Lea-Lina Oppermann Was wir dachten, was wir taten

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Inhaltsangabe zu „Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann

Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.

Ein Buch, das nachwirkt

— Sunshine29

Hat mir gut gefallen, einzig den Schreibstil fand ich an manchen Stellen zu betont Jugendlich.

— Jojofla

Ein gutes Buch, das leider gegen Ende immer schwächer wurde und mich nicht mehr richtig packen konnte.

— FleurDeVie

Dieses Buch werde ich definitiv nicht so schnell vergessen.

— szebrabooks

Guter Jugendthriller dessen Ende nicht so leicht zu vergessen ist.. Wird mir noch lange in den Gedanken sitzen.

— Vanii

Sollten besonders Jugendliche lesen! Tolles Buch!

— Becky_loves_books

Spannendes Thema, aber hätte gerne doppelt so lang sein dürfen.

— beyond_redemption

Spannend und schnell zu lesen, leider wäre etwas mehr Inhalt schön gewesen...

— haehnchenteil

Bleibt weit hinter den Möglichkeiten zurück.

— miss_mesmerized

Super Sprache!

— Fantasia08

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  • Einmal Hölle und zurück

    Was wir dachten, was wir taten

    FleurDeVie

    28. November 2017 um 12:34

    Mathetests findet (fast) keiner gut. Und da Schüler sich bekanntlich an jeden Strohhalm klammern, klingt ein "schwerwiegendes Sicherheitsproblem" erstmal nach einem überzeugenden Grund, so einen blöden Test abzubrechen. Da kann man sich ja eh nicht mehr konzentrieren. Was, wenn wirklich so ein Irrer mit einer Knarre im Schulhaus rumrennt?Fast jeder Schüler hat sich schon einmal vorgestellt, was wäre, wenn in seiner Schule jemand Amok laufen würde. Für diese Klasse und ihren Lehrer wird aus dieser weit entfernten Vorstellung ganz schnell Wirklichkeit. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, einem Schüler, einer Schülerin und dem Lehrer, der selbst erst Anfang Dreißig ist. Im Prinzip passt das auch sehr gut zu dem Buch, aber ich fand es seltsam, wie inmitten des Amoklaufs recht lang über den privaten Hintergrund der Personen berichtet wurde. Natürlich soll das die Charaktere dreidimensionaler machen und helfen, sie näher kennenzulernen, aber irgendwie kam mir das doch etwas fehl am Platz vor. Zu Beginn konnte mich das Buch noch recht gut fesseln, besonders als es darum ging, zu entscheiden, ob die Tür geöffnet wird oder nicht. Hat das kleine Mädchen, das verzweifelt um Hilfe fleht, einfach nur Angst, oder handelt es sich um eine Falle?Auch während der Aufgaben, den "10 letzten Wünschen" des Amokläufers, die der Lehrer laut vorliest und die dann von den jeweiligen Personen in der Klasse erfüllt werden müssen, schaffte es die Autorin, mich immer wieder zu packen und zu schockieren. Denn was da so alles verlangt wird, ist nicht unbedingt was für schwache Nerven. Hier wird auch schnell klar, dass der Täter seine Geiseln verdammt gut kennen muss. Das Ende fand ich, nach all der Aufregung und dem Herzklopfen, eher enttäuschend. Es machte alles irgendwo Sinn, und wer der grausame Attentäter letztendlich ist, mag so manchen Leser durchaus überraschen, aber es ging mir zu schnell und konnte mich leider überhaupt nicht emotional berühren, was sehr schade war. Da hätte man definitiv viel, viel mehr draus machen können! Insgesamt ist das Buch definitiv lesenswert und wurde solide umgesetzt, jedoch wollte der besondere Funke bei mir nicht richtig überspringen. 

