Lea-Lina Oppermann Was wir dachten, was wir taten

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(4)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann

Eingesperrt im Klassenzimmer spielt sich ein packend komponiertes psychologisches Kammerspiel ab. Das mit dem Hans-im-Glück-Preis ausgezeichnete Debüt der jungen Lea-Lina Oppermann. Matheklausur! Plötzlich dringt eine maskierte Person ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, blinder Opportunismus, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Ein packend komponiertes psychologisches Kammerspiel. Packend gelesen von drei herausragenden Thalia-Theater-Schauspielern: Julian Greis (Der Hummelreiter), Birte Schnöink (Eine Messerspitze voll Magie) und Sebastian Rudolph.

Hat mir sehr gut gefallen.

— Viktoria_Helene

Stöbern in Jugendbücher

Deine letzte Nachricht. Für immer.

Wow. Ein unfassbar berührendes Buch.

LadyIceTea

Am Abgrund des Himmels

Leider fällt dieses Buch unter das Genre Romance, denn mit Fantasy hat das wenig zu tun.

BooksofFantasy

AMANI - Verräterin des Throns

Spannende Fortsetzung

buchgerede

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Toll toll toll toll 😍

kati_liebt_lesen

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Eine tolle Aussage, eine mal wirklich übergewichtige Protagonistin - leider kippt das Buch krass ins Kitschige.

CocuriRuby

Die 100 - Rebellion

Eine meiner Lieblingsserie!

Tamii1992

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was würdest Du machen?

    Was wir dachten, was wir taten

    RebekkaT

    20. October 2017 um 07:55

    "Was wir dachten - was wir taten" von Lea-Lina Oppermann, gelesen von Julian Greis, Birte Schnöink, Sebastian Rudolph. Stell Dir vor, Du musst gerade eine Mathearbeit schreiben - und durch die Schule dröhnt ein Alarm, der dazu benutzt wird, vor einem evtl. Amoklauf zu warnen. Du sollst die Klasse abschließen und nach wenigen Minuten klopft es, Du hörst die Stimme eines weinenden, kleinen Mädchens. Lässt Du es rein oder nicht? So ist der Anfang dieses grandiosen Hörbuches. Immer wieder wechseln die Sprecher und erzählen, was ihnen durch den Kopf geht und wie sie dann handeln. Da ist Herr Filler, der Lehrer, der die Schüler genauso analysiert wie sie sich untereinander. Da ist der Starke, die Schöne, die Gruftis, der Loser, die Dicken. Ich kann sagen, dass Mark die Tür geöffnet hat und nun 10 Geheimnisse preisgeben werden; von der Doktorarbeit, dem Dieb in den eigenen Reihen, über die Schöne, die alle Haare verliert, bis zum tragischen Ende. Cover: Zurückhaltend, was es interessant macht: der Titel lässt zwar was spannendes erahnen, aber was genau, muss man erlesen. Sprecher: Alle drei können es einfach, klar, haben sie auch gelernt, aber ich nehme ihnen alles ab! Die Furcht, die Ungewissheit, Panik. Ein Hörbuch, das nachwirkt. Wie oft stecken wir Menschen in Kategorien? Ich weiß genau, wo mich die Leute hinstecken, dabei haben sie gar keine Ahnung! Was Mobbing alles anrichten kann, wird hier auch deutlich. Die 3 CDs will man einfach schnell hintereinander hören, ohne Störung und mitüberlegen, was soll das? Warum diese Briefumschläge, die Aufgaben. Woher weiß "der" das? Warum handeln die Personen so, wie sie handeln? Und dann eben das Ende... Ich kann hier 5 Punkte mit Auszeichnung geben und jedem Hörer ab 12 Jahren viel Spaß wünschen, denn: was dachtest Du und was hast Du dann wirklich getan?

