Lea-Lina Oppermann Was wir dachten, was wir taten

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Inhaltsangabe zu „Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann

Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.

Jeder sollte sich an der Nase nehmen und zu jedem ein bisschen freundlicher sein, als es wirklich nötig ist...

— linda1693

Spannende Auseinandersetzung mit so einem Thema

— _sarah_

Ein Buch das wirklich zum Nachdenken anregt. Auch wenn es so kurz war, konnte es mich überzeugen.

— zeilengefluester

Wow O.o einfach krass!

— luluslibrary

Ein intensives Buch, welches mich sehr nachdenklich zurückläßt, in vielerlei Hinsicht.

— Schreibmamsell

Ich fand es gut !

— Finis

Ganz okay, muss man nicht gelesen haben.

— juleisreading

Einfach nur WOW, ich bin begeistert.

— Rainbookworld

Ein kurzes Buch mit interessanten Wendungen

— Emmy29

Realitätsnah wie nur was!!!

— HannahsBooks

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Manchmal widersprüchlich, manchmal hochemotional - die Geschichte regt in jedem Fall zum Nachdenken an.

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  • Leserunde zu "Frohe Ostern!" von Barbara Behr

    Frohe Ostern!

    melanie1984

    ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN. DAS IST EINE WICHTELRUNDE! Hallo liebe Wölfe, Seherinnen, Hexen, Jäger, Dorfbewohner und Teilnehmer/innen unserer Zukunft- und Vergangenheitsgruppe!Ich lade hiermit zur Osterwichtelrunde unserer Gruppe ein. Hierbei soll alles etwas persönlicher vonstatten gehen, deswegen ist es wichtig, dass sich NUR Teilnehmer UNSERER Runde bewerben. Andere Lovelybooks-User werden nicht berücksichtigt.                                          Anmeldung Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte unter "Ich mache mit" an. Wichtig ist, dass ihr euren aktuellen Wunschzettel (gerne auch speziell einen für diese Aktion), sowie ein paar Informationen über euch im Unterthema "Wunschzettel" postet. Ein Link zu eurer Bücherwunschliste bei lovelybooks wäre auch von Vorteil. Neben einem Buch werden auch kleine Aufmerksamkeiten verschickt. Umso länger eure persönliche Beschreibung, desto eher bekommt ihr etwas, das ihr euch auch wirklich wünscht! Falls ihr etwas gar nicht mögt, könnt ihr es natürlich auch dazu schreiben.(Gerne könnt ihr auch die Bewerbung aus der letzten Runde kopieren und etwas abändern!) Weiterhin solltet ihr mir per privater Nachricht eure Adresse zukommen lassen und wohin ihr versenden würdet (auch ins Ausland?). Die Adresse wird ausschließlich an die Person weitergegeben, die euch das Wichtelpaket sendet und danach werde ich alle Adressen löschen. Die Versandkosten übernimmt der Versender. Achtung: Schweizerwichtel sind auch herzlich willkommen! WICHTIG: Alle Pakete werden versichert versendet. Die Sendeverfolgungsnummer schickt ihr bitte per PN an mich. Der Versand sollte nicht ins vorgegebene Budget gerechnet werden. Er kommt zusätzlich dazu!  Umfang Beim Wichteln kommt es mehr auf die Geste, als auf das Geschenk an. Das Budget sollte rund 30 Euro ausmachen.  Eine schöne Verpackung, Spaß und österliche Stimmung stehen hierbei im Vordergrund. Ihr sollt nicht das neuste, schönste, aktuellste Buch kaufen und es dann einfach lieblos verschicken! Über eine persönliche Nachricht freut sich bestimmt jeder.  Hier alle wichtigen Daten: Anmeldeschluss: 25.1.2018Wichtelvergabe per Privatnachricht: 26.1.18Spätester Versand: 15.3.18Gemeinsames Auspacken: 1.4.18Hinweis: Alle Geschenke werden vom eigenen Geld bezahlt, deswegen denkt nochmal nach, bevor ihr euch anmeldet. Es geht um liebevolle Geschenke, die toll verpackt sind und einfach Freude bereiten. Wenn ihr kurzfristig zurückzieht, ist das Ganze ziemlich unfair.  Ihr habt Fragen? Dann ab damit in die Frage/Anmerkungskategorie! ___________________________________________________________________________________________ Teilnehmer Vucha - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔ - PAKET ERHALTEN melanie1984 - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔  - PAKET ERHALTEN Pippo121 - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔ - PAKET ERHALTEN Mitchel06 - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔ - PAKET ERHALTEN Henny176 - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔ - PAKET ERHALTEN papaverorosso - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔ -  PAKET ERHALTEN Livelaughlove - Wunschzettel ✔ - Adresse ✔ - PAKET ERHALTEN 

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  • Gänsehaut!