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  • Jahreshighlight 2017

    Was wir dachten, was wir taten

    szebrabooks

    24. November 2017 um 10:41

    In diesem Buch geht es um eine Schulklasse, bei der man als Leser in die Rollen von drei Personen schlüpft. Diese sind zwei Schüler, Mark und Fiona, und der Lehrer Herr Filler. Ein Amokalarm bringt die Schüler in Unruhe und die Klasse schließt sich im Klassenzimmer ein, um sich zu schützen. Aber sie werden gezwungen, da der Amokläufer eine Geisel genommen hat und droht diese zu töten, wenn sie ihn nicht herein lassen. Ab dem Moment beginnt der Schrecken, denn der Amokläufer scheint die Schüler und den Lehrer ganz genau zu kennen, denn er stellt ihnen Aufgaben, die sie erfüllen müssen und wer seine Aufgabe nicht erledigt, der muss sterben... Also erst einmal: Respekt an die Autorin, dass sie so eine geniale Geschichte geschrieben hat! Denn mich hat diese Geschichte noch einige Tage, nachdem ich sie beendet hatte verfolgt. Das Buch wollte mir nicht mehr aus dem Kopf gehen, weil mich die Thematik sehr mitgenommen hat. Ich habe mich dadurch auch Gedanken über meine eigene Zukunft gemacht, da ich ja auf dem Weg bin Lehrerin zu werden und das Szenario eines Amoklaufes gar nicht so abwegig war. Zur Thematik muss man auch sagen, dass über einen Amoklauf zu schreiben jetzt nicht wirklich etwas neues ist, aber das was le-Lina Oppermann daraus gemacht hat ist sehr originell. Die Tatsache, dass der Amokläufer da ist und die "Opfer" zu bestimmten Aufgaben zwingt. Zu diesen Aufgaben muss man auch sagen, dass sie echt heftig waren. Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder der andere vielleicht beim Lesen eine Träne vergossen hat - mich hat es "nur" sehr stark mitgenommen. Ich habe echt mit den Charakteren mitgefühlt.Apropos Charaktere: obwohl man nur aus der Sicht von Fiona, Mark und Herrn Filler liest hatte ich das Gefühl zu wissen wie die anderen Schüler fühlen. Denn man hatte drei verschiedene Sichten auf das ganze Geschehen, was ich echt gut fand, denn das hat wiederum gezeigt, dass jede Person auf andere Details achtet und wenn ich ehrlich bin: manchmal ist es schon langweilig nur aus einer Sicht zu lesen. Da sind diese drei Perspektiven echt gut gekommen. Zu den Charaktere muss man sagen, dass sie sich echt verschieden waren und im Normalfall hätte ich den Lehrer wahrscheinlich nicht so gemocht, da er so sehr auf sich selbst fixiert ist, dass ihm seine Schüler egal sind. Aber in dem Moment, in dem diese eine Aufgabe erledigt werden musst, habe ich mit ihm mitgefühlt. Es hat mir so wie bei allen anderen auch das Herz zerbrochen. Ich hätte gedacht, dass es spätestens da aufhört, aber da lag ich falsch. Es war einfach nur krass, dass diese Klasse so lange gebraucht hat, um dem ganzen ein Ende zu setzen. Was mich neben der Aufgabe auch sehr mitgenommen hat war eine Aufgabe, die ich hier mal konkret nennen werde. (daher: VORSICHT SPOILER) Es geht darum, dass ein Mädchen gezwungen wird den Burger eines Schulkameraden zu essen. Im ersten Moment scheint es nicht so schlimm bis man dann erfährt, dass sie an Anorexie leidet. Ich habe mitgefühlt, weil ich tatsächlich weiß wie es sich anfühlt, wenn man sich in solch einer Situation befindet und dann zum Essen gezwungen wird. Es war grausam und im englischen würde ich jetzt das Wort "cruel" benutzen. Diese Stelle war tatsächlich die einzige, die mich fast zu Tränen gerührt hat und ich habe mich gefragt wie grausam man sein muss so etwas zu tun. (SPOILER ENDE)Zu den Charakteren will ich noch sagen, dass man sich sehr gut in diese hinein versetzen kann. Nicht nur in den Momenten, als sie selbst eine Aufgabe erfüllen, sondern auch die Momente, in denen sie beobachten was passiert.Erstaunlich fand ich, dass die Autorin, obwohl es erst ihr Debüt ist und sie noch so jung ist, es geschafft hat das "Bild" des Menschen so gut darzustellen. Denn das ganze Buch zeigt einem wie weit man gehen würde, um sein eigenes Leben zu retten. Dass diese Message dahinter steckt, denkt man gar nicht, wenn man anfängt das Buch zu lesen. Zum Ende möchte ich auch noch etwas sagen: die Wende, die es nimmt fällt nicht komplett aus dem Himmel, da von Anfang an kleine Andeutungen gemacht werden, aber dennoch: ich war schockiert und habe mich echt gefragt was einen Menschen zu so etwas treibt.Zum Cover will ich auch noch was sagen: es ist sehr schlicht, was ich echt gut finde, denn es zieht trotzdem die Blicke auf sich, was vor allem damit zu tun hat, dass der Titel so groß ist und sich über das ganze Buch zieht. Übrigens habe ich während dem Lesen herausgefunden, dass es die Nahaufnahme einer Hand ist, was definitiv originell ist. Also ich hoffe jetzt echt, dass es eine Hand ist, sonst wäre es peinlich!Kleines Fazit von mir: wenn ihr Lust habt etwas in Richtung Amoklauf zu lesen, was nicht zu lang sein soll und was auch ein klein wenig Tiefgang hat, dann ist dieses Buch perfekt für euch! Aber ich kann generell empfehlen, dass ihr eventuell zu diesem Buch greifen solltet, denn für mich gehört es zu meinen Jahreshighlights 2017!Von mir bekommt "Was wir dachten, was wir taten" auf jeden Fall 5 von 5 möglichen Sternen, obwohl...eigentlich würde ich lieber 10 von 5 Sternen geben! Also somit eine klare Leseempfehlung von mir!

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  • Beeindruckendes Debüt!

    Was wir dachten, was wir taten

    Becky_loves_books

    14. November 2017 um 20:54

    Cover: Das Cover besteht fast ausschließlich aus dem Titel. Der Hintergrund ist die Nahaufnahme einer Handfläche. Man erkennt sehr gut die einzelnen Linien. Gefällt mir sehr gut, wahrscheinlich weil es so schlicht und simpel ist. Meinung: Was passiert bei einem Amoklauf in einer Schule? Und was fühlen und denken die Beteiligten, eingeschlossen in einem Klassenraum? Diese Gedanken und Gefühle beschreibt Lea-Lina Oppermann in ihrem Buch. Der Leser landet mitten im Schulalltag und wird Zeuge wie der Amokalarm ausgelöst wird.  Abwechselnd erzählen die Schüler Fiona und Mark und der Lehrer Herr Filler von den Erlebnissen in einem Klassenraum. Da alle drei Charaktere sehr unterschiedlich sind, war es interessant zu lesen, was jeweils in ihnen vorgeht.  Die junge Autorin hat mit ihrem Roman einen Blick in das Seelenleben von Schülern bzw. Jugendlichen gewagt. Sie zeigt nicht nur die Gedanken der drei Erzähler, sondern auch wie sich der Rest der Klasse verhält, als es nach und nach persönlicher wird. Der Täter spielt perfide Psychospielchen mit den Geiseln und stellt sie bloß. Warum? Und wie würde man selbst reagieren? Diese Fragen habe ich mir beim Lesen durchgehend gestellt. Die Antwort: Das kann man unmöglich beantworten.  Lea-Lina Oppermann schreibt klar und ohne Schnörkel. Sie schafft es Spannung zu erzeugen und zu halten, den Leser sich selbst Fragen stellen zu lassen und insgesamt das Gefühl zu erzeugen, man würden ebenfalls in diesem Klassenzimmer sitzen. Das Buch ließ sich wunderbar in einem Rutsch lesen und hat mich nachhaltig beeindruckt. Fazit:  Dieses Romandebüt hat mich in vielerlei Hinsicht überzeugt. Das Thema ansich ist kein leichtes und wenn es eine so junge Frau schafft, eine derart spannende und zugleich beängstigend authentische Geschichte zu verfassen, dann muss man einfach seinen Hut ziehen.Dieses Buch regt zum Nachdenken an und sollte gelesen werden! Klare Leseempfehlung!