    Mehr
  • Kalt erwischt, hat mich das…

    Was wir dachten, was wir taten

    Normal-ist-langweilig

    24. September 2017 um 17:27

    Meine Meinung: Alter Schwede, was für eine Geschichte! Ich glaube als Lehrer ist diese noch eindringlicher und deutlich emotionaler.  Während der ganzen 3 Stunden habe ich mich immer wieder gefragt, was würde ich in einem solchen Fall tun?, was  ich getan hätte, um diesen Amoklauf zu verhindern, zu verkürzen?, was  ich eigentlich über meine Schüler weiß ?, ob es Schüler gibt, die ich schon mehr als ungerecht behandelt habe?, ob ich mir Vorwürfe machen muss, weil ich mich zu wenig für das Leben mancher Schüler interessiere?, ob es Schüler gibt, die sich von mir missverstanden fühlen und ich nochmal das Gespräch hätte suchen sollen? Ach, ich könnte hier noch so viele Fragen anhäufen…es ist zum „aus-der-Haut-Fahren“! ****************** Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch schreiben soll. Die Geschichte (Kammerspiel) ist packend, emotional, Angst einflößend, erschreckend, ehrlich, schockierend, menschlich und sie hat mich wirklich kalt erwischt. Hier wird deutlich gezeigt, dass man die Menschen um einen herum gar nicht richtig kennt. Dass man sich entweder nicht die Mühe macht, hinter die Fassade zu schauen, es nicht will oder aus welchen Gründen auch immer es nicht kann. Viele Menschen verbergen hinter ihrer kaltschnäuzigen, ihrer verklemmten, traurigen oder ihrer aufmüpfigen Art irgendetwas. Nie ist der Mensch einfach nur so SO. Hier steckt immer was dahinter. Wie oft sagt man schnell beleidigende Worte, die man selbst nicht so schlimm findet, andere aber in Tränen ausbrechen lässt. Wie oft hört man Dinge, die andere einfach so daher sagen und für einen selbst kurz die Welt untergeht? „Lass dir ein dickeres Fell wachsen“ – „Stell dich nicht so an!“ – „Das Leben ist kein Ponyhof!“ – ja, das stimmt wohl und ein wenig mehr Selbstvertrauen kann nie schaden. Aber machen wir es uns nicht manchmal zu einfach, indem wir sagen: „Ach komm, so schlimm war das doch gar nicht“? Ich muss hier noch ein wenig drüber nachdenken! Die drei unterschiedlichen Sprecher tun ihr absolut Bestes, um hier eine ängstliche, zerstörerische und atemlose Stimmung zu erzeugen! Besser hätte man es nicht machen können. Die Idee, drei verschiedene Sprecher den Text vortragen zu lassen, ist perfekt! Ich war dadurch im Klassenzimmer dabei. Ich habe das Geschehen aus der ersten Reihe mitverfolgt! Und ich bin nicht sicher, wie ich in all diesen Situationen reagiert hätte, wie ich mit diesen umgegangen wäre… Einzig das Ende hätte ich mir noch ein wenig ausführlicher gewünscht. Was sind die Konsequenzen für die einzelnen? Was passierte weiterhin? Gab es Änderungen im Verhalten und Gedanken? Diese Ausführungen habe ich vermisst und doch so dringlich erwartet. Aber wahrscheinlich sollte jeder Hörer oder Leser zum Nachdenken angeregt werden! Und mit diesem Ende ist unweigerlich dafür gesorgt worden!

    Mehr
  • Geniales Debüt und tolle Hörbuchproduktion!

    Was wir dachten, was wir taten

    EmmaZecka

    01. September 2017 um 08:48

    Im Juli war in Stuttgart wieder Bücherstammtisch Zeit. Diesmal ging es um die Autorin Lea-Lina Oppermann und ihren Debütroman Was wir dachten, was wir taten. Martin der Buchwellenreiter war live vor Ort und hat neben Ausschnitten von der Lesung auch Mitschnitte von einem Interview mitgebracht. Das Video findet ihr HIER.Lea-Lina Oppermann hat wirklich gut gelesen. Als sie dann noch verriet, dass es eine Hörbuch Fassung ihres Romanes gibt, war es um mich geschehen.Gestaltung Das Hörbuch wurde von der Hörcompany produziert, die zum Beltz Verlag gehört. Gelesen wird der Roman von Birte Schnöink, Sebastian Rudolph und Julian Greis. Am Anfang stellten sich die Sprecher indirekt mit ihren Rollen vor. Das hat mir sehr gut gefallen, da man die Charaktere so sofort der richtigen Stimme zuordnen konnte. Dieses Element wirkte dynamisch und sorgte eben für eine bessere Orientierung in der Geschichte.Da es drei Hörbuchsprecher gibt, heißt das auch, dass die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt wird. Wir haben zum einen den Mathelehrer Herrn Filler, dem Sebastian Rudolph seine Stimme leiht. Er kam mir sehr bekannt vor, so als hätte ich ihn schon mal in einer Synchronsprecherrolle im Fernsehen gehört. Man hört, dass er bereits etwas älter ist. Daher passte die Rolle des Lehrers sehr gut zu ihm. Außerdem konnte er die Eigenschaften des Charakters, auf die ich weiter unten noch genauer eingehen werde, genauso wie seine Kollegen, richtig gut transportieren.Julian Greis und Birgit Schnöink sind beide schon lange aus der Schule heraus. Dennoch haben beide Schauspieler Stimmen, die sehr jung klingen. Auch sie wirkten auf mich authentisch.Alle drei Sprecher haben dazu beigetragen, dass Was wir dachten, was wir taten zu einem angenehmen Hörerlebnis wurde. Die Stimmfarben passten gut zueinander und haben sich somit ergänzt. Zudem kam auch nie das Gefühl auf, dass ein Charakter dominiert. Ich hätte ihnen noch stundenlang zuhören können. Und es nervt mich wieder einmal, dass mir die richtigen Worte fehlen, um dieses Hörerlebnis beschreiben zu können. Vielleicht hilft die Anmerkung, dass Was wir dachten, was wir taten zu einem der Hörbücher gehört, welches ich innerhalb von drei Tagen durchgehört habe, weil mich die Geschichte einfach nicht mehr losgelassen hat.Inhalt In Was wir dachten, was wir taten geht es um eine Geiselnahme einer Schulklasse. Ein Maskierter stürmt ein Klassenzimmer und gibt den Schülern eine Hand voll Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Betitelt sind diese mit: "Meine letzten Wünsche". Schnell wird klar, dass der Unbekannte die Geheimnisse der Schüler sehr gut kennt und nicht davor zurückschreckt diese ans Tageslicht zu befördern.Wie oben bereits beschrieben, wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt. Und ich fand es spannend zu lesen, dass es an keiner Stelle auch nur den Anflug von Langeweile gab. Obwohl alle Charaktere dasselbe erleben, hatte jeder einen anderen Blickwinkel auf die Situation.Lehrer Herr Filler ist nicht etwa Pädagoge aus Leidenschaft. Er erfüllt einen Standard, interessiert sich aber viel mehr für seine Doktorarbeit in Mathematik, die er in jeder freien Minute schreibt. Schnell wird dem Leser klar, dass Herr Filler nicht gerade viel für seinen Beruf übrig hat. Und das diese nicht vorhandene Motivation nicht spurlos an den Schülern vorbeigeht, ist vorhersehbar.Fiona wirkt zu Beginn der Geschichte eher schüchtern. Sie passt sich normalerweise an und ist geübt darin, nicht zu widersprechen. Doch als der Amokalarm ausgelöst wird und ein weinendes Mädchen an die verschlossene Klassenzimmertür klopft, kann sie nicht anders und setzt sich für das Mädchen ein. Fiona legt innerhalb des Romanes eine tolle Entwicklung hin. Zudem wird deutlich, wie viel sie von ihrer Klasse wahrnimmt.Mark ist der Außenseiter der Klasse. Ihm fehlt die Motivation in der Schule etwas erreichen zu wollen. Der Unterricht überfordert ihn. Anstatt ihm Unterstützung anzubieten, bekommt er von Erwachsenen immer nur zu hören, wie er sein Leben zu organisieren hat. Dass diese Ratschläge auf Dauer nur für mehr Frustration sorgen, liegt auf der Hand. Doch obwohl ihm nur eine Person in seiner Klasse wirklich etwas bedeutet, ist er mitverantwortlich für den Höhepunkt der Geschichte.Autorin Lea-Lina Oppermann beschreibt die unterschiedlichen Charaktere sehr gut. Auf der einen Seite sitzt der frustrierte Lehrer, der zeigt, wie anstrengend ein Beruf sein kann oder besser gesagt, was alles passieren kann, wenn unmotivierte Menschen im falschen Beruf festsitzen. Sie beschreibt das Machtspiel zwischen Schülern und Lehrern. Beide Parteien, die glauben im Recht zu sein und der Lehrer, der letztendlich immer am längeren Hebel sitzt.Dann gibt es noch die beiden Schüler, die durch ihren unterschiedlichen Stand in der Klasse auch gegensätzliche Positionen darstellen. Fiona, das angepasste Mädchen im Kontrast zu Mark, der scheinbar überall anzuecken scheint. Und trotzdem lernen sich die beiden Schüler in dieser Extremsituation neu kennen und beginnen ihr Gegenüber mit anderen Augen zu sehen.Spannung Lea-Lina Oppermann hat den Spannungsbogen sehr gut aufgebaut. Die verschiedenen Aufgaben, die erfüllt werden mussten, boten auch eine gute Grundlage um die Handlung aufzubauen und zu vertiefen. Innerhalb dieser Aufgaben gab es aber auch eine Steigerung, dievon den Schülern erfordert, eine Grenze zu überschreiten.Besonders spannend fand ich auch, dass Was wir dachten, was wir taten einiges an Tiefgang mitbringt. Lea-Lina Oppermann stellt hier teilweise zwar Stereotypen an Charakteren vor, jedoch hatte ich einige der Charaktere selbst im meinem Jahrgang sitzen und konnte daher deren Verhalten sehr gut nachvollziehen.Zudem war es auch interessant zu beobachten, dass eine Geschichte fesseln kann, obwohl diese nur an einem Schauplatz spielt.Schreibstil Lea-Lina Oppermann hat einen packenden, flüssigen Schreibstil. Sie schafft es, die Geschichte sowohl aus Sicht der beiden Schüler wie auch aus der Sicht des Lehrers authentisch zu beschreiben. Oft heißt es, dass Erwachsene Mühe haben, sich in Kinder oder Jugendliche hineinversetzen zu können. Wer Was wir dachten, was wir taten liest, merkt sofort, dass Lea-Lina Oppermann genau hinschaut und noch sehr gut weiß, mit welchen Sorgen sich Teenager so herumschlagen.Was wir dachten, was wir taten erzählt zudem zwei Geschichten: Zum einen geht es natürlich um die Geiselnahme und die Frage, wie unsere Charaktere damit umgehen und der Situation entkommen können. Dann - als die Geschichte auf ihren Höhepunkt zugeht - verleiht die Autorin ihrem Roman aber ein Stück mehr Tiefe. Sie stellt das System, den Mainstream infrage und verpackt es so, dass die Brisanz durchkommt, man aber nicht das Gefühl hat, dass sie moralisiert. Lea-Lina Oppermann regt mit ihrer Geschichte zum Nachdenken an ohne dabei den Zeigefinger auszupacken.Gesamteindruck Nie hätte ich damit gerechnet, dass mich in Was wir dachten, was wir taten so eine tiefgründige Geschichte erwartet. Natürlich stand fest, dass es hier um kein leichtes Thema geht. Ich finde es aber sehr schön, wie sich die Autorin den Themen Amoklauf, Mobbing und allem was dazugehört, stellt, ohne den Leser zu belehren.Gerade weil die Autorin hier Themen anspricht, die in vielen Schulen sicher anliegen, sollte Was wir dachten, was wir taten unbedingt in sämtliche Lehrpläne aufgenommen werden.

    Mehr
  • Hervorragende Einspielung

    Was wir dachten, was wir taten

    WinfriedStanzick

    19. July 2017 um 14:44

    Um es vorweg zu sagen: dieses literarisches Debüt der 1998 in Berlin geborenen Lea-Lina Oppermann ist eine Sensation. Es wurde schon vor seinem Erscheinen mit dem Hans-im-Glück-Preis für Jugendliteratur ausgezeichnet und zeigt im Handlungsaufbau, im Spannungsbogen, in seiner sprachliche Dichte und in der Charakterdarstellung der drei erzählenden Hauptpersonen eine Qualität, wie man sie bei jungen Schriftstellerinnen dieses Alters kaum für möglich gehalten hätte.Mark Winter und Fiona Nikolaus sind Schüler einer achten oder neunten Klasse. Ihr Lehrer A.Filler hat gerade mit dem Matheunterricht begonnen in dem die Schüler eine Klausur schreiben, als durch den Schullautsprecher folgende Durchsage zu hören ist:„Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe. Begeben Sie sich sofort in einen geschlossenen Fachraum und warten Sie auf weitere Anweisungen.“Mark, der als erster zu Wort kommt (danach immer im Wechsel mit Fiona und Herrn Filler), bekommt von Herrn Filler die Anweisung, die Tür zuzuschließen. Sofort ist klar, alle gehen davon aus, dass ein Amokläufer in der Schule ist. Während Herr Filler darauf besteht, dass die Schüler ihre Arbeit weiterschreiben, um einer Panik vorzubeugen, wirft ein Schüler nach dem anderen dem Lehrer den angefangenen Test auf das Lehrerpult. Angst, Aufstand, Protest, Feigheit und Wut paaren sich zu einem seltsam dichten Gefühlskonglomerat, das einen Lehrer zeigt, der gerne mutiger wäre. Schon hier stellt die junge Autorin einzelne Schüler vor und beginnt mit ihrer Charakterisierung, die später noch eine Bedeutung haben wird. Es haben schon etliche Schüler ihre Arbeit vorzeitig beendet, als es zwischendrin an der Tür klopft und von außen die Stimme einer wohl viel jüngeren Schülerin um Einlass bittet, um sie vor dem Amokschützen zu retten.Eine heftige Diskussion beginnt, ob man es verantworten kann die Tür zu öffnen. Weil Fiona heftig auf Mark einredet, öffnet der schließlich die Tür. Sie sind beide sicher, etwas Richtiges zu tun. Die Tür geht auf. „Davor stand ein schniefendes Mädchen mit zwei kurzen Zöpfen. Und einer Pistole an der Schläfe.“Sie haben nun den Attentäter mitten im Klassenraum. Und nun beschreibt Lea-Lina Oppermann eine etwa zwei Stunden dauernde Dynamik, in der der völlig stumme und maskierte Täter einzelnen Menschen in der Klasse schriftliche Anweisungen erteilt.  Anweisungen, die die einzelnen auf eine Weise bloßstellen, dass sich einige bald fragen, woher der Täter all diese Informationen hat, die er für diese blamierenden, erniedrigenden und beschämenden Aufgaben braucht. Immer abwechselnd Fiona, Mark und A. Filler zu Wort kommen lassend, gelingt der Autorin eine Art Psychothriller als Kammerspiel. Da werden Geheimnisse an die Oberfläche gezerrt, Lügen offenbart und hinter den so sorgsam gepflegten Fassaden der Einzelnen tun sich wahre Abgründe auf.Wie eine Klasse und die einzelnen Schüler am Ende dieses 143 Minuten dauernden Dramas weiterleben können, ist offen und der Phantasie der jugendlichen Leser dieses wunderbaren Buches überlassen. Und so bricht der Bericht auch ab:„Was bleibt….“Ein sensationelles Debüt. Ich wünsche der jungen Autorin, dass sie den Mut und die nötige Unterstützung findet, weiter zu schreiben.Die vorliegende Einspielung als Hörbuch haben die drei Schauspieler des Hamburger Thalia –Theaters Birte Schnöink, Julian Greis und Sebastian Rudolph eingelesen und haben diesem packend komponierten psychologischen Kammerspiel nicht nur ihre wunderbaren Stimmen geliehen, sondern es auch geschafft, die Dynamik, die beim Lesen des Buches deutlich wird, noch einmal auf eine Weise zu steigern, die dem Hörer vor Spannung das Blut in den Adern gefrieren lässt.Die Charaktere von Fiona, Mark und A. Filler sind auf eine ganz bemerkenswerte Weise getroffen und eingefangen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks