Le Garn Intervalle (Woanders)

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Inhaltsangabe zu „Intervalle (Woanders)“ von Le Garn

"Wie lange können wir hier überleben?"
"Wen meinst du, dich oder mich?"
"Was soll das denn jetzt heißen?"
"Na, was meinst du, wen deine schlechte Laune eher umbringt, dich oder mich?"
"Keine Ahnung! Außerdem habe ich keine schlechte Laune."
"Aha? Sondern?"
"Ich bin sauer."
"Auf mich wirkt's wie schlechte Laune."
"Ja klar, weil du keine Ahnung hast, wie's in mir aussieht!"

Joën und Maigret werden von einer Lawine in einer Berghütte eingeschlossen und sind vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Sie wissen nicht, ob sie diesen Ort jemals wieder lebend verlassen werden. In der Hütte finden sie ein rätselhaftes Manuskript, das sie dazu anregt über ihr bisheriges Leben und über ihre Wertvorstellungen nachzudenken.
Während ihrer gemeinsamen Zeit in der Hütte bewegen sich die beiden zwischen Konfrontation und Verständigung, zwischen Zurückweisung und Annäherung. Dabei verändert sich ihr Verhältnis zueinander, Intervallen gleich.

Ein Kampf ums Überleben

— Mary_Jace_Books

Stell dir vor, du bist mit deinem Ex in einer Berghütte, unter einer Lawine begraben. Es ist genug zu essen und zu lesen da - was passiert?

— Buchstabenliebhaberin

Manchmal muss man erst verlorengehen um sich selbst zu finden. Nachdenklich und philosophisch.

— Doreen_Klaus

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  • Leserunde zu "Intervalle (Woanders)" von Le Garn

    Intervalle (Woanders)

    Le_Garn

    Liebe Leserinnen und Leser,für meinen Roman Intervalle (Woanders)  lade ich euch sehr herzlich zu einer Leserunde ein. Ich verlose 7 Exemplare (Print) des Buchs. Bitte beantwortet bei eurer Bewerbung die Frage ganz am Schluss. Zum Buch:Wie verhalten sich Menschen, wenn sie sich in einer Ausnahmesituation befinden? Wie viel Handlungsspielraum lässt eine scheinbar ausweglose Situation?  Die Antwort ist wie immer: It depends … *Nach einer langen Weile fragt sie:„Wie lange können wir hier überleben?“„Wen meinst du, dich oder mich?“„Was soll das denn jetzt heißen?“„Na, was meinst du, wen deine schlechte Laune eher umbringt, dich oder mich?“„Keine Ahnung! Außerdem habe ich keine schlechte Laune.“„Aha? Sondern?“„Ich bin sauer.“„Auf mich wirkt’s wie schlechte Laune.“„Ja klar, weil du keine Ahnung hast, wie’s in mir aussieht!“„Da hast du wohl Recht –. Wie sieht es denn in dir aus?“„Du lenkst ab. Wie lange können wir hier überleben?“„Ganz ehrlich?“„Ganz ehrlich.“„Ich weiß es nicht. Zu essen haben wir so für circa 10 Tage, schätze ich, wenn wir uns einschränken. Es steht auch eine ganze Menge Wasser in Kanistern da, das wird eine Weile reichen. Die entscheidende Frage ist, ob hier dauerhaft genügend Sauerstoff reinkommt für zwei Personen …“So genau wollte sie es vielleicht doch nicht wissen. Sie hebt die Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen.Wie das wohl ist, so ein Erstickungstod? Obwohl, verdursten stellt sie sich auch nicht gerade angenehm vor. Verhungern auch nicht. Sie will überhaupt nicht sterben – jedenfalls nicht auf so jämmerliche Art und Weise. Noch nicht. Und vor allem nicht hier.„Können wir denn gar nichts tun?“„Nicht viel, glaube ich.“ *Joën und Maigret sind von einer Lawine in einer Berghütte eingeschlossen und vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Sie wissen nicht, ob sie diesen Ort jemals wieder lebend verlassen werden. In der Hütte finden sie ein rätselhaftes Manuskript, das sie dazu bringt, über ihr bisheriges Leben und über ihre Wertvorstellungen nachzudenken. Die Situation ist für beide schwierig, doch sie gehen unterschiedlich damit um und bewegen sich zwischen Konfrontation und Verständigung, zwischen Zurückweisung und Annäherung. Nach und nach verändert sich ihr Verhältnis zueinander … Zur Leseprobe geht´s hier:https://www.bod.de/buchshop/intervalle-woanders-le-garn-9783746028958 BuchverlosungBitte beantwortet folgende Frage:  Wodurch bekommt ihr richtig schlechte Laune? Und wie werdet ihr sie wieder los? Ich freue mich auf eure Bewerbungen und bin gespannt auf eure Antworten!