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  • Beeindruckendes Debüt!

    Was wir dachten, was wir taten

    Becky_loves_books

    14. November 2017 um 20:52

    Cover: Das Cover besteht fast ausschließlich aus dem Titel. Der Hintergrund ist die Nahaufnahme einer Handfläche. Man erkennt sehr gut die einzelnen Linien. Gefällt mir sehr gut, wahrscheinlich weil es so schlicht und simpel ist. Meinung: Was passiert bei einem Amoklauf in einer Schule? Und was fühlen und denken die Beteiligten, eingeschlossen in einem Klassenraum? Diese Gedanken und Gefühle beschreibt Lea-Lina Oppermann in ihrem Buch. Der Leser landet mitten im Schulalltag und wird Zeuge wie der Amokalarm ausgelöst wird.  Abwechselnd erzählen die Schüler Fiona und Mark und der Lehrer Herr Filler von den Erlebnissen in einem Klassenraum. Da alle drei Charaktere sehr unterschiedlich sind, war es interessant zu lesen, was jeweils in ihnen vorgeht.  Die junge Autorin hat mit ihrem Roman einen Blick in das Seelenleben von Schülern bzw. Jugendlichen gewagt. Sie zeigt nicht nur die Gedanken der drei Erzähler, sondern auch wie sich der Rest der Klasse verhält, als es nach und nach persönlicher wird. Der Täter spielt perfide Psychospielchen mit den Geiseln und stellt sie bloß. Warum? Und wie würde man selbst reagieren? Diese Fragen habe ich mir beim Lesen durchgehend gestellt. Die Antwort: Das kann man unmöglich beantworten.  Lea-Lina Oppermann schreibt klar und ohne Schnörkel. Sie schafft es Spannung zu erzeugen und zu halten, den Leser sich selbst Fragen stellen zu lassen und insgesamt das Gefühl zu erzeugen, man würden ebenfalls in diesem Klassenzimmer sitzen. Das Buch ließ sich wunderbar in einem Rutsch lesen und hat mich nachhaltig beeindruckt. Fazit:  Dieses Romandebüt hat mich in vielerlei Hinsicht überzeugt. Das Thema ansich ist kein leichtes und wenn es eine so junge Frau schafft, eine derart spannende und zugleich beängstigend authentische Geschichte zu verfassen, dann muss man einfach seinen Hut ziehen.Dieses Buch regt zum Nachdenken an und sollte gelesen werden! Klare Leseempfehlung!

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1708
  • Ein tolles Debüt zum Thema Amoklauf/Geiselnahme!