    Was wir dachten, was wir taten

    Leseeule96

    28. March 2018 um 00:12

    Ohne allzu große Erwartungen bin ich an dieses Buch heran gegangen. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet, außer dass es sich um die Geschichte eines Amoklaufs handelt. Keine leichte Kost also.  Das Buch wird aus drei Sichten erzählt. Von zwei Schülern und von einem Lehrer.  Die Klasse schreibt gerade eine Matheklausur, als plötzlich eine Meldung durch die Lautsprecher ertönt. Schnell wird es unruhig, die Tür wird verschlossen, wirres Gemurmel geht durch die Reihen. Die Schüler sind sich nicht sicher, ob es sich um einen Fehler handelt oder es tatsächlich ernst ist. Doch leider ist dem so.  Ich habe auf Amazon gelesen, dass die Autorin gerade einmal 17-18 Jahre alt war, als sie dieses Buch geschrieben hat. Und das merkt man auf eine Art: die authentische Darstellung der Schüler. Sie hat diese Klasse so realistisch beschrieben, dass sie wirklich so hätte existieren können. Von der unscheinbaren, grauen Maus, zur eingebildeten Zicke, vom Klassenclown zum Sportfreak. Alles war vertreten und es gab eine bunte Mischung, die perfekt gepasst hat. Ich habe mich also wirklich in meine Schulzeit zurück versetzt gefühlt.  Auch die blanke Angst und Wut der Jugendlichen hat die Autorin super rüber gebracht. Ich habe absolut mit Ihnen gelitten und es gab den einen oder anderen Moment, wo mir echt kurz das Herz stehen geblieben ist.  Wut, Hass, Angst, Scham, Schadenfreude. So viele Emotionen haben die Schüler verspürt und ich habe bei so ziemlich jedem Gefühl Verständnis gehabt. Fazit:  Dieses Buch behandelt nicht nur das schreckliche Thema Amoklauf, sondern auch Dinge wie Geheimnisse, Lügen, Verrat und wie schnell man sich in Menschen täuschen kann, sobald es um Leben und Tod geht. Es hat sich schnell und einfach lesen lassen und war ein tolles Buch, was aber definitiv keine leichte Kost für zwischendurch ist , denn diese Geschichte sitzt einem auch hinterher noch in den Knochen.

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  • Ein Amoklauf und sie erzählen, was wirklich passierte.

    Was wir dachten, was wir taten

    _sarah_

    04. March 2018 um 17:49

    Ein Amokalarm. Alle sollen im Klassenraum bleiben und ihn verriegeln.Doch was, wenn der Amokläufer doch in den Klassenraum eindringt?Erbarmungslos müssen Aufgaben erfüllt werden. Werden diese nicht erfüllt, müssen alle sterben. Also müssen die Schüler alle zehn Umschläge öffnen und die darin gewählten Aufgaben des Amokläufers erfüllen. Komplett.Und dabei werden die verschiedensten Hintergründe und Geheimnisse aufgezeigt. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.Die drei Sichten, Fiona, Mark und Herr Filler, haben mir gut gefallen. Dadurch hat man verschiedene Einblicke und auch Charakterzüge kennengelernt. Es wäre vielleicht besser oder interessanter gewesen, wenn die Charaktere komplett verschieden gewesen wären. Wenn man also von beispielsweise Ida-Sophie, die sich oberflächlich und arrogant zeigt. Das hätte ich noch interessanter gefunden, zu wissen, wie sie denken würde!Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich leicht lesen. Das könnte auch an der Seitenzahl liegen, aber es ist trotzdem schnell lesen.Auch dafür, dass das der erste Roman dieser Autorin war, war der echt gut! Er war kurz, knackig und intensiv.Wie die einzelnen Charaktere handeln, war ebenfalls krass. Wie manche Menschen alles tun würden, um zu überleben und dafür jemand anderes zu schaden, ist echt heftig gewesen, aber da möchte ich nicht zu viel verraten. Das hängt mit der Idee zusammen, wie die Autorin den Amoklauf „verpackt“ hat. Denn der Amokläufer weiß viel mehr von den Schülern, als sie zunächst glauben.Mich hat es immer wieder verwirrt. Wieso kam die Polizei nicht und hat die Klasse gerettet? Wieso erscheinen sie erst am Ende? Mark hat erzählt, wie alle Klassenräume evakuiert werden. Wieso nicht ihrer? Das ist mein einziger, starker Kritikpunkt, der sich regelmäßig in meinen Kopf gefressen hat, während ich das Buch gelesen habe.Das Ende fand ich ein wenig vorhersehbar, aber das ist denke ich mal normal, wenn das Buch von Amokläufen handelt. Dennoch war es überraschend, wer der Amokläufer ist und was der Hintergrund des Amoklaufs war.Ich kann euch das Buch nur empfehlen, es ist sehr interessant gewesen, aus der Sicht der Schüler und aus der Sicht des Lehrers zu lesen. Was wäre gewesen, wenn man das alles aus der Sicht des Amokläufers gelesen hätte? Wären da andere Gedanken zu gekommen?