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    • 165
  • Eine Achterbahn der Gefühle

    Intervalle (Woanders)

    Mary_Jace_Books

    22. May 2018 um 10:55

    Protagonistin Joën Joën ist wütend und frustriert aber auch Angst und Verzweiflung lassen sie nicht los. Wir begleiten sie auf der Suche nach dem Sinn, auf der Suche nach sich selbst. Schon zu Beginn des Buches wird einem klar, Joën kämpft innerlich nicht nur mit ihren eigenen Gefühlen, sondern auch mit ihren Gedanken. Bauch und Kopf liefern sich ständig Kämpfe. Joën kommt mir vor, als sei sie zerrissen. Während sie das Manuskript stückchenweise liest und die Wahrheit darin sucht, bringt sie Ordnung in das Chaos ihres Inneren. Meist ein Monolog aus Für und Wider. Ihre Veränderung ist schleichend und sanft. Sind es am Anfang nur ein paar flüchtige Gedanken, lässt sie am Ende endlich das Kämpfen sein und akzeptiert ihr eigenes Wesen. Es hat Spaß gemacht, sie auf diesem Weg zu begleiten. Vor allem, da dieser ständige Zorn, die Wut, die Überforderung, jeder von uns kennt. Man könnte fast sagen, dass man selbst mittherapiert wird. Joën ist eigensinnig aber auch lernfähig. Aus einem Drachen wird zwar kein zahmes Kätzchen, jedoch ist wäre das auch zu viel verlangt. Protagonist Maigret Maigret ist ratlos, er findet keinen Draht zu Joën. Als sprechen sie verschiedene Sprachen. Doch er ist bemüht, genau diesen Umstand zu ändern. Obwohl Joën das Manuskript findet und es die meiste Zeit für sich beansprucht, macht auch Maigret eine gravierende Veränderung durch. Es ist als fungiere dieses Manuskript als Übersetzer, Maigret lernt nicht nur die Gefühle von Joën besser zu verstehen, sondern auch seine eigenen. Zu Beginn dieses „Abenteuers“ hat er sich zurückgezogen, sich vor seinen aber auch vor Joën´s Gefühlen versteckt. Im Laufe der Story lernt er jedoch, aus Joën´s Wut zu lesen, zu verstehen, was sie ihm damit sagen will. Und auch er überdenkt sein bisheriges Verhalten, was ihn näher an Joën bringt. Story-Aufbau Es geht nicht immer um Adrenalin in Extremsituationen. Joën und Maigret waren ein Paar, das zu viele Worte nach der Trennung ungesagt lies. Sie haben um sich Mauern gebaut und den anderen die Schuld gegeben. Joën lässt ihrem Zorn freien Lauf, Maigret staut ihn in sich auf. Joën und Maigret stehen unter enormen Druck, was ihre Gefühle verstärkt und zu einem Wirrwar aus Was wäre wenn´s und Gedankengänge führt. Das Manuskript ist eine Art Anleitung, soll zum Nachdenken anregen und das funktioniert. Auch wenn die Schreibweise seltsam geschwollen und stellenweise verwirrend war, greift das Manuskript viele wichtigen Aspekte auf. Le Garn hat sich auf die Gefühle und die lebensverändernde Situation konzentriert. Was ihm auch gut gelungen ist, leider ist die ganze Geschichte doch ganz schön in die Länge gezogen. Es gab einige Kapitel, bei denen ich mich wirklich durchbeißen musste. Das hat man auch daran gemerkt, dass das Buch nicht innerhalb weniger Tage durchgelesen war. Es geht hauptsächlich um Gefühle und die Sortierung davon, was es einem nach einer gewissen Zeit schwer macht, weiterzulesen. Für mich wurde die ganze Gefahrensituation eher zur Nebensache. Viel mehr waren es die aufwühlenden Gefühle die wichtig waren. Le Garn, du hast ein sehr komplexes Thema aufgegriffen und versucht es möglichst nachvollziehbar zu erläutern. Dein Buch ist gut, doch eine leichte Lektüre sieht anders aus. Ich muss gestehen, ich habe etwas völlig anderes erwartet, doch das ist nicht schlimm, denn es war mal etwas anderes. Auch wenn du die Barriere zwischen Joën und Maigret grandios auf den Punkt gebracht hast, war es mir stellenweise zu viel Wirrwarr. Vor allem Joën hat wahnsinnig viele Gedankengänge aneinandergereiht, so dass vieles einfach verloren ging. Ein wenig kürzer, ein wenig kompakter und sortierter. Dann schlägt dein Buch auch bei mir ein wie ne Bombe.   

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  • Zurückgeworfen auf sich selbst.

    Intervalle (Woanders)