    Was wir dachten, was wir taten

    monerl

    09. November 2017 um 15:20

    Wie kann so eine Geschichte anfangen, als mit dem gefürchtetstem Satz, den man sich vorstellen kann:  »Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe. Begeben Sie sich sofort in einen geschlossenen Fachraum und warten Sie auf weitere Anweisungen.« Diese Lautsprecherdurchsage verändert in Sekunden das Leben einer ganzen Schule. Als Leser bekommt man den Einblick auf das Geschehen durch die Klasse von Herrn Filler, die genau zu dieser Zeit einen Mathetest schreibt. Durch einen üblen Trick des Täters öffnet ihm die Klasse die Tür. Das Grauen nimmt seinen Lauf. Der Lehrer und seine Schüler werden zu Geiseln und sie wissen nicht, was sie am Ende erwartet. Werden sie überleben? Wer wird überleben?  Recht schnell wird klar, dass dies kein typischer Amoklauf ist. Der maskierte Täter ballert nicht einfach so um sich herum und tötet wahllos, er spricht kein einziges Wort und hat 10 Briefe dabei, die vorgelesen und umgesetzt werden müssen.  Aus Sicht der Schülerin Fiona, des Schülers Mark und des Lehrers Herrn Filler ist man als Leser / Hörer ganz nah an dieser Geiselnahme dran. Ein jeder erzählt aus seiner Perspektive einen Teil des Ganzen.  Die Briefe haben es in sich! Die Aufgaben steigern sich von Mal zu Mal und immer wieder stellt sich die Frage aufs Neue: Für was sind sie alle bereit zu sterben? Denn die Pistole spricht eine deuteliche Sprache: Wird die Aufgabe nicht zufriedenstellend erfüllt oder gibt es eine Weigerung, dann soll sie zum Einsatz kommen.  Am Interessantesten empfand ich den Teil des Lehrers. Vielleicht liegt das aber auch daran, weil ich schon lange keine Schülerin mehr bin und durch die Tatsache, dass ich Mutter bin, habe ich eine eindeutige Erwartungshaltung an einen Lehrer. Er muss das ihm Mögliche tun, um seine Schüler zu schützen! Doch wie soll das in so einer Situation gehen? Wann ist es in Ordnung, wenn er sich weigert? Was ist sein Leben wert? Ist er in solch einer Situation auch nur ein Mensch?  Gekonnt hat die Autorin ihre Geschichte aufgebaut und die Leser / Hörer tief in die Köpfe der Klassengemeinschaft und des Lehrers blicken lassen. Man fühlt sich mitsamt der Klasse gefangen! Wann sollte und könnte man sich trauen, zu versuchen, den Täter zu überwältigen? Sollte man so eine Situation aktiv herbeiführen oder soll man darauf vertrauen, dass sie sich irgendwann ergeben wird? Fragen über Fragen, immer und immer wieder.  Die Story geht langsam voran da sie nicht von Thrillerelementen getrieben wird. Dies ist eine Geschichte in die Köpfe und die Gefühle der Personen und keine "Ballergeschichte". So langsam sich das Ganze entwickelt, so plötzlich ist dann das Ende da. Der Täter ist entlarvt und seine Motivation wird deutlich. Aber nicht ganz so deutlich, wie ich sie gerne gehabt hätte. Sie regt zum Nachdenken an. Und deshalb schließe ich mich all meinen Vorrednern an, die in ihren Rezensionen geschrieben haben, dass sich das Buch sehr gut als Schullektüre eignet. Ich kann mir zum Schluss des Buches sehr gute Diskussionen vorstellen. Ich finde es sogar besonders wichtig, dass Schulen zu solchen Themen zu Gesprächsrunden einladen. Aus meiner Sicht hätte der Täter eine ebenso tiefe Persönlichkeits- und Motivationsbetrachtung verdient, gerade weil dieser Täter nicht der gewöhnliche und durchschnittliche Amokläufer ist. Hierzu hätten mir sehr gefallen, die Gedanken von Lea-Lina Oppermann zu erfahren. Ich habe das Buch gelesen und dann das Hörbuch gehört, da ich wissen wollte, wie die Geschichte als Kammerspiel auf mich wirken wird.  Zum Hörbuch: Das Hörbuch ist durch die verschiedenen Sprecher und die Umsetzung der Geschichte absolut empfehlenswert! Durch die unterschiedlichen Sprecher weiß man sofort, wer gerade erzählt. Als Hörer fühlt man sich im Klassenraum als Mitgefangener und kann die Verzweiflung, die Ängste und Sorgen der Betroffenen spüren. Man kann sich zurücklehnen und sich ganz dem Buch hingeben. Dies macht für mich den einen Stern, den ich dem gedruckten Buch wegen dem etwas zu kurzem Ende abgezogen habe, wieder wett. Fazit: Ein wichtiges und zu recht ausgezeichnetes Jugendbuch, das Themen behandelt, die in jedem Klassenzimmer wiederzufinden sind. Ein Buch, dass von Jugendlichen als auch von Erwachsenen gelesen werden kann._______________________________________https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/11/buchvorstellung-was-wir-dachten-was-wir.html

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  • Jugendliche schreibt ein spannendes Jugendbuch

    Was wir dachten, was wir taten

    Ramgardia

    05. November 2017 um 21:06

    Das Buch wird aus der Sicht der Schüler Fiona Nikolaus, Mark Winter und des Mathelehrers Herrn Filler geschildert. In kurzen Abschnitten wird die spannende Geschichte so fortlaufen erzählt. Und es ist eine Geschichte, die einem den Atem nimmt. Aufgrund einer Durchsage wird zunächst die Klassentüre geschlossen. Sollte es sich wirklich um einen Amoklauf handeln? Mark ist der typische Hinterbänkler, der von den Lehrern schikaniert und von den Schülern nicht anerkannt wird. Er hat ein schwieriges Elternhaus mit einem gewalttätigen Vater. Eine Narbe in seinem Gesicht zeugt davon. Fiona, überdurchschnittlich begabt und ein Kopfmensch aus gutem Hause, schwärmt für Sylvester, den hübschen Mitschüler. Herr Filler trägt zur Jeans ein Sakko mit gepolsterten Schultern. Er ist Vertrauenslehrer und versucht dieser Wahl gerecht zu werden. Aber in dieser Situation ist er völlig hilflos. Es gibt keine konkrete Anweisung für eine solchen Amoklauf an die er sich halten kann. Wie er im Text selber feststellt, kann er nie mehr vor diese Klasse treten, er denkt oft an die Moralvorstellungen seiner Freundin und wie sehr er sie mit seinem Verhalten enttäuscht. Durch einen Trick kommt der Attentäter in die Klasse und man merkt, dass er die Strukturen der Gemeinschaft und die Geheimnisse der Einzelnen kennt. Und warum erschießt er nicht einfach alle? Warum muss der Klasse Aufgaben erfüllen, die alle Beteiligen nackt und bloß dastehen lässt? Die junge Autorin schafft auf 177 Seiten so viel Spannung aufzubauen, dass man das Buch nicht gerne aus der Hand legt. Vor allem die Frage, "wie kann sich das alles noch logisch auflösen?" hält einen im Bann. Aber am Ende hat alles seinen Grund und wir merken, wie heuchlerisch wir doch alle in unserem Miteinander sind.  