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  • Macht was der Unbekannte will! – berührend, intensiv, haut nah

    Was wir dachten, was wir taten

    zeilengefluester

    02. March 2018 um 12:51

    Inhalt   An einem normalen Schultag: Herr Filler schreibt mit seiner Klasse die letzte Arbeit vor den Ferien, als der Amokalarm ausgelöst wird. Alle hoffen noch dass es ein Fehlalarm war, aber es sollte noch viel schlimmer kommen.   Ein maskierter Unbekannter dringt ins Klassenzimmer ein, mit einer geladenen Waffe. Erbarmungslos will er die Klasse zugrunde richten, aber er erschießt sie nicht, der Unbekannte hat etwas ganz Anderes vor. Er wird all ihre Geheimnisse an die Oberfläche zerren. – durch 10 Aufgaben.   Als dann die Wahrheit ans Licht kommt, ist es eigentlich schon fast zu spät.   Meine Meinung   Als ich das Buch zum ersten Mal bei einer Freundin im Regal gesehen habe, ist es mir zunächst noch nicht so wirklich aufgefallen. Weil es durch das Cover nicht gerade heraussticht. Aber als ich den Titel gelesen habe, wollte mehr über dieses Buch erfahren. Der Klappentext hat mich dann wirklich überzeugt und ich wollte es unbedingt lesen.   Geschichte   Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an mitgerissen, man war direkt mitten im Geschehen. Ich wusste zunächst nicht was mich so richtig erwartet und war daher wirklich gespannt darauf, die Hintergründe der Geschichte zu erfahren.   Ich konnte daher das Buch kaum aus der Hand legen, weil es einen sofort in seinen Bann gezogen hat. Spannung Pur! Man musste es einfach so schnell wie möglich weiterlesen.   Ich finde diese Geschichte hat einen mehr als nur zum Nachdenken angeregt. Man hat sich die ganze Zeit gefragt -> Warum macht der Unbekannte das? Was möchte er damit erreichen?!   Die Aufgaben die durch den Unbekannten gefordert werden, gehen wirklich über die Normalität hinaus, einige waren wirklich sehr verstörend, wenn nicht schon zusagen krank. Ich kam der unglaublichen Wahrheit immer näher. -> Wer war der Unbekannte?   Protagonisten   Ich finde es recht schwierig in diesem Zusammenhang etwas über die Protagonisten sagen zu können. Es liegt nicht nur daran das das Buch nur knapp 180 Seiten hatte. Auch weil es in dem Buch um eine komplette Klasse ging und jeder dieser Schüler erwähnt wurde. Die Hintergründe, Gedanken und Gefühle jedes einzelnen.   Schreibstil   Der Schreibstil hat mir sofort gefallen, man kam wirklich schnell in die Geschichte rein ohne das einem etwas unklar war. Sehr flüssig und klar geschrieben, dass man unbedingt weiterlesen wollte.   Es hat mir wirklich total gut gefallen das dieses Buch aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde. Aus der Ich-Perspektiven-Sicht des Lehrers Herr Filler und den beiden Schülern Fiona und Mark. Eigentlich finde ich sowas eher schwierig zu lesen, aber das ist der Autorin wirklich gut gelungen.   Ich fand das man so die Protagonisten besser kennen lernen konnte, auch wurden die Gedanken und Gefühle sehr klar dargestellt, dass ich mich wirklich mit ihnen verbunden fühlte. Als wäre ich mit Ihnen in dem Klassenraum, irgendwie bedrückend sowas „mitzuerleben“ aber auch wirklich spannend durch den Schreibstil. Fazit   Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen. Ich finde diese Thematik wirklich schwer und nicht jeder Autor schafft es diese richtig in ein Buch einzubauen, aber bei Lea-Lina Oppermann hat man gemerkt, das sie sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Meiner Meinung nach konnte sie diese Thematik wirklich gut widergeben und mit ihrem Buch zum Nachdenken anregen.   Das Buch war wirklich intensiv und ernst. Ich musste zwischenzeitlich wirklich das gelesene erst einmal verarbeiten, weil es mich wirklich berührt, schockiert und erstaunt hat. Denn sowas kann leider überall passieren. Nicht nur in der Schule auch auf der Straße, wenn man sich das so überlegt, ist man eigentlich nirgends wirklich sicher. Aber wenn man über sowas nur Nachdenken würde, dürfte man wirklich gar nichts mehr machen und so will man ja auch nicht wirklich leben. Zumal das dann nicht mal mehr ein richtiges Leben wäre.   Mich hat das Buch auf jeden Fall absolut überzeugt, weshalb ich ihm 5 von 5 Sternen gebe.   Bewertung 5/5 Sternen

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  • Beeindruckender Debütroman

