichen Todes gestorben sind. Als Louise in das Leben von Paul und Myriam tritt, hat sich für mich schon herauskristallisiert, worauf es hinauslaufen wird (und so war es auch). Ich habe keine Rezensionen oder Meinungen zu diesem Buch im Vorfeld gelesen und wollte mich einfach überraschen lassen, da mir Pierre Lemaitre mit seinem Buch "Wir sehen uns dort oben" wahnsinnig gut gefallen hat.Die Situation der beiden Eltern kann ich mir gut vorstellen, auch wenn ich selbst keine Kinder habe. Sie wollen mehr vom Leben als sich nur um die Kinder zu kümmern. Sie wollen selbst mehr Leben. Und Louise ist wirklich perfekt, in allem, was sie tut. Obwohl Paul und Myriam nur ein Kindermädchen suchen, bekommen sie eine Köchin und Putzhilfe gratis dazu. Wer würde sich dem nicht sofort ergeben? Aber irgendwann kippt die Situation. Es werden Dinge über Louise erzählt, die den Leser mehr als stutzig machen. Eigenartige Verhaltensweisen, die Angst machen. Ich jedenfalls hätte Angst meine Kinder bei so einer Person zu lassen. Louise steigert sich immer weiter in dieses fremde Leben hinein, sieht es als ihres an und wird darüber hinaus verrückt.Ich mochte das Kindermädchen und gleichzeitig war sie mir suspekt. Ihre Geschichte wird nach und nach aufgerollt und ich fing an ihr alles mögliche zu unterstellen. Es wäre ebenso ein sehr gutes Buch für eine Leserunde gewesen, da ziemlich viel Diskussionsbedarf in diesem doch recht schmalen Büchlein steckt.Eine lesenswerte Geschichte, die mich selbst jedoch nicht so sehr gefesselt hat.

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  • Dann schlaf auch du

    Dann schlaf auch du

    CanYouSeeMe

    15. September 2017 um 15:34

    Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen? Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.‚Dann schlaf auch du‘ der französischen Autorin Leïla Slimani besticht durch einen sehr klaren, nüchternen Schreibstil. Diese sprachliche Nüchternheit steht in einem schönen Kontrast zu den Handlungen der Personen.Das Buch beginnt mit dem Ende. Solche Vorwegnahmen der Geschehnisse mag ich in der Regel nicht, ich arbeite gern auf das Ende hin. Dennoch stellte sich nach den ersten Seiten unweigerlich die Frage nach dem „Warum?“. In der Hoffnung auf eine Antwort habe ich das Buch gespannt begonnen.Die Charaktere wirkten auf mich allesamt etwas fahl, sie waren durchweg eindimensional aber aus irgendeinem Grund hat die Autorin es geschafft sie dennoch einigermaßen lebensnah wirken zu lassen. Die Perspektive ändert von Zeit zu Zeit ihren Fokus, so dass man die Geschehnisse sowohl aus der Sicht von Louise als auch von Paul und Myriam sieht. Einige Kapitel sind auch Nebencharakteren gewidmet. [ACHTUNG: SPOILER]Die Handlung ist für mein Dafürhalten eher schleppend in Gang gekommen. Nach dem starken Beginn hat die Spannung enorm abgenommen, nur langsam konnte sie wieder ansteigen. Als Leser merkt man schnell, wie sehr Louise sich im Leben von Myriam und Paul einnistet. Die Handlung lebt von der ruhigen Art, in der sie geschildert wird, das Ungute Gefühl schleicht sich nach und nach ein. Ich habe mich dauernd gefragt, warm Myriam und Paul nichts unternehmen, als sie gemerkt haben, wie sehr Louise ihr Leben dominiert. Die Frage nach dem endgültigem „Warum?“ bleibt leider unbeantwortet. Wie einiges andere auch.[SPOILER ENDE]Insgesamt bin ich von dem Buch doch eher enttäuscht, ich habe weitaus mehr erwartet. Die Story hat unendlich viel Potential, das meiner Meinung nach nicht völlig ausgeschöpft wurde. 

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