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  • Was wir dachten, was wir taten

    Was wir dachten, was wir taten

    Vanii

    04. November 2017 um 13:34

    Zum Buch: Autor: Lea-Lina Oppermann Titel: Was wir dachten, was wir taten Seitenzahl: 177 Seiten Verlag: Beltz & Gelberg Inhalt: »Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe. Begeben Sie sich sofort in einen geschlossenen Fachraum und warten Sie auf weitere Anweisungen.« Wir befinden uns in einem Klassenzimmer als diese Durchsage durch die Boxen knistert. Dass die gerade angefange Mathe-Arbeit zur Nebensache wird ist selbstverständlich. Der Leherer versucht die aufgebrachte Klasse zu beruhigen: »Ein Sicherheitsproblem, das kann alles Mögliche sein.« Der Horror geht weiter als sich das "Sicherheitsproblem" zutritt in den Klassenraum verschafft und sein krankes Spiel mitbringt... Viel weiter will ich auf den Inhalt auch nicht eingehen sonst verrate ich zu viel vom Buch. Meine Meinung: Autorin Lea-Lina Oppermann, selbst noch Blutjung (am Tage des Erscheinungsdatum war sie 18 Jahre alt), hat hier einen Debütroman vorgelegt der sich sehen lassen kann! Das Buch wird aus der Sicht von 3 Personen erzählt (Mark, der Klassenaußenseiter. Fiona, die Streberin und Herr Filler, der Klassenlehrer). Durch ihre Augen lernt man auch die anderen Klassenkameraden kennen und kann sich auch ein gutes Bild machen wie nun die Klassendynamik ist und auch was für Stereotypes dabei sind. Die Charaktere sind alle glaubhaft in ihrem Auftreten und auch in ihrer Sprache. Der Schreibstil generell ist sehr flüssig zu lesen und auch die Gliederung in die Perspektiven war sehr angenehm und stört den Lesefluss nicht. Das Buch ist zwar mit schlanken 177 Seiten nicht das dickste aber in sich so stimmig das mehr seiten gar nicht nötig waren. Ich hab das Buch sehr gemocht, fand es sehr spannend und kann es auch mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Hat vielleicht sogar das Zeug als klassenlektüre. 

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  • Vielversprechender Debütroman, allerdings mit Abstrichen

    Was wir dachten, was wir taten

    MikkaG

    31. October 2017 um 23:09

    Über das Thema Amoklauf in Schulen wurde schon viel geschrieben. "19 Minuten" von Jodi Picoult. "54 Minuten" von Marieke Nijkamp. "Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl. Und ich könnte, ganz spontan aus dem Kopf heraus, noch weitere Bücher nennen. Es ist natürlich ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Brisanz gewonnen hat: früher kamen solche Amokläufe hauptsächlich in den USA vor, inzwischen haben sie leider auch Deutschland erreicht.Diese Bücher werden zunehmend von blutjungen Autorinnen geschrieben, die noch ganz nah dran sind am Schulalltag. So war Anna Seidl erst 16, als sie ihren Roman schrieb, und Lea-Lina Oppermann war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  von "Was wir dachten, was wir taten" 18 Jahre alt.Man merkt, dass die Autorin sich noch gut hineinfühlen kann in ihre Protagonisten, denn die erschienen mir alle sehr 'echt' und glaubhaft. Auch die Gruppendynamik, die sich in Schulklassen entwickelt, stellt sie wunderbar authentisch und feinfühlig dar – inklusive ihrer dunklen Elemente, von Mobbing über Gruppenzwang bis hin zu Magersucht und... Nein, das verrate ich besser noch nicht. Der Schreibstil ist sehr authentisch und dabei auch unterhaltsam.Lea-Lina erzählt ihre Geschichte auf kleinstem Raum, aufgeteilt auf drei Perspektiven: Lehrer, Streberin, Klassen-Assi. Aber man merkt schnell, dass die Charaktere sich nicht wirklich in diese Schubladen zwängen lassen, und durch ihre Augen bekommt man auch ein gutes Bild der anderen Schüler.In den meisten Büchern über Amokläufe eskaliert die Situation extrem schnell, es dauert nicht lange, bis Schüsse fallen und Menschen sterben. Aber der Amokläufer in diesem Buch will mehr als das, die Waffe ist nur das Mittel, um Gehorsam zu erzwingen. Denn er hat Aufgaben vorbereitet, die Geheimnisse bloßstellen und Verborgenes ans Licht zerren...Wer einen rasanten, blutigen Thriller sucht, ist hier sicher an der falschen Adresse, aber die Geschichte entwickelt ihren ganz eigenen Sog. Viele der Aufgaben erscheinen fast lachhaft harmlos und pubertär, andere decken auf, wie schnell der Mensch bereit ist, anderen weh zu tun, um sich selbst zu retten... Es gibt in meinen Augen zwischendurch leider auch Längen – Szenen, die mehr oder weniger Raum gebraucht hätten. Aber ich konnte das Buch dennoch kaum mal zur Seite legen.Gut gelungen fand ich, wie die Autorin ihren drei Hauptfiguren jeweils eine ganz eigene Stimme verleiht. Ich habe erst das Buch gelesen, dann das Hörbuch gehört, und bei dem kommt noch dazu, dass die Sprecher wirklich großartige Arbeit leisten. Sie erwecken ihre Rollen sehr überzeugend zum Leben, besonders Birte Schnöink als Fiona fand ich großartig. Das Ende hat mich sehr enttäuscht. Wenn ich dieser Enttäuschung jetzt nachspüre, liegt es wohl daran, dass man zwar andeutungsweise erfährt, was diese Tat ausgelöst hat, es aber nie wirklich in die Tiefe geht. Ja, ich weiß jetzt, wer in dieser Klasse ein Mobber ist, wer ein Mitläufer, wer das Lieblingskind des Lehrers... Und dass einer davon etwas viel Schlimmeres getan hat. Die Schlüsselfigur in diesem Drama, nämlich die maskierte Person mit der Pistole, blieb für mich jedoch wie ein großer weißer Fleck auf der emotionalen Landkarte. Erst ganz am Schluss gibt es eine Art Erklärung, die aber auf mich seltsam distanziert wirkte.Vielleicht ist das Absicht. Vielleicht soll der Amokläufer eine Art Platzhalter sein, damit sich der Leser an an seine Stelle versetzen und sich fragen kann: Wie würde ich mich da fühlen? Wie hätte ich reagiert? Dann allerdings hätte ich mir am Schluss mehr kritische Reflexion der Tat gewünscht, damit jugendliche Leser nicht mit dem Eindruck aus dem Buch gehen, dass der Amoklauf die einzig richtige Reaktion war.Als Schullektüre finde ich das hingegen gut geeignet, weil die Klasse dann über gemeinsame Diskussion viel erarbeiten kann! Fazit:Lea-Lina Oppermann erzählt die Geschichte eines Schulamoklaufs, der ganz anders verläuft, als man erwarten würde. Dabei ist sie ganz nah dran an ihren Protagonisten, was sicher auch an ihrem jugendlichen Alter liegt – als sie das Buch schrieb, was sie selber erst 18 Jahre alt, kennt sich also aus mit dem, was in Schulklassen heutzutage so alles abläuft. Und das merkt man.Für mich scheiterte das Buch letztendlich ein Stück weit am Ende, denn das lässt den Leser ziemlich in der Luft hängen. Die Motive des Täters werden kurz abgehandelt, aber das ging für mich zu schnell und nicht genug in die Tiefe. Einen jugendlichen Leser würde ich ungern mit dem Buch alleine lassen, da mir die kritische Hinterfragung der Tat fehlte.