    Was wir dachten, was wir taten

    Schreibmamsell

    12. February 2018 um 13:48

    Sehr bedächtig, beeindruckt und nachdenklich legte ich den Debütroman der beim Schreiben erst 18jährigen Lea-Lina-Oppermann aus der Hand. Ich hatte „Was wir dachten, was wir taten“ für Töchterchen zum Nikolaus gekauft. Auf Empfehlung unserer Buchhändlerin, die die Autorin auch schon für eine Lesung zu Gast hatte. „Ja, es ist ab 14, aber bei dem, was sie sonst liest – das paßt!“ Mit 180 Seiten hat das kleine Buch ein angenehmes Format für den Stiefel, so dass ich es dann auch auswählte, aus all den anderen Wünschen. Die Art, wie die Buchhändlerin mir das Buch beschrieb, hatte mich so neugierig gemacht, dass ich es zu Hause direkt aufschlug. Und las. Und las. Wow. Wie stark geschrieben! Dann mußte ich das Lesen jedoch abbrechen, weil ich das Buch gesichert vor Töchterchens Augen verstecken mußte. Doch jetzt konnte ich „Was wir dachten, was wir taten“ zu Ende lesen. Da Töchterchen noch ein anderes Buch am Wickel hat, folgt hier nur meine Erwachsenen-Meinung dazu. „Was wir dachten, was wir taten“ schildert 143 Minuten eines Amoklaufs an einer Schule. 143 unendlich lange Minuten erzählt aus der Sicht Dreier, die dabei waren. Die Musterschülerin Fiona, die unbedingt immer alles richtig machen will, wie ihre große Schwester es so gut kann. Der Einzelkämpfer Mark, dem die Schule relativ egal ist, der genug mit seinem gewalttätigen Vater zu tun hat. Der Mathelehrer Herr Filler, der auch Vertrauenslehrer ist, aber ein teilweise gespaltenes Verhältnis zu sich, seinem Beruf und seinen Schülern hat. Lea-Lina Oppermann läßt sie in jeweils kurzen Abschnitten die Situation aus ihrer subjektiven Sicht beschreiben. Dadurch bekommt man auch stets einen Blick auf die anderen in der Klasse. Die Charaktere, die Klischees, die Verhältnisse untereinander. Man erlebt, wie die drei Erzähler mit sich und ihren eigenen Ansprüchen und Unfähigkeiten ringen. Intimste Geheimnisse werden offengelegt. Die Klasse schreibt eine Matheklausur, als eine Lautsprecherdurchsage verkündet: »Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe.« Amokalarm? Die Gedanken der Schüler drehen sich sofort nur noch um diese Frage, nicht mehr um die Matheklausur, während der Lehrer versucht, den Fokus auf die Klausur aufrechtzuerhalten, um eine Panik bei den Schülern (und auch sich selbst) zu vermeiden. Letztlich entgleitet ihm die Situation jedoch vollkommen. Der vermummte Amokläufer dringt genau in seine Klasse ein. Mit dabei hat er außer einer Pistole auch Umschläge mit Wünschen, die Herr Filler vorlesen soll. Wünsche, die Abgründe verschiedener Schüler und ihres Lehrers gnadenlos offenbaren. Wie weit werden sie gehen? Die Schüler? Der Lehrer? Die Forderungen des Amokläufers? Es ist erschreckend, wie die Angst vor dem Amokläufer ausnahmslos alle dazu bringt, über Grenzen zu gehen. Es ist beeindruckend, wie Lea-Lina-Oppermann es schafft, den Leser innerhalb weniger Abschnitte im Bann der Geschichte zu haben. Man könnte sich fragen, ob die Charaktere nicht noch tiefer beschrieben werden könnten. Aber nein, das würde der Dichte schaden, der Intensität der Berichterstattung. Und kommen der Amokläufer und seine Beweggründe nicht zu kurz weg am Ende? Nein, finde ich, ganz klares Nein. Denn in dem kurzen Abschnitt wird alles offenbart und vor allem viel Raum für die Empfindungen gelassen. Ja, da steht wirklich alles, man muss das nur mal auf sich wirken lassen. Diese Worte nachfühlen. Da steht, wieso der Amokläufer zu eben diesem wurde. Wieso er so ungewöhnlich vorging. Da steht auch, wie bedenkenloses Verurteilen andere Menschen vernichten kann. Da steht so viel über unsere Gesellschaft, dass es schon fast beängstigend ist, wie das auf 180 Seiten dargestellt werden kann. Was mich an dem Begriff „der Amokläufer“ irritiert und stört, kann ich hier leider nicht aufführen, wer das Buch liest, wird es verstehen. Ich konnte nicht anders, beim Lesen fragte ich mich immer wieder, wie ich mich verhalten hätte, welcher der Typen wäre ich gewesen? Wie weit wäre ich gegangen? Nur eines ist klar: Ich habe keine Ahnung. Wie sollte ich auch? Unwillkürlich urteilt man über die Beteiligten, nur um das eigene Urteil wieder in Frage zu stellen, denn es beschreibt eine Situation, die man sich nicht vorstellen kann. Ich war irritiert, dass allen Beteiligten die ganze Zeit etwas Entscheidendes nicht auffiel: Dass die Wünsche gezielt an bestimmte Personen gerichtet waren. Aber auch das zeigt deutlich, wie die Autorin die Szenerie letztlich realistisch beschreibt. Die Intensität der Situation, in der die Opfer nicht denken können, nicht über das, was tatsächlich gerade geschieht hinausblicken können. Wie sehr dieser Psychostreß der Ausnahmesituation das Denken und Handeln verändert. Übrigens werden hier nicht wahllos Leute erschossen, auch wenn durchaus von der Waffe Gebrauch gemacht wird. Nein, das Vorhaben des Amokläufers ist hier ein ganz anderes, im Klappentext heißt es: „…sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.“ Ja, Lea-Lina Oppermann hat mich mit „Was wir dachten, was wir taten“ sehr beeindruckt. Ein intensives Buch, welches mich sehr nachdenklich zurückläßt, in vielerlei Hinsicht. Ich las die letzten Sätze, klappte es zu, betrachtete es still, legte es neben mich und staunte, wie ruhig ich jetzt war, wie nachdenklich, während ich nur da saß und versuchte, der Wirkung des kleinen Buches auf die Schliche zu kommen. (von mir selbst veröffentlicht zuerst bei www.senkpiel.net)