    Doreen_Klaus

    Verschüttet zu sein ist mit eines der schlimmsten Szenarien das ich mir vorstellen kann. Die beiden Protagonisten Joen und Maigret haben im vorliegenden Buch noch relativ Glück gehabt. Während eines Lawinenabgangs sind sie in einer Berghütte, die ihnen Schutz und Nahrungsmittel für mehrere Tage bietet. Die Beiden kennen sich, waren sogar mal ein Paar, haben sich allerdings nach einer unschönen Trennung seit Jahren nicht gesehen. Eisig sind also nicht nur die Temperaturen in der Hütte, sondern auch die Stimmung zwischen den beiden Figuren. Die Geschichte entwickelt sich um und mit diesen beiden einzigen Figuren. Wirkliche Interaktion ist auf Grund der nie aufgearbeiteten Trennung nur sporadisch vorhanden, bis Joen Auszüge aus einem Tagebuch einer Unbekannten findet und über die Einträge, "Das Geschriebene", eine Annäherung stattfindet. Joen und Maigret sind zwei völlig verschiedene Charaktere, das schafft der Autor mit wenigen Worten herauszuarbeiten. Joen bestreitet den Hauptanteil der Geschichte mit ihrer Präsenz, ihrem Handeln, ihren Emotionen. Maigret bleibt seltsam blass und passiv, obwohl seine Figur einen wichtigen Anteil an der Geschichte trägt. Von ihm und seinem Leben außerhalb der Hütte erfährt der Leser nichts. "Das Geschriebene" - philosophische und teils etwas abstrakte Tagebucheinträge, ist manchmal etwas schwer verständlich, bildet aber ein verbindendes Element in der Interaktion der Figuren. Es weicht vom Stil her komplett vom Rest der Geschichte ab. Dem Autor ist es hier tatsächlich gelungen, den Eindruck zu erwecken, dass ein anderer Autor für diese Zeilen verantwortlich ist. Das fand ich wirklich gut gelungen. Das Buch ist nichts was man mal so eben zwischendurch liest. Die Betrachtungen im "Geschriebenen" erfordern Aufmerksamkeit vom Leser, es regt zum Nachdenken an, zum Reflektieren, es hilft den Figuren die Situation zu meistern.  Wer wissen möchte ob sie gerettet werden, muss wohl selber lesen. Viel Spaß dabei!

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    • 2
  • Zurückweisung und Annäherung

    Intervalle (Woanders)

    Buchstabenliebhaberin

    10. May 2018 um 10:52

    Tolles Ausgangsszenario: Joen und Maigret sind zusammen in einer Berghütte eingeschlossen, eine Lawine hat sie in der Nacht unter sich begraben! Aber es kommt noch besser - die beiden kennen sich, hatten vor einiger Zeit eine Beziehung, die nicht gut endete, eine Aussprache gab es nie! Die Berghütte ist gut ausgerüstet, verhungern werden sie nicht, allerdings ist die Frage: wie lange reicht der Sauerstoff? Die beiden gehen ganz unterschiedlich mit der Situation um, Joen impulsiv, Maigret ruhig und besonnen. Das Trennungsthema wird von beiden konsequent umschifft, die Beziehung der beiden ist auch so schon schwierig genug, in dieser unfreiwilligen Notlage. Joen entdeckt ein Manuskript, eine Unbekannte hat eine Art philosophisches Tagebuch in der Hütte zurück gelassen. Die beiden beginnen es zu lesen, sie haben sonst nichts zu tun. Ständig rechnete ich damit, dass die Situation der beiden eskaliert, oder dass sie doch endlich Klartext miteinander reden. Aber Pustekuchen. Die Situation bleibt lange sehr angespannt, dann wird Maigret schwer krank und die labile Joen mutiert zur Krankenschwester, notgedrungen. Es ist Joen, die bemerkt, dass durch den Kamin frische Luft in die Hütte kommt, die die Ärmel hochkrempelt und nichts unversucht lässt, sich aus der misslichen Lage zu befreien. Mein Fazit: Ein ungewöhnliches Buch, dem der Spagat gelingt zwischen Spannung (Werden sie gerettet, können sie sich befreien?), zwischenmenschlichem Drama mit höchsten Ansprüchen an Interaktion und Kommunikation und philosophischen Textpassagen. Es ist eine unfreiwillige Auszeit, die den beiden widerfährt.   Sie sind auf sich selbst zurückgeworfen, sie müssen mit ihrer Panik, Angst und Ohnmacht umgehen, sich mit dem Vorhandenen arrangieren. Kein Milchkaffee weit und breit, kein Internet, keine anderen Menschen, und dann diese ungleichen Charaktere, die sich dauernd missverstehen, ein Machtverhältnis, dass ständig kippt.  Die Beziehung der beiden verändert sich ständig, und man fragt sich: Wie hätte ich reagiert? Anstatt über sich nutzen die beiden die Gelegenheit, über das Geschriebene, dass sie gefunden haben, zu reden. Das hat mich erst wahnsinnig gemacht. Dann dachte ich: Vielleicht ist es besser so, sie sparen sich ihre Kräfte für Sinnvolleres auf, vielleicht lässt sich das, was zum Ende der Beziehung Ausschlag für die Trennung war, eh nicht auflösen? Im Verlauf des Buchs kehrten sich bei mir die Sympathien für die beiden Protagonisten um. Das muss ein Autor erstmal schaffen. Ich finde die beiden Figuren sehr gut dargestellt, sie sind voller Facetten und man erkennt sowohl sich selbst als auch Menschen aus seinem Umfeld darin wieder. Unglaublich gut gemacht! Meine Leseempfehlung für Menschen, die ein Faible für soziale Interaktion und seine psychologischen Hinter- und Abgründe haben, und die sich auch gern zu philosophischen Gedankengängen inspirieren lassen wollen. 

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