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  • Lea-Lina Oppermann - Was wir dachten, was wir taten

    Was wir dachten, was wir taten

    miss_mesmerized

    06. October 2017 um 11:03

    Mitten in die Mathearbeit platzt die Durchsage, dass es einen Vorfall gäbe und die Klassen die Türen verschließen und auf weitere Anweisungen warten sollen. Was ist los? Doch nicht etwas ein Amoklauf? An die Klausur ist nicht mehr zu denken. Herr Filler, selbst mir 32 noch recht jung, weiß auch nicht, was zu tun ist. Auf so etwas wurde er nicht vorbereitet. Mark ist froh, dass wenigstens die Arbeit ausfällt, wohingegen Fiona durch die Situation mehr als irritiert ist. Als es an der Tür klopft und offenbar ein junges Mädchen Hilfe sucht, öffnen sie und müssen schnell ihren Fehler erkennen: nun ist der Amokläufer mit ihnen im Raum und er hat ein perfides Spiel vorbereitet, damit dieser Tag für alle zum unvergesslichen Trauma wird.Lea-Lina Oppermann greift in ihrem Debütroman auf ein immer noch aktuelles Thema zurück, das viele Schüler bewegt und vor dem sie eine schwer greifbare Angst empfinden: einen Angriff auf die Schule, dem Ort, wo sie Schutz finden und in Ruhe lernen sollten und der sich schlagartig in einen Tatort der schlimmsten Sorte verwandeln kann. Reale Vorbilder geben genügend Ideen, was alles geschehen kann.Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des Lehrers und der beiden Schüler. Alle anderen Figuren lernen wir nur durch ihre Augen und Kommentare kennen. Diese Konstruktion bietet zwar eine gewisse Abwechslung und erhöht auch das Tempo, allerdings blieben mir beim Lesen die Figuren fremd. Dies lang vor allem daran, dass sie für mein Empfinden überhaupt nicht adäquat auf die Situation reagiert haben. Eigentlich müssten sie voller Angst und Panik sein, bleiben aber erstaunlich gelassen und gar mutig. Die Bedrohung, die sie an den Rand der Handlungsfähigkeit bringen und im Normalfall klares Denken verhindern müsste, hindert diese drei nicht daran, ganz normal weiterzumachen. Schnell wird die Gesamtlage auf von dem vermeintlichen „Spiel“ des Täters überlagert und auch die anderen Figuren sind mehr auf sich konzentriert und die Aufgaben als auf die Gefahr, die von dem Menschen mit den Schusswaffen ausgeht.Die Emotionen, die bei diesem Setting das wichtigste sind, verlagern sich auf alltägliche Schulkinkerlitzlichen, den üblichen Streitigkeiten unter Jugendlichen, den Sorgen darum, wer am hübschesten und am schlanksten ist. Diese haben zwar in Jugendbüchern auch ihre Berechtigung sind hier aber völlig deplatziert. Der Lehrer ist ebenfalls gänzlich überzeichnet in seinem egoistischen Streben nach akademischen Weihen und seiner Verachtung für und Belustigung über alle Schüler.Es gibt viele Vorbilder in der Jugendliteratur, die dieses Thema ebenfalls behandelt haben und die ich allesamt deutlich gelungener finde. Anna Seidl hat in „Es wird keine Helden geben“ sehr eindrücklich die Situation aus der Sicht einer Überlebenden geschildert, die das Erlebte kaum verarbeiten kann. Marieke Nijkamp wählt in „This is where it ends“ eine minutiöse Beschreibung eines Überfalls, der unmittelbar die Angst der Betroffenen einfängt, ähnlich wie auch Heather Gudenkauf in „One Breath Away“, die mich beide viel betroffener machten als Lea-Lina Oppermanns kurzer Roman.

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  • Gutes Buch, aber...

    Was wir dachten, was wir taten

    Fantasia08

    29. August 2017 um 18:18

    Als ich die Verlagsvorschau des Beltz Verlag angeschaut haben, ist mir dieses Buch sofort ins Auge gefallen. Das Cover fand ich Klasse und auch die Leseprobe hat mich sofort gepackt. Als Buchhändlerin hatte ich sofort die passende Zielgruppe im Kopf. Ich wollte das Buch an Jugendlichen empfehlen, welchen gerne spannende, psychologische und intensive Bücher lesen.Das Buch zu lesen war sehr angenehm; die Sprache war klasse und auch die Abwechslung der Erzähler, hat das Buch sehr leicht zu lesen gemacht.Leider ist mir das Buch zu wenig in die tiefe gegangen. Ich würde gerne sagen was mir gefehlt hat, aber ich kanns nicht in Worte fassen...es hat mich einfach nicht zu 100% überzeugt.

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  • Ein beklemmendes und spannendes Szenario

    Was wir dachten, was wir taten

    Smilla507

    15. August 2017 um 18:26

    Mit diesem Werk hat die junge Autorin den Hans-im-Glück-Preis der Stadt Limburg gewonnen - zu Recht, finde ich! Nachdem ich es gelesen bzw. in kürzester Zeit inhaliert habe, bin ich noch ganz sprachlos. Ähnlich, wie bei Morton Rhue's Büchern, wird man aufgerüttelt und zugleich ist man fasziniert von den Wendungen, welche die Handlung nimmt. Das Besondere an diesem Buch ist, dass die Geschichte eines Amoklaufs immer abwechselnd aus drei Perspektiven geschildert wird: Fionas, Marks und die des Lehrers Herr Filler. Bei all dem Schrecken, der sich da abspielt, treten Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit ans Licht. Und auch der Amokläufer hat einen perfiden Plan... Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann und das ganz bestimmt auch seinen Weg (zurück) in die Klassenzimmer findet - als Schullektüre. ;

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  • Rasant-spannender Pageturner

    Was wir dachten, was wir taten

    Anka2010

    02. August 2017 um 20:49

    Stell dir vor, du sitzt im Klassenzimmer und brütest über den kniffligen Aufgaben einer Mathe- Klausur. Der Amok-Alarm ertönt. Nur eine Übung? Du schaust zu deinem Mathelehrer, dem ein großes Fragezeichen auf der Stirn prankt. Als er sich wieder gefasst hat, lässt er die Klassenzimmertür verriegeln. Was nun? Plötzlich klopft es an der Tür.Machst du auf?Mit genau diesem Szenario beginnt der heute erscheinende Debütroman der 19-jährigen Autorin Lea-Lina Oppermann. Sie selbst hat genau diese Durchsage an ihrer damaligen Schule gehört. Eine lange Stunde saß sie mit ihren Mitschülern in einem verschlossenen Klassenzimmer, ohne Informationen und Gewissheit darüber, dass es sich nur um einen Fehlalarm handelt. Zum Glück gab es nach 60 Minuten Ungewissheit die erlösende Entwarnung - doch was, wenn dem nicht so gewesen wäre? Was geht in Schülern und Lehrern vor? Diese Fragen hat sich Lea-Lina Oppermann ebenfalls gestellt. Aus ihren Antworten ist ein preisgekröntes Debüt entstanden, das auch mich ziemlich überwältigt zurückgelassen hat.Als Leser schlüpft man in drei verschiedene Perspektiven. Die Schüler Fiona und Mark sowie ihr Mathelehrer Herr Filler erzählen in sich immer wieder abwechselnden und meist sehr kurzen Passagen, wie sie den Amokalarm und seine Folgen erlebt haben. Jede beschriebene Situation knüpft unmittelbar an die vorherige an, sodass für mich als Leserin eine lückenlose Geschichte entstand. Aufgrund der Kürze der einzelnen Passagen, der schnellen Wechsel und der stets vorherrschenden Spannung, blubbert bereits ab Seite 1 ein rasanter Lesefluss, dem ich mich nur zu gern hingegeben habe. Mitgerissen von den Ereignissen und der von der Durchsage losgetretenen Lawine, raste ich durch die Seiten und tauchte erst wieder aus dem Buch auf, als ich es nach der letzten Seite zuschlagen konnte. Es scheint auch so, als hätte sich die Autorin voll und ganz in ihre Geschichte fallen lassen. Als wäre sie selbst eine der Schülerinnen gewesen, die in diesem fiktionalen Klassenzimmer saßen. Als hätte sie genau diese Situation erlebt, genau beobachtet und schließlich aufgeschrieben. Für mich war es nicht nur spannend herauszufinden, wer auf der anderen Seite der Tür steht oder ob es sich tatsächlich um einen Amoklauf handelt (und wenn ja, aus welchen Gründen), sondern auch das Verhalten der einzelnen Schüler zu beobachten. Eine ganze Klasse wird auf engem Raum einer Extremsituation ausgesetzt. Da ich ein großer Fan von psychologischen Kammerspielen dieser Art bin, war "Was wir dachten, was wir taten" genau nach meinem Geschmack. Ein rasanter, spannender Pageturner, der mir stellenweise den Atem geraubt, mich schockiert und alarmiert hat.Dass "Was wir dachten, was wir taten" lediglich 180 Seiten hat, ist sowohl ein Plus- als auch ein Minuspunkt. Das dünne Buch hat es mir ermöglicht, es in einem Rutsch zu lesen und mich der Spannung voll hinzugeben. Ich liebe es, wenn Bücher solch einen Sog aufbauen und ihre Leser regelrecht taumeln lassen, wenn sie sie schlussendlich wieder ausspucken. Schade ist natürlich, dass es auf diesen 180 Seiten nicht möglich ist, genauer hinzusehen. Ich durfte so viele Personen kennenlernen - eine ganze Schulklasse - und wäre stellenweise gern tiefer eingetaucht. Jeder Charakter besitzt schließlich seine eigene Geschichte und seinen eigenen Grund, warum er Platz in diesem Klassenzimmer gefunden hat. Aber hätte diese Tiefe, dieses noch-genauere-Hinsehen dem Buch wirklich gut getan? Ich bezweifel es, denn mit Sicherheit hätte es an Geschwindigkeit verloren, die ich in diesem Fall wirklich grandios fand. Man kann natürlich sagen, dass solch ein komplexes Thema mit diesem Hintergrund nicht auf 180 Seiten abzuhandeln ist, dennoch fällt es mir leicht, mich mit dieser Fassung vollkommen zufrieden zu geben, denn die Message ist angekommen und das Gelesene wird sicher noch eine Weile nachhallen.Ich bin sehr angetan von diesem Debüt, kann verstehen, dass die ursprüngliche Geschichte mit dem Hans-im-Glück-Preis für Jugendliteratur ausgezeichnet wurde und sich diverse Verlage um dessen Veröffentlichung gerissen haben. Ein brandaktuelles Thema, mit dem wir uns leider immer wieder auseinandersetzen müssen, weil wir schockiert die Berichterstattung in den Medien über reale Amokläufe verfolgen. Auch wenn diese Geschichte glücklicherweise reine Fiktion ist, kann sie doch genau so passieren. Die Angst und die Ohnmacht können einen lähmen. Ich finde es großartig, dass sich ein junger Mensch genau diesem Thema angenommen und es näher beleuchtet und hinterfragt hat. Was macht einen ebenso jungen Menschen zum Täter? Was macht solch eine Situation mit den Beteiligten? Lea-Lina Oppermann hat nach Antworten gesucht und sie auf ihre ganz besondere, charmante, fesselnde und schockierende Art gefunden. Ich finde, ihr solltet sie lesen.

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  • Subtiler Psychoterror der anderen Art

    Was wir dachten, was wir taten

    Nadl17835

    28. July 2017 um 17:42

    Eine einfache Mathestunde, in der eine Klausur geschrieben wird. Ein Lehrer.15 Schüler. Alles ganz normal, bis der Alarm losgeht, mit einer beunruhigenden Ansage und einem scheinbaren Amokläufer. Und nichts ist mehr wie es mal war und wird es auch nicht mehr sein. Der Titel klingt ziemlich mysteriös und unscheinbar, sodass ich mir darunter wenig vorstellen konnte, es aber doch genau wissen wollte. Die Geschichte wird aus drei Blickwinkeln beschrieben mit ganz eigenen Vorstellungen, Gedanken und Meinungen, die das Bild vervollständigen. Für mich war es sehr interessant einen Amoklauf aus Sicht des Lehrers, seiner Einstellungen und Ansichten zu betrachten, wie er sich selbst in seiner neuen Rolle sieht und auch wie er von den Schülern gesehen wird, die ihn als Autoritätsperson in der Pflicht sehen etwas zu tun. Die Diskrepanz ist der Autorin ziemlich gut und realistisch gelungen, auch wenn sie sich einiger klischeehafter Vorstellungen bedient hat, die aber dennoch in Realität dem typischen Rollenbild entsprechen. Der Amoklauf ist anders. Kein um sich ballernder Psycho, der so Rache nehmen möchte, sondern kleine Psychospielchen, die alle im Raum für immer verändern werden. Das Ende hat mich nicht sonderlich überrascht, auch wenn es für diese Klasse nicht schlimmer hätte kommen können. Eigentlich nichts Neues, aber sehr besonders dargestellt.

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  • Rezension zu dem Buch „Was wir dachten, was wir taten“

    Was wir dachten, was wir taten

    Keri

    20. July 2017 um 16:11

    Autor: Lea-Lina Oppermann Verlag: Beltz Inhalt: An einer Schule kommt es zu einem Amokalarm. Plötzlich dringt eine maskierte Person mit geladener Waffe in das Klassenzimmer ein in dem sich auch Fiona, Mark und Herr Filler aufhalten. Sie werden gezwungen Aufgaben zu erfüllen, die die Geheimnisse aller Personen im Raum ins Licht zerren. Meine Meinung: Die Autorin hat einen leichten Schreibstil und das Buch lässt sich schnell lesen. Das Buch ist aus drei Sichten geschrieben. Die drei Sichten haben hier sehr gut gepasst, da man so aus verschiedenen Perspektiven die Situation mitbekommen hat und die unterschiedlichen Gefühle und Reaktionen besser verstehen konnte. Außerdem war es interessant zu sehen wie jede Person anders mit der Situation umgegangen ist. Man kann sich gut in die Situation und die Figuren reinversetzen. Man stumpft mit der Zeit und den immer neuen Aufgaben genauso ab, wie die Geiseln. Als Leser fragt man sich auch wie man selber reagieren würde und wie weit man gehen würde. Das Ende ist etwas abrupt und lässt einen sprachlos zurück. Fazit: Eine Story wie ich sie noch nie gelesen habe. Ich kann das Buch gerade an ältere Jugendliche weiter empfehlen.

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