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  • Als Debut nicht schlecht

    Was wir dachten, was wir taten

    dominona

    11. February 2018 um 09:02

    Das Thema Amoklauf kann in Büchern eigentlich nie genug behandelt werden, weshalb ich dieses Buch begrüße...allerdings...
    Man ahnt was kommt und die Figuren sind zu lasch, aber bei dem Umfang des Buches ist es auch kaum anders möglich Ich denke, dass man mehr aus dem Stoff hätte machen können. 

  • Kurz und ergreifend

    Was wir dachten, was wir taten

    Finis

    08. February 2018 um 22:40

    Ich fand die Geschichte sehr mitreissend und gut zu lesen. Die Buch-Idde ist originell und die Sprache einfach. Ich finde die Situation wurde gut geschildert und es ist eigentlich eine sehr emotionale Story. Trotzdem bin ich gespaltener Meinung da ich emotional nicht mitgerissen wurde. Die Characktere reichen von interessant bis ultra nervig, was aber bei der kuerze des Buches nicht weiter stoert. Obwohl ich mir nicht zu 100 Prozent sicher bin kann ich doch sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt das Buch zu lesen und trotz meiner Kritikpunkte habe ich das Buch liebgewonnen und moechte  gerne allen ans Herz legen es zu lesen. Auch um mir dann seine/ihre Meinung anzuhoeren.

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  • Habe mehr erwartet.

    Was wir dachten, was wir taten

    juleisreading

    03. February 2018 um 19:54

    Da das Buch nur knapp 180 Seiten hat, liest man es sehr schnell weg und ich habe es immer auf dem Weg zur Schule und in der Bahn gelesen. Das Buch handelt von einem Amoklauf in einer Schule und die Thematik hatte mich Anfangs sehr fasziniert und neugierig gemacht, jedoch war die Geschichte nicht ganz wie ich sie erwartet hatte. Klar, es war schon spannend, aber ich finde, dass man das Buch jetzt nicht gelesen haben MUSS und ein zweites Mal werde ich das Buch auch nicht lesen. Es bekommt von mir 3 von 5 Sternen, da es mich schon unterhalten konnte.

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  • Ich bin begeistert!

    Was wir dachten, was wir taten

    Rainbookworld

    31. January 2018 um 02:18

    Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.Ich muss ganz ehrlich sagen, dieses Buch ist so klein aber der Inhalt ist gigantisch, denn die Thematik könnte jederzeit an Schulen so passieren. Fiona sitzt gerade mitten in ihrer Mathematikklausur, als eine Durchsage erklingt, dass alle Schüler sich direkt in den nächsten abschließbaren Fachraum begeben sollen. Während der Klausur liegen die Nerven von Herr Filler blank, aber er versucht sich nichts anmerken zu lassen. Durch Herrn Fillers Perspektive lernt man die verschiedenen Schülerarten kennen und erfährt aus Lehrersicht wie man damit umzugehen hat. Doch dann kommt der Amokläufer in den Klassensaal und nichts ist mehr so wie zuvor.Der Roman ist aus drei Perspektiven erzählt und fesselt den Leser von der ersten Sekunde an. Der Schreibstil der Autorin ist großartig und flüssig. Die Geschichte baut sehr schnell Spannung auf und spielt dann massiv mit der Psyche der Betroffenen. Man erfährt soviel was sich hinter der Fassade der Mitschüler und des anwesenden Lehrers verbirgt.  Beim Lesen wird man sich bewusst, das dieses Szenario, so jederzeit an jeder Schule eintreten kann. Einige Stellen klingen amüsant, aber genau diese Stellen spiegeln die Gefahr, die sich dadurch aufbaut wider. Lehrer die auf Fortbildungen nicht aufpassen, Schüler die eine Massenpanik auslösen. Diesen Roman sollte jeder Lesen. Packend spannend und unfassbar wichtig. 

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  • Ein kurzes Buch mit interessanten Wendungen.

    Was wir dachten, was wir taten

    Emmy29

    18. January 2018 um 14:55

    Titel: Was wir dachten, was wir tatenAutorin: Lea-Lina OppermannVerlag: BeltzErscheinungsdatum Erstausgabe: 01.01. 2018Seitenzahl: 180Preis: 12,95 EuroEs wäre ein ganz normaler Schultag gewesen, wenn nicht diese eine maskierte Person ins Klassenzimmer gekommen wäre. Doch sie verteilt Aufgaben, denen sich die Schüler stellen müssen und dabei kommt das ein oder andere Geheimnis zu Tage. Können sie die Person mit der Waffe enttarnen, oder gehen die Lügen weiter?Dieses Buch ist mit den 180 Seiten relativ kurz, deswegen war ich zunächst etwas skeptisch ob die Autorin es trotzdem schaffen könnte einen spannenden und realistischen Roman zu erschaffen. Dies ist mein erstes Buch in dieser Richtung, von da an habe ich nicht so viel Erfahrung und kann die Geschichte nicht mit anderen vergleichen. Das Cover finde ich nicht sonderlich auffällig und es hat auch nichts  mit einem Amoklauf zu tun. Das finde ich aber vollkommen okay, denn die Autorin selbst hat mal erwähnt, dass diese Geschichte keine typische Amoklauf - Geschichte sei. Der Titel ist jedoch etwas interessanter und diesen mag ich ziemlich gerne. Er bleibt einen im Gedächtnis.Das Buch wird in verschiedenen Sichten erzählt. Zum einen von Mark, welcher nicht sonderlich auffallend ist und zudem seinen Mathelehrer Herrn Filler nicht ausstehen kann. Von seiner Sicht wird auch etliches erzählt und von der Schülerin Fiona. So bekommt man die unterschiedlichsten Informationen und kann sich ein klares Bild über die Situation schaffen. Auch bestimmte Sympathien entwickelt man. Beispielsweise mochte ich Fiona und Mark sehr gerne und konnte mich auch in ihre Situationen hineinversetzen, wobei Herr Filler ein ziemlich oberflächlicher Lehrer ist.Es wird auf jeden Charakter in der Klasse eingegangen, wobei es mir ab und zu etwas wenig Schüler vorgekommen sind. Es gibt so ziemlich alle Charaktere und Arten von den typischen Schülern.  Von der Klassenzicke bis zum Streber. Bei manchen Schülern hätte ich mir jedoch eine etwas detailliertere  Hintergrundgeschichte gewünscht, welche auch gut ausgearbeitet ist. Die Charaktere kamen mir bei manchen Stellen nämlich etwas flach vor und ich konnte ihre Situationen oft nicht ganz nachvollziehen. Es gab viele Momente, wo ich stutzen musste und nicht glauben konnte, was sich da abspielte. Jedoch wusste man nach und nach, wer sich hinter der Maske des Amokläufers verbirgt und es war leider keine richtige Überraschung mehr. Ich hätte mir zum Ende hin etwas mehr Spannung gewünscht, welche zwar vorher schon vorhanden war, jedoch zum Ende hin etwas flacher und schwächer wurde. Bei der Auflösung hätte ich mir schon etwas mehr Kreativität gewünscht, da ich im Laufe des Buches große Erwartungen hatte. Dennoch wurde die Geschichte sehr realistisch dargestellt und ich finde, dass man dieses dünne Büchlein sehr wohl auch im Unterricht lesen könnte. Es wäre eine willkommene Abwechslung und man könnte das ein oder andere lernen, falls es selbst mal zu so einem Vorfall kommen sollte.Fazit: Es ist eine sehr realistische Geschichte, welche von einem etwas anderen Amoklauf handelt und definitiv interessant ist. Die Charaktere hätten aber dennoch etwas ausgearbeiteter sein können und auch das Ende hat mich ein kleines bisschen enttäuscht. Dennoch mochte ich die Handlung und bin geneigt noch mehr aus diesem Thema zu lesen. 

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  • Was wir dachten was wir taten schlägt ein wie eine Bombe!

    Was wir dachten, was wir taten

    HannahsBooks

    11. January 2018 um 15:10

    Inhalt:Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen - hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.Meinung/Fazit:Ich war anfangs vom Cover und dem Klappentext nicht so sehr überzeugt. Allerdings hat es der Inhalt in sich. Was ich echt gut gemacht fand, waren die wechselnden Perspektiven, sodass man wirklich vieles einigermaßen nachvollziehen konnte. Der Inhalt erinnert ein bisschen an "Der Herr der Fliegen". Die Geschichte zeigt die wahre Natur des Menschen. Wenn es um alles geht, um unser Leben, dann tun wir alles, um nicht zu sterben. Sei es nur, merkwürdige und verletzende Wünsche eines/einer Fremden zu erfüllen. Die Reaktion ist immer die selbe: Selbstschutz geht vor, denn keiner will sterben, so einfach ist das. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es einfach von den Reaktionen der anwesenden Klasse des Amoklaufs, realitätsnah war, wie kaum ein anderes Buch. Denn hier wird nicht verherrlicht und die Reaktionen sind nicht darauf ausgelegt, dass einer der Figuren zum Helden wird. Denn es ist einfach die Wahrheit, wenn die Autorin mit ihrer Geschichte pointiert, dass jeder mit einer auf sich gerichteten Pistole, alles tun würde, um dem Ende zu entgehen. Niemand würde freiwillig sein Leben opfern auch wenn viele Figuren in der Geschichte selbstlos waren, man konnte jede Handlung nachvollziehen. Klar habe ich an manchen Stellen die Augen verdreht, wenn es um das Abscheiden von Haaren ging, aber dann dachte ich mir, dass ich auch weinen würde, würde ich gezwungen, mir die Haare raspelkurz abzuschneiden. Die Gefühle in so einer Situation sind einfach da, auch wenn sie vielleicht egoistisch wirken. Die Natur des Menschen wird einfach sehr gut dargestellt und es wirkt einfach echt. 5 von 5 Sternen

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  • Buchverlosung zu "Die Nachtigall" von Kristin Hannah

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    „Ich liebe dieses Buch – große Charaktere, große Geschichten, große Gefühle.“ Isabel AllendeZwei Schwestern im besetzten Frankreich: Vianne, die Ältere, muss ihren Mann in den Krieg ziehen lassen und wird im Kampf um das Überleben ihrer kleinen Tochter vor furchtbare Entscheidungen gestellt. Die jüngere Isabelle schließt sich indes der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt? »Kristin Hannah ist es gelungen, historische Ereignisse so emotional aufzubereiten, dass einem beim Lesen die Tränen kommen.« Freundin Hier zur LeseprobeÜber die AutorinKristin Hannah, geboren 1960 in Südkalifornien, arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine internationale Top-Bestseller-Autorin und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Pazifischen Nordwesten der USA und auf Hawaii.Jetzt bewerben!Wir verlosen 15x das Taschenbuch "Die Nachtigall".  Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben

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    • 559
  • Gelungener Debütroman

    Was wir dachten, was wir taten

    vanessaaaxx

    07. January 2018 um 00:05

    Infos zum Buch: Titel: Was wir dachten, was wir taten, Autorin: Lea-Lina Oppermann, Verlag: Beltz & Gelberg, ISBN: 978-3407822987, Taschenbuch: 180 Seiten, Preis: € 12,99 [D], Genre: Roman Klappentext: Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Infos über die Autorin: Lea-Lina Oppermann, geboren 1998 in Berlin, studiert Sprechkunst und Kommunikationspädagogik. Geschichten zu hören, zu lesen und zu erleben hat sie dazu gebracht, selbst mit dem Erzählen anzufangen. Ihr Debüt "Was wir dachten was wir taten" wurde mit dem Hans-im-Glück-Preis für Jugendliteratur ausgezeichnet. Meine Meinung: Ein gutes Debüt der Autorin! Ich habe das Buch als eBook gelesen und innerhalb eines Tages durchgelesen. Es hat mir gut gefallen. Es regt tatsächlich zum Nachdenken an, was ich zunächst nicht erwartet habe. Der Titel fand ich mal was anderes. Ich bin immer noch am überlegen warum die Autorin den Titel gewählt hat. Das Cover gefällt mir gut es ist schlicht aber dennoch schön, mir gefällt die Schriftart des Titels sehr. Der Roman wird abwechselnd aus den Sichtweisen von den Schülern Mark und Fiona und dem Lehrer Herr Filler erzählt. Durch diese Erzählweise wird Spannung zwischen den Kapiteln erzeugt. Der Roman beginnt mit einem Prolog, welcher eigentlich ein Ankündigung der drei Erzählenden ist. Es wird angekündigt, dass sie jetzt über die Geschehnisse der darauffolgenden 143 Minuten reden werden. Danach folgt eine Durchsage, dass ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten sei und dass alle Ruhe bewahren sollten. Dann beginnt die Erzählung der Geschehnisse. Der Roman endet mit einem Epilog. Der Amokläufer hat zehn Briefe bei sich die nach und nach vom Lehrer geöffnet werden. Inhalt der Briefe sind Wünsche des Amokläufers die nun erfüllt werden müssen. Dabei handelt es sich um großen Ängste der Schüler und Wahrheiten die offenbart werden. Der Amokläufer versucht sie regelrecht bloßzustellen. Das Thema des Romans ist sehr ernst zu nehmen. Die Geschichte wird sehr realistisch erzählt und kann so durchaus passiert sein. Ein Amokläufer in einer Schule ist heutzutage schließlich nicht unwahrscheinlich. Es wird dargestellt wie sich Lehrer und Schüler in so einer Situation arrangieren und was sie denken. Die Handlungen der Schüler und des Lehrers stoßen zum Nachdenken an. Was würde man selbst anstelle des Charakteres machen wie würde man handeln wen man mit einer Pistole bedroht wird? Der Anfang zieht sich meiner Meinung nach etwas aber ab der Hälfte wird es spannend . Im Laufe des Geschehens hatte ich mehrere Theorien um wen es sich bei dem Amokläufer handeln könnte und ob es wirklich ein echter Amoklauf ist. Erst zuletzt wird offenbart um wen es sich handelt, was eine zentrale Rolle für die Geschehnisse hat. Zu den Charakteren kann ich sagen es gibt einmal die Hauptcharaktere Fiona, Mark und den Lehrer und dann gibt es noch die anderen Schüler die eine Rolle spielen. Fiona ist mir sehr sympathisch. Sie ist offen und gutherzig und verständnisvoll. Mark scheint eine Art Rebell zu machen und auch immer zu sagen was er denkt. Der Lehrer erscheint mir unsympathisch aufgrund seiner Denkweise. Das Ende finde ich sehr gut gelungen obwohl ich mir erst etwas anderes erhofft hatte. Ich hatte einfach einen anderen Amokläufer erhofft aber die Umsetzung war klasse. Das Ende kam unerwartet und war heftig. Der Epilog regt auch wieder zum Nachdenken an und lässt den Amokläufer in einem anderen Licht dastehen und lässt einen verstehen. Genau so ein Buch würde ich gerne als Schullektüre lesen! Fazit: Mal etwas anderes ich würde es meinen Freunden empfehlen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

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  • Amoklauf!

    Was wir dachten, was wir taten

    Chiaramaus

    27. December 2017 um 16:08

    Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.Irgendwie ist es ja sehr schräg, das zuzugeben, aber ich habe ein Faible für Amokläufe. Ernsthaft. Und deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch gewonnen habe. Es ist realistisch und WAHR. Genau so, könnte ich mir vorstellen, würde ein Amoklauf ablaufen. Und dadurch, dass aus drei verschiedenen Positionen direkt aus dem betroffenen Raum berichtet wird, zeigt sich die Traghaftigkeit der ganzen Sache. Klar, nach so einem "Vorfall" wird alles zehntausendmal durchgekaut, was wann warum passiert ist, aber niemand wird beschreiben können, wie genau sich die Personen gefühlt haben.  Deshalb gefällt mir der Titel auch so gut: "Was wir dachten, was wir taten."Ich denke, so ein Amoklauf ruft die schlechtesten Seiten der Menschen in einem auf, und auf einmal ist man dazu bereit, Dinge zu tun, an die man sonst nie gedacht hätte... Das Buch ist spannend von der ersten Seite bis zum Schluss und lädt zum Nachdenken ein. Denn warum laufen Menschen Amok? Weil sie von Menschen umgeben sind. Und Menschen sind Monster. 

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  • ReadingCows Meinung

    Was wir dachten, was wir taten

    ReadingCow

    17. December 2017 um 18:29

    Es war ein gutes Buch, ein Buch, dass ich regelrecht verschlungen habe (wobei es bei der Seitenanzahl, natürlich keine Kunst ist). Ich habe nicht viel daran auszusetzen, die Charaktere waren in Ordnung, vielfältig und eigensinnig. Jeder von ihnen hatte eine ganz eigene Persönlichkeit, so unterschiedlich wie in der Realität., so vielfältig wie im wahren Leben. Es kann nicht immer gut und böse geben, nicht immer stark und schwach – die Autorin hat Charaktere erschaffen, die auch in den Grauzonen herumirren. Die Geschichte ist kurz und knapp, ohne viel drum rum zu quatschen, erzählt die Autorin, was passiert ist, was ihre Figuren durchmachen mussten. Ich fand es interessant, ein Amokläufer, der zwar mit einer Waffe droht, doch etwas viel schlimmeres tut, als jemanden zu töten. Ein Unbekannter, der die Schüler in den Wahnsinn treibt und sie an ihre Grenzen treibt. Niemand möchte seine tiefsten Geheimnisse vor Fremden ausplaudern, eingestehen, dass man falsch lag und schlecht gehandelt hatte, tut weh. Es fällt schwer und auch wenn ich finde, dass das Buch etwas von einer Schullektüre der Unterstufe hatte. Natürlich wurden Ängste, Emotionen und Reaktionen beschrieben, aber so wirklich bei mir ankommen, taten sie nicht. Natürlich war es schrecklich und ich war froh, dass ich nicht ein Teil davon sein musste. Auch das ganze Buchformat und die Schriftgröße hat mich an meine Lektüren der achten Klasse erinnert. Das alles sind allerdings nur kleine Mängel eines Buches, welches trotz allem in meiner Erinnerung bleiben wird. Lea-Lina Oppermanns Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Mit hat die Geschichte sehr gut gefallen, die Charaktere waren in Ordnung und auch der Schreibstil war angenehm zu lesen. Trotzdem hat mir eine gewisse Tiefe gefehlt, mehr Emotionen, die mich auch wirklich treffen. Vielleicht war es auch der Gedanke der Autorin, immerhin ist es eine Erzählung dreier Figuren, die ihre Erlebnisse wiedergeben. Es wirkte wie ein Zeitungsartikel, ein Artikel der erwähnten Redakteure